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Re: Jetzt hat die Zeitung davon Wind bekommen.

geschrieben von: ICE 4

Datum: 11.02.20 22:04

Oberdeichgraf schrieb:
Leider ist der Artikel nur ansatzweise lesbar, ich bekomme morgen aber die gedruckte Fassung: [www.shz.de]
Ich bin gespannt, was die Nordbahn dazu zu sagen hat.
Aus dem Artikel, soweit lesbar: "Bizarre Geschichte" - "Als die Retter eintreffen, sind die meisten Fahrgäste schon weg"... - tja, da treffen die ungefähr 2,5 Stunden nach Stillstand des Zuges ein und wundern sich, dass nicht alle brav und geduldig nichtstuend auf sie gewartet haben. Sind schon komische Leute, diese Zuginsassen. Die Nordbahn sagt hoffentlich, dass sie es so nicht wollte, aber auch nicht verhindern konnte, allerdings auch keinem etwas passiert ist.

Ich stelle mir gerade vor, ein steckengebliebener Aufzug, aus dem man (fiktiv gedacht) ohne unabsehbare Gefahren selbst aussteigen könnte, die Leute drinnen warten aber 2,5 Stunden auf den Notdienst, der ihnen die Tür zu zeigen hat. So ungefähr die Erwartungshaltung der offiziellen Regularien in diesem Fall. (Bei halb im Stockwerk hängenden Aufzügen sollte man übrigens tatsächlich nicht selbst herausklettern, selbst wenn man die Türen irgendwie aufbekommt, da sich die Anlage theoretisch manchmal durchaus jederzeit wieder in Bewegung setzen kann und dann auch schon Leute beim Versuch der Selbstrettung zerquetscht wurden, sagt man - insofern hinkt dieser Vergleich teilweise.)
ICE 4 schrieb:
Oberdeichgraf schrieb:
Leider ist der Artikel nur ansatzweise lesbar, ich bekomme morgen aber die gedruckte Fassung: [www.shz.de]
Ich bin gespannt, was die Nordbahn dazu zu sagen hat.
Ich stelle mir gerade vor, ein steckengebliebener Aufzug, aus dem man (fiktiv gedacht) ohne unabsehbare Gefahren selbst aussteigen könnte, die Leute drinnen warten aber 2,5 Stunden auf den Notdienst, der ihnen die Tür zu zeigen hat. So ungefähr die Erwartungshaltung der offiziellen Regularien in diesem Fall. (Bei halb im Stockwerk hängenden Aufzügen sollte man übrigens tatsächlich nicht selbst herausklettern, selbst wenn man die Türen irgendwie aufbekommt, da sich die Anlage theoretisch manchmal durchaus jederzeit wieder in Bewegung setzen kann und dann auch schon Leute beim Versuch der Selbstrettung zerquetscht wurden, sagt man - insofern hinkt dieser Vergleich teilweise.)
Naja nicht unbedingt zerquetscht aber man muss bedenken, wenn man halb im Stockwerk hängt und nach unten raus kommt geht's halt schnell und man rutscht unten in den Schacht rein wenn man unachtsam ist...

Aber immerhin bei allem Drama, der Aufzug am Bahnhof Elmshorn scheint zu funktionieren, sonst hätten wir es in einem extra Thread erfahren.

Eisenbahnbilder von mir? Gerne, aber garantiert nicht mehr auf DSO.

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Straßenbahn in Nürnberg

Re: Jetzt hat die Zeitung davon Wind bekommen.

geschrieben von: sonicus83

Datum: 12.02.20 09:03

Oberdeichgraf schrieb:
Leider ist der Artikel nur ansatzweise lesbar, ich bekomme morgen aber die gedruckte Fassung: [www.shz.de]
Ich bin gespannt, was die Nordbahn dazu zu sagen hat.
Edit: Hier der shz Artikel von Mittwoch den 12.2.20:

[attachment]
Wenn man den Artikel liest, stellen sich doch eigentlich jedem normal denkenden Mitmenschen folgende Fragen:

