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In der Pandemie-Welle etwas untergegangen:
letzten Freitag (13. März) hat VBB in Kooperation mit Berlin und Brandenburg sowie DB Netze eine Broschüre zum Infrastrukturprojekt i2030 herausgegeben und anscheinend auch die Website relaunched:
[www.i2030.de]
bzw. für den Bericht
[www.i2030.de]

Der Download-Link für die Broschüre:
[www.i2030.de] [PDF; 6,3 MB; 58 Seiten]

In der Broschüre stehen erstmal viele Seiten allgemeine Herleitung, warum in die Eisenbahninfrastruktur der Region Berlin-Brandenburg investiert werden muss.
Ab Seite 33 wird dann das Projekt mit seinen Teilprojekten beschrieben.

Im Folgenden jeweils die Zielstellungen und der aktuelle Stand für die Teilprojekte; für die Beschreibungen der Ausgangslage und der Lösungsansätze bitte selber in die Broschüre oder auf die verlinkten Websites für die Teilprojekte blicken.
Ich kann wenig sehr Neues entdecken gegenüber dem teilweise veröffentlichten Diskussionsstand der letzten Monate - aber es ist mal praktisch zusammengefasst, was aktuell untersucht wird...

Zitat
4.2.1 West: Berlin-Spandau – Nauen

Zielstellung

-> Engpassbeseitigung im Bahnhof Spandau für Regional-, Güter- und Fernverkehr
-> Einrichtung eines dichten, gleich­mäßigen Taktverkehrs für alle Halte bis nach Nauen und eine schnelle Express-Verbindung
-> Entzerrung des Fern- und Nahverkehrs und Vermeidung von gegenseitigen Behinderungen durch noch zu prüfende, unterschiedliche infrastrukturelle Maßnahmen
-> Verbesserung der verkehrlichen Erschließung des Berliner Stadtbezirks Spandau mit ca. 240.000 Einwohnern (bis 2027 Wachstum auf 275.000 Einwohner)

Ergebnisstand

Als Untersuchungsvarianten wurde vereinbart:

-> Der Regionalverkehr wird durch zusätzliche Gleise gestärkt.
-> Die S-Bahn wird über Spandau hinaus bis Finkenkrug verlängert.
-> Der S-Bahnanschluss zur Falkenseer Chaussee wird als Option mitbetrachtet.
-> Am Fernbahnhof Spandau werden zusätzliche Bahnsteigkanten, Gleisverbindungen und Überwerfungsbauwerke untersucht.

Online: [www.i2030.de]

4.2.2 Nord-West: Prignitz-Express/Velten

Zielstellung

-> Direkteinbindung des Prignitz-Express (RE6) nach Berlin Gesundbrunnen ermöglichen
-> S-Bahnverlängerung nach Velten anstreben
-> Taktverdichtung des Bahn-Regionalverkehrs und der Berliner S-Bahn

Ergebnisstand

-> Der Abschnitt Velten bis Neuruppin soll teilweise zweigleisig ausgebaut werden, um einen 30-Minuten-Tag beim RE6 zu erzielen.
-> Zwischen Velten und Hennigsdorf wird ein zweigleisiger Mischbetrieb mit Regionalverkehr und S-Bahn untersucht mit einem Zusatzhalt in Hennigsdorf Nord.
-> Der zweigleisige Ausbau zwischen Schönholz-Tegel mit einem Zusatzhalt Borsigwalde wird geprüft. Die S-Bahn soll dann im 10-Minuten-­Takt fahren

Online: [www.i2030.de]

4.2.3 Nord: Nordbahn/Heidekrautbahn

Zielstellung

-> Direkteinbindung der Heidekrautbahn über Karower Kreuz bzw. Berlin-Wilhelmsruh nach Berlin Gesundbrunnen
-> Verbesserung der Erschließung berlinnaher Siedlungsflächen per Bahn
-> Untersuchung eines Umbaus des Bahnhofs Birkenwerder: Trennung der Linienläufe der S- und Fernbahn und energetische Trennung
-> Prüfung des Einsatzes von Wasserstofffahrzeugen und Errichtung entsprechender Infrastruktur

Ergebnisstand

-> Die Stammstrecke der Heidekrautbahn soll reaktiviert werden (Schönwalde – Schildow – Wilhelmsruh) sowie der entsprechende Abschnitt der Nordbahn für die Einführung eines 30-Minuten-Taktes nach Berlin Gesundbrunnen.
-> Es wird ein neues Gleislayout für den Bahnhof Birkenwerder mit separatem Bahnsteig für die RB20 entwickelt.

