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BR146106 schrieb:
Moin,

ja, man kann keinen festhalten, aber wenn man der Meinung ist, sich in Gefahr zu begeben, der wird sich selber ausortieren. Also macht alle so schön weiter und einige werden keine Rente bekommen, weil die Dummheit euch vorher ins Grab bringen wird.

Und zum Glück kann man in diesem Land, keinen dafür verklagen, in den USA, würdest du garantiert Millionen damit verdienen, weil der Betreiber, deinen vor Dummheit strotzenden Mandanten, nicht davor bewahrt hat, diese Dummheit zu begehen.

gruß carsten

Was willst du mit diesem Unsinn bezwecken?

schönen Gruß vom Frank

Verhalten bei Notfällen

geschrieben von: olli1956

Datum: 10.02.20 23:13

Leute Theorie und Praxis ist nicht dasselbe . Früher haben wir Sachen auf der Lok gemacht ,dafür gäbe es heute Verweise,Abmahnungen Disziplinarverfahren usw . Hinterher ist man immer schlauer . Gute Nacht .
Wow, da hat die Nachbarschaftspolizei ja ein wachsames Auge gehabt. Ich hoffe dass sofort Meldung gemacht wurde!

In solchen Situationen (Unfälle, Streckensperrung, PUs) ist es leider die Regel, dass es zwei Stunden und viel mehr dauert, bis mal jemand bei betreffendem Zug aufkreuzt und bis zu einer Evakuierung dauert es nochmal so lange.

Hier hat keiner eigenmächtig entschieden, weder Tf noch sonst wer. Die Fahrgäste haben vehement darauf bestanden aussteigen zu wollen, trotzdem sie darauf aufmerksam gemacht wurden, dass es auf eigene Gefahr geschieht und unter Umständen auch nicht ungefährlich.
Das Zugpersonal hat rechtlich keinerlei Befugnis, Fahrgäste im Zug festzuhalten, egal in welcher Situation. Und wenn nicht eine Tür aufgemacht wird, womit zumindest eine Trittstufe ausfährt, nutzen die Aussteigerwilligen eben die Türnotentriegelung, wo der Sprung nach unten dann deutlich tiefer ist.
Moin moin, ... Foristen

Bringen wir doch mal ein wenig Wissen ins Spiel - und vorab, bei der Bahn scheint nichts so zu sein, wie man es meint oder glaubt, alle drei haben bei der Eisenbahn wenig zu suchen. Also nehmen wir das Betriebsregelwerk ... denn da werden Sie geholfen.

Stichwort hier ist in der Tat die sog. Selbstrettung. Die Selbstrettung beschreibt alle Maßnahmen, die vorbereitend und im Verlauf von Fahrten von mit Reisenden besetzten Zügen erforderlich werden, um bei einem Ereignis im Zusammenhang mit einem Reisezug, das Auswirkungen auf die Sicherheit betroffener Personen haben kann, Reisende und Mitarbeiter noch vor dem Eintreffen der Fremdrettungskräfte vor den Folgen des Ereignisses zu schützen. Die Evakuierung von Zügen im Zusammenhang mit einem Ereignis ist Bestandteil der Selbstrettung.

BRW.8130 legt verbindlich fest, dass über die Evakuierung von Reisezügen der Notfallmitarbeiter entscheidet, bei Gefahr im Verzug der Mitarbeiter im Eisenbahnbetrieb. Ist also Gefahr im Verzug, ist die Evakuierung ... auch ohne Zustimmung des Notfallmanagers selbsttätig durchzuführen.

Hat der Notfallmitarbeiter entschieden, dass Der Zug zu Räumen ist, so hätte der Kollege nach jetziger Informationslage regelkonform gehandelt. Sind keine Zub oder SRK-Leiter am Bord, muss der Tf die Evakuierung eben selbst durchführen.