- Warum fährt der Zug erst in den stromlosen Abschnitt? War das gerade zu dem Zeitpunkt, als der Baum auf die Oberleitung fiel, oder wurde der Zug "gegen besseres Wissen" weitergelassen?
- "so schnell wie möglich" und eine Ankunft fast 2 Stunden (Notfall(!)manager DB) bzw. 2,5 Stunden (Notdienst Nordbahn) ist aus meiner Sicht nicht vereinbar. Was haben die in der Zwischenzeit gemacht? Insbesondere der Notdienst der Nordbahn? Der Sturm war rechtzeitig angekündigt, sonst war ja anscheinend keine andere Nordbahn in "Not". Wenn der Notdienst natürlich vom "Büro" im Süden Hamburgs erst losfährt, sollte man eine Verlegung seines Dienstsitzes in die Nähe des Betriebs (Itzehoe/Wrist-Hamburg!) denken!
- Warum kommt die Feuerwehr erst 2,5 Stunden nach Stillstand dazu? Warum wird der umgefallene Baum inspiziert, wenn einige 100m weiter Leute in einem Zug eingesperrt sind? Geht Personenrettung nicht vor Sachrettung?

Und nach Lektüre des Forums stellt sich mir die Frage
- Warum fuhr eine Dienstfahrt noch an dem Zug vorbei? Der Tf hätte doch im Augenblick des Ausstiegs "Personen im Gleis" melden müssen, ansonsten steht damit doch quasi sofort jeglicher Verkehr still.... oder war die Dienstfahrt in Kenntniss der Personen ggf. "auf Sicht" und damit eh nicht kritisch?

Ich denke der Appell, im Zug zu bleiben, würde viel eher erhört, wenn nicht regelmäßig (!) solche Evakuierungszeiten bekannt würden! Und die Gleichgültigkeit, mit der solche Reaktionszeiten akzeptiert werden, kommt noch hinzu (kein: "Wir möchten uns dafür entschuldigen. Grund für die Verzögerung war...") Nach Definition der DB/Nordbahn ist es ja anscheinend ein Notfall, warum dauert es dann immer 2 Stunden und mehr? Warum schafft sich die DB nicht einfach mal mehr Notfallmanager an? (umgelegt auf alle Pendler Elmshorn-Hamburg ist das sicher kein Euro im Monat, den wir für einen eigenen zusätzlichen Manager auf dem Abschnitt mehr zahlen müssen, der wäre aber verdammt gut angelegt!)

Re: Jetzt hat die Zeitung davon Wind bekommen.

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 12.02.20 09:49

Hallo,
die stark verzögerte Räumung der Nordbahn ist hier wohl der Auslöser der Geschichte gewesen.
Immerhin dauerte es 2:25, bis die restlichen Fahrgäste aus der Nordbahn abgeholt wurden.
Man hätte umgehend Bundespolizei, Feuerwehr usw. in Richtung Nordbahn schicken müssen, finde ich.
Zumindest hätte man so die eigenmächtige Wanderung der Fahrgäste Richtung Schadensstelle in Elmshorn verhindert.
Die Menschen blieben ja um die 40 Minuten "artig" im Zug. Subjektiv geshen ist das schon recht lange.
Nach meiner Sichtung waren unter den ersten wandernden Fahrgästen sehr viele junge Leute, wo die Risikobereitschaft wohl höher ist, als bei älteren Einheimischen.
Es gibt ja durchaus Menschen, denen so ein Vorfall zusetzen kann und ob das Klo ohne Strom noch ging?
Die Luft wird ohne laufende Klimaanlage auch schnell schlechter.
Ich kann schon verstehen, dass manche Fahrgäste nur noch weg wollten.
Die Nordbahn war vom Bahnübergang Rotenlehm relativ gut zu erreichen, geschätzte 350 Meter Entfernung.
Stattdessen hielten sich Notfallmanager, Bundespolizisten und Feuerwehr an der umgekippten Birke und beschädigten Lärmschutzwand auf.
Da die Äste unten zu zersägen und dann abzuwarten war nun in dem Moment nun wirklich nicht nötig.
Der Oberleitungstriebwagen kam erst viel später.
Bei der betroffenen Diesellok war auch nicht viel zu tun, außer ein paar Fotos: Offensichtlich nur Blechschaden.
Die Einfahrt der Nordbahn in den stromlosen Abschnitt ist womöglich nicht zu verhindern gewesen.
Zwischen Kollision der Diesellok mit dem Baum und Halt der Nordbahn sollen nur 5 Minuten gelegen haben.
Ob die Oberleitung nun stromlos wurde, konnte man auf der Diesellok nicht feststellen.
Die Nordbahn kam auch bereits am Vorsignal zum Halten: Dass eine Evakuierung nötig sein würde, war da sicher noch nicht klar.
Wenn das bekannt gewesen wäre, hätte der Zug noch bis zur Brücke rollen können, wo ein direkter Zugang zur Straße möglich gewesen wäre.
Die Frage ist, ob man in diesem Fall die völlig unbeschädigte Nordbahn nicht mit einer Diesellok hätte abschleppen können, zurück nach Tornesch an den Bahnsteig.
Die EVU sind in solchen Fällen zur gegenseitigen Hilfe verpflichtet.
Von Richtung Hamburg war die Strecke ja frei.
Man kann nur froh sein, dass alles gut ging und hoffen, dass die Verantwortlichen aus solchen Vorfällen lernen.

