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[BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: numi

Datum: 17.03.20 11:25

Hallo zusammen,

am 02.08.2019 hat das Land die Fahrzeugbereitstellung für das Netz Ortenau an Siemens mit 20 neuen batterieelektrischen Triebzügen vergeben. Viel mehr Informationsgehalt hatten die damaligen Meldungen leider nicht. Seither war es erstaunlich ruhig um das ganze. Jetzt gibt es jedoch eine Pressemeldung von Siemens zu den neuen Fahrzeuge: [press.siemens.com]

https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:29588442-487d-4320-9214-d784d0956a1c/width:1024/im2020030246mo.jpg


Leider ist auch der Informationsgehalt in dieser Meldung relativ gering, aus der Abbildung lässt sich aber doch einiges herleiten. Die Wagen sind etwas kürzer als bei den bisherigen Mireo (zumindest fehlt ein Fenster). Damit sollte sich das Fahrzeug zwischen Lint 41 und Lint 54 ansiedeln, was auch zur Angabe von 120 Sitzplätzen passt. Die Hochflurbereiche sind etwas länger als bei den bisherigen Mireo, was auf den Platzbedarf für die Batterien zurückzuführen ist. Auch Stadler hat beim Flirt Akku die Hochflurbereiche leicht gegenüber dem normalen Flirt3XL verlängert. Somit verschiebt sich die Tür ca. in die Mitte des Fahrgastraums eines Wagens und eine zweite Tür im Wagen ist sehr nah an der ersteren. Die Türverteilung ist somit deutlich schlechter als beim normalen Mireo, was aber bei Batteriefahrzeugen wohl kaum vermeidbar ist. Auch der Niederfluranteil ist deutlich geschrumpft und ordnet sich auch hier zwischen dem Lint 41 (relativ viel Niederflur) und Lint 54 (sehr wenig Niederflur) ein.

Es bleibt zu hoffen, dass wir in absehbarer Zeit noch ein paar mehr Informationen bekommen. Insbesondere der Preis wäre ja ziemlich interessant (in der Meldung wird von 77 Mio. Euro gesprochen die über 28 Jahre finanziert werden, das ist schön und gut, aber ohne zu wissen wie hoch der Wert ist der nicht finanziert wird, bringt uns die Zahl nichts).

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: 103612

Datum: 17.03.20 12:09

Bei einstöckigen Fahrzeugen ist das mit dem Niederfluranteil leider immer ein Problem. Da ist der 76cm Fußboden des Stadler BEMU für SH deutlich im Vorteil.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: corsa636

Datum: 17.03.20 12:36

Sehen gut aus!

Ist was über die Reichweite der Batterie bekannt?
Welches Gewicht haben die Akkus?

Wo was wäre auch für die Bayrische Oberlandbahn angesagt - um das Dieseln nach München vermeiden zu können.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: EXP

Datum: 17.03.20 12:45

Laut PM 80km Reichweite per Akku. Wieviele kWh man pro Tfz braucht könnte ich daheim dann Mal ausrechnen.

Reichweite und Ladezeit?

geschrieben von: nozomi07

Datum: 17.03.20 13:07

EXP schrieb:
Laut PM 80km Reichweite per Akku. Wieviele kWh man pro Tfz braucht könnte ich daheim dann Mal ausrechnen.
Weiß jemand, wie lange so ein Zug laden muss? Wie lange muss er unter Oberleitung stehen/fahren, um die 80 Km drauf zu haben?

Re: Reichweite und Ladezeit?

geschrieben von: numi

Datum: 17.03.20 13:28

Das mit der Reichweite ist extrem schwer zu beurteilen da wir nicht wissen, mit welchen Werten Siemens rechnet. Also welche Entladetiefe angesetzt wird, welche Streckenparameter und ganz wichtig, welche Außentemperatur.

Beim Desiro ML Cityjet eco setzt Siemens auf eine Batterie mit 528 kWh. Das Batteriepaket kommt auf 14 t, die Reichweite wird ebenfalls mit 80 km angegeben (da es der gleiche Hersteller ist nehmen wir einmal an, dass die gleichen Bedingungen herrschen wie bei dem Mireo). Wenn ich mich recht entsinne sind das Toshiba SCiB Batterien auf LTO Basis. Also Batterien mit einer hohen Leistung, einer hohen nutzbaren Entladetiefe (also der Teil der Batterie der genutzt werden kann, ohne dass es zu beschleunigter Alterung kommt) und trotzdem ziemlich langer Lebensdauer. Dafür sind diese Batterien sehr teuer im Kaufpreis und vor allem sehr groß und schwer.

Wenn man jetzt annimmt, dass der Mireo etwa 2/3 der Größe und Gewicht des Desiro ML hat, dann käme man auf 352 kWh bei 9,3 t Gewicht.

Eine Ladung dieser Batterien mit 3C (also eine vollständige Ladung in 20 Minuten) halte ich durchaus für realistisch, wenn der Trafo im Fahrzeug das mitmacht. Da im Ortenau Netz viele Fahrten unter Fahrdraht stattfinden sollte somit mehr als genug Zeit zur Verfügung stehen, um die Fahrzeuge zu laden. Meistens wird man auch deutlich weniger als die volle Batteriekapazität benötigen (in typischen Einsatzszenarien spricht man meist von Ladezeiten unter 10 Minuten). Wobei sich die Frage stellt ob es nicht sinnvoll wäre an den Endhalten noch zu elektrifizieren, damit man bei sehr kalten Temperaturen nicht aus der Batterie heizen muss.

Re: Reichweite und Ladezeit?

geschrieben von: Gumminase

Datum: 17.03.20 13:29

Interessant wären die Angaben zur Ladezeit in der Tat, doch scheint es allein in der Hand des Herstellers zu liegen:

Zitat
Der Fahrzeughersteller ist außerdem für die Energieversorgung der von ihm angebotenen Triebzüge einschließlich Aufbau und Betrieb der dazu erforderlichen Infrastruktur verantwortlich und garantiert deren Energieverbrauch zu festgelegten Preisen.
Dass sich Siemens darauf einlässt, finde ich bemerkenswert. Oder ist das in SH mit Stadler auch so festgelegt?
Hallo zusammen,
wie bei der ersten technologieoffenen Ausschreibung, der XMU-Ausschreibung in Schleswig-Holstein, kam es bei der für das Netz 8 Ortenau wieder zu einer Klage des Wettbewerbs. Während in S-H Alstom generell das Ausschreibungsverfahren des Aufgabenträgers Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein bemängelt hat (ein Angebot hatte der Hersteller damals nicht abgegeben), hat diesmal ein unterlegender Bieter ein Nachprüfungsverfahren angestoßen. Der Name des Herstellers wird nicht genannt. [1]

Weiterhin ein paar Informationen zum Mireo Plus Konzept von Siemens: Die Traktionsbatterien des zweiteiligen Mireo Plus B (BEMU) sind unterflur angebracht. Dies hat ja auch schon der Threadersteller eingangs beschrieben. Bei einem dreiteiligen Triebzug sind zusätzlich auf dem Dach des Mittelwagens Batterien montiert. Sollten die Daten der Siemens Präsentation, siehe [2], weiterhin stimmen, so wurden für das Netz 8 Ortenau Fahrzeuge mit den Werten, Performance Standard, Streckenklasse C und der Vmax 160 km/h bestellt.

[1] [www.heuking.de]
[2] [www.vde.com]

Gruß
Bjarne

Re: Reichweite und Ladezeit?

geschrieben von: Mesosphere

Datum: 17.03.20 13:55

Der nicht elektrifizierte Abschnitt nach Freudenstadt ist zwar nur 40km lang, aber es geht ständig bergauf. Normalerweise müsste so ein Zug das trotzdem schaffen (jedoch: auch im tiefsten Winter bei 2-stelligen Minusgraden, die trotz Klimawandel immer noch möglich und weswegen viel geheizt werden muss, und zur Krönung noch viel außerplanmäßiges Stop-and-Go?) In Freudenstadt selber braucht der Akku gar nicht so stark aufgeladen werden, denn die Rückfahrt erfolgt bergab, was sogar den Ladestand bei intensivem Verwenden der elektrischen Bremse erhöhen kann.
Und wann wird bekannt gegeben, welches EVU fährt?

Erforderliche Reichweite

geschrieben von: 146 227

Datum: 17.03.20 18:24

Mesosphere schrieb:
Der nicht elektrifizierte Abschnitt nach Freudenstadt ist zwar nur 40km lang, aber es geht ständig bergauf. Normalerweise müsste so ein Zug das trotzdem schaffen (jedoch: auch im tiefsten Winter bei 2-stelligen Minusgraden, die trotz Klimawandel immer noch möglich und weswegen viel geheizt werden muss, und zur Krönung noch viel außerplanmäßiges Stop-and-Go?) In Freudenstadt selber braucht der Akku gar nicht so stark aufgeladen werden, denn die Rückfahrt erfolgt bergab, was sogar den Ladestand bei intensivem Verwenden der elektrischen Bremse erhöhen kann.
Hallo zusammen.
was wir alle mal überhaupt verrechnen müssen ist das in der Ortenau doch der Großteil elektrisch gefahren wird.
Hausach - Freudenstadt ist mit 40km der längste Abschnitt aber hier beginnt eben erst ab Hausach das fehlen der Fahrleitung also kann man davon ausgehen das der Zug mit 80 km Reichweite startet.
Aktuell findet eine Wende in 4min in Freudenstadt statt. Ich geh davon aus (wurde mal irgendwo auch meine ich erwähnt) das sich das verlängern wird. Die Batterien sind mal angenommen (Reserven eingerechnet) zu 40% noch geladen. In einer Wendezeit von 10min sollte es sichermachbar sein mind. 20 (eher mehr) km Reichweite zu laden so das eine Reichweite von etwa 55 km (50km Mindestwert) vorhanden ist (60km*= Wunschwert).
Da es bergab geht kann durch das bremsen ja Energie zurückgewonnen werden was ausreichen sollte das man in Hausach nicht leer ankommt.
Ansonsten ist es eine Frage der Kosten, ist es günstiger einen [planmäßigen-](Kreuzungs-)Bahnhof zu elektrifizieren so das man reinbremst und rausbeschleunigt elektrisch und im Haltemoment ladet? Oder einfach die Oberleitung von beiden Endpunkten mal je 5km weiter verlängert?

Das Achertal und das Harmersbachtal sind mit 10km kurze Strecken da hier ja die Zuführung nach Offenburg ausgeweitet werden soll sehe ich hier auch kein Problem. Nach Bad Griesbach sind es 30km aber auch hier beschleunigt man elektrisch heraus und man fährt vollgeladen in den freien Streckenabschnitt, wobei hier natürlich eine Reichweite von 60km vorhanden sein muss. In Freudenstadt könnte man zur Not "länger" wenden, nach Bad Griesbach müsstest du eine vorzeitige Wende machen. Nun sind wir wieder bei o.g. Frage mit der Elektrifizierung - auf dieser Strecke wäre es vermutlich der Endbahnhof?

Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: Reichweite und Ladezeit?

geschrieben von: EXP

Datum: 17.03.20 19:31

numi schrieb:
Das mit der Reichweite ist extrem schwer zu beurteilen da wir nicht wissen, mit welchen Werten Siemens rechnet. Also welche Entladetiefe angesetzt wird, welche Streckenparameter und ganz wichtig, welche Außentemperatur.

Beim Desiro ML Cityjet eco setzt Siemens auf eine Batterie mit 528 kWh. Das Batteriepaket kommt auf 14 t, die Reichweite wird ebenfalls mit 80 km angegeben (da es der gleiche Hersteller ist nehmen wir einmal an, dass die gleichen Bedingungen herrschen wie bei dem Mireo). Wenn ich mich recht entsinne sind das Toshiba SCiB Batterien auf LTO Basis. Also Batterien mit einer hohen Leistung, einer hohen nutzbaren Entladetiefe (also der Teil der Batterie der genutzt werden kann, ohne dass es zu beschleunigter Alterung kommt) und trotzdem ziemlich langer Lebensdauer. Dafür sind diese Batterien sehr teuer im Kaufpreis und vor allem sehr groß und schwer.

Wenn man jetzt annimmt, dass der Mireo etwa 2/3 der Größe und Gewicht des Desiro ML hat, dann käme man auf 352 kWh bei 9,3 t Gewicht.

Eine Ladung dieser Batterien mit 3C (also eine vollständige Ladung in 20 Minuten) halte ich durchaus für realistisch, wenn der Trafo im Fahrzeug das mitmacht. Da im Ortenau Netz viele Fahrten unter Fahrdraht stattfinden sollte somit mehr als genug Zeit zur Verfügung stehen, um die Fahrzeuge zu laden. Meistens wird man auch deutlich weniger als die volle Batteriekapazität benötigen (in typischen Einsatzszenarien spricht man meist von Ladezeiten unter 10 Minuten). Wobei sich die Frage stellt ob es nicht sinnvoll wäre an den Endhalten noch zu elektrifizieren, damit man bei sehr kalten Temperaturen nicht aus der Batterie heizen muss.
Danke für die fundierte Daten/Einschätzungen!

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Henra

Datum: 17.03.20 23:38

103612 schrieb:
Bei einstöckigen Fahrzeugen ist das mit dem Niederfluranteil leider immer ein Problem.
Ist das wirklich in der Praxis ein Problem? Wie viele stark mobilitätseingeschränkte Personen sitzen üblicherweise in einem Zug auf der betroffenen Relation?

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: 103612

Datum: 18.03.20 01:29

Henra schrieb:
103612 schrieb:
Bei einstöckigen Fahrzeugen ist das mit dem Niederfluranteil leider immer ein Problem.
Ist das wirklich in der Praxis ein Problem? Wie viele stark mobilitätseingeschränkte Personen sitzen üblicherweise in einem Zug auf der betroffenen Relation?
Für mobilitätseingeschränkte hält sich das Problem in Grenzen. Es geht viel mehr um die Probleme des 55cm Bodens für die Konstruktion einstöckiger Fahrzeuge. Über den Enddrehgestellen und dem Mitteldrehgestell muss der Boden so weit angehoben werden, dass diese Bereiche nur mittels Stufen erreichbar sind. Wenn dann noch aus statischer Sicht die Batterien ebenfalls unterflur angeordnet werden müssen, dann wird der Niederflurbereich nachmals kürzer. Und dann soll noch der PRM WC und die Mehrzweckbereiche in den Niederflur.
Da bleibt kaum noch Platz für normale Sitzplätze im Niederflur.

Bei Fahrzeugen mit 76cm kann man hingegen viel freizügiger den gesamten Fahrgastraum auf einer Ebene nutzen.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: VT

Datum: 18.03.20 06:51

Das es zumindest in Bad Peterstal noch eine Kurklinik gibt würde ich schon davon ausgehen, dass es Leute gibt die sich mit nicht vorhandenen Stufen leichter tun. Es reicht ja einer der länger als gewöhnlich braucht um den Fahrplan auf der eingleisigen Strecke zu stören.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: BW FDS

Datum: 18.03.20 07:47

Hallo zusammen,

VT schrieb:
Das es zumindest in Bad Peterstal noch eine Kurklinik gibt würde ich schon davon ausgehen, dass es Leute gibt die sich mit nicht vorhandenen Stufen leichter tun. Es reicht ja einer der länger als gewöhnlich braucht um den Fahrplan auf der eingleisigen Strecke zu stören.
Bitte nicht vergessen, dass im Renchtal inzwischen alle Bahnsteige modernisiert wurden. Und dabei nicht auf 76 cm und auch nicht auf 55 cm sondern auf sage und schreibe 38 cm gebracht wurden. Die Stufe wird also immer bestehen. Wie man in der heutigen Zeit überhaupt noch auf 38 cm ausbauen kann...

146 227 schrieb:
Zitat:
Aktuell findet eine Wende in 4min in Freudenstadt statt. Ich geh davon aus (wurde mal irgendwo auch meine ich erwähnt) das sich das verlängern wird.
Hier ist es genau umgekehrt. Die Wende wurde zum Fahrplanwechsel 2019/2020 von einer langen Wendezeit auf die jetzt aktuellen 4 min umgestellt. Dies wurde vor allem mit einer Entspannung der Umsteigesituation in Freudenstadt (KBS 721 /740) begründet um auf letzterer mehr Zeit zu haben. Die Wendezeit von 4 min muss also reichen, denn eine überschlagene Wende ist infrastruktur bedingt nicht möglich.

Viele Grüße,

Tobi


"Es ist die Erkenntnis, dass der Pendler im öffentlichen Verkehrssystem sehr ungern umsteigt. Er fährt nicht mit dem Omnibus zum DB-Zug, dann zum Hauptbahnhof um dann wieder in die Strassenbahn zu wechseln um in die Stadt zu kommen."
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig

Hier gibts eine Zusammenstellung meiner bisherigen DSO-Bildbeiträge.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 07:48.
Guten Morgen!

"Aktuell findet eine Wende in 4min in Freudenstadt statt. Ich geh davon aus (wurde mal irgendwo auch meine ich erwähnt) das sich das verlängern wird. In einer Wendezeit von 10min sollte es sichermachbar sein."
Es wird überschlagen gewendet. Das stand auch mal in der DS, ebenso die Info über die Schaffung einer Gleisverbindung aus Ri. Offenburg nach Gleis 2 in Freudenstadt Hbf. Der Zug hat also über eine Stunde Zeit, sich vollzusaugen.

"Das Achertal und das Harmersbachtal sind mit 10km kurze Strecken da hier ja die Zuführung nach Offenburg ausgeweitet werden soll sehe ich hier auch kein Problem"
Doch, denn es wird eben nicht regelmäßig durchgebunden. Das heißt, die meiste Zeit wird gependelt. Und das wiederum heißt, dass der Zug sich nur während der Standzeit im elektrifizierten Anschlussbahnhof (Achern und Biberach) vollsaugen kann. Und das bedeutet, dass der Fahrplan so gestaltet sein muss, dass der Zug am Endpunkt so kurz und am Anschlussbahnhof so lange wie möglich steht. Sonst steht der Zug im heißen badischen Sommer mit laufender Klimaanlage eine halbe Stunde in Oberharmersbach-Riersbach, und irgendwann sind die Akkus leer.
Hoffentlich passt das mit den Fahrgast-Bedürfnissen (Anschlüsse) zusammen.

"Nach Bad Griesbach sind es 30km aber auch hier beschleunigt man elektrisch heraus und man fährt vollgeladen in den freien Streckenabschnitt, wobei hier natürlich eine Reichweite von 60km vorhanden sein muss."
Das Renchtal ist tatsächlich eine Herausforderung, weil es da am bergseitigen Endbahnhof keine Lademöglichkeit gibt wie in Freudenstadt.

Viele Grüße

Heiko

So schön ist es dort! Andernorts wären diese Stichstrecken schon lange tot! Manchmal ist eine verantwortungsbewusste Landesbahn doch nicht so schlecht
http://www.desiro.net/722-Ohb-Riersbach.jpg

http://www.desiro.net/722-Ohb-Dorf.jpg

O.k., der NE81 hat da ausgedient.
http://www.desiro.net/717-bei-Ottenhoefen3-2015-04-24.jpg

http://www.desiro.net/717-Oberachern-Bindfadenfabrik0-2013-05-02-kl.jpg

http://www.desiro.net/Signatur-Corona.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 08:23.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: VT

Datum: 18.03.20 09:16

Dass die Bahnsteige schön neu waren habe ich bemerkt, aber so..... Aua. :-(

Re: Erforderliche Reichweite

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 18.03.20 09:27

146 227 schrieb:

Hallo zusammen.

Da es bergab geht kann durch das bremsen ja Energie zurückgewonnen werden was ausreichen sollte das man in Hausach nicht leer ankommt.
Ansonsten ist es eine Frage der Kosten, ist es günstiger einen [planmäßigen-](Kreuzungs-)Bahnhof zu elektrifizieren so das man reinbremst und rausbeschleunigt elektrisch und im Haltemoment ladet? Oder einfach die Oberleitung von beiden Endpunkten mal je 5km weiter verlängert?

Gruß
Moin.

Mal abgesehen von der absolut grausigen Rechtschreibung im gesamten Text (nicht nur im Zitat-Auszug): Sehe ich das richtig, dass du damit nur den Bahnhof xy elektrifizieren möchtest und sonst nichts? Wie möchtest du denn den Strom dorthin bekommen? Willst du ernsthaft dafür ein Unterwerk bauen (lassen)?

Tschöö.

"I love it when plan comes together!"

George Peppard / Hannibal Smith - A-Team

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
Mein Kanal: [www.youtube.com]

Re: Erforderliche Reichweite

geschrieben von: bauigel

Datum: 18.03.20 09:56

Christian Snizek schrieb:
146 227 schrieb:
Hallo zusammen.

Da es bergab geht kann durch das bremsen ja Energie zurückgewonnen werden was ausreichen sollte das man in Hausach nicht leer ankommt.
Ansonsten ist es eine Frage der Kosten, ist es günstiger einen [planmäßigen-](Kreuzungs-)Bahnhof zu elektrifizieren so das man reinbremst und rausbeschleunigt elektrisch und im Haltemoment ladet? Oder einfach die Oberleitung von beiden Endpunkten mal je 5km weiter verlängert?

Gruß
Moin.

Mal abgesehen von der absolut grausigen Rechtschreibung im gesamten Text (nicht nur im Zitat-Auszug): Sehe ich das richtig, dass du damit nur den Bahnhof xy elektrifizieren möchtest und sonst nichts? Wie möchtest du denn den Strom dorthin bekommen? Willst du ernsthaft dafür ein Unterwerk bauen (lassen)?

