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StellwerkPsf schrieb:
Es ist sogar ohne Zweifel eine staatliche Aufgabe. Weil Museen gemeinnützige Einrichtungen sind. Für den Betrieb solcher Instituionen sind Steuermittel gedacht.
"Gemeinnützig" und "Staatlich" sind aber zwei paar Stiefel. Ein gemeinnütziger Verein bekommt Steuervorteile - aber es geht von Privat aus. Und so solls auch sein.


StellwerkPsf schrieb:
Siehst Du. Und genau deshalb muss sich der Staat um bewegliches Museumsgut kümmern. Weil es sich um eine gemeinnützige Aufgabe handelt und nicht um eine private Liebhaberei, die vom Wohwollen und vom Geldbeutel einzelner Privatpersonen abhängen darf.
Man kann nicht immer nach dem großen Staat rufen, Ja, private Initiative ist gefragt! Museumsbahn ist keine staatliche Aufgabe.

StellwerkPsf schrieb:
Solange man es nicht einmal hinbekommt kommerziellen ÖPNV eigenwirtschaftlich zu betreiben, ist das zuviel verlangt. Insofern leisten viele Museumsbahnvereine Großartiges!
ÖPNV war nie eigenwirtschaftlich und wird es nie sein. Was hat das auch mit dem Thema hier zu tun. Dass Museumsbahnen großartiges leisten, stelle ich nicht in Frage. Ich kritisiere ihren Tellerrand. Zu oft erlebt man das als Parallelwelt, die sich um Normalkunden oder Mäzene nicht kümmern. Versuch allein mal als Normalbürger herauszufinden, wo du mit einem Dampfzug fahren kannst - das Thema Marketing ist da ziemlich unterentwickelt.

Ich habe den Eindruck (vor allem hier bei DSO-Debatten), dass viele Eisenbahnfans Marktwirtschaft und Geschäft grundlegend ablehnen. Die Folge ist aber, dass man nicht an Geld kommt. Schau in die Schweiz oder nach England, da wird zu diesen Themen ganz anders gedacht.
"Gemeinnützig" und "Staatlich" sind aber zwei paar Stiefel. Ein gemeinnütziger Verein bekommt Steuervorteile - aber es geht von Privat aus. Und so solls auch sein.

Ein Museum das öffentlich zugänglich ist, ist eine gemeinnützige Einrichtung. Deshalb sind die meisten Museen staatliche Museen.

"Man kann nicht immer nach dem großen Staat rufen, Ja, private Initiative ist gefragt!"

Der Erhalt solche Eisenbahnfahrzeuge ist ohne Zweifel eine staatliche Aufgabe, um die sich der Staat kümmern muss. Deshalb sind die in Rede stehenden Fahrzeuge aus dem Besitz eines staatseigenen Sondervermögens der Stiftung eines staatseigenen Unternehmens anvertraut worden.

"Ja, private Initiative ist gefragt!"

Du hast doch selbst geschrieben, dass es in Deutschland nicht genügend Mäzen für solche Dinge gibt?

"ÖPNV war nie eigenwirtschaftlich und wird es nie sein. Was hat das auch mit dem Thema hier zu tun."

Doch früher schon. Aber heutzutage eben nicht mehr. Es hat insofern mit dem Thema zu tun, dass es eine schlüssige Begründung dafür liefert, weshalb man den Erhalt von Museumsfahrzeugen der Eisenbahn nicht ohne Weiteres auf private Initiativen abwälzen kann. Alleine schon weil der Betrieb von Eisenbahnfahrzeugen eine finanzielle Herausforderung ist.

"Ich kritisiere ihren Tellerrand. Zu oft erlebt man das als Parallelwelt, die sich um Normalkunden oder Mäzene nicht kümmern. Versuch allein mal als Normalbürger herauszufinden, wo du mit einem Dampfzug fahren kannst - das Thema Marketing ist da ziemlich unterentwickelt."

Was meinst Du mit Tellerrand und Parallewelt genau? Mir geht es nicht um Tourismusbahnen, damit wir uns nicht falsch verstehen. Mir geht es darum, dass der langfristige Erhalt der wichtigsten historischen Eisenbahnfahrzeuge in Deutschland professionell mit entsprechenden Instrumentarien sichergestellt werden muss.