Online: [www.i2030.de]

4.2.4 Süd-Ost: Berlin – Cottbus/ Bahnhof Königs Wusterhausen

Zielstellung

-> Bau eines zweiten Gleises auf der Strecke Lübbenau – Vetschau – Cottbus, um einen stabilen Halbstundentakt zu gewährleisten.
-> Ausbau des „Nordkopfes“ in Königs Wusterhausen für eine durchgehende Zweigleisigkeit der Fernbahn und die Unabhängigkeit zur S-Bahn
-> Bau eines Kehrgleises in Königs Wusterhausen zum Abstellen der dort endenden Züge der RB22

Ergebnisstand

-> Der Antrag auf Baurecht für den zweigleisigen Abschnitt zwischen Lübbenau und Cottbus wurde eingereicht. Für Anfang 2021 wird das Planrecht erwartet.
-> Für die Infrastrukturerweiterung an der Nordseite des Bahnhofs Königs Wusterhausen wird das Planrecht für Anfang 2022 erwartet. Für den langfristig kompletten Umbau des Bahnhofs werden mehrere Varianten untersucht

Online: [www.i2030.de]

4.2.5 Süd: Berlin – Dresden/Rangsdorf

Zielstellung

-> Anbindung der berlinnahen Region in einem enger getakteten Bahnverkehr

Ergebnisstand

-> Eine S-Bahn-Verlängerung Blankenfelde – Rangsdorf soll den Regionalverkehr beschleunigen und das Gewerbebiet Dahlewitz mit einer dichten und zuverlässigen Anbindung ausstatten.
-> Der zusätzliche S-Bahnhof Kamenzer Damm und der Regionalhalt Buckower Chaussee werden mitbetrachtet.

Online: [www.i2030.de]

4.2.6 Süd-West: Potsdamer Stammbahn

Zielstellung

-> Verbesserung der Verkehrsanbindung der Gemeinden Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf per Schiene
-> Alternativverbindung Berlin – Potsdam zur Entlastung der Berliner Stadtbahn schaffen

Ergebnisstand

-> Die Reaktivierung der Stammbahn zwischen Berlin, Kleinmachnow und Potsdam als Regionalbahn oder S-Bahn wird mit verschiedenen Varianten, Haltekonzepten und Verbindungsstrecken geprüft.
-> Die S-Bahn-Verlängerung von Teltow Stadt nach Stahnsdorf Sputendorfer Str. im 10-Minuten-Takt wird angestrebt.

Online: [www.i2030.de]

4.2.7 West-Ost: Magdeburg – Berlin – Eisenhüttenstadt

Zielstellung

-> Die Sitzplatzkapazität auf der Strecke des RE1 muss nachhaltig erhöht werden. Für künftig längere Züge des RE1 werden an einigen Stationen längere Bahnsteige erforderlich.

Ergebnisstand

-> Die Verkehrsstationen entlang der Linie RE1 Im Verkehrsabschnitt Wusterwitz – Eisenhüttenstadt (auf dem Gebiet von Brandenburg) werden in den kommenden Jahren verlängert.
-> Betroffene Bahnsteige werden auf 76 cm erhöht.

Online: [www.i2030.de]

4.2.8 Berliner Siemensbahn

Zielstellungen

-> Verkehrliche Erschließung der Siemensstadt 2.0 und Absicherung einer schnellen Anbindung an den Hauptbahnhof und den Flughafen BER (Anschluss an FEX)
-> Untersuchung von Verlängerungs­möglich­keiten zur Erschließung weiterer neuer Wohngebiete westlich der Insel Gartenfeld

Ergebnisstand

-> Der Bahnhof Jungfernheide erhält möglicherweise eine dritte Bahnsteigkante zur Einbindung an die Ringbahn.
-> Reaktivierung der Altbahn mit den gegebenen Trassierungsparametern mit max. 60 km/h. Neubau der Strecke im gegebenen
Linienverlauf wird mit max. 80 km/h angestrebt.
-> Eine Machbarkeitsuntersuchung überprüft die Streckenverlängerung über den Bahnhof Gartenfeld hinaus.

