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Wobei ich den Chinesen es eher zutraue

geschrieben von: BR146106

Datum: 25.03.20 11:28

Moin,

das die diese Kriese im Griff haben, die USA haben das Problem, das mit Trump ein möchtegern an der Macht ist, der die Realität verweigert.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: BR146106

Datum: 25.03.20 11:33

Moin,

man wird sich aber wohl damit abfinden müssen, das es deutlich längert dauern wird als man aktuell denkt und nein, die DB wird man nicht opfern können, denn damit bräche ein massives Transportvolumen weg, was keiner auffangen kann, egal wie man es sieht. Man stellt doch schon Szenarien auf, wo selbst Großkonzerne Teilverstaatlicht werden sollen, damit diese nicht in die Pleite rutschen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

„The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 25.03.20 12:27

...gilt heute aber als ein Riesenfehler, der letztlich viel, viel mehr Geld gekostet hat als die Finanzspritze, die nötig gewesen wäre, um die Pleite abzuwenden. Schon damals wurde bewiesen, dass der „Markt“ nichts, aber auch gar nichts, regelt. Leider hat das die von ihrer Ideologie verblendeten, neoliberalen Betonköpfe damals genausowenig beeindruckt wie heute, wo sich an der Coronakrise wieder beispielhaft zeigt, was neoliberale Spar- und Privatisierungswut mit dem Gesundheitssystem gemacht hat. Weniger in Deutschland, wo diese Politik noch vergleichsweise neu ist, aber ganz deutlich in Spanien und ganz besonders in Italien, wo der Gesundheitssektor inzwischen kollabiert ist. Von UK, wo das Gesundheitssystem seit 1979 kaputtgespart wurde, will ich gar nicht erst anfangen. Eine Pleitewelle bei den EVU würde vor allem langfristige Löcher ins SPNV-Netz reißen, die zu flicken viel Zeit und Geld kosten würde, und vor allem aller Erfahrung nach mehr Geld, als die EVU mit öffentlichen Geldern am Leben zu erhalten.

Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: kmueller

Datum: 25.03.20 13:27

M. Müller schrieb:
Der Vergleich ist gut, denn das Politbüro in China hat angeordnet, dass der Coronavirus das Land verlassen hat und kein Thema mehr zu sein hat. Jetzige Dunkelziffern?

Der Mister in USA hat auch angeordnet, dass das Virus bald kein Thema mehr in seinem Land ist.
Und wir schaffen das auch - sobald wir genug Masken haben.
[www.welt.de]

Re: Wobei ich den Chinesen es eher zutraue

geschrieben von: De David

Datum: 25.03.20 13:34

Naja immerhin wollte er leztens noch die eine Firma vom Hopp da in Tübingen kaufen, die an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus dran ist.
Das wäre natürlich, wenn es geklappt hätte, schon ein Ding gewesen, und hätte seine Zustimmungswerte in den USA trotz allem sicher ordentlich nach oben schnellen lassen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Für was oder wofür?

geschrieben von: PeterK

Datum: 25.03.20 13:44

Hallo David,

bitte sei mir nicht böse, aber Matthias hat recht. Dann hättest Du auch gelernt, dass es nicht "für was?" sondern "wofür?" heißt...

Gruß

Peter

Nein, dieser Bericht ist besser

geschrieben von: BR146106

Datum: 25.03.20 14:34

Moin,

er hat doch Recht, entweder ganz oder gar nicht, aber auf die Masken wird man noch warten müssen: [www.welt.de]

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Für was oder wofür?

geschrieben von: De David

Datum: 25.03.20 19:09

Dann schieb i in Zukunft halt nur noh alemannisch, dann kah wenigschdens keiner meh sage s´däd falsch sih was i schrieb... ;)

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Reiss dich einfach ein wenig zusammen.

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 25.03.20 19:21

De David schrieb:
Dann schieb i in Zukunft halt nur noh alemannisch, dann kah wenigschdens keiner meh sage s´däd falsch sih was i schrieb... ;)

"I love it when plan comes together!"

