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Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: TGV4402

Datum: 18.03.20 08:33

SvenT schrieb:
Damit das Gesundheitssystem für alle(!) Menschen weiterhin nutzbar bleibt, führt man diese Maßnahmen durch.

Dann nochmals meine Frage: Angenommen die jetzigen Maßnahmen müssen dafür 2 Jahre anhalten. Steht das Deiner Meinung nach im Verhältnis?

Wo liegt die Grenze oder gibt es keine, d. h. die Maßnahmen müssten ggf. jahrzehntelang verlängert werden?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 08:34.

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: def

Datum: 18.03.20 08:47

TGV4402 schrieb:
SvenT schrieb:
Damit das Gesundheitssystem für alle(!) Menschen weiterhin nutzbar bleibt, führt man diese Maßnahmen durch.

Dann nochmals meine Frage: Angenommen die jetzigen Maßnahmen müssen dafür 2 Jahre anhalten. Steht das Deiner Meinung nach im Verhältnis?

Wo liegt die Grenze oder gibt es keine, d. h. die Maßnahmen müssten ggf. jahrzehntelang verlängert werden?
Du kannst auch fragen, was wäre, wenn die Maßnahmen 10, 20 oder 40 Jahre anhalten. Es ist halt sinnlos. 6-8 Wochen sind realistisch und dann noch ein paar mehr Wochen zum Wiederanlaufen der Wirtschaft. Sieht man ja gerade in China.

Nochmal: es geht darum, die Infektionen (und damit auch die behandlungsbedürftigen Komplikationen) zeitlich zu strecken, um Kapazitäten aufzubauen und zugleich nicht zu viele Fälle auf einmal zu haben. Auf welchem Schiff wärst Du eigentlich lieber: auf einem mit einem leichten Leck, das man noch bearbeiten kann, während man in Ruhe in die Passagiere evakuiert, oder auf einem mit einem Leck, das innerhalb von 2 min sinkt?

Du scheinst letzteres zu bevorzugen. Und würdest von diesem Schiff dann über die Besatzung des anderen Schiffes zetern, weil die Rettungsboote keinen Swimmingpool haben.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: TGV4402

Datum: 18.03.20 09:21

def schrieb:
TGV4402 schrieb:
SvenT schrieb:
Damit das Gesundheitssystem für alle(!) Menschen weiterhin nutzbar bleibt, führt man diese Maßnahmen durch.

Dann nochmals meine Frage: Angenommen die jetzigen Maßnahmen müssen dafür 2 Jahre anhalten. Steht das Deiner Meinung nach im Verhältnis?

Wo liegt die Grenze oder gibt es keine, d. h. die Maßnahmen müssten ggf. jahrzehntelang verlängert werden?
Du kannst auch fragen, was wäre, wenn die Maßnahmen 10, 20 oder 40 Jahre anhalten. Es ist halt sinnlos. 6-8 Wochen sind realistisch und dann noch ein paar mehr Wochen zum Wiederanlaufen der Wirtschaft. Sieht man ja gerade in China.

Nochmal: es geht darum, die Infektionen (und damit auch die behandlungsbedürftigen Komplikationen) zeitlich zu strecken, um Kapazitäten aufzubauen und zugleich nicht zu viele Fälle auf einmal zu haben. Auf welchem Schiff wärst Du eigentlich lieber: auf einem mit einem leichten Leck, das man noch bearbeiten kann, während man in Ruhe in die Passagiere evakuiert, oder auf einem mit einem Leck, das innerhalb von 2 min sinkt?

Du scheinst letzteres zu bevorzugen. Und würdest von diesem Schiff dann über die Besatzung des anderen Schiffes zetern, weil die Rettungsboote keinen Swimmingpool haben.
Du scheinst Dir ja sehr sicher zu sein.

[www.tagesschau.de]

<<Der erste Ansatz zielt darauf, die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich zu unterbinden und weitere Infektionen zu verhindern, solange kein Impfstoff zur Verfügung steht. Das werde aber noch mindestens zwölf bis 18 Monate dauern. Hierfür seien sehr strikte Maßnahmen wie Schulschließungen und eine bevölkerungsweite soziale Distanzierung nötig. Sollten diese in dieser Zeit wieder gelockert werden, könnten die Infektionszahlen schnell wieder steigen.

