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Der Villinger 601 wird zerlegt (jetzt mit 3 Bildern)

geschrieben von: Tur-Tur

Datum: 17.01.20 07:45

Hallo,

traurige Nachrichten aus dem Schwarzwald: Der Villinger 601 wird in den nächsten Tagen zerlegt. Die 3 901 sind bereits verschrottet worden.

Siehe hier beim Südkurier:
[www.suedkurier.de]
und beim Schwarzwälder Bote
[www.schwarzwaelder-bote.de]

Ein erstes Bild von heute 15:25 vom 601 014:

https://www.tur-tur.de/dso/img-20200117-wa0009.jpg

Und noch zwei:

https://www.tur-tur.de/dso/img-20200117-wa0012.jpg

https://www.tur-tur.de/dso/img-20200117-wa0018.jpg

Viele Grüße
Karsten

(Link zum Schwarzwälder Bote und Fotos eingefügt)



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.20 15:53.

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: NWK

Datum: 17.01.20 08:02

Es ist an sich unfassbar, dass es soweit kommen konnte.

Gruß

NWK

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 17.01.20 09:56

Schade um dem Zug. Ich bin gern mit ihm als IC Max Liebermann gefahren.

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine werksneue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: KOPLX

Datum: 17.01.20 10:26

Hi Karsten,

Danke Dir für die traurige, auch wenn absehbare, Nachricht aus dem Schwarzwald.

Ich hätte dazu folgende Fragen:
- Wird die Zerlegung durch die Fa. BENDER durchgeführt ? Das Arbeitsgerät scheint nicht von Bender zu sein, aber ich meine die Container tragen den Schriftzug.
Und das Personal wird sicherlich aus Opladen sein....
- Welcher 601 wird zerlegt, also welche Fahrzeugnummern ? Nach meinen Aufzeichnungen müsste das der 601 014-4 sein inkl. 901 401, 901 115 und 901 304

Danke schon mal für Hinweise und Antworten.

Grüße
Markus


Bender Galerien: [www.lokschau.de] Meine HiFo Beiträge, Lokverschrottungen & Betriebsbilder zum Abschied: [www.drehscheibe-online.de]
https://imagizer.imageshack.com/v2/1280x1024q90/923/ekRdc5.jpg















Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: Tur-Tur

Datum: 17.01.20 10:42

Hallo Markus,

ich bin auch nicht vor Ort, kann also zur Zerlegungsfirma nichts sagen.
Die Fahrzeugnummern müsste ich zuhause heute Abend mal raussuchen, lt. Beschriftung war ein 901 jedenfalls doppelt. Könnte der 115 sein, der ursprünglich der 304 war, oder umgekehrt.

Viele Grüße
Karsten

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: baureihe601

Datum: 17.01.20 10:50

Hallo 601-Freunde,

nach der Freude über den "geretteten" BlueStarTrain wie erwartet diese unschöne Nachricht.

Die Nummern sind korrekt, da wurde nichts umgenummert, einer war nur irgendwie falsch beschriftet:

Abteilwagen 901 115
Barwagen 901 304
Küchenwagen 901 401

http://www.baureihe601.de/br601%20banner.bmp




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.20 10:53.

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: Haslacher

Datum: 17.01.20 11:27

KOPLX schrieb:

Ich hätte dazu folgende Fragen:
- Wird die Zerlegung durch die Fa. BENDER durchgeführt ? Das Arbeitsgerät scheint nicht von Bender zu sein, aber ich meine die Container tragen den Schriftzug.
Und das Personal wird sicherlich aus Opladen sein....
- Welcher 601 wird zerlegt, also welche Fahrzeugnummern ? Nach meinen Aufzeichnungen müsste das der 601 014-4 sein inkl. 901 401, 901 115 und 901 304


Moin,

Buschfunk meldete, das Bender die ausführende Firma ist.

Gruß

Haslacher



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.20 11:55.

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: Andreas (KBS720)

Datum: 17.01.20 11:55

Hallo,

das soweit das zu sehen ist, der Onkel Bender.

Und ja um die Fahrzeuge handelt es sich.

Grüße Andreas

Meine Bildbeiträge auf Drehscheibe online
http://die-buegelfalte-110.de/wp-content/themes/UNHIVEtheme/images/footer-logo.png
- Die Bügelfalte 110 488 e.V. -

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 17.01.20 12:33

"Wir hätten gerne viel mehr Teile wiederverwertet." Er ärgert sich darüber, dass... Kleinteile gestohlen"

Also der Direktor vom Bahnmuseum Nürnberg ist irgendwie drollig gewickelt. Was glaubt er denn wie so ein Zug aussieht, wenn man ihn über Jahre auf einem einsamen Rostgleis vergammeln lässt? Warum kam der Herr erst jetzt zur Zerlegung und nicht vor drei Jahren mit einem VW-Bus, um die Kleinteile zu bergen und abzufahren?

Ich kann auch nicht auf der Insel Borkum ein Fischbrötchen auf die Strandmauer legen und mich nach 10 Stunden wundern, daß die Möwen dran waren. Das wäre nicht nur blauäugig, die Leute würden mich einen Sonderling nennen.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

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Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: Tur-Tur

Datum: 17.01.20 18:21

Hallo,

also die Numerierung war wie folgt:

901 304 alt --> 901 401 neu
901 115
901 401 alt --> 901 304 neu
601 014

https://www.tur-tur.de/dso/IMG_1124 601 014 RVL 170317.jpg

Viele Grüße
Karsten

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: Andreas

Datum: 17.01.20 18:28

Dass sich das für die Firma Bender überhaupt lohnt, wegen einer Verschrottung durch die halbe Republik zu fahren. Da hätte man auch eine Firma beauftragen können, die etwas näher am Standort des Fahrzeuges ist (Scholz in Essingen z. B.)
Hallo Karsten,

sind die anderen Wagen schon zerlegt oder woher stammen die Achsen die auf dem letzten Bild in dem Schrottberg auszumachen sind?
Und wird wenigstens der Motor des Triebkopfes gerettet (und sei es nur als Ersatzteilspender)?


Gruss
Michael

https://posten17.de/logo.png

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt (jetzt mit 3 Bildern)

geschrieben von: Tur-Tur

Datum: 17.01.20 18:51

Hallo Michael,

lt. den Zeitungsberichten sind die Mittelwagen bereits zerlegt. Sie standen an genau der Stelle, wo jetzt der 601 014 bzw. sein Rest steht.

Der Motor sieht mir sehr neu (lackiert) aus, vermutlich wird der noch ausgebaut, so wie sie den Triebkopf zerlegt haben.

Viele Grüße
Karsten
Guten Abend!
Liest sich in der Zeitung aber leider nicht so...
Hoffen tue ich es dennoch.
Viele Grüße

Wir trinken Immer.

Ein kurzer Einblick:
[www.trainspo.com]
'n Abend zusammen,

angesichts dieses Berichts fragt man sich doch allen Ernstes warum ein äußerlich, bis auf die Graffiti's, eigentlich noch recht intakter Triebkopf vrschrottet wird und im SEH Heilbronn steht ein wirklich absoluter Schrotthaufen gleichen Typs und der wirklich garnicht mehr zum Anschauen ist, seit Jahren die Räder platt.
Das ist unfassbar...

meint der Kohlenheini

Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: nozomi07

Datum: 17.01.20 21:01

Nun ja, dass altes Eisen irgendwann den Weg alten Eisens geht, ist normal. Würde mich nicht weiter stören.