Eine Evakuierung ist immer ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen Mitarbeiter im Bahnbetrieb, siehe oben. Die Evakuierungsseite und Richtung wird in der Regel in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienstleiter bestimmt. Bei der Gefahrenabwehr steht nicht der einfachste, wohl aber der sicherste Weg im Vordergrund - in der Regel von einer Gefahrenquelle weg.

In diesem Zusammenhang ist noch das BRW.5511 zu erwähnen. Wenn ein Zug auf freier Strecke aus unvorhergesehenem Anlass hält, darf der Zugführer das Aussteigen der Reisenden zulassen, wenn der Aufenthalt voraussichtlich längere Zeit dauert und sie nicht gefährdet werden können. Der Zugführer muss die Reisenden darauf hinweisen, dass sie auf eigene Gefahr aus- oder einsteigen.

Dies setzt immer eine Streckensperrung aus UV-Gründen durch den TF und den FDL voraus.

Es grüßt, der Wagenuntersuchungsbeamter.
Hallo,
Danke für die sachlichen Ausführungen.
Hier noch einmal eine Präzisierung der zeitlichen Abläufe des Vorfalls.
Laut Lärmmessstelle Elmshorn des EBA hat die Nordbahn gestern um 14:35:01 die Anlage mit 40 km/h kurz vor dem Halt passiert.
Gegen 15:40 wanderten bereits viele Fahrgäste knapp 1 km von der Nordbahn entfernt auf dem Hainholzer Damm Richtung Innenstadt Elmshorn oder kamen die Böschung vom Bahnareal runter.
Nachdem ich einen Parkplatz für meinen PKW gefunden hatte, machte ich um 15:46 das erste Foto von der Bahnüberquerung Adenauerdamm.

Edit: Bericht vom Hamburger Abendblatt Printausgabe von heute, Auszug:
"Fest saßen Montagnachmittag auch Fahrgäste der Bahn. Ein Zug der Nordbahn mit 20 Passagieren blieb etwa zwei Kilometer vor dem Bahnhof Elmshorn auf freier Strecke in Klein Nordende liegen, nachdem der Bahnstrom ausgefallen war. Grund war der auf die Oberleitung gestürzte Baum. Um 17:00 begann die Elmshorner Feuerwehr gemeinsam mit Einsatzkräften aus Klein Nordende mit der Evakuierung des Zuges, die Passagiere stiegen in einen Bus um."
Vorher, um 16:30:24 passierte ein "Dienstzug" mit 35 km/h das Gegengleis Richtung Hamburg.
Es gab also keine komplette Sperrung der Bahnstrecke bis zur vollständigen Evakuierung der Nordbahn.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 08:39.
Oberdeichgraf schrieb:
Hallo,
Danke für die sachlichen Ausführungen.
Hier noch einmal eine Präzisierung der zeitlichen Abläufe des Vorfalls.
Laut Lärmmessstelle Elmshorn des EBA hat die Nordbahn gestern um 14:35:01 die Anlage mit 40 km/h kurz vor dem Halt passiert.
Gegen 15:40 wanderten bereits viele Fahrgäste knapp 1 km von der Nordbahn entfernt auf dem Hainholzer Damm Richtung Innenstadt Elmshorn oder kamen die Böschung vom Bahnareal runter.
Nachdem ich einen Parkplatz für meinen PKW gefunden hatte, machte ich um 15:46 das erste Foto von der Bahnüberquerung Adenauerdamm.
Ah, du warst mit dem Auto vor Ort? Hast du der Wanderschaft deine Hilfe angeboten, sie zum nächsten Bahnhof zu fahren? ^^ Spaß, ich glaube, dass ich mich davor nicht retten könnte, den Leuten diese Art der Hilfe anzubieten. Bin halt ein linksgrünversiffter Gutmensch ... wie dem auch sei.

