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Die Skurrillitäten des Berliner Flughafenbaus treiben nebenbei auch zu interessanten Stilblüten bei der Bahn, wie Journalisten am Rande eines heutigen Pressetermins im künftigen Flughafenbahnhof erfahren haben.

Der Bahnhof mit seinen fertigen Bahnhofsschildern "Flughafen Berlin Brandenburg (Willy Brandt)" wird noch vor Inbetriebnahme das erste Mal umbenannt :-D

Da - entgegen der ursprünglichen Planung - der bisherige Flughafen Schönefeld unter dem Begriff "Terminal 5" als Teil des BER in Betrieb bleiben wird, wird der Bahnhof Schönefeld umbenannt in "BER Terminal 5", während der neue Bahnhof "BER Terminal 1-2" heißen wird.

Ist das der erste Bahnhof, der in seinem Namen eine Abkürzung trägt? Und: ist das der erste Bahnhof, der schon vor seiner Eröffnung das erste Mal umbenannt wird?

(Nicht falsch verstehen: ich halte die Umbenennung bzw. Ergänzung angesichts der Änderungen im Flughafenbereich für äußerst sinnvoll!)

Außerdem interessant, aus dem Artikel von Peter Neumann (Berliner Zeitung):
Zitat
Der Flughafenbahnhof ist ebenfalls nie ganz leer. Weil die Brandschutzanlage lange Zeit nicht mit der Technik im BER harmonierte, engagierte die Bahn Sicherheitsmitarbeiter. Bis heute ist die Station rund um die Uhr mit Brandwachen besetzt
[www.berliner-zeitung.de]

Auch skurril: an den meisten Bahnhöfen vermissen Fahrgäste Personal - an diesem Bahnhof gibt es seit acht Jahren zwar Personal, aber keine Fahrgäste...!

Auch interessant, weil neu:
Zitat
Berechnet für bis zu 125.000 Fahrgäste pro Tag, hat der Flughafenbahnhof eine Jahreskapazität von mehr als 45 Millionen. „Das dürfte erstmal reichen“, meint Kaczmarek. Wenn nicht, könne die Anlage immer noch „ertüchtigt“ werden – zum Beispiel mit zusätzlichen Signalen, die es erlauben, dass Bahnsteiggleise von zwei Zügen genutzt werden. Denkbar wäre es auch, ein paar Kilometer östlich die Gleisverbindung in Richtung Berlin anders zu gestalten, damit mehr Züge verkehren können. Heute ist sie ebenerdig, was bedeutet, dass das Streckengleis in Richtung Königs Wusterhausen gekreuzt werden muss - was zuweilen Warten erfordert. Eine Überführung ("Überwerfungsbauwerk") würde das vermeiden und die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts spürbar erhöhen.
Im Tagesspiegel klingt das noch definitiver:
Zitat
Dennoch macht sich die Bahn schon Gedanken um eine Kapazitätserweiterung. So werden bald zusätzliche Signale eingebaut, damit zwei Regionalzüge gleichzeitig auf den 400 Meter langen Bahnsteiggleisen halten können, aus verschiedenen Richtungen kommend. [...] Langfristig könnte die Einfädelung der Ostanbindung in die Görlitzer Bahn ausgebaut werden, sagte der Bahnchef. Derzeit müssen die Züge vom BER das Gegengleis kreuzen, das senkt die Durchlassfähigkeit enorm. Fachleute hatten das Nadelöhr von Beginn an kritisiert. Eine Brücke über die Gleise würde Millionen kosten. Letztlich sei nicht der Flughafen der Engpass, sondern die innerstädtischen Gleise.

Stadtbahn und Nord-Süd-Tunnel seien ausgelastet. Langfristig werden Regionalzüge auch über den dann elektrifizierten Südring fahren, sagte Kaczmarek. Am Südkreuz könnte dann ein Regionalbahnhof neben der Halle der S-Bahn gebaut werden.
[www.tagesspiegel.de]

Die vollständigen Artikel gibt es unter
[www.berliner-zeitung.de]
[www.tagesspiegel.de]
Bei der Morgenpost gibt's keine weiteren Inhalte, aber ein kurzes Video aus dem Bahnhof: [www.morgenpost.de]