Das Problem ist doch, dass es keine Perspektive für einen echten VT11.5-Museumszug gibt. Würde man sagen, man arbeitet einen Triebzug (samt Reservematerial) fahrfähig auf, dürfte man den Rest meinetwegen verschrotten.

Ich fürchte das böse Omen dieser Bilder - dass es langfristig fast allen Fahrzeugen dieses epochalen Fahrzeugtyps so ergeht.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Immer International

Datum: 17.01.20 21:21

Mal sehen, wie es dem elektrischen Namensvetter 401 mal ergeht. Diese langen Triebzüge sind einfach schwer am Leben zu erhalten. Klar gabs beim "großen Plan" der DB Definzite, dennoch ist es nicht einfach zu stemmen, glaube ich.
Um so bemerkenswerter finde ich die Wiederinbetriebnahme des Big Boy, der sicher auch Unsummen verschlungen hat...

Wir trinken Immer.

Ein kurzer Einblick:
[www.trainspo.com]

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Kohlenheini

Datum: 17.01.20 22:04

Mir gings dabei nicht mal so sehr um die echte Betriebsfähigkeit. Ich denke vielen wär schon gedient wenn noch der ein o.andere halbwegs gut erhaltene Triebkopf mit ggf.einem Wagen als museales Schaustück erhalten bliebe.
Daher versteh ich nicht warum man den Schrotthaufen in Heilbronn nicht abdrückt und sich so'n relativ gut erhaltenes Stück wie in Villingen "unter'n Nagel reißt".
Das wär doch auch für das SEH ein interessantes Schaustück mehr in ihrem Schuppenrund.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: LIW

Datum: 17.01.20 22:46

Ein Jammer. Unwiederbringlich.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 18.01.20 00:35

So ein Frevel und so eine Schande!!!

War das der welcher viele Jahre in Hamm/Westfalen stand?

Gibt es eine aktuelle Liste welche 601er Triebwagen noch existieren?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.20 00:36.
Tur-Tur schrieb:
(Link zum Schwarzwälder Bote und Fotos eingefügt)

Danke für Deine Berichterstattung.

Der 601 014 wurde nach den Infos von Franz Grantl mit seiner Website [www.br601.de] noch im Stand probegelaufen, hatte also die Funktionsfähigkeit erreicht. Der 901 401 war küchentechnisch als Vollspeisewagen weitgehend fertiggestellt.

Es ist sträflich, dass die DB bzw. der Gehilfe DB-Museum diese relevant fertiggstellten Teile so leichtfertig auf sich selbst gestellt hat.

Die wesentlichen Schäden an den Fahrzeugen traten bereits VOR dem Brand in Leipzig Hbf Süd ein. So auch die zerstörten Scheiben.

In Villingen wurde augenscheinlich "nur" das wertvolle IC-Schild samt TEE-Logo geklaut, was weitere Schäden ausdrücklich nicht ausschließt. Das Groß der Schäden geschah in Leipzig!

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Jan Borchers

Datum: 18.01.20 03:46

Samba Tw 303 schrieb:
So ein Frevel und so eine Schande!!!

War das der welcher viele Jahre in Hamm/Westfalen stand?

Gibt es eine aktuelle Liste welche 601er Triebwagen noch existieren?

[www.br601.de]

seit vielen Jahren beste Infoquelle. Der 601 014 war einer der zuletzt drei betriebsfähigen Triebköpfe.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Jan Borchers

Datum: 18.01.20 03:55

Kohlenheini schrieb:
Mir gings dabei nicht mal so sehr um die echte Betriebsfähigkeit. Ich denke vielen wär schon gedient wenn noch der ein o.andere halbwegs gut erhaltene Triebkopf mit ggf.einem Wagen als museales Schaustück erhalten bliebe.
Daher versteh ich nicht warum man den Schrotthaufen in Heilbronn nicht abdrückt und sich so'n relativ gut erhaltenes Stück wie in Villingen "unter'n Nagel reißt".
Das wär doch auch für das SEH ein interessantes Schaustück mehr in ihrem Schuppenrund.

Was das DB Museum anhand gibt, ist letztlich deren Entscheidung.

Faktum ist, es sind aktuell drei TK der BR 601 weitgehend komplett im DB-Bestand. Einer ist eine Ruine im SEH. Einer fragmentiert nicht fertiggestellt, zwei im letzen Betriebszustand - 1998/2004 außer Dienst gestellt. Desweiteren zwei Abteilwagen 901.1 und zwei Großraumwagen 901.2 fast fertiggestellt.

Ein küchentechnisch fast fertiggestellter 901.4 wurde jüngst in Villingen verschrottet, eine Leiche 901.5 ist noch ausgeschlachtet - neben Ruine Barwagen 901.3 - vorhanden.

Man KÖNNTE mit einem erneut deutlich zweistelligen EUR-Betrag was retten - so damals nach dem Brand und der aktuellen Verschrottung noch ausreichend Quellmaterial vorhanden sein sollte.

Nachdem nach der erste bereits gut ausgestattete Versuch gescheitert ist, nur was für Träumer.

Der BST-601 würde sicher nicht billiger und ist nur als BST realistisch. Oder als ET-Spender DB-Museum.

Wo der betriebliche Wert einer funktionierenden Eisenbahn bei Null angesetzt wird, geschieht logischerweise das Gleiche mit dem geschichtlichen Hintergrund. Es ist eine Erziehungsfrage. In einem Land, dessen Regierung die Regeln des sozialen Zusammenlebens und grundlegende Bestandteile öffentlicher Daseinsvorsorge wie z.B. die Sozialversicherung systematisch der Beliebigkeit preisgibt, kann man natürlich ohne weiteres die Arbeitsleistung anderer in den Dreck treten und die daraus hervorgegangenen materiellen Werte (in diesem Fall ein weitgehend fertig restauriertes Museumsfahrzeug) auf den Müll werfen. Dafür muss man sich noch nicht mal selbst die Finger schmutzig machen, sondern braucht das Fahrzeug nur eine Weile in Leipzig abzustellen, wo die dortige, bundesweit bekannte Brandstifter- und Schmiererszene den Anfang macht, und es dann dort hinzubringen, wo andere, die Merkels Beliebigkeitsdenken von Kindesbeinen an verinnerlicht haben, den Rest erledigen.