Probleme seien aber die enormen sozialen und ökonomischen Kosten dieser Strategie. Sie selbst könnten auch schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung haben. Außerdem gebe es keine Garantie, dass die möglicherweise im kommenden Jahr verfügbaren Impfstoffe sehr wirksam seien.

Verfolgt man dagegen einen nicht so strikten Ansatz - also die Virus-Ausbreitung nicht ganz zu stoppen, sondern auszubremsen und gleichzeitig die Folgen möglichst zu verringern - würden zwar immer mehr Menschen infiziert, aber über einen möglichst langen Zeitraum. Es geht dann darum, die sogenannte epidemiologische Kurve abzuflachen. Dabei würde sich dann allmählich eine Immunität in der Bevölkerung aufbauen und irgendwann die Zahl der Fälle wieder abnehmen.

In dieser Zeit müsste man vor allem dafür sorgen, diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind, also ältere und vorerkrankte Menschen. Alle Infizierten müssten isoliert werden, Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne verbleiben und die über 70-Jährigen möglichst wenig soziale Kontakte haben. Ansonsten würde jedoch das soziale Leben weitgehend normal weiter gehen. So könnten die Todesfälle verringert werden.

Gleichzeitig betonen sie, dass "es keineswegs sicher ist, dass die Unterdrückung langfristig erfolgreich sein wird". Es sei bisher noch kein Versuch unternommen worden, im Bereich der öffentlichen Gesundheit über einen so langen Zeitraum mit derart störenden Auswirkungen auf die Gesellschaft zu intervenieren. "Wie Bevölkerung und Gesellschaft darauf reagieren werden, bleibt unklar", schreiben die Wissenschaftler.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 09:24.

Re: Kapazität im Gesundheitssystem

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 18.03.20 09:24

def schrieb:
kmueller schrieb:
In China wurden
1. frühere und wesentlich rabiatere Methoden ergriffen als bisher hier
und es gelang dadurch,
2. die Endemie noch regional auf die Provinz Wuhan mit 5% der Gesamtbevölkerung einzugrenzen (zumindest weitgehend).

Punkt 2 bedeutete, daß die am schwersten getroffene Region auf die Ressourcen des ganzen Landes (mit dem Zwanzigfachen an Bevökerung und damit an medizinischem Personal und Material) zurückgreifen konnte. Diese Chance ist in Europa mittlerweile vertan.
Nebenbei sollte man allerdings erwähnen, dass sowohl China als auch dem Rest der Welt ziemlich viel erspart geblieben wäre, wenn man dem Arzt, der vor dem Virus warnte, Glauben geschenkt hätte, statt ihn wegen des Verbreitens von Gerüchten zu verurteilen. Mir geht diese Beschönigung des chinesischen Handels ziemlich gegen den Strich.
Mir geht es im Moment eher darum festzustellen welche Maßnahmen hilfreich und welche schädlich sind als Schuldzuweisungen auszuteilen. Die Unterdrückung von Informationen, die Verurteilung von Menschen die die Alarmglocke läuten, fällt ganz eindeutig in die ‘schädlich’ Kategorie. Wenn Trump die Gefahr die von diesem Virus ausgeht über Wochen als Hoax (‘Zeitungsente’) der Opposition und der Medien bezeichnet, ist dass aber auch nicht viel besser als was die Chinesen gemacht haben.

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: def

Datum: 18.03.20 09:43

TGV4402 schrieb:
[www.tagesschau.de]

<<Der erste Ansatz zielt darauf, die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich zu unterbinden und weitere Infektionen zu verhindern, solange kein Impfstoff zur Verfügung steht. Das werde aber noch mindestens zwölf bis 18 Monate dauern. Hierfür seien sehr strikte Maßnahmen wie Schulschließungen und eine bevölkerungsweite soziale Distanzierung nötig. Sollten diese in dieser Zeit wieder gelockert werden, könnten die Infektionszahlen schnell wieder steigen.
Es hat auch niemand etwas anderes behauptet. Aber die dann steigenden Infektionszahlen liegen außerhalb der Grippesaison in einem entsprechend vorbereiteten Gesundheitssystem.