Wenn wirklich mehr oder weniger klar ist, dass es die nächsten Stunden nicht weitergehen und es wohl früher oder später darauf hinauslaufen wird, dass der Notfallmanager kommen und das Fahrzeug evakuiert werden muss, dann würden bei mir die Alarmglocke losgehen. Nämlich die dafür, dass ich schleunigst selbst die Füße in die Hände nehmen sollte, da ich weiß, dass jener Notfallmanager Jahrzehnte brauchen wird, bis er an Ort und Stelle ist. Da mir meine Freizeit schon ein bisschen Wert ist, würde ich möglichst schnell selbst den Zug verlassen. Wenn man sich natürlich in einer gefährlichen Lage befindet (was man manchmal nicht einschätzen kann), dann würde auch ich natürlich sitzen bleiben.

Aber wenn es ein PU ist, bei dem nun wirklich keine Oberleitung hängen kann, dann ab zum letzten Wagen und raus. Mal im ernst, es ist doch lächerlich, dass man sich nicht MÖGLICHST SCHNELL um die Freiheit der Fahrgäste kümmert. Hinzu kommt dann noch diese echt wütend machende Situation, dass neben dem Zug schon wieder irgendwelche Schaulustige stehen und man sich selbst noch im Zug befindet und nicht raus "darf".



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 08:07.
Oberdeichgraf schrieb:
Eine vollbesetzte Nordbahn kam deshalb bei km 27,6 zum Halten.

Oberdeichgraf schrieb:
Zitat:
Die "etwa 20 Fahrgäste" waren nur offensichtlich der kleine Rest, die im Zug blieben.


Da es sich um einen Sechsteiler handelte, sind deiner eigenen Aussagen nach rund 300 Leute im Gleis herumgelaufen (nur von den Sitzplätzen ausgegangen)?
TomAte schrieb:
Da es sich um einen Sechsteiler handelte, sind deiner eigenen Aussagen nach rund 300 Leute im Gleis herumgelaufen (nur von den Sitzplätzen ausgegangen)?
Hallo,
die Aussage über die sehr gut besetze Bahn stammt von der jungen Mitfahrerin, mit der ich gesprochen habe.
Das nennt man dann eine sogenannte Primärquelle.
Um die Uhrzeit gibt es an einem Montag ohne Ferien lebhaften Schülerverkehr: In Pinneberg befindet sich eine große Kreisberufsschule usw.
Von Pinneberg aus fährt tagsüber nur die Nordbahn Richtung Elmshorn, der RE 7, 70 und 6 hält dort nicht.
Die Zahl "300 Leute" stammt von Dir.
Ich habe von einer bestimmt dreistelligen Anzahl von Fahrgästen gesprochen, die ich gesehen habe.
Die Leute vom Foto auf den Gleisen war nur noch die Nachhut und es stiegen noch vereinzelt Personen aus.
Bei einer normalen Evakuierung durch Hilfskräfte werden die Fahrgäste gezählt: Hier gegen 17:00 eben nur noch der kleine Rest von 20 Personen.
Oberdeichgraf schrieb:
Laut Lärmmessstelle Elmshorn des EBA hat die Nordbahn gestern um 14:35:01 die Anlage mit 40 km/h kurz vor dem Halt passiert.
(...) Um 17:00 begann die Elmshorner Feuerwehr gemeinsam mit Einsatzkräften aus Klein Nordende mit der Evakuierung des Zuges, die Passagiere stiegen in einen Bus um."
Was bedeutet, dass die Personen, die den Zug nicht auf eigene Faust und eigenes Risiko verlassen haben, mal wieder über 2 Stunden gewartet haben, bis es mit dem Aussteigen losgehen konnte. Immerhin, "nur" 2 Stunden. "Geht ja noch." Und dadurch, dass ein Großteil der Fahrgäste ohne jede Hilfe und trotzdem offenbar unbeschadet sich auf den Weg durch die weitere Weltgeschichte gemacht hat, betraf es dann ja "nur" noch die kleinere Gruppe, die das nicht konnte oder wollte. So gesehen war das hier schon ein gutes Beispiel, wie es gehen kann und sollte: Wer möchte, darf raus, wer auf die Evakuierung warten möchte, darf drinnen warten.

