DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.

Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: 23105

Datum: 08.02.20 17:50

Rems-Murr-KreisGo-Ahead: Ein Insider packt aus

[www.zvw.de]
Schichtprämien und Überstunden im dreistelligen Bereich - alles nichts Neues für alle, die vorher bei der DB gearbeitet haben. Eine branchenweite Folgeerscheinung des Personalmangel.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Problem ist Hausgemacht in Deutschland

geschrieben von: 146 227

Datum: 08.02.20 18:16

Hallo
Murrtalbahner schrieb:
Schichtprämien und Überstunden im dreistelligen Bereich - alles nichts Neues für alle, die vorher bei der DB gearbeitet haben. Eine branchenweite Folgeerscheinung des Personalmangel.
Vielleicht sollte man mal alles ganz überdenken? Es klingt nach Abseits des Thema aber ist ja keine Unwahrheit:
Die wo auf das Geld angewiesen sind nehmen mehr Arbeit in kauf, die wo es nicht nötig haben setzten auf Freizeit (ist heute ein sehr hohes gut). Die Anzahl an Berufe wo am Wochenende arbeiten sind doch abzählbar und in all diesen ist Personalmangel. Fachkräftemangel, der Arbeitslosenmarkt sinkt zu dem immer weiter - ich würde sogar drauf spekulieren das irgendwann nur noch die vorhanden sind die wirklich GAR kein BOCK haben und das auch so kommunizieren...

Gerade in o.g. Berufen wird doch gegaunert (gerade auch von Vater Staat man könnte ja diesen Menschen mehr vom Brutto einkommen lassen...) Rettungsdienste, Hauptamtliche Sicherheitskräfte (meistens verbeamtet, Feuerwehr, Polizei). Im technischen Wesen (Handwerk) sieht es ja auch so aus. Das die Eisenbahn als nächstes kommt wundert einen da nicht mehr.


Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Murrtalbahner schrieb:
Schichtprämien und Überstunden im dreistelligen Bereich - alles nichts Neues für alle, die vorher bei der DB gearbeitet haben. Eine branchenweite Folgeerscheinung des Personalmangel.
Aber anscheinend doch noch besser wie Go-Ahead, weil manche wechseln wollen.
Go-Ahead fährt jetzt etwa 8 Monate und Überstunden schon im dreistelligen Bereich. Dazu, nach so kurzer Zeit, ein hoher Krankenstand, das Personal läuft jetzt schon auf dem Zahnfleisch, allerdings stellt sich dann die Frage was kommt in Zukunft.
Weiters werden gesetzliche Ruhezeiten nicht eingehalten, mit anderen Worten die Bahn macht´s der Straße nach. Übersetzt heißt dies, ein Zug muß fahren und ein Fahrer reicht, der kann das alles auf einer Arschbacke abreiten.

Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
märchenerzähler schrieb:
Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
Guten Abend Märchenerzähler (nomen est omen?),

bitte aber bei dieser Erzählung auch bedenken, dass heutige "Billigheimer" wie GoAhead etc.pp. die Ausschreibungsvorgaben zur Tariftreue ohne Murren akzeptieren. Wenn wir uns zurückerinnern, mussten DB-Beschäftigte diese Tarifverträge erst hart und mühsam auf dem Rücken der Kunden erstreiken, weil der verkehrsrote Mobilitäz-Dingsda bei der ordentlichen Entlohnung seiner Mitarbeiter auch schon mal gerne sparen wollte und allerlei Zicken veranstaltete.

Und ein Stück weit schimmert hier schon wieder genau jene Scheinheiligkeit durch, welche ich erst zuletzt hierzuforum kritisieren musste: wenn bei GoAhead wegen Personalmangel Züge ausfallen, ist das ein Desaster, ein Skandal, ein Chaos, ein Weltuntergang und weiß der Himmel was sonst noch. Wenn ein DB-Verkehrsbetrieb wie z.B. die RAB reihenweise Züge ausfallen lässt, ist das halt achselzuckendes Alltagsgeschäft. Super, la-la-läuft bei euch...

Freundliche Grüße
Tobias

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !

Rems-Murr-Kreis: Das sagt Go-Ahead zu dem Insider-Bericht

geschrieben von: 23105

Datum: 08.02.20 17:52

Rems-Murr-Kreis: Das sagt Go-Ahead zu dem Insider-Bericht

[www.zvw.de]
gastronomie1916 schrieb:
Und das hätte man nicht alles in EINEN Beitrag packen können?
Zumal der Link zu den Aussagen von GoAhead im erstverlinkten Zeitungsartikel zu finden ist...

Gruß Peter

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Tarifverträge: bitte mal eins bedenken

geschrieben von: autolos

Datum: 08.02.20 19:19

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
Guten Abend Märchenerzähler (nomen est omen?),

bitte aber bei dieser Erzählung auch bedenken, dass heutige "Billigheimer" wie GoAhead etc.pp. die Ausschreibungsvorgaben zur Tariftreue ohne Murren akzeptieren. Wenn wir uns zurückerinnern, mussten DB-Beschäftigte diese Tarifverträge erst hart und mühsam auf dem Rücken der Kunden erstreiken, weil der verkehrsrote Mobilitäz-Dingsda bei der ordentlichen Entlohnung seiner Mitarbeiter auch schon mal gerne sparen wollte und allerlei Zicken veranstaltete.

Und ein Stück weit schimmert hier schon wieder genau jene Scheinheiligkeit durch, welche ich erst zuletzt hierzuforum kritisieren musste: wenn bei GoAhead wegen Personalmangel Züge ausfallen, ist das ein Desaster, ein Skandal, ein Chaos, ein Weltuntergang und weiß der Himmel was sonst noch. Wenn ein DB-Verkehrsbetrieb wie z.B. die RAB reihenweise Züge ausfallen lässt, ist das halt achselzuckendes Alltagsgeschäft. Super, la-la-läuft bei euch...

Freundliche Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
genau, die DB hat Schuld, egal was passiert, irgendwie lässt es sich schon so drehen. Ehrlich, die Platte ist schon so alt, ist es dir nicht langsam peinlich, sie immer mal wieder auszupacken? Vielleicht wäre nachdenken statt nachdenklich mal hilfreich 😉
Gruß

Re: Tarifverträge: bitte mal eins bedenken

geschrieben von: 146 227

Datum: 08.02.20 19:25

autolos schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
Guten Abend Märchenerzähler (nomen est omen?),

bitte aber bei dieser Erzählung auch bedenken, dass heutige "Billigheimer" wie GoAhead etc.pp. die Ausschreibungsvorgaben zur Tariftreue ohne Murren akzeptieren. Wenn wir uns zurückerinnern, mussten DB-Beschäftigte diese Tarifverträge erst hart und mühsam auf dem Rücken der Kunden erstreiken, weil der verkehrsrote Mobilitäz-Dingsda bei der ordentlichen Entlohnung seiner Mitarbeiter auch schon mal gerne sparen wollte und allerlei Zicken veranstaltete.

Und ein Stück weit schimmert hier schon wieder genau jene Scheinheiligkeit durch, welche ich erst zuletzt hierzuforum kritisieren musste: wenn bei GoAhead wegen Personalmangel Züge ausfallen, ist das ein Desaster, ein Skandal, ein Chaos, ein Weltuntergang und weiß der Himmel was sonst noch. Wenn ein DB-Verkehrsbetrieb wie z.B. die RAB reihenweise Züge ausfallen lässt, ist das halt achselzuckendes Alltagsgeschäft. Super, la-la-läuft bei euch...

Freundliche Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
genau, die DB hat Schuld, egal was passiert, irgendwie lässt es sich schon so drehen. Ehrlich, die Platte ist schon so alt, ist es dir nicht langsam peinlich, sie immer mal wieder auszupacken? Vielleicht wäre nachdenken statt nachdenklich mal hilfreich 😉
Gruß
Hallo autolos,
was ist den daran alt? DB ZugBus RAB hat inzwischen im Tübinger Raum maximal Probleme. Das ist schon seit Jahren so. Ich erinnere nur an Dezember letztes Jahr. Jammertal brauch ich wohl gar nicht erwähnen dort wechseln die Fahrgäste zurück auf die Straße.

Es mag sicherlich nicht überall bei der DB so sein das ist alles gut, Richtig, Recht und schön. Aber ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee ist leider das Desaster mir tut das Personal der DB dort nur Leid.

Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: Traumflug

Datum: 08.02.20 19:25

märchenerzähler schrieb:
Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden
Wenn Leute für eine einzelne Extraschicht mehrere hundert Euro auf den normalen Lohn oben drauf bekommen ist das nicht gerade ein Indiz dafür, dass die Leute unterbezahlt nach Hause gehen müssen.

Im Gegenteil, das scheint gerade eine ziemliche Goldgrube zu sein. Die dürfte auch nicht versiegen, so lange Züge ausfallen. Denn bei 30 Euro Pönale pro Kilometer ausgefallene Leistung sind 500 Euro Bonus schon nach rund 20 km amortisiert.

So oder so: wenn das Gehalt mal höher, mal niedriger ist, lohnt sich eine Steuererklärung am Ende des Jahres. Damit die Steuerprogression nicht ganz so heftig zuschlägt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
MD 612 schrieb:
gastronomie1916 schrieb:
Und das hätte man nicht alles in EINEN Beitrag packen können?
Zumal der Link zu den Aussagen von GoAhead im erstverlinkten Zeitungsartikel zu finden ist...

Gruß Peter
Hallo,

schon mal daran gedacht, dass zum Erscheinungszeitpunkt des Artikels die Stellungnahme von GoAhead eventuell noch gar nicht existierte? Drum hat der TE vermutlich die Stellungnahme nachgeliefert.


Grüße,

diezge


Ergänzung:
Ich habe gerade gesehen, dass die Stellungnahme nur zwei Minuten später abgeliefert wurde. Habe ich übersehen. Mea Culpa.

Dem TE kann es aber genau so ergangen sein.


Grüße,

diezge



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 19:38.

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: MD 612

Datum: 08.02.20 19:36

Murrtalbahner schrieb:
Schichtprämien und Überstunden im dreistelligen Bereich - alles nichts Neues für alle, die vorher bei der DB gearbeitet haben.
Und das macht jetzt genau was besser??

Sorry, Dein Ablenkungsmanöver ist misslungen...

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler
diezge schrieb:
schon mal daran gedacht, dass zum Erscheinungszeitpunkt des Artikels die Stellungnahme von GoAhead eventuell noch gar nicht existierte? Drum hat der TE vermutlich die Stellungnahme nachgeliefert.
Zwischen beiden Einträgen des TO liegen zwei Minuten, da war der Link zur Stellungnahme von GoAhead schon im Artikel drin. Abgesehen davon hätte man auch bei einer späteren Nachlieferung des Links den Ausgangsbeitrag editieren oder einfach einen zweiten Beitrag als Antwort auf seinen ersten Beitrag verfassen können. Der TO hatte jedoch ursprünglich einen zweiten Thread eröffnet, der erst im Nachhinein von den Hausherren an den ursprünglichen Thread angehangen wurde. Sowas muss nicht sein.

Gruß Peter

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Leider falsch verstanden...

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 08.02.20 20:00

autolos schrieb:
Hallo Tobias,
genau, die DB hat Schuld, egal was passiert, irgendwie lässt es sich schon so drehen. Ehrlich, die Platte ist schon so alt, ist es dir nicht langsam peinlich, sie immer mal wieder auszupacken? Vielleicht wäre nachdenken statt nachdenklich mal hilfreich 😉
Gruß
Guten Abend autolos,

da liegt jetzt irgendwie ein kapitales Missverständnis vor - genau diese einseitigen Betrachtungen, dass es "nur die DB" "nur die Privaten" "nur das schlechte Wetter" oder was auch immer alleine gewesen sein sollen, sind ja der Grund meiner Unzufriedenheit. Wenig auf dieser Welt ist nur "schwarz" oder "weiß", meistens gibt es etliche Schattierungen von "grau" dazwischen. Und die meisten Dinge haben auch eine Geschichte. So zum Beispiel auch der Weg zu heutigen Tarifverträgen im SPNV.

Freundliche Grüße
Tobias

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !

Re: Tarifverträge: bitte mal eins bedenken

geschrieben von: M 262

Datum: 08.02.20 20:06

er nachdenkliche Stromrichter schrieb:märchenerzähler schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
Guten Abend Märchenerzähler (nomen est omen?),

bitte aber bei dieser Erzählung auch bedenken, dass heutige "Billigheimer" wie GoAhead etc.pp. die Ausschreibungsvorgaben zur Tariftreue ohne Murren akzeptieren. Wenn wir uns zurückerinnern, mussten DB-Beschäftigte diese Tarifverträge erst hart und mühsam auf dem Rücken der Kunden erstreiken, weil der verkehrsrote Mobilitäz-Dingsda bei der ordentlichen Entlohnung seiner Mitarbeiter auch schon mal gerne sparen wollte und allerlei Zicken veranstaltete.

Und ein Stück weit schimmert hier schon wieder genau jene Scheinheiligkeit durch, welche ich erst zuletzt hierzuforum kritisieren musste: wenn bei GoAhead wegen Personalmangel Züge ausfallen, ist das ein Desaster, ein Skandal, ein Chaos, ein Weltuntergang und weiß der Himmel was sonst noch. Wenn ein DB-Verkehrsbetrieb wie z.B. die RAB reihenweise Züge ausfallen lässt, ist das halt achselzuckendes Alltagsgeschäft. Super, la-la-läuft bei euch...

Freundliche Grüße
Tobias
Aus diesem Grunde gehen also so viele Tf nach Ende ihres Knebelvertrages beim privaten Start-Up EVU deiner Wahl zur DB. Sehr interessant. Weiterhin viel Spaß beim Relativieren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 20:07.
MD 612 schrieb:
diezge schrieb:
schon mal daran gedacht, dass zum Erscheinungszeitpunkt des Artikels die Stellungnahme von GoAhead eventuell noch gar nicht existierte? Drum hat der TE vermutlich die Stellungnahme nachgeliefert.
Zwischen beiden Einträgen des TO liegen zwei Minuten, da war der Link zur Stellungnahme von GoAhead schon im Artikel drin. Abgesehen davon hätte man auch bei einer späteren Nachlieferung des Links den Ausgangsbeitrag editieren oder einfach einen zweiten Beitrag als Antwort auf seinen ersten Beitrag verfassen können. Der TO hatte jedoch ursprünglich einen zweiten Thread eröffnet, der erst im Nachhinein von den Hausherren an den ursprünglichen Thread angehangen wurde. Sowas muss nicht sein.

Gruß Peter
Siehst Du, so schnell passiert das: Genau das gleiche habe ich auch kurz danach bemerkt aber schon vier Minuten vor Deiner Antwort genau das als Nachtrag hinzueditiert.

Ich habe zu schnell geschrieben und erst dann genauer hingeschaut und Du genauso. Nix für Ungut. Und sind wir mal ehrlich: Fassen wir drei uns alle an die Nase: Ob da jetzt zwei Beiträge stehen, die man hätte in einen packen können. Was solls? Er hats halt so gemacht und wir müssen auch gar nicht wissen warum, denn davon geht die Welt nicht unter. Es ist eigentlich nicht einmal Wert, auch nur fünf Sekunden Gedanken darüber zu verschwenden... ;-)


Ich wünsche einen schönen Abend,

diezge
diezge schrieb:
Ob da jetzt zwei Beiträge stehen, die man hätte in einen packen können.
Zwei Beiträge in einem Thread wären ja ok, aber man muss deswegen nicht einen zweiten Thread innerhalb von zwei Minuten zum gleichen Thema eröffnen.

Gruß Peter

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Ganz einfach

geschrieben von: autolos

Datum: 08.02.20 22:00

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
autolos schrieb:
Hallo Tobias,
genau, die DB hat Schuld, egal was passiert, irgendwie lässt es sich schon so drehen. Ehrlich, die Platte ist schon so alt, ist es dir nicht langsam peinlich, sie immer mal wieder auszupacken? Vielleicht wäre nachdenken statt nachdenklich mal hilfreich 😉
Gruß
Guten Abend autolos,

da liegt jetzt irgendwie ein kapitales Missverständnis vor - genau diese einseitigen Betrachtungen, dass es "nur die DB" "nur die Privaten" "nur das schlechte Wetter" oder was auch immer alleine gewesen sein sollen, sind ja der Grund meiner Unzufriedenheit. Wenig auf dieser Welt ist nur "schwarz" oder "weiß", meistens gibt es etliche Schattierungen von "grau" dazwischen. Und die meisten Dinge haben auch eine Geschichte. So zum Beispiel auch der Weg zu heutigen Tarifverträgen im SPNV.

