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Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Bw Nysa

Datum: 11.02.20 09:17

Hallo allerseits,

Das Rauchen auf dem Zugklo, endete im Bahnhof Winnenden in einer Prügelei zwischen dem Lokführer und zwei Jugendlichen im Alter von 14 und 16 Jahren. Diese wurden dort vom Lokführer beim quarzen erwischt, woraufhin diese den Lokführer beleidigten und geschlagen haben. Der wehrte sich und teilte ebenfalls aus(richtig so!). Das weiß die Bundespolizei zu berichten, welche nun gegen alle Beteiligten ermittelt.

Hier das G a n z e zum nachlesen.


MfG Bw Nysa.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: ICE11

Datum: 11.02.20 10:55

Leider inzwischen Alltag. Lokführer, Zugbegleiter, Busfahrer......alle werden berichten können dass es heute in leider zu großen Teilen der Bevölkerung keinen Respekt mehr gibt (der umgekehrt aber vehement eingefordert wird!) und Regeln sowieso nur noch als "unverbindliche Empfehlungen" gesehen werden.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Stefankre

Datum: 11.02.20 11:18

Bw Nysa schrieb:
Hallo allerseits,

Das Rauchen auf dem Zugklo, endete im Bahnhof Winnenden in einer Prügelei zwischen dem Lokführer und zwei Jugendlichen im Alter von 14 und 16 Jahren. Diese wurden dort vom Lokführer beim quarzen erwischt, woraufhin diese den Lokführer beleidigten und geschlagen haben. Der wehrte sich und teilte ebenfalls aus(richtig so!). Das weiß die Bundespolizei zu berichten, welche nun gegen alle Beteiligten ermittelt.

Hier das G a n z e zum nachlesen.


MfG Bw Nysa.
Der Lokführer muss sich jetzt wahrscheinlich vor Gericht verantworten.

Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: ÖBB Nightjet

Datum: 11.02.20 11:32

Bw Nysa schrieb:
richtig so!
Nein, das Problem sitzt m.E. viel tiefer. Jegliche Arten von Strafen verhärten in solchen Situationen die Lage beider Parteien. Die Lösung müsste eigentlich so aussehen, dass der Lokführer die Jugendlichen nicht aus dem Zug schmeißt, sondern weiter fahren lässt, aber die Personalien aufnimmt. Die gibt er jedoch nicht der Polizei, sondern einer sozialen Einrichtung, die dann einen Berater raus schickt, der sich anschaut, warum die Jugendlichen auf so einen dummen Gedanken kommen. Meist resultiert so ein Verhalten nämlich aus einer prekären Lebenssituation. Und dann gilt es, hier anzuetzen. Anstatt viel Geld in Kontrollen, Polizei, Gefängnisse, Psychiatrien usw. zu investieren, könnte man dieses Geld den Bedürftigen direkt zukommen lassen. Viele Dinge, die heute bei jungen Leuten "cool" sind, kosten nun mal Geld. Aber wenn man es schafft, auch den Ärmeren z. B. Musikunterricht, Tanzschule oder Sportverein zu ermöglichen, hätten wir viele solcher Probleme nicht.

Auch viele kommerziell ausgerichtete Unterhaltungsbetriebe können für eine Verbesserung der Sitauation sorgen, indem sie einfach an ohnehin schwach ausgelasteten Tagen alle Leute, die sich den Eintritt sowieso nicht hätten leisten können, einfach umsonst rein lassen. Die einzige in den Medien breit getretene Aktion dieser Art kommt seit ein paar Jahren aus Hamburg:
Quelle: YouTube

So etwas wäre für alle Betriebe denkbar, die hohe Fixkosten haben und nicht immer voll ausgelastet sind: Museen, Freizeitparks, Zoos, Konzerte, Discotheken, Kinos, Theater, Bundesligaspiele, Schwimmbäder, Kletterhallen, Minigolf, und weiß der Geier. Damit würde man die Leute mit wenig Geld von der Straße holen. Die Erfahrungen im Miwula zeigen, dass fast niemand so eine Aktion missbraucht - d.h. es werden wirklich die Bedürftigen erreicht. Und selbst wenn mal tatsächlich mal einer auf diese Idee kommt...so what? Kann nämlich durch solche Maßnahmen z.B. ein Gefängnis geschlossen werden, fallen auch weniger Steuern an.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 11:32.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: EiB09

Datum: 11.02.20 11:38

Stefankre schrieb:Zitat:

Der Lokführer muss sich jetzt wahrscheinlich vor Gericht verantworten.
Hallo,

lieber bist Du körperlich ,,unversehrt" (weil du dich verteidigst) und bekommst eine Anzeige, als dich verprügeln zu lassen und am Ende körperliche Schäden zu erleiden.