Nach Auslegung gewisser Leute hier hätten die 2 Stunden Wartezeit im stehenden Zug allerdings eben für den gesamten Inhalt des Zuges gelten sollen und müssen, da es so eben gerade keine "regelwerkskonforme" Evakuierung war.

Unterm Strich würde ich zusammenfassen, dass der berichtete Vorfall offenbar schon wesentlich besser gelaufen ist als bei einigen bisherigen Beispielen dieser Art, begünstigt natürlich auch durch die Ortsnähe. Leicht verbesserungswürdig wären vielleicht noch die über 2 Stunden für den Rest der Reisenden, aber immerhin - zaubern kann die Organisationskette ja eben auch nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 09:49.

Re: Die Dummen und Doofen sortieren sich selber aus

geschrieben von: bauigel

Datum: 11.02.20 09:56

BR146106 schrieb:
Und zum Glück kann man in diesem Land, keinen dafür verklagen,
Irrtum, euer Ehren...

schon vor ca zehn Jahren haben die Karlsruher Verkehrsbetriebe bzw. die Badische Gemeindeversicherung in einem ähnlichen Sachverhalt in mehreren Instanzen verloren.
Kurzfassung: Ausstieg aus der Straßenbahn auf eigene Verantwortung (mit entsprechender Lautsprecherdurchsage) außerhalb der Haltestelle nach Straßensperrung; Omma hat sich beim Aussteigen den Fuß vertreten.
Begründung in eigenen Worten: Omma konnte gar nicht die Verantwortung übernehmen, weil sie mangelhaft über das Risiko aufgeklärt wurde. Hätte man angeblich daran gesehen, dass ja etwas passiert wär, weil wenn Omma richtig informiert worden wäre, wäre sie selbstverständlich nicht ausgestiegen und es wäre nichts passiert.
Eine Rangierlock wurde getroffen isvaber nix großes passiert.

ein echter Sylter!
auch hier unterwegs: [www.youtube.com]
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Hallo,
die Elmshorner Feuerwehr war gestern mit einem Fahrzeug in Elmshorn an der Straße "Am Eiskeller". Dort hatte die Lok den Baum erwischt, der über der Oberleitung lag.
Im Gleisbereich sind dort auf meinen Fotos von um 16:40 4 Bundespolizisten, mehrere Feuerwehrleute und weitere Personen mit Warnweste zu sehen.
Die Frage ist, ob diese Einsatzkräfte dort zu dem Zeitpunkt alle benötigt wurden. Es tat sich nichts, man wartete wohl nur.
Fraglich ist auch, ob vor der Wanderung der Fahrgäste aus der Nordbahn über die Gleise festgestellt wurde, ob es hier keine weiteren Hindernisse gibt.
Ich habe da keinerlei Einsatzkräfte gesehen.
Bei einer Evakuierung wird normalerweise der kürzeste Weg hinaus aus dem Gleisbereich gewählt.
Das war hier mit der unbegleiteten Wanderung der Fahrgäste Richtung Norden nicht der Fall.
Erst bei der Restevakuierung um 17:00 durch die Feuerwehr wurden die Fahrgäste richtigerweise zum nächsten BÜ Rotenlehm in Lieh südlich gelotst.
Und nochmals: Die Fahrgäste sind nicht eigenmächtig aus der Nordbahn "geflüchtet", sondern ihnen wurde vom Triebfahrzeugführer freigestellt den Zug ohne Hilfe zu verlassen, so die Mitfahrerin aus dem Zug, die ich befragt habe.
Die Zeit von fast 2,5 Stunden bis zur Ankunft der Feuerwehr am Zug halte ich für deutlich zu lang.
Ohne Strom funktionierte im Zug weder die Heizung noch die Klimaanlage (Frischluft), wie das mit dem WC dann ist, weiß ich nicht.
Hallo,

ich könnte als Fahrgast viel Positives über Bahnpersonal schreiben, Hilfe, die praxisnah ist, menschliches Verständnis für mein Fahrgastanliegen, vielleicht in einer Situation, die ich rein persönlich verbockt habe und für das mir eine unkonventionelle Lösung angeboten wird.
Aber ich habe den Verdacht, das vieles davon mindestens in einer Grauzone passiert, wo die haarkleinen Regeln, die bis zum ABsatz 3 mit u´zugehöriger Fußnote 17 letzter Halbsatz reichen, mal beiseite gelegt weden.