Freundliche Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
Hier geht es um GoAhead und deren Probleme. Dafür sind die ganz alleine verantwortlich. Anderswo läuft es auch nicht, aber hier geht es nicht um anderswo. Du scheinst davon ablenken zu wollen.
Gruß

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 08.02.20 23:21

autolos schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
autolos schrieb:
Hallo Tobias,
genau, die DB hat Schuld, egal was passiert, irgendwie lässt es sich schon so drehen. Ehrlich, die Platte ist schon so alt, ist es dir nicht langsam peinlich, sie immer mal wieder auszupacken? Vielleicht wäre nachdenken statt nachdenklich mal hilfreich 😉
Gruß
Guten Abend autolos,

da liegt jetzt irgendwie ein kapitales Missverständnis vor - genau diese einseitigen Betrachtungen, dass es "nur die DB" "nur die Privaten" "nur das schlechte Wetter" oder was auch immer alleine gewesen sein sollen, sind ja der Grund meiner Unzufriedenheit. Wenig auf dieser Welt ist nur "schwarz" oder "weiß", meistens gibt es etliche Schattierungen von "grau" dazwischen. Und die meisten Dinge haben auch eine Geschichte. So zum Beispiel auch der Weg zu heutigen Tarifverträgen im SPNV.

Freundliche Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
Hier geht es um GoAhead und deren Probleme. Dafür sind die ganz alleine verantwortlich. Anderswo läuft es auch nicht, aber hier geht es nicht um anderswo. Du scheinst davon ablenken zu wollen.
Gruß
Es ist aber sachlicher, wenn man im Gesamtkontext diskutiert. Da kann man eben den selben Artikel nehmen und nahezu jedes größere EVU eintragen. DB Zugbus rund um Tübingen hat die Personalprobleme TROTZ der Verluste der Stuttgarter Netze. Wo wären wir rund um Stuttgart, wenn nicht die ehemaligen Regio Mitarbeiter zu Fernverkehr, Cargo oder S-Bahn gewechselt wären bzw. die noch verbliebenen Strecken ab Stuttgart fahren würden? Richtig! Genau da, wo jetzt Abellio und GoAhead auch sind.
Deswegen ja, wenn man den Fall singulär betrachtet, dann hat GoAhead schuld. Die Frage ist nur - liegt es an GoAhead oder eher am Gesamtproblem Personalmangel? Es ist ja nicht so, dass GoAhead, Abellio, DB usw. sich weigern, Personal einzustellen. Es ist schlichtweg keines da.
Gehälter sind sicher ein Thema, aber warum fährt dann überhaupt wer für GoAhead, wenn es anderswo direkt vor der Haustür (Plochingen, Tübingen) die Möglichkeit gibt, theoretisch besser zu verdienen? Da muss ich auch 146 227 widersprechen, denn Personalmangel gibt es nicht nur in den "Nachtschicht-Branchen". Auch der öffentliche Dienst mit beheiztem Büro, sehr sicherer Arbeitsstelle und sehr geregelten Arbeitszeiten sucht händeringend nach Personal. Wenn aber die Bearbeitungszeiten für Bausachen, Bafög-Anträge oder Wartezeiten bei der KfZ-Zulassungsstelle immer länger werden, fällt das nicht so auf, wie wenn eben drei Züge nicht fahren.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.20 23:22.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: M 262

Datum: 08.02.20 23:49

Murrtalbahner schrieb:
Es ist aber sachlicher, wenn man im Gesamtkontext diskutiert. Da kann man eben den selben Artikel nehmen und nahezu jedes größere EVU eintragen. DB Zugbus rund um Tübingen hat die Personalprobleme TROTZ der Verluste der Stuttgarter Netze. Wo wären wir rund um Stuttgart, wenn nicht die ehemaligen Regio Mitarbeiter zu Fernverkehr, Cargo oder S-Bahn gewechselt wären bzw. die noch verbliebenen Strecken ab Stuttgart fahren würden? Richtig! Genau da, wo jetzt Abellio und GoAhead auch sind.
Deswegen ja, wenn man den Fall singulär betrachtet, dann hat GoAhead schuld. (blablabla)
1. In Tübingen steht ja noch ein weiterer Betreiberwechsel DB -> Abellio an. Könnte der Personalmangel evtl. damit zusammenhängen???

2. Dann wären die Mitarbeiter wohl noch bei DB Regio und vielleicht wären in den Jahren seit der Vergabe auch deutlich weniger Mitarbeiter gewechselt.

3. Singulär ist da gar nichts, die ganze Bestellerei des SPNV ist eine strukturelle Sackgasse.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 09.02.20 00:37

Zitat
3. Singulär ist da gar nichts, die ganze Bestellerei des SPNV ist eine strukturelle Sackgasse.
Also ist dir das System Bundesbahn mit Eigenwirtschaftlichkeit bis zum Bankrott des betriebswirtschaftlich optmalen Netzes lieber.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: M 262

Datum: 09.02.20 02:03

Signalschruber schrieb:
Zitat
3. Singulär ist da gar nichts, die ganze Bestellerei des SPNV ist eine strukturelle Sackgasse.
Also ist dir das System Bundesbahn mit Eigenwirtschaftlichkeit bis zum Bankrott des betriebswirtschaftlich optmalen Netzes lieber.
Was glaubst du hätte die Bundesbahn alles fahren können, wenn sie mit all den Milliarden gepimpert worden wäre, die heute bei den zweihunderteinunddrölfzig Aufgabenträgerorganisationen so durchlaufen?

Re: Ganz einfach

geschrieben von: De David

Datum: 09.02.20 02:08

Signalschruber schrieb:
Zitat
3. Singulär ist da gar nichts, die ganze Bestellerei des SPNV ist eine strukturelle Sackgasse.
Also ist dir das System Bundesbahn mit Eigenwirtschaftlichkeit bis zum Bankrott des betriebswirtschaftlich optmalen Netzes lieber.
Ja nur ohne Besteller hat man andere Probeleme. Die EVU optimieren sich so wie es ihnen am besten passt, und nicht wie für den Fahrgast das beste Angebot geschaffen werden kann.
Ich wüsste da so viele Beispiele, wo man einzelne Lücken in Takte reißen könnte, oder Züge nur die halbe statt ganze Strecken fahren lassen, einfach nur weil man dann die Schichten und Pausen fürs Personal viel besser legen kann, oder die Fahrzeugumläufe, wie wenn unbedingt jeder Zug voll fahren muss. Und da würden EVU ganz scharf rechnen, was kosten 1-2 Mann mehr am Tag, und 5 Mann die deswegen einen uneffektiven Ablauf haben und mehr sinnlos herum hocken wie arbeiten, oder der Bedarf von einem Fahrzeug mehr weils sonst einfach nicht auf geht, gegenüber den Einnahmeverlusten wenn man eben ein paar Fahrgäste vergrault weil "ihr" Zug nicht mehr so fährt wie sie es gerne hätten.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: De David

Datum: 09.02.20 03:00

Traumflug schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden
Wenn Leute für eine einzelne Extraschicht mehrere hundert Euro auf den normalen Lohn oben drauf bekommen ist das nicht gerade ein Indiz dafür, dass die Leute unterbezahlt nach Hause gehen müssen.

Im Gegenteil, das scheint gerade eine ziemliche Goldgrube zu sein. Die dürfte auch nicht versiegen, so lange Züge ausfallen. Denn bei 30 Euro Pönale pro Kilometer ausgefallene Leistung sind 500 Euro Bonus schon nach rund 20 km amortisiert.

So oder so: wenn das Gehalt mal höher, mal niedriger ist, lohnt sich eine Steuererklärung am Ende des Jahres. Damit die Steuerprogression nicht ganz so heftig zuschlägt.
Und wenn man bedenkt, daß es selbst auf der Nebenbahn problemlos Schichten gab die 350 km gemacht haben, dann muss es bei GoAhead noch ganz anders aussehen. Wo man mit 160 km/h die Hauptstrecken rauf und runter spengelt und nur Kurzwenden hat. Da könnte man als Tf irgendwann auch mal 1000€ Bonus verlangen, und es wäre immernoch spottbillig für die Firma im vergleich zu einem Zugausfall (der selbst bei nur 350 km schon satte 10'500€ kostet).

Ich bekomme nur 35-70€ fürs einspringen, aber auf der lezten Lohnabrechung wo die Jahreswerte ersichtlich sind, standen da in dieser Zeile auch schonmal 1000€. Bin also c.a. 20 mal eingsprungen in dem Jahr, was bei 500€ Prämie direkt satte 10'000€ ergeben hätte. Zwar nur Brutto, aber das treibt die Rente hoch.
Und ich arbbeite nicht sonderlich spektakulär viel mehr wie "normal", meist wenn ich einspringe ist das an Tagen wo ich sowieso Überstundenabbau im Dienstplan habe. Die ich dann wann anders wieder zum Abbau beantragen kann, und wieder einspringen und Zulage kassieren. Und so hangele ich mich durchs Jahr und arbeite eigentlich relativ "normal" aber habe 20 mal Einspringzulage :D

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Ganz einfach

geschrieben von: VT

Datum: 09.02.20 08:06

Gar nichts. Nahverkehr ist Ländersache. Der Bund wollte und will keine Zuständigkeit für den SPNV.

Gewonnene Ausschreibungen sind daher die einzige Möglichkeit für die DB überhaupt noch Nahverkehr betreiben zu dürfen.
Die einzige gangbare Alternative Ausschreibungen zu vermeiden ist eine Direktvergabe an die jeweilige Landesbahn, die sich dann selbstverständlich nicht mehr an Ausschreibungen andernorts beteiligen darf.
Das wäre meine liebste Variante gewesen und brächte auch für das Land die maximal mögliche Flexibilität ohne an Laufzeiten gebunden zu sein.
Allerdings heißt ein Verzicht auf eine Ausschreibung (egal auf welchem Weg) der Verkehrsleistung nicht automatisch, dass sich für das Personal viel ändern wird. Die RABZugBus hat ja schon sehr früh gezeigt, dass man auch die Personalgestellung fremd vergeben kann ohne dass deswegen alles zusammen bricht.

Re: Problem ist Hausgemacht in Deutschland

geschrieben von: Desiro HC

Datum: 09.02.20 08:27

146 227 schrieb:
Hallo
Murrtalbahner schrieb:
Schichtprämien und Überstunden im dreistelligen Bereich - alles nichts Neues für alle, die vorher bei der DB gearbeitet haben. Eine branchenweite Folgeerscheinung des Personalmangel.
Vielleicht sollte man mal alles ganz überdenken? Es klingt nach Abseits des Thema aber ist ja keine Unwahrheit:
Die wo auf das Geld angewiesen sind nehmen mehr Arbeit in kauf, die wo es nicht nötig haben setzten auf Freizeit (ist heute ein sehr hohes gut). Die Anzahl an Berufe wo am Wochenende arbeiten sind doch abzählbar und in all diesen ist Personalmangel. Fachkräftemangel, der Arbeitslosenmarkt sinkt zu dem immer weiter - ich würde sogar drauf spekulieren das irgendwann nur noch die vorhanden sind die wirklich GAR kein BOCK haben und das auch so kommunizieren...

Gerade in o.g. Berufen wird doch gegaunert (gerade auch von Vater Staat man könnte ja diesen Menschen mehr vom Brutto einkommen lassen...) Rettungsdienste, Hauptamtliche Sicherheitskräfte (meistens verbeamtet, Feuerwehr, Polizei). Im technischen Wesen (Handwerk) sieht es ja auch so aus. Das die Eisenbahn als nächstes kommt wundert einen da nicht mehr.


Gruß
Das Problem ist nicht nur hausgemacht sondern politisch so gewollt. Es gibt Berufe wie du sie schon genannt hast, die einfach schlecht bezahlt sind und wo eine gewisse Arbeitsdichte herrscht. Viele Betriebe sind auf Kante genäht d.h. stehen im nationalen und Internationalen Wettbewerb und auch unter Druck. Personal kostet, daher wird nur soviel eingestellt wie benötigt. Bei der Schiene sieht man ganz deutlich wo es hinführt wenn immer weiter ausgeschrieben wird, immer weiter mehr Leistungen bestellt werden als Personal vorhanden ist. Das System kollabiert.

Das jetzt Betriebe wie Go Ahead vor die Wand gefahren werden ist eine Folge davon. Die Nordwestbahn wird auch irgendwann ihren Crash mit der S-Bahn Hannover bekommen. Abellio wird das auch noch merken. Alles nur noch eine Frage der Zeit bis der Markt in sich zusammenbricht.

Aus meiner Sicht müsste sich der Markt personell erholen, ein Ausschreibestopp für ganz Deutschland für die nächsten 10 Jahre. Das Problem ist, dass immer wieder neue Unternehmen wie jetzt Go Ahead oder auch National Express auf den Markt drängen. Diese brauchen neues Personal, müssen Personal schulen. Es kommen auch immer wieder neue Fahrzeuge auf den Markt usw. Das ganze System Bahn wird vor die Wand gefahren.

Gerade in den Baden-Württemberg plant man einen massiven Ausbau des Bahnnetzes, mit zahlreichen Streckenreaktivierungen, Taktverdichtungen usw. Breisgau S-Bahn 2020 ist nur ein Beispiel. Die Folgen nimmt man politisch in Kauf. Die Spirale dreht sich immer weiter, bis sie platzt.

Trickserei ist die Ursache!

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 09.02.20 09:07

Desiro HC schrieb:
Viele Betriebe sind auf Kante genäht d.h. stehen im nationalen und Internationalen Wettbewerb und auch unter Druck. Personal kostet, daher wird nur soviel eingestellt wie benötigt. Bei der Schiene sieht man ganz deutlich wo es hinführt...

Das hast Du ja jetzt richtig nett ausgedrückt; in Wahrheit ist es viel schlimmer!
Es wird eben nicht so viel Personal eingestellt bzw. vorgehalten, wie nötig wäre!

Durch alle möglichen und unmöglichen, jedenfalls stets praxis- und realitätsfernen Rechentricks, durch "Minuten-Hascherei" in der Schichtgestaltung (was nicht paßt, wird passend gemacht) und durch den überspitzen Rotstift wird der Personalbedarf künstlich kleingerechnet.
Mit dem Fahrzeugbedarf ist es nicht anders!

Dabei wird billigend in Kauf genommen, daß die alltäglichen Abweichungen von der schönen Computer-Theorie schon durch Mehrleistungen des "dummen Personals" aufgefangen werden. So können die Manager schön glänzen und ihre Prämien und Boni einstreichen.
Das "dumme Personal" hingegen soll sich gefälligst mit den Brosamen begnügen, die die Herrschaften gnädigerweise von ihrem Tisch herabfallen lassen.

Aber genau das läuft so nicht mehr! Immer mehr Leute und auch eine bestimmte Gewerkschaft erkennen den Mechanismus und spielen das perfide Spiel des Schönrechnens auf dem Rücken des Personals nicht mehr mit. Deshalb werden ja auch möglichst gleiche und gute vertragliche Rahmenbedingungen mit möglichst vielen EVU angestrebt, damit sich eben nicht ein EVU auf Kosten des Personals schönerrechnen kann, als ein anderes.

Das ist ja auch der Grund, warum diese Gewerkschaft unter Arbeitgebern beliebt ist, wie das Weihwasser beim Höllenfürsten.
Und das ist auch ein Grund für die Gewerkschaftstreue und den Zusammenhalt der Mitglieder dieser Gewerkschaft untereinander. Aber das nur nebenbei.

Noch immer gibt es EVU, bei denen es weder Tarifverträge, noch Mitarbeitervertretungen, dafür aber massive Verstöße gegen alle möglichen gesetzlichen Regelungen gibt. Aufrechterhalten wird das System dann durch Zuckerbrot und Peitsche. Doch selbst eingefleischte Eisenbahnfans, die aus Idealismus bei derartigen EVU angefangen haben, suchen (und finden) frustriert etwas besseres. Recht so!
Manche EVU, die zwar formell Tarifverträge abgeschlossenen haben und in denen es sogar eine Mitarbeitervertretung (manchmal nur pro forma und arbeitgeberhörig!) gibt, versuchen aber oft geschickt, diese zu unterlaufen. Auch das merken die Mitarbeiter und ziehen ihre Konsequenzen!

Und so wird sich auch über kurz oder lang beim jetzt noch herrschenden "Hauptsache-billig-Ausschreibungswahnsinn" die Lage dahingehend nivellieren, daß nur noch EVU mit gut bezahltem, wertgeschätzten und damit ausreichend vorhandenem Personal und mit ausreichend bemessenem Fahrzeugbestand zum Mitbieten überhaupt erst in der Lage sein werden.
Wenn sie denn diesen Vorteil erkennen...

Windige EVU mit zu wenig und frustriertem Personal, mit schöngerechnet viel zu knappem Fahrzeugbestandund und damit lausiger Leistungserbringung machen sich zunehmend allseits unbeliebt und schießen sich über kurz oder lang selbst ins Aus!