Zitat
Probleme seien aber die enormen sozialen und ökonomischen Kosten dieser Strategie. Sie selbst könnten auch schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung haben. Außerdem gebe es keine Garantie, dass die möglicherweise im kommenden Jahr verfügbaren Impfstoffe sehr wirksam seien.
Klar gibt es keine Garantie, dass es bald einen sehr wirksamen Impfstoff gibt. Also lassen wir alles laufen?

Zitat
Verfolgt man dagegen einen nicht so strikten Ansatz - also die Virus-Ausbreitung nicht ganz zu stoppen, sondern auszubremsen und gleichzeitig die Folgen möglichst zu verringern - würden zwar immer mehr Menschen infiziert, aber über einen möglichst langen Zeitraum. Es geht dann darum, die sogenannte epidemiologische Kurve abzuflachen. Dabei würde sich dann allmählich eine Immunität in der Bevölkerung aufbauen und irgendwann die Zahl der Fälle wieder abnehmen.
Genau das schreiben andere und ich ja die ganze Zeit. Liest Du eigentlich Artikel, die nicht von Dirk Müller geschrieben werden, auch, oder unterstreichst Du nur?

Zitat:
Zitat
In dieser Zeit müsste man vor allem dafür sorgen, diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind, also ältere und vorerkrankte Menschen. Alle Infizierten müssten isoliert werden, Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne verbleiben und die über 70-Jährigen möglichst wenig soziale Kontakte haben. Ansonsten würde jedoch das soziale Leben weitgehend normal weiter gehen. So könnten die Todesfälle verringert werden.
Schöne Theorie. Und wie willst Du das in der Praxis bewerkstelligen, wenn es nicht genug Tests gibt? Das macht das Virus ja so gefährlich: man erkennt die meisten Infizierten nicht, die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tage.

Zitat
Gleichzeitig betonen sie, dass "es keineswegs sicher ist, dass die Unterdrückung langfristig erfolgreich sein wird". Es sei bisher noch kein Versuch unternommen worden, im Bereich der öffentlichen Gesundheit über einen so langen Zeitraum mit derart störenden Auswirkungen auf die Gesellschaft zu intervenieren. "Wie Bevölkerung und Gesellschaft darauf reagieren werden, bleibt unklar", schreiben die Wissenschaftler.
Außerhalb der Aluhutwelt hat auch niemand behauptet, dass es langfristig möglich wäre, den Ausbruch erfolgreich zu unterdrücken. Nochmal: Es geht darum, den Ausbruch zu strecken (um weniger Fälle auf einmal zu haben und das Krankenhaussystem nicht zu überlasten) und hinauszuzögern (um Zeit für die Schaffung zusätzlicher Krankenhauskapazitäten zu gewinnen und den Peak aus der Grippesaison zu verschieben). Was ist daran eigentlich nicht zu verstehen?

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 09:46.

Re: Kapazität im Gesundheitssystem

geschrieben von: def

Datum: 18.03.20 09:45

Manu Chao schrieb:Zitat:
Mir geht es im Moment eher darum festzustellen welche Maßnahmen hilfreich und welche schädlich sind als Schuldzuweisungen auszuteilen. Die Unterdrückung von Informationen, die Verurteilung von Menschen die die Alarmglocke läuten, fällt ganz eindeutig in die ‘schädlich’ Kategorie. Wenn Trump die Gefahr die von diesem Virus ausgeht über Wochen als Hoax (‘Zeitungsente’) der Opposition und der Medien bezeichnet, ist dass aber auch nicht viel besser als was die Chinesen gemacht haben.
Mir geht es nicht darum, einen Schuldigen zu finden, sondern der beginnenden Legendenbildung "in China hat man alles richtig gemacht" vorzubeugen. Dass die Wischmobs im Weißen Haus und in der Downing Street ebenfalls überfordert sind, ist unbestritten.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Ja was denn?

geschrieben von: Peter

Datum: 18.03.20 10:14

Hallo!