Das nächste Feuer und der nächste große Schrotthaufen sind nur eine Frage der Zeit.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg

Re: Das wird nicht die letzte solche Aktion bleiben.

geschrieben von: nozomi07

Datum: 18.01.20 13:58

ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Wo der betriebliche Wert einer funktionierenden Eisenbahn bei Null angesetzt wird, geschieht logischerweise das Gleiche mit dem geschichtlichen Hintergrund. Es ist eine Erziehungsfrage. In einem Land, dessen Regierung die Regeln des sozialen Zusammenlebens und grundlegende Bestandteile öffentlicher Daseinsvorsorge wie z.B. die Sozialversicherung systematisch der Beliebigkeit preisgibt, kann man natürlich ohne weiteres die Arbeitsleistung anderer in den Dreck treten und die daraus hervorgegangenen materiellen Werte (in diesem Fall ein weitgehend fertig restauriertes Museumsfahrzeug) auf den Müll werfen. Dafür muss man sich noch nicht mal selbst die Finger schmutzig machen, sondern braucht das Fahrzeug nur eine Weile in Leipzig abzustellen, wo die dortige, bundesweit bekannte Brandstifter- und Schmiererszene den Anfang macht, und es dann dort hinzubringen, wo andere, die Merkels Beliebigkeitsdenken von Kindesbeinen an verinnerlicht haben, den Rest erledigen.
Ob du mit dem linken Geplapper auch nur ein einziges VT11.5-Ersatzteil gerettet hast?

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt (jetzt mit 3 Bildern)

geschrieben von: 120 001

Datum: 18.01.20 15:34

Moijen..


Schön wie sich alle ecauffieren, nur, wer hat sich denn ernsthaft gekümmert, Geld in die Hand genommen, Platz zur Verfügung gestellt oder einen Verein unterstützt, der sich um sowas kümmert? Sicher wirder niemand. Aber schön lammentieren, hätte man, müsste man, warum hat man nicht.
Wer ist dieser "man" wenn nicht ihr selber?

Achsooo könnter nicht, habt keine Zeit, keinen Platz, kein Geld?
Tja dann weg damit.
Ist nicht euers.

120 001

Drehstrom.
Alles Andere ist nur Saft!

Good Bye BR 120...

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt (jetzt mit 3 Bildern)

geschrieben von: rf76

Datum: 18.01.20 16:36

120 001 schrieb:
Schön wie sich alle ecauffieren, nur, wer hat sich denn ernsthaft gekümmert, Geld in die Hand genommen, Platz zur Verfügung gestellt oder einen Verein unterstützt, der sich um sowas kümmert? Sicher wirder niemand. Aber schön lammentieren, hätte man, müsste man, warum hat man nicht.
Wer ist dieser "man" wenn nicht ihr selber?

Achsooo könnter nicht, habt keine Zeit, keinen Platz, kein Geld?
Tja dann weg damit.
Ist nicht euers.
Danke 120 001, das hätte ich nicht besser ausdrücken können ...
die Meisten hier wissen vmtl. nicht einmal, welche Kosten und Mühen das Erhalten eines Fahrzeuges kostet ...
Allein das Anmieten eines Gleises dürfte sich für 1 Jahr auf gute 15.000 Euro belaufen und dann steht das Fahrzeug auch nur dort und ist Wind und Wetter ausgesetzt.

Anders herum gedacht:

der VT steht nun schon gefühlt ewig in RVL, was daraus wird, war klar und wurde teilweise auch so kommuniziert ...
WARUM ist dann keiner auf die Idee gekommen, einen Verein zu gründen, das Fahrzeug (vmtl. zum Schrottpreis) von der DB bzw. dem DB-Museum zu kaufen und sich darum zu kümmern?

Vielleicht können die, die jetzt hier so rumjammern sich dazu mal erklären ...

nachdenkliche Grüße

Rico
rf76 schrieb:
WARUM ist dann keiner auf die Idee gekommen, einen Verein zu gründen, das Fahrzeug (vmtl. zum Schrottpreis) von der DB bzw. dem DB-Museum zu kaufen und sich darum zu kümmern?

Vielleicht können die, die jetzt hier so rumjammern sich dazu mal erklären ...
Sehr gerne - auch wenn ich hier in diesem Thread (noch) nicht rumgejammert habe und mich daher eigentlich nicht angesprochen fühlen müsste.

Deutschland ist groß, Projekte gibt es viele. Leider sind die wenigsten User hier Millionäre, Mäzene oder dergleichen. Als normaler Arbeitnehmer übersteigt es einfach zeitlich und finanziell die Möglichkeiten, sich um *mehrere* Projekte zu kümmern, am liebsten natürlich gleich um alle. Man ist idealerweise in *einem* Projekt engagiert, am besten wohnortnah, dieses Projekt unterstützt man nach Kräften, zeitlich und finanziell. Aber deswegen kann man es doch trotzdem schade finden, wenn anderswo kein Geldgeber gefunden wurde, kein Verein gegründet wurde etc.

Jedem muss doch klar sein dass es eine Vielzahl erhaltenswürdiger Fahrzeuge, Strecken, Infrastruktur gibt. Und dass sich nicht jeder um alles kümmern kann. Es geht mir hier langsam etwas auf den Geist, dass man sich rechtfertigen muss wenn man ein Projekt nicht unterstützt hat, keinen Verein gegründet hat, nichts gespendet hat. Die große Masse der Projekte kann man letzten Endes ganz einfach "nur" dadurch unterstützen, dass man als zahlender Fahrgast mitfährt, kostenpflichtige Ausstellungen/Museen besucht etc.

Ich lasse es mir jedenfalls nicht nehmen, die oben bebilderte Verschrottung(*) schade zu finden, auch wenn ich diesbezüglich keinen Verein gegründet habe und - das muss ich ehrlich zugeben - das Schicksal des Villinger 601 generell nur am Rande verfolgt habe.

(*) Danke übrigens für die Bilder!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.20 17:35.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: 218 102

Datum: 18.01.20 17:38

Demnächst geht es sicher auch 420 001, 218 217 oder anderen vor sich hingammelnden Kandidaten an den Kragen. Das DB Museum halt... solche Fahrzeuge gehören in die Hände privater Vereine, aber leider darf sich die Museumssparte ja Fahrzeuge „reservieren“.
Schade um den schönen 601, auf mich wirkt das ganze etwas befremdlich.

Tf auf: 420, 423, 425/426, 442, 445/446, 620/622
https://abload.de/img/420cmo2s.png

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 18.01.20 18:24

Immer International schrieb:
Mal sehen, wie es dem elektrischen Namensvetter 401 mal ergeht. Diese langen Triebzüge sind einfach schwer am Leben zu erhalten. Klar gabs beim "großen Plan" der DB Definzite, dennoch ist es nicht einfach zu stemmen, glaube ich.
Um so bemerkenswerter finde ich die Wiederinbetriebnahme des Big Boy, der sicher auch Unsummen verschlungen hat...
Die UP hatte da keine Zahlen herausgegeben, aber es wird ein hoher einstelliger bis niedriger zweistelliger Millionenbetrag angenommen.

Re: Das wird nicht die letzte solche Aktion bleiben.

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 18.01.20 18:33

nozomi07 schrieb:
Ob du mit dem linken Geplapper auch nur ein einziges VT11.5-Ersatzteil gerettet hast?

Egal, ob linkes, rechtes, mittleres, neoliberales, gendergerechtes oder anderes Geplapper - auch mit dem Schwingen irgendwelcher gerade "in" seiender Keulen rettet man gar nichts. Nicht einmal sich selbst...
Nun mal langsam mit den jungen Pferden. Ich kannte mal einen Verein, der hatte einen älteren K-Wagen aus dem Bestand des DB-Museums im Bestand. Diesem Wagen fehlte schon die Brensanlage etc.