7-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 12:55.

Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 09.02.20 09:21

In völliger Verkennung der Realitäten geht's ihm mal wieder nur ums Geld. Er könnte glatt ein Bahnmanager sein...

Die Leute wollen sich aber ihre Gesundheit, ihr Familienleben, ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Selbstachtung nicht mit Beträgen abkaufen lassen, die für die Unternehmen nur Brosamen oder schlimmstenfalls Feuerlöscher sind!

Auch ein Kundenbetreuer oder Tf hat berechtigte Ansprüche an Planbarkeit seiner Freizeit und auf Ausgleich besonderer berufsspezifischer Erschwernisse. Geld bringt einem die im jahrelangen unregelmäßigen Schichtdienst und mit Überstunden ruinierte Gesundheit i.d.R. nicht zurück!

Aber - und das sagte ich dir bereits - hast du davon weder theoretische und schon gar keine praktische Ahnung, weshalb deine Allesbesserwisserei hier völlig irrelevant und fehl am Platze ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 09:22.

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 09.02.20 10:24

... und das diejenigen, welche zuvor bei der DB gearbeitet haben und lieber gestern als heute wieder zu dieser zurückkehren würden, macht die Sache nicht wirklich besser. So mies wie alle immer behaupten, kann also die DB gar nicht sein.

Interessant ist allerdings, dass sich für genau die gleichen Zustände vormals bei der DB kaum einer interessiert hat. Plötzlich kommt einer von einem Privaten daher und es entbrennt eine heiße Diskussion über Arbeitszeiten, Tarifverträge und Freizeitplanung.

Ich erinnere hier an eine Diskussion aus dem Jahr 2017, genau vom 28.08.2017, als den DB-Mitarbeitern im Großraum Stuttgart Faulheit unterstellt wurde und sie Züge mit Absicht ausfallen lassen würden, weil sie alle frustriert wären. Übrigens unter anderem von einem der neuen Betreiber für die Stuttgarter Netze!

Zitat:

"Ein Sprecher von Abellio äußert sich zu den Problemen des Mitbewerbers Deutsche Bahn: Dass sich Mitarbeiter aus Frust über den Betreiberwechsel krankmelden und den Dienst nicht mehr zuverlässig versehen, dafür habe er kein Verständnis."

[www.stimme.de]

Nun braucht man sich bei solchen Aussagen überhaupt nicht wundern das kaum einer zu denen gewechselt ist und auch nicht mehr wechseln wird. Was soll man von solch einem Arbeitgeber erwarten, wenn dieser einem öffentlich "krankmachen" unterstellt?

Re: Ganz einfach

geschrieben von: D-Takter

Datum: 09.02.20 10:35

VT schrieb:

Gewonnene Ausschreibungen sind daher die einzige Möglichkeit für die DB überhaupt noch Nahverkehr betreiben zu dürfen.
Die einzige gangbare Alternative Ausschreibungen zu vermeiden ist eine Direktvergabe an die jeweilige Landesbahn, die sich dann selbstverständlich nicht mehr an Ausschreibungen andernorts beteiligen darf.
Das wäre meine liebste Variante gewesen und brächte auch für das Land die maximal mögliche Flexibilität ohne an Laufzeiten gebunden zu sein.
Allerdings heißt ein Verzicht auf eine Ausschreibung (egal auf welchem Weg) der Verkehrsleistung nicht automatisch, dass sich für das Personal viel ändern wird. Die RABZugBus hat ja schon sehr früh gezeigt, dass man auch die Personalgestellung fremd vergeben kann ohne dass deswegen alles zusammen bricht.
Es gibt bereits einige solche Beispiele.
Die AVG Karlsruhe hat gerade den Auftag als Direktvergabe bekommen.
Die Regiobahn Kaarst - Mettmann ebenfalls.
Bei der Bentheimer Eisenbahn weiß ich es nicht genau.
Eine gesunde Mischung von Wettbewerbsbahnen und Direktvergaben an kommunale Unternehmen wäre wahrscheinlich sehr hlfreich.

Zwei Aspekte sind dabei wichtig:
Es war zurzeit der Bahnreform politisch nicht opportun, über Direktvergaben nachzudenken, denn der Bund hat dafür gesorgt, dass die DB erst einmal mit den großen Verkehrsverträgen versorgt wurde. Heute sieht die politische Landschaft ganz anders aus.
Die politische Steuerung bei Direktvergaben ist ganz anders. Im Wettbewerb heißt die Steuerung "Der billigste gewinnt" und dann "Wenn die Leistung nicht stimmt, Pönalen." Beides hilft dem Fahrgast nicht. Der Auftraggeber kann keinen Einfluss darauf ausüben, wer Manager ist und wie Personal aquiriert wird, kann keine unfähigen Manager entlassen, erhält keine frühen Warnungen, dass die Rechnung nicht aufgeht. Für den Auftraggeber ist das sehr einfach: "Das hat man uns versrprochen und nicht gehalten."
Bei einer Direktvergabe hat der Auftraggeber viel mehr Möglichkeiten (häufig informelle Wege), kann sehr viel früher informiert werden und sehr viel besser gegensteuern. Nur kann der Auftraggeber nicht einfach die Hände in den Schoß legen und sagen: "Wir haben doch alles richtig ausgeschrieben. Mehr können wir nicht."
Doch auf solche Verantwortungsübernahme sind die Besteller nicht vorbereitet. Es hatte ja alles so gut geklappt mit den ersten Ausschreibungen...

Der D-Takter

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 09.02.20 10:46

Zitat:
Weiters werden gesetzliche Ruhezeiten nicht eingehalten, mit anderen Worten die Bahn macht´s der Straße nach. Übersetzt heißt dies, ein Zug muß fahren und ein Fahrer reicht, der kann das alles auf einer Arschbacke abreiten.


Hallo.

Spätestens an diesem Punkt muß die Staatsgewalt eingreifen. Die Strafen dafür müssen so hoch sein, daß EVU es sich nicht mehr leisten können, gegen gesetzliche Vorschriften zu verstoßen. Vom EBA oder Gewerbeaufsichtsamt verhängte Strafen müssen deutlich höher sein als Konventionalstrafen wegen Zugausfällen.
Im Straßenverkehr haben die Behörden die Zeichen der Zeit erkannt. Weil über aus der Kaffeekasse bezahlbare Bußgelder nur noch gelacht wird, haben die Behörden die Möglichkeit besonders uneinsichtigen Transportunternehmen die Möglichkeit, die Transportlizenz zu entziehen. Außerdem wird nach dem Vorbild der Schlachthöfe als erster Schritt bei den Paketdiensten die Auftraggeberhaftung eingeführt. Dies ist notwendig, weil immer mehr Aufträge an Subunternehmer vergeben werden, und der eigentliche Auftraggeber sich so aus der Verantwortung stehlen will. Dann haften Auftraggeber für die Verstöße ihrer Subunternehmer.

Tarifverträge vs. Realität

geschrieben von: Plutone

Datum: 09.02.20 10:50

Man kann natürlich toll auf ein Blatt Papier schreiben, dass ein Dienstplan fünf Jahre im Voraus fertig zu sein hat.
Wenn DB-Netz den Baustellenfahrplan erst 1 Woche vorher fertig hat, funktioniert das nunmal nicht.

Wenn ich das immer höre: "ist eigentlich tarifvertraglich geregelt"... nein, ist es nicht. Da stehen einfach teils Wünsche drin, die sich nicht realisieren lassen.

Re: Tarifverträge vs. Realität

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 09.02.20 11:07

Plutone schrieb:
Man kann natürlich toll auf ein Blatt Papier schreiben, dass ein Dienstplan fünf Jahre im Voraus fertig zu sein hat.
Wenn DB-Netz den Baustellenfahrplan erst 1 Woche vorher fertig hat, funktioniert das nunmal nicht.

Wenn ich das immer höre: "ist eigentlich tarifvertraglich geregelt"... nein, ist es nicht. Da stehen einfach teils Wünsche drin, die sich nicht realisieren lassen.

In Verträgen stehen aber keine Wünsche! Da stehen in gegenseitigen Verhandlungen und nach reiflichem Überlegen (wie man meinen sollte) getroffene Vereinbarungen!

Wenn Du jetzt schreibst, die Arbeitgeber hätten unrealisierbare Dinge unterschrieben, dann zeigt das doch nur eines: Sie (die Arbeitgeber) wissen mal wieder nicht, was sie tun!
Oder sie wissen es ganz genau und unterschreiben nur zwecks "Gewerkschaftsberuhigung"; aber bereits mit dem Vorsatz, die Tarifverträge anderweitig geschickt zu unterlaufen!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 11:11.
Desiro HC schrieb:
Aus meiner Sicht müsste sich der Markt personell erholen, ein Ausschreibestopp für ganz Deutschland für die nächsten 10 Jahre. Das Problem ist, dass immer wieder neue Unternehmen wie jetzt Go Ahead oder auch National Express auf den Markt drängen. Diese brauchen neues Personal, müssen Personal schulen. Es kommen auch immer wieder neue Fahrzeuge auf den Markt usw. Das ganze System Bahn wird vor die Wand gefahren.

Gerade in den Baden-Württemberg plant man einen massiven Ausbau des Bahnnetzes, mit zahlreichen Streckenreaktivierungen, Taktverdichtungen usw. Breisgau S-Bahn 2020 ist nur ein Beispiel. Die Folgen nimmt man politisch in Kauf. Die Spirale dreht sich immer weiter, bis sie platzt.
In welchem Jahrhundert der Stagnation bist Du eigentlich verhaftet? Das ist die typische German Angst... Kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Einfach die Leute anständig bezahlen und behandeln, dann finden sich genug.

Dass noch mehr Controller die Unternehmen noch weiter verbessern, sieht man, dass es nicht geht. Hier müssen die Unternehmen gezwungen werden, zu liefern. Nicht liefern muss so teuer sein, dass sie es sich nicht leisten können und ihnen die Aktionäre aufs Dach steigen. Problem, was die Besteller fürchten wie der Teufel das Weihwasser, die Angebotspreise steigen. Diese Kröte muss noch geschluckt werden.

Aber ein Ausschreibungsverbot für 10 Jahre. Das wäre Stagnation für 10 Jahre, damit wird nichts repariert, sondern zu Tode getragen. Angesichts des Klimawandels haben wir aber keine Alternative. Dein Vorschlag wohl wie die Braunkohle am besten sofort in die Tonne! Natürlich brauchen wir einen massiven Ausbau des Schienenverkehrs und nicht des Straßenverkehrs. Sorry dafür...

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.02.20 12:59

märchenerzähler schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Schichtprämien und Überstunden im dreistelligen Bereich - alles nichts Neues für alle, die vorher bei der DB gearbeitet haben. Eine branchenweite Folgeerscheinung des Personalmangel.
Aber anscheinend doch noch besser wie Go-Ahead, weil manche wechseln wollen.
Go-Ahead fährt jetzt etwa 8 Monate und Überstunden schon im dreistelligen Bereich. Dazu, nach so kurzer Zeit, ein hoher Krankenstand, das Personal läuft jetzt schon auf dem Zahnfleisch, allerdings stellt sich dann die Frage was kommt in Zukunft.
Weiters werden gesetzliche Ruhezeiten nicht eingehalten, mit anderen Worten die Bahn macht´s der Straße nach. Übersetzt heißt dies, ein Zug muß fahren und ein Fahrer reicht, der kann das alles auf einer Arschbacke abreiten.

Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
Nochmal, den Zuschlag hat nicht der billigste Bieter bekommen. Der billigste Bieter war ausgeschlossen worden. Wie es dann ausgesehen hätte, möchte ich mir nicht ausmalen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 12:59.

Wer relativiert hier?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.02.20 13:06

M 262 schrieb:
Aus diesem Grunde gehen also so viele Tf nach Ende ihres Knebelvertrages beim privaten Start-Up EVU deiner Wahl zur DB. Sehr interessant. Weiterhin viel Spaß
Immer dran denken, auf der Strecke hat nicht der billigste Bieter den Zuschlag erhalten. Der billigste Bieter war DB Regio gewesen. Jetzt erkläre uns mal, wie die das mit dem Personal in den Griff gekriegt hätten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 13:06.
Wenn hier immer das Fähnchen hochgehalten wird, was wäre passiert, wenn der billigste Bieter den Zuschlag erhalten hätte? Wäre dann mehr Personal geplant?

Liebe DB Mitarbeiter, immer dran denken, ihr seid rausgeflogen als billigster Bieter aus formalen Gründen.
ThomasR schrieb:
Wenn hier immer das Fähnchen hochgehalten wird, was wäre passiert, wenn der billigste Bieter den Zuschlag erhalten hätte?
Wir reden aber gerade nicht über DB Regio, sondern über GoAhead. Hatten die und das Ministerium nicht den Anspruch es besser zu machen??

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler
MD 612 schrieb:
ThomasR schrieb:
Wenn hier immer das Fähnchen hochgehalten wird, was wäre passiert, wenn der billigste Bieter den Zuschlag erhalten hätte?
Wir reden aber gerade nicht über DB Regio, sondern über GoAhead. Hatten die und das Ministerium nicht den Anspruch es besser zu machen??
Doch und dabei haben sie alle den Mund etwas zu voll genommen. Übrigens nur am Anfang, je näher der Termin rückte, desto ruhiger wurden sie alle.

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: EiB09

Datum: 09.02.20 13:27

Hallo zusammen,

die DB ist in mehr als 500 Töchtern aufgeteilt und auch dort gibt es EVU-Bereiche,
wo u.a. kein Tf (solange er örtlich nicht gebunden ist) gerne arbeiten möchte.

Viele Tfs bei der DB AG sind noch verbeamtet oder ,,trauen" sich einfach nicht den
Arbeitgeber zu wechseln, so dass gerade einige private EVUs an Tf-Mangel leiden.
Zudem zählt hier nicht nur das Geld oder die Arbeitsbedingungen. Für viele ist ein heimatnaher
Einsatz einfach wichtiger, als z.B. im Container-Dorf Frankfurt/Main zu wohnen.

Anderseits gibt es aber auch Regionen, wo man als Tf einfach nicht finanziell mit Familie leben kann.
Besonders in der südlichen Hälfte Deutschlands sind Miet- und Kaufpreise sehr teuer, so dass 2.000 € netto
anfangs viel Geld sind, aber für eine Familie eher nicht.

Und zum Thema Ausfälle und Personalmangel; Die DB kann zurzeit viele Tf-Personale aufgrund verlorener Ausschreibungen abgreifen und einsetzen, da besonders die Bereiche Cargo und Fernverkehr massiv fahrendes Personal suchen, allerdings naht solangsam hier das Ende des Abgreifens. Es muss ausgebildet werden ohne Ende!

Gruß

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: ThomasR

Datum: 09.02.20 13:36

EiB09 schrieb:
Hallo zusammen,

die DB ist in mehr als 500 Töchtern aufgeteilt und auch dort gibt es EVU-Bereiche,
wo u.a. kein Tf (solange er örtlich nicht gebunden ist) gerne arbeiten möchte.

Viele Tfs bei der DB AG sind noch verbeamtet oder ,,trauen" sich einfach nicht den
Arbeitgeber zu wechseln, so dass gerade einige private EVUs an Tf-Mangel leiden.
Zudem zählt hier nicht nur das Geld oder die Arbeitsbedingungen. Für viele ist ein heimatnaher
Einsatz einfach wichtiger, als z.B. im Container-Dorf Frankfurt/Main zu wohnen.

Anderseits gibt es aber auch Regionen, wo man als Tf einfach nicht finanziell mit Familie leben kann.
Besonders in der südlichen Hälfte Deutschlands sind Miet- und Kaufpreise sehr teuer, so dass 2.000 € netto
anfangs viel Geld sind, aber für eine Familie eher nicht.

Und zum Thema Ausfälle und Personalmangel; Die DB kann zurzeit viele Tf-Personale aufgrund verlorener Ausschreibungen abgreifen und einsetzen, da besonders die Bereiche Cargo und Fernverkehr massiv fahrendes Personal suchen, allerdings naht solangsam hier das Ende des Abgreifens. Es muss ausgebildet werden ohne Ende!