Der Täter kommt in den besten Fällen mit einer Geldstrafe/Schmerzensgeld oder Bewährung davon!? Und Du?
Wenn es blöd läuft....ein Krüppel!

Gruß

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: bjoern

Datum: 11.02.20 11:56

Alles gute dem Tf und hoffentlich finden sich noch ein paar Zeugen die seine Aussage stützen. Sonst endet das noch irgendwo zwischen Freispruch für alle oder gar Strafe für den Tf und diese Blagen lernen nichts dazu. (Gut, die werden vermutlich auch nichts lernen, wenn sie bestraft würden.)

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 11.02.20 12:10

ÖBB Nightjet schrieb:
Bw Nysa schrieb:
richtig so!
Nein, das Problem sitzt m.E. viel tiefer. Jegliche Arten von Strafen verhärten in solchen Situationen die Lage beider Parteien. Die Lösung müsste eigentlich so aussehen, dass der Lokführer die Jugendlichen nicht aus dem Zug schmeißt, sondern weiter fahren lässt, aber die Personalien aufnimmt. Die gibt er jedoch nicht der Polizei, sondern einer sozialen Einrichtung, die dann einen Berater raus schickt, der sich anschaut, warum die Jugendlichen auf so einen dummen Gedanken kommen. Meist resultiert so ein Verhalten nämlich aus einer prekären Lebenssituation. Und dann gilt es, hier anzuetzen. Anstatt viel Geld in Kontrollen, Polizei, Gefängnisse, Psychiatrien usw. zu investieren, könnte man dieses Geld den Bedürftigen direkt zukommen lassen. Viele Dinge, die heute bei jungen Leuten "cool" sind, kosten nun mal Geld. Aber wenn man es schafft, auch den Ärmeren z. B. Musikunterricht, Tanzschule oder Sportverein zu ermöglichen, hätten wir viele solcher Probleme nicht.

Auch viele kommerziell ausgerichtete Unterhaltungsbetriebe können für eine Verbesserung der Sitauation sorgen, indem sie einfach an ohnehin schwach ausgelasteten Tagen alle Leute, die sich den Eintritt sowieso nicht hätten leisten können, einfach umsonst rein lassen. Die einzige in den Medien breit getretene Aktion dieser Art kommt seit ein paar Jahren aus Hamburg:

So etwas wäre für alle Betriebe denkbar, die hohe Fixkosten haben und nicht immer voll ausgelastet sind: Museen, Freizeitparks, Zoos, Konzerte, Discotheken, Kinos, Theater, Bundesligaspiele, Schwimmbäder, Kletterhallen, Minigolf, und weiß der Geier. Damit würde man die Leute mit wenig Geld von der Straße holen. Die Erfahrungen im Miwula zeigen, dass fast niemand so eine Aktion missbraucht - d.h. es werden wirklich die Bedürftigen erreicht. Und selbst wenn mal tatsächlich mal einer auf diese Idee kommt...so what? Kann nämlich durch solche Maßnahmen z.B. ein Gefängnis geschlossen werden, fallen auch weniger Steuern an.
Danke! Toller Beitrag!