Ich schreibe hier nichts darüber, damit solche guten Engel nicht von irgendeinem Juristen aus der Personalabteilung bei nächster Gelegenheit vorgeladen werden und eins auf die Mütze kriegen.

Aber ich danke an dieser Stelle ganz ausdrücklich allen jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Situationen mit Augenmaß überblicken und mit "common sense" handeln.

Den Eröffnungsbeitrag hätte ich hier auf DSO in einer Fach-Öffentlichkeit aus den genannten nicht eingestellt und die Fotos überhaupt nicht gezeigt.

Schönen Tag und ich drücke die Daumen für das aktuell beteiligte Personal.


Gruß
Uwe

Welchen Unsinn?

geschrieben von: BR146106

Datum: 11.02.20 11:16

Moin,

stell dich doch einfach mal mit offenen Augen auf den Bahnhof oder an eine Straßenkreuzung und beobachte. Die Egoisten werden sich garantiert an keine Regel halten und diese werden sich irgendwann selber aussortieren, weil es dann doch mal passt, das ein Zug kommt oder ein Auto ihn übersieht. Die Dummheit vieler ist mittlerweile so groß, das die es nicht mehr merken und immer im Recht sind. So einfach ist das.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Welche Egoisten?

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 11.02.20 12:09

BR146106 schrieb:
Moin,

stell dich doch einfach mal mit offenen Augen auf den Bahnhof oder an eine Straßenkreuzung und beobachte. Die Egoisten werden sich garantiert an keine Regel halten und diese werden sich irgendwann selber aussortieren, weil es dann doch mal passt, das ein Zug kommt oder ein Auto ihn übersieht. Die Dummheit vieler ist mittlerweile so groß, das die es nicht mehr merken und immer im Recht sind. So einfach ist das.

gruß carsten

Ich stehe 1-2x im Monat im Bf Berlin-Spandau und warte auf die Regio nach Berlin. Was soll ich da beobachten? Sind es jetzt Egoisten bei dir, welche sich nicht 2, 3 oder mehr Stunden in einem Zug "gefangen" nehmen lassen bis irgendein überfordeter Notfallmanager Entscheidungen getroffen hat, sondern die paar hundert Meter zum Bahnhof eigenmächtig zurück laufen?
Oder jene Egoisten die nicht brav an der roten Ampel stehen obwohl kein KFZ/Fahrrad kommt?

schönen Gruß vom Frank
Oberdeichgraf schrieb:
Und nochmals: Die Fahrgäste sind nicht eigenmächtig aus der Nordbahn "geflüchtet", sondern ihnen wurde vom Triebfahrzeugführer freigestellt den Zug ohne Hilfe zu verlassen, so die Mitfahrerin aus dem Zug, die ich befragt habe.
Die Zeit von fast 2,5 Stunden bis zur Ankunft der Feuerwehr am Zug halte ich für deutlich zu lang.
Ohne Strom funktionierte im Zug weder die Heizung noch die Klimaanlage (Frischluft), wie das mit dem WC dann ist, weiß ich nicht.
Und nochmals: die Fahrgäste haben vehement darauf BESTANDEN, den Zug auf eigenes Risiko verlassen zu wollen, obwohl sie über dieses Risiko aufgeklärt wurden. Abgesehen davon war das Risiko durch die Streckensperrung und den abgeschalteten Strom deutlich geringer.