Was diesem Verein allerdings für bürokratisch-kleinliche Hürden alleine beim Leihvertrag für diesen einen Wagen (und noch ein anderes historisches Fahrzeug) in den Weg gelegt wurden, ließ die Verantwortlichen zum einzig praktikablen Schluß kommen: "Nie wieder ein Fahrzeug dieses Eigentümers auf'm Hof!".

Es heißt schließlich: "Eigentum verpflichtet." Da sollte man nicht auf denen herumhacken und nicht denen eine Verantwortung zuschieben, die lediglich konstatieren, daß der Eigentümer dieser seiner Pflicht und Verantwortung nicht nachkommt.
Denn wer so leichtfertig dahinplappert, daß man dann halt einfach einen Verein gründen muß, das Fahrzeug bestimmt für "ganz billig" bekommt, und sich dann halt darum kümmern soll - der hat den Schuß auch bloß nicht gehört!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.20 18:44.
Bezeichnend finde ich auch, dass solche User wie nozomi, 120, rf usw. nur von denen, die für die Erhaltung solcher Fahrzeuge sind, eine Rechtfertigung verlangen, das Demolieren, Zerschlagen und Beschmieren jedoch als gottgegeben hinnehmen.

Orbi, hilf uns!

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: 1.10

Datum: 19.01.20 12:29

218 102 schrieb:
Demnächst geht es sicher auch 420 001, 218 217 oder anderen vor sich hingammelnden Kandidaten an den Kragen. Das DB Museum halt... solche Fahrzeuge gehören in die Hände privater Vereine, aber leider darf sich die Museumssparte ja Fahrzeuge „reservieren“.
Schade um den schönen 601, auf mich wirkt das ganze etwas befremdlich.
und dann geht es den Fahrzeugen besser? Wie viele Vereine haben sich den ne 218 oder ein 420 zugelegt?!
Das DB Museum ist eine Stiftung die mit dem ihr zu Verfügung stehenden Geld wirtschaften muss. Und mann darf eines nicht vergessen, welche "Staatsbahn"/Gesellschaft in Europa sammelt soviele historische Fahrzeuge wie in Deutschland?

Aber es ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Den Vereinen will man keine Hilfe zukommen lassen, aber die böse böse DB ist wieder an allem Schuld.
"WARUM ist dann keiner auf die Idee gekommen, einen Verein zu gründen, das Fahrzeug (vmtl. zum Schrottpreis) von der DB bzw. dem DB-Museum zu kaufen und sich darum zu kümmern?

Vielleicht können die, die jetzt hier so rumjammern sich dazu mal erklären ..."

Ganz einfach: Weil es definitiv nicht die Aufgabe von Privatpersonen ist, sich um die Unversehrtheit von Museumsexponaten aus öffentlichen Sammlungen zu kümmen. Museumsexponate die mit Steuermitteln erhalten werden sind keine zum Verkauf vorgesehenen Güter, sondern unveräußerliches Kulturgut.

Das einzige, was hier erklärt werden muss, ist wie ein derart hochkarätiges Museumsexponat auf einem Schrottplatz enden kann. Da muss etwas gewaltig schiefgelaufen sein, dafür kann es keine Entschuldigung geben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.01.20 14:58.
Nachdem der Themenkomplex mit allerlei Beschimpfungen, Zurechtweisungen und auch jeder Menge Fachgesimpel erörtert wurde, möchte ich doch nochmal einen anderen Gedankenanstoss zum Thema geben.

Wenn ich hier also lese, daß die DB als Halter o . Besitzer der meisten historischen Fahrzeuge jenen, die ihnen mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Museums- und Bahnvereinen mithelfen, das was noch erhaltenswert ist zu erhalten auch noch bürokratische Knüppel zwischen die Beine wirft, dann darf ich doch mal mit Recht fragen:
Geht's eigentlich noch?

Gleiches gilt auch dafür, weil das hier von einigen Leuten so vehement gefordert wird, mal eben schnell neue Vereine zu gründen und mitzuhelfen...
Ich habe vor etwa 20 Jahren in einem kleinen, bescheidenen Schützenverein einer 600 Seelen Gemeinde, mit gerade mal einem guten Dutzend Aktiven, etwa 10 Jahre in die Vorstandstätigkeit Einblick nehmen dürfen.
Meine Herrn...
Also wer heutzutage so lauthals nach neuen Vereinen ruft der bringt am besten gleich einen Rechtsanwalt und einen Steuerberater, mit den 7 notwendigen Personen, zur Vereinsgründung mit.
Denn wer sich in der Vereinsgedöns- Steuer u. Rechtsverdreher Thematik nicht auskennt der wird von einer Flut aus Papier, Vorschriften u. Paragraphen förmlich erschlagen. Und das ist erst der Anfang.
Und ich verstehe absolut all jene, die nach ihren ähnlich gemachten Erfahrungen diesbezüglich sagen:
L. m. a. A...
Hört euch mal in der Vereinsszene zu Nachwuchs und Existenz um.
Das liegt m.M.n. nicht nur am Laptop zu Hause und am Handy in der Hosentasche.
Von Ausnahmen, die es immer gibt, abgesehen.

trotzallem euch noch einen schönen Rest Sonntag
euer Kohlenheini

Fast hätt ich "Ihn" vergessen.
Wenn ihr also heute noch nen Verein gründen wollt dann denkt an den wichtigsten Mann im Verein. Das ist die/der Frau/Herr "Hygiene- Beauftragte" mit einem eigenen Katalog an Vorschriften wohlgemerkt...
Ohne die/den gibt's nix zu Beissen und nix zum Nachspülen. Nicht mal Nachbar's Lumpi kriegt 'n Schüsselchen Wasser hingestellt...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.01.20 16:45.
...oder in irgend einer dunklen Halle auf, voraussichtlich nimmer wiedersehen, zu verschwinden.
StellwerkPsf schrieb:
"WARUM ist dann keiner auf die Idee gekommen, einen Verein zu gründen, das Fahrzeug (vmtl. zum Schrottpreis) von der DB bzw. dem DB-Museum zu kaufen und sich darum zu kümmern?

Vielleicht können die, die jetzt hier so rumjammern sich dazu mal erklären ..."

Ganz einfach: Weil es definitiv nicht die Aufgabe von Privatpersonen ist, sich um die Unversehrtheit von Museumsexponaten aus öffentlichen Sammlungen zu kümmen. Museumsexponate die mit Steuermitteln erhalten werden sind keine zum Verkauf vorgesehenen Güter, sondern unveräußerliches Kulturgut.
Sehe ich genau anders herum: Museumszüge sind KEINE staatliche Aufgabe. Dafür sind Steuergelder nicht da. Wenn der Staat gewisse Zuschüsse für Denkmal-Projekte gibt, ist das in Ordnung.

Aber die Innitiative muss von Privat kommen. Es braucht Mäzene. Und die haben wir hier zulande nicht. Ich erinnere mich an die wunderschönen Raddampfer in der Schweiz, da hängen überall Tafeln mit den (Groß-)Spendern. Genau eine solche Kultur brauchen wir.