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 11.02.20 12:18

ICE11 schrieb:
Leider inzwischen Alltag. Lokführer, Zugbegleiter, Busfahrer......alle werden berichten können dass es heute in leider zu großen Teilen der Bevölkerung keinen Respekt mehr gibt (der umgekehrt aber vehement eingefordert wird!) und Regeln sowieso nur noch als "unverbindliche Empfehlungen" gesehen werden.
Dem "Große Teile" muss ich widersprechen! Wieviele Fahrgäste fahren täglich mit dem Zug, und wieviele von denen fallen negativ auf bzw. haben keinen Respekt usw.? Das ist ein minimaler Bruchteil (was es allerdings nicht besser macht). Bei uns vor dem Büro gibt es zwei Privatparkplätze, da fahren tausende Autos jeden Tag vorbei, hunderte parken auf den öffentlichen Plätzen, aber es fallen eben die 2-3 pro Woche negativ auf, die trotz Parkverbotsschild und Abschleppandrohung trotzdem dort parken. Besonders negativ dann die 1-2 im Jahr, die auch noch pampig werden, wenn man sie drauf anspricht (übrigens in unserem Fall überwiegend Leute 50+ gewesen).
Sicherlich ist es eine gesellschaftliche Entwicklung, dass das eigene Ego mehr zählt, als der Gemeinschaftssinn. Da muss sich aber auch jeder selber an die Nase fassen, z.B. ob es korrekt ist, mal eben kurz falsch zu parken, weil man ja nur grade kurz den Zug knipsen will, oder mal eben über die/entlang der Gleise latscht, kommt ja eh grad nix.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: der S-Bahner

Datum: 11.02.20 12:31

Der Lokführer soll sich also verprügeln lassen nur weil er sein Hausrecht durchsetzen wollte.Diese Rotznassen haben nichts anderes verdient

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 11.02.20 12:39

Murrtalbahner schrieb:
Danke! Toller Beitrag!

Auf den ersten Blick vielleicht. Und in der Theorie.
Aber sollen jetzt Lokführer nun auch noch als Sozialarbeiter der Nation die ganze Welt retten? Und sich stundenlang solche Gedanken machen, während Fäuste auf sie eintrommeln?

Immerhin steht im verlinkten Artikel klar geschrieben, von wem der Angriff ausging. So wie sich das liest, verteidigte sich der Kollege in Notwehr gegen ZWEI Angreifer, die mittlerweile auch mit 14 - 16 bereits große Körperkräfte haben. Da bedarf es mitunter schon drastischer Maßnahmen, sich der gleichzeitig angreifenden Personen zu erwehren und sie zum Ablassen zu bewegen bzw. wenn das nicht möglich ist, sie kampfunfähig zu machen.

Das Ermittlungsverfahren gegen den Tf wird geführt, um die Angemessenheit seiner Notwehr-Reaktionen zu prüfen. Das ist in einem Rechtsstaat ja auch völlig ok. Schließlich muß sich ggf. ja auch ein neutraler Richter ein objektives Bild machen können.

Nur die Beteiligten wissen bisher ganz genau, was vorgefallen ist. Und jeder wird die Auseinandersetzung natürlich so schildern, daß er am Ende besser dasteht. Das ist ganz natürlich-menschlich.

Warten wir ab, was dabei herauskommt. Und sollte sich eine Partei ungerecht behandelt fühlen, gibt's ja Rechtsmittel...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 12:40.

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: LaNgsambahNer

Datum: 11.02.20 13:05

Träumer

Gröt ut Hamborg
Kai __________Spur N 4ever

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: Peter

Datum: 11.02.20 13:13

Hallo!

ÖBB Nightjet schrieb:
So etwas wäre für alle Betriebe denkbar, die hohe Fixkosten haben und nicht immer voll ausgelastet sind: Museen, (...) .
In GB sind alle staatlichen Museen kostenlos zugaenglich.
Man will damit die Menschen von der Strasse holen - und das hat gute Effekte.
Weniger Vandalismus, mehr Bildung (man wird ja nicht duemmer davon, wenn man bei Regen in einem Museum abhaengt).

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Anbeku

Datum: 11.02.20 13:44

Stefankre schrieb:
Bw Nysa schrieb:
Hallo allerseits,

Das Rauchen auf dem Zugklo, endete im Bahnhof Winnenden in einer Prügelei zwischen dem Lokführer und zwei Jugendlichen im Alter von 14 und 16 Jahren. Diese wurden dort vom Lokführer beim quarzen erwischt, woraufhin diese den Lokführer beleidigten und geschlagen haben. Der wehrte sich und teilte ebenfalls aus(richtig so!). Das weiß die Bundespolizei zu berichten, welche nun gegen alle Beteiligten ermittelt.

Hier das G a n z e zum nachlesen.