Die Pressemitteilung der DB ist dagegen ohne echte News:
[www.deutschebahn.com]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 20:01.
La-Stelle schrieb:
Außerdem interessant, aus dem Artikel von Peter Neumann (Berliner Zeitung):
Zitat
Der Flughafenbahnhof ist ebenfalls nie ganz leer. Weil die Brandschutzanlage lange Zeit nicht mit der Technik im BER harmonierte, engagierte die Bahn Sicherheitsmitarbeiter. Bis heute ist die Station rund um die Uhr mit Brandwachen besetzt
Auch skurril: an den meisten Bahnhöfen vermissen Fahrgäste Personal - an diesem Bahnhof gibt es seit acht Jahren zwar Personal, aber keine Fahrgäste...!
Skurril ist daran eigentlich nichts. Nennt sich Mensch-Maschine-Schnittstelle und ist eine gängige Rückfallebene wenn Brandschutzanlagen zum Beispiel wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet werden müssen oder wie in Falle des BER noch nicht abgenommen wurden. Dann werden mit Funkgeräte ausgerüstete Brandwachen eingesetzt, die die Verbindung zur Brandmeldezentrale oder der örtlichen Einsatzleitung herstellen bis die Brandmeldeanlage wieder in Betrieb geht. Man darf nicht vergessen, dass die Bahn ihre Anlagen damals fristgerecht fertiggestellt hat. Und ein funktionierendes Bauwerk muss betrieben werden, auch wenn die Brandschutzanlagen noch außer Betrieb sind.

Viele Grüße
Florian Schulz

La-Stelle schrieb:
Ist das der erste Bahnhof, der in seinem Namen eine Abkürzung trägt? Und: ist das der erste Bahnhof, der schon vor seiner Eröffnung das erste Mal umbenannt wird?
Ersteres natürlich nein. Es gibt Dutzende Bahnhöfe, die in ihrem Namen ein "Hbf" tragen, was die Abkürzung von Hauptbahnhof ist. (Im offiziellen Namen steht in aller Regel, außer in Berlin eben nur Hbf). "b" (vulgo "bei") oder "Kr" (Kreis) sind auch ganz gängig. Ansonsten fällt mir auf die Schnelle noch Magdeburg SKET Industriepark ein.

Zweiteres: eröffnet wurde der Bahnhof 2011. Das Bahnhöfe in den ersten neun Jahren ihres Bestehens mal umbenannt wurden, wird schon mal vorgekommen sein. Genauso auch, dass es Umbenennung während des Planungs- und Bauprozesses gab. Man muss gar nicht weit laufen: von Berlin Hauptbahnhof war lange auch nicht die Rede.

OK, ich präzisiere meine Fragen

geschrieben von: La-Stelle

Datum: 11.02.20 22:11

Global Fish schrieb:
La-Stelle schrieb:
Ist das der erste Bahnhof, der in seinem Namen eine Abkürzung trägt? Und: ist das der erste Bahnhof, der schon vor seiner Eröffnung das erste Mal umbenannt wird?
Ersteres natürlich nein. Es gibt Dutzende Bahnhöfe, die in ihrem Namen ein "Hbf" tragen, was die Abkürzung von Hauptbahnhof ist. (Im offiziellen Namen steht in aller Regel, außer in Berlin eben nur Hbf). "b" (vulgo "bei") oder "Kr" (Kreis) sind auch ganz gängig. Ansonsten fällt mir auf die Schnelle noch Magdeburg SKET Industriepark ein.

Zweiteres: eröffnet wurde der Bahnhof 2011. Das Bahnhöfe in den ersten neun Jahren ihres Bestehens mal umbenannt wurden, wird schon mal vorgekommen sein. Genauso auch, dass es Umbenennung während des Planungs- und Bauprozesses gab. Man muss gar nicht weit laufen: von Berlin Hauptbahnhof war lange auch nicht die Rede.
Pardon, ich meinte (und vergaß leider, es so hinzuschreiben):
"Ist das der erste Bahnhof, der in seinem Namen eine Abkürzung trägt, die nicht allgemeingültig ist und daher z.B. nicht im Duden erläutert ist?"

... worauf Du das schöne Beispiel "Magdeburg SKET Industriepark" bringst, welches mir nicht geläufig war.