Warum könnten nicht z.B. die großen Fußball-Vereine sich um den "Weltmeister-Zug" kümmern? Geld genug haben sie, und als exklusive Anreise-Möglichkeit für VIP-Tribünen-Kunden wäre der Zug gut vermarktbar. Ich vermute, sie kommen nicht mal auf die Idee. Genauso könnten große Firmen den "Wirtschaftswunder"-Zug VT11.5 als Sympathieträger gut brauchen.

Die Museumsbahnvereine in Deutschland erscheinen mir dazu viel zu verschlafen. Tolles Engament bei ehrenamtlicher Arbeit - aber kaum Blick auf Märkte und Geldgeber. Da sind einfach die Tellerränder sehr hoch.
"Sehe ich genau anders herum: Museumszüge sind KEINE staatliche Aufgabe. Dafür sind Steuergelder nicht da."

Es ist sogar ohne Zweifel eine staatliche Aufgabe. Weil Museen gemeinnützige Einrichtungen sind. Für den Betrieb solcher Instituionen sind Steuermittel gedacht.

"Aber die Innitiative muss von Privat kommen. Es braucht Mäzene. Und die haben wir hier zulande nicht. Ich erinnere mich an die wunderschönen Raddampfer in der Schweiz, da hängen überall Tafeln mit den (Groß-)Spendern. Genau eine solche Kultur brauchen wir."

Siehst Du. Und genau deshalb muss sich der Staat um bewegliches Museumsgut kümmern. Weil es sich um eine gemeinnützige Aufgabe handelt und nicht um eine private Liebhaberei, die vom Wohwollen und vom Geldbeutel einzelner Privatpersonen abhängen darf.

"Warum könnten nicht z.B. die großen Fußball-Vereine sich um den "Weltmeister-Zug" kümmern? Geld genug haben sie, und als exklusive Anreise-Möglichkeit für VIP-Tribünen-Kunden wäre der Zug gut vermarktbar. Ich vermute, sie kommen nicht mal auf die Idee. Genauso könnten große Firmen den "Wirtschaftswunder"-Zug VT11.5 als Sympathieträger gut brauchen."

Volle Zustimmung, das halte ich für eine gute Idee!

"Die Museumsbahnvereine in Deutschland erscheinen mir dazu viel zu verschlafen. Tolles Engament bei ehrenamtlicher Arbeit - aber kaum Blick auf Märkte und Geldgeber. Da sind einfach die Tellerränder sehr hoch."

Solange man es nicht einmal hinbekommt kommerziellen ÖPNV eigenwirtschaftlich zu betreiben, ist das zuviel verlangt. Insofern leisten viele Museumsbahnvereine Großartiges!

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt

geschrieben von: 03 054

Datum: 19.01.20 23:17

KOPLX schrieb:
Hi Karsten,

Danke Dir für die traurige, auch wenn absehbare, Nachricht aus dem Schwarzwald.

Ich hätte dazu folgende Fragen:
- Wird die Zerlegung durch die Fa. BENDER durchgeführt ? Das Arbeitsgerät scheint nicht von Bender zu sein, aber ich meine die Container tragen den Schriftzug.
Und das Personal wird sicherlich aus Opladen sein....
- Welcher 601 wird zerlegt, also welche Fahrzeugnummern ? Nach meinen Aufzeichnungen müsste das der 601 014-4 sein inkl. 901 401, 901 115 und 901 304







Danke schon mal für Hinweise und Antworten.

Grüße
Markus

Das ist der mhl 331 von Bender, Kumpel von mir fährt den, ist somit auch vor Ort. Die Schere ist kleiner, da die lst Schere für den Hitachi gedacht war, aber dank Oilquick auch problemlos an den Fuchs passt. Vielleicht packt er das nächste mal nen Sortiergreifer ein, wenn er auf Reisen geht, solche Schachteln brauchen keine Schere.
Mag lieblos klingen, aber für einige, so auch mich, ist es Tagesgeschäft. Und machen wir unsere Arbeit nicht, können wir gehen und ein Anderer macht es dann..
StellwerkPsf schrieb:
Es ist sogar ohne Zweifel eine staatliche Aufgabe. Weil Museen gemeinnützige Einrichtungen sind. Für den Betrieb solcher Instituionen sind Steuermittel gedacht.
"Gemeinnützig" und "Staatlich" sind aber zwei paar Stiefel. Ein gemeinnütziger Verein bekommt Steuervorteile - aber es geht von Privat aus. Und so solls auch sein.


StellwerkPsf schrieb:
Siehst Du. Und genau deshalb muss sich der Staat um bewegliches Museumsgut kümmern. Weil es sich um eine gemeinnützige Aufgabe handelt und nicht um eine private Liebhaberei, die vom Wohwollen und vom Geldbeutel einzelner Privatpersonen abhängen darf.
Man kann nicht immer nach dem großen Staat rufen, Ja, private Initiative ist gefragt! Museumsbahn ist keine staatliche Aufgabe.

StellwerkPsf schrieb:
Solange man es nicht einmal hinbekommt kommerziellen ÖPNV eigenwirtschaftlich zu betreiben, ist das zuviel verlangt. Insofern leisten viele Museumsbahnvereine Großartiges!
ÖPNV war nie eigenwirtschaftlich und wird es nie sein. Was hat das auch mit dem Thema hier zu tun. Dass Museumsbahnen großartiges leisten, stelle ich nicht in Frage. Ich kritisiere ihren Tellerrand. Zu oft erlebt man das als Parallelwelt, die sich um Normalkunden oder Mäzene nicht kümmern. Versuch allein mal als Normalbürger herauszufinden, wo du mit einem Dampfzug fahren kannst - das Thema Marketing ist da ziemlich unterentwickelt.

Ich habe den Eindruck (vor allem hier bei DSO-Debatten), dass viele Eisenbahnfans Marktwirtschaft und Geschäft grundlegend ablehnen. Die Folge ist aber, dass man nicht an Geld kommt. Schau in die Schweiz oder nach England, da wird zu diesen Themen ganz anders gedacht.
"Gemeinnützig" und "Staatlich" sind aber zwei paar Stiefel. Ein gemeinnütziger Verein bekommt Steuervorteile - aber es geht von Privat aus. Und so solls auch sein.

Ein Museum das öffentlich zugänglich ist, ist eine gemeinnützige Einrichtung. Deshalb sind die meisten Museen staatliche Museen.

"Man kann nicht immer nach dem großen Staat rufen, Ja, private Initiative ist gefragt!"

Der Erhalt solche Eisenbahnfahrzeuge ist ohne Zweifel eine staatliche Aufgabe, um die sich der Staat kümmern muss. Deshalb sind die in Rede stehenden Fahrzeuge aus dem Besitz eines staatseigenen Sondervermögens der Stiftung eines staatseigenen Unternehmens anvertraut worden.

"Ja, private Initiative ist gefragt!"

Du hast doch selbst geschrieben, dass es in Deutschland nicht genügend Mäzen für solche Dinge gibt?

"ÖPNV war nie eigenwirtschaftlich und wird es nie sein. Was hat das auch mit dem Thema hier zu tun."