MfG Bw Nysa.
Der Lokführer muss sich jetzt wahrscheinlich vor Gericht verantworten.
Wahrscheinlich werden sich alle beteiligten vor Gericht verantworten müssen, wobei beim Lokführer die Frage zu klären ist, ob sein Verhalten durch Notwehr gedeckt war. Das ist mit den vorliegenden Informationen nicht zu beurteilen.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Anbeku

Datum: 11.02.20 13:47

der S-Bahner schrieb:
Der Lokführer soll sich also verprügeln lassen nur weil er sein Hausrecht durchsetzen wollte.

Das verlangt niemand. Die Frage ist, ob sein verhalten von (erlaubter) Notwehr gedeckt war, oder darüber hinaus ging.

Immerhin!

geschrieben von: Georgi

Datum: 11.02.20 14:21

Eineinhalb Stunden bis zum ersten Klischee Beitrag. Aber er kam wie das Amen in der Kirche.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Lokm

Datum: 11.02.20 15:02

Wenige respektlose Murrtalbahner reichen aber schon aus. Diesen ist sogar die Gesundheit und sogar das Leben eines Lokführers @#$%&egal. Konnte man ja in den verschiedenen Sturmthemen gut nachlesen.
Lokm

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Jochen-1958

Datum: 11.02.20 15:23

Anbeku schrieb:
der S-Bahner schrieb:
Der Lokführer soll sich also verprügeln lassen nur weil er sein Hausrecht durchsetzen wollte.
Das verlangt niemand. Die Frage ist, ob sein verhalten von (erlaubter) Notwehr gedeckt war, oder darüber hinaus ging.
Der Lokführer hat die Aufgabe, den Zug von A nach B zu fahren, ist für die Fahrgastabfertigung und natürlich für alle Sicherheitsaspekte aus dem Betrieb verantwortlich. Dann kommt eine besondere Situation, der Zug kann nicht weiterfahren. Diese Situation hat nichts mit den direkten Aufgaben des Lokführers zu tun. Es kommt zu einer Eskalation, in der sich zwei Parteien aus unterschiedlichen Gründen bedroht fühlen und angespannt sind. Der Lokführer muss die Situation einschätzen und entsprechend handeln, in diesem Fall hat er sich zur Wehr gesetzt.

Im nächsten Schritt kommt die Justiz: Dort urteilt man ohne Streß, ohne innere Anspannung und im Team, ob der Lokführer richtig oder nicht gehandelt hat und ob dieser sich in einer Bedrohungsituation befunden hat. Zeugen machen ihre Aussagen. Anschließend kommt es zu einer objektiven Bewertung. Der Lokführer hatte aber nie die Chance, die Situation von allen Seiten aus zu bewerten oder vielleicht andere fahrgäste zu befragen, bevor er handelte.

Ich hoffe, dass bei einem Verfahren auch die Situation des Lokführers korrekt bewertet wird!

Jochen

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.02.20 15:24

Lokm schrieb:
Wenige respektlose Murrtalbahner reichen aber schon aus. Diesen ist sogar die Gesundheit und sogar das Leben eines Lokführers @#$%&egal. Konnte man ja in den verschiedenen Sturmthemen gut nachlesen.
Lokm
War der Murrtalbahner derjenige, der das Bahnpersonal zwang, trotz lebensgefährlicher Sturmlage die Wohnung zu verlassen und sich zum Dienst durchzukämpfen?

Realitätsfremd?

geschrieben von: IC 2213

Datum: 11.02.20 15:57

ÖBB Nightjet schrieb:
Die Lösung müsste eigentlich so aussehen, dass der Lokführer die Jugendlichen nicht aus dem Zug schmeißt, sondern weiter fahren lässt, aber die Personalien aufnimmt.

In der Realität bekommt der Tf von solcher Klientel bestenfalls ein "nein" zu hören oder auf die Fresse.

Gibt genug Menschen, die in prekären Situationen leben, und sich nicht wie die letzten Asozialen benehmen.

Aber solange es für solches Verhalten bei Jugendlichen keine Konsequenzen gibt, hört man eben weiter, dass der polizeilich bekannte Jugendliche mit 50 Vorstrafen noch nie im Jugendknast saß und sich weiter über die Bessermenschen totlacht.