George Peppard / Hannibal Smith - A-Team

Schaut doch mal vorbei:
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Mein Kanal: [www.youtube.com]

Re: Nö...

geschrieben von: De David

Datum: 26.03.20 00:37

Da sind sie bei mir nämlich an den falschen geraten... Ich lass mir doch von irgend so welchen dahergelaufenen hier nicht vorschreiben wie ich zu schreiben habe...

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: De David

Datum: 26.03.20 02:12

Eigentlich wollte Union Pacific den Laden ja übernehmen, hätte man die gelassen, hätte sich das ganze direkt erledigt.
Denn es hieß ja auch, die Rock Island Railroad war ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, in der Gegend in der sie fuhr "one raillroad too many", entstanden im 19. Jahrhundert vor der Industrialisierung der Landwirtschaft, als im mittleren Westen ein vergleisweise dichtes Eisenbahnnetz benötigt wurde um die Ernten ab zu fahren. Was sich aber spätestens nach dem 2. Weltkrieg erübrigt hatte, da man nun mit Traktoren und Lastwagen die Erzeugnisse problemlos auch zu weiter entfernten Verladestellen der Eisenbahn (/ anderen Bahngesellschaften) fahren konnte.
Und das ganze war ja auch noch vor dem "Staggers Act" von 1980, vielleicht haben die Eigentümer/Aktionäre der CRI&P damals in den 70ern einfach keine große Zukunft für das ganze Geschäft mehr gesehen, jedenfalls keine die es gerechtfertigt hätte da nochmal wahnsinnig Geld rein zu hängen daß man aufabsehbare Zeit nie wieder sieht? Man weiß es nicht. Aber uns kanns doch egal sein, wie die ihr Geld auf den Kopf hauen und ihren Laden vor die Wand fahren, ist ihr unternehmerisches Risiko, oder warst du Aktionär?
Der "Markt" hat es doch geregelt, wie ich beschrieb sind nach der Liquidierung andere große und kleine Bahngesellschaften in die entstandene Lücke gesprungen, und haben sich jeweils das für sie am besten passende teil des Netzes geholt, von den Fahrzeugen ganz zu schweigen die wohl sofort in alle Himmelsrichtungen zerstreut wurden, bzw noch heute auf dem ganzen Kontinent am herum geistern sind wie dieser Getreidewagen von First Union Rail Leasing .

Es gibt ja noch mehr wie den SPNV. Im Güterverkehr z.B. wäre das eine Chance für DB-Cargo wieder mehr Marktanteile zu bekommen.
Denn warum sollte der Staat irgendwelchen Privatfirmen Geld in den Rachen werfen, wenn er doch selbst ein eigenes EVU hat, daß das ganze genau so gut kann? Und welches dann von einem wegfallen von Konkurenten profitieren würde, weil man wieder mehr Leistungen zu fahren hat und vielleicht wieder wirtschaftlicher wird, wie wenn die ganzen lukrativen Sachen von der neumodischen privat-billig-Konkurenz weggeschnappt sind und man nur noch ein bisschen im Einzelwagenverkehr herum rödelt.
Gleiches gilt für den SPNV. Der Bund hat DB-Regio und das Land (hier) die SWEG. Daher sehe ich nicht den Sinn z.B. GoAhead mit Steurgeld künstlich als Zombie-Firma am leben zu halten, nur damit irgendwelche englischen Lords, denen die GoAhead Muttergesellschaft gehört, weiterhin ihre Rendite haben. Denn gerade in dem Fall "hat" GoAhead doch nichts, die Fahrzeuge gehören sowieso schon dem Land, das einzige um was es ginge wäre die Werkstatt in Essingen, alles andere ist nur gepachtet, geleased, gemietet, es keine wirkliche Substanz da die es zu retten wert wäre. Was natürlich anderswo, wo die EVU auch richtig eigene Fahrzeuge oder gar Strecken haben, gleich ganz anders aussähe. Aber auch da böte sich die Möglichkeit für die Öffentliche Hand, bei einer Insolvenz an dieses Betriebskapital weit unter regulärem Marktwert zu kommen, wovon man meine ich längerfristig mehr hat wie jezt groß irgendwelche defizitären Firmen zu "retten". Im beschriebenen Falle von GoAhead wäre es ja imho kein wahnsinns Akt, das Land macht dem Insolvenzverwalter ein Übernahmeangebot für alles zusammen, und wenns zustande kommt, wird ein gewisser Teil des Managements entlassen und durch Leute aus Lahr ersetzt, das Ding in "Verkehrsbetrieb Nordwürttemberg" umbenannt, dem ganzen Personal ein Übernahmeangebot gemacht, die alten Logos durch welche der SWEG ersetzt, und der Betrieb läuft ganz normal weiter, nur daß jezt andere die Marschrichtung vorgeben und das Ruder in der Hand haben. Und erwirtschafteter Gewinn in den Landeshaushalt zurück fließt.
Ich sehe das alles eben nicht mit German-Angst, immer nur pesimistisch und negativ alles, von mir aus sollen doch 1/2 aller EVU pleite gehen, wenn man beim Land schnell schaltet übernimmt man alle zusammen für einen Spottpreis, und steht nach der Kriese mir einem mords Unternehmen da, daß man unter Normalbedingungen so nie hätte aufbauen oder zusammen kaufen können, und welches wenn alles wieder regulär läuft die erzeugten Kosten recht bald wieder einspielt und bald in die Gewinnzone kommt.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 15:50.