Doch früher schon. Aber heutzutage eben nicht mehr. Es hat insofern mit dem Thema zu tun, dass es eine schlüssige Begründung dafür liefert, weshalb man den Erhalt von Museumsfahrzeugen der Eisenbahn nicht ohne Weiteres auf private Initiativen abwälzen kann. Alleine schon weil der Betrieb von Eisenbahnfahrzeugen eine finanzielle Herausforderung ist.

"Ich kritisiere ihren Tellerrand. Zu oft erlebt man das als Parallelwelt, die sich um Normalkunden oder Mäzene nicht kümmern. Versuch allein mal als Normalbürger herauszufinden, wo du mit einem Dampfzug fahren kannst - das Thema Marketing ist da ziemlich unterentwickelt."

Was meinst Du mit Tellerrand und Parallewelt genau? Mir geht es nicht um Tourismusbahnen, damit wir uns nicht falsch verstehen. Mir geht es darum, dass der langfristige Erhalt der wichtigsten historischen Eisenbahnfahrzeuge in Deutschland professionell mit entsprechenden Instrumentarien sichergestellt werden muss.

"Ich habe den Eindruck (vor allem hier bei DSO-Debatten), dass viele Eisenbahnfans Marktwirtschaft und Geschäft grundlegend ablehnen. Die Folge ist aber, dass man nicht an Geld kommt. Schau in die Schweiz oder nach England, da wird zu diesen Themen ganz anders gedacht."

Da reden wir jetzt etwas aneinander vorbei. Mir geht es wie gesagt primär um den Erhalt von Museumsfahrzeugen. Ob und wie man solche Fahrzeuge nutzt und wie man Museumsbahnen erfolgreich betreibt, ist wieder eine ganz andere Frage, da stimme ich Dir natürlich zu.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 19:03.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: 218 102

Datum: 20.01.20 21:34

1.10 schrieb:
218 102 schrieb:
Demnächst geht es sicher auch 420 001, 218 217 oder anderen vor sich hingammelnden Kandidaten an den Kragen. Das DB Museum halt... solche Fahrzeuge gehören in die Hände privater Vereine, aber leider darf sich die Museumssparte ja Fahrzeuge „reservieren“.
Schade um den schönen 601, auf mich wirkt das ganze etwas befremdlich.
und dann geht es den Fahrzeugen besser? Wie viele Vereine haben sich den ne 218 oder ein 420 zugelegt?!
Das DB Museum ist eine Stiftung die mit dem ihr zu Verfügung stehenden Geld wirtschaften muss. Und mann darf eines nicht vergessen, welche "Staatsbahn"/Gesellschaft in Europa sammelt soviele historische Fahrzeuge wie in Deutschland?

Aber es ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Den Vereinen will man keine Hilfe zukommen lassen, aber die böse böse DB ist wieder an allem Schuld.
Wie wäre es zB mit 218 128 der vzehl? Die Lok ist bis auf eine fehlende HU voll in Schuss. Und woher die Erkenntnis, dass ich mich nicht an musealen Fahrzeugen beteilige? Tue ich nämlich, jedoch nicht an Fahrzeugen des DB Museums.

Tf auf: 420, 423, 425/426, 442, 445/446, 620/622
https://abload.de/img/420cmo2s.png




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 21:36.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Jan Borchers

Datum: 20.01.20 21:50

218 102 schrieb:
Wie wäre es zB mit 218 128 der vzehl? Die Lok ist bis auf eine fehlende HU voll in Schuss. Und woher die Erkenntnis, dass ich mich nicht an musealen Fahrzeugen beteilige? Tue ich nämlich, jedoch nicht an Fahrzeugen des DB Museums.

Es gibt eben kein weiß oder kein schwarz. Die Bedingungen des DB Museums für Leihgaben sind hier öfter thematisiert worden - sie sind im Laufe der Jahre sicher nicht leichter geworden. Es gab mal Zeiten, da war ich in Vorstandsfunktion auch für ein Fahrzeug des DB-Museums mitverantwortlich - der Vertrag ist recht rasch aufgelöst worden. Das Fahrzeug gibt es zum Glück noch heute. Während jeder Private wohl bei Schäden am Fahrzeug damit rechnen muss in Regress genommen zu werden, werden Schäden in Eigenverwaltung offenkundig hingenommen - auch in diesem Fall.

Der VT08.5 zeigt anschaulich die Auswüchse, die das haben kann. Die BSW-Gruppe in Braunschweig bekam den Zug nach Aufarbeitung nicht wieder, weil kein Dach geboten werden konnte. Ergo verfällt der Zug am Ort der Aufarbeitung, bis jüngst eine denkbare Verschrottung in den Raum gestellt wurde.

Wunder kann man nicht erwarten, jeder bringt sich da ein wo er es leisten kann. Ich für mich leiste das im Hintergrund, ohne große Verlautbarung.

Von daher sollten externe generell niemals vorschnell Vorurteile fällen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 21:52.

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt (jetzt mit 3 Bildern)

geschrieben von: Pio

Datum: 21.01.20 09:31

Zumindes hätte man Teile welche zur Instandhaltung der anderen Fahrzeuge von vorteil sein würden ausbauen können
DM und Getriebe sind Ersatzteile welche bei Ausfall ein KO Kriterium für ein historisches Fahrzeug sein könnten.
Aber selbst wenn sie sich reparieren lassen immer sehr teuer sind.
Aber so wie es scheint, wird dort alles nieder gemacht.
Und das Getriebe L306rt wurde ja auch noch in einem anderen schnell fahrenden Triebwagen verbaut.
Einer der davon erhaltenen wird zufälliger Weise auch 014/019 genannt.
Aber wahrscheinlich macht so ein altes Teil bei 4.0, 5.0 usw. in der Digitalwelt nicht mit.
Und was nicht digital ist, scheint nicht mehr in diese Welt zu passen.
Und bei Ersatzteilmangel ist ja schon der nächste Verschrottungsgrund vorgezeichnet.

Und noch etwas regt mich etwas auf.
Hier wird von Geld,Spenden, Steuergeldern, Privatinitiative, Verein, links, rechts und anderem geplappert.

Aber was sind private Großspender?
Die meisten (es gibt gelegentlich auch andere) Spenden um ihre eigenen Interessen durchzusetzen und dabei auch noch Steuern zu sparen.
Private Großspenden sind dadurch sehr oft halt auch nur von irgendwo anders abgezogene Steuergelder.
Ob nun als eigenes Steuersparmodel, ein mehr oder weniger Steuerfinanziertes Hobby oder aber selten aber denoch vorkommend, aus wirklich edelen Beweggründen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.20 09:51.

Re: Vereinsmeierei :-)

geschrieben von: 707

Datum: 21.01.20 11:04

@Kohlenheini
etwas offtopic, aber du hast völlig Recht, was die staatlich verordnete Bürokratie im Vereinswesen angeht. Allein schon die Umsatzsteuergeschichte. Die Krönung ist aber, wenn du den Verein wieder auflösen willst ...

Was auch immer...