Hmm, bezüglich der "Eröffnung" können wir uns jetzt streiten: nach meinem Verständnis wurde der Bahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" 2011 NICHT eröffnet, sondern nur fertiggestellt.

Aber auch hier bringst Du mit "Berlin Hbf" ein gutes Gegenbeispiel bezüglich Umbenennung vor der Eröffnung (auch wenn in diesem Fall noch keine Schilder hingen...)
Moin,
ein Beispiel fällt mir da ein:
DS100 LSEL (für Leipzig-Seelenbinderstraße), noch vor Streckeneröffnung wurden Haltepunkt und gleichnamige Überleitstelle umgetauft in Leipzig-Olbrichtstraße, allein das Kürzel LSEL blieb.
1418

Re: OK, ich präzisiere meine Fragen

geschrieben von: Global Fish

Datum: 11.02.20 23:16

La-Stelle schrieb:
Pardon, ich meinte (und vergaß leider, es so hinzuschreiben):
"Ist das der erste Bahnhof, der in seinem Namen eine Abkürzung trägt, die nicht allgemeingültig ist und daher z.B. nicht im Duden erläutert ist?"

... worauf Du das schöne Beispiel "Magdeburg SKET Industriepark" bringst, welches mir nicht geläufig war.

Hmm, bezüglich der "Eröffnung" können wir uns jetzt streiten: nach meinem Verständnis wurde der Bahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" 2011 NICHT eröffnet, sondern nur fertiggestellt.

Aber auch hier bringst Du mit "Berlin Hbf" ein gutes Gegenbeispiel bezüglich Umbenennung vor der Eröffnung (auch wenn in diesem Fall noch keine Schilder hingen...)
Na, was ist das Wesen an einer Eröffnung? Das Züge fahren lassen (war schon) oder das Sekt trinken? Ok, einigen wir uns auf letzteres. ;) Dann hast Du natürlich recht.

SKET steht für Schwermaschinenkombinat Ernst Thälmann. So heißt der Laden nicht mehr. aber die Abkürzung haben sie behalten.
Was mir ansonsten noch einfällt ist: Den Haag Lan van NOI (das dürfte auch nicht im niederländischen Dudenäqiuvalent stehen).
Oder Leipzig MDR.
La-Stelle schrieb:

Außerdem interessant, aus dem Artikel von Peter Neumann (Berliner Zeitung):
Zitat
Der Flughafenbahnhof ist ebenfalls nie ganz leer. Weil die Brandschutzanlage lange Zeit nicht mit der Technik im BER harmonierte, engagierte die Bahn Sicherheitsmitarbeiter. Bis heute ist die Station rund um die Uhr mit Brandwachen besetzt
Und in einem so großen Bahnhof kommt man auch nicht mit einer Brandwache aus. Da sitzt auf jedem Bahnsteig ein in dicke Decken eingewickelter Mitarbeiter auf einem Campingstuhl. Aber Brandwachen gibt es ja auch (immer noch) im Berliner Nord-Süd S-Bahn Tunnel.

Auch interessant, weil neu:
Zitat
Berechnet für bis zu 125.000 Fahrgäste pro Tag, hat der Flughafenbahnhof eine Jahreskapazität von mehr als 45 Millionen. „Das dürfte erstmal reichen“, meint Kaczmarek. Wenn nicht, könne die Anlage immer noch „ertüchtigt“ werden – zum Beispiel mit zusätzlichen Signalen, die es erlauben, dass Bahnsteiggleise von zwei Zügen genutzt werden. Denkbar wäre es auch, ein paar Kilometer östlich die Gleisverbindung in Richtung Berlin anders zu gestalten, damit mehr Züge verkehren können. Heute ist sie ebenerdig, was bedeutet, dass das Streckengleis in Richtung Königs Wusterhausen gekreuzt werden muss - was zuweilen Warten erfordert. Eine Überführung ("Überwerfungsbauwerk") würde das vermeiden und die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts spürbar erhöhen.
Im Tagesspiegel klingt das noch definitiver:
Zitat
Dennoch macht sich die Bahn schon Gedanken um eine Kapazitätserweiterung. So werden bald zusätzliche Signale eingebaut, damit zwei Regionalzüge gleichzeitig auf den 400 Meter langen Bahnsteiggleisen halten können, aus verschiedenen Richtungen kommend. [...] Langfristig könnte die Einfädelung der Ostanbindung in die Görlitzer Bahn ausgebaut werden, sagte der Bahnchef. Derzeit müssen die Züge vom BER das Gegengleis kreuzen, das senkt die Durchlassfähigkeit enorm. Fachleute hatten das Nadelöhr von Beginn an kritisiert. Eine Brücke über die Gleise würde Millionen kosten. Letztlich sei nicht der Flughafen der Engpass, sondern die innerstädtischen Gleise.