Re: Nö...

geschrieben von: M. Müller

Datum: 26.03.20 08:33

De David schrieb:
Da sind sie bei mir nämlich an den falschen geraten... Ich lass mir doch von irgend so welchen dahergelaufenen hier nicht vorschreiben wie ich zu schreiben habe...
Man sollte bedenken, dass hier manche User offenbar eine schlechte Kindheit hatten und daher jetzt so ihre S... rauslassen müssen. Diese Beobachtung passt leider immer wieder, für ein Fachforum ist das eher kontraproduktiv. MfG

Nein, das ist KEINE Marktbereinigung

geschrieben von: KHM

Datum: 26.03.20 08:42

BR146106 schrieb:
Moin,

und gehört dazu. Jetzt wird sich zeigen, wer in den letzten Jahren gut gearbeitet hat und diese Kriese überleben wird. Die Staatsbahnen haben da sicherlich die wenigsten Probleme. Aber auch Flixmobility ist wohl fein raus, weil das Risiko auf andere abgewälzt wird, den SUB Unternehmen, die nun am schwitzen sind.

gruß carsten
Nein, das ist keine Marktbereinigung und gehört daher nicht dazu, auch dann nicht, wenn es Unternehmen trifft, die manchen gegen den Strich gehen. Die EU-Kommission hat selbst in einem aktuellen Beihilfen-Papier konstatiert, dass die Corona-Krise u. a. im Verkehrssektor auch völlig gesunde und solide wirtschaftende Unternehmen in existenzbedrohende Situationen bringen kann. (Nur zur Klarstellung: Ob Flix ein solches Unternehmen ist, tut hier nichts zur Sache.) Wenn solche Unternehmen aufgrund eines externen Ereignisses, auf das sich wirtschaftlich kein Unternehmen sinnvoll vorbereiten kann, aus dem Markt fliegen, dann ist das keine "normale / dazugehörende" Marktbereinigung, sondern Marktversagen (was übrigens nicht gegen den Markt als solches spricht, sondern einfach nur zeigt, dass Marktmechanismen unter solchen atypischen Umständen logischerweise auch atypische, ungewollte Ergebnisse liefern.)

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: KHM

Datum: 26.03.20 13:01

De David schrieb:
Im Güterverkehr z.B. wäre das eine Chance für DB-Cargo wieder mehr Marktanteile zu bekommen.
Denn warum sollte der Staat irgendwelchen Privatfirmen Geld in den Rachen werfen, wenn er doch selbst ein eigenes EVU hat, daß das ganze genau so gut kann?
Und genau da, nämlich beim "das Ganze genau so gut können", dürfte der Hase im DB-Cargo-Pfeffer liegen. Auch wenn das einige DB-Jünger nicht gern hören, sowas ist der Realität egal.