Interessante Ansichten hier...

geschrieben von: bollisee

Datum: 12.02.20 20:30

BR146106 schrieb:
Moin,

ja, man kann keinen festhalten, aber wenn man der Meinung ist, sich in Gefahr zu begeben, der wird sich selber ausortieren. Also macht alle so schön weiter und einige werden keine Rente bekommen, weil die Dummheit euch vorher ins Grab bringen wird.

Und zum Glück kann man in diesem Land, keinen dafür verklagen, in den USA, würdest du garantiert Millionen damit verdienen, weil der Betreiber, deinen vor Dummheit strotzenden Mandanten, nicht davor bewahrt hat, diese Dummheit zu begehen.

gruß carsten
Schon interessant, Ausbruch aus dem Gefängnis ist nicht mit Strafe belegt, lediglich Sachbeschädigung oder Gewalt ist strafbewehrt. Beim Ausbruch aus einem Bahngefängnis machen sich Verantwortlichen und deren Steigbügelhalter alle sofort in die Hose. Armes Deutschland, wohin sind wir verkommen... Die komplette Unselbständigkeit oder die schöne, neue Welt...
ICE 4 schrieb:
Jein. Er darf niemanden körperlich zurückhalten. Aber er kann meiner Meinung nach das Aussteigen mündlich verbieten und seine Autorität als Unternehmensmitarbeiter geltend machen. Ebenso kann er die Türen nicht freigeben und darauf hinweisen, dass die Benutzung der Türnotentriegelung ebenso eine zu ahndende Ordnungswidrigkeit (?) ist, ebenso wie das eigenmächtige Betreten der Gleisanlagen. Das zusammen erzeugt schonmal eine Menge "Festhaltedruck" und bekommt noch ein ganz anderes Gewicht, wenn gesagt wird, dass die Bundespolizei sowieso gerade anrückt oder sie gar schon in Sichtweite draußen vor dem Zug steht
Das grenzt dann aber schon an Nötigung (Drohung mit empfindlichen Übel), sofern man nicht sicher solch einen Tatbestand hat. Ich würde gerne mal einen Prozess dazu sehen...

Für gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr fehlt grundsätzlich der Vorsatz, weil ja keiner "Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet" ausgehend von dem stehenden Fahrzeug auf dem einen Gleis und einer Wanderung neben dem Gleis mit stehendem Zug. Sich selbst in Lebensgefahr zu bringen (Oberleitung...) ist (nach Wortlaut des Gesetzestextes) kein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr... (mir fehlt die Lust/Zeit, nach Urteilen zu suchen...) Idealerweise hätten sich die Fahrgäste natürlich auf schnellstem Weg vom Zug entfernt und wären die Strecken neben dem Gleis entlanggelaufen.