Tschöö.
Der Strom kommt doch aus der Steckdose... :-D

Re: Erforderliche Reichweite

geschrieben von: De David

Datum: 18.03.20 14:32

Strom hats doch in jedem Ort, es bräuchte nur eine Mastschalter und man kann 10-20 kV 50Hz aus dem Mittelspannungsnetz nehmen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Die Buschtrommeln vermelden, dass der unterlegene Bieter bei der Vergabekammer recht bekommen hat uns sich vor dem OLG dann plötzlich wieder alles gedreht hat...
103612
Über den Enddrehgestellen und dem Mitteldrehgestell muss der Boden so weit angehoben werden, dass diese Bereiche nur mittels Stufen erreichbar sind.
Zwischen den Einstiegen barrierefreier Boden an 55er Einstiegen ist möglich. Alstom schafft es beim Régiolis sogar den barrierefreien Anteil auf den gesamten nutzbaren Innenraum auszudehnen. Siemens musste mit dem Mireo ein EMU vorstellen in dem möglichst viele Stufen untergebracht sind.
Der Wechsel hin zu BEMU hat auch Hoffnungen geweckt den kleinen Niederfluranteil von Lint, Link usw. auszudehnen. RS1 werden leider nicht mehr gebaut.
Gleiches Spiel bei Elektrobussen in denen der Kühlturm des Dieselmotors weitergenutzt wird um elektrische Ausrüstung unterzubringen anstatt im Heck wieder eine komplette 5er Sitzreihe anzubieten.

numi
Beim Desiro ML Cityjet eco setzt Siemens auf eine Batterie mit 528 kWh. Das Batteriepaket kommt auf 14 t
Siemens schreibt von 176 kWh zu 3,2 t. 14 t könnten die Masse dreier Akkupacks inkl. Kühlung sein. Der Desiro ML hat den Vorteil seiner vielen Achsen mit entsprechend hoher Reserve an RSL. Für den Mireo werden wegen der Gewichtsverteilung selbst mit kürzester Reichweite Unterflurbereiche auf beiden Zugseiten genutzt.

Zitat:
Auch Stadler hat beim Flirt Akku die Hochflurbereiche leicht gegenüber dem normalen Flirt3XL verlängert. Somit verschiebt sich die Tür ca. in die Mitte des Fahrgastraums eines Wagens und eine zweite Tür im Wagen ist sehr nah an der ersteren.
Stadlers Flirt BEMU ist asymmetrisch aufgebaut. Der E-Teil könnte nur eine Seite antreiben wie bereits beim Zweiteiler für abellio umgesetzt. Auf der anderen Seite wurde der Fahrgastbereich bis an den Führerstand herangezogen. Auf der Dachhälfte findet sich mehr Reserve für Akkus.
War es wieder Alstom, die mit dem brennstoffzellenbasierten Coradia-iLint, anstatt mit der Coradia-Continental-Batterievariante geboten haben?

Ob Siemens wohl auch die Brenstoffzellenvariante des Mireos angeboten hat?

Ladestation

geschrieben von: 146 227

Datum: 18.03.20 19:44

Christian Snizek schrieb:

Moin.
Sehe ich das richtig, dass du damit nur den Bahnhof xy elektrifizieren möchtest und sonst nichts? Wie möchtest du denn den Strom dorthin bekommen?


Hallo Christian,
ein moderner Elektrischer Triebzug wie der Mireo sollte ohne Probleme eine andere Spannung als Lademöglichkeit verarbeiten können. Übliches Beispiel wäre ja 25 kV / 50 Hz. Nun ist es so das übliche Mittelspannungsnetze 20 kV führen (50 Hz ist ja klar). Eigentlich musst du nur die 20 kV auf 25 kV Hochtransformieren. Alternativ auf 15 kV runtertransformieren und dann eben die Frequenz umformen.
Für den Einkaufswagen:
- Trafostation am Bahnhof (Ausführung als begehbare Station mit entsprechender MS-Schaltanlage ~ 4-5 Schaltzellen)
- Fläche für die TS
- Kabelaufführung auf Fahrleitungsmast am Gleis mit Fahrleitungsmast.
- Fahrleitung inkl. der Anzahl an Masten für Doppeltraktion Mireo bzw. entlang des gesamten Bahnsteiges.

Oder kurz gesagt du müsstest ein Bahnstromumrichterwerk auf 20 kV-Ebene erstellen.
Durch die Erläuterungen von Heiko ist es eigentlich recht Simpel das der Endbahnhof scheinbar nur elektrifiziert werden müsste (=Idealfall). Wie wird das in anderen Regionen gelöst, wo ebenfalls Akku-ET bestellt worden sind?
Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: Ladestation

geschrieben von: Hilfsbetreiber

Datum: 18.03.20 20:24

Moin!

.. das Ganze dann mit 50m fest montierter Stromschiene über dem Gleis könnte klappen.
Den Trafo müsste man anpassen , damit die 20/25kV verkraftet werden; es sei denn, man muss aus Potenzialtrennungsgründen 50Hz-seitig einen Trafo vorsehen; dann würde man auf 15kV heruntertransformieren und muss fahrzeugseitig sehr wenig tun; die Stromrichter können auch 50Hz.
Allerdings wird der Strom dann nicht billig sein, da die Leistung nur stoßweise und auch zur HVZ abgenommen wird; aber das sollen andere ausrechnen.

Der Hilfsbetreiber

Re: Ladestation

geschrieben von: Traumflug

Datum: 18.03.20 21:33

146 227 schrieb:
ein moderner Elektrischer Triebzug wie der Mireo sollte ohne Probleme eine andere Spannung als Lademöglichkeit verarbeiten können. Übliches Beispiel wäre ja 25 kV / 50 Hz. Nun ist es so das übliche Mittelspannungsnetze 20 kV führen (50 Hz ist ja klar). Eigentlich musst du nur die 20 kV auf 25 kV Hochtransformieren.
Ich würde mal frech behaupten, dass ein für 25 kV ausgelegtes Akkuladegerät auch mit 20 kV gut klar kommt. Zwischen Trafo und Akku braucht es ohnehin einen Spannungsregler.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Saxobav

Datum: 18.03.20 21:51

BW FDS schrieb:
Bitte nicht vergessen, dass im Renchtal inzwischen alle Bahnsteige modernisiert wurden. Und dabei nicht auf 76 cm und auch nicht auf 55 cm sondern auf sage und schreibe 38 cm gebracht wurden.
Dann kann man ja billig die Gleise absenken ;^)

Gruß saxobav.

Re: Ladestation

geschrieben von: Saxobav

Datum: 18.03.20 22:25

146 227 schrieb:
Hallo Christian,
ein moderner Elektrischer Triebzug wie der Mireo sollte ohne Probleme eine andere Spannung als Lademöglichkeit verarbeiten können. Übliches Beispiel wäre ja 25 kV / 50 Hz. Nun ist es so das übliche Mittelspannungsnetze 20 kV führen (50 Hz ist ja klar). Eigentlich musst du nur die 20 kV auf 25 kV Hochtransformieren. Alternativ auf 15 kV runtertransformieren und dann eben die Frequenz umformen.
...
Oder kurz gesagt du müsstest ein Bahnstromumrichterwerk auf 20 kV-Ebene erstellen.
Durch die Erläuterungen von Heiko ist es eigentlich recht Simpel das der Endbahnhof scheinbar nur elektrifiziert werden müsste (=Idealfall). Wie wird das in anderen Regionen gelöst, wo ebenfalls Akku-ET bestellt worden sind?
Guten Abend!

Die Direktabnahme aus den 20kV~-Netzen scheint sehr simpel und könnte als Unterspannung seitens der Lok mit Software beherrscht werden. Wie schon erwähnt, hat man dann aber in dezentraler Lage eine Stoßbelastung auf einer Phase der Drei-Phasen-Netze. Das würde also eine Kaskade von teuren Einmalinvestitionen oder/und dauerhaft hohe Energiekosten zur Folge haben.

Alternative wäre eine Bereitstellung von Gleichstrom im Leistungsbereich des Zwischenkreises, etwa 3kV=. Solche Unterwerke sind Serie für Stadtbahnen und in IT, BE und PL. Oberleitungsanlagen für 15kV~ und 3kV= Mischbetrieb hat die Schweiz auf der Alpensüdseite im Dauereinsatz (Simplonstrecke?). Somit sind intern alle Drehstrom-Fahrzeuge vorbereitet, es fehlt im Groben die Dachlandschaft auf den Fahrzeugen und ein automatisches Signal des bevorstehenden Spannungswechsels (Eurobalisen?).

Und solche Unterwerke haben den großen Vorteil der günstigen Energie-Zwischenspeicherung. Mit günstigen NiMH-Akkus ohne knappen Bauraum kann man kontinuierlich (Dreh-)Strom entnehmen und bunkern. Bei Bedarf kann man dann die schnelle Druckbetankung der Fahrzeuge durchführen und nachfolgend wieder in den Lademodus übergehen. Eine regelrechte Versuchung für Windkraftgebiete, nur so ein Stromsystem zu nehmen und mit Abfällen zu betreiben. - Das Prinzip hat Siemens bei einer norwegischen Fjordfähre implementiert. Die Gegend bietet genug Wasserkraft, hat aber eine zu niedrige Spitzenlast. Die Liegezeiten sollten aber auch möglichst nur den Be- und Entladezeiten der Fahrzeuge entsprechen. Also hat man an den Fähranlegern solche Akkupuffer für die Schnellladung der Fähren eingebaut.

Unser Nachdenken hier müsste aber alles Gegenstand der Projektierung und der Bestellung gewesen sein. Wie sieht da die Realität aus?

Danke, saxobav.
Was mich besonders irritiert ist, dass das Land wieder auf die absoluten Minimalstkapazitäten setzt, obwohl es ja bereits eine Studie in Auftrag gegeben hat, wie man in allen Regionen die Fahrgastzahlen verdoppeln kann...
und schwupp hat man sehr schnell die Situation wie in Stuttgart.
nicht zu vergessen, dass man die Fahrzeug 28 Jahre besitzen wird.

Re: Reichweite und Ladezeit?

geschrieben von: Saxobav

Datum: 18.03.20 22:58

numi schrieb:
Das mit der Reichweite ist extrem schwer zu beurteilen da wir nicht wissen, mit welchen Werten Siemens rechnet. Also welche Entladetiefe angesetzt wird, welche Streckenparameter und ganz wichtig, welche Außentemperatur.

Beim Desiro ML Cityjet eco setzt Siemens auf eine Batterie mit 528 kWh. Das Batteriepaket kommt auf 14 t, die Reichweite wird ebenfalls mit 80 km angegeben (da es der gleiche Hersteller ist nehmen wir einmal an, dass die gleichen Bedingungen herrschen wie bei dem Mireo). Wenn ich mich recht entsinne sind das Toshiba SCiB Batterien auf LTO Basis. Also Batterien mit einer hohen Leistung, einer hohen nutzbaren Entladetiefe (also der Teil der Batterie der genutzt werden kann, ohne dass es zu beschleunigter Alterung kommt) und trotzdem ziemlich langer Lebensdauer. Dafür sind diese Batterien sehr teuer im Kaufpreis und vor allem sehr groß und schwer.