Re: Nein, das ist KEINE Marktbereinigung

geschrieben von: BR146106

Datum: 26.03.20 15:01

Moin,

jung, wollen wir jetzt ein Wirtschaftsstudium hier veröffentlichen? Wohl kaum, es geht doch letztlich nur ums Geld, das etliche Unternehmen hier auch von dieser Kriese Überrascht werden, wird nicht ausgeschlossen, aber unterm Strich wird sich der Markt bereinigen, egal wie. Denn es geht eben auch um die Frage, wer bekommt alles Geld, bei der Vielzahl der Unternehmen kann man eben nicht alles bis zur letzten Stelle prüfen da wird erst einmal verteilt, ob zu Recht oder Unrecht, steht auf der nächsten Seite.

Somit können Unternehmen Geld bekommen, obwohl diese schon seid Jahren eigentlich am Rande der Überlebensschwelle agieren und genau das ist eben das Problem, Gesunde Unternehmen können zwar in massiver Schieflage geraten durch diese Kriese, aber man muss nicht sofort nach Hilfe schreien, sollte eigentlich jedem Klar sein. Aber es wird wohl wie immer laufen, hier werden sich Unternehmen Gesund stoßen können und dann weiter machen, wie bisher, bis zur nächsten Kriese, wo man dann wieder Überrascht wird und Hilfen bekommt.

Ein schönes Beispiel lief dabei gestern im WDR Fernsehen dazu und wäre genau so ein Fall, der nicht Überlebensfähig zu sein scheint, weil man schon vorher Probleme hatte und sich nun Gesundstoßen kann.

gruß carsten

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Das Problem liegt am Fachkundigen Personal

geschrieben von: BR146106

Datum: 26.03.20 15:04

Moin,

was dann auch noch auf Berater hört, die noch weniger Ahnung haben. Aber man will ja Manager haben, die Extern sind und gerade mal Wissen wie Eisenbahn geschrieben wird, aber ansonsten nur das kleine 1x1 beherrschen. Dazu der Wille der Besitzer, Gewinne zu schreiben, und zwar so schnell wie möglich.

gruß carsten

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Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: De David

Datum: 26.03.20 16:04

KHM schrieb:
De David schrieb:
Im Güterverkehr z.B. wäre das eine Chance für DB-Cargo wieder mehr Marktanteile zu bekommen.
Denn warum sollte der Staat irgendwelchen Privatfirmen Geld in den Rachen werfen, wenn er doch selbst ein eigenes EVU hat, daß das ganze genau so gut kann?
Und genau da, nämlich beim "das Ganze genau so gut können", dürfte der Hase im DB-Cargo-Pfeffer liegen. Auch wenn das einige DB-Jünger nicht gern hören, sowas ist der Realität egal.
Wer was gut kann zeigt sich erst langfristig. Wer in der erstbesten Krise sofort bankrott geht, ist nicht "gut". Denn da zählt nicht nur billig billig, wenn nacher der Kunde selbst ins straucheln gerät weil das EVU übern Jordan ist und damit die Transportkette in solch einer wirtschaftlich sowieso schon sehr angespanten Lage auch noch zusammen gebrochen, während DB-Cargo die Krise als ob nichts wäre (also nur mit dem normal üblichen innerbetrieblichen Chaos) zuverlässig durchfahren kann.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Nein, das ist KEINE Marktbereinigung

geschrieben von: KHM

Datum: 26.03.20 16:14

BR146106 schrieb:
Moin,

jung, wollen wir jetzt ein Wirtschaftsstudium hier veröffentlichen? Wohl kaum, es geht doch letztlich nur ums Geld, das etliche Unternehmen hier auch von dieser Kriese Überrascht werden, wird nicht ausgeschlossen, aber unterm Strich wird sich der Markt bereinigen, egal wie. Denn es geht eben auch um die Frage, wer bekommt alles Geld, bei der Vielzahl der Unternehmen kann man eben nicht alles bis zur letzten Stelle prüfen da wird erst einmal verteilt, ob zu Recht oder Unrecht, steht auf der nächsten Seite.

Somit können Unternehmen Geld bekommen, obwohl diese schon seid Jahren eigentlich am Rande der Überlebensschwelle agieren und genau das ist eben das Problem, Gesunde Unternehmen können zwar in massiver Schieflage geraten durch diese Kriese, aber man muss nicht sofort nach Hilfe schreien, sollte eigentlich jedem Klar sein. Aber es wird wohl wie immer laufen, hier werden sich Unternehmen Gesund stoßen können und dann weiter machen, wie bisher, bis zur nächsten Kriese, wo man dann wieder Überrascht wird und Hilfen bekommt.