Gruß
Bei veamteten Tf ist es noch einfacher. Die kann GoAhead beim BEV anfordern und die vollen Kosten übernehmen, statt wie die DB nur Teile. Dann muss das BEV denen Leute zuteilen, sonst begehen die Untreue.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.20 13:37.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: De David

Datum: 09.02.20 13:42

M 262 schrieb:
Signalschruber schrieb:
Zitat
3. Singulär ist da gar nichts, die ganze Bestellerei des SPNV ist eine strukturelle Sackgasse.
Also ist dir das System Bundesbahn mit Eigenwirtschaftlichkeit bis zum Bankrott des betriebswirtschaftlich optmalen Netzes lieber.
Was glaubst du hätte die Bundesbahn alles fahren können, wenn sie mit all den Milliarden gepimpert worden wäre, die heute bei den zweihunderteinunddrölfzig Aufgabenträgerorganisationen so durchlaufen?
Ja gar nichts... denn die Regionalisierungsmittel wurde ja einst an der Höhe des Defizit was Bundes- und Reichsbahn so produziert haben festgelegt. Der Staat gibt also nicht mehr Geld ins System wie damals (ok mitlerweile nach Nachregelungen schon ein bisschen), sondern es wird aus den vorhandenen Mitteln wesentlich mehr Leistung heraus geholt.
Und das traue ich einem bewegungsunwilligen Haufen wie einer Bundesbahn nicht wirklich zu, daß sie in der Lage wäre so viel zu sparen um das was heute gefahren wird fürs gleiche Geld zu fahren wie den Fahrplan 1996.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Tarifverträge: bitte mal eins bedenken

geschrieben von: De David

Datum: 09.02.20 13:50

146 227 schrieb:
autolos schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
Guten Abend Märchenerzähler (nomen est omen?),

bitte aber bei dieser Erzählung auch bedenken, dass heutige "Billigheimer" wie GoAhead etc.pp. die Ausschreibungsvorgaben zur Tariftreue ohne Murren akzeptieren. Wenn wir uns zurückerinnern, mussten DB-Beschäftigte diese Tarifverträge erst hart und mühsam auf dem Rücken der Kunden erstreiken, weil der verkehrsrote Mobilitäz-Dingsda bei der ordentlichen Entlohnung seiner Mitarbeiter auch schon mal gerne sparen wollte und allerlei Zicken veranstaltete.

Und ein Stück weit schimmert hier schon wieder genau jene Scheinheiligkeit durch, welche ich erst zuletzt hierzuforum kritisieren musste: wenn bei GoAhead wegen Personalmangel Züge ausfallen, ist das ein Desaster, ein Skandal, ein Chaos, ein Weltuntergang und weiß der Himmel was sonst noch. Wenn ein DB-Verkehrsbetrieb wie z.B. die RAB reihenweise Züge ausfallen lässt, ist das halt achselzuckendes Alltagsgeschäft. Super, la-la-läuft bei euch...

Freundliche Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
genau, die DB hat Schuld, egal was passiert, irgendwie lässt es sich schon so drehen. Ehrlich, die Platte ist schon so alt, ist es dir nicht langsam peinlich, sie immer mal wieder auszupacken? Vielleicht wäre nachdenken statt nachdenklich mal hilfreich 😉
Gruß
Hallo autolos,
was ist den daran alt? DB ZugBus RAB hat inzwischen im Tübinger Raum maximal Probleme. Das ist schon seit Jahren so. Ich erinnere nur an Dezember letztes Jahr. Jammertal brauch ich wohl gar nicht erwähnen dort wechseln die Fahrgäste zurück auf die Straße.

Es mag sicherlich nicht überall bei der DB so sein das ist alles gut, Richtig, Recht und schön. Aber ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee ist leider das Desaster mir tut das Personal der DB dort nur Leid.

Gruß
Und dann gibts dort auch noch Spezialisten, die herum maulen, die SWEG würde ihnen die Arbeit weg nehmen :D *lol*
Mal ehrlich, die sollen doch froh sein die RB und RE Leistungen auf der Brenzbahn und Donaubahn los zu sein, haben sie so doch endlich mal genügend Personal die verbliebenen IRE Leistungen alle komplett ab zu decken und nicht andauernd ausflalen zu lassen.
Denn zur SWEG ist bisher kaum RAB Personal gewechselt, die haben eigenes neues (selbst ausgebildetes) für das Netz 12 mitgebracht.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: De David

Datum: 09.02.20 14:06

Heizer Jupp schrieb:
In völliger Verkennung der Realitäten geht's ihm mal wieder nur ums Geld. Er könnte glatt ein Bahnmanager sein...

Die Leute wollen sich aber ihre Gesundheit, ihr Familienleben, ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Selbstachtung nicht mit Beträgen abkaufen lassen, die für die Unternehmen nur Brosamen oder schlimmstenfalls Feuerlöscher sind!

Auch ein Kundenbetreuer oder Tf hat berechtigte Ansprüche an Planbarkeit seiner Freizeit und auf Ausgleich besonderer berufsspezifischer Erschwernisse. Geld bringt einem die im jahrelangen unregelmäßigen Schichtdienst und mit Überstunden ruinierte Gesundheit i.d.R. nicht zurück!

Aber - und das sagte ich dir bereits - hast du davon weder theoretische und schon gar keine praktische Ahnung, weshalb deine Allesbesserwisserei hier völlig irrelevant und fehl am Platze ist.
Wer als Unternehmen sein Personal so verheizt, handelt schlicht dumm... Denn es ist doch bekannt, daß man die höchste Leistung und geringste Krankenquote nur mit schonendstem Einsatz aus dem Personal heraus holen kann. Und ein guter Disponent plant genau so. Also eben keinen unregelmäßigen Wechseldienst, sondern nach Möglichkeit die Schichten immer nur halbwegs im gleichen Zeitfenster, und wenn sichs verschiebt dann über 2-3 Tage hinweg, ohne starken Bruch dazwischen. So ruinieren sich die Leute eben nicht die Gesundheit, und können trotzdem ordentlich Überstunden runter reißen.
Nur das scheinen viele nicht kapieren zu wollen. Die wenigsten Leute mögen das unregelmäßige, schon gar nicht auf Dauer, die meisten sind froh wenn sie irgend ein halbwegs festes Zeitfenster haben in dem sie arbeiten können, also wieso nicht versuchen den Leuten das zu geben? Die Firma hat ja auch was davon wenn die Leute mehr Leistung bringen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Problem ist Hausgemacht in Deutschland

geschrieben von: HKX

Datum: 09.02.20 14:15

Desiro HC schrieb:


Aus meiner Sicht müsste sich der Markt personell erholen, ein Ausschreibestopp für ganz Deutschland für die nächsten 10 Jahre. Das Problem ist, dass immer wieder neue Unternehmen wie jetzt Go Ahead oder auch National Express auf den Markt drängen. Diese brauchen neues Personal, müssen Personal schulen. Es kommen auch immer wieder neue Fahrzeuge auf den Markt usw. Das ganze System Bahn wird vor die Wand gefahren.




Ich weiß noch, als alle so sehr über National Express lästerten, sie können nichts, machen Lohndumping etc und nun? Haben einen besseren TV als die DB Regio, wertschätzen ihre Mitarbeiter und haben kaum Zugausfälle wegen Personalmangel, daher würde ich die Füße still halten. Go Ahead war es von Anfang an klar, dass sie keine DB Mitarbeiter bekommen, die 20 Jahre im Geschäft sind, die würden nicht mehr wechseln, was total verständlich ist, würde ich auch nicht machen.

Nochmals ohne Wettbewerb würden wir nicht so viele Verbesserungen haben. Ohne Wettbewerb würden wir als Eisenbahner noch ein schlechteren Stand haben, denn wenn wir die Schnute voll von der Firma haben wo sollen wir dann hin?

Deine Forderung ist einfach nur absurd und zeigt, dass du null die Probleme verstanden hast.

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: VT605

Datum: 09.02.20 14:20

ThomasR schrieb:
M 262 schrieb:
Aus diesem Grunde gehen also so viele Tf nach Ende ihres Knebelvertrages beim privaten Start-Up EVU deiner Wahl zur DB. Sehr interessant. Weiterhin viel Spaß
Immer dran denken, auf der Strecke hat nicht der billigste Bieter den Zuschlag erhalten. Der billigste Bieter war DB Regio gewesen. Jetzt erkläre uns mal, wie die das mit dem Personal in den Griff gekriegt hätten.

Ein Großteil des Personals wäre gar nicht gegangen zu Fv und Cargo oder in andere Regionen, man hätte ja seinen Arbeitsplatz behalten. Erst nachdem durch die verlorene Ausschreibung feststand das die Arbeitsplätze wegfallen haben sich viele nach einem anderen Arbeitsplatz umgesehen. Natürlich hätte auch DB Regio ausbilden müssen, es wären aber nur durch die normale natürliche Fluktuation Arbeitskräfte gegangen.

Re: Problem ist Hausgemacht in Deutschland

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.02.20 14:26

Desiro HC schrieb:
Das Problem ist nicht nur hausgemacht sondern politisch so gewollt. Es gibt Berufe wie du sie schon genannt hast, die einfach schlecht bezahlt sind und wo eine gewisse Arbeitsdichte herrscht. Viele Betriebe sind auf Kante genäht d.h. stehen im nationalen und Internationalen Wettbewerb und auch unter Druck. Personal kostet, daher wird nur soviel eingestellt wie benötigt. Bei der Schiene sieht man ganz deutlich wo es hinführt wenn immer weiter ausgeschrieben wird, immer weiter mehr Leistungen bestellt werden als Personal vorhanden ist. Das System kollabiert.
All diese Betrachtungen sind schon richtig, gelten aber für eine völlig andere Arbeitsmarktsituation.

Politisch gewollt ist der Personalmangel wohl kaum. Dass Züge Personal brauchen ist auch den Politikern klar und (mehr) Züge sind eindeutig gewollt. Es gibt auch keinerlei Anzeichen dafür, dass bei den Einstellungen irgendwo eine Grenze gezogen wird. Diese Grenze gibt es sicherlich irgendwo, doch derzeit ist man weit darunter. Sehr weit darunter. Deswegen wird jede/r Tf eingestellt, der/die nicht bei 3 auf den Bäumen ist.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 09.02.20 14:28

ThomasR schrieb:
M 262 schrieb:
Aus diesem Grunde gehen also so viele Tf nach Ende ihres Knebelvertrages beim privaten Start-Up EVU deiner Wahl zur DB. Sehr interessant. Weiterhin viel Spaß
Immer dran denken, auf der Strecke hat nicht der billigste Bieter den Zuschlag erhalten. Der billigste Bieter war DB Regio gewesen. Jetzt erkläre uns mal, wie die das mit dem Personal in den Griff gekriegt hätten.
Das personelle Problem hätte es hier nur bezüglich der natürlichen Fluktuation gegeben. Ich darf dich daran erinnern, dass die DB Regio zum Zeitpunkt der Vergabe der "Stuttgarter Netze" ihr Personal dafür bereits an Bord hatte. Im Gegensatz zu den anderen beiden. was ja auch wiederum logisch ist, denn schließlich wäre der alte auch der neue Betreiber gewesen.

Wie DB Regio allerdings mit dem billigen Verkehrsvertrag klar gekommen wäre, werden wir nie erfahren, da die DB bekanntlich von der Vergabe ausgeschlossen wurde. Also ist es müssig hier über die DB zu diskutieren.

Achso, ja, es stimmt, das die DB eine hohe Personalfluktuation hat. Es stimmt aber auch, dass die DB im Gegensatz zu den anderen beiden, jedes Jahr mehrere tausend Azubis einstellt und ausbildet um den eigenen Bedarf etwas decken zu können. Azubis gibt es bei den anderen beiden nicht oder nur unter "ferner liefen". Hier konzentriert man sich lieber auf eine Schnellbesohlung. Quasi auf ungelernte Fachkräfte, die irgendwelche Plastiktriebwagen von A nach B schubbsen und dabei nur selten über den Tellerrand schauen. Fragen zu anderen Verbindungen als die eigenen, braucht man diesen Leuten nur selten stellen.

Re: Tarifverträge vs. Realität

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 09.02.20 14:31

Plutone schrieb:
Man kann natürlich toll auf ein Blatt Papier schreiben, dass ein Dienstplan fünf Jahre im Voraus fertig zu sein hat.
Wenn DB-Netz den Baustellenfahrplan erst 1 Woche vorher fertig hat, funktioniert das nunmal nicht.
Selbstverständlich funktioniert das. Wenn man einen Betriebsrat hat der den Tarifvertrag auch anwendet anstatt die Einsatzpläne nur durchzuwinken. Ich könnte dir da Geschichten aus meinen letzten Jahren als Einsatzplaner erzählen, aber das ist nicht für die Öffentlichkeit. Deshalb lasse ich das.

Und natürlich braucht man auch Mitarbeiter dazu, die wissen was überhaupt im eigenen Tarifvertrag steht. Deshalb gilt der alte Spruch des Konfuzius: Mache niemals einen Dummen schlau, den kriegst du nie wieder dumm!"
Nö, Go Ahead drehte vor dem Planwechsel im Juni erst noch einmal richtig auf. Einfach mal denen ihre Facebook-Seite nach unten scrollen.

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.02.20 14:35

Heizer Jupp schrieb:
Die Leute wollen sich aber ihre Gesundheit, ihr Familienleben, ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Selbstachtung nicht mit Beträgen abkaufen lassen, die für die Unternehmen nur Brosamen oder schlimmstenfalls Feuerlöscher sind!

Auch ein Kundenbetreuer oder Tf hat berechtigte Ansprüche an Planbarkeit seiner Freizeit und auf Ausgleich besonderer berufsspezifischer Erschwernisse. Geld bringt einem die im jahrelangen unregelmäßigen Schichtdienst und mit Überstunden ruinierte Gesundheit i.d.R. nicht zurück.
Wenn Du Deine Beiträge nicht in diesen kindischen Traumflug-ist-doof-Rahmen einbetten würdest, wäre das sogar ein sinnvoller Beitrag. Nur: wie sollen die Firmen den Leuten mehr Freizeit geben, wenn sie ohnehin zu wenig Leute haben? Deswegen ist die Strategie, für den fordernden Job wenigstens grosszügig Geld zu verteilen schon nachvollziehbar.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 09.02.20 14:42

ThomasR schrieb:
EBei veamteten Tf ist es noch einfacher. Die kann GoAhead beim BEV anfordern und die vollen Kosten übernehmen, statt wie die DB nur Teile. Dann muss das BEV denen Leute zuteilen, sonst begehen die Untreue.
Dazu muss der Beamte allerdings bei der DB auch abkömmlich sein. Da auch die DB im Tf-Bereich Personalmangel hat, wird die einen Teufel tun und irgendwelche Beamte ans BEV geben. Das vergiss mal ganz schnell.

Die DB-Beamten, welche jetzt bei Go Ahead und den beiden anderen Betreibern sind (ja, die gibt es und ich kenne sie rein zufällig auch persönlich), haben diesen Wechsel auf EIGENES Bestreben herbeigeführt. Warum? Weil sie dadurch einer Landverschickung zuvorgekommen sind und weiter auf der bisherigen Einsatzstelle eingesetzt werden konnten. Übrigens teilweise MIT den Vergünstigungen, die sie bei der DB hatten. Somit sind einige dieser Personale bei den Privaten die einzigen, die zum Beispiel Freifahrten für den DB-Konzern haben. Deren jetziger Arbeitgeber spart sich diese Kohle auf Kosten seiner Mitarbeiter lieber. Klingt komisch, ist aber so.

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 09.02.20 14:45

Traumflug schrieb:
Zitat:
Wenn Du Deine Beiträge nicht in diesen kindischen Traumflug-ist-doof-Rahmen einbetten würdest, wäre das sogar ein sinnvoller Beitrag. Nur: wie sollen die Firmen den Leuten mehr Freizeit geben, wenn sie ohnehin zu wenig Leute haben? Deswegen ist die Strategie, für den fordernden Job wenigstens grosszügig Geld zu verteilen schon nachvollziehbar.
Was nützt mir die Kohle, wenn darunter die Gesundheit leidet und ich den Job nicht mehr machen kann? Leider habe ich dieses Szenario in den letzten Jahren öfter erleben müssen. Nicht nur bei der DB. Und der jeweilige Arbeitgeber hat sich einen @#$%&dreck drum gekümmert wie es dem Mitarbeiter geht!

Also ist dir heutzutage mit Freizeit wesentlich mehr geholfen. Auch hier gilt wieder, mit einem richtigen Betriebsrat, der sich für die Mitarbeiter einsetzt, funktioniert das.

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.02.20 15:03

Endbahnhof schrieb:
Ich darf dich daran erinnern, dass die DB Regio zum Zeitpunkt der Vergabe der "Stuttgarter Netze" ihr Personal dafür bereits an Bord hatte.
Da wäre ich nicht so sicher. Bekanntlich hatte DB Regio diese relativ gut bezahlten Übergangsverträge, Züge sind dennoch reihenweise ausgefallen. Was auch nicht an der beruflichen Perspektive dieser Mitarbeiter liegen kann, wenn man mit dem Nachfolger frühzeitig eine Übernahme aushandelt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: MD 612

Datum: 09.02.20 15:09

Traumflug schrieb:
Was auch nicht an der beruflichen Perspektive dieser Mitarbeiter liegen kann, wenn man mit dem Nachfolger frühzeitig eine Übernahme aushandelt.
Du kannst viel aushandeln. Wenn die Kollegen da aber nicht hinwollen und lieber andere Stellen im DB Konzern besetzen, dann ist das so. Dann nützen Dir die besten Verhandlungen nichts, die lassen sich nämlich nicht hin- und herschieben wie ein Stück Schlachtvieh. Das sind nämlich Menschen und keine Nummern...