Bahnreformreform schrieb:
"So langsam artet das in Aktionismus aus"

Sämtliche Aktionen kommen eh mindestens 2 Wochen zu spät. Im Kabinett will keiner sein Versagen eingestehen und Verantwortung wird weiter gereicht, also alles wie immer.
Sollte jetzt in einem Betrieb bei einem Arbeitnehmer Corona nachgewiesen werden, muss die Geschäftsführung Eindämmungs-Maßnahmen nachweisen können obwohl man selbst untätig war. Toll!
Ja, was sollen Politik und Gesellschaft denn tun?

Wird nichts getan, dann schimpft der deutsche Michel: "Die tun ja mix!"
Wird etwas getan, dann schimpft der deutsche Michel: "Die machen ja alles falsch!"

Tatsache ist, dass weder Ignoranz/Leugnung noch operative Hektik/blinder Aktionismus angesagt sind - stattdessen ist Vorsicht und Besonnenheit das Gebot der Stunde.

Natuerlich wird es immer Betroffene geben - entweder wirtschaftlich oder gesundheitlich.
Nur ist der Wirtschaft besser geholfen, wenn jetzt alles weiterlaeuft, die Pandemie sich weiter ausbreitet und wir in Kuerze einen Kollaps des Gesundheitssystems erleben, weil zuviel zugleich von zuwenigen erledigt werden muss? Denn wenn med. Personal am Ende ist, Vorraete ausgehen (Danke Go fuer die Beispiele) oder alle Patienten gleichzeitig kommen, dann nuetzt es uns nicht, dass wir in Deutschland 6x mehr Beatmungsplaetze als in Italien haben - dann haben wir ein RICHTIGES Problem.

Wir haben intern seit Jahren immer wieder auf solche Gefahrenlagen hingewiesen, wurden nicht ernst genommen bzw. die Massnahmen wurden auf "spaeter" verschoben - jetzt kommt Knall auf Fall der Ernstfall.
Hoffen wir, dass man daraus lernt und wichtige Bereiche im Inland kuenftig aus- bzw. (wieder) aufbaut, um fuer kuenftige Gefaehrdungen geruestet zu sein.


Besser man handelt jetzt spaet als gar nicht - und wenn diese Einschraenkungen helfen, Todesfaelle zu vermeiden (fast meine gesamt Familie Besteht aus Risikopatienten (entweder wg. Alter oder chronischen Erkrankungen), ich selbst eingeschlossen), dann sollte es uns das wert sein. Ich kann jedenfalls das Gejammer wg. "Aktionismus" und anderen Vorwuerfen nicht mehr hoeren.

Es gruesst

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: M 262

Datum: 18.03.20 10:18

def schrieb:
(...) Außerhalb der Aluhutwelt hat auch niemand behauptet, dass es langfristig möglich wäre, den Ausbruch erfolgreich zu unterdrücken. Nochmal: Es geht darum, den Ausbruch zu strecken (um weniger Fälle auf einmal zu haben und das Krankenhaussystem nicht zu überlasten) und hinauszuzögern (um Zeit für die Schaffung zusätzlicher Krankenhauskapazitäten zu gewinnen und den Peak aus der Grippesaison zu verschieben). Was ist daran eigentlich nicht zu verstehen?
Ok, dann steht halt bis Mitte September das Land still. Es sei denn, man hört endlich mit diesen unsäglichen Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf.

Re: Kirche im Dorf lassen und Ruhe bewahren

geschrieben von: Henra

Datum: 18.03.20 10:21

TGV4402 schrieb:
Du weisst aber schon, dass Italien dieselbe Währung hat wie wir? Und welche Folgen ein Staatsbankrott Italiens hätte. Die Risiken liegen also nicht außerhalb der Landesgrenzen.

Hast Du wenigstens versucht, zu verstehen, was ich schrieb?