Wenn man jetzt annimmt, dass der Mireo etwa 2/3 der Größe und Gewicht des Desiro ML hat, dann käme man auf 352 kWh bei 9,3 t Gewicht.

Eine Ladung dieser Batterien mit 3C (also eine vollständige Ladung in 20 Minuten) halte ich durchaus für realistisch, wenn der Trafo im Fahrzeug das mitmacht. Da im Ortenau Netz viele Fahrten unter Fahrdraht stattfinden sollte somit mehr als genug Zeit zur Verfügung stehen, um die Fahrzeuge zu laden. Meistens wird man auch deutlich weniger als die volle Batteriekapazität benötigen (in typischen Einsatzszenarien spricht man meist von Ladezeiten unter 10 Minuten). Wobei sich die Frage stellt ob es nicht sinnvoll wäre an den Endhalten noch zu elektrifizieren, damit man bei sehr kalten Temperaturen nicht aus der Batterie heizen muss.
Hallo numi,

danke für die Unterstützung mit Zahlenmaterial.

Ich kann nur mit dem generellen Wissen dienen, dass "Akku" nach den landläufigen Begriffen hier ein sehr komplexes Bauteil ist. Dieses setzt sich häufig aus einer Kaskade unterschiedlicher Speichertechniken zusammen, die von außen geregelt werden. Es sind als erster/letzter Energiepuffer meist Kondensatoren eingesetzt. In der nächsten Stufe hat man dann "Supercaps"; spezielle Kondensatoren sehr hoher Kapazität und Belastbarkeit. Und als dritte Stufe sind dann Pakete von richtigen Akkumulatoren nach elektrochemischem Begriff vorhanden. Und in dieser Reihenfolge sinkt der spezifische Preis für die Speicherkapazität und steigt die Reaktionszeit bei Lastwechsel und die spezifische Speicherkapazität. Zwischen den Speichertypen können dann "Pumpen" sitzen, die die Ladung an die günstigste Position verlagern. Je nach Anwendungsfall (Rangierlok <-> Streckenlok) kann man die Speicheranteile variieren oder andere Lade-/Entladestrategien fahren. Hinzu kommt noch das wichtige thermische Mangement für die Energiespeicher. Was möglich ist, hat BMW zum i3 veröffentlicht.

Unterstützend für die Wirtschaftlichkeit ist, wenn Fahrplan/Signallage und Streckenprofil dem Energiemanagement bekannt sind, so wie das ein guter Tf mit vorrausschauendem Fahren auch tut.
Betrieblich wird man zwischen dem Normalbetrieb und einem Notbetrieb unterscheiden müssen. Letzterem wär z.B. eine Tiefentladung zuzuordnen, um eine Strecke zu räumen. Das könnte der Akku-Besitzer mit einer Sonderzahlung beantworten. Und vor Beginn einer Fahrt ins "Dark Area" wird vermutlich überprüft, dass die Akkus voll sind. Ohne gefüllte Bremsanlage fährt auch keiner los.

In diesen Dingen wird man hoffentlich in zehn Jahren lächeln, was wir uns heute so vorstellen und wünschen.

Schönen Abend, saxobav.
Hallo Frontrunner,

Frontrunner schrieb:
Was mich besonders irritiert ist, dass das Land wieder auf die absoluten Minimalstkapazitäten setzt, obwohl es ja bereits eine Studie in Auftrag gegeben hat, wie man in allen Regionen die Fahrgastzahlen verdoppeln kann...
und schwupp hat man sehr schnell die Situation wie in Stuttgart.
nicht zu vergessen, dass man die Fahrzeug 28 Jahre besitzen wird.
Das finde ich bei einem Fahrzeug sinnvoll, sonst zahlt man jetzt die Zinsen zur Finanzierung eines zu großen Fahrzeugs und das Geld fehlt dann an anderer Stelle. Nimmt der Verkehr zu, kann man ja eine Linie elektrifizieren und dort normale EMUs mit passender Gefäßgröße einsetzen, dann werden BEMUs zur Verstärkung der anderen Linien frei.

Gruß Jörg

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: De David

Datum: 19.03.20 00:01

Vorallem reden wir hier doch von Neufahrzeugen. Wenn der Bedarf steigt, kann man ja bei Bedarf in 10 Jahren nochmal 2-3-4 Fahrzeuge nachbestellen um die Flotte zu verstärken.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Passion

Datum: 19.03.20 08:01

Da steckt viel Naivität drin, was ich lese..

Nach 10 Jahren ist die Kompatibilität der Fahrzeuge nicht mehr da und eine Elektrifizierung kostet schnell 200 Millionen.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: VT

Datum: 19.03.20 08:51

Dann kann man die Fahrzeuge immer noch umziehen lassen und für dort neue und größere kaufen.

Wenn Bayern Aschaffenburg - Miltenberg elektrifiziert hat zum Beispiel die Westfrankenbahn vor meiner Haustür in Baden-Württemberg ein recht buntes Netz aus elektrischen und nicht elektrischen Strecken. Nach Seckach sind es vierzig Kilometer ohne Draht, nach Lauda ebenfalls, Hessental-Öhringen passt auch noch in das Raster.

Königshofen - Crailsheim sind halt überschlägig 70-80 Kilometer und recht steil. Wenn man da vielleicht nur die Schrozberger Rampe elektrisch machen würde könnte das reichen. Nur wo bekommt man den Strom her?

Österreich 25kv/50Hz

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 19.03.20 11:24

146 227 schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Moin.
Sehe ich das richtig, dass du damit nur den Bahnhof xy elektrifizieren möchtest und sonst nichts? Wie möchtest du denn den Strom dorthin bekommen?


Hallo Christian,
ein moderner Elektrischer Triebzug wie der Mireo sollte ohne Probleme eine andere Spannung als Lademöglichkeit verarbeiten können. Übliches Beispiel wäre ja 25 kV / 50 Hz. Nun ist es so das übliche Mittelspannungsnetze 20 kV führen (50 Hz ist ja klar). Eigentlich musst du nur die 20 kV auf 25 kV Hochtransformieren. Alternativ auf 15 kV runtertransformieren und dann eben die Frequenz umformen.
Für den Einkaufswagen:
- Trafostation am Bahnhof (Ausführung als begehbare Station mit entsprechender MS-Schaltanlage ~ 4-5 Schaltzellen)
- Fläche für die TS
- Kabelaufführung auf Fahrleitungsmast am Gleis mit Fahrleitungsmast.
- Fahrleitung inkl. der Anzahl an Masten für Doppeltraktion Mireo bzw. entlang des gesamten Bahnsteiges.

Oder kurz gesagt du müsstest ein Bahnstromumrichterwerk auf 20 kV-Ebene erstellen.
Durch die Erläuterungen von Heiko ist es eigentlich recht Simpel das der Endbahnhof scheinbar nur elektrifiziert werden müsste (=Idealfall). Wie wird das in anderen Regionen gelöst, wo ebenfalls Akku-ET bestellt worden sind?
Gruß
Wenn ich mich recht erinnere, stand irgendwo, dass die ÖBB über Ladestationen mit 25kV/50Hz nachdenkt, da sie ihre Züge sowieso immer als Dualsystem 15+25kv bestellt.

Re: Österreich 25kv/50Hz

geschrieben von: 103612

Datum: 19.03.20 11:41

NBStrecke schrieb:
Wenn ich mich recht erinnere, stand irgendwo, dass die ÖBB über Ladestationen mit 25kV/50Hz nachdenkt, da sie ihre Züge sowieso immer als Dualsystem 15+25kv bestellt.
25kV ist ein Abfallprodukt bei allen 15kV Zügen, umgekehrt allerdings nicnt!
Deswegen ist die Nachladung am Landesnetzt auch sehr einfach umzusetzen. Anspruchsvoller ist eher, dass man nur eine Phase abgreift.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: De David

Datum: 19.03.20 14:16

Man muss halt schon in den Auftrag für Siemens explizit rein schreiben, daß die mit den heutigen Mireos uneingeschränkt zusammen zu funktionieren haben.... So schwer kann das doch nicht sein.

Wir haben ja auch Züge aus Regio Shuttle mit Baujahr 1997, '98, 2002 und 2005 gebaut. Und technisch gehen würde auch noch die Bauserie von 2003 und die von 2007 da noch mit ran zu kuppeln.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Der Zeuge Desiros schrieb:
Das Renchtal ist tatsächlich eine Herausforderung, weil es da am bergseitigen Endbahnhof keine Lademöglichkeit gibt wie in Freudenstadt.
Hallo Heiko,

ich habe gerade mal Wikipedia gefragt, um welche Strecke es sich bei der Renchtalbahn handelt.

Wieso gibt es denn in Appenweiler keine Lagemöglichkeit? Appenweiler müsste eigentlich elektrifiziert sein, oder?

Zumindest ist die Rheintalbahn elektrifiziert.

Zitat: [www.drehscheibe-online.de]

Viele Grüße
Moritz

Re: Froidenstadt, das Harmersbachtal und der Anderswo-Stinker

geschrieben von: VT

Datum: 19.03.20 16:29

Appenweier ist nicht das bergseitige Ende.
Der müsste also mit einer Ladung hin und her kommen. Das wären 60 Kilometer ohne Ladung, dafür im Sommer mit voller Klimaanlage. Kann den Berg runter klappen, muss aber nicht.

Re: Österreich 25kv/50Hz

geschrieben von: tbk

Datum: 19.03.20 17:06

103612 schrieb:
25kV ist ein Abfallprodukt bei allen 15kV Zügen, umgekehrt allerdings nicnt!
Deswegen ist die Nachladung am Landesnetzt auch sehr einfach umzusetzen.

Muss aber trotzdem bewusst einkonstruiert werden, denn eine um 66,7% höhere spannung erfordert auch entsprechend größere isolierabstände.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Passion

Datum: 19.03.20 18:21

Bei MEUR 154 (50% landesförderung, 50% finanziert) ein stolzer Preis bei diesen Minimalstkapazitäten....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 13:01.
Hallo Passion,

Passion schrieb:
Bei MEUR 144 (50% landesförderung, 50% finanziert) ein stolzer Preis bei diesen Minimalstkapazitäten....
Siemens stellt auch für 29,5 Jahre den Fahrstrom und führt die Wartung der Züge durch.

Der Fahrstrom ist enthalten, da man anderen Antriebstechnologien Chancengleichheit geben wollte. So hätte z.B. Alstom bei einem iLINT den Wasserstoff für 29,5 Jahre und eine Wasserstofftankstelle bereitstellen müssen.

Gruß Jörg
Kommt aber on top auf die 154 MEUR drauf



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 13:01.
Moin!