Stadtbahn und Nord-Süd-Tunnel seien ausgelastet. Langfristig werden Regionalzüge auch über den dann elektrifizierten Südring fahren, sagte Kaczmarek. Am Südkreuz könnte dann ein Regionalbahnhof neben der Halle der S-Bahn gebaut werden.
[www.tagesspiegel.de]
Die vom Konzernbevollmächtigten als Zukunftsthematik dargestellten Zugdeckungssignale habe ich vor 4 Wochen bei einer Begehung im Tunnel schon gesichtet. Sie befinden sich an den beiden inneren Fernbahngleisen und müssten schon in Betrieb sein.

Abkürzung in Berlin

geschrieben von: TBM

Datum: 12.02.20 00:50

La-Stelle schrieb:
Pardon, ich meinte (und vergaß leider, es so hinzuschreiben):
"Ist das der erste Bahnhof, der in seinem Namen eine Abkürzung trägt, die nicht allgemeingültig ist und daher z.B. nicht im Duden erläutert ist?"
Bleiben wir doch einfach mal in Berlin:
Messe Nord/ICC,
wurde übrigens auch schon umbenannt und hieß früher Witzleben.

TBM

Re: OK, ich präzisiere meine Fragen

geschrieben von: dvis

Datum: 12.02.20 01:10


Was mir ansonsten noch einfällt ist: Den Haag Lan van NOI (das dürfte auch nicht im niederländischen Dudenäqiuvalent stehen).
Bei uns in Nl gibt es an sich kleine offizielle Duden, das etwa vergleichbare Äq. ist eine noral Worterbuch- van Dalen, das glaub ich schon einige Jahre überhaupt nicht mehr gedruckt wird.
Zur sache laan van NOI: schon viele Kondukteure haben keine Ahnung mehr was es eigentlich beduetet und rufen-wenn die das überhaupt machen- das gleiche aus: laan van NOI. (hier in Thailand bezeichnet noi=klein, aber das ist schon wieder ganz was anderes). Es heisst, genau wie die Strasse da runter; Laan van NIEUW OOST INdië - aus den damaligen Kolonialzeit. Indië wird sehr oft in Indonesien umgewandelt. oder India. oder Laan van EN OH IE. Bei alteingefleischte nennt es immer nur ´de Laan´.
In sachen HBF: frueher hatten wir dafuer CS=Centraal Station, aber schon einige J her sind die alle in nur Centraal umbenannt. Und 2 Mittelgrosse klein/grossstaedte (Eindhoven, Amersfoort) haben sogar ettliche 10.000 er an NS bezahlt um dann auch Ihre stolzige Stadt mit einer so benannter BHF zu versehen.
Dann gibt es noch AMs RAI:=eine Expo /Messe halle und überaus bekannt. Kaum jemand weiss mehr was dies dann bedeutet: Rijwiel en Automobiel Industiie, wobei rijwiel dann ein etwas offizielleres wort zu fiets=Fahrrad ist. denn die hatten je in den 30 er J schon dort eine Ausstellungszelt aufgestellt zur IFA-NL stil.

Randthema: Wann ist ein Bahnhof eröffnet?

geschrieben von: La-Stelle

Datum: 12.02.20 06:20

Global Fish schrieb:
La-Stelle schrieb:
Hmm, bezüglich der "Eröffnung" können wir uns jetzt streiten: nach meinem Verständnis wurde der Bahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" 2011 NICHT eröffnet, sondern nur fertiggestellt.
Na, was ist das Wesen an einer Eröffnung? Das Züge fahren lassen (war schon) oder das Sekt trinken? Ok, einigen wir uns auf letzteres. ;) Dann hast Du natürlich recht.
Für mich ist ein Bahnhof erst eröffnet, wenn Fahrgäste ihn nutzen dürfen - und nicht, wenn Züge fahren. In diesem Sinne wurde der Bahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" nach meinem Verständnis bis heute nicht eröffnet.

