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Zitat
Nur: Was hat Alstom bislang an diesen Kunden verkaufen können?
Wenn du konkret an die DB Fernverkehr AG denkst, tatsächlich wohl nichts. Wenn es aber um den DB Konzern geht, zähle alleine Rund 290 Fahrzeuge diverser Lint-Typen und zusätzlich rund 200 Alstom Continental in verschiedenen Ausführungen. Somit ist der Alstom-Konzern der DB AG kein unbekannter.

Gruß Sebastian
Genau.
7 Mrd., egal ob € oder $, sind zudem eine ordentliche Summe die mE an anderer Stelle fehlen wird.

Und auch inhaltlich ergänzt es sich mE schlechter als Alstom/Siemens es getan hätten.
Moin Peter,

neben der Straßenbahn-Produktion hat Bautzen zwischenzeitlich auch die Endfertigung und Inbetriebnahme der Talent-Reihe übernommen. Wie sinnvoll es ist, das 50 km vom Fahrdraht entfernt zu machen, ist/war Entscheidung von Bombardier...

Beste Grüße aus Leipzig
Martin


"Schaut zu den Sternen und nicht hinab auf Eure Füße. Seid neugierig, und wie schwer auch immer das Leben scheinen mag, so gibt es doch immer etwas, das ihr tun und worin ihr erfolgreich sein könnt. Es kommt darauf an, nicht aufzugeben." (Stephen Hawking)

Re: Re:null Signalgeschäft???

geschrieben von: tbk

Datum: 14.02.20 10:41

NBStrecke schrieb:
Sonderkorrespondent schrieb:
Könnte auch noch interessant werden, zu sehen, ob Alstom das Ebilock-Zeug weiterführt/weiterentwickelt oder ganz auf seine Bestandsprodukte setzt (keine Ahnung, was das eine und was das andere taugt).
Laut dem EU Bericht sind Siemens und Alstom in dem Bereich die Marktführer, von daher glaub ich nicht, dass Alstom irgendein Interesse an der kleineren Sparte von Bombardier hätte. Aber warten wir es mal ab.

Möglicherweise könnte das eine fusions-auflage werden: die abspaltung der signaltechnik, damit noch ein dritter (Stadler?) etwas eigenes hat. Verringert die gefahr von preistreiberei für diese komponenten.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Dirk Möller schrieb:
Hallo,

grundsätzlich auch wieder richtig. Nur: Was hat Alstom bislang an diesen Kunden verkaufen können?
Also müsste Alstom sich in der Hoffnung auf künftige Geschäfte den Klotz aus der Vergangenheit ans Bein binden. Wie schon gesagt, abwarten.

Gruß
Dirk Möller
Hallo,

man darf das nicht retrospektiv sehen. Alstom würde Bombardier nicht kaufen, um einen Konkurrenten loszuwerden (da wartet man übertrieben gesagt einfach auf die Pleite), sondern auch, um die Kunden und somit Umsatz und Gewinn mit zu übernehmen. Die TRAXX-Lokfamilie und Doppelstockwagen sind im Produktportfolio von BT sehr wichtige, im Markt stark verankerte Modellreihen, von denen sich sicherlich auch Alstom noch einiges verspricht. Bei beiden ist DB AG der Ankerkunde. Alstom wird es sich nicht mit der DB AG verscherzen wollen. Auf der anderen Seite wird auch die DB schauen müssen, wie sie sich zukünftig auf einem noch stärker konzentrierten Fahrzeugmarkt positioniert. Die Versuche mit polnischen und außereuropäischen Herstellern sind bisher eher überschaubar (beispielsweise Hybrid-Loks) oder grandios in die Hose gegangen (Stichwort PESA Link).