De David schrieb:
Man muss halt schon in den Auftrag für Siemens explizit rein schreiben, daß die mit den heutigen Mireos uneingeschränkt zusammen zu funktionieren haben.... So schwer kann das doch nicht sein. [...]
Wie man beim Velaro-D gesehen hat, kann einem das EBA da ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

Der Hilfsbetreiber

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: 9015

Datum: 20.03.20 00:56

Passion schrieb:
Bei MEUR 144 (50% landesförderung, 50% finanziert) ein stolzer Preis bei diesen Minimalstkapazitäten....
Gibt es dazu einen Beleg? Es wäre das erste Mal, dass die Beschaffungskosten der Fahrzeuge bekanntgegeben werden. Bei den bisherigen Netzen für alternative Antriebskonzepte (Elbe-Weser, XMU-SH und RB 11, 12, 15 und 16 in Hessen) gab es nur Zahlen für Beschaffungs- und Instandhaltungskosten in Summe.

Die Akkutriebwagen kommen wieder (m.L.)

geschrieben von: V80max1

Datum: 20.03.20 11:54

Hallo,


die Akkutriebwagen kommen wieder.....:-)

Siehe hier die Pressemeldung dazu:

[www.eurailpress.de]


Wobei 80 Kilometer Batterie-Reichweite....naja.....der Witttfeld vor 100 Jharen schaffte da schon wesentlich.......

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Guten Morgen

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 20.03.20 11:57

Moin.

Wird seit Tagen bereits hier diskutiert.

Tschöö.

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Re: Aussagefähige Betreffzeile

geschrieben von: V80max1

Datum: 20.03.20 12:03

Hallo,


dazu fällt mir nur ein ---> Aussagefähige Betreffzeile


Was interessieren mit Kryptische Herstellerbezeichnungen, wenn ich nach Akku-Triebwgen suche ??

mit freundlichen Grüßen aus dem (Nicht mehr Kohlen) Pott

Karl

Re: Aussagefähige Betreffzeile

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 20.03.20 12:06

V80max1 schrieb:
Hallo,


dazu fällt mir nur ein ---> Aussagefähige Betreffzeile


Was interessieren mit Kryptische Herstellerbezeichnungen, wenn ich nach Akku-Triebwgen suche ??
Nachdem ich auf DEINEN Beitrag geantwortet habe (*bevor dieser verschoben wurde), sollte es eig. klar sein, um was es dabei geht …

*Edit: Zeitliche Verschiebung berücksichtigt

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 14:03.

OT: ICE3

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 20.03.20 15:31

Hilfsbetreiber
Wie man beim Velaro-D gesehen hat, kann einem das EBA da ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen.
Wofür soll das EBA jetzt wieder verantwortlich sein?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 15:44.
Baleine rouge schrieb:
Hilfsbetreiber
Wie man beim Velaro-D gesehen hat, kann einem das EBA da ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen.
Wofür soll das EBA jetzt wieder verantwortlich sein?
Moin.

wenn ich mich recht erinnere, an die Nichtbetriebsgenehmigung von Br 403/406 in Traktion mit 407, was aber wohl gewünscht war.

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OT: ICE3

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 20.03.20 15:42

Wenn der Hersteller keine vertragskonforme Betriebsgenehmigung für den Personenverkehr erlangen kann, liegt die Schuld beim EBA? Der Hersteller wird es einfach nicht gebacken kriegen ICE3alt und ICE3neu zur Mitarbeit zu überreden. Schon die Traktion zweier 407 hat anfangs Probleme verursacht. Ganz ohne EBA.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 15:44.

Re: OT: ICE3

geschrieben von: Hilfsbetreiber

Datum: 20.03.20 16:43

Moin!

M.W. hat das EBA gefordert, dass das geführte Fahrzeug die gleichen Zulassungsvorschriften erfüllt wie das geführte (o.Ä.).

Vermutlich hätte das noch halbwegs geklappt, wenn der 403 vorne ist.
Andernfalls (407 vorne) hätte der 403 die aktuellen Vorschriften erfüllen müssen, was einer Neukonstruktion gleich gekommen wäre.
Auf jeden Fall war es kein technisches Problem, sondern eines der Anwendung von (aktuellen) Vorschriften.


Der Hilfsbetreiber

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Bebbi

Datum: 20.03.20 17:21

Hat man diesmal dran gedacht, Toiletten mit zu bestellen? Sind ja keine innerstädtischen S-Bahn-Strecken?

fragliche Gesamtkosten über 29,5 Jahre

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 20.03.20 17:25

Hallo,

ich habe eine Frage zu den angeblichen Gesamtkosten der 20 Mireo Plus B: 77 Mio € über 29,5 a inkl. Wartung und Energie:
[www.drehscheibe-online.de]

Grüße
Weltbahner

Re: OT: ICE3

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 20.03.20 17:29

Hilfsbetreiber schrieb:
Moin!

M.W. hat das EBA gefordert, dass das geführte Fahrzeug die gleichen Zulassungsvorschriften erfüllt wie das geführte (o.Ä.).

Vermutlich hätte das noch halbwegs geklappt, wenn der 403 vorne ist.
Andernfalls (407 vorne) hätte der 403 die aktuellen Vorschriften erfüllen müssen, was einer Neukonstruktion gleich gekommen wäre.
Auf jeden Fall war es kein technisches Problem, sondern eines der Anwendung von (aktuellen) Vorschriften.


Der Hilfsbetreiber
Howdie.

Das erkläre mal jmd in CH:

SBB Re 4/4 und/oder Re 6/6 <-> BLS Re 465 <-> BLS Re 425,

oder auch: DB 193 <-> 185 mit bis zu vier Maschinen in jeglicher Konfiguration oder Anzahl,

oder auch: BLS 475 <-> 485/186/486,

oder auch: SBB 193 <-> 189,

oder oder oder …

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Re: OT: ICE3

geschrieben von: De David

Datum: 20.03.20 18:53

Also mal wieder ein typsiches EBA Papierproblem... Kein wunder daß sie Eisenbahn Behinderungs Anstalt genannt werden....
Wie der Christian schon sagt, vieles funktioniert ja, soweit ich weiß auch ein Dutschland, Loks zusammen kuppeln, Steuerkabel einstecken, und sie tun einwandfrei, allein sie dürfen nicht...

Da wäre die Politik mal gefragt, das EBA ordentlich an die Kette zu legen um wieder allgemein mehr Eisenbahn möglich zu machen, statt alles immer irgendwo ab zu würgen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: OT: ICE3

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 20.03.20 19:47

Hilfsbetreiber
M.W. hat das EBA gefordert, dass das geführte Fahrzeug die gleichen Zulassungsvorschriften erfüllt wie das geführte (o.Ä.).
Dafür gibt es weder eine rechtliche Grundlage noch kann dies vom EBA vorgeschrieben worden sein wie Beispiele auf deutschen Gleisen zeigen (u.a. 182 als führende/geführte Lok vor/nach Vectron).
182 vorne, Vectron hinten [www.bahnbilder.de]
Vectron vorne, 182 hinten [www.bahnsichtungen.net]

Nach EN15227 ("Crashnorm") ist dieser Betriebsfall sogar explizit zulässig.
Hört sich an wie typisches EBA-Bashing von Fuzzys um sich wichtig zu machen. Das ist auch nicht an dich gerichtet, leider verbreiten sich solche Aussagen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 19:57.
Toilette sollen drin sein...

dafür müssen sich aber anscheinend die Behinderten mit den Fahrrädern den Platz teilen....

Re: OT: ICE3

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 20.03.20 21:20

182 und 193 sind - meines Wissens nach - auch zugelassen, da beides Siemens-Lokomotiven sind. Dagegen waren meinen Beispiele ja unterschiedliche Hersteller - Siemens und Bombardier und in CH eben bis zu vier Stück. Wäre in D undenkbar ...

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.20 21:22.

Re: OT: ICE3

geschrieben von: JanH

Datum: 20.03.20 21:35

Baleine rouge schrieb:Zitat:
Hört sich an wie typisches EBA-Bashing von Fuzzys um sich wichtig zu machen. Das ist auch nicht an dich gerichtet, leider verbreiten sich solche Aussagen.
Eine ähnliche Geschichte vom ET 2010 (bei der ursprünglich mal geplanten Mischtraktion mit den GT8-100D/2S-M soll bei einem GT8-100D als führendem Fahrzeug nichtsdestotrotz die Einhaltung der aktuellen Crashnormen gefordert gewesen sein) habe ich aber von Mitarbeitern des Verkehrsunternehmens selber gehört, und zwar von solchen, die an der Fahrzeugneubeschaffung maßgeblich mitbeteiligt waren.

Re: OT: ICE3

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 20.03.20 21:52

Christian Snizek
182 und 193 sind - meines Wissens nach - auch zugelassen, da beides Siemens-Lokomotiven sind.
ICE3alt und ICE3neu sind beides Siemens-EMU aus der gleichen Familie und nicht zugelassen.

Zitat:
Dagegen waren meinen Beispiele ja unterschiedliche Hersteller - Siemens und Bombardier und in CH eben bis zu vier Stück. Wäre in D undenkbar ...
101 und 120 werden in Doppeltraktion eingesetzt. [www.flickr.com]

DB Cargo sieht keine Kupplung von Baureihen untersch. Hersteller vor?
189 und 185 werden von Lokomotion in Traktion eingesetzt: [bahn.startbilder.de]

Eine Frage der Firmenpolitik.

Re: OT: ICE3

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 20.03.20 21:59

JanH
Eine ähnliche Geschichte vom ET 2010 (bei der ursprünglich mal geplanten Mischtraktion mit den GT8-100D/2S-M soll bei einem GT8-100D als führendem Fahrzeug nichtsdestotrotz die Einhaltung der aktuellen Crashnormen gefordert gewesen sein) habe ich aber von Mitarbeitern des Verkehrsunternehmens selber gehört, und zwar von solchen, die an der Fahrzeugneubeschaffung maßgeblich mitbeteiligt waren.
Ging es um Probleme im EBA-Bereich? Alt- und Neufahrzeuge außerhalb können gekuppelt werden, siehe bspw. die aktuellste U-Bahngeneration Berlins mit der Altbaureihe eines anderen Herstellers.
Im EBA-Bereich spricht auch nichts dagegen, auf die EN15227 Punkt 4.1 sei verwiesen.

Re: OT: ICE3

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 20.03.20 22:04

101 und 120 sind indirekt auch vom gleichen Hersteller - so ganz salopp ausgedrückt.

Nein, bei DB Cargo DE ist eine solche Mischung nicht vorgesehen, Lokomotion ist bekannt.

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Re: OT: ICE3

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 20.03.20 22:15

Ein bissl gewühlt und fündig geworden; in CH machen wir das zum Beispiel so: [www.drehscheibe-online.de]

Davon ist man in D aber mehr als ein paar Meter weit weg. Warum? Keine Ahnung ...