Und nochmal: der Kollege hat rechtlich überhaupt keine Möglichkeit irgend jemanden im Zug gegen seinen Willen festzuhalten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 15:22.
BR-474 schrieb:

Und nochmals: die Fahrgäste haben vehement darauf BESTANDEN, den Zug auf eigenes Risiko verlassen zu wollen, obwohl sie über dieses Risiko aufgeklärt wurden. Abgesehen davon war das Risiko durch die Streckensperrung und den abgeschalteten Strom deutlich geringer.

Und nochmal: der Kollege hat rechtlich überhaupt keine Möglichkeit irgend jemanden im Zug gegen seinen Willen festzuhalten.
Hallo,
Warst Du in diesem Zug oder hast Du mit jemandem gesprochen, der hier Fahrgast war?
Deine Behauptungen basieren für mich darauf.
Ich habe das Gegenteil gehört: erst hieß es abwarten, dann man könne ja den Zug verlassen, wenn man möchte
Ich habe schon einige Male unfreiwillige Halte von Zügen auf freier Strecke erlebt.
Der Betreiber hat die Verantwortung für die Sicherheit der Fahrgäste.
Entsprechend wurden bei beiden unfreiwilligen Halten im Metronom letztes Jahr die Fahrgäste ausdrücklich davor gewarnt, den Zug zu verlassen.
In einem Fall wurden die beiden Nachbargleise befahren, im anderen Fall war die zweigleisige Strecke wegen einer Baustelle nur eingleisig befahrbar.
Auch da gab es ein Problem mit der Oberleitung, die Lok hatte sich abgebügelt.
Der Triebfahrzeugführer inspizierte seine Lok hinten und ein Notfallmanager (vermutlich) der Bahn tauchte später auf.
Bei Oberleitungsschäden besteht immer die Möglichkeit, dass Spaziergänger auf Gleisen in Gefahr geraten.
Zudem gab es auch in dem Fall tiefe Wassergräben neben den Gleisen, alles suboptimal zum Wandern.
Die Nordbahn war gestern abgebügelt, ob die Strippe womöglich doch wieder unter Strom stand, war nicht im Zug feststellbar.
Ich kann mir bei aller Phantasie nicht vorstellen, dass bei angeforderte Hilfskräften samt Bus zur Weiterfahrt die Fahrgäste bereits nach etwa 40 Minuten wegeschickt werden sollten, weil das Warten ja nicht zumutbar wäre.
BR-474 schrieb:
Und nochmal: der Kollege hat rechtlich überhaupt keine Möglichkeit irgend jemanden im Zug gegen seinen Willen festzuhalten.
Jein. Er darf niemanden körperlich zurückhalten. Aber er kann meiner Meinung nach das Aussteigen mündlich verbieten und seine Autorität als Unternehmensmitarbeiter geltend machen. Ebenso kann er die Türen nicht freigeben und darauf hinweisen, dass die Benutzung der Türnotentriegelung ebenso eine zu ahndende Ordnungswidrigkeit (?) ist, ebenso wie das eigenmächtige Betreten der Gleisanlagen. Das zusammen erzeugt schonmal eine Menge "Festhaltedruck" und bekommt noch ein ganz anderes Gewicht, wenn gesagt wird, dass die Bundespolizei sowieso gerade anrückt oder sie gar schon in Sichtweite draußen vor dem Zug steht.

Ich finde, es spricht aber für den Eisenbahner, wenn er ausdrücklich auf die Gefahren und das eigene Risiko hinweist, ansonsten aber den Aussteigedrang einiger Fahrgäste nach einer gewissen Zeit nicht mehr mit obigen Androhungen zu unterbinden versucht. Das ist und wäre situationsangemessen richtiges Handeln.

Re: Jetzt hat die Zeitung davon Wind bekommen.

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 11.02.20 20:54

Leider ist der Artikel nur ansatzweise lesbar, ich bekomme morgen aber die gedruckte Fassung: [www.shz.de]
Ich bin gespannt, was die Nordbahn dazu zu sagen hat.
Edit: Hier der shz Artikel von Mittwoch den 12.2.20:

P1190708.JPG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 07:06.

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