"Ich habe den Eindruck (vor allem hier bei DSO-Debatten), dass viele Eisenbahnfans Marktwirtschaft und Geschäft grundlegend ablehnen. Die Folge ist aber, dass man nicht an Geld kommt. Schau in die Schweiz oder nach England, da wird zu diesen Themen ganz anders gedacht."

Da reden wir jetzt etwas aneinander vorbei. Mir geht es wie gesagt primär um den Erhalt von Museumsfahrzeugen. Ob und wie man solche Fahrzeuge nutzt und wie man Museumsbahnen erfolgreich betreibt, ist wieder eine ganz andere Frage, da stimme ich Dir natürlich zu.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 19:03.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: 218 102

Datum: 20.01.20 21:34

1.10 schrieb:
218 102 schrieb:
Demnächst geht es sicher auch 420 001, 218 217 oder anderen vor sich hingammelnden Kandidaten an den Kragen. Das DB Museum halt... solche Fahrzeuge gehören in die Hände privater Vereine, aber leider darf sich die Museumssparte ja Fahrzeuge „reservieren“.
Schade um den schönen 601, auf mich wirkt das ganze etwas befremdlich.
und dann geht es den Fahrzeugen besser? Wie viele Vereine haben sich den ne 218 oder ein 420 zugelegt?!
Das DB Museum ist eine Stiftung die mit dem ihr zu Verfügung stehenden Geld wirtschaften muss. Und mann darf eines nicht vergessen, welche "Staatsbahn"/Gesellschaft in Europa sammelt soviele historische Fahrzeuge wie in Deutschland?

Aber es ist ein Abbild unserer Gesellschaft. Den Vereinen will man keine Hilfe zukommen lassen, aber die böse böse DB ist wieder an allem Schuld.
Wie wäre es zB mit 218 128 der vzehl? Die Lok ist bis auf eine fehlende HU voll in Schuss. Und woher die Erkenntnis, dass ich mich nicht an musealen Fahrzeugen beteilige? Tue ich nämlich, jedoch nicht an Fahrzeugen des DB Museums.

Tf auf: 112/114/143, 145, 146/185, 420, 423, 425/426, 429 (Flirt3), 442, 445/446, 620/622, BA 480-483 & 488, BA760-762
https://abload.de/img/420cmo2s.png




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 21:36.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Jan Borchers

Datum: 20.01.20 21:50

218 102 schrieb:
Wie wäre es zB mit 218 128 der vzehl? Die Lok ist bis auf eine fehlende HU voll in Schuss. Und woher die Erkenntnis, dass ich mich nicht an musealen Fahrzeugen beteilige? Tue ich nämlich, jedoch nicht an Fahrzeugen des DB Museums.

Es gibt eben kein weiß oder kein schwarz. Die Bedingungen des DB Museums für Leihgaben sind hier öfter thematisiert worden - sie sind im Laufe der Jahre sicher nicht leichter geworden. Es gab mal Zeiten, da war ich in Vorstandsfunktion auch für ein Fahrzeug des DB-Museums mitverantwortlich - der Vertrag ist recht rasch aufgelöst worden. Das Fahrzeug gibt es zum Glück noch heute. Während jeder Private wohl bei Schäden am Fahrzeug damit rechnen muss in Regress genommen zu werden, werden Schäden in Eigenverwaltung offenkundig hingenommen - auch in diesem Fall.

Der VT08.5 zeigt anschaulich die Auswüchse, die das haben kann. Die BSW-Gruppe in Braunschweig bekam den Zug nach Aufarbeitung nicht wieder, weil kein Dach geboten werden konnte. Ergo verfällt der Zug am Ort der Aufarbeitung, bis jüngst eine denkbare Verschrottung in den Raum gestellt wurde.

Wunder kann man nicht erwarten, jeder bringt sich da ein wo er es leisten kann. Ich für mich leiste das im Hintergrund, ohne große Verlautbarung.

Von daher sollten externe generell niemals vorschnell Vorurteile fällen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.01.20 21:52.