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 09.02.20 15:13

Traumflug schrieb:
Endbahnhof schrieb:
Ich darf dich daran erinnern, dass die DB Regio zum Zeitpunkt der Vergabe der "Stuttgarter Netze" ihr Personal dafür bereits an Bord hatte.
Da wäre ich nicht so sicher. Bekanntlich hatte DB Regio diese relativ gut bezahlten Übergangsverträge, Züge sind dennoch reihenweise ausgefallen. Was auch nicht an der beruflichen Perspektive dieser Mitarbeiter liegen kann, wenn man mit dem Nachfolger frühzeitig eine Übernahme aushandelt.
Zumindest war der Personalmangel, so wie er sich heute darstellt, kein Thema in dieser Größenordnung. Logisch fallen Züge aus, wenn ich über die Sommerferien mehr Mitarbeitern als normalerweise möglich, Urlaub gebe und dann Baustellen nicht mit der Personalminderung eintreffen, wie ursprünglich gerechnet. Wenn dann noch Mitarbeiter das Unternehmen in einer Anzahl verlassen, die man nicht so leicht verkraften kann und gleichzeitig fertig ausgebildete Azubis nicht übernimmt, dann sieht es stellenweise schnell finster aus.

Dennoch hatte ich zwischen 2012 und 2016 nicht annähernd mit dem Personalmangel zu kämpfen wie in der Zeit zwischen 2016 und Mitte 2019. Dazu kam noch ein neuer, verschärfter Tarifvertrag, der bis heute bei den Privaten eher der Wunschtraum ist. Das war damals alles andere als Vergnügungssteuerpflichtig. Und ich bin froh, dass ich heute nichts mehr oder nur wenig mit Personaleinsatzplanung zu tun habe. Das was die Kollegen dort gerade durchmachen, das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Kurz, wir können alle heilfroh sein das überhaupt noch so viele Züge fahren! Und das ist nicht untertrieben!

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 09.02.20 15:18

MD 612 schrieb:
Du kannst viel aushandeln. Wenn die Kollegen da aber nicht hinwollen und lieber andere Stellen im DB Konzern besetzen, dann ist das so. Dann nützen Dir die besten Verhandlungen nichts, die lassen sich nämlich nicht hin- und herschieben wie ein Stück Schlachtvieh. Das sind nämlich Menschen und keine Nummern...
Danke. Genauso sieht es aus!

Hätten Go Ahead und Abellio damals 1:1 das geboten was die DB bietet, wäre das Problem nicht annähernd so groß gewesen. Wer sich aber in einer Informationsveranstaltung vorn hinstellt und die Mitarbeiter die geballte Arroganz spüren lässt, muss sich nicht wundern.

Im Übrigen hat es damals von beiden Firmen nur eine einzige Informationsveranstaltung gegeben. Und das auch nur kurz nach Verkündigung des Betreiberwechsels. Danach war denen das DB-Personal anscheinend egal. Man setzte lieber auf das Amt mit den Bildungsgutscheinen. Wenn doch einer wechseln wollte, um so besser. Dachte man sich.

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: EiB09

Datum: 09.02.20 15:31

VT605 schrieb:
Ein Großteil des Personals wäre gar nicht gegangen zu Fv und Cargo oder in andere Regionen, man hätte ja seinen Arbeitsplatz behalten. Erst nachdem durch die verlorene Ausschreibung feststand das die Arbeitsplätze wegfallen haben sich viele nach einem anderen Arbeitsplatz umgesehen. Natürlich hätte auch DB Regio ausbilden müssen, es wären aber nur durch die normale natürliche Fluktuation Arbeitskräfte gegangen.
Hallo,

nur dann hätte Cargo und FV in NRW und zusätzlich die S-Bahn TS in BaWü ein riesiges Problem gehabt,
denn die ,,Löcher" wären nicht kleiner geworden.

Regio in NRW und BaWü haben sogar jetzt noch offene Löcher, obwohl die meisten Netze schon übergeben wurden.

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: De David

Datum: 09.02.20 15:39

Sehe ich ähnlich. In den USA wird das z.B. so gemacht. Da sind die Einsatzbedingungen für Lokführer noch viel härter wie hier, aber dafür verdienen die auch über 100 Riesen im Jahr, und können sich ein entsprechendes Leben leisten. Was man sonst mit der geringen Qulifikation fast nirgendwo anders erreicht.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: EiB09

Datum: 09.02.20 15:47

De David schrieb:
Sehe ich ähnlich. In den USA wird das z.B. so gemacht. Da sind die Einsatzbedingungen für Lokführer noch viel härter wie hier, aber dafür verdienen die auch über 100 Riesen im Jahr, und können sich ein entsprechendes Leben leisten. Was man sonst mit der geringen Qulifikation fast nirgendwo anders erreicht.
Hallo,

soweit muss man garnicht schauen.
Nach 20 Jahren in der Schweiz erhälst Du seitens SBB auch um die 120.000,00 CHF.

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: D 2027

Datum: 09.02.20 20:01

EiB09 schrieb:
soweit muss man garnicht schauen.
Nach 20 Jahren in der Schweiz erhälst Du seitens SBB auch um die 120.000,00 CHF.
Vergleiche bitte mal schweizer und US-amerikanische Lebenshaltungskosten. Vielen Dank.

Erik

Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!

Re: Wer relativiert hier?

geschrieben von: HKX

Datum: 09.02.20 20:24

MD 612 schrieb:
Dann nützen Dir die besten Verhandlungen nichts, die lassen sich nämlich nicht hin- und herschieben wie ein Stück Schlachtvieh. Das sind nämlich Menschen und keine Nummern...

Naja, ist es nicht eben auch ein Hin und Her geschiebe, wenn ich zur verschiedenen Meldestellen bei der DB Regio zwitsche, weil man einen Ausschreibungsverlust hatte? Dann ist man, nach deiner Auffassung, besser dran, wenn man zur Firma wechselt, die am Standort ist? Oder ist es eher so, dass du dir alles schön redest?

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Thomas I

Datum: 10.02.20 04:22

D 2027 schrieb:
EiB09 schrieb:
soweit muss man garnicht schauen.
Nach 20 Jahren in der Schweiz erhälst Du seitens SBB auch um die 120.000,00 CHF.
Vergleiche bitte mal schweizer und US-amerikanische Lebenshaltungskosten. Vielen Dank.

Erik
Das ist ein berechtigter Einwand, aber selbst unter der Berücksichtigung davon verdienen die Kollegen in der Schweiz doch deutlich mehr als hierzulande.
Zumindestens habe ich im Freundeskreis Triebfahrzeugführer in der Schweiz und Triebfahrzeugführer hier in Südwestdeutschland und den Lebensstandard den erstere sich leisten können, auch was Urlaube, Hobbies, Autos, Wohnraum angeht erreichen Zweitere nicht ansatzweise.

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 10.02.20 07:02

Traumflug schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
Die Leute wollen sich aber ihre Gesundheit, ihr Familienleben, ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Selbstachtung nicht mit Beträgen abkaufen lassen, die für die Unternehmen nur Brosamen oder schlimmstenfalls Feuerlöscher sind!

Auch ein Kundenbetreuer oder Tf hat berechtigte Ansprüche an Planbarkeit seiner Freizeit und auf Ausgleich besonderer berufsspezifischer Erschwernisse. Geld bringt einem die im jahrelangen unregelmäßigen Schichtdienst und mit Überstunden ruinierte Gesundheit i.d.R. nicht zurück.
Wenn Du Deine Beiträge nicht in diesen kindischen Traumflug-ist-doof-Rahmen einbetten würdest, wäre das sogar ein sinnvoller Beitrag. Nur: wie sollen die Firmen den Leuten mehr Freizeit geben, wenn sie ohnehin zu wenig Leute haben? Deswegen ist die Strategie, für den fordernden Job wenigstens grosszügig Geld zu verteilen schon nachvollziehbar.
Moin.

Aber er (Heizer Jupp) hat doch recht! Es kann sich nicht alles mit Geld ausgleichen lassen. Denn dann kommt es genauso so, dass die dafür Verantwortlichen sehen, dass der Verkehr läuft. Und mehr interessiert dann erst mal keinen. Und das kann nicht das Ziel sein, dass mit bewusst zu wenig Personal zu viele Leistungen gefahren werden getreu dem Motto: "Dann geben wir dem Personal Müller-Mayerhuber halt 300 € mehr, dafür brauchen wir niemand einstellen und haben keine weiteren Lohnnebenkosten für neue Personale." Ich selber habe absolutes Verständnis dafür, dass sich die meisten Personale bei einem großen EVU in D FÜR(!) die Freizeit und gegen das Geld entschieden haben - auch bei der zweiten anstehenden Wahl diesbezüglich.

"I love it when plan comes together!"

George Peppard / Hannibal Smith - A-Team

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 10.02.20 10:47

Christian Snizek schrieb:

Aber er (Heizer Jupp) hat doch recht! Es kann sich nicht alles mit Geld ausgleichen lassen. Denn dann kommt es genauso so, dass die dafür Verantwortlichen sehen, dass der Verkehr läuft. Und mehr interessiert dann erst mal keinen. Und das kann nicht das Ziel sein, dass mit bewusst zu wenig Personal zu viele Leistungen gefahren werden getreu dem Motto: "Dann geben wir dem Personal Müller-Mayerhuber halt 300 € mehr, dafür brauchen wir niemand einstellen und haben keine weiteren Lohnnebenkosten für neue Personale." Ich selber habe absolutes Verständnis dafür, dass sich die meisten Personale bei einem großen EVU in D FÜR(!) die Freizeit und gegen das Geld entschieden haben - auch bei der zweiten anstehenden Wahl diesbezüglich.

Wenn Dein Vorschreiber meine Antwort als "kindischen Traumflug-ist-doof-Rahmen" bezeichnet, dann hat er seine Urteilsfähigkeit in dieser Angelegenheit schon ganz zutreffend erkannt.

Natürlich ist er nicht doof im Sinne von fehlendem Intellekt. Aber in der Angelegenheit des fahrenden Bahnpersonals kann er absolut nicht mitreden. Er wird noch nie Zugbegleiter- oder Tf-Schichten im unregelmäßigen Wechseldienst zu den unmöglichsten Zeiten gemacht haben. Er kann also gar nicht wissen, was das Fahrpersonal so umtreibt. Dennoch maßt er sich an, seinen Senf auch zu diesem Thema dazuzugeben, zu dem er wegen der Absenz ausreichender Kenntnisse eigentlich besser nichts sagen sollte.

Das zu erkennen, mangelt es ihm dann wirklich an Einsichtsfähigkeit. Das führt dann dazu, daß er sich unglaubwürdig macht und für unklug gehalten wird.

Außerdem drängt sich vielen hier im Forum der Eindruck auf, daß er dieses Verhalten auch bei vielen anderen Themen an den Tag legt. Mitreden, ohne wirklich genau zu wissen, worüber man da eigentlich redet...

Gewiß kann man seine eigene Meinung haben, und gewiß kann man die auch äußern. Aber der Absolutheitsanspruch sollte dann doch von einem feinen Gehör und Gespür überlagert sein, für das, was Leute zum Thema sagen, die tatsächlich davon betroffen und darin involviert sind. Das vermisse ich halt bei ihm oft. Schade eigentlich...

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 10.02.20 13:01

Christian Snizek schrieb:
Es kann sich nicht alles mit Geld ausgleichen lassen.
Du vergisst zu erwähnen, wo die EVU all die Leute hernehmen sollen, um den bisherigen Angestellten mehr Freizeit geben zu können. Ohne zusätzliches Personal bedeutet mehr Freizeit bekanntlich noch mehr Zugausfälle.

In gewissen Grenzen ist das sicherlich ein Henne-Ei-Problem. Wenig Freizeit -> wenige neue Mitarbeiter -> viele Ausfälle -> wenig Freizeit. Das zu durchbrechen ist nicht einfach.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: linie7484

Datum: 10.02.20 17:28

Traumflug schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Es kann sich nicht alles mit Geld ausgleichen lassen.
Du vergisst zu erwähnen, wo die EVU all die Leute hernehmen sollen, um den bisherigen Angestellten mehr Freizeit geben zu können. Ohne zusätzliches Personal bedeutet mehr Freizeit bekanntlich noch mehr Zugausfälle.

In gewissen Grenzen ist das sicherlich ein Henne-Ei-Problem. Wenig Freizeit -> wenige neue Mitarbeiter -> viele Ausfälle -> wenig Freizeit. Das zu durchbrechen ist nicht einfach.
Und Du vergisst zu erwähnen, dass bei noch weniger Freizeit noch mehr Personal krankheitsbedingt aus, was noch mehr Zugausfälle verursacht.
Henne-Ei-Problem. Wenig Freizeit -> noch weniger Personal -> noch mehr Freizeit -> noch weniger Freizeit.
Von daher ist, einem Mitarbeiter mehr Freizeit zur Erholung zu geben, sicherlich das kleinere Übel. Ein Mitarbeiter mit psychischen Erkrankungen fällt in der Regel eher für mehr als weniger Monate aus. wenn man Glück hat, redet man von Wochen. Wenn man Pech hat, kommt er gar nicht mehr.

Da muss man sich aber auch als Aufgabenträger irgendwann einmal gedanken machen, ob es wirklich Sinnvoll ist bis in die endlegensten Orte in dichtem Takt zu fahren, in der Hoffnung, das man auch Personal dafür findet und im zweifelsfall reihenweise Leistungen ausfallen müssen. Personal ist ebanfalls endlich, nur scheint dieser Umstand in der Politik immer noch nicht angekommen zu sein, Fahrpersonal wächst weder auf Bäumen, noch kann man es backen.

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: MD 612

Datum: 10.02.20 17:33

Traumflug schrieb:
Du vergisst zu erwähnen, wo die EVU all die Leute hernehmen sollen, um den bisherigen Angestellten mehr Freizeit geben zu können. Ohne zusätzliches Personal bedeutet mehr Freizeit bekanntlich noch mehr Zugausfälle.
Muss das die Angestellten interessieren?? Oder ist nicht vielmehr die Unternehmensführung dafür verantwortlich ausreichend Personal ranzuschaffen, was die viel zu oft viel zu lange verpennt haben?? Und jetzt sollen die Mitarbeiter das ausbaden und auf ihre wertvolle Freizeit verzichten?? Nee, Danke, den meisten ist ihre Freizeit einfach unbezahlbar und damit unverkäuflich.

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 10.02.20 19:32

linie7484 schrieb:

Da muss man sich aber auch als Aufgabenträger irgendwann einmal gedanken machen, ob es wirklich Sinnvoll ist bis in die endlegensten Orte in dichtem Takt zu fahren, in der Hoffnung, das man auch Personal dafür findet und im zweifelsfall reihenweise Leistungen ausfallen müssen. Personal ist ebanfalls endlich, nur scheint dieser Umstand in der Politik immer noch nicht angekommen zu sein, Fahrpersonal wächst weder auf Bäumen, noch kann man es backen.
So ein Schwachsinn, dann kann man den Betrieb gleich einstellen, was man eh bei jeder Gelegenheit macht.
Es ist Aufgabe der EVU Personal zu bekommen und da muss man eben nach dem marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage handeln. Wenn das die EVU nicht machen, wird es nichts.
Gerade jetzt mit den vielen Arbeitsplätzen die in der Industrie abgebaut werden, hat man enormes Potential, nur muss man da eben mehr bieten und vor allem eine familienfreundliche Dienstplanung.
Ist aber nicht gewünscht, jammern ist leichter.

Und so lange sich immer noch dutzende EVU verweigern Schulabgänger mit einer dualen Ausbildung auszubilden, als zweite Säule, kann es ja nicht so schlimm sein.
Man könnte genug Leute bekommen, aber dafür muss man auch was bieten. Angebot und Nachfrage eben.

Die Aufgabenträger müssen aber auch kapieren dass dann die Kosten nach oben gehen müssen.

Sachliche auf DSO Diskussion unerwünscht

geschrieben von: linie7484

Datum: 10.02.20 19:46

Staatsbahn schrieb:
So ein Schwachsinn, dann kann man den Betrieb gleich einstellen, was man eh bei jeder Gelegenheit macht.