Natürlich weiß ich, das Italien im Euro ist. Genau das wird das Problem.
Ich schrieb genau, dass der Bankrott Italiens für uns ein großes Risiko ist. Nur können wir es kaum beeinflussen. Damit liegt der Ausgangspunkt des Risikos für uns außerhalb unseres direkten Entscheidungsbereiches.

Re: Kirche im Dorf lassen und Ruhe bewahren

geschrieben von: M 262

Datum: 18.03.20 10:21

def schrieb:
M 262 schrieb:Zitat:
Zitat aus einer italienischen Quelle:
"In Italien sind möglicherweise nur zwei Menschen an Coronavirus gestorben, die keine anderen Pathologien aufwiesen. Dies geht aus den medizinischen Unterlagen hervor, die bisher vom Höheren Institut für Gesundheit geprüft wurden, wie der Präsident des Instituts, Silvio Brusaferro, während der heutigen Pressekonferenz im Zivilschutz in Rom berichtete. "Positive verstorbene Patienten haben einen Durchschnitt von über 80 Jahren - 80,3 um genau zu sein - und sind im Wesentlichen überwiegend männlich", sagte Brusaferro. "Frauen sind 25,8 Prozent. Das Durchschnittsalter des Verstorbenen ist signifikant höher als das der anderen positiven. Die Altersgruppen über 70, mit einem Höchststand zwischen 80 und 89 Jahren. Die Mehrheit von Diese Personen sind Träger chronischer Krankheiten. Derzeit waren nur zwei Personen keine Träger von Krankheiten. "Aber selbst in diesen beiden Fällen ist die Prüfung der Akten nicht abgeschlossen, und daher könnten andere Todesursachen als Covid-19 auftreten. Der Präsident der ISS hat angegeben, dass "kaum mehr als hundert Krankenakten" bisher aus Krankenhäusern in ganz Italien stammen. Dies sind die ersten detaillierten Mindestdaten, die der Zivilschutz bisher zu den Todesursachen von Coronavirus-Patienten zur Verfügung gestellt hat. Tatsächlich sind die Behörden derzeit nicht in der Lage, diejenigen, die an dem Virus gestorben sind, von denen zu unterscheiden, die andererseits täglich der Öffentlichkeit mitgeteilt werden, aber meistens Träger anderer schwerer Krankheiten waren und wer wäre daher nicht an Covid-19 gestorben. Auf eine Frage von "Agenzia Nova" konnte Brusaferro die genaue Anzahl der Todesfälle durch Coronaviren nicht angeben. Der Professor stellte jedoch klar, dass nach den analysierten Daten die überwiegende Mehrheit der Opfer "schwerwiegende Pathologien hatte und in einigen Fällen der Beginn einer Infektion der Atemwege leichter zum Tod führen kann. Um diesen Punkt zu klären." und echte Daten bereitstellen ", wenn wir die Ordner erwerben, werden wir weiter gehen. In jedem Fall sind die am stärksten gefährdeten Populationen zerbrechlich und Träger mehrerer Pathologien. "(Rin) © Agenzia Nova - Reservierte Reproduktion”
1. Bist Du Dir eigentlich bewusst, was Du hier durch die Blume schreibst? "Es geht nur um Alte und Schwache, die kann man ruhig elendig verrecken lassen." Ich bin mir sicher, dass Du es so nicht meintest, aber darauf läuft es hinaus. Es gab übrigens mal einen Vorsitzenden der Jungen Union, der künstliche Hüftgelenke für 85-Jährige in Frage stellte (was ist schon ein menschenwürdiges Leben, das kann man schließlich nicht in Euro messen!). Er selbst ist noch nicht mal halb so alt geworden - und völlig egal, was er später für Ansichten hatten, die Aussage, an die man sich von ihm erinnert, ist die mit den Hüftgelenken. Selbst schuld...

2. Du vergisst einen wesentlichen Punkt: ein kollabiertes Gesundheitssystem ist nicht nur für 80-jährige vorerkrankte Corvid-19-Fälle lebensgefährlich, sondern auch für 40-jährige Unfallopfer oder für 25-jährige mit Blinddarmentzündung, Routine-Eingriffe also. Diese zusätzlich versterbenden Patienten tauchen nicht in der Corona-Statistik auf.
Lies dir doch bitte den Text nochmal durch. Da steht nicht, dass es nur Alte und Schwache getroffen hat, sondern Leute, die bereits vorher an schweren Atemwegserkrankungen litten.