Gruß
westring
Strizie schrieb:
Mal schauen wie es mit den Standorten weitergeht. Henningsdorf, Görlitz, Bautzen, Kassel. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man Henningsdorf zugunsten von Salzgitter dicht macht. Bautzen ist auch so eine Sache. Da werden doch nur Straßenbahnen produziert oder? Görlitz dürfte wegen der Doppelstockzüge wohl noch am lukrativsten sein. Die waren ja früher auch mal sehr zuverlässig.
Kassel wird denke ich auch bleiben. Aber das ist natürlich reine Spekulation. Trotzdem glaube ich nicht das alle Bombadierstandorte erhalten bleiben. Die Alternative wäre natürlich ein neuer Investor aber das dürfte sofort die Chinesen auf den Plan rufen. Das würde Alstom sicher nicht wollen.
Wieso sollte Alstom Standorte dichtmachen. Bei den Lieferverzögerungen von Bombardier werden die für die nächsten 3 Jahre jede Kapazität brauchen.

Ansonsten ist einem bei einem französischen Eigner erheblich wohler als bei einem nordamerikanischen. Dass amerikanische Standards der Betriebswirtschaft ein Unternehmen an den Rande des Ruins bringen können, hat ja Bombardier hinlänglich bewiesen...

Re: Alstom kauft Bombardier Transportation für 7 Mrd Euro

geschrieben von: tbk

Datum: 14.02.20 14:17

Sebastian Berlin schrieb:
Wenn du konkret an die DB Fernverkehr AG denkst, tatsächlich wohl nichts. Wenn es aber um den DB Konzern geht, zähle alleine Rund 290 Fahrzeuge diverser Lint-Typen und zusätzlich rund 200 Alstom Continental in verschiedenen Ausführungen. Somit ist der Alstom-Konzern der DB AG kein unbekannter.

Die Fernverkehr AG betreibt allerdings einiges material aus Salzgitter, aus der zeit, bevor der laden von Alstom übernommen wurde (und bevor die Deutsche Bahn AG gegründet wurde), in den klassischen Intercityzügen.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Alstom kauft Bombardier Transportation für 7 Mrd Euro

geschrieben von: Thrax

Datum: 14.02.20 16:34

Dirk Möller schrieb:
Thrax schrieb:
TGV4402 schrieb:
Prima, dann kann Alstom als erste Amtshandlung den IC2 zurücknehmen.

Gruß

Thrax
Hallo,

der erste Beitrag nach dem TO, und schon kennt einer den Inhalt der Verträge ...
[x] Du gehst zum Lachen in den Keller.

Das war ein Scherz. Natürlich wird Alstom das nicht machen können/wollen...

Gruß

Thrax
tbk schrieb:
Warum soll das so glatt gehen, wenn es bei Alstom-Siemens riesige bedenken gab?
Ich bin gespannt, welche wettbewerbsrechtlichen auflagen es gibt. Beispielsweise dass unternehmensbereiche an dritte abgetreten werden müssen.
Sowohl Alstom als auch Bombardier haben in der vergangenheit schon sehr viele unternehmen zusammengekauft, das wird dann ein ganz schön unübersichtliches konglomerat ....
Siemens und Alstom sind marktführend bei HGV-Zügen was von den Kartellbehörde der Kritikpunkt war. Bei Bombardier fehlt diese Marktbedeutung.

Re: Re:null Signalgeschäft???

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 14.02.20 21:47

tbk:
Möglicherweise könnte das eine fusions-auflage werden: die abspaltung der signaltechnik, damit noch ein dritter (Stadler?) etwas eigenes hat.
Naja, dritter: Da gibt es mindestens auch noch Thales, Ansaldo (bzw. jetzt Hitachi) und AŽD. Welchen Marktanteil hat Bombardier bei Stellwerkstechnik in Europa eigentlich, ist das für die Wettbewerbssituation überhaupt relevant?
In Deutschland hätte man zumindest beim Thema S-Bahn ein komplettes Monopol.

Das werden Stadler und Siemens so sicherlich nicht hinnehmen.

Des weiteren gibt es unglaubliche Portfolio-Überschneidungen:

Allen voran bei Hamster und Grinsekatze.

Es wird ein Hauen und Stechen geben zwischen Salzgitter und Hennigsdorf...

