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Wie der WDR heute Abend über Twitter berichtet, plant ThyssenKrupp das Grobblechwalzwerk in Duisburg-Hüttenheim zu verkaufen bzw. wenn sich bis Ende Juni 2020 kein Käufer findet es zu schließen. Das Ganze wurde mittlerweile von ThyssenKrupp und der IGMetal bestätigt. Bereits am Abend soll im Werk die Arbeit niedergelegt werden.

Und Ja das hat etwas mit Eisenbahn zu tun, denn wenn das Werk geschlossen werden sollte, sind auch eigene Güterzüge bzw. -strecken betroffen.

Link zum WDR

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.02.20 00:04.
Stefan3872 schrieb:
Und Ja das hat etwas mit Eisenbahn zu tun, denn wenn das Werk geschlossen werden sollte, sind auch eigene Güterzüge bzw. -strecken betroffen.
Ach was die Güterbahn eignet sich doch perfekt für eine neue Schnellstraße zur B 288^^. Die Stadt Duisburg freut sich immer über neue Betonlandschaften. So eine hässliche Bahnstrecke stört nur das Stadtbild.

Das Stahlwerksgelände wird einfach in ein neues Wohngebiet umgewandelt. Der Duisburger Süden ist recht beliebt bei Leuten welche in Düsseldorf arbeiten. Wohnraum ist dort günstig.

HKM nicht direkt betroffen

geschrieben von: Ruhrrevierbahner

Datum: 14.02.20 00:00

Es geht hier um das südwestlich gelegene Thyssenkrupp Grobblechwerk in Hüttenheim, das nur einen sehr kleinen Teil der Transporte auf der Anschlussstrecke ausmacht.

HKM und dieses Werk sind durch die Mannesmannstraße räumlich getrennt: [www.openstreetmap.de]

Das Grobblechwerk von Thyssenkrupp steht schon seit etlichen Jahren auf der Kippe, hier z. B. ein Bericht von 2017 (PDF): [www.tks.vkl.de] Nun fällt es wohl im Rahmen der tiefen Thyssenkrupp-Krise endgültig hinten über.

Die Anschlussstrecke wird ab 2021 sowieso fast komplett lärmschutzverwandet:

- von Heiligenbaum- bis Steinbrinkstraße
- auf der Werksseite von HKM eine Lärmschutzwand auf 760 Metern Länge und mit einer Höhe von drei Metern
- am Logport II zwischen Steinbrink- und Richard-Seiffert-Straße
- von Schulz-Knaudt- bis Ehinger Straße

Es finden dafür schon Probebohrungen zur Untergrunderkundung statt.

Es grüßt der Ruhrrevierbahner

Re: HKM nicht direkt betroffen

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 14.02.20 07:20

Das sollte man sich jetzt vielleicht noch mal überlegen.

Sehe ich aus so. Es geht "nur" um das Grobblechwerk.

geschrieben von: ASa

Datum: 14.02.20 09:58

Hallo,

"Falk.de" aufrufen, dann 51.359086035887586, 6.7202947234085 in das Suchfeld eingeben.

Bei Falk kann man dann schön zwischen den Karten hin- und herschalten (OSM, Satellit etc.).

MfG - Asa

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.02.20 10:03.
Funzt mit TimOnline auch und kann ohne weiteres an dieser Stelle verwendet werden:
200214_TK_Hüttenheim.jpg

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]
Guten Abend,

was die verkürzte Betrachtung von Strizie uns da aufzeigt, ist wohl mit ein Teil des Problems: die Wahrnehmung des Ganzen in der breiteren Öffentlichkeit. Die sieht dann ungefähr so aus, dass Duisburg eh nur ein Problemviertel voller Sozialfälle ist (ein überaus deutliches "Nein!"), dass Stahl "oldschool" und nicht mehr zeitgemäß ist (ein klares "keine Ahnung!") und Eisenbahn, vor allem Güterzüge ja nur Lärm macht (Ja nee, is klar!). Dieses Gemengelage erlaubt dann, dass wildgewordene Konzernlenker aus größenwahnsinnigen Träumen vom globalen Technologiekonzern die eigenen Wurzeln verächtlich mit Füßen treten, und die Politik ahnungslos falsche Schwerpunkte setzt.