Soviel zum Thema sachliche Diskussion. Von einer kompletten Betriebseinstellung habe ich nie etwas geschrieben. Und auf dieser Grundlage werde ich hier nicht weiter diskutieren, auch wenn im weiteren verlauf einige durchaus richtige Thesen aufgestellt werden.

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: De David

Datum: 11.02.20 04:02

Ist doch aber so, daß Überstunden machendes Personal für die Firma wesentlich effektiver ist wie mehr Leute einzustellen, auch wegen den von dir angesprochenen Lohnnebenkosten.

Ich habe schon mitbekommen wie sowas vorgeschlagen wurd um den Personalengpass zu vermindern, so wie manche Leute Teilzeit mit 60% und 80% machen, anderen anzubieten auf freiwiliger Basis vorrübergehend in "Übervollzeit" mit 110% oder 120% Soll gehen zu können, wenns dafür mindestens 1000€ im Monat mehr gibt. Fand aber wohl die Gewerkschaft nicht so gut die Idee.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: De David

Datum: 11.02.20 04:25

Ist aber schon so, diese vielen vielen kleine Züge erzeugen einen Mords Personalbedarf. Überall sonst gilt doch das bündeln als erstrebenswert, um mit so wenig Personal und Materialeinsatz das anliegende Pensum weg zu schaffen, und nicht künstliches Aufblähen von allem um sich nacher zu wundern daß es nicht hin haut weil man zu wenig Personal hat.

Sehe ich z.B. beim Netz Ulmer Stern, was da für ein riesen Aufwand getrieben wird, um Leerzüge in der Gegend herum zu fahren... Wäre ich da verantwortlich, ich würde das Ding zusammen streichen daß es nur so kracht... Denn das viele darin gebundene Personal kann in seiner Arbeitszeit auch für produktivere Dinge eingesetzt werden, oder dort hin verschoben wo es richtige Auslastung hat und sich somit Zusatzleistungen lohnen würden.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Der Traumflieger mal wieder...

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 11.02.20 07:55

De David schrieb:
Ist doch aber so, daß Überstunden machendes Personal für die Firma wesentlich effektiver ist wie mehr Leute einzustellen, auch wegen den von dir angesprochenen Lohnnebenkosten.

Ich habe schon mitbekommen wie sowas vorgeschlagen wurd um den Personalengpass zu vermindern, so wie manche Leute Teilzeit mit 60% und 80% machen, anderen anzubieten auf freiwiliger Basis vorrübergehend in "Übervollzeit" mit 110% oder 120% Soll gehen zu können, wenns dafür mindestens 1000€ im Monat mehr gibt. Fand aber wohl die Gewerkschaft nicht so gut die Idee.

Noch effektiver für die Firma wäre es, wenn man das Personal rund um die Uhr in seinem Betrieb hätte und wenn man es seine gesetzlichen Mindestruhezeiten und Pausen auf dem Feldbett/der Luftmatratze auf der Lok oder auf den Längsbänken im Wagen verbringen ließe.

Und wenn's mal wieder 16 - 18 - 22 - 25 Stunden dauert: Ein Klo gibt's im Reisezugwagen oder auf dem nächsten Stellwerk, Essen und Trinken gibt's im Bahnhofskiosk oder in der nächsten Tanke. Wäre doch ein richtig tolles Abenteuer für jeden eingefleischten Eisenbahnfan!

Da sind doch sieben 12-Stunden-Dienste hintereinander (84 Wochenstunden) mit jeweils vorangehender und nachfolgender 1,5h-Autofahrt vom/zum Wohnort (im privaten Pkw wohlgemerkt) geradezu ein Klacks!
Und wenn es dann noch hin und wieder eine Prämie für hohe Einsatzbereitschaft gibt, ist doch das Eisenbahnerleben perfekt, oder?

Ihr meint, das wäre Sarkasmus? Ja, das sollte es sein.
Aber mir wurden auch schon reale Fälle bei deutschen EVU berichtet...

Re: Ganz einfach

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 11.02.20 08:41

Murrtalbahner schrieb:
autolos schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
autolos schrieb:
Hallo Tobias,
genau, die DB hat Schuld, egal was passiert, irgendwie lässt es sich schon so drehen. Ehrlich, die Platte ist schon so alt, ist es dir nicht langsam peinlich, sie immer mal wieder auszupacken? Vielleicht wäre nachdenken statt nachdenklich mal hilfreich 😉
Gruß
Guten Abend autolos,

da liegt jetzt irgendwie ein kapitales Missverständnis vor - genau diese einseitigen Betrachtungen, dass es "nur die DB" "nur die Privaten" "nur das schlechte Wetter" oder was auch immer alleine gewesen sein sollen, sind ja der Grund meiner Unzufriedenheit. Wenig auf dieser Welt ist nur "schwarz" oder "weiß", meistens gibt es etliche Schattierungen von "grau" dazwischen. Und die meisten Dinge haben auch eine Geschichte. So zum Beispiel auch der Weg zu heutigen Tarifverträgen im SPNV.

Freundliche Grüße
Tobias
Hallo Tobias,
Hier geht es um GoAhead und deren Probleme. Dafür sind die ganz alleine verantwortlich. Anderswo läuft es auch nicht, aber hier geht es nicht um anderswo. Du scheinst davon ablenken zu wollen.
Gruß
Es ist aber sachlicher, wenn man im Gesamtkontext diskutiert. Da kann man eben den selben Artikel nehmen und nahezu jedes größere EVU eintragen. DB Zugbus rund um Tübingen hat die Personalprobleme TROTZ der Verluste der Stuttgarter Netze. Wo wären wir rund um Stuttgart, wenn nicht die ehemaligen Regio Mitarbeiter zu Fernverkehr, Cargo oder S-Bahn gewechselt wären bzw. die noch verbliebenen Strecken ab Stuttgart fahren würden? Richtig! Genau da, wo jetzt Abellio und GoAhead auch sind.
Deswegen ja, wenn man den Fall singulär betrachtet, dann hat GoAhead schuld. Die Frage ist nur - liegt es an GoAhead oder eher am Gesamtproblem Personalmangel? Es ist ja nicht so, dass GoAhead, Abellio, DB usw. sich weigern, Personal einzustellen. Es ist schlichtweg keines da.
Gehälter sind sicher ein Thema, aber warum fährt dann überhaupt wer für GoAhead, wenn es anderswo direkt vor der Haustür (Plochingen, Tübingen) die Möglichkeit gibt, theoretisch besser zu verdienen? Da muss ich auch 146 227 widersprechen, denn Personalmangel gibt es nicht nur in den "Nachtschicht-Branchen". Auch der öffentliche Dienst mit beheiztem Büro, sehr sicherer Arbeitsstelle und sehr geregelten Arbeitszeiten sucht händeringend nach Personal. Wenn aber die Bearbeitungszeiten für Bausachen, Bafög-Anträge oder Wartezeiten bei der KfZ-Zulassungsstelle immer länger werden, fällt das nicht so auf, wie wenn eben drei Züge nicht fahren.
Soso, die DB weigert sich also nicht? Ich habe immer noch die Absage der DB im Kopf. Und auch diverser anderer EVUs. Man versucht es ja nichtmal, mich zur Tauglichkeitsuntersuchung zu schicken und zu schauen, ob ich sie bestehen würde. Bei allem Respekt, da scheint kein Wille vorhanden zu sein, viele Leute einzustellen.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 11.02.20 10:52

traktionsumrichter schrieb:
Zitat:
Soso, die DB weigert sich also nicht? Ich habe immer noch die Absage der DB im Kopf. Und auch diverser anderer EVUs. Man versucht es ja nichtmal, mich zur Tauglichkeitsuntersuchung zu schicken und zu schauen, ob ich sie bestehen würde. Bei allem Respekt, da scheint kein Wille vorhanden zu sein, viele Leute einzustellen.
Keine Sorge, ich kenne zwischenzeitlich auch einige Leute persönlich, die weder von der DB noch von Privat überhaupt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Demzufolge kann der Personalmangel bei allen Firmen nicht so gravierend sein, wenn man bereits im vornherein selektieren kann.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: VT605

Datum: 11.02.20 11:02

Endbahnhof schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
Zitat:
Soso, die DB weigert sich also nicht? Ich habe immer noch die Absage der DB im Kopf. Und auch diverser anderer EVUs. Man versucht es ja nichtmal, mich zur Tauglichkeitsuntersuchung zu schicken und zu schauen, ob ich sie bestehen würde. Bei allem Respekt, da scheint kein Wille vorhanden zu sein, viele Leute einzustellen.
Keine Sorge, ich kenne zwischenzeitlich auch einige Leute persönlich, die weder von der DB noch von Privat überhaupt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Demzufolge kann der Personalmangel bei allen Firmen nicht so gravierend sein, wenn man bereits im vornherein selektieren kann.

Vielleicht liegts aber auch an dem Bewerber. Und natürlich selektiert man vorher, wenn z.B. absehbar ist das jemand die Ausbildung (die nicht leicht ist) nicht schafft, warum sollte man da einen Haufen Geld für seine Ausbildung investieren.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: chris87

Datum: 11.02.20 11:25


Vielleicht liegts aber auch an dem Bewerber. Und natürlich selektiert man vorher, wenn z.B. absehbar ist das jemand die Ausbildung (die nicht leicht ist) nicht schafft, warum sollte man da einen Haufen Geld für seine Ausbildung investieren.




Dafür gibts eine Sache, die nennt sich Probezeit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 11:31.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: VT605

Datum: 11.02.20 11:29

chris87 schrieb:

Vielleicht liegts aber auch an dem Bewerber. Und natürlich selektiert man vorher, wenn z.B. absehbar ist das jemand die Ausbildung (die nicht leicht ist) nicht schafft, warum sollte man da einen Haufen Geld für seine Ausbildung investieren.



Dafür gibts eine Sache, die nennt sich Probezeit.

Naja, wenn jemand bei mehreren EVU abgelehnt wird..., eines kann danebenliegen, aber mehrere?

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Traumflug

Datum: 11.02.20 12:01

VT605 schrieb:
wenn z.B. absehbar ist das jemand die Ausbildung (die nicht leicht ist) nicht schafft, warum sollte man da einen Haufen Geld für seine Ausbildung investieren.
Weder ein Vorstellungsgespräch noch eine medizinische Untersuchung kostet "einen Haufen Geld". Wer noch nicht einmal dieses Minimalrisiko eingehen will hat in der Tat den Vorwurf, bei Einstellungen unwillig zu sein, verdient.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Ganz einfach

geschrieben von: VT605

Datum: 11.02.20 12:08

Traumflug schrieb:
VT605 schrieb:
wenn z.B. absehbar ist das jemand die Ausbildung (die nicht leicht ist) nicht schafft, warum sollte man da einen Haufen Geld für seine Ausbildung investieren.
Weder ein Vorstellungsgespräch noch eine medizinische Untersuchung kostet "einen Haufen Geld". Wer noch nicht einmal dieses Minimalrisiko eingehen will hat in der Tat den Vorwurf, bei Einstellungen unwillig zu sein, verdient.

Wie gesagt, wenn jemand schreibt das er bei mehreren EVU abgelehnt wurde, da scheint es eben doch am Bewerber zu liegen. Vielleicht sagen ja seine Bewerbungsunterlagen einiges aus. Ich will das jetzt wirklich nicht auf den User beziehen, aber als Beispiel, in unsere Dienststelle kamen vor etwa 2 Jahren 2 Jugendliche und wollten sich für eine Ausbildung zum Zugbegleiter bewerben. Als Bewerbung zogen sie ein zweimal gefaltetes Blatt A4 aus der Jackentasche, strichen es glatt und übergaben es.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Traumflug

Datum: 11.02.20 12:24

VT605 schrieb:
Wie gesagt, wenn jemand schreibt das er bei mehreren EVU abgelehnt wurde, da scheint es eben doch am Bewerber zu liegen.
Du nimmst das an. Zum Beispiel, weil der Bewerber 46 Jahre alt ist, während das Limit 45 Jahre in die Software einprogrammiert ist. Macht den Bewerber natürlich auch bei dringendem Bedarf völlig untauglich. Ha ha.

VT605 schrieb:
in unsere Dienststelle kamen vor etwa 2 Jahren 2 Jugendliche und wollten sich für eine Ausbildung zum Zugbegleiter bewerben. Als Bewerbung zogen sie ein zweimal gefaltetes Blatt A4 aus der Jackentasche, strichen es glatt und übergaben es.
Ist doch super! Die haben sich nicht als Bewerbungsschreiben-Experten, sondern als Zugbegleiter beworben. Und sie haben sich gleich für das Gespräch zur Verfügung gestellt, ohne Einladungs-Klimbim und dergleichen. Bei mir gäbe es da Bonuspunkte für effizientes handeln. Diesmal ohne Ironie.

Wer Leute haben will, muss von Bürokratismen weg kommen. Es geht nicht um Regelwerks-Folklore, sondern darum, Aufgaben zu erfüllen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Ferdi

Datum: 11.02.20 12:24

Geht mir auch so. Wobei ich mich nur bei der DB beworben habe. Auf diese Bewerbung jedoch nie eine Antwort bekommen.
Und auf eine Nachfrage konnte/wollte man mir nicht weiterhelfen.

Eine simple Absage hätte da durchaus Klarheit vermittelt.

Und ich hätte lieber schon gestern als heute als Tf gearbeitet. Interesse am Betrieb und der Technik ist reichlich vorhanddn. Mich wurmt das schon ziemlich, das man mir keine Chance gegeben hat.


Endbahnhof schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
Zitat:
Soso, die DB weigert sich also nicht? Ich habe immer noch die Absage der DB im Kopf. Und auch diverser anderer EVUs. Man versucht es ja nichtmal, mich zur Tauglichkeitsuntersuchung zu schicken und zu schauen, ob ich sie bestehen würde. Bei allem Respekt, da scheint kein Wille vorhanden zu sein, viele Leute einzustellen.
Keine Sorge, ich kenne zwischenzeitlich auch einige Leute persönlich, die weder von der DB noch von Privat überhaupt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Demzufolge kann der Personalmangel bei allen Firmen nicht so gravierend sein, wenn man bereits im vornherein selektieren kann.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 11.02.20 13:08

Ich weiß nicht, wie man von einem simplen Schriftstück Rückschlüsse auf die Person ziehen kann. Das würde an dieser Stelle bedeuten, dass ich dir das Studium eines Lebensmittelchemikers nicht zutraue. Ohne dich jemals gesehen zu haben, nur auf Grund deiner Schilderungen hier in DSO lehne ich dich einfach dafür ab.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: VT605

Datum: 11.02.20 13:22

Endbahnhof schrieb:
Ich weiß nicht, wie man von einem simplen Schriftstück Rückschlüsse auf die Person ziehen kann. Das würde an dieser Stelle bedeuten, dass ich dir das Studium eines Lebensmittelchemikers nicht zutraue. Ohne dich jemals gesehen zu haben, nur auf Grund deiner Schilderungen hier in DSO lehne ich dich einfach dafür ab.

Das würde ich mir auch nicht zutrauen, obwohl ich in Chemie und Bio früher eine eins hatte, aber kein Abi. Daher stimmt dein Eindruck.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: VT605

Datum: 11.02.20 13:47

Traumflug schrieb:
VT605 schrieb:
Wie gesagt, wenn jemand schreibt das er bei mehreren EVU abgelehnt wurde, da scheint es eben doch am Bewerber zu liegen.
Du nimmst das an. Zum Beispiel, weil der Bewerber 46 Jahre alt ist, während das Limit 45 Jahre in die Software einprogrammiert ist. Macht den Bewerber natürlich auch bei dringendem Bedarf völlig untauglich. Ha ha.

VT605 schrieb:
in unsere Dienststelle kamen vor etwa 2 Jahren 2 Jugendliche und wollten sich für eine Ausbildung zum Zugbegleiter bewerben. Als Bewerbung zogen sie ein zweimal gefaltetes Blatt A4 aus der Jackentasche, strichen es glatt und übergaben es.
Ist doch super! Die haben sich nicht als Bewerbungsschreiben-Experten, sondern als Zugbegleiter beworben. Und sie haben sich gleich für das Gespräch zur Verfügung gestellt, ohne Einladungs-Klimbim und dergleichen. Bei mir gäbe es da Bonuspunkte für effizientes handeln. Diesmal ohne Ironie.

Wer Leute haben will, muss von Bürokratismen weg kommen. Es geht nicht um Regelwerks-Folklore, sondern darum, Aufgaben zu erfüllen.