Traurig für all die fleißigen Mitarbeiter und die beiden traditionsreichen Standorte : (

die Grinsekatze : )

Re: Alstom kauft Bombardier Transportation für 7 Mrd Euro

geschrieben von: Pio

Datum: 15.02.20 14:26

Na, ja die letzte (=Strom) S-Bahnausschreibung haben Stadler/Siemens eingefahren.
Die letzte große U-Bahnausschreibung hat Stadler eingefahren, ist aber auf Grund einer Klage des gerade beschriebenen Konzerns noch in der Wartephase.
Aus effektivitäts-/Lager-/Instandhaltungsgründen währe es hier aber sehr Sinnvoll, sich hier an das S-Bahnkonzept in der Ausrüstung zu halten.
Das wird für Hersteller/Unterhalter/Betreiber wegen der Großserien dann auch günstiger. Daher nehme ich an, das die Firma Siemens auch dort Nutznießer des
Stadlerauftrages sein wird.
Und die nächst große S-Bahnausschreibung läuft ja z.Z. unter merkwürdigen Wahlrechten.
Auch hier gilt eigentlich das für die U-Bahn gesagte. Wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, das dort dann viele Juristen und Verwaltungsangestellte
sehr viel kostbares Geld verbrauchen werden, welches dadurch nicht dem ÖPSNV Nutzer zu gute kommt.
Herstellung/Eigentumsverhältnisse/Unterhaltung/Wartung/Instandhaltung/Erhaltung/Betreiber in unsagbar vielen Konstellationen sind da möglich. Das wird sehr, sehr viel Klärungsbedarf zwischen all diesen erzeugen. Ob das gut für den Fahrgast sein wird, ich habe da meine Zweifel.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Bericht in der schweizer Handelszeitung

geschrieben von: Seku

Datum: 17.02.20 14:37

Hallo, das habe ich soeben entdeckt

[www.handelszeitung.ch]

Grüßle

Günther
[www.n-tv.de]
Zitat:
Der Deal steht: Alstom kauft die Zugsparte von Bombardier für bis zu 6,2 Milliarden Euro. Bombardier verkauft damit seinen wertvollsten Geschäftsteil an den französischen Konkurrenten. Alstom kündigte an, den Kaufpreis in bar und in Aktien zu begleichen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.20 19:40.

Bombardier Transportation begann in Wien

geschrieben von: tbk

Datum: 17.02.20 20:25

Die geschichte der Bombardier Transportation begann 1970 mit der übernahme der Lohnerwerke in Wien. Damals mit einem weit gestreuten portfolio: Zweiräder, straßenbahnen, in lizenz gefertigte Skidoo-schneemobile (konstruktion Bombardier). Das unternehmen wurde dann als Bombardier-Rotax weitergeführt und baut heute noch straßenbahnen (Flexity Wien).
2010 hat Andreas Lohner, nachfahre der unternehmerfamilie, das unternehmen als zweirad-hersteller neu gegründet. [www.lohner.at]

Es folgte 1973 der aufbau einer schienenfahrzeugproduktion in Kanada (typ M-73 für die Métro Montréal), dann etliche übernahmen:
1975 Alco/MLW (1985 wurde aber der bau von dieselloks für den nordamerikanischen markt aufgegeben)
1986 BN (Belgien)
1987 Budd und Pullman-Standard (Budd gibt es weiterhin als autoteile-zulieferer)
1989 ANF (Frankreich)
1995 Talbot (Aachen)
und dann die großen deutschen brocken
1998 DWA
2001 Adtranz

Es wurden aber auch bereits einige werke geschlossen, und weitere werksschließungen drohen mit dem nächsten großen zusammenschluss.


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VT605 schrieb:
[www.n-tv.de]
Zitat:
Der Deal steht: Alstom kauft die Zugsparte von Bombardier für bis zu 6,2 Milliarden Euro. Bombardier verkauft damit seinen wertvollsten Geschäftsteil an den französischen Konkurrenten. Alstom kündigte an, den Kaufpreis in bar und in Aktien zu begleichen.
Der Deal steht keineswegs, erst einmal müssen die Wettbewerbsbehörden zustimmen.

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