Online: [www.i2030.de]

4.2.9 Berliner S-Bahn

Zielstellung

-> Streckenausbau für Angebotsausweitung (neue Strecken und zweigleisiger Ausbau eingleisiger Abschnitte, zusätzliche Haltepunkte)
-> Ermöglichung zusätzlicher Verkehrsleistungen ermöglichen (zusätzliche Abstellkapazitäten, dritte Bahnsteigkanten, Ausbau von Abstellanlagen)
-> Verbesserung der Pünktlichkeit und der Zuverlässigkeit (zusätzliche Weichen, Ausbau für höhere Geschwindigkeiten, Beseitigung eingleisiger Streckenabschnitte)

Ergebnisstand

-> Die Handlungsschwerpunkte im S-Bahnnetz sind definiert und die Randbedingungen für weitere Untersuchungen sind festgelegt.
-> Aktuell sind 35 infrastrukturelle Maßnahmenpakete identifiziert, die zur Bestellung zusätzlicher Verkehrsleistungen und zur Verbesserung der Betriebsqualität im Berliner S-Bahnnetz erforderlich sind. Die Priorisierung für die zügige Weiterentwicklung wird vorgenommen.

Online: [www.i2030.de]

Für die 35 "Maßnahmenpakete" gibt es leider nur eine eher ungenaue Übersichtskarte:

https://www.i2030.de/wp-content/uploads/2020/02/i2030-S-Bahn-RGB-11-2019-1-mit-Logo-2048x1577.jpg

Denkt in Berlin eigentlich überhaupt wer mal über ne Zweisystem S-Bahn nach? Das würde den Fahrtzeiten auf den immer länger werdenden Außenästen vermutlich schon sehr gut stehen, wenn man nicht mehr mit 750V Gleichstrom und 100km/h max. nach Brandenburg zuckeln müsste...

Grüße
hsimpson schrieb:
Denkt in Berlin eigentlich überhaupt wer mal über ne Zweisystem S-Bahn nach? Das würde den Fahrtzeiten auf den immer länger werdenden Außenästen vermutlich schon sehr gut stehen, wenn man nicht mehr mit 750V Gleichstrom und 100km/h max. nach Brandenburg zuckeln müsste...
Der Gedanke ist längst durchdacht worden. So lange an der – wohlüberlegten und hoffentlich beizubehaltenden – Prämisse von freizügig einsetzbaren Zügen, die überall im S-Bahnnetz fahren können, festgehalten wird, scheiden aus Gründen des Lichtraumprofils – gesetzt durch die Vorgaben für den Nordsüd-S-Bahntunnel – Zweisystemzüge von der lichten Höhe her aus. Ende Gelände.
Leider werden diese Planungen aufgrund der aktuellen Situation erst einmal auf Jahre obsolet werden weil schlicht und einfach kein Geld mehr da ist für Sachen die nicht schon im Bau sind.
PotsdamerEiche schrieb:
Leider werden diese Planungen aufgrund der aktuellen Situation erst einmal auf Jahre obsolet werden weil schlicht und einfach kein Geld mehr da ist für Sachen die nicht schon im Bau sind.
Jetzt fängt der nächste an... gerade in Wirtschaftskrisen ist es sinnvoll, in die öffentliche Infrastruktur zu investieren, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bekommen. Das hat sich immer wieder bewährt, in Deutschland das letzte Mal vor zehn Jahren. Corona und seine wirtschaftlichen Folgen dürften also vielleicht sogar beschleunigend auf zumindest einige i2030-Projekte wirken.

In Krisenzeiten muss man als Staat Geld ausgeben, wenn's gut läuft, kann man sparen. Ist das so schwer zu verstehen?

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
def schrieb:
PotsdamerEiche schrieb:
Leider werden diese Planungen aufgrund der aktuellen Situation erst einmal auf Jahre obsolet werden weil schlicht und einfach kein Geld mehr da ist für Sachen die nicht schon im Bau sind.
Jetzt fängt der nächste an... gerade in Wirtschaftskrisen ist es sinnvoll, in die öffentliche Infrastruktur zu investieren, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bekommen. Das hat sich immer wieder bewährt, in Deutschland das letzte Mal vor zehn Jahren. Corona und seine wirtschaftlichen Folgen dürften also vielleicht sogar beschleunigend auf zumindest einige i2030-Projekte wirken.