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 21.01.20 16:14

Wir erinnern vielleicht nur vage,hier in NRW steht der einzigste noch Original erhaltende Steuerwagen ESA 815.
Dieser steht seit X Jahren ungeschützt in der Außenanlagen abgestellt.
Nur vielleicht einige Meter weiter ein kompletter Kaeble Culemeyer,dann weiter ein Umrißwagen.
Weiter und auch in NRW steht u.a. kalt abgestellt die 24er Dampflok, steht geschützt unter Dach und daher halbwegs noch zu tolerieren.
Weiter in NRW unsere Reise zum nächsten traurigen Ort, wörtlich genommen von allen Seiten von DB eine Halle mit vielen interessanten Fahrzeugen,Unterstützer dieser einmaligen Anlage und bekannt aus Babylon Berlin niemand.
Einst standen im östlichen Revier 430 und 601 einträchtig und dem Wettergott ausgesetzt und wurden verschrottet.
Das gleiche vielerorts das gleiche Trauerspiel.
Und als Dieselfan auch der Meinung, dass in der Förderung die Fahrzeuggruppe Dampflok oft bevorzugt behandelt wird.
Auch bei Spendenaufrufen sichtbar,dass hier schnell das locker für eine Spende sitzt.
Eine Aufarbeitung einer Dampflok in der Vollversion könnte man schon annähernd einen 601 retten,zumal der größte Teil bereits aufgearbeitet war.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.20 16:20.

Re: Vereinsmeierei :-)

geschrieben von: Kohlenheini

Datum: 21.01.20 16:57

707 schrieb:
@Kohlenheini
Die Krönung ist aber, wenn du den Verein wieder auflösen willst ...
Ob Neugründung o. Auflösung wird mir im einen wie im andern Fall nicht passieren.
Da kannste Gift drauf nehmen.

Re: Was auch immer...

geschrieben von: 120 001

Datum: 21.01.20 18:08

Moijen

Der 815 war auch schon zum Verkauf ausgeschrieben. Bei meinem letzten Besuch ist er mir nicht (mehr) aufgefallen, auch in der Verkaufsliste ist er nicht mehr zu finden. Existiert er noch oder ist er schon eine Dose?
Und was ist mit einem derart interessanten Fahrzeug wie einem Goliath, der auch zum Verkauf stand? Weiß einer wo der ist? Dose?

120 001

Drehstrom.
Alles Andere ist nur Saft!

Good Bye BR 120...

Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 21.01.20 18:56

Es ist selbstverständlich eine staatliche Aufgabe Kulturgut zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass der Staat hier eine sehr eingeschränkte Sichtweise zeigt, und technische Objekte, Industriedenkmale und andere eher profane Kulturgüter weitgehend ignoriert, ist der eigentliche Skandal. Wofür leisten wir uns eigentlich solch einen Staatsapparat und zahlen dafür Steuern? Derzeit doch wohl nur, um die Verteilung von unten nach oben zu beschleunigen und zur Selbstversorgung derer, die diesen Staat „lenken“. Die Infrastruktur verrottet, die Sozialsysteme erodieren, und auch die innere Sicherheit und die öffentliche Verwaltung werden immer mehr kaputtgespart. Nur die Rüstungsindustrie, die wird aus angeblicher „Bedrohung der Sicherheit von außen“ immer fetter mit Geld vollgepumpt. Selbst wenn der Staat alle heute noch vorhandenen historischen Eisenbahnfahrzeuge aufkaufen, betriebsfähig aufarbeiten und auch erhalten und adäquat gesichert unterbringen würde, wäre die Summe lächerlich gegenüber dem, was wir für Rüstung, Auslandseinsätze etc. ausgeben. Und damit meine ich nicht die Gelder, die für eine durchaus notwendige Territorialverteidigung gedacht sind, sondern die, die für im Sinne des Grundgesetzes durchaus fragwürdige Auslandsabenteuer rausgeschmissen werden. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen, anstatt mangelndes individuelles Engagement zu beklagen.

Re: Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: Null2

Datum: 22.01.20 07:04

Früherwarallesbesser schrieb:
Es ist selbstverständlich eine staatliche Aufgabe Kulturgut zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass der Staat hier eine sehr eingeschränkte Sichtweise zeigt, und technische Objekte, Industriedenkmale und andere eher profane Kulturgüter weitgehend ignoriert, ist der eigentliche Skandal. Wofür leisten wir uns eigentlich solch einen Staatsapparat und zahlen dafür Steuern? Derzeit doch wohl nur, um die Verteilung von unten nach oben zu beschleunigen und zur Selbstversorgung derer, die diesen Staat „lenken“. Die Infrastruktur verrottet, die Sozialsysteme erodieren, und auch die innere Sicherheit und die öffentliche Verwaltung werden immer mehr kaputtgespart. Nur die Rüstungsindustrie, die wird aus angeblicher „Bedrohung der Sicherheit von außen“ immer fetter mit Geld vollgepumpt. Selbst wenn der Staat alle heute noch vorhandenen historischen Eisenbahnfahrzeuge aufkaufen, betriebsfähig aufarbeiten und auch erhalten und adäquat gesichert unterbringen würde, wäre die Summe lächerlich gegenüber dem, was wir für Rüstung, Auslandseinsätze etc. ausgeben. Und damit meine ich nicht die Gelder, die für eine durchaus notwendige Territorialverteidigung gedacht sind, sondern die, die für im Sinne des Grundgesetzes durchaus fragwürdige Auslandsabenteuer rausgeschmissen werden. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen, anstatt mangelndes individuelles Engagement zu beklagen.
Genau,
es sollen alle anderen zurückstecken damit ein paar Freaks so einen Schrotthaufen wieder zum Laufen bringen können. Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen.
Wenn euch der Zug/Lok (passendes aussuchen) so wichtig ist dann stellt irgendwelche Förderanträge und bringt das Teil selbst zum laufen.
Jedes Ding hat seine Zeit, das obige Teil eben nicht mehr ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen. Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus.
Deine Ablenkung auf andere Felder des Sozialstaates und der Politik ist einfach nur billige Polemik.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Lothar aus dem Norden

Datum: 22.01.20 17:00

Immer International schrieb:
Mal sehen, wie es dem elektrischen Namensvetter 401 mal ergeht. Diese langen Triebzüge sind einfach schwer am Leben zu erhalten. Klar gabs beim "großen Plan" der DB Definzite, dennoch ist es nicht einfach zu stemmen, glaube ich.
Um so bemerkenswerter finde ich die Wiederinbetriebnahme des Big Boy, der sicher auch Unsummen verschlungen hat...


Mit dem 401 wird das wohl nichts werden. Der Grund ist schlichtweg der, daß viele elektronische Komponenten nur eine begrenzte Lebensdauer haben und mit handelsüblichen "Bordmitteln" auch nicht wieder instandgesetzt oder gar nachgebaut werden können. Wenn überhaupt wird es da einen rollfähigen TK mit vielleicht zwei oder drei Mittelwagen geben.

Gruß aus Kiel: Lothar

http://666kb.com/i/ccu1t7lavf8r9p4my.jpg

MaK-DE 1024 - alles andere ist nur Spielzeug

Re: Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 22.01.20 18:08

"Genau, es sollen alle anderen zurückstecken damit ein paar Freaks so einen Schrotthaufen wieder zum Laufen bringen können. Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen."