Das führt dann tatsächlich dazu, dass das Potenzial des größten Stahlstandortes Europas nutzlos übersehen wird, statt das offensiv zu nutzen - Marketing im Sinne von "Smart Steel City" oder ähnlich schnuckeligen Anglizismen ist schon längst überfällig. Vielleicht kann die Stadt dann wieder ein paar mehr ihrer Einwohner direkt ernähren, wenn sie sich mal offensiv zu ihrer stolzen Geschichte mit dem Werkstoff bekennt, ohne den auch bei der Eisenbahn nichts laufen würde. Denken wir nur mal an Schienen ohne Stahl - nun, das funktioniert so gut wie Bratkartoffeln ohne Kartoffeln.

Und sollte die Entwicklung des Duisburger Südens zur Schlafstadt für in Düsseldorf arbeitende Menschen weitergehen, dann müssen wir uns doch mal fragen, warum das so ist. Weil man in der Landeshauptstadt vor lauter "cooler" neuer Wirtschaftszweige, also weg von der bäh-pfui-alten Schwerindustrie, hin zur Online- und Finance-Economy, glatt übersehen hat, dass die Kosten für Wohnungen zwischenzeitlich in einer Höhe angekommen sind, dass sich viel zu viele Mitarbeitende aus allen Branchen diese nicht mehr leisten können. Die südlichen/südwestlichen Vororte bis nach Köln hinab stecken mit in diesem Strudel, also ist es doch logisch dass die für ihr Geld arbeitende Bevölkerung nach Norden und Nordosten ausweicht. Wer nicht in Duisburg gelandet ist, pendelt oft nach Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, ...

Auch hier hat die NRW-Landespolitik viel zu lange viel zu seelig geschlafen. Nicht nur, dass die Wirtschaftspolitik keine Steuerungswirkung nirgendwo hat, auch ist für die Bewegung der Pendlermassen mehr nötig, als im Landtag über die Staus auf den Autobahnen zu diskutieren (gestern) und ansonsten wild gewordene "besorgte" Anwohner bis zum Erbrechen gegen überfällige Infrastrukturmaßnahmen "Schiene" klagen zu lassen. Klar, die Zahl der RE zwischen Duisburg und seinen Nachbarstädten hat zwischenzeitlich ein halbwegs brauchbares bis annehmbares Maß gefunden, das war es dann aber auch - das Land NRW hat keinen Plan und zu wenig Interesse, was aus den S-Bahnen noch zu entwickeln wäre, von einer sinnvollen Begleitung, Unterstützung und Weiterentwicklung der städtischen Nahverkehre mal ganz zu schweigen. Kaum auf die Bahnanschlüsse abgestimmte Buslinien im Halbstundentakt sind ja auch super...

Wirtschaftspolitik mäßig, Verkehrspolitk bescheiden - die Zu(g)kunft könnte schöner sein. Duisburg 2030? Wahrscheinlich mit irgendwelchen Provisorien statt dem noch längst nicht gebauten neuen Dach ("Welle") am Hauptbahnhof, ohne Walsumbahn, und noch immer viel Stau auf den Autobahnen...

Freundliche Grüße
Tobias

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !

Warum regt ihr euch auf?

geschrieben von: westerwald/lahn/taunus-tf

Datum: 15.02.20 01:01

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Abend,

was die verkürzte Betrachtung von Strizie uns da aufzeigt, ist wohl mit ein Teil des Problems: die Wahrnehmung des Ganzen in der breiteren Öffentlichkeit. Die sieht dann ungefähr so aus, dass Duisburg eh nur ein Problemviertel voller Sozialfälle ist (ein überaus deutliches "Nein!"), dass Stahl "oldschool" und nicht mehr zeitgemäß ist (ein klares "keine Ahnung!") und Eisenbahn, vor allem Güterzüge ja nur Lärm macht (Ja nee, is klar!). Dieses Gemengelage erlaubt dann, dass wildgewordene Konzernlenker aus größenwahnsinnigen Träumen vom globalen Technologiekonzern die eigenen Wurzeln verächtlich mit Füßen treten, und die Politik ahnungslos falsche Schwerpunkte setzt.