Re: Kirche im Dorf lassen und Ruhe bewahren

geschrieben von: def

Datum: 18.03.20 10:37

M 262 schrieb:
def schrieb:
1. Bist Du Dir eigentlich bewusst, was Du hier durch die Blume schreibst? "Es geht nur um Alte und Schwache, die kann man ruhig elendig verrecken lassen." Ich bin mir sicher, dass Du es so nicht meintest, aber darauf läuft es hinaus. Es gab übrigens mal einen Vorsitzenden der Jungen Union, der künstliche Hüftgelenke für 85-Jährige in Frage stellte (was ist schon ein menschenwürdiges Leben, das kann man schließlich nicht in Euro messen!). Er selbst ist noch nicht mal halb so alt geworden - und völlig egal, was er später für Ansichten hatten, die Aussage, an die man sich von ihm erinnert, ist die mit den Hüftgelenken. Selbst schuld...

2. Du vergisst einen wesentlichen Punkt: ein kollabiertes Gesundheitssystem ist nicht nur für 80-jährige vorerkrankte Corvid-19-Fälle lebensgefährlich, sondern auch für 40-jährige Unfallopfer oder für 25-jährige mit Blinddarmentzündung, Routine-Eingriffe also. Diese zusätzlich versterbenden Patienten tauchen nicht in der Corona-Statistik auf.
Lies dir doch bitte den Text nochmal durch. Da steht nicht, dass es nur Alte und Schwache getroffen hat, sondern Leute, die bereits vorher an schweren Atemwegserkrankungen litten.
Die habe ich mal unter "Schwache" verbucht. Nenne es meinetwegen "Vorerkrankte".

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Berechtigte Frage!

geschrieben von: Peter

Datum: 18.03.20 10:41

Hallo!

Frank Schönow schrieb:
bahnratefuchs schrieb:Zitat:
Weiter im Text. Muss ich in die Südsee fliegen, wenn es Tropical Island mitten in Brandenburg gibt? Und ich 'ne Löwensafari auch im Serengetipark hierzulande veranstalten kann.
Muss es echter Bohnenkaffee sein, wenn ein Gemisch aus Eicheln und Gerste auch trinkbar ist?

Müssen es Südfrüchte sein, wenn Sanddorn doch auch soviel Vitamin C enthält?

Muss es überhaupt Urlaub geben, am freien Sonntag in einem Bilderbuch blättern reicht doch auch aus.

Muss es Bildung geben, reicht doch Abends am Lagerfeuer dem Sippenältesten zuzuhören.
Ihr habt eigentlich beide recht.

Natuerlich soll der Mensch weiter auswaehlen koennen, was er will (ist ja auch wichtig fuer die Horizonterweiterung) - allerdings sollte er auch dafuer zahlen.

Es ist doch pervers, dass 14 Tage Vollpension "auf Malle" preiswerter sind als eine Taxifahrt quer durch die Stadt - von einem Urlaub im Inland (deutlich weniger umweltzerstoerend und deutsche Arbeitsplaetze foerdernd) mal ganz abgesehen...

Wenn also einer meint, in ferne Laender fliegen zu muessen - gerne, kann er machen. Aber: "Zahle den Preis!"