In Krisenzeiten muss man als Staat Geld ausgeben, wenn's gut läuft, kann man sparen. Ist das so schwer zu verstehen?
Gegen das hier ist die Finanzkrise 2008 ein Kindergeburtstag mein Freund!

So wie es aktuell ausschaut gibt der Staat Geld aus...um das Schiff noch über Wasser zu halten...um ein massenhaftes Sterben von Unternehmen und damit den dauerhaften Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen zu verhindern.

Wenn wir das in den nächsten 2-3 Wochen nicht in den Griff bekommen musste dir als Vergleich nicht die Finanzkrise von vor 12 Jahren als Vergleich ranziehen sondern das hier:
[de.wikipedia.org]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.03.20 12:33.
hsimpson schrieb:
Denkt in Berlin eigentlich überhaupt wer mal über ne Zweisystem S-Bahn nach? Das würde den Fahrtzeiten auf den immer länger werdenden Außenästen vermutlich schon sehr gut stehen, wenn man nicht mehr mit 750V Gleichstrom und 100km/h max. nach Brandenburg zuckeln müsste...

Grüße

Das wird von den Verfechtern dr S-Bahn mit der dichteren Taktzahl gern in Abrede gestellt.

Frank aus der Prignitz
PotsdamerEiche schrieb:
So wie es aktuell ausschaut gibt der Staat Geld aus...um das Schiff noch über Wasser zu halten...um ein massenhaftes Sterben von Unternehmen und damit den dauerhaften Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen zu verhindern.

Wenn wir das in den nächsten 2-3 Wochen nicht in den Griff bekommen musste dir als Vergleich nicht die Finanzkrise von vor 12 Jahren als Vergleich ranziehen sondern das hier:
[de.wikipedia.org]
Liest Du die Links eigentlich auch, die Du setzt?

Zitat
Gleichfalls krisenverschärfend wirkten die Maßnahmen, die Reichskanzler Heinrich Brüning ergriff. Dabei ging er von der Notwendigkeit aus, den Reichshaushalt ausgeglichen zu halten, da der Kapitalmarkt zur Finanzierung eines Defizits nicht zur Verfügung stand. In mehreren Notverordnungen wurden durch Kürzung von Löhnen und Gehältern im öffentlichen Dienst sowie durch Beendigung aller öffentlichen Bauvorhaben die Staatsausgaben gesenkt, durch Steuererhöhungen sollten die Einnahmen erhöht werden. Diese Austeritätspolitik verstärkte aber die Deflation und wirkte sich drosselnd auf die Konjunktur aus, sodass das angestrebte Ziel einer nachhaltigen Konsolidierung des Haushalts nicht erreicht wurde.
Wer also ein zweites 1929 möchte, stelle staatliche Investitionen ein. Wer ein zweites 2008 möchte, fahre sie hoch. Es hilft übrigens auch nichts, für viele Milliarden Euro Unternehmen zu retten, wenn die Wirtschaft weiter stillsteht. Dann werden sie entweder zum Fass ohne Boden (weil sie alle paar Monate gerettet werden müssen) oder gehen ein paar Monate später doch pleite - die Staatshilfe ist so oder so verloren. Deshalb muss der Staat nach der akuten Notfallrettung auch Impulse setzen, damit die Wirtschaft wieder anläuft.

Der Staat kann also entweder einmal gerettete Unternehmen noch ein zweites, drittes, viertes Mal retten - oder er nimmt das Geld für die zweite, dritte, vierte Rettung und investiert in seine Infrastruktur (und andere Impulse, die absatzsteigernd wirken). Ich halte letzteres für sinnvoller. Du offensichtlich nicht.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.03.20 09:28.
Frank Schönow schrieb:
hsimpson schrieb:
Denkt in Berlin eigentlich überhaupt wer mal über ne Zweisystem S-Bahn nach? Das würde den Fahrtzeiten auf den immer länger werdenden Außenästen vermutlich schon sehr gut stehen, wenn man nicht mehr mit 750V Gleichstrom und 100km/h max. nach Brandenburg zuckeln müsste...