Das führt dann tatsächlich dazu, dass das Potenzial des größten Stahlstandortes Europas nutzlos übersehen wird, statt das offensiv zu nutzen - Marketing im Sinne von "Smart Steel City" oder ähnlich schnuckeligen Anglizismen ist schon längst überfällig. Vielleicht kann die Stadt dann wieder ein paar mehr ihrer Einwohner direkt ernähren, wenn sie sich mal offensiv zu ihrer stolzen Geschichte mit dem Werkstoff bekennt, ohne den auch bei der Eisenbahn nichts laufen würde. Denken wir nur mal an Schienen ohne Stahl - nun, das funktioniert so gut wie Bratkartoffeln ohne Kartoffeln.

Und sollte die Entwicklung des Duisburger Südens zur Schlafstadt für in Düsseldorf arbeitende Menschen weitergehen, dann müssen wir uns doch mal fragen, warum das so ist. Weil man in der Landeshauptstadt vor lauter "cooler" neuer Wirtschaftszweige, also weg von der bäh-pfui-alten Schwerindustrie, hin zur Online- und Finance-Economy, glatt übersehen hat, dass die Kosten für Wohnungen zwischenzeitlich in einer Höhe angekommen sind, dass sich viel zu viele Mitarbeitende aus allen Branchen diese nicht mehr leisten können. Die südlichen/südwestlichen Vororte bis nach Köln hinab stecken mit in diesem Strudel, also ist es doch logisch dass die für ihr Geld arbeitende Bevölkerung nach Norden und Nordosten ausweicht. Wer nicht in Duisburg gelandet ist, pendelt oft nach Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, ...

Auch hier hat die NRW-Landespolitik viel zu lange viel zu seelig geschlafen. Nicht nur, dass die Wirtschaftspolitik keine Steuerungswirkung nirgendwo hat, auch ist für die Bewegung der Pendlermassen mehr nötig, als im Landtag über die Staus auf den Autobahnen zu diskutieren (gestern) und ansonsten wild gewordene "besorgte" Anwohner bis zum Erbrechen gegen überfällige Infrastrukturmaßnahmen "Schiene" klagen zu lassen. Klar, die Zahl der RE zwischen Duisburg und seinen Nachbarstädten hat zwischenzeitlich ein halbwegs brauchbares bis annehmbares Maß gefunden, das war es dann aber auch - das Land NRW hat keinen Plan und zu wenig Interesse, was aus den S-Bahnen noch zu entwickeln wäre, von einer sinnvollen Begleitung, Unterstützung und Weiterentwicklung der städtischen Nahverkehre mal ganz zu schweigen. Kaum auf die Bahnanschlüsse abgestimmte Buslinien im Halbstundentakt sind ja auch super...

Wirtschaftspolitik mäßig, Verkehrspolitk bescheiden - die Zu(g)kunft könnte schöner sein. Duisburg 2030? Wahrscheinlich mit irgendwelchen Provisorien statt dem noch längst nicht gebauten neuen Dach ("Welle") am Hauptbahnhof, ohne Walsumbahn, und noch immer viel Stau auf den Autobahnen...

Freundliche Grüße
Tobias
Warum regt ihr euch auf? Natürlich ist es einfach auf die Politik zu schimpfen und ihr macht es euch leicht. Aber es ist die Entwicklung von uns allen, die dazu führt das solche Werke geschlossen werden. Geiz ist geil.

Ihr kauft Produkte die in China hergestellt werden. Billig muss alles sein. Wer kauft denn noch fair produzierte Produkte wie miele, Bang&Olufsen, usw? Also wandert die Industrie Stück für Stück ab. Am Ende folgen die großen Betriebe.