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: De David

Datum: 11.02.20 16:04

So ist es aber halt, wer sich nicht benimmt wird bestraft. Sonst lernt man ja nie was und tanz allen auf der nase herum. Daher soll es sich doch verhärten wie es will, der Staat hat da schon Möglichkeiten, am Ende heißt es halt irgendwann Knast, dann ist endgültig vorbei mit lustig.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: Traumflug

Datum: 11.02.20 16:58

Heizer Jupp schrieb:
Und sich stundenlang solche Gedanken machen, während Fäuste auf sie eintrommeln?
Zum Glück gibt's hier ja keinerlei Polemik *augenverdreh*

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: *Gefällt mir*

geschrieben von: M 262

Datum: 11.02.20 18:37

Bw Nysa schrieb:
(...)

Hier das G a n z e zum nachlesen.
...vor allem weil das Ergebnis stimmt:

1. der Zug fuhr weiter

2. ohne die beiden Halbstarken

3. der Überraschungseffekt dürfte nachhaltig wirken



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 18:41.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: ThomasR

Datum: 11.02.20 18:44

Stefankre schrieb:
Bw Nysa schrieb:
Hallo allerseits,

Das Rauchen auf dem Zugklo, endete im Bahnhof Winnenden in einer Prügelei zwischen dem Lokführer und zwei Jugendlichen im Alter von 14 und 16 Jahren. Diese wurden dort vom Lokführer beim quarzen erwischt, woraufhin diese den Lokführer beleidigten und geschlagen haben. Der wehrte sich und teilte ebenfalls aus(richtig so!). Das weiß die Bundespolizei zu berichten, welche nun gegen alle Beteiligten ermittelt.

Hier das G a n z e zum nachlesen.


MfG Bw Nysa.
Der Lokführer muss sich jetzt wahrscheinlich vor Gericht verantworten.
Das wäre vielleicht im Norden so. Hier im Süden wird die Notwehr ziemlich bürgerfreundlich ausgelegt. Sprich, das läuft unter Notwehr und wird eingestellt, die Jugendlichen kriegen einige Wochenendarreste und alles ist clean.

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: ThomasR

Datum: 11.02.20 18:54

Heizer Jupp schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Danke! Toller Beitrag!
Auf den ersten Blick vielleicht. Und in der Theorie.
Aber sollen jetzt Lokführer nun auch noch als Sozialarbeiter der Nation die ganze Welt retten? Und sich stundenlang solche Gedanken machen, während Fäuste auf sie eintrommeln?

Immerhin steht im verlinkten Artikel klar geschrieben, von wem der Angriff ausging. So wie sich das liest, verteidigte sich der Kollege in Notwehr gegen ZWEI Angreifer, die mittlerweile auch mit 14 - 16 bereits große Körperkräfte haben. Da bedarf es mitunter schon drastischer Maßnahmen, sich der gleichzeitig angreifenden Personen zu erwehren und sie zum Ablassen zu bewegen bzw. wenn das nicht möglich ist, sie kampfunfähig zu machen.

Das Ermittlungsverfahren gegen den Tf wird geführt, um die Angemessenheit seiner Notwehr-Reaktionen zu prüfen. Das ist in einem Rechtsstaat ja auch völlig ok. Schließlich muß sich ggf. ja auch ein neutraler Richter ein objektives Bild machen können.

Nur die Beteiligten wissen bisher ganz genau, was vorgefallen ist. Und jeder wird die Auseinandersetzung natürlich so schildern, daß er am Ende besser dasteht. Das ist ganz natürlich-menschlich.

Warten wir ab, was dabei herauskommt. Und sollte sich eine Partei ungerecht behandelt fühlen, gibt's ja Rechtsmittel...
Bei der Notwehr und Nothilfe gibt es für den Bürger und nichts anderes ist der Lokführer, keine Verhältnismäßigkeit. An die Verhältnismäßigkeit sind nur Amtspersonen gebunden. Die müssen da entsprechend handeln, weil auch ausgebildet. Als Bürger ist die wirksame Abwehr der Gefahr für dich und ggf. andere wichtiger. Das wird zwar in einigen Bundesländern anders gesehen, aber das ist nicht vom Willen des Gesetzgebers und der Auslegung vom BGH gedeckt. Der sprach ja auch schon einen Bürger frei, der beim legalen, aber nicht identifizierten Eindringen in ein Haus einen Polizisten mit einer legalen Waffe durch die Tür erschoss.

Re: Jugendliche prügeln sich mit Lokführer.