Re: Der Villinger 601 wird zerlegt (jetzt mit 3 Bildern)

geschrieben von: Pio

Datum: 21.01.20 09:31

Zumindes hätte man Teile welche zur Instandhaltung der anderen Fahrzeuge von vorteil sein würden ausbauen können
DM und Getriebe sind Ersatzteile welche bei Ausfall ein KO Kriterium für ein historisches Fahrzeug sein könnten.
Aber selbst wenn sie sich reparieren lassen immer sehr teuer sind.
Aber so wie es scheint, wird dort alles nieder gemacht.
Und das Getriebe L306rt wurde ja auch noch in einem anderen schnell fahrenden Triebwagen verbaut.
Einer der davon erhaltenen wird zufälliger Weise auch 014/019 genannt.
Aber wahrscheinlich macht so ein altes Teil bei 4.0, 5.0 usw. in der Digitalwelt nicht mit.
Und was nicht digital ist, scheint nicht mehr in diese Welt zu passen.
Und bei Ersatzteilmangel ist ja schon der nächste Verschrottungsgrund vorgezeichnet.

Und noch etwas regt mich etwas auf.
Hier wird von Geld,Spenden, Steuergeldern, Privatinitiative, Verein, links, rechts und anderem geplappert.

Aber was sind private Großspender?
Die meisten (es gibt gelegentlich auch andere) Spenden um ihre eigenen Interessen durchzusetzen und dabei auch noch Steuern zu sparen.
Private Großspenden sind dadurch sehr oft halt auch nur von irgendwo anders abgezogene Steuergelder.
Ob nun als eigenes Steuersparmodel, ein mehr oder weniger Steuerfinanziertes Hobby oder aber selten aber denoch vorkommend, aus wirklich edelen Beweggründen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.20 09:51.

Re: Vereinsmeierei :-)

geschrieben von: 707

Datum: 21.01.20 11:04

@Kohlenheini
etwas offtopic, aber du hast völlig Recht, was die staatlich verordnete Bürokratie im Vereinswesen angeht. Allein schon die Umsatzsteuergeschichte. Die Krönung ist aber, wenn du den Verein wieder auflösen willst ...

Was auch immer...

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 21.01.20 16:14

Wir erinnern vielleicht nur vage,hier in NRW steht der einzigste noch Original erhaltende Steuerwagen ESA 815.
Dieser steht seit X Jahren ungeschützt in der Außenanlagen abgestellt.
Nur vielleicht einige Meter weiter ein kompletter Kaeble Culemeyer,dann weiter ein Umrißwagen.
Weiter und auch in NRW steht u.a. kalt abgestellt die 24er Dampflok, steht geschützt unter Dach und daher halbwegs noch zu tolerieren.
Weiter in NRW unsere Reise zum nächsten traurigen Ort, wörtlich genommen von allen Seiten von DB eine Halle mit vielen interessanten Fahrzeugen,Unterstützer dieser einmaligen Anlage und bekannt aus Babylon Berlin niemand.
Einst standen im östlichen Revier 430 und 601 einträchtig und dem Wettergott ausgesetzt und wurden verschrottet.
Das gleiche vielerorts das gleiche Trauerspiel.
Und als Dieselfan auch der Meinung, dass in der Förderung die Fahrzeuggruppe Dampflok oft bevorzugt behandelt wird.
Auch bei Spendenaufrufen sichtbar,dass hier schnell das locker für eine Spende sitzt.
Eine Aufarbeitung einer Dampflok in der Vollversion könnte man schon annähernd einen 601 retten,zumal der größte Teil bereits aufgearbeitet war.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.20 16:20.

Re: Vereinsmeierei :-)

geschrieben von: Kohlenheini

Datum: 21.01.20 16:57

707 schrieb:
@Kohlenheini
Die Krönung ist aber, wenn du den Verein wieder auflösen willst ...
Ob Neugründung o. Auflösung wird mir im einen wie im andern Fall nicht passieren.
Da kannste Gift drauf nehmen.

Re: Was auch immer...

geschrieben von: 120 001

Datum: 21.01.20 18:08

Moijen

Der 815 war auch schon zum Verkauf ausgeschrieben. Bei meinem letzten Besuch ist er mir nicht (mehr) aufgefallen, auch in der Verkaufsliste ist er nicht mehr zu finden. Existiert er noch oder ist er schon eine Dose?
Und was ist mit einem derart interessanten Fahrzeug wie einem Goliath, der auch zum Verkauf stand? Weiß einer wo der ist? Dose?

