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Guten Tag zusammen,

heute hat der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) seine Bilanz für das Jahr 2019 vorgestellt.
Die beiden VVS-Geschäftsführer Horst Stammler und Thomas Hachenberger sowie der Aufsichtsratvorsitzende Fritz Kuhn (Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart) können zufrieden mit dem vergangenen Jahr sein – angetrieben durch die Tarifreform zum 1. April 2019 und durch die Einführung des sogenannten „Stadttickets“ in vielen Städten sind die Fahrgastzahlen überdurchschnittlich stark gestiegen. Mit der Tarifreform wurden 52 Tarifzonen zu fünf Tarifringen zusammengelegt, so dass die Fahrpreise für viele Fahrgäste gesunken sind. Diese Entwicklung hat sich bereits in den ersten Monaten nach der Tarifreform abgezeichnet, so stieg die Zahl der Fahrgäste im Jahr 2019 um 10,6 Millionen bzw. um 2,8 % auf nunmehr 394,5 Millionen Fahrgäste. Besonders erfreulich ist der hohe Zuwachs beim sogenannten Firmen-Abo, hier stieg die Zahl der Stammkunden um 12,6 % auf 93.000. Auch beim Verkauf von Fahrkarten des Gelegenheitsverkehrs (zum Beispiel Einzelfahrkarten) konnte eine leicht positive Entwicklung verzeichnet werden: Während der Verkauf von Einzelfahrkarten (− 2,8 %) und 4er-Tickets (− 9,4 %) rückläufig ist, wurden im Jahr 2019 deutlich mehr Tagestickets (+ 12,7 %) verkauft. Die rückläufige Entwicklung bei Einzelfahrkarten und 4er-Tickets ist auch auf den bwtarif zurückzuführen, da bei den Fahrkarten des bwtarifs eine Anschlussmobilität bereits inkludiert ist. Leider beschlossen die Verbundlandkreise gegen den Widerstand des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart erstmals seit über zwei Jahren wieder Preiserhöhungen, die im April 2020 umgesetzt werden.
Auch die Einführung der sogenannten Stadttickets in weiteren Städten entwickelte sich insbesondere in Esslingen zum Erfolg: Drei Euro kostet die Tageskarte, die zur Nutzung des gesamten öffentlichen Nahverkehrs in Esslingen berechtigt, für Gruppen von bis zu fünf Personen kostet das Stadtticket sechs Euro. Wurden in Esslingen im April 2019 noch 18.400 Stadttickets verkauft, waren es im Oktober 2019 bereits 37.400. Alleine in Esslingen, Herrenberg und Ludwigsburg wurden im Jahr 2019 insgesamt 772.000 Mal verkauft.

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Stuttgart

Grüße
die Honigbiene
Honigbiene schrieb:
Besten Dank. Dieser Teil ist wohl nicht ganz unerheblich:

Zitat
Einnahmen wegen Preissenkung durch Tarifreform rückläufig

2019 betrugen die reinen Fahrgeldeinnahmen (...) 511,4 Millionen Euro, das sind 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Preissenkungen durch die Tarifreform zurückzuführen. Für die einkalkulierten Mindereinnahmen leisteten die Finanzierungsträger der Tarifreform (...) den Verkehrsunternehmen einen Ausgleich von 31,8 Millionen Euro. Bezieht man diesen finanziellen Ausgleich mit ein, betrug das Einnahmeplus bei den Verkehrsunternehmen 0,7 Prozent. Damit konnte die Tarifabsenkung aus der Tarifreform erwirtschaftet werden, die Kostensteigerung bei den Verkehrsunternehmen bzw. die 2019 unterlassene Tariferhöhung von 2,6 Prozent konnte jedoch nicht in vollem Umfang abgedeckt werden.
Jetzt gilt es wohl Daumen drücken, dass die nächste Preiserhöhung diese milde Euphorie zu Gunsten des ÖV nicht wieder zerschiesst.

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