Und nebenbei: die Bundespolizei (und alle anderen) brauchten ab dem Zeitpunkt noch zwei Stunden (!), das war in der Vergangenheit schon häufiger an der Strecke so. Wer soll das noch glauben wenn angekündigt wird "Hilfe ist gleich da"?
sonicus83 schrieb:
ICE 4 schrieb:
Jein. Er darf niemanden körperlich zurückhalten. Aber er kann meiner Meinung nach das Aussteigen mündlich verbieten und seine Autorität als Unternehmensmitarbeiter geltend machen. Ebenso kann er die Türen nicht freigeben und darauf hinweisen, dass die Benutzung der Türnotentriegelung ebenso eine zu ahndende Ordnungswidrigkeit (?) ist, ebenso wie das eigenmächtige Betreten der Gleisanlagen. Das zusammen erzeugt schonmal eine Menge "Festhaltedruck" und bekommt noch ein ganz anderes Gewicht, wenn gesagt wird, dass die Bundespolizei sowieso gerade anrückt oder sie gar schon in Sichtweite draußen vor dem Zug steht
Das grenzt dann aber schon an Nötigung (Drohung mit empfindlichen Übel), sofern man nicht sicher solch einen Tatbestand hat. Ich würde gerne mal einen Prozess dazu sehen...

Für gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr fehlt grundsätzlich der Vorsatz, weil ja keiner "Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet" ausgehend von dem stehenden Fahrzeug auf dem einen Gleis und einer Wanderung neben dem Gleis mit stehendem Zug. Sich selbst in Lebensgefahr zu bringen (Oberleitung...) ist (nach Wortlaut des Gesetzestextes) kein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr... (mir fehlt die Lust/Zeit, nach Urteilen zu suchen...) Idealerweise hätten sich die Fahrgäste natürlich auf schnellstem Weg vom Zug entfernt und wären die Strecken neben dem Gleis entlanggelaufen.

Und nebenbei: die Bundespolizei (und alle anderen) brauchten ab dem Zeitpunkt noch zwei Stunden (!), das war in der Vergangenheit schon häufiger an der Strecke so. Wer soll das noch glauben wenn angekündigt wird "Hilfe ist gleich da"?
sehe ich auch so zudem kann man es rechtlich auch als freiheitsberaubung auslegen wenn der MA das aussteigen aktiv verbietet. Ist wie immer im Juristischen bereich immer ne abwägungsache die berühme Wagschale was höherwertig anzusehen ist.

ein echter Sylter!
auch hier unterwegs: [www.youtube.com]
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Re: Jetzt hat die Zeitung davon Wind bekommen.

geschrieben von: Lokm

Datum: 13.02.20 07:08

Ich hoffe nur Du wirst niemals Polizist, Feuerwehrmann, Lokführer o.ä. Zum Glück werden dort aber Leute mit Verdrahtungsfehler mittels Eignungstests ausgesiebt.
Lokm

Re: Jetzt hat die Zeitung davon Wind bekommen.

geschrieben von: sylter

Datum: 13.02.20 07:32

In Einem hat er aber recht es kann nicht sein das es über 2 Stunden dauert bis die Rettungskräfte am Einsatzort sind in diesem Fall wurden Fehler gemacht den was soll die Feuerwehr beim Baum in der OL bevor da nix gerdet ist dürfen die da eh nix machen in der Zeit hätten die die Nordbahn räumen können, lag es vielleicht daran das die Feuerwehr das nicht gemeldet bekommen hat da gab es jacauchvschon öfters Fälle wo die Netz Notfalleitstelle was unterschlagen hat.

Ne abschlepp Lok kann man jedenfalls vergessen das dauert noch länger.

ein echter Sylter!
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mein Twitter Kanal: [twitter.com]

Anderswo auch...

geschrieben von: bauigel

Datum: 13.02.20 09:41

bollisee schrieb:
BR146106 schrieb:
Moin,

ja, man kann keinen festhalten, aber wenn man der Meinung ist, sich in Gefahr zu begeben, der wird sich selber ausortieren. Also macht alle so schön weiter und einige werden keine Rente bekommen, weil die Dummheit euch vorher ins Grab bringen wird.