120 001

Drehstrom.
Alles Andere ist nur Saft!

Good Bye BR 120...

Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 21.01.20 18:56

Es ist selbstverständlich eine staatliche Aufgabe Kulturgut zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass der Staat hier eine sehr eingeschränkte Sichtweise zeigt, und technische Objekte, Industriedenkmale und andere eher profane Kulturgüter weitgehend ignoriert, ist der eigentliche Skandal. Wofür leisten wir uns eigentlich solch einen Staatsapparat und zahlen dafür Steuern? Derzeit doch wohl nur, um die Verteilung von unten nach oben zu beschleunigen und zur Selbstversorgung derer, die diesen Staat „lenken“. Die Infrastruktur verrottet, die Sozialsysteme erodieren, und auch die innere Sicherheit und die öffentliche Verwaltung werden immer mehr kaputtgespart. Nur die Rüstungsindustrie, die wird aus angeblicher „Bedrohung der Sicherheit von außen“ immer fetter mit Geld vollgepumpt. Selbst wenn der Staat alle heute noch vorhandenen historischen Eisenbahnfahrzeuge aufkaufen, betriebsfähig aufarbeiten und auch erhalten und adäquat gesichert unterbringen würde, wäre die Summe lächerlich gegenüber dem, was wir für Rüstung, Auslandseinsätze etc. ausgeben. Und damit meine ich nicht die Gelder, die für eine durchaus notwendige Territorialverteidigung gedacht sind, sondern die, die für im Sinne des Grundgesetzes durchaus fragwürdige Auslandsabenteuer rausgeschmissen werden. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen, anstatt mangelndes individuelles Engagement zu beklagen.

Re: Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: Null2

Datum: 22.01.20 07:04

Früherwarallesbesser schrieb:
Es ist selbstverständlich eine staatliche Aufgabe Kulturgut zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass der Staat hier eine sehr eingeschränkte Sichtweise zeigt, und technische Objekte, Industriedenkmale und andere eher profane Kulturgüter weitgehend ignoriert, ist der eigentliche Skandal. Wofür leisten wir uns eigentlich solch einen Staatsapparat und zahlen dafür Steuern? Derzeit doch wohl nur, um die Verteilung von unten nach oben zu beschleunigen und zur Selbstversorgung derer, die diesen Staat „lenken“. Die Infrastruktur verrottet, die Sozialsysteme erodieren, und auch die innere Sicherheit und die öffentliche Verwaltung werden immer mehr kaputtgespart. Nur die Rüstungsindustrie, die wird aus angeblicher „Bedrohung der Sicherheit von außen“ immer fetter mit Geld vollgepumpt. Selbst wenn der Staat alle heute noch vorhandenen historischen Eisenbahnfahrzeuge aufkaufen, betriebsfähig aufarbeiten und auch erhalten und adäquat gesichert unterbringen würde, wäre die Summe lächerlich gegenüber dem, was wir für Rüstung, Auslandseinsätze etc. ausgeben. Und damit meine ich nicht die Gelder, die für eine durchaus notwendige Territorialverteidigung gedacht sind, sondern die, die für im Sinne des Grundgesetzes durchaus fragwürdige Auslandsabenteuer rausgeschmissen werden. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen, anstatt mangelndes individuelles Engagement zu beklagen.
Genau,
es sollen alle anderen zurückstecken damit ein paar Freaks so einen Schrotthaufen wieder zum Laufen bringen können. Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen.
Wenn euch der Zug/Lok (passendes aussuchen) so wichtig ist dann stellt irgendwelche Förderanträge und bringt das Teil selbst zum laufen.
Jedes Ding hat seine Zeit, das obige Teil eben nicht mehr ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen. Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus.
Deine Ablenkung auf andere Felder des Sozialstaates und der Politik ist einfach nur billige Polemik.

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Lothar aus dem Norden

Datum: 22.01.20 17:00

Immer International schrieb:
Mal sehen, wie es dem elektrischen Namensvetter 401 mal ergeht. Diese langen Triebzüge sind einfach schwer am Leben zu erhalten. Klar gabs beim "großen Plan" der DB Definzite, dennoch ist es nicht einfach zu stemmen, glaube ich.
Um so bemerkenswerter finde ich die Wiederinbetriebnahme des Big Boy, der sicher auch Unsummen verschlungen hat...


