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Veränderungen beim Bahnwerk Neustrelitz

geschrieben von: Pollofan

Datum: 17.01.20 08:00

Hallo,
mal was Neues aus den Weiten Mecklenburgs:
Am 16. 1. 2020 vermeldete die Zeitung "Der Prignitzer" unter der Überschrift "Putlitzer Mehrheit an Bahnwerk Neustrelitz" folgendes:

Das Bahnwerk Neustrelitz soll künftig zum Verbund von Bahnwerkstätten in Wittenberge, Meyenburg und Eberswalde sowie Sassnitz/Neumukran gehören. Dazu will die BTH Beteiligungs GmbH (Putlitz) 51% der Anteile vom Mehrheitseigentümer - dem Netinera-Konzern - übernehmen, teilte BTH-Geschäftsführer Tino Hahn gestern mit. Dem müsse das Bundeskartellamt noch zustimmen. Die 130 Arbeitsplätze in Neustrelitz sollen erhalten bleiben. Ziel sei es, den langfristigen Fortbestand des Werkes zu sichern, so Hahn.

Gruß Detlef der Pollofan

PM der BTH

geschrieben von: Dr. NE

Datum: 17.01.20 09:46

Zitat
Die BTH Beteiligungs GmbH wird nach der noch ausstehenden Zustimmung des Bundeskartellamts als neuer Gesellschafter die Mehrheitsanteile an der NETINERA Werke GmbH in Neustrelitz übernehmen.

Künftig soll die BTH Beteiligungs GmbH aus Putlitz 51% der Anteile an dem Neustrelitzer Bahnwerk halten. Die verbleibenden 49% hält weiterhin die Prignitzer Eisenbahn GmbH, die zum NETINERA-Konzern gehört. „Die neue Beteiligungsstruktur stellt die Zukunft des Bahnwerkes auf ein sicheres Fundament. Mit der BTH haben wir einen starken regionalen Partner mit fundiertem Know-How gefunden“ erklärt Thomas Schare, Geschäftsführer der Prignitzer Eisenbahn GmbH.

„Das Bahnwerk in Neustrelitz ist uns gut bekannt,“ fügt Tino Hahn, Geschäftsführer der BTH hinzu „und wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, einen langfristigen Fortbestand des Werkes zu sichern und weiterhin ein starker Arbeitgeber in der Region Mecklenburg zu bleiben.“

Die NETINERA Werke GmbH führt für zahlreiche Kunden umfangreiche Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen an Schienenfahrzeugen durch. Schwerpunkt sind dabei Triebwagen für den Personennahverkehr, Reiszugwagen und Güterlokomotiven. Mit dem neuen Gesellschafter fügt sich das Neustrelitzer Bahnwerk in einen Verbund aus Eisenbahnfachwerkstätten mit Standorten in Eberswalde, Meyenburg, Sassnitz/Neu Mukran und Wittenberge ein.

http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link99.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link2.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link8.gif http://www.bahn-adressbuch.de/temp/link6.gif

Re: PM mit Link

geschrieben von: PMB

Datum: 17.01.20 14:24

Hallo,

hierzu --> [www.sueddeutsche.de]
und
--> [www.eurailpress.de]

Wird Dr. Wolfgang Bacher dann wieder Chef?

Gruß

Peter

Ein sicheres Fundament?

geschrieben von: Pollofan

Datum: 17.01.20 19:14

Hallo,
in dem verlinkten Artikel der Süddeutschen las ich, das die neue Beteiligung dem Bahnwerk ein sicheres Fundament bieten soll. Kann man davon wirklich ausgehen? Bin eher der Meinung, das man das heute kaum noch sagen kann. Da sind schon ganz andere große Firmen von der Bildfläche verschwunden. Ist in dem Sektor denn gut Geld zu verdienen? Allerlei Fahrzeuge stehen ja stets im und am Bahnwerk herum und sogar die DB schickt ab und an einen Triebwagen zur Fußpflege vorbei.

Grüße Detlef der Pollofan

Re: Ein sicheres Fundament?

geschrieben von: Saxobav

Datum: 17.01.20 23:22

Pollofan schrieb:
Zitat:
... in dem verlinkten Artikel der Süddeutschen las ich, das die neue Beteiligung dem Bahnwerk ein sicheres Fundament bieten soll. Kann man davon wirklich ausgehen? Bin eher der Meinung, das man das heute kaum noch sagen kann. Da sind schon ganz andere große Firmen von der Bildfläche verschwunden. Ist in dem Sektor denn gut Geld zu verdienen?
Hallo Pollofan, das mit dem sicheren Fundament ist Marketing.
Ansonsten hat man in der Marktwirtschaft durchaus auch Chancen, für die andere zu unbeweglich sind. Nachdem bei der Eisenbahn das Eisen vom Wert her zurücktritt und die Mechatronik an Bedeutung gewinnt, sehe ich dort Bedarf. Durchaus im Reparatur- und Nachrüstbereich. Wenn man z.B. Remotorisierung für Diesel- und Elektrofahrzeuge anschaut. BEMU-Techniken ggf. für Großhersteller nachrüstet. Altfahrzeuge ohne CAD-Unterlagen mit neuer Leit- und Sicherungstechnik ausstattet und bis in die Zulassungsprozesse begleitet. Mit engagierter Belegschaft und produktionsnahem Management hat eine Firma Stadler viel Raum gewonnen. Das gelingt nicht immer, aber warum nicht versuchen.

Schauen wir mal und wünschen Erfolg.
Gruß Saxobav.

Re: Ein sicheres Fundament?

geschrieben von: Knut Rosenthal

Datum: 18.01.20 19:32

Pollofan schrieb:
Hallo,
in dem verlinkten Artikel der Süddeutschen las ich, das die neue Beteiligung dem Bahnwerk ein sicheres Fundament bieten soll. Kann man davon wirklich ausgehen? Bin eher der Meinung, das man das heute kaum noch sagen kann. Da sind schon ganz andere große Firmen von der Bildfläche verschwunden. Ist in dem Sektor denn gut Geld zu verdienen? Allerlei Fahrzeuge stehen ja stets im und am Bahnwerk herum und sogar die DB schickt ab und an einen Triebwagen zur Fußpflege vorbei.

Grüße Detlef der Pollofan
Gemeint ist damit sehr wahrscheinlich, dass zum einen durch die weiterhin bestehende Konzernanbindung an Netinera wie auch durch die jahrelange Kenntnis des Personenkreies rund um BTH entsprechende
Fachkenntnisse gebündelt werden.

Die Aufteilung der Anteile ist ja vielmehr ein nunmehr wieder geschlossener Kreislauf:

2002
- das Bahnwerk Neustrelitz wird durch die Prignitzer Eisenbahn übernommen.
2004 - Verkauf der Prignitzer Eisenbahn sowie aller damit verbundenen Beteiligungen an Arriva
2010 - Verkauf von Arriva an die DB, Übernahme deutscher Anteile durch Netinera
2020 - geplante Übernahme der Mehrheitsanteils des Werkes durch BTH.

Prignitzer Eisenbahn bis 2004 ... DESAG ... HANS ... BTH: Es sind zwar verschiedene GmbHs, der damit betreute Personenkreis blieb aber immer derselbe (Becken, Tenisson).

Mit freundlichen Grüßen
Knut Rosenthal

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