Das Bewerbungsschreiben ist ja mittlerweile eh abgeschafft. Aber die Art und Weise, die mangelnde Sorgfalt, wenn ich Personaler wäre würde ich die sofort aussortieren.
Und zur Regelwerksfolklore, bei der Eisenbahn wird nach Regelwerken gearbeitet, denn es geht um Sicherheitsbestimmungen und diese müssen die Mitarbeiter erlernen. Bei den Traumfliegern geht es sicher ohne Regelwerke, bei den echten Fliegern dagegen nicht.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Traumflug

Datum: 11.02.20 14:16

VT605 schrieb:
Und zur Regelwerksfolklore, bei der Eisenbahn wird nach Regelwerken gearbeitet, denn es geht um Sicherheitsbestimmungen und diese müssen die Mitarbeiter erlernen.
Bei Dir ist also ein gefalteter Lebenslauf ein Sicherheitsrisiko. Das sind ja mal interessante Einsichten.

Man kann auch mal einen Blick in die Industrie werfen. Auch dort gibt es Sicherheitsbestimmungen, die einzuhalten sind. Doch ist da dringender Bedarf an Mitarbeitern, schickt man solche Spontanbewerber nicht wieder weg, sondern zeigt ihnen kurz die Firma und vertraut sie dann einem erfahrenen Mitarbeiter für ein paar Tage Praktikum an. So stellt schnell heraus, wie gut jemand geeignet ist und man kann sich sicher sein, keine Chance verpasst zu haben. Fehlende Mitarbeiter kosten Geld. Sehr viel Geld.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Ganz einfach

geschrieben von: linie7484

Datum: 11.02.20 15:18

Traumflug schrieb:
Man kann auch mal einen Blick in die Industrie werfen. Auch dort gibt es Sicherheitsbestimmungen, die einzuhalten sind. Doch ist da dringender Bedarf an Mitarbeitern, schickt man solche Spontanbewerber nicht wieder weg, sondern zeigt ihnen kurz die Firma und vertraut sie dann einem erfahrenen Mitarbeiter für ein paar Tage Praktikum an. So stellt schnell heraus, wie gut jemand geeignet ist und man kann sich sicher sein, keine Chance verpasst zu haben. Fehlende Mitarbeiter kosten Geld. Sehr viel Geld.
Schön wäre es - nur die Realität sieht anders aus.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 17:11

traktionsumrichter schrieb:
Soso, die DB weigert sich also nicht? Ich habe immer noch die Absage der DB im Kopf. Und auch diverser anderer EVUs. Man versucht es ja nichtmal, mich zur Tauglichkeitsuntersuchung zu schicken und zu schauen, ob ich sie bestehen würde. Bei allem Respekt, da scheint kein Wille vorhanden zu sein, viele Leute einzustellen.
Bei allem Respekt, aber wenn mehrere Unternehmen zum gleichen Urteil kommen, dann wird es wohl, wie schon mehrfach geschrieben, an Deiner fehlenden Eignung für den Beruf liegen. Und entgegen Deiner und des Traumfliegers Ansicht lässt die sich sehr wohl im Vorfeld feststellen. Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Beurteilungen und nicht zuletzt der von Dir meilenweit versemmelte Onlinetest (das hattest Du selbst vor Monaten zugegeben) lassen da schon Rückschlüsse zu, die es den Unternehmen nahe legen eben keine zigtausend Euro für Deine Ausbildung auszugeben, nur um dann festzustellen, dass diese Investition zwar bei weitem nicht kostenlos, aber am Ende doch umsonst war.

Mit anderen Worten, auch wenn die Not groß ist, aber man kann nicht alles nehmen...

Gruß Peter

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 17:22

Traumflug schrieb:
Weder ein Vorstellungsgespräch noch eine medizinische Untersuchung kostet "einen Haufen Geld". Wer noch nicht einmal dieses Minimalrisiko eingehen will hat in der Tat den Vorwurf, bei Einstellungen unwillig zu sein, verdient.
Na Du musst es ja wissen, Du bist schließlich vom Fach...

Traumflug schrieb:
Du nimmst das an. Zum Beispiel, weil der Bewerber 46 Jahre alt ist, während das Limit 45 Jahre in die Software einprogrammiert ist. Macht den Bewerber natürlich auch bei dringendem Bedarf völlig untauglich. Ha ha.
Du nimmst also an, dass es so läuft. Du machst Dich gerade lächerlich. Haha...

Traumflug schrieb:
Die haben sich nicht als Bewerbungsschreiben-Experten, sondern als Zugbegleiter beworben.
Die wollen nicht Türsteher an der nächsten Drogendestille werden, sondern Zugbegleiter. Da ist es ja nicht zu viel verlangt ein paar Sätze aufzuschreiben, warum man an der Stelle interessiert ist, einen Lebenslauf und Zeugnisse dazu zu packen, damit sich der Personaler überhaupt erstmal ein Bild von den Leuten machen kann. Denn entgegen Deiner Auffassung ist der Job des Zugbegleiters nicht ohne, da wird man doch wohl die allerkleinsten Anforderungen an eine Bewerbung meistern können. Wenn nicht, muss man leider davon ausgehen, dass die den Anforderungen dieses anspruchsvollen Berufes auch nicht gewachsen sind.

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 11.02.20 17:25

Entschuldigung wenn ich mich noch einmal einmische. In meinem Fall, also nicht meinem, sondern der Fall eines Bekannten, handelte es sich um eine Direktbewerbung ohne irgendwelchen Onlinetest und was auch immer und zwar konkret auf eine Ausschreibung für Mitarbeiter mit Ü50! Er erfüllte laut Stellenausschreibung alle geforderten Punkte, selbst eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen Beruf und jahrelange Berufseerfahrung konnte er vorweisen. Und trotzdem gab es ohne Angabe von Gründen und ohne Vorstellungsgespräch eine Absage. Wie schon gesagt, der Personalmangel ist noch nicht gravierend genug.

Hier ein Link zu einem entsprechenden Bericht, dass damals konkret Ü50er gesucht wurden:

[www.moz.de]


Zitat aus dem Bericht:

" „Sie sind also Fahrlehrer? Wie wäre es, wenn Sie bei uns eine Ausbildung zum Lokführer machen?“, schlugen sie vor. Drewanz riss die Augen auf. „Ich? Aber ich bin über 50“, entgegnete er. „Ja, genau. Können Sie am 1. Januar anfangen?“ Ein paar Wochen später unterschrieb der Brandenburger den Ausbildungsvertrag."

und

"Die Not ist groß. Deshalb hat die DB jetzt eine Initiative gestartet: Sie wirbt Ü-50-Jährige, aber auch Studienabbrecher und Zeitsoldaten als Auszubildendean."

Wie gesagt, so groß kann die Not nicht sein.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 17:27

Endbahnhof schrieb:
Ich weiß nicht, wie man von einem simplen Schriftstück Rückschlüsse auf die Person ziehen kann.
Kann man, weil sich schon anhand dieses Stücks Papier die Motivation für den Beruf erkennen lässt und ebenso die wirkliche Ernsthaftigkeit die Stelle bekommen zu wollen. Denn wenn der Zettel schon erkennbar lustlos bekritzelt und gefaltet wird, kann es mit der Lust an der Stelle nicht weit her sein. Wer die Stelle wirklich will, bemüht sich auch etwas mehr darum. Und Zeugnisse dabei zu haben, um die in der Stellenausschreibung benannten Mindestanforderungen nachweisen zu können, kann ja nun wirklich nicht zu viel verlangt sein.

Gruß Peter

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 17:30

Endbahnhof schrieb:
Und trotzdem gab es ohne Angabe von Gründen und ohne Vorstellungsgespräch eine Absage.
Und, hat er mal nachgefragt, um die Gründe zu erfahren?? Oder war das Interesse dann doch nicht so groß, dass es nichtmal für ein weiteres Telefonat gereicht hat??

Gruß Peter

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 11.02.20 17:35

MD 612 schrieb:
Endbahnhof schrieb:
Ich weiß nicht, wie man von einem simplen Schriftstück Rückschlüsse auf die Person ziehen kann.
Kann man, weil sich schon anhand dieses Stücks Papier die Motivation für den Beruf erkennen lässt und ebenso die wirkliche Ernsthaftigkeit die Stelle bekommen zu wollen. Denn wenn der Zettel schon erkennbar lustlos bekritzelt und gefaltet wird, kann es mit der Lust an der Stelle nicht weit her sein. Wer die Stelle wirklich will, bemüht sich auch etwas mehr darum. Und Zeugnisse dabei zu haben, um die in der Stellenausschreibung benannten Mindestanforderungen nachweisen zu können, kann ja nun wirklich nicht zu viel verlangt sein.

Gruß Peter
Natürlich, da bin ich ganz bei dir. Es gibt aber auch die andere Seite. Leute, die genau das nicht oder nur mit Hilfe auf die Reihe bekommen, besetzen heute in einem nicht zum DB-Konzern gehörenden Verkehrsunternehmen Führungspositionen. Wohlgemerkt Mitarbeiter, die im Schriftlichen nicht nur "den" und "denn" verwechseln, beurteilen Mitarbeiter in einem Gespräch zu ihrer Leistungsfähigkeit und müssen das schriftlich festhalten!

In meinen Augen ist bei der Auswahl der Bewerber immer ein Stück persönliches Empfinden des Auswählenden dabei. Derjenige, der eine 1a Bewerbung hinlegt, kann nachher im Arbeitsleben der absolute Vollhonk sein. Personalauswahl ist also immer auch ein Stück weit ein Ritt auf einer Kanonenkugel.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 11.02.20 17:39

MD 612 schrieb:
Endbahnhof schrieb:
Und trotzdem gab es ohne Angabe von Gründen und ohne Vorstellungsgespräch eine Absage.
Und, hat er mal nachgefragt, um die Gründe zu erfahren?? Oder war das Interesse dann doch nicht so groß, dass es nichtmal für ein weiteres Telefonat gereicht hat??

Gruß Peter
Ja, auf seine letzte Bewerbung stellte ich den Kontakt zum entsprechenden Personaler her. Man wolle sich bei ihm melden, es dauert nur noch eine Weile. 3 Wochen später kam die Absage, ohne Angaben von Gründen.
Im Übrigen bereits die 4. Absage von 4 unterschiedlichen DB-Konzernunternehmen. Als Gleisbauer hätte er übrigens gleich morgen anfangen können.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 18:02

Endbahnhof schrieb:
Ja, auf seine letzte Bewerbung stellte ich den Kontakt zum entsprechenden Personaler her.
Warum ruft er dort nicht selber an?? Die Telefonnummer steht doch in der Stellenausschreibung.

Endbahnhof schrieb:
Im Übrigen bereits die 4. Absage von 4 unterschiedlichen DB-Konzernunternehmen.
Dann wird es wohl handfeste Gründe geben. Ich an seiner Stelle hätte da schon ein gesteigertes Interesse zu erfahren, woran es liegt. Eventuell kann man ja bei der fünften Bewerber den Fehler ausmerzen. Darüber sollten die Personaler Auskunft geben. Man muss aber eben notfalls aktiv nachfragen. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass die sich alle vier in Schweigen hüllen.

Gruß Peter

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 11.02.20 18:16

MD 612 schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
Soso, die DB weigert sich also nicht? Ich habe immer noch die Absage der DB im Kopf. Und auch diverser anderer EVUs. Man versucht es ja nichtmal, mich zur Tauglichkeitsuntersuchung zu schicken und zu schauen, ob ich sie bestehen würde. Bei allem Respekt, da scheint kein Wille vorhanden zu sein, viele Leute einzustellen.
Bei allem Respekt, aber wenn mehrere Unternehmen zum gleichen Urteil kommen, dann wird es wohl, wie schon mehrfach geschrieben, an Deiner fehlenden Eignung für den Beruf liegen. Und entgegen Deiner und des Traumfliegers Ansicht lässt die sich sehr wohl im Vorfeld feststellen. Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Beurteilungen und nicht zuletzt der von Dir meilenweit versemmelte Onlinetest (das hattest Du selbst vor Monaten zugegeben) lassen da schon Rückschlüsse zu, die es den Unternehmen nahe legen eben keine zigtausend Euro für Deine Ausbildung auszugeben, nur um dann festzustellen, dass diese Investition zwar bei weitem nicht kostenlos, aber am Ende doch umsonst war.

Mit anderen Worten, auch wenn die Not groß ist, aber man kann nicht alles nehmen...

Gruß Peter
Das war ja klar, dass genau der Peter sich wieder zu Wort melden musste.
Ich weiß nichtmal, ob der Einstellungstest bei mir so schlecht war. Und wie der User Traumflug auch schon schrieb, wenn man einfach so reihenweise Bewerber absagt, ohne sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu haben, dann kann die Not an Personal im deutschen Eisenbahnverkehr ja nicht so groß sein. Dann darf die DB oder andere EVUs aber auch nicht meckern, dass es zu wenig Personal gäbe. Und dann darf es auch keine personalbedingten Ausfälle mehr geben. Diese Liste an Dinge, die dann nicht mehr passieren dürften, könnte man noch um einige Stichpunkte erweitern.

Aber es ist doch einfach so, dass zu wenige Lokführer da sind. Ja warum ist man dann so doof und lädt nicht alles ein, was man kriegen kann? Zur Not entscheidet man nach dem Gespräch, dass es nichts wird, weil diverse Dinge nicht passen. Und zur allergrößten Not wird der Bewerber bei der medizinischen und zur aller aller größten Not noch beim Psychater aussortiert. Es gibt so viele Kontrollmechanismen, aber einen nichtmal zum 1. Mechanismus, also dem Vorstellungsgespräch, vorzuladen, grenzt schon an Unfähigkeit. Das muss ich in diesem Falle einfach mal unterstellen, da ich ja scheinbar nicht das erste "Opfer" bin.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 18:30

traktionsumrichter schrieb:
Das war ja klar, dass genau der Peter sich wieder zu Wort melden musste.
Man kann es Dir anscheinend nicht oft genug schreiben, bis Du es kapierst.

traktionsumrichter schrieb:
Ich weiß nichtmal, ob der Einstellungstest bei mir so schlecht war.
Du hattest vor Monaten selbst von unter 60% geschrieben. Schon vergessen?? Da sind wir ja froh nicht befürchten zu müssen, dass Du mal vergisst, dass ein rotes Licht "Halt!" bedeutet...

traktionsumrichter schrieb:
Und wie der User Traumflug auch schon schrieb, wenn man einfach so reihenweise Bewerber absagt, ohne sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu haben, dann kann die Not an Personal im deutschen Eisenbahnverkehr ja nicht so groß sein.
Vorstellungsgespräche kosten auch eine Menge Zeit. Zeit, die man sich sparen kann wenn vorher erkennbar ist, dass sie umsonst aufgewendet wird.

traktionsumrichter schrieb:
Ja warum ist man dann so doof und lädt nicht alles ein, was man kriegen kann?
Man muss in diesem Beruf als Personaler nun wirklich nicht so doof sein alles zu nehmen, was man kriegen kann, wenn man schon vorher merkt, dass es nicht geeignet ist...

Im Übrigen zeigt es deutlich Deine Einstellung, wenn Du die Personaler pauschal als doof bezeichnest. Die haben vermutlich weit mehr auf der Kirsche als Du...

traktionsumrichter schrieb:
Es gibt so viele Kontrollmechanismen, aber einen nichtmal zum 1. Mechanismus, also dem Vorstellungsgespräch, vorzuladen, grenzt schon an Unfähigkeit.
Die ersten Mechanismen (oder auch nur einer davon), nämlich Onlintest und/oder Bewerberunterlagen, haben bei Dir offensichtlich schon gezeigt, dass sie wirken. Und das, wie Du jetzt schreibst, auch noch mehrfach. Das sollte Dir zu denken geben, bei wem die Unfähigkeit liegen wird. Warum sie wirken, kannst Du gerne bei den beteiligten Personalern erfragen.

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 11.02.20 18:43

MD 612 schrieb:
Zitat:
Man kann es Dir anscheinend nicht oft genug schreiben, bis Du es kapierst.
Tja, meine Meinung über das Thema kennst du.

MD 612 schrieb:Zitat:
Du hattest vor Monaten selbst von unter 60% geschrieben. Schon vergessen?? Da sind wir ja froh nicht befürchten zu müssen, dass Du mal vergisst, dass ein rotes Licht "Halt!" bedeutet...
Das war eine Schätzung. Nach einigen anderen Tests weiß ich, dass ich bei ca. 80 % lande.

MD 612 schrieb:
Zitat:
Vorstellungsgespräche kosten auch eine Menge Zeit. Zeit, die man sich sparen kann wenn vorher erkennbar ist, dass sie umsonst aufgewendet wird.
Und das Geld muss man investieren, wenn man weiß, dass man PERSONALMANGEL hat.

MD 612 schrieb:
Zitat:
Man muss in diesem Beruf als Personaler nun wirklich nicht so doof sein alles zu nehmen, was man kriegen kann, wenn man schon vorher merkt, dass es nicht geeignet ist...
MD 612 schrieb:Zitat:
Im Übrigen zeigt es deutlich Deine Einstellung, wenn Du die Personaler pauschal als doof bezeichnest. Die haben vermutlich weit mehr auf der Kirsche als Du...
Naja, wenn die bei Personalmangel so handeln, dann kann man ernsthaft hinterfragen, wer hier doof ist.