Und zum Glück kann man in diesem Land, keinen dafür verklagen, in den USA, würdest du garantiert Millionen damit verdienen, weil der Betreiber, deinen vor Dummheit strotzenden Mandanten, nicht davor bewahrt hat, diese Dummheit zu begehen.

gruß carsten
Schon interessant, Ausbruch aus dem Gefängnis ist nicht mit Strafe belegt, lediglich Sachbeschädigung oder Gewalt ist strafbewehrt. Beim Ausbruch aus einem Bahngefängnis machen sich Verantwortlichen und deren Steigbügelhalter alle sofort in die Hose. Armes Deutschland, wohin sind wir verkommen... Die komplette Unselbständigkeit oder die schöne, neue Welt...
Wer aus dem Gefängnis ausbricht, hat keine Chance, den Betreiber - selbst wenn der den Ausbruch zu verhindern versucht - für dabei eventuell erlittene Schäden verantwortlich zu machen. Wer freiwillig ein ÖPNV-Fahrzeug (egal ob Bahn oder Bus) außerhalb einer Haltestelle verlässt hat diese Chance schon, wenn der Betreiber das nur zulässt (im BOStrab und vor allem BOKraft-Bereich auch schon mehrfach mit Erfolg).

Re: Jetzt hat die Zeitung davon Wind bekommen.

geschrieben von: sonicus83

Datum: 13.02.20 09:45

Lokm schrieb:
Ich hoffe nur Du wirst niemals Polizist, Feuerwehrmann, Lokführer o.ä. Zum Glück werden dort aber Leute mit Verdrahtungsfehler mittels Eignungstests ausgesiebt.
Lokm

Danke für die persönliche Beleidigung.. was ist denn ein "Verdrahtungsfehler" wenn man offensichtliche Probleme im Ablauf eines Notfalls anspricht?

Findest du die Reaktionszeiten etwa in Ordnung und nicht verbesserungswürdig?

Re: Welche Egoisten?

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.02.20 11:41

Moin,

oh je, 1-2x im Monat, na das nennen ich mal eine Repräsentative Meinung.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.02.20 11:49

Moin,

das beschreiten und herumlaufen in den Bahngleisen ist erst einmal kein Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr, richtig erkannt, aber sobald ein Zug dadurch zum bremsen gezwungen wird, wird es ein gefährlicher Eingriff. Denn man versucht ja mit allen Mitteln einen Unfall zu vermeiden. Dazu gibt es auch entsprechende Urteile. [dejure.org]

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Welche Egoisten?

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 14.02.20 12:13

Also wie üblich nur heiße Luft und überzogene Vorurteile.

schönen Gruß vom Frank

Re: Welche Egoisten?

geschrieben von: BR146106

Datum: 14.02.20 12:34

Moin,

nein, nur 1-2x im Monat reichen eben nicht aus, da muss man schon deutlich mehr auf dem Bahnhof unterwegs sein. Da sieht man deutlich wie Hilflos und Unbeholfen die heutige Generation Handy ist. Einfachste Dinge, wie Fahrplan lesen werden da zur Expedition in die Welt. Oder all die anderen Dinge, wie Fahrrad fahren auf dem Bahnsteigen, macht riesig Spaß, wenn da 100 bis 200 Fahrgäste herumstehen. Es ist nun mal so wie beschrieben, jeder ist sich selbst der nächste, Rücksicht kennt man nicht mehr.

Ich selber wurde mal vor Jahren angesprochen, weil jemand über die Gleise gelaufen ist, ob ich da nicht etwas unternehmen will, meine Antwort dazu: Der wird irgendwann mal Zug bekommen und dann wird er wissen, warum es verboten ist. Es bringt eben nichts, Leute aufzuklären die Erwachsen sind und selber der Meinung sind, keinen Fehler begangen zu haben und wenn man es doch mal macht, wird man blöde angemacht und für doof gehalten, weil man auf einen Fehler hingewiesen hat.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Die Presse in Form der Elmshorner Nachrichten berichtet heute nochmals über den Vorfall mit den etwa 150 Fahrgästen, die aus der liegengebliebenen Bahn ausgestiegen sind und über die Gleise Richtung Elmshorn marschierten: In Richtung Schadensstelle mit der Oberleitung und nicht in die sinnvolle Richtung 400 Meter zurück zum nächsten BÜ
Ein Augenzeuge aus dem Zug bestätigt genau das, was mir eine junge Mitfahrerin unmittelbar nach dem Vorfall erzählt.
Festzuhalten bleibt, dass mit der Räumung des Zuges erst 90 Minuten nach dem erstmaligen Öffnen der Tür begonnen wurde.
20 Fahrgäste waren dann noch im Zug.
Online nur gegen Freischaltung: [www.shz.de]

P1190731.JPG
Habe ich es nicht die ganze Zeit geschrieben?