Ein schönes Beispiel lief dabei gestern im WDR Fernsehen dazu und wäre genau so ein Fall, der nicht Überlebensfähig zu sein scheint, weil man schon vorher Probleme hatte und sich nun Gesundstoßen kann.

gruß carsten
Da dies immer noch ein Fachforum sein soll: ja. Auch Wirtschaft gehört zur Eisenbahn. Tut mir leid, falls Dir das Thema nicht passt. Du hast dies als Marktbereinigung und als normalen Prozess bezeichnet, und das ist sachlich schlicht falsch.

Und nein, es ist eben keine normale Marktsituation: Hier können völlig gesunde Unternehmen nicht nur "in massive Schieflage geraten", sondern in sehr kurzer Zeit insolvent gehen, und auch sie müssen daher "sofort nach Hilfe schreien". Und ja: Ungesunde Unternehmen, die schon seit Jahren an der Überlebensschwelle agieren, (ich stelle frei, hierzu auch die DB zu zählen, jedenfalls aber andere), können überleben, weil ihnen der Staat hilft. Das alles ist kein gutes Ergebnis.
Bei einer normalen Marktbereinigung sterben die schlechten Unternehmen, und das ist gut. In einer solchen Situation wie jetzt sterben die Unternehmen, denen der Staat nicht hilft, völlig unabhängig von ihrer eigenen Performance. Das ist schlecht.

Btw: Ich bin nicht "jung".

Warten wir ab

geschrieben von: BR146106

Datum: 26.03.20 16:28

Moin,

wir werden es sehen, was am Ende übrig bleiben wird. Das es für alle eine neue Lage ist, wird selbst von mir nicht bestritten, aber ich sehe es eben so, wie beschrieben, es wird Verlierer und Gewinner geben, dazu sind zu viele EVU immer noch zu sehr Staatsbetrieb.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: HGK-Öli's

Datum: 27.03.20 03:07

De David schrieb:
Wer was gut kann zeigt sich erst langfristig. Wer in der erstbesten Krise sofort bankrott geht, ist nicht "gut". Denn da zählt nicht nur billig billig, wenn nacher der Kunde selbst ins straucheln gerät weil das EVU übern Jordan ist und damit die Transportkette in solch einer wirtschaftlich sowieso schon sehr angespanten Lage auch noch zusammen gebrochen, während DB-Cargo die Krise als ob nichts wäre (also nur mit dem normal üblichen innerbetrieblichen Chaos) zuverlässig durchfahren kann.
Du schreibst ganz schön viel Blödsinn durcheinander. Wer was gut kann ist längst bekannt, das sind all die verschiedenen EVU welche seit vielen Jahren erfolgreich am Markt sind. Und wenn du auch nur ein bisschen Ahnung hättest, dann wüsstest du wahrscheinlich auch, dass dein "nur billig billig" Argument völlig ins Leere geht. Wie kommst du eigentlich darauf, dass private EVU immer alles billiger machen als die DB-Cargo? Dass DB-Cargo schon immer ein defizitäres Unternehmen war und wohl auch immer bleiben wird und nur auf Grund des niemals versiegenden Geldhahns im Hintergrund noch da ist, ist ja eigentlich auch kein Geheimnis. Wer sich als Privat-EVU jahrelang erfolgreich am Markt behaupten konnte, der hat in der Regel nicht nur solide gewirtschaftet sondern auch einen stabilen finanziellen Background um auch mal kurze oder gar mittelfristige Durststrecken gut durchzustehen. Nun bekommen wir jedoch eine völlig andere und neue Situation, sollte man jetzt nicht bald mit dem Lockdown beginnen. In den Exit-Strategien spricht man davon, die Wirtschaft solle von jetzt auf gleich wieder voll durchstarten. Dazu braucht es dann wieder funktionierende Transport-Ketten. DB-Cargo ist in absehbarer Zeit definitiv nicht in der Lage, dies alleine zu bewältigen. Man wird allein deshalb schon vorausschauend und mit Weitblick agieren, sprich wenn notwendig auch die richtigen unterstützen und am Leben lassen.

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