MD 612 schrieb:Zitat:
Die ersten Mechanismen (oder auch nur einer davon), nämlich Onlintest und/oder Bewerberunterlagen, haben bei Dir offensichtlich schon gezeigt, dass sie wirken. Und das, wie Du jetzt schreibst, auch noch mehrfach. Das sollte Dir zu denken geben, bei wem die Unfähigkeit liegen wird. Warum sie wirken, kannst Du gerne bei den beteiligten Personalern erfragen.
Onlinetest liegt bei stabil 80 %, meine Bewerbungsunterlagen finde ich selbst super (schönes informatives Anschreiben, klassischer Lebenslauf). Also daraus kann man nun nicht ableiten, warum man es nicht geschafft hat, mich zum Vorstellungsgespräch vorzuladen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.02.20 18:44.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 19:01

traktionsumrichter schrieb:
Das war eine Schätzung.
Es war Deine Aussage. Von Schätzung war damals keine Rede. Das macht Dich jetzt nicht glaubwürdiger...

traktionsumrichter schrieb:
Nach einigen anderen Tests weiß ich, dass ich bei ca. 80 % lande.
Welche Tests waren das?? Bestimmt nicht die, die bei einer Bewerbung ausschlaggebend sind.

traktionsumrichter schrieb:
Und das Geld muss man investieren, wenn man weiß, dass man PERSONALMANGEL hat.
Man muss es nicht, wenn man sicher ist, dass das Geld dann zum Fenster hinausgeschmissen ist. Investitionen sind schließlich nur dann sinnvoll, wenn ein Aussicht auf Erfolg besteht. Wenn Dir schon mehrere (!) Unternehmen sagen, dass diese Aussicht nicht besteht, dann werden die wohl nicht alle falsch liegen. Und nochmal, genau das sollte Dir endlich zu Denken geben.

traktionsumrichter schrieb:
Naja, wenn die bei Personalmangel so handeln, dann kann man ernsthaft hinterfragen, wer hier doof ist.
Das tat ich schon. Ich komme auf eine anderes Ergebnis als Du...

traktionsumrichter schrieb:
Onlinetest liegt bei stabil 80 %, meine Bewerbungsunterlagen finde ich selbst super (schönes informatives Anschreiben, klassischer Lebenslauf). Also daraus kann man nun nicht ableiten, warum man es nicht geschafft hat, mich zum Vorstellungsgespräch vorzuladen.
Dann hast Du ja bestimmt schon bei allen diesen Unternehmen angerufen und nach den Gründen der Absagen gefragt. Danach solltest Du Dich richten...

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 11.02.20 19:06

Klar habe ich nach den Gründen gefragt. Aber das Prozedere ist meist immer das gleiche: "Wir rufen zurück." ... genau ... hab bisher noch keinen Rückruf erhalten.

Und dass keine Aussicht auf Erfolg besteht, sagt so ein lächerlicher Onlinetest definitiv nicht aus. Das kann man nur im Vorstellungsgespräch und der Lokführer-MPU feststellen.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: MD 612

Datum: 11.02.20 19:20

traktionsumrichter schrieb:
Klar habe ich nach den Gründen gefragt. Aber das Prozedere ist meist immer das gleiche: "Wir rufen zurück." ... genau ... hab bisher noch keinen Rückruf erhalten.
Bei allen dasselbe, wer's glaubt. Und natürlich hast Du nochmal angerufen, und nochmal...

Mich würde das an Deiner Stelle interessieren, und da würde ich an Deiner Stelle solange nerven, bis eine Antwort kommt.

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Re: Ganz einfach

geschrieben von: VT605

Datum: 11.02.20 19:37

traktionsumrichter schrieb:
Klar habe ich nach den Gründen gefragt. Aber das Prozedere ist meist immer das gleiche: "Wir rufen zurück." ... genau ... hab bisher noch keinen Rückruf erhalten.

Und dass keine Aussicht auf Erfolg besteht, sagt so ein lächerlicher Onlinetest definitiv nicht aus. Das kann man nur im Vorstellungsgespräch und der Lokführer-MPU feststellen.

Aber andere EVU machen doch gar keinen Onlinetest, wenn die dich auch abgelehnt haben wird das leider seinen Grund haben. Vielleicht liegts ja am Zeugnis.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 11.02.20 20:20

Na, einige andere EVUs haben bereits abgesagt, ja. Ein ganz paar habe ich noch offen. Mal das beste hoffen. Am Zeugnis liegt es definitiv nicht. Und ja, das müsste ich schon gut beurteilen können. ;)

Das mit dem weiter nachhaken ist mir bisher immer schwer gefallen (bin halt ein vorsichtiger Mensch), aber vielleicht sollte ich mich mal dahingehend überwinden.

Fakt ist aber, dass die allermeisten EVUs Einstellungstests machen, die mir aber auch häufig nicht mal schwer gefallen sind. Ist halt häufig Allgemeinwissen.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: HKX

Datum: 11.02.20 23:44

traktionsumrichter schrieb:


Fakt ist aber, dass die allermeisten EVUs Einstellungstests machen, die mir aber auch häufig nicht mal schwer gefallen sind. Ist halt häufig Allgemeinwissen.


Der Einstellungstest ist seitens der TfV gefordert und wird vom EBA kontrolliert, daher MUSS jedes EVU einen solchen machen.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 12.02.20 07:24

MD 612 schrieb:
Endbahnhof schrieb:
Ja, auf seine letzte Bewerbung stellte ich den Kontakt zum entsprechenden Personaler her.
Warum ruft er dort nicht selber an?? Die Telefonnummer steht doch in der Stellenausschreibung.

Nein, steht sie nicht. Da die Recrutierung für alle Geschäftsbereiche DB JobService übernimmt. Hier wollte man ihm unter der in der Ausschreibung vorhandenen allgemeinen Telefonnummer nicht helfen. Alternativ konnte man ihm auch nicht helfen. Auf die Idee mit dem Anruf sind wir selbst auch schon gekommen, da nicht alle auf der Brennsuppen daher geschwommen sind.

Endbahnhof schrieb:
Im Übrigen bereits die 4. Absage von 4 unterschiedlichen DB-Konzernunternehmen.
Dann wird es wohl handfeste Gründe geben. Ich an seiner Stelle hätte da schon ein gesteigertes Interesse zu erfahren, woran es liegt. Eventuell kann man ja bei der fünften Bewerber den Fehler ausmerzen. Darüber sollten die Personaler Auskunft geben. Man muss aber eben notfalls aktiv nachfragen. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass die sich alle vier in Schweigen hüllen.
Ich weiß nicht was du dir alles vorstellen kannst. Fakt ist, dass es keine Auskunft dazu gibt. Wie bereits geschildert, bis auf die Antwort am Telefon, mehrfach, dass man sich bei ihm melden werde, gab es keinerlei weitere Informationen. Auch auf nachfrage von anderen Stellen nicht. Du kannst dir sicher sein, wir haben keine Möglichkeit unversucht gelassen. Wie gesagt, Brennsuppen und so. Nur muss ich ja in DSO nicht alles breittretten.

Re: Ganz einfach

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 12.02.20 18:05

Naja, wieder ein recht eindeutiges Indiz für ein paar Fehlentscheidungen bei den Recruitern. Es bewerben sich hochmotivierte Personen und bekommen dann Absagen ohne Nennung genauer Gründe. Schöner Konzern.

Traumflug, der Personal-Spezialist

geschrieben von: PeterK

Datum: 12.02.20 22:05

Hallo Traumflug,

da Du Dich ja hier zu fast jedem Thema äußern musst, gibst Du auch hier Deine Meinung kund. Ich weiß nicht ob Du schon jemals jemand eingestellt hast, Du sprichst zum Beispiel von
Regelwerks-Folklore wenn es um schriftliche Bewerbungen geht.
Von mir aus spricht gar nichts gegen spontane oder sogenannte Initiativ-Bewerbungen, ich habe sogar schon einmal jemand eingestellt, der einfach angeklopft und nach Arbeit gefragt hat.
Aber diese Person hat dann natürlich die notwendigen Unterlagen (in einer ordentlichen Mappe und nicht zusammengefaltet) dabeigehabt bzw. nachgereicht.
Du sprichst Dich hier immer wieder gegen das Einhalten von Regeln aus, das scheint in Deiner Natur zu liegen.
Wie viele Vorstellungs-Gespräche hast Du denn schon als Arbeitgeber oder als Vertreter eines Arbeitgebers geführt, wie viele Leute hast Du eingestellt und welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht?

Gruß

Peter

Re: Traumflug, der Personal-Spezialist

geschrieben von: Traumflug

Datum: 12.02.20 22:14

PeterK schrieb:
Ich weiß nicht ob Du schon jemals jemand eingestellt hast
Ja, habe ich, und ich wurde auch schon eingestellt. Formalitäten wie z.B. ein schriftlicher Lebenslauf haben da nie eine Rolle gespielt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Traumflug, der Personal-Spezialist

geschrieben von: PeterK

Datum: 12.02.20 22:20

Wenn Du das so handhaben kannst oder konntest, okay. Aber versuche doch bitte nicht, dies anderen ausreden zu wollen oder es als lächerlich hinzustellen.

Gruß

Peter

Re: Traumflug, der Personal-Spezialist

geschrieben von: Traumflug

Datum: 12.02.20 22:31

PeterK schrieb:
Aber versuche doch bitte nicht, dies anderen ausreden zu wollen oder es als lächerlich hinzustellen.
Es geht nicht darum, was Du mir unterstellen willst, sondern um eine funktionierende Eisenbahn. Da wären pragmatischere Einstellungsverfahren in Zeiten des Personalmangels zweifelsohne hilfreich.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Traumflug, der Personal-Spezialist

geschrieben von: MD 612

Datum: 12.02.20 23:20

Traumflug schrieb:
Da wären pragmatischere Einstellungsverfahren in Zeiten des Personalmangels zweifelsohne hilfreich.
Was ist an einem Einstellungsverfahren nicht pragmatisch, wenn der Bewerber wenigstens relevante Zeugnisse, einen Lebenslauf und auch noch ein Bewerbungsschreiben dabei hat?? Es fordert in den hier in Rede stehenden Gehaltsklassen niemand eine formvollendete Bewerbung mit vielen Schnörkeln. Aber alleine das Schriftbild und der Zustand der mitgebrachten bzw. eingereichten Unterlagen sagt schon vieles aus.

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

Pragmatisches Vorgehen bei Bewerbungen

geschrieben von: PeterK

Datum: 13.02.20 14:28

Hallo Traumflug,

ich schlage Dir vor, dass Du Dich in einem Unternehmen als Personaler bewirbst und dort dann Deine Ideen bezüglich pragmatischer Bewerbungs-Verfahren in die Praxis umsetzt. Oder gründe doch selbst ein Unternehmen, da kannst Du dann schalten und walten wie Du es für richtig hältst. Vielleicht färben Deine revolutionären Vorstellungen dann auf andere Entscheider ab
und eines Tages braucht man überhaupt keine Unterlagen mehr sondern entscheidet nur noch aus dem Bauch heraus?

Gruß

Peter

Re: Ganz einfach

geschrieben von: bauigel

Datum: 13.02.20 17:00

Endbahnhof schrieb:
Gleisbauer hätte er übrigens gleich morgen anfangen können.

Da kann man ja auch schon nicht mehr von Personalmangel sprechen, da brennt die Hütte schon lichterloh...
ThomasR, warum verbreitest Du hier immer nur Lügen. Je näher der Termin rückte, umso voller nahmen sie den Mund. Am Sonntag beginnt eine neue Zeitrechnung im Nahverkehr in BW, mit besserer Qualität u.ä. Phrasen vom Oberguru des Verkehrtministeriums.
Du kannst es dir nicht ausmalen? Ich ja. Gut ausgebildetes Personal würde heute nicht in anderen Bundesländern fahren und bei so mancher Störung wäre es nicht (wie bei den Anfängern) zum Zugausfall gekommen. Einfach weil man mit Erfahrung und Routine so manches Problem lösen kann.
Lokm
ThomasR schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Schichtprämien und Überstunden im dreistelligen Bereich - alles nichts Neues für alle, die vorher bei der DB gearbeitet haben. Eine branchenweite Folgeerscheinung des Personalmangel.
Aber anscheinend doch noch besser wie Go-Ahead, weil manche wechseln wollen.
Go-Ahead fährt jetzt etwa 8 Monate und Überstunden schon im dreistelligen Bereich. Dazu, nach so kurzer Zeit, ein hoher Krankenstand, das Personal läuft jetzt schon auf dem Zahnfleisch, allerdings stellt sich dann die Frage was kommt in Zukunft.
Weiters werden gesetzliche Ruhezeiten nicht eingehalten, mit anderen Worten die Bahn macht´s der Straße nach. Übersetzt heißt dies, ein Zug muß fahren und ein Fahrer reicht, der kann das alles auf einer Arschbacke abreiten.

Ach ja lösen läst sich das Problem nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, nur welches EVU kann sich das leisten ohne Verluste einzufahren. Eben ein eklatanter Nachteil der Vergabewettbewerbe bei der nur der billigste den Zuschlag erhält. Wer höhere Löhne kalkuliert hat beim Billigheimer-Wettbewerb absolut keine Chance.

Blöd eben das der Kunde wieder auf der Strecke bleibt weil Züge wegen Personalmangel ausfallen.
Nochmal, den Zuschlag hat nicht der billigste Bieter bekommen. Der billigste Bieter war ausgeschlossen worden. Wie es dann ausgesehen hätte, möchte ich mir nicht ausmalen.
Das der Stuß von dir kommt war ja anzunehmen. Wenn jemand ausgeschlossen wird gilt das Angebot nicht, ergo kann´s nicht das billigste gewesen sein.

Ach ja, wenn DB den Zuschlag erhalten hätte wäre zumindest genügend Personal vorhanden weil dann keiner gewechselt hätte und bis zur Hermanns unsäglichem Prahlen das der Arbeistsmarkt das Stellenproblem lösen würde gab´s ausreichend Personal.
Zitat
Einfach weil man mit Erfahrung und Routine so manches Problem lösen kann.

So wie es die bestens ausgebildeten Mitarbeiter es beim IC2 hinbekommen.....

Sorry, sehr einfach, und falsch, gedacht.

Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

http://abload.de/img/bildwbs3t.jpg

(Und es wird noch schöner werden...)

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: 18 610

Datum: 15.02.20 16:39

Zitat
Ach ja, wenn DB den Zuschlag erhalten hätte wäre zumindest genügend Personal vorhanden weil dann keiner gewechselt hätte und bis zur Hermanns unsäglichem Prahlen das der Arbeistsmarkt das Stellenproblem lösen würde gab´s ausreichend Personal.
Märchenerzählers Märchenstunde?

Gab ja bis Dezember nie und niemals Ausfälle auf der Filstalbahn wegen fehlenden Mitarbeitern. Oder auf der Donautalbahn, der Remsbahn, der Brenzbahn, der S-Bahn, der Ammertalbahn, im Neckartal, .........

Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

http://abload.de/img/bildwbs3t.jpg

(Und es wird noch schöner werden...)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.02.20 16:40.

Re: Rems-Murr-Kreis Go-Ahead: Ein Insider packt aus

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 16.02.20 10:06

Nie kann man nicht behaupten, aber garantiert sehr viel weniger als heute. Gestern fuhr Go Ahead auf der Würzburger Linie wegen Personalmangel im komfortablen 5h-Takt. Geplant war alle 60 min ein Zug. Gefahren sind die Züge, welche mit DB-Personal besetzt waren.

Heute können wir diese Ausfälle von Zügen auf nahezu allen Linien genießen. Einzig der RE 90, welcher komplett durch Subunternehmen bedient wird, fährt planmäßig. Von den IRE zwischen Aalen und Karlsruhe fährt gerade eben nahezu nichts. Ebenso zwischen Crailsheim und Aalen. Alles Ausfälle wegen Personalmangel bei Go Ahead.

Egal was du argumentierst, aber so schlimm war es zu DB Regio-Zeiten auf keiner einzigen dieser Linien! Und warum weiß ich das? Weil ich zu dieser Zeit einer der Diensteinteiler war!
18 610 schrieb:
Zitat
Einfach weil man mit Erfahrung und Routine so manches Problem lösen kann.
So wie es die bestens ausgebildeten Mitarbeiter es beim IC2 hinbekommen.....

Sorry, sehr einfach, und falsch, gedacht.
Schwätz doch keinen Blödsinn! Warum vergleichst du einen Personalmangel mit der Unzulänglichkeit eines Produktes eines Schienenfahrzeugherstellers?