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: def

Datum: 18.03.20 10:42

M 262 schrieb:def schrieb:
def schrieb:
(...) Außerhalb der Aluhutwelt hat auch niemand behauptet, dass es langfristig möglich wäre, den Ausbruch erfolgreich zu unterdrücken. Nochmal: Es geht darum, den Ausbruch zu strecken (um weniger Fälle auf einmal zu haben und das Krankenhaussystem nicht zu überlasten) und hinauszuzögern (um Zeit für die Schaffung zusätzlicher Krankenhauskapazitäten zu gewinnen und den Peak aus der Grippesaison zu verschieben). Was ist daran eigentlich nicht zu verstehen?
Ok, dann steht halt bis Mitte September das Land still. Es sei denn, man hört endlich mit diesen unsäglichen Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf.
Genau. Es ist bekanntermaßen die allererste Pandemie in der Menschheitsgeschichte, die dummerweise auch in Deutschland ihren Ausgang genommen hat. Deshalb kann man weder auf Erfahrungen früherer Pandemien noch auf Erfahrungen anderer Länder bei der aktuellen Pandemie zurückgreifen, sondern fantasiert ins Blaue hinein. Muss man nicht ernst nehmen, diese "unsägliche Wahrscheinlichkeitsrechnung"...

Stattdessen hören wir auf Leute, die in der youtube-Universität gelernt haben, dass das eigentlich eh nur eine Grippe ist. Und wenn dann Alte und/oder Vorerkrankte sterben (und noch ein paar Blinddarmpatienten, weil es keine Krankenhausplätze mehr gibt), ist das halt natürliche Auslese. Es lebe die Wirtschaft!

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 10:51.

Klasse!

geschrieben von: Peter

Datum: 18.03.20 10:48

Hallo!

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Den Beschäftigten selbst bringe ich Verständnis entgegen, nur eben nicht den Unternehmern, oder auch anderen Vertretern der Wirtschaft.
Da sollte dann doch das Geld in Bezug auf Deinen Link den Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden und nicht den Unternehmen.
Da bin ich mit Dir einer Meinung.

Dass die Arbeitnehmer bezahlt werden muessen, ist klar.

Nur sollte Kurzarbeitergeld nicht an Betriebe gehen, die Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren - die DAX-Konzerne koenne sehr wohl selbst auf sich aufpassen.

Doch die kleinen und kleinsten Betriebe, die Geringverdiener und ulturschaffenden - die haben's wirklich noetig - bekommen aber vermutlich wenig bis gar nichts vom Kuchen "Kurzarbeitergeld" ab... :-(

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
hätte ich Dir meinen Kaffeesatz zur Interpretation des weiteren Epidemieverlaufs zur Verfügung gestellt.

M 262 schrieb:Zitat:
Es sei denn, man hört endlich mit diesen unsäglichen Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf.
Damit bin ich mal raus hier.

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: Henra

Datum: 18.03.20 10:52

M 262 schrieb:
Ok, dann steht halt bis Mitte September das Land still. Es sei denn, man hört endlich mit diesen unsäglichen Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf.

Jetzt lass' doch erst mal die Maßnahmen greifen. Wenn die Neuinfektionsrate mal wieder unter 100 ist (Was China, Korea und Japan mit vergleichbaren Maßnahmen durchaus geschafft haben), kann man wieder Einzelfälle tracen. Dann kann man das normale Leben wieder vorsichtig hochfahren. Idealerweise wartet man nach jedem Schritt der Normalisierung erst mal 5 -10 Tage, um zu sehen, ob es wieder außer Kontrolle gerät. Das wird ein iterativer Prozess.
Wenn die Krankheit erst mal komplett außer Kontrolle geraten ist, hat man die Möglichkeit dies zu steuern nicht mehr. Alles andere (gerade auch die wirtschaftlichen Folgen) kann man ein gutes Stück weit steuern. Rezessionen werden dann zum Problem, wenn alle ihr Geld horten statt es auszugeben. Da ich europaweit ziemlich stark von Negativzinsen nach der Coronakrise ausgehe, wird das nicht lange passieren, da ihnen das Geld unter den Händen zerrinnt. In Verbindung mit der Erleichterung der überstandenen Infektionskrise plus Nachholbedarf an Unterhaltung gehe ich eher von einem Ausschlagen des Pendels in die Gegenrichtung aus.

Wird das Ganze ohne Kratzer und Beulen abgehen? Garantiert nicht. Wird es uns in den Abgrund reißen? Glaube ich nicht.