Und zu dem Kommentar "warum lässt man einen Zug in einem stromlosen Abschnitt fahren": das ist sehr blöd formuliert. Der Zug befand sich bereits in dem Abschnitt, in dem der Strom weg ist. Das heißt der Lokführer hatte erstmal keine Spannung mehr (was im Falle einer Geschwindigkeit über 140 zu einer Betriebszwangsbremsung geführt hätte) und dann wird auch nicht viel später der Nothaltauftrag gekommen sein. Spätestens dann ist anzuhalten, Strom hin Strom her.

Und dass ein Fahrgast berichtet es kam plötzlich nur die Ansage eine Tür würde aufgemacht werden ist gut möglich, ich denke er saß weiter hinten im Zug und hat den Tumult vorne, der dann zum öffnen einer Tür geführt hat, nicht mitbekommen. Man muss bedenken dass die Lokführer der nordbahn tagsüber zu 75% alleine auf den Zügen sind, da kann man nicht alle auf einmal informieren. Zudem bin ich mir ziemlich sicher, dass er in dieser Durchsage auf die Gefahren hingewiesen hat.
Und wenn man ein mulmiges Gefühl hat über die Gleise zu laufen, warum macht man es dann???

Und auch das hatte ich bereits geschrieben und im Artikel wurde es bestätigt: eine Tür zu öffnen war in der Situation am sichersten. Die Fahrgäste haben mehr als deutlich gemacht, dass sie auf eigene Faust aussteigen. Öffnet man die Tür mittels Notentriegelung kommt keine Trittstufe raus. Der Fahrzeugboden ist 78cm über Schienenoberkante, also etwa 90cm oder so über Gleisbett, aber da der Schotter an der Seite abfällt ist es real noch viel höher, mindestens 120-130cm. Kann ich aus Erfahrung vom Bü Schlüsseln sagen. Dazu ist der Schotter auch alles andere als ein fester sicherer Untergrund, gerade wenn es abfallend ist. So hatten die Fahrgäste zumindest die 55cm Trittstufe um runter zu kommen.

Und ja, die langen Zeiten, bis es mal zu einer Evakuierung kommt, sind wirklich ein Problem. Und da auf dieser Strecke ständig irgendwas schief läuft hat auch so manch ein Vielfahrer schon mal eine Evakuierung mitmachen müssen und weiß, wie lange das dauert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.02.20 19:59.
BR-474 schrieb:
Habe ich es nicht die ganze Zeit geschrieben?

Und zu dem Kommentar "warum lässt man einen Zug in einem stromlosen Abschnitt fahren": das ist sehr blöd formuliert. Der Zug befand sich bereits in dem Abschnitt, in dem der Strom weg ist. Das heißt der Lokführer hatte erstmal keine Spannung mehr (was im Falle einer Geschwindigkeit über 140 zu einer Betriebszwangsbremsung geführt hätte) und dann wird auch nicht viel später der Nothaltauftrag gekommen sein. Spätestens dann ist anzuhalten, Strom hin Strom her.


Vielleicht kann ich ja auch noch was lernen: Was bitte ist eine "Betriebszwangsbremsung bei V > 140 km/h"?

"I love it when plan comes together!"

George Peppard / Hannibal Smith - A-Team

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]

Wäre mir auch neu, dass der Kübel bei Stromlosigkeit zum Stillstand gebremst wird :D
traktionsumrichter schrieb:
Wäre mir auch neu, dass der Kübel bei Stromlosigkeit zum Stillstand gebremst wird :D
Hallo,
ich hatte dazu die Mitfahrerin befragt: Das Tempo ging langsam runter und das Fahrzeug stand dann ja auch "passend" in Wartestellung vor dem Vorsignal.
Klingt für mich nicht nach einer Zwangsbremsung.
Ob da (5 Minuten nach der Kollision zwischen Diesellok und Baum) der Strom tatsächlich schon weg war, ist ja offen.
Bäume und Äste auf der Oberleitung führen ja nicht automatisch zu Kurzschluss und automatischer Abschaltung und die betroffene Diesellok konnte oben ja nichts abräumen.
Nochmals der Baum auf der Leitung um 16:40, unten hatte die Feuerwehr wohl schon aufgeräumt:

P1190687.JPG

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