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Re: Infrastrukturausbau

geschrieben von: rad3m

Datum: 14.02.20 19:03

Staatsbahn schrieb:
GP4Flo schrieb:
Das liegt daran, dass man in den meisten Bahnhöfen, wie z.B. Littenweiler oder Kirchzarten ein Durchgangsgleis 1 hat, auf dem die Züge mit 100 bzw. 90 km/h ein- und ausfahren dürfen. Auf Gleis 2 sind jeweils nur 60 km/h möglich. Daher versucht man möglichst alle Züge über Gleis 1 zu fahren, um nicht unnötig Zeit zu verlieren und den eh schon labilen Fahrplan noch mehr aus dem Ruder laufen zu lassen. Gleis 2 wird somit nur bei Kreuzungen der HVZ Verstärker oder bei Verspätungen genutzt.


Und wieder muss ich meine Pause unterbrechen, aber wieso wird kaum über einen notwendigen Infrastrukturausbau diskutiert? Ohne Ausbau der Infrastruktur bekommt man das nicht in den Griff bzw. hat bei jeder Unregelmäßigkeit einen Dominoeffekt. Mehr Kreuzungsbahnhöfe und eben auch Doppelspurinseln.
Ich behaupte mal in der Schweiz wäre nie so ausgebaut worden, dass hier kein stabiler Betrieb, schon bei kleinsten Unregelmäßigkeiten, möglich ist.
.....
Staatsbahn hat detailliert beschrieben, was man in Deutschland von einer echten S- Bahn erwartet. Was Fremde, die sich zum ersten mal mit diesen Strecken befassen müssen, weil die Verbindungssuche es als Ergebnis bringt, aus diesen S- Nummern herauslesen. Wahrscheinlich kennen sie S- Nummern aus anderen Großstädten, Stuttgart, Frankfurt usw. oder sogar die Erfinder: Berlin. Nur in Berlin war aus anderen Gründen die S-Bahn jahrzehntelang mit negativem Image belastet. Nun könnte eine nicht so große Großstadt diagonal gegenüber dasselbe wieder erreichen, weil man Wunschdenken und Realität nicht in Deckung bekommt. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn es normaler Regionalverkehr wäre. Aber erstens ist es über Donaueschingen nach Ulm Fernverkehr, auch Villingen- Rottweil... und Singen Konstanz ist schon fast Fernverkehr. Zweitens ist Freiburg eine möchtegern- oder schon echte Umwelthauptstadt, die alle Klimarettungs- Grundsätze mit besonders eifrigen Mitbürgern in die Tat umsetzen will, also mehr Pendler auf die Schiene locken will. Drittens sind auch in Freiburg die Mieten so teuer geworden, dass immer mehr ins Umland ausweichen müssen.

Warum hat man im Breisgau keine S- Bahn gebaut, sondern sie nur so genannt? Fehlte die Förderung? Ich meine nicht die normale, in deren Genuss jeder ÖPNV kommt, sondern eine für Zusatzinvestitionen in die Zukunft. Wenn man bezüglich Bahn auf Förderung wartet, kann man lange warten. Immer wird es Autobahn-, Bundesstraßen- oder auch Förderung an Automobilindustrie (Mal wieder Wasserstoffauto oder selbstfahrende?) geben, die viel wichtiger erscheinen. Manchmal muss Lokalpolitik auch ungeförderte Projekte durchziehen. Verglichen mit neuen Stadtteilen sind die fehlenden Kilometer zweites Gleis vielleicht garnicht solche Schockbeträge....

In den Grenzregionen Ulm und Neu-Ulm gibt es vergleichbare Wünsche. Der Nebenstrecken- Verkehr wächst stetig, oft noch auf eingleisigen, nicht elektrifizierten Strecken. Seit Jahrzehnten träumt man von S- Bahnen, und in der morgendlichen Spitzenstunde kommen aus vielen Richtungen jeweils vier Züge nach Ulm, ohne dass man sie in S-Bahn umbenennt. Man ist sich wohl bewusst, was noch fehlt: Das zweite Gleis. Auf bayerischer Seite wird schon geplant, hoffen wir auf baldige Realisierung!
Hier und in anderen Diskussionen zum misslungenen Start der West-Ost-S-Bahn sind viele richtige und wichtige Sachen gesagt worden. Ich bin gespannt, wie man das Konzept in den nächsten Jahren weiterentwickelt (bezüglich Flügelungen/Direktführungen, Nutzung der S-Bahn auch für den innerstädtische Verkehr in Freiburg etc.). Mir stellt sich eine technische Frage, zu der ich in den Forenbeiträgen keine Beiträge gefunden habe (sorry, wenn ich welche übersehen haben sollte...): In den Medien wurde als ein relevanter Grund für die Verspätungsanfälligkeit des Breisgau-S-Bahn-Konzepts das Vereinigen und Trennen der Züge angeführt. Ich kann nachvollziehen, dass das Vereinigen der Züge zusätzliche Verspätung generiert, wenn einer der Züge zu spät ankommt - also ein betrieblicher Grund. Aber gab / gibt es auch beim technischen Vorgang des An-/Abkuppelns der Garnituren Probleme? Welche? Eigentlich würde man denken, so etwas sei eine Sache von Sekunden.
Viele Grüße, Claus

Liste meiner Forenbeiträge auf DSO: [www.claus-pusch.de]
claus_pusch fragte
Zitat:
In den Medien wurde als ein relevanter Grund für die Verspätungsanfälligkeit des Breisgau-S-Bahn-Konzepts das Vereinigen und Trennen der Züge angeführt. Ich kann nachvollziehen, dass das Vereinigen der Züge zusätzliche Verspätung generiert, wenn einer der Züge zu spät ankommt - also ein betrieblicher Grund. Aber gab / gibt es auch beim technischen Vorgang des An-/Abkuppelns der Garnituren Probleme? Welche? Eigentlich würde man denken, so etwas sei eine Sache von Sekunden.

Wir machen oft Urlaub um Neustadt im Schwarzwald (zuletzt waren wir 2 Wochen nach Weihnachten da) und nutzen die Höllentalbahn häufig. In den 2 Wochen ist uns nicht einmal aufgefallen, dass der (Ent-)Kuppelvorgang besonders lange gedauert hätte. Natürlich geht ein wenig Zeit beim Ankoppeln verloren, weil der zweite Zug an den ersten heranschleicht. Nach dem Kuppelmanöver blieben aber immer noch 2 Minuten bis zur planmäßigen Abfahrt. Und ganz im Gegenteil, es ist nicht zu verstehen, das man den in Titisee abgekuppelten Zug so lange am Bahnsteig stehen lässt, bis er nach Seebrugg weiterfahren darf.
Von daher verstehe ich dieses Analyseergebnis nicht - kann aber auch nur über die Fahrten in den zwei Wochen urteilen.

Nach unserer Beobachtung liegt es mehr daran, dass die geplanten Fahrzeiten zwischen Himmelreich und Freiburg Hbf nicht gehalten werden und sich die anfangs kleinen Verspätungen hochschaukeln.

-707

Edit: Vielleicht geben die Medien die Verspätungsanalyse auch verkürzt wider - fällt mir gerade ein. Denkbar ist ja auch, dass man den für das Kuppeln eingeplanten (ausreichenden) Puffer lieber für den Ausgleich von Verspätugen nutzen will.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 13:36:25.

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