Grüße
Das wird von den Verfechtern dr S-Bahn mit der dichteren Taktzahl gern in Abrede gestellt.
Ja, als Fahrgast ist es mir besonders wichtig, mit wieviel Volt das Fahrzeug unterwegs ist, mit dem ich fahre. Wie soll ich denn sonst im Quartett gegen Freunde gewinnen, die den Regionalverkehr nutzen?

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
Schönes Wochenende allen
..eine Frage interessiert mich :wozu braucht man das alles noch bei flächendeckenden Ausgangssperren von bis zu zwei Jahren und dann vielleicht langsame Lockerung nach einem totalen Wirtschaftszusammenbruch und vielen vielen Millionen Arbeitslosen ?
Für sämtliche Massnahmen wird über Jahrzehnte kein Geld da sein.
Nach Coronavirus wird man froh sein noch zu leben und wenn überhaupt noch Züge fahren...
155 112 schrieb:
Schönes Wochenende allen
..eine Frage interessiert mich :wozu braucht man das alles noch bei flächendeckenden Ausgangssperren von bis zu zwei Jahren und dann vielleicht langsame Lockerung nach einem totalen Wirtschaftszusammenbruch und vielen vielen Millionen Arbeitslosen ?
Für sämtliche Massnahmen wird über Jahrzehnte kein Geld da sein.
Nach Coronavirus wird man froh sein noch zu leben und wenn überhaupt noch Züge fahren...
Woher denn diese Schwarzmalerei? Und die aktuelle Situation verbietet keine Zukunftsplanung - insbesondere, wenn der Bund zwecks Konjunkturankurbelung öffentliche Gelder in die Infrastruktur pumpt.
Liebe (unmerkbare Nummer),

momentan wissen wir noch nicht wohin die Reise geht. Wir sitzen tendenziell am Anfang einer Kurve, deren weiteren Verlauf wir uns spitzer oder flacher vorstellen können.
Nehmen wir an wir haben recht, das Ganze ist weltkonjunkturell ein kleiner Schluckauf und Du übst Dich in Panikmache. Dann bitte lass uns uns Gedanken machen, wie wir in fünf-zehn Jahren zur Arbeit oder zum Baden fahren, auch wenn man bei allen Infrastrukturprojekten außerhalb Chinas ein Paar Jahre oder Jahrzehnte auf die Zieldaten draufsatteln muss.
Nehmen wir an Du hast recht, das Ganze fegt die Welt wie wir sie kennen hinweg und wir üben uns in Eskapismus. In dem Fall lass uns bitte das Bißchen Träumerei, dass unsere geregelte Welt aus Fahrplänen, Entwicklungsplänen und 8-Stundentag weiterbesteht.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer
Hallo..
Also ich wollte niemanden Träumerei oder Zukunftspläne zerstören...nur das sind halt meine Gedanken bei dem was los ist..
Alles Gute schönes Wochenende..bleibt gesund
Nach all der Schwarzmalerei gibt es auch positive Zukunftsszenarien, wenn auch ohne Bahnbezug.

[www.zukunftsinstitut.de]
Mathias Hiller schrieb:
hsimpson schrieb:
Denkt in Berlin eigentlich überhaupt wer mal über ne Zweisystem S-Bahn nach? Das würde den Fahrtzeiten auf den immer länger werdenden Außenästen vermutlich schon sehr gut stehen, wenn man nicht mehr mit 750V Gleichstrom und 100km/h max. nach Brandenburg zuckeln müsste...
Der Gedanke ist längst durchdacht worden. So lange an der – wohlüberlegten und hoffentlich beizubehaltenden – Prämisse von freizügig einsetzbaren Zügen, die überall im S-Bahnnetz fahren können, festgehalten wird, scheiden aus Gründen des Lichtraumprofils – gesetzt durch die Vorgaben für den Nordsüd-S-Bahntunnel – Zweisystemzüge von der lichten Höhe her aus. Ende Gelände.
Darum geht es aber doch gar nicht. Dass die Innenstadtstrecken auch auf lange Sicht noch bei Gleichstrom bleiben ist ok, vlt macht es Sinn, die Stromstärke etwas hochzudrehen um die Effizienz zu verbessern, aber angesichts der hohen Stationsdichte und engen Kurvenradien braucht man sicher nicht das ganze System umzustellen.