Das ist aber jetzt ein absichtliches Hinwegtäuschen über den Sachverhalt. Es handelt sich eben nicht um ein Liebhaberobjekt, das aus persönlicherei Schwärmerei oder nostalgischer Liebhaberei erhalten werden soll, sondern um ein Museumsexponat aus Staatsbesitz, an dessen Erhalt definitiv öffentliches Interesse besteht.

"Jedes Ding hat seine Zeit, das obige Teil eben nicht mehr ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen."

Die Kosten interessieren aber niemanden, weil sie durch eine professionelle Deponierung nicht entstanden wären.

"Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus."

Das verstehe ich jetzt nicht. Die Förderung von Museen und Bildung ist die Aufgabe jedes Staates in der zivilisierten Welt. Du kannst ihm doch nicht ernsthaft vorwerfen, dass er eine eigene Meinung vertritt, was mit seinen Steuergeldern passieren soll.

"Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus."

Ne. Volkaskomentalität wäre, wenn Du erwartest, dass andere für Dich arbeiten gehen müssen und Du alleine bestimmst, welche Steuerausgaben richtig und welche falsch sind.
Servus!

1. "Schrotthaufen" --> keine Kenntnis der Sachlage beim 601 014. Meilenweit davon entfernt (eingeschlagene Scheiben und Graffitis geben nur wenig Aussage).
2. "Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen" --> Reine Plattformfrage. Diese heißt DSO. Hier geht's primär um Eisenbahn, nicht primär Politik, Militärausgaben oder Fußball... Hier sind Menschen, die sich für Eisenbahnen begeistern (auch altmodische Modelle wie den VT11.5) zu erwarten.
3. "ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen" --> das eigentlich Traurige ist, dass die unverhältnismäßigen Mittel längst geflossen sind. Irgendein Entscheider hat aus dem TEE ein Weltraumprojekt machen wollen und ist krachend gescheitert. Was im Vorfeld Geld in die Hand genommen wurde, wie viel ehrliche Arbeit reingesteckt wurde und wieviel recherchiert wurde... Hatte man sich nicht schon Gedanken über das Service im WR gemacht? Wenigstens taugen die vorbildgerecht nachgeschneiderten Uniformen für den Altkleidersack.

Meine eigene Meinung: vielleicht war das Ganze nicht abzuwenden oder betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen. Mein ästhetisches Empfinden beleidigt die Verschrottung allemal, aber das ist mein Problem.

In diesem Sinne,

mit den besten Grüßen aus der Zentrale.

Wir trinken Immer.

Ein kurzer Einblick:
[www.trainspo.com]

Spenden und Förderer

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 23.01.20 23:01

Wie gesagt,für Aufarbeitung einer Dampflok die es u.a. einige Male giibt, sind genug Gelder und Förderer da.
Aktuell sind wieder verschiedene und hier auch aus dem Bundesland NRW Aufrufe zur Spende unterwegs.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.20 23:02.

Re: Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 23.01.20 23:15

Null2 schrieb:
Zitat:
Genau,
es sollen alle anderen zurückstecken damit ein paar Freaks so einen Schrotthaufen wieder zum Laufen bringen können. Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen.
Wenn euch der Zug/Lok (passendes aussuchen) so wichtig ist dann stellt irgendwelche Förderanträge und bringt das Teil selbst zum laufen.
Jedes Ding hat seine Zeit, das obige Teil eben nicht mehr ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen. Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus.
Deine Ablenkung auf andere Felder des Sozialstaates und der Politik ist einfach nur billige Polemik.
Billige Polemik ist vor allem wenn man oberflächlich über Fahrzeuge und deren Zustand urteilt ohne diese sich mal näher betrachtet zu haben.

Der TEE ist quasi zusammen mit Schienenbus, E10+ Silberlinge etc DAS Eisenbahnfahrzeug der Wirtschaftswunderzeit und gewissermaßen einer der ersten Triebwagen im Fernverkehr. Als bewegtes Denkmal hat er viel geprägt. Daher handelt es sich hier um einen absoluten Kulturfrevel.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 24.01.20 12:45

Jan Borchers schrieb:
Zitat:
Man KÖNNTE mit einem erneut deutlich zweistelligen EUR-Betrag was retten - so damals nach dem Brand und der aktuellen Verschrottung noch ausreichend Quellmaterial vorhanden sein sollte.

Nachdem nach der erste bereits gut ausgestattete Versuch gescheitert ist, nur was für Träumer.

Der BST-601 würde sicher nicht billiger und ist nur als BST realistisch. Oder als ET-Spender DB-Museum
Hallo zusammen,

ich kann mich nicht mehr an den TEE erinnern, aber ich weiß aus Erzählungen, dass sie relativ lange das Bild des Fernverkehrs prägten.

Man hätte doch schauen können, dass man wenigstens einen Triebzug betriebsfähig als Museumszug erhält, oder?

Wenn man sieht, dass auf der Isle of Man täglich historische fahrzeuge im Plandienst unterwegs sind, müsste das doich auch machbar sein.

Viele Grüße
Moritz
nozomi07 schrieb:
Warum könnten nicht z.B. die großen Fußball-Vereine sich um den "Weltmeister-Zug" kümmern? Geld genug haben sie, und als exklusive Anreise-Möglichkeit für VIP-Tribünen-Kunden wäre der Zug gut vermarktbar. Ich vermute, sie kommen nicht mal auf die Idee. Genauso könnten große Firmen den "Wirtschaftswunder"-Zug VT11.5 als Sympathieträger gut brauchen.
Da gebe ich dir vollkommen Recht.

Man hätte jeweils einen VT 08.5 und VT 11.5 restaurieren und der Nachwelt erhalten können.

Ich denke auch, dass ein Verein wie der FC Bayern genug Geld hat oder gehabt hätte, so etwas zu finanzieren.

Aber das wird wohl leider für immer ein Traum bleiben.

Viele Grüße
Moritz

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 25.01.20 06:52

Pesa Link schrieb:
Jan Borchers schrieb:
Zitat:
Man KÖNNTE mit einem erneut deutlich zweistelligen EUR-Betrag was retten - so damals nach dem Brand und der aktuellen Verschrottung noch ausreichend Quellmaterial vorhanden sein sollte.

Nachdem nach der erste bereits gut ausgestattete Versuch gescheitert ist, nur was für Träumer.

Der BST-601 würde sicher nicht billiger und ist nur als BST realistisch. Oder als ET-Spender DB-Museum
Hallo zusammen,

ich kann mich nicht mehr an den TEE erinnern, aber ich weiß aus Erzählungen, dass sie relativ lange das Bild des Fernverkehrs prägten.

Man hätte doch schauen können, dass man wenigstens einen Triebzug betriebsfähig als Museumszug erhält, oder?

Wenn man sieht, dass auf der Isle of Man täglich historische fahrzeuge im Plandienst unterwegs sind, müsste das doich auch machbar sein.
Wieviel Platz und Geld brauchst du für ein Auto und oder Moped?

"I love it when plan comes together!"

George Peppard / Hannibal Smith - A-Team

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]