Mit dem 401 wird das wohl nichts werden. Der Grund ist schlichtweg der, daß viele elektronische Komponenten nur eine begrenzte Lebensdauer haben und mit handelsüblichen "Bordmitteln" auch nicht wieder instandgesetzt oder gar nachgebaut werden können. Wenn überhaupt wird es da einen rollfähigen TK mit vielleicht zwei oder drei Mittelwagen geben.

Gruß aus Kiel: Lothar

http://666kb.com/i/ccu1t7lavf8r9p4my.jpg

MaK-DE 1024 - alles andere ist nur Spielzeug

Re: Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 22.01.20 18:08

"Genau, es sollen alle anderen zurückstecken damit ein paar Freaks so einen Schrotthaufen wieder zum Laufen bringen können. Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen."

Das ist aber jetzt ein absichtliches Hinwegtäuschen über den Sachverhalt. Es handelt sich eben nicht um ein Liebhaberobjekt, das aus persönlicherei Schwärmerei oder nostalgischer Liebhaberei erhalten werden soll, sondern um ein Museumsexponat aus Staatsbesitz, an dessen Erhalt definitiv öffentliches Interesse besteht.

"Jedes Ding hat seine Zeit, das obige Teil eben nicht mehr ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen."

Die Kosten interessieren aber niemanden, weil sie durch eine professionelle Deponierung nicht entstanden wären.

"Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus."

Das verstehe ich jetzt nicht. Die Förderung von Museen und Bildung ist die Aufgabe jedes Staates in der zivilisierten Welt. Du kannst ihm doch nicht ernsthaft vorwerfen, dass er eine eigene Meinung vertritt, was mit seinen Steuergeldern passieren soll.

"Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus."

Ne. Volkaskomentalität wäre, wenn Du erwartest, dass andere für Dich arbeiten gehen müssen und Du alleine bestimmst, welche Steuerausgaben richtig und welche falsch sind.
Servus!

1. "Schrotthaufen" --> keine Kenntnis der Sachlage beim 601 014. Meilenweit davon entfernt (eingeschlagene Scheiben und Graffitis geben nur wenig Aussage).
2. "Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen" --> Reine Plattformfrage. Diese heißt DSO. Hier geht's primär um Eisenbahn, nicht primär Politik, Militärausgaben oder Fußball... Hier sind Menschen, die sich für Eisenbahnen begeistern (auch altmodische Modelle wie den VT11.5) zu erwarten.
3. "ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen" --> das eigentlich Traurige ist, dass die unverhältnismäßigen Mittel längst geflossen sind. Irgendein Entscheider hat aus dem TEE ein Weltraumprojekt machen wollen und ist krachend gescheitert. Was im Vorfeld Geld in die Hand genommen wurde, wie viel ehrliche Arbeit reingesteckt wurde und wieviel recherchiert wurde... Hatte man sich nicht schon Gedanken über das Service im WR gemacht? Wenigstens taugen die vorbildgerecht nachgeschneiderten Uniformen für den Altkleidersack.

Meine eigene Meinung: vielleicht war das Ganze nicht abzuwenden oder betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen. Mein ästhetisches Empfinden beleidigt die Verschrottung allemal, aber das ist mein Problem.

In diesem Sinne,

mit den besten Grüßen aus der Zentrale.

Wir trinken Immer.

Ein kurzer Einblick:
[www.trainspo.com]

Spenden und Förderer

geschrieben von: deruerdingerbus

Datum: 23.01.20 23:01

Wie gesagt,für Aufarbeitung einer Dampflok die es u.a. einige Male giibt, sind genug Gelder und Förderer da.
Aktuell sind wieder verschiedene und hier auch aus dem Bundesland NRW Aufrufe zur Spende unterwegs.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.20 23:02.