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Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Bebbi

Datum: 20.03.20 22:53

Frontrunner schrieb:
Toilette sollen drin sein...

dafür müssen sich aber anscheinend die Behinderten mit den Fahrrädern den Platz teilen....
Selbst auf den vollen Linien mitten im Ruhrgebiet kein wirkliches Problem, was aber sicherlich auch daran liegt, dass man schon mutig sein muss, mit dem Rolli den SPNV im Ruhrgebiet zu nutzen, so es nicht eh an Rampe und Aufzug fehlt.

Komisch, dass dieser Qualitätsgewinn nicht erwähnt wird wie sonst üblich. Das lies mich stutzen.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: ulrich

Datum: 21.03.20 00:00

Es würde Sinn machen Königshofen bis Mergentheim zu elektrifizieren. Neben der Verkürzung der fahrdrahtlosen Strecke könnte man Direktzüge nach Würzburg mit reinen ET fahren. Dann noch zwei Km Fahrdraht in der Ostausfahrt Crailsheim ergänzen und dann sieht die Sache schon viel besser aus.

Ulrich




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.20 00:01.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: VT

Datum: 21.03.20 09:47

Wozu?
Wenn Go-ahead zuverlässig fährt ist man mit Umstieg in Lauda deutlich schneller als mit der RB. Durchlaufende Züge gibt's es kaum noch. Die Verkehrsbeziehungen zwischen Mergentheim und Würzburg Süd kann ich jetzt nicht abschätzen aber voll wird die RB deswegen nicht.
Einen Flügel des Frankenbahn-RE, der dann nur eine Station selber fährt, kann ich mir kaum vorstellen. Der müsste dann schon weiter bis Crailsheim oder noch besser Ulm. (Meine Lieblingsvariante).
Dritte Alternative wäre noch eine eigene RB Mergentheim - Würzburg die sich mit der Osterburkener zum Halbstundentakt überlagert. Das hätte für Mergentheim einen geringen Mehrwert und etwas mehr für die Anlieger der Frankenbahn. Allerdings müssten da noch etwas flankierende länderübergreifende Raumordnungverfahren stattfinden um da entlang Wohnsiedlungen für Würzburg zu entwickeln.

Mehr Sinn würde es machen die nördliche Einfahrweiche in Bad Mergentheim auszubauen und irgendwo halbwegs zwischen Königshofen und Lauda wieder einzubauen und die Lücke zu schließen.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Passion

Datum: 21.03.20 12:49

Hmmm, unsere HEUKING propagiert jetzt im Netz, dass sie das Klageverfahren bei Ortenau glohrreich gewonnen hat...

Kann jemand mal sagen, was die Themen der Klage waren ?

Re: Reichweite und Ladezeit?

geschrieben von: bollisee

Datum: 21.03.20 14:57

nozomi07 schrieb:
EXP schrieb:
Laut PM 80km Reichweite per Akku. Wieviele kWh man pro Tfz braucht könnte ich daheim dann Mal ausrechnen.
Weiß jemand, wie lange so ein Zug laden muss? Wie lange muss er unter Oberleitung stehen/fahren, um die 80 Km drauf zu haben?
Die ganzen Bahnen haben eines gemeinsam, der Endpunkt liegt in der Höhe. Die Hinfahrt wird den Großteil der Energie brauchen, die Rückfahrt einen eher kleineren Teil. Die Lageenergie für einen Mireo in Freudenstadt dürfte grob über den Daumen gepeilt etwa der Ladung einer großen Teslabatterie entsprechen. Zum Vergleich, der Test-Desiro in Österreich verfügt über die Kapazität von 6 großen Teslabatterien, ich kenne aber seine Reichweite nicht...

Da in Freudenstadt keine Kurzwende geplant ist, dürfte das wohl auf eine erheblich entleerte Batterie hinweisen. Bei den anderen Strecken, wie der Achertalbahn oder der Renchtalbahn dürften die Anforderungen wohl eher deutlich geringer sein.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Bebbi

Datum: 21.03.20 19:37

Passion schrieb:
Welchen Qualitätsgewinn meinst du ?
Von Keine Toilette (oder nur in wenigen Treibwagen) zu Toiletten
Wenn man es so sieht, schon....

Aber wenn es stimmt, dass Behinderte und Fahrräder sich den Platz teilen müssen, dann ist das bei einem solch kleinen Fahrzeug krass..

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: X73900

Datum: 22.03.20 13:34

Frontrunner schrieb:
Aber wenn es stimmt, dass Behinderte und Fahrräder sich den Platz teilen müssen, dann ist das bei einem solch kleinen Fahrzeug krass..
Wird es denn nur einen einzigen Platz geben, den man sich teilen muss, oder sind zwei oder mehr Plätze vorhanden, die generell sowohl für Behinderte wie auch für Fahrräder freigegeben sind?

In den bisherigen Regioschüttlern der OSB/SWEG gibt es ja je Fahrzeug quasi zwei Plätze (gegenüberliegend auf der rechten und linken Fahrzeugseite), die sich ebenfalls Behinderte, Kinderwagen und Fahrräder teilen. Ich hatte nie den Eindruck, dass das in der Praxis ein Problem ist.

Problematisch ist mehr, dass dort auch Klappsitze angebracht sind. Und dass sich auf den Klappsitzen zu viele Fahrgäste ohne Behinderung, ohne Kinderwagen und ohne Fahrrad niederlassen, obwohl im übrigen Fahrzeug noch alles frei ist. Einerseits Fahrgäste vom Typ, der so nah wie möglich an der Tür sein will, um den Ausstieg nicht zu verpassen, auch wenn er noch 10 Stationen fährt. Anderseits Fahrgäste mit größerem Gepäck, wo ich noch etwas verstehe, wenn man nicht zu weit ins Fahrzeug hineingehen will. Hier sehe ich in erster Linie Verbesserungsbedarf.

Besonders stark ist das Problem auf der internationalen Verbindung nach Straßburg, wo der Anteil von Fahrgästen mit umfangreichem Gepäck naturgemäß höher ist. Auf der soll der Mireo ja künftig nicht fahren, wenn ich es richtig überblicke?

Gruß
X73900



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.03.20 13:35.
In den damals zu Yang öffentlich zugänglichen Ausschreibungsunterlagen stand, dass mind. 2 Behindertenstellplätze und 14 Fahrräder von den Fahrzeugen vorgesehen werden müssen...

Bei einem so kleinen Fahrzeug wie dem Mireo 2-Teiler wird das schon spannend, wie das dann alles komfortabel verarbeitet werden wird....

Das 3-Teil Konzept von Alstom wäre sich für die langfristige Zukunft sicherer gewesen...

Re: OT: ICE3

geschrieben von: JanH

Datum: 22.03.20 15:36

Baleine rouge schrieb:JanH
JanH
Eine ähnliche Geschichte vom ET 2010 (bei der ursprünglich mal geplanten Mischtraktion mit den GT8-100D/2S-M soll bei einem GT8-100D als führendem Fahrzeug nichtsdestotrotz die Einhaltung der aktuellen Crashnormen gefordert gewesen sein) habe ich aber von Mitarbeitern des Verkehrsunternehmens selber gehört, und zwar von solchen, die an der Fahrzeugneubeschaffung maßgeblich mitbeteiligt waren.
Ging es um Probleme im EBA-Bereich? Alt- und Neufahrzeuge außerhalb können gekuppelt werden, siehe bspw. die aktuellste U-Bahngeneration Berlins mit der Altbaureihe eines anderen Herstellers.
Im EBA-Bereich spricht auch nichts dagegen, auf die EN15227 Punkt 4.1 sei verwiesen.
Von dem Kontext, in dem das damals erzählt wurde, würde ich das eher im EBA-Bereich verorten, aber ob es wirklich explizit gesagt wurde weiß ich leider auch nicht mehr - ist schon ein paar Jahre her.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: numi

Datum: 22.03.20 16:47

X73900 schrieb:
Besonders stark ist das Problem auf der internationalen Verbindung nach Straßburg, wo der Anteil von Fahrgästen mit umfangreichem Gepäck naturgemäß höher ist. Auf der soll der Mireo ja künftig nicht fahren, wenn ich es richtig überblicke?
Für grenzüberschreitende Verkehre nach Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland, hat die Region Grand-Est 30 elektrische Coradia Polyvalent 4-Teiler bestellt, die sowohl in Frankreich sowie auch in Deutschland einsetzbar sein werden. Dazu haben die Fahrzeuge die nötige elektrische Ausrüstung und können mit den entsprechenden Leit- und Sicherungstechniken umgehen. Außerdem werden sie natürlich in beiden Ländern zugelassen. Die Fahrzeuge sollen ab Ende 2023 ausgeliefert werden.

Dass diese französischen Fahrzeuge mehr Platz für Gepäck anbieten werden, würde ich allerdings bezweifeln. Schließlich setzt das Land BW, primär durch den sehr fahrradaffinen Verkehrsminister, auf sehr große Mehrzweckbereiche, wie man ja auch an den nun bestellten Fahrzeugen sieht (es sind an beiden Fahrzeugteilen Fahrradbereiche angeschrieben).

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Bebbi

Datum: 22.03.20 18:57

numi schrieb:
Dass diese französischen Fahrzeuge mehr Platz für Gepäck anbieten werden, würde ich allerdings bezweifeln. Schließlich setzt das Land BW, primär durch den sehr fahrradaffinen Verkehrsminister, auf sehr große Mehrzweckbereiche, wie man ja auch an den nun bestellten Fahrzeugen sieht (es sind an beiden Fahrzeugteilen Fahrradbereiche angeschrieben).
In den neueren Zügen hier in NRW sind die Stellflächen zunehmend unterschiedlich gestaltet, um mehr Sicherheit für die Rollstuhlnutzer*innen zu bieten und manchmal traut man sich, bei den Mehrzweckbereichen auf der einen Seite nur eine Art Geländer anzubringen, an dass man Räder anlehnen kann (besser als an Klappsitze). und die andere Seite bekommt weiterhin Klappsitze, die von einem Teil der Fahrgäste auch ohne Rad und Gepäck wegen gezielt angesteuert werden. Warum auch immer.

Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: BW FDS

Datum: 22.03.20 19:23

Hallo zusammen,

numi schrieb:
Zitat
Schließlich setzt das Land BW, primär durch den sehr fahrradaffinen Verkehrsminister, auf sehr große Mehrzweckbereiche, wie man ja auch an den nun bestellten Fahrzeugen sieht (es sind an beiden Fahrzeugteilen Fahrradbereiche angeschrieben).
Und zumindest im Kinzigtal ist im Somme einer große Kapazität für Fahrräder auch mehr als sinnvoll. Was haben OSB und SWEG da schon alles versucht aber so richtig hat man das Fahrradproblem nie in den Griff bekommen (dieser Eindruck hat sich mir zumindest letzten Sommer ergeben). Da ist eine große Kapazität schon sinnvoll. Im Renchtal mag das weniger der Fall sein.