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.02.20 12:23

kmueller schrieb:
Lokm schrieb:
Wenige respektlose Murrtalbahner reichen aber schon aus. Diesen ist sogar die Gesundheit und sogar das Leben eines Lokführers @#$%&egal. Konnte man ja in den verschiedenen Sturmthemen gut nachlesen.
Lokm
War der Murrtalbahner derjenige, der das Bahnpersonal zwang, trotz lebensgefährlicher Sturmlage die Wohnung zu verlassen und sich zum Dienst durchzukämpfen?
Nein, so eine Aussage gab es von mir nicht. User Lokm hat einfach absolut gar nichts kapiert.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 12.02.20 16:52

ThomasR schrieb:
Bei der Notwehr und Nothilfe gibt es für den Bürger und nichts anderes ist der Lokführer, keine Verhältnismäßigkeit. An die Verhältnismäßigkeit sind nur Amtspersonen gebunden.
Oja, der Schöffe des DSO-Volksgerichtshof spricht und hat aber vergessen, seine Hausaufgaben zu machen. Die Verhältnismäßigkeit braucht nur zwischen Angriff und Abwehr gegeben sein. Aber sie ist eben nicht ganz außen vor, wie der zitierte Autor glauben machen will. Eins muss ich aber als Notwehr (bzw. Nothilfe) Übender nicht machen:

Eine Abwägung der Rechtsgüter vornehmen.

Lies mal nen StGB - Kommentar durch, zu empfehlen ist hier der Tröndle / Fischer, dort § 32 Rn 16 b f.

... We are not there yet, we have lost our soul, the course has been set, we're digging our own hole, we're going backwards, armed with new technology, going backwards, to a caveman mentality ...
Music and Lyrics Martin L. Gore (Depeche Mode; Album "Spirit" von 2017, Song "Going backwards"); dem ist leider nichts hinzuzufügen

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 12.02.20 17:03

Die Lösung müsste eigentlich so aussehen, dass der Lokführer die Jugendlichen nicht aus dem Zug schmeißt, sondern weiter fahren lässt, aber die Personalien aufnimmt.

Also Kollege, ich erlaube mir aufrichtig zu bezweifeln, daß die Jugendlichen sagen: "Oh man Herr Schaffner, sie haben ja sowas von recht. Hier sind unsere Persos. Ich bin der Achim, das ist der Kai. Bitte schicken sie uns den Sozialarbeiter nach Hause, damit wir und unser soziales Umfeld uns endlich ändern können. Dürfen wir noch einen anderen Kumpel dazu holen?"

War wohl nur so eine schnelle Idee von Dir?

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

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Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: Brennersee

Datum: 12.02.20 17:38

Bin ich Lokführer oder Sozialarbeiter?
Ich bestreite nicht, dass es Leute mit Problemen gibt, diese haben aber noch lange nich das recht diese an anderen Leuten auszulassen.
Als Lokführer hat man in erster Linie die Verantwortung für den Zug und die darin befindlichen Fahrgäste. Wenn da dann einige glauben sich nicht an die Regeln halten zu müssen, dann werden sie eben von der Fahrt ausgeschlossen, notfalls mit staatlicher Aussteigehilfe.
Wenn dann unbedingt einer glaubt jemandem auf die Schnauze hauen zu müssen, dann muss er mit den direkten oder indirekten Konsequenzen leben, ganz wie er will.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 12.02.20 19:10

Traumflug schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
Und sich stundenlang solche Gedanken machen, während Fäuste auf sie eintrommeln?
Zum Glück gibt's hier ja keinerlei Polemik *augenverdreh*

Wenn selbst du das schon feststellst... *grins*

Re: Einfacher Ausweg aus dem Dilemma

geschrieben von: martin schmid

Datum: 14.02.20 10:44

Zitat
Man will damit die Menschen von der Strasse holen - und das hat gute Effekte.
Weniger Vandalismus, mehr Bildung (man wird ja nicht duemmer davon, wenn man bei Regen in einem Museum abhaengt).
Prinzipiell eine gute Idee. Ich frage mich allerdings, ob diejenigen, die reingehen sollten, statt draussen abzuhängen, auch wirklich in die Museen reingehen?

/Martin

Re: *Gefällt mir*

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 14.02.20 21:02

Zitat
Regel Nummer 1 des Fightclubs: Niemand redet über den Fightclub.
Regel Nummer 2 des Fightclubs...