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: VT605

Datum: 18.03.20 11:05

def schrieb:
M 262 schrieb:def schrieb:
def schrieb:
(...) Außerhalb der Aluhutwelt hat auch niemand behauptet, dass es langfristig möglich wäre, den Ausbruch erfolgreich zu unterdrücken. Nochmal: Es geht darum, den Ausbruch zu strecken (um weniger Fälle auf einmal zu haben und das Krankenhaussystem nicht zu überlasten) und hinauszuzögern (um Zeit für die Schaffung zusätzlicher Krankenhauskapazitäten zu gewinnen und den Peak aus der Grippesaison zu verschieben). Was ist daran eigentlich nicht zu verstehen?
Ok, dann steht halt bis Mitte September das Land still. Es sei denn, man hört endlich mit diesen unsäglichen Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf.
Genau. Es ist bekanntermaßen die allererste Pandemie in der Menschheitsgeschichte, die dummerweise auch in Deutschland ihren Ausgang genommen hat. Deshalb kann man weder auf Erfahrungen früherer Pandemien noch auf Erfahrungen anderer Länder bei der aktuellen Pandemie zurückgreifen, sondern fantasiert ins Blaue hinein. Muss man nicht ernst nehmen, diese "unsägliche Wahrscheinlichkeitsrechnung"...

Stattdessen hören wir auf Leute, die in der youtube-Universität gelernt haben, dass das eigentlich eh nur eine Grippe ist. Und wenn dann Alte und/oder Vorerkrankte sterben (und noch ein paar Blinddarmpatienten, weil es keine Krankenhausplätze mehr gibt), ist das halt natürliche Auslese. Es lebe die Wirtschaft!

Man muß einen Mittelweg finden. Denn wenn die Wirtschaft zusammenbricht und die Arbeitslosenzahlen wegen insolventer Betriebe hochschießt wird auch das auf lange Sicht viele Menschenleben kosten, auch wenn die sicher in keiner Statistik auftauchen.

Re: Deutsche Aluhutträger

geschrieben von: HGK-Öli's

Datum: 18.03.20 11:19

Hat eigentlich jemand noch etwas zum eigentlichen Thema beizutragen? Also von einer Einstellung des Flugverkehrs in Deutschlands habe ich bis jetzt noch nichts konkretes gefunden.

erledigt (o.w.T)

geschrieben von: VT605

Datum: 18.03.20 11:21

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.20 11:22.

Re: Kapazität im Gesundheitssystem

geschrieben von: kmueller

Datum: 18.03.20 11:55

def schrieb:
kmueller schrieb:
In China wurden
1. frühere und wesentlich rabiatere Methoden ergriffen als bisher hier
und es gelang dadurch,
2. die Endemie noch regional auf die Provinz Wuhan mit 5% der Gesamtbevölkerung einzugrenzen (zumindest weitgehend).

Punkt 2 bedeutete, daß die am schwersten getroffene Region auf die Ressourcen des ganzen Landes (mit dem Zwanzigfachen an Bevökerung und damit an medizinischem Personal und Material) zurückgreifen konnte. Diese Chance ist in Europa mittlerweile vertan.
Nebenbei sollte man allerdings erwähnen, dass sowohl China als auch dem Rest der Welt ziemlich viel erspart geblieben wäre, wenn man dem Arzt, der vor dem Virus warnte, Glauben geschenkt hätte, statt ihn wegen des Verbreitens von Gerüchten zu verurteilen. Mir geht diese Beschönigung des chinesischen Handels ziemlich gegen den Strich.
Hierzulande hat man die frühen Warner in der Tat nicht zwecks Vertuschung verfolgt, sondern nur ignoriert - oder lächerlich gemacht wie hier: [www.br.de]
(das Virus als 'chinesisches Virus' zu bezeichnen, finde ich übrigens auch ziemlich daneben)

Das alles ist unstrittig. Weniger genau kennt man leider die Motivlagen der jeweiligen Verantwortlichen.

Positiv hervorheben sollte man das Handeln in Ländern wie Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur. Dort erfolgte es in der Tat frühzeitig und es scheint, daß man damit dort die Epidemie vollständig eindämmen konnte. Obwohl man deutlich näher dran am Herd China ist, nicht nur was die geographische Entfernung angeht, sondern vor allem, was die 'normale' Reisetätigkeit angeht.

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