... und natürlich meine ich mit Fahrgästen jedermann/ -frau und nicht ausgewählte Journalisten und evt. Verbändevertreter*innen, die gestern mit zu diesem Bahnhof fahren durften!
La-Stelle schrieb:Zitat:
Ist das der erste Bahnhof, der in seinem Namen eine Abkürzung trägt?
Es gibt sogar mindestens eine Stadt, die eine Abkürzung im amtlichen Namen trägt, St. Pölten - und ihr Hauptbahnhof entsprechend auch. :) Aber wahrscheinlich gilt das für viele dem Namen nach heilige Städte.

Zitat
Und: ist das der erste Bahnhof, der schon vor seiner Eröffnung das erste Mal umbenannt wird?
Gab es nicht irgendeinen nach dem Eisenbahnerstreik stillgelegten S-Bahnhof, der während der Stilllegungsphase umbenannt und entsprechend mit dem neuen Namen wiedereröffnet wurde? Ich komme aber gerade nicht drauf, welcher...

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Randthema: Wann ist ein Bahnhof eröffnet?

geschrieben von: Global Fish

Datum: 12.02.20 08:57

La-Stelle schrieb:
Global Fish schrieb:
La-Stelle schrieb:
Hmm, bezüglich der "Eröffnung" können wir uns jetzt streiten: nach meinem Verständnis wurde der Bahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" 2011 NICHT eröffnet, sondern nur fertiggestellt.
Na, was ist das Wesen an einer Eröffnung? Das Züge fahren lassen (war schon) oder das Sekt trinken? Ok, einigen wir uns auf letzteres. ;) Dann hast Du natürlich recht.
Für mich ist ein Bahnhof erst eröffnet, wenn Fahrgäste ihn nutzen dürfen - und nicht, wenn Züge fahren. In diesem Sinne wurde der Bahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" nach meinem Verständnis bis heute nicht eröffnet.
Danach wären viele, auch große, Bahnhöfe bis heute nicht existent, weil sie nie Personenverkehr hatten.

Ansonsten, danke an dvis für die Erklärung für NOI!
Und TBM, klar, ICC liegt auch nahe.

Umbenennung vor Eröffnung: dürfte auch Stromstraße betreffen, 1898 dann als Putlitzbrücke eröffnet, heute Westhafen.
Wirds sicherlich öfter gegeben haben, fällt ja nicht so auf, wenn ein Name nur im Projekt stand.

Legendär dürfte auch die Umbenennung des U.-Bahnhof Walter-Ulbricht-Stadion 16 Jahre vor Wiedereröffnung gewesen sein.

Ludwigshafen BASF

geschrieben von: Armchair traveller

Datum: 12.02.20 08:58

Zitat
Für mich ist ein Bahnhof erst eröffnet, wenn Fahrgäste ihn nutzen dürfen - und nicht, wenn Züge fahren. In diesem Sinne wurde der Bahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" nach meinem Verständnis bis heute nicht eröffnet.... und natürlich meine ich mit Fahrgästen jedermann/ -frau und nicht ausgewählte Journalisten und evt. Verbändevertreter*innen, die gestern mit zu diesem Bahnhof fahren durften!
Moin!
Demnach wäre Ludwigshafen BASF (übrigens auch eine Abkürzung) ja nie eröffnet worden, da nicht für jedermann / -frau zugänglich :-)
Gute Reise!
AT



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 08:59.
La-Stelle schrieb:
Die vollständigen Artikel gibt es unter
[www.berliner-zeitung.de]
Danke nochmal für den Bericht und die Links. Kleine Korrektur zum Zeitungsartikel aus der Berliner:

"Der Bahnhof am jetzigen Flughafen Schönefeld bleibt erhalten (allerdings werden bis 2025 keine Regionalzüge mehr halten). Diese Station heißt ab Herbst 2020 Flughafen BER Terminal 5. "

Nicht ganz. Von 2022 (Start des Netzes Elbe-Spree) werden dort Regionalzüge halte, die RB 24 Nord aus Eberswalde und RB 32 Nord aus Oranienburg. Das aber wiederum nur bis ca. 2025, jedenfalls bis zur Inbetriebnahme der Dresdener Bahn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 11:09.
Streckenstillleger schrieb:
Mexicoplatz in Berlin ?
Der wurde später (1987) umbenannt, die Wiedereröffnung war 1985).