Re: Immer dieses scheiß „Privat“-Gelaber

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 23.01.20 23:15

Null2 schrieb:
Zitat:
Genau,
es sollen alle anderen zurückstecken damit ein paar Freaks so einen Schrotthaufen wieder zum Laufen bringen können. Es gibt ja nichts wichtigeres für solche Menschen.
Wenn euch der Zug/Lok (passendes aussuchen) so wichtig ist dann stellt irgendwelche Förderanträge und bringt das Teil selbst zum laufen.
Jedes Ding hat seine Zeit, das obige Teil eben nicht mehr ohne es mit unverhältnismäßigen Mitteln wiederherzustellen. Menschen wie du haben eine unglaubliche Vollkaskomentalität: Der Staat wirds schon richten, hat ja genug Geld und gibt für anderes eh zuviel aus.
Deine Ablenkung auf andere Felder des Sozialstaates und der Politik ist einfach nur billige Polemik.
Billige Polemik ist vor allem wenn man oberflächlich über Fahrzeuge und deren Zustand urteilt ohne diese sich mal näher betrachtet zu haben.

Der TEE ist quasi zusammen mit Schienenbus, E10+ Silberlinge etc DAS Eisenbahnfahrzeug der Wirtschaftswunderzeit und gewissermaßen einer der ersten Triebwagen im Fernverkehr. Als bewegtes Denkmal hat er viel geprägt. Daher handelt es sich hier um einen absoluten Kulturfrevel.

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 24.01.20 12:45

Jan Borchers schrieb:
Zitat:
Man KÖNNTE mit einem erneut deutlich zweistelligen EUR-Betrag was retten - so damals nach dem Brand und der aktuellen Verschrottung noch ausreichend Quellmaterial vorhanden sein sollte.

Nachdem nach der erste bereits gut ausgestattete Versuch gescheitert ist, nur was für Träumer.

Der BST-601 würde sicher nicht billiger und ist nur als BST realistisch. Oder als ET-Spender DB-Museum
Hallo zusammen,

ich kann mich nicht mehr an den TEE erinnern, aber ich weiß aus Erzählungen, dass sie relativ lange das Bild des Fernverkehrs prägten.

Man hätte doch schauen können, dass man wenigstens einen Triebzug betriebsfähig als Museumszug erhält, oder?

Wenn man sieht, dass auf der Isle of Man täglich historische fahrzeuge im Plandienst unterwegs sind, müsste das doich auch machbar sein.

Viele Grüße aus EMRS
Moritz
nozomi07 schrieb:
Warum könnten nicht z.B. die großen Fußball-Vereine sich um den "Weltmeister-Zug" kümmern? Geld genug haben sie, und als exklusive Anreise-Möglichkeit für VIP-Tribünen-Kunden wäre der Zug gut vermarktbar. Ich vermute, sie kommen nicht mal auf die Idee. Genauso könnten große Firmen den "Wirtschaftswunder"-Zug VT11.5 als Sympathieträger gut brauchen.
Da gebe ich dir vollkommen Recht.

Man hätte jeweils einen VT 08.5 und VT 11.5 restaurieren und der Nachwelt erhalten können.

Ich denke auch, dass ein Verein wie der FC Bayern genug Geld hat oder gehabt hätte, so etwas zu finanzieren.

Aber das wird wohl leider für immer ein Traum bleiben.

Viele Grüße aus EMRS
Moritz

Re: Wäre mir egal. Wenn...

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 25.01.20 06:52

Pesa Link schrieb:
Jan Borchers schrieb:
Zitat:
Man KÖNNTE mit einem erneut deutlich zweistelligen EUR-Betrag was retten - so damals nach dem Brand und der aktuellen Verschrottung noch ausreichend Quellmaterial vorhanden sein sollte.

Nachdem nach der erste bereits gut ausgestattete Versuch gescheitert ist, nur was für Träumer.

Der BST-601 würde sicher nicht billiger und ist nur als BST realistisch. Oder als ET-Spender DB-Museum
Hallo zusammen,

ich kann mich nicht mehr an den TEE erinnern, aber ich weiß aus Erzählungen, dass sie relativ lange das Bild des Fernverkehrs prägten.

Man hätte doch schauen können, dass man wenigstens einen Triebzug betriebsfähig als Museumszug erhält, oder?

Wenn man sieht, dass auf der Isle of Man täglich historische fahrzeuge im Plandienst unterwegs sind, müsste das doich auch machbar sein.
Wieviel Platz und Geld brauchst du für ein Auto und oder Moped?

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe ist es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
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