Sinnvoll wäre hingegen eine Umstellung der Außenäste auf Wechselstrom, wie auch bei der Hamburger S-Bahn begonnen. Das würde die Fahrtzeiten für die Einpendler spürbar verbessern und gleichzeitig ermöglichen, einzelne Kurse über den Endbahnhof hinaus auf der Bestandsinfrastruktur ins entferntere Umland durchzubinden.

Einen Panto bekommt man wohl noch so auf den Wagenkasten geschraubt, dass er im eingefahrenen Zusatand auch noch durch den Nord-Süd-Tunnel passt. Grade, wenn mittelfristig für das Ost-West und Nord-Süd Netz neue Fahrzeuge beschafft werden sollen wäre das auf jeden Fall eine Überlegung wert. Bei der Ringbahn ist das eher verschmerzbar, dass nur Einsystemer fahren.

Grüße
hsimpson schrieb:
Sinnvoll wäre hingegen eine Umstellung der Außenäste auf Wechselstrom, wie auch bei der Hamburger S-Bahn begonnen. Das würde die Fahrtzeiten für die Einpendler spürbar verbessern und gleichzeitig ermöglichen, einzelne Kurse über den Endbahnhof hinaus auf der Bestandsinfrastruktur ins entferntere Umland durchzubinden.
Angesichts der Stationsdichte im heutigen S-Bahnnetz lassen sich durch höhere Geschwindigkeiten fast gar keine Beschleunigungen erzielen. Bekanntlich sind die S-Bahnen aus Sicherheitsgründen seit Jahren von 100 kmh/max auf 80 runtergestuft. Bei einer Hochstufung auf 100 kmh, die zuletzt für den Herbst 2020 versprochen wurde, kommt es laut heutigen Berechnungen nur zu Fahrzeitverkürzungen zwischen Grunewald und Nikolassee (zZ 8 Minuten) und Wartenberg und Mühlenbeck (zZ 7 min). Alle anderen Stationen sind zu dicht, und auch der obige Ausbauplan scheint eher auf viele Stationen als auf Geschwindigkeit zu setzen.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer
hsimpson schrieb:
Einen Panto bekommt man wohl noch so auf den Wagenkasten geschraubt, dass er im eingefahrenen Zusatand auch noch durch den Nord-Süd-Tunnel passt. Grade, wenn mittelfristig für das Ost-West und Nord-Süd Netz neue Fahrzeuge beschafft werden sollen wäre das auf jeden Fall eine Überlegung wert. Bei der Ringbahn ist das eher verschmerzbar, dass nur Einsystemer fahren.

Es wurde in den letzten 30 Jahren immer wieder durchgekaut mit dem eindeutigen Ergebnis, daß es nicht geht. Berlin ist nicht Hamburg und auch in Hamburg wurde bis jetzt nur eine einzige Strecke mit den Zweisystemern verlängert. Der Regionalverkehr in Berlin/Brandenburg hat noch ausreichend Kapazitäten frei um mehr Personen pro Takt befördern zu können. Es muß nur in längere Bahnsteige und verlängerte Züge investiert werden.

Frank aus der Prignitz




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.03.20 12:29.
hsimpson schrieb:
Sinnvoll wäre hingegen eine Umstellung der Außenäste auf Wechselstrom, wie auch bei der Hamburger S-Bahn begonnen. Das würde die Fahrtzeiten für die Einpendler spürbar verbessern und gleichzeitig ermöglichen, einzelne Kurse über den Endbahnhof hinaus auf der Bestandsinfrastruktur ins entferntere Umland durchzubinden.

Welche Strecke hat man denn in Hamburg auf Wechselstrom umgestellt?
Zitat
Welche Strecke hat man denn in Hamburg auf Wechselstrom umgestellt?
Die S3 wurde nach Stade verlängert und fährt ab HH-Neugraben unter Wechselstrom.
hsimpson schrieb:
Einen Panto bekommt man wohl noch so auf den Wagenkasten geschraubt, dass er im eingefahrenen Zusatand auch noch durch den Nord-Süd-Tunnel passt.
Der „Panto“ ist ein Stromabnehmer. Wegen des eingeschränkten Lichtraumprofils der Berliner S-Bahn paßt dieser nicht aufs Dach, ohne im Fahrgastraum die Deckenhöhe abzusenken.

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