Grüsse,

Tobias


"Es ist die Erkenntnis, dass der Pendler im öffentlichen Verkehrssystem sehr ungern umsteigt. Er fährt nicht mit dem Omnibus zum DB-Zug, dann zum Hauptbahnhof um dann wieder in die Strassenbahn zu wechseln um in die Stadt zu kommen."
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig

Hier gibts eine Zusammenstellung meiner bisherigen DSO-Bildbeiträge.


Re: [BW] Neues zu "Mireo Plus B" für das Ortenau Netz

geschrieben von: Traumflug

Datum: 23.03.20 15:18

Bebbi schrieb:
Klappsitze, die von einem Teil der Fahrgäste auch ohne Rad und Gepäck wegen gezielt angesteuert werden. Warum auch immer.
Die sind recht komfortabel, weil man keinen weiteren Sitz davor und deswegen gute Bein- und Bewegungsfreiheit hat. Nur für längere Strecken schlängelt man sich besser in einen der "normalen" Sitze.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: OT: ICE3

geschrieben von: bauigel

Datum: 23.03.20 16:23

JanH schrieb:
Baleine rouge schrieb:JanH
JanH
Eine ähnliche Geschichte vom ET 2010 (bei der ursprünglich mal geplanten Mischtraktion mit den GT8-100D/2S-M soll bei einem GT8-100D als führendem Fahrzeug nichtsdestotrotz die Einhaltung der aktuellen Crashnormen gefordert gewesen sein) habe ich aber von Mitarbeitern des Verkehrsunternehmens selber gehört, und zwar von solchen, die an der Fahrzeugneubeschaffung maßgeblich mitbeteiligt waren.
Ging es um Probleme im EBA-Bereich? Alt- und Neufahrzeuge außerhalb können gekuppelt werden, siehe bspw. die aktuellste U-Bahngeneration Berlins mit der Altbaureihe eines anderen Herstellers.
Im EBA-Bereich spricht auch nichts dagegen, auf die EN15227 Punkt 4.1 sei verwiesen.
Von dem Kontext, in dem das damals erzählt wurde, würde ich das eher im EBA-Bereich verorten, aber ob es wirklich explizit gesagt wurde weiß ich leider auch nicht mehr - ist schon ein paar Jahre her.
Mir gegenüber wurde bei diesem Punkt erwähnt, dass das EBA an dieser Entscheidung "beteiligt" war. Aber die Entscheidungsprozesse sollen ja teilweise "geringfügig kompliziert" gewesen sein.

Bei dieser Zulassung sollen sich sowohl EBA als auch TAB ziemlich als "Stempelbehörde" aufgeführt und sich durch Einschaltung von insgesamt 38 (in Worten: achtunddreissig) Fachgutachtern abgesichert haben. Und bei nicht einheitlichen Sprachregelungen von TAB-Gutachter und EBA-Gutachter wurde anschließend nach dem Prinzip "kleinster gemeinsamer Nenner" verfahren. Wer da wen auf welches schmale Brett gehoben hat wissen nur die Beteiligten - und die werden sich nicht öffentlich äußern...

Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: 146 227

Datum: 23.03.20 17:47

BW FDS schrieb:
Hallo zusammen,

numi schrieb:
Zitat
Schließlich setzt das Land BW, primär durch den sehr fahrradaffinen Verkehrsminister, auf sehr große Mehrzweckbereiche, wie man ja auch an den nun bestellten Fahrzeugen sieht (es sind an beiden Fahrzeugteilen Fahrradbereiche angeschrieben).
Und zumindest im Kinzigtal ist im Somme einer große Kapazität für Fahrräder auch mehr als sinnvoll. Was haben OSB und SWEG da schon alles versucht aber so richtig hat man das Fahrradproblem nie in den Griff bekommen (dieser Eindruck hat sich mir zumindest letzten Sommer ergeben). Da ist eine große Kapazität schon sinnvoll. Im Renchtal mag das weniger der Fall sein.

Grüsse,

Tobias
Hi,
was für Konfigurationen wurden denn eingesetzt? 2x650 oder 3x650?
2x650 = 142 Sitzplätze | 1x Mireo +B = 120 Sitzplätze
Die Bahnsteige bis Hausach lassen eine Dreifachtraktion (360 Sitzplätze/160m) zu. Zwischen Hausach und Freudenstadt wird es relativ knackig. Vermutlich sollte es aber gerade so klappen mit Doppeltraktion.

Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: oxmoxtatze

Datum: 24.03.20 02:59

146 227 schrieb:
Die Bahnsteige bis Hausach lassen eine Dreifachtraktion (360 Sitzplätze/160m) zu. Zwischen Hausach und Freudenstadt wird es relativ knackig. Vermutlich sollte es aber gerade so klappen mit Doppeltraktion.
Doppel ... 2x650

Bisher sind wir aber mit der Ferienfreizeit immer gut mitgekommen

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: BW FDS

Datum: 24.03.20 07:27

Guten Morgen,

146 227 schrieb:
Zitat:
Die Bahnsteige bis Hausach lassen eine Dreifachtraktion (360 Sitzplätze/160m) zu. Zwischen Hausach und Freudenstadt wird es relativ knackig. Vermutlich sollte es aber gerade so klappen mit Doppeltraktion.
"Oberhalb" von Hausach sind die neuesten aber damit auch kürzesten Bahnsteige in Alpirsbach und Schiltach vorhanden. Hier wurde auf 80m aus- bzw. vielmehr zurückgebaut. Wie lange ist denn so ein Mireo Plus B ?

Viele Grüße,

Tobias


"Es ist die Erkenntnis, dass der Pendler im öffentlichen Verkehrssystem sehr ungern umsteigt. Er fährt nicht mit dem Omnibus zum DB-Zug, dann zum Hauptbahnhof um dann wieder in die Strassenbahn zu wechseln um in die Stadt zu kommen."
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig

Hier gibts eine Zusammenstellung meiner bisherigen DSO-Bildbeiträge.


Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 24.03.20 11:59

BW FDS schrieb:
Guten Morgen,

146 227 schrieb:
Zitat:
Die Bahnsteige bis Hausach lassen eine Dreifachtraktion (360 Sitzplätze/160m) zu. Zwischen Hausach und Freudenstadt wird es relativ knackig. Vermutlich sollte es aber gerade so klappen mit Doppeltraktion.
"Oberhalb" von Hausach sind die neuesten aber damit auch kürzesten Bahnsteige in Alpirsbach und Schiltach vorhanden. Hier wurde auf 80m aus- bzw. vielmehr zurückgebaut. Wie lange ist denn so ein Mireo Plus B ?

Viele Grüße,

Tobias
Laut Wiki je nach Konfiguration zwischen 52 und 80 m Länge.

"I love it when plan comes together!"

George Peppard / Hannibal Smith - A-Team

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
Mein Kanal: [www.youtube.com]

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Frontrunner

Datum: 25.03.20 14:04

Na, mir tun schon die Behinderten leid, wenn der Zug bereits mit Max. 14 Fahrrädern belegt ist und durch die Doppelbelastung bereits auf den PRM Sitzen stehen...

Wie dies beim kurzen halt des Zuges dann gelöst werden soll, versteh ich überhaupt nicht....

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Traumflug

Datum: 25.03.20 16:03

Frontrunner schrieb:
Na, mir tun schon die Behinderten leid, wenn der Zug bereits mit Max. 14 Fahrrädern belegt ist und durch die Doppelbelastung bereits auf den PRM Sitzen stehen...

Wie dies beim kurzen halt des Zuges dann gelöst werden soll, versteh ich überhaupt nicht....
Man kann das auch während der Fahrt lösen. Auch Rollifahrer können mal im Gang oder Vorraum stehen. Wie andere Fahrgäste, die keinen Sitzplatz mehr finden.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Bebbi

Datum: 25.03.20 19:01

Traumflug schrieb:
Man kann das auch während der Fahrt lösen. Auch Rollifahrer können mal im Gang oder Vorraum stehen. Wie andere Fahrgäste, die keinen Sitzplatz mehr finden.
Ich kann eurer Diskussion gerade nicht komplett folgen, aber die speziellen Rolli-Plätze sind extra so konstruiert, dass man da nicht umkippen kann mit dem Rolli und an die Notrufeinrichtungen kommen kann. Daher ist es keine Alternative, ungesichert im Gang zu stehen, damit Räder den Platz belegen können. Ich habe fast immer ein Rad dabei, aber diesen Vorrang will ich nicht in Frage stellen.

Rolli-Fahrer und Sozialkompetenz

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 25.03.20 23:45

Bebbi schrieb:
Traumflug schrieb:
Man kann das auch während der Fahrt lösen. Auch Rollifahrer können mal im Gang oder Vorraum stehen. Wie andere Fahrgäste, die keinen Sitzplatz mehr finden.
Ich kann eurer Diskussion gerade nicht komplett folgen, aber die speziellen Rolli-Plätze sind extra so konstruiert, dass man da nicht umkippen kann mit dem Rolli und an die Notrufeinrichtungen kommen kann. Daher ist es keine Alternative, ungesichert im Gang zu stehen, damit Räder den Platz belegen können. Ich habe fast immer ein Rad dabei, aber diesen Vorrang will ich nicht in Frage stellen.

Moin Bebbi,

mach Dir keine Sorgen. Der Nutzer Traumflug wollte uns allen nur seine Sozialkompetenz zur Kenntnis bringen. Aber nicht jeder teilt seine Meinung!

Gruß aus Mannheim
RZ

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Traumflug

Datum: 26.03.20 02:24

Bebbi schrieb:
Traumflug schrieb:
Man kann das auch während der Fahrt lösen. Auch Rollifahrer können mal im Gang oder Vorraum stehen. Wie andere Fahrgäste, die keinen Sitzplatz mehr finden.
Ich kann eurer Diskussion gerade nicht komplett folgen, aber die speziellen Rolli-Plätze sind extra so konstruiert, dass man da nicht umkippen kann mit dem Rolli und an die Notrufeinrichtungen kommen kann.
Es geht um einen Zug, der mit Fahrgästen und Gepäck/Fahrrädern gut gefüllt ist. Da ist die Bedienung der Notrufeinrichtung eher weniger ein Problem, das kann ggf. auch der Fahrgast nebenan machen. Und umfallen kann man mit einem Rollstuhl sowieso nicht.

Ist der Zug nicht so voll, geht natürlich auch wieder der vorgesehene Platz.

Rollstuhlfahrer sind gehbehindert, nicht denkbehindert.

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Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Passion

Datum: 26.03.20 12:25

Wir dürfen nur nicht vergessen dass jeder Zug zwei PRM Plätze haben muss und der Behinderte ein RECHT der direkten Nutzung hat.
Ansonsten brauchen wir das Gesetz nicht....