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
...für die vielen Menschen, die heute schon dort arbeiten?

Weil es sich nicht lohnt ...

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 12.02.20 14:26

... für die paar Menschen die dort arbeiten.

schönen Gruß vom Frank
Müssen nicht ohnehin Leerfahrten durchgeführt werden?
Werden die teurer, wenn Fahrgäste mitfahren?

... für die paar Menschen die dort arbeiten.
Noch ein Grund warum das alles soviel länger dauert...

Re: Randthema: Wann ist ein Bahnhof eröffnet?

geschrieben von: THU

Datum: 12.02.20 15:35

Global Fish schrieb:
Danach wären viele, auch große, Bahnhöfe bis heute nicht existent, weil sie nie Personenverkehr hatten.
Dass das nicht für Güter-, Betriebs- und sonstige Bahnhöfe gilt, ist auch klar...

Ich bin auch der Meinung, dass ein Bahnhof erst dann eröffnet ist, wenn er so genutzt wird, wie es seiner Funktionalität nach vorgesehen ist. Ein Personenbahnhof eben erst dann, wenn Fahrgäste ihn sinnvoll nutzen können. Ein neugebauter Bahnsteig an einer Bestandsstrecke ist ja auch nicht gleich eröffnet, nur weil die Bauarbeiten beendet sind.
InterRailer26+ schrieb:
Müssen nicht ohnehin Leerfahrten durchgeführt werden?
Werden die teurer, wenn Fahrgäste mitfahren?

Das sind m.W. Leerfahrten des Fernverkehr und vereinzelt der S-Bahn. Außerdem, wie oft willst du da fahren bei unterschiedlichen Arbeitszeiten der einzelnen Gewerke? Außerdem bräuchte man wieder eine temporäre weitere Sicherheitsschleuse, damit sich da keine Fuzzys und böse Menschen unters Arbeitervolk mischen.


InterRailer26+ schrieb:
... für die paar Menschen die dort arbeiten.
Noch ein Grund warum das alles soviel länger dauert...

Das glaube ich weniger, daß das daran liegt. Offensichtlich hast du noch nie Handwerker auf einer Großbaustelle gesehen. Die rücken da nicht grundlos mit Kastenwagen an ...

schönen Gruß vom Frank

Re: Ludwigshafen BASF

geschrieben von: D.

Datum: 12.02.20 17:01

Armchair traveller schrieb:
Ludwigshafen BASF (übrigens auch eine Abkürzung)
Das fiel mir auch gleich ein, allerdings ist BASF keine Abkuerzung mehr, sondern ein fuer sich stehender Eigenname.

Schmargendorf

geschrieben von: S 75

Datum: 12.02.20 19:07

Hallo
Es war Schmargendorf auf dem S Bahn Ring.
Heißt seit der Wiedereröffnung Heidelberger Platz.

MfG S 75

BASF

geschrieben von: Foesse

Datum: 12.02.20 19:55

D. schrieb:
Armchair traveller schrieb:
Ludwigshafen BASF (übrigens auch eine Abkürzung)
Das fiel mir auch gleich ein, allerdings ist BASF keine Abkuerzung mehr, sondern ein fuer sich stehender Eigenname.
Guten Abend,

also für mich ist das noch immer die gute alte
Badische Anilin- & Soda-Fabrik.

Ich hasse diesen Abkürzungswahn :-)

Grüße
Foesse

Re: Schmargendorf

geschrieben von: Global Fish

Datum: 13.02.20 10:53

S 75 schrieb:
Es war Schmargendorf auf dem S Bahn Ring.
Heißt seit der Wiedereröffnung Heidelberger Platz.

Dito eins weiter. Wilmersdorf -> Bundesplatz sowie
auf der anderen Seite des Ringes Putlitzbrücke -> Westhafen.

(wie schon gesagt: letzterer vor seiner Ersteröffnung noch als "Stromstraße" projektiert).