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: glx

Datum: 28.03.20 12:32

Traumflug schrieb:
Und umfallen kann man mit einem Rollstuhl sowieso nicht.
Das kann nur sagen wer noch nie einen Aktivrollstuhl oder gar Sportrollstuhl verwendet hat.
Gerade diese Gefährte haben aus guten Grund einen straken drall nach hinten, was sich vor allem bei ruckartigen Bewegungen negativ auswirkt.
Ich habe einen Bekannten der muss schon in der Stuttgrter Stadtbahn bein BESCHLEUNIGEN aufpassen nicht nach hinten zu kippen, wenn er in Fahrtrichtung steht.

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 28.03.20 18:48

Das stimmt, dass Rollstühle sehr schnell kippen können.

Ich als ehemaliger (mittlerweile gar nicht mehr) Teilzeitrollstuhlfahrer kann das aus eigener Erfahrung schreiben.

Wichtig ist, dass die Stützräder (ich denke, ihr wisst, was ich meine) ausgeklappt sind.

Viele Grüße
Moritz

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: glx

Datum: 28.03.20 19:10

Pesa Link schrieb:
Wichtig ist, dass die Stützräder (ich denke, ihr wisst, was ich meine) ausgeklappt sind.
Insbesondere sportliche Rollifahrer verzichten darauf aber gerne, da das Stützrad beim selbststendigen ankippen hinderlich ist. Das hindert einen z.B. daran einen hohen Bordstein zu erklimmen oder über eine zu große Lücke zwischen Zug und Bahnsteig zu kommen.

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Traumflug

Datum: 29.03.20 12:09

glx schrieb:
Ich habe einen Bekannten der muss schon in der Stuttgrter Stadtbahn bein BESCHLEUNIGEN aufpassen nicht nach hinten zu kippen, wenn er in Fahrtrichtung steht.
Eben, er kann damit umgehen. Andere nehmen sich ein kippsichereres Modell. Auch stehende Fussgänger fallen beim beschleunigen um, wenn sie nicht aufpassen.

Es geht ja nicht darum, ein Rolli-Schlaraffenland anzubieten, sondern darum, Gehbehinderten die Integration durch selbstständiges handeln zu ermöglichen. Fängt man da an, Fahrradfahrer gegen Rollstuhlfahrer auszuspielen, weil es vielleicht mal ein Rollstuhlfahrer nicht optimal bequem haben könnte, ist das kontraproduktiv. Integration bedeutet auch, mit den gleichen möglichen Nachteilen, also z.B. einem überfüllten Zug oder herum stehendem Gepäck, leben zu müssen. Alles andere wird als ungerecht empfunden, mit entsprechend sinkendem Verständnis für die Behinderten.

Was den Rechtsanspruch angeht, auch der wurde weiter oben angesprochen: es gibt einen Anspruch darauf, dass geeignete Plätze vorhanden sind. Nicht darauf, dass diese auch frei sind.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Frontrunner

Datum: 29.03.20 13:53

Warum setzt man dann auf Fahrzeuge mit absoluten minimalkapazitäten, die 30 Jahre halten sollen... ?

Die Logik verstehe ich nicht....

Re: Fahrrad-Invasion vs Kapazitäten

geschrieben von: Bebbi

Datum: 29.03.20 14:05

Traumflug schrieb:
Es geht ja nicht darum, ein Rolli-Schlaraffenland anzubieten, sondern darum, Gehbehinderten die Integration durch selbstständiges handeln zu ermöglichen. Fängt man da an, Fahrradfahrer gegen Rollstuhlfahrer auszuspielen, weil es vielleicht mal ein Rollstuhlfahrer nicht optimal bequem haben könnte, ist das kontraproduktiv. Integration bedeutet auch, mit den gleichen möglichen Nachteilen, also z.B. einem überfüllten Zug oder herum stehendem Gepäck, leben zu müssen. Alles andere wird als ungerecht empfunden, mit entsprechend sinkendem Verständnis für die Behinderten.

Was den Rechtsanspruch angeht, auch der wurde weiter oben angesprochen: es gibt einen Anspruch darauf, dass geeignete Plätze vorhanden sind. Nicht darauf, dass diese auch frei sind.
Hierzu könnte man viel sagen, aber ich glaube, dass das auf keinen fruchtbaren Boden fällt.

Die Beförderungsbedingungen sehen das anders!

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 29.03.20 15:21

Traumflug schrieb:

...

Es geht ja nicht darum, ein Rolli-Schlaraffenland anzubieten, sondern darum, Gehbehinderten die Integration durch selbstständiges handeln zu ermöglichen. Fängt man da an, Fahrradfahrer gegen Rollstuhlfahrer auszuspielen, weil es vielleicht mal ein Rollstuhlfahrer nicht optimal bequem haben könnte, ist das kontraproduktiv. Integration bedeutet auch, mit den gleichen möglichen Nachteilen, also z.B. einem überfüllten Zug oder herum stehendem Gepäck, leben zu müssen. Alles andere wird als ungerecht empfunden, mit entsprechend sinkendem Verständnis für die Behinderten.

Was den Rechtsanspruch angeht, auch der wurde weiter oben angesprochen: es gibt einen Anspruch darauf, dass geeignete Plätze vorhanden sind. Nicht darauf, dass diese auch frei sind.

Moin Gemeinde,

es geht mir hier nicht darum, die abstrusen und asozialen Vorstellungen von Traumflug zu diskutieren. Das ist völlig sinnlos. Daher für die restliche Gemeinde einige Auszüge aus den Beförderungsbestimmungen verschiedener Verkehrsverbünde:


Berlin/Brandenburg

[www.bvg.de]

Wird der Platz für Krankenfahrstühle oder Kinderwagen benötigt, muss der Fahrgast mit dem Fahrrad das Verkehrsmittel verlassen. Ein Anspruch auf Erstattung des bereits gezahlten Beförderungsentgeltes besteht nicht.


Hamburg (HVV)

[www.hvv.de]

Wird der für die Fahrradmitnahme vorgesehene Platz für die Beförderung von Fahrgästen, insbesondere von Kindern in Kinderwagen und Rollstuhlfahrern benötigt, hat der Fahrgast mit Fahrrad das Fahrzeug gegebenenfalls umgehend zu verlassen.


München (MVV)

[www.mvg.de]

Das Betriebspersonal ist berechtigt, Fahrgästen Plätze zuzuweisen; Anspruch auf einen Sitzplatz besteht nicht. Sitzplätze sind für schwerbehinderte Menschen, in der Gehfähigkeit Beeinträchtigte, ältere oder gebrechliche Personen, werdende Mütter und für Fahrgäste mit kleinen Kindern freizugeben. Besonders gekennzeichnete Stellplätze sind für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste mit orthopädischen Hilfsmitteln bzw. für Fahrgäste mit Kind im Kinderwagen freizugeben.“
("Zuweisen von Wagen und Plätzen" § 5 Absatz 2)


Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)

[www.vrn.de]

2.3 Es dürfen nur so viele Fahrräder mitgenommen werden wie ohne Gefährdung oder Belästigung anderer Fahrgäste möglich ist. Fluchtwege sind frei zu halten. Die Beförderung von Kinderwagen und Rollstühlen hat Vorrang.


Ich denke das reicht!

Gruß aus Mannheim
RZ

Re: Die Beförderungsbedingungen sehen das anders!

geschrieben von: schroed2

Datum: 29.03.20 20:05

das wurde 2009 von der DB Regio in Donauwörth genauso gehandhabt wie in den Beförderungsbedingungen beschrieben...4 bunt gekleidete Damen mit Fahrrädern raua, zwei Rollstühle rein.
Die Damen hätten durchaus noch Platz gehabt, haben aber auf die Benutzung der Rollstuhlplätze solange bestande, bis es der KiN zu blöd war....





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.20 20:06.

Re: Die Beförderungsbedingungen sehen das anders!

geschrieben von: Traumflug

Datum: 29.03.20 21:50

schroed2 schrieb:
das wurde 2009 von der DB Regio in Donauwörth genauso gehandhabt wie in den Beförderungsbedingungen beschrieben...4 bunt gekleidete Damen mit Fahrrädern raua, zwei Rollstühle rein.
Die Damen hätten durchaus noch Platz gehabt, haben aber auf die Benutzung der Rollstuhlplätze solange bestande, bis es der KiN zu blöd war....
Ja, also, geht doch. Passt genau zu dem, was ich schon vorher geschrieben habe. All die Dystopien kann man sich also sparen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Die Beförderungsbedingungen sehen das anders!

geschrieben von: schroed2

Datum: 30.03.20 07:54

nur noch mal im Klartext, da du mich (und andere) anscheinend missverstehst: die KiN hat in dem Falle die radfahrenden Dämlichkeiten des Zuges verwiesen, weil diese die Rollstuhlplätze NICHT freiigeben und sich woanders hinstellen wollten

Re: Die Beförderungsbedingungen sehen das anders!

geschrieben von: Traumflug

Datum: 30.03.20 13:51

schroed2 schrieb:
nur noch mal im Klartext, da du mich (und andere) anscheinend missverstehst: die KiN hat in dem Falle die radfahrenden Dämlichkeiten des Zuges verwiesen, weil diese die Rollstuhlplätze NICHT freiigeben und sich woanders hinstellen wollten
Das war deutlich und auch kaum zu missverstehen. Dazu hast Du noch geschrieben, dass sie gar nicht hätten aussteigen müssen, weil es an anderer Stelle noch Platz hatte. Letztlich sind sie also wegen ihrer Dickschädeligkeit ausgestiegen.

Jetzt mal was zu denen, die hier offensichtlich ständig eine Behindertenfeindlichkeit detektieren. Wenn ich eins über Behinderte gelernt habe, dann, dass das keine Hätschelchen sind, die ständig Sonderregeln und Extrafürsorge brauchen. Das sind ganz normale Menschen. Also: Hindernisse wie Stufen aus dem Weg räumen, etwas Platz ohne Bestuhlung vorhalten, dann läuft das. Auch Fussgänger-Fahrgäste streiten sich immer mal wieder über das Platzangebot. Das ist die normalste Sache der Welt und mit Sicherheit kein Indiz dafür, dass man Rollifahrer hätscheln muss. Das Ziel heisst nicht Bemutterung, sondern Integration.

In der Praxis klappt das besser als es sich die Freunde der Sonderregeln vielleicht vorstellen können. Neulich kam Einer mit mit einem Ruck in das RegioShuttle mit 55 cm Fussbodenhöhe gefahren. Ruck deswegen, weil der Bahnsteig nur 38 cm hat. Während der Fahrt blieb er im Eingangsraum stehen. Am Ziel ist er ausgestiegen. Erneut mit einem Ruck, denn dort hat der Bahnsteig 76 cm. Es gab keinen Volksaufstand, niemand hat sich beschwert, keine Bundespolizei, keine Hilfsaktionen, keine Verletzten, das ging einfach so. Bringt man jetzt noch die Bahnsteige auf die gleiche Höhe, braucht es auch nicht mehr zwei Jahre Hanteltraining für die Überwindung der Höhenunterschiede.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker