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Guten Tag zusammen,

die Stadt Nagold wünscht sich seit längerer Zeit eine umsteigefreie Verbindung in die Landeshauptstadt Stuttgart und gab hierzu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, die vom Landkreis Calw zur Hälfte mitfinanziert wurde. Das Land Baden-Württemberg bietet der Stadt Nagold an, den Ausbau und die Elektrifizierung des zehn Kilometer langen Abschnitts der Nagoldtalbahn zwischen dem Bahnhof Hochdorf (bei Horb) und Nagold zu finanzieren. Dabei würde das Land sowohl die Planungskosten (Leistungsphasen 1 bis 4 nach HOAI) von bis zu vier Millionen Euro sowie die Baukosten in Höhe von voraussichtlich 15 Millionen Euro übernehmen. Die Stadt Nagold soll als Planungsträger fungieren. Bereits im Elektrifizierungskonzept des Landes, das am 13. April 2018 durch Verkehrsminister Winfried Hermann vorgestellt wurde, wies den Streckenabschnitt zwischen Hochdorf und Nagold als „vordringlichen“ Bedarf aus. Das Angebot des Landes Baden-Württemberg soll als Kompensation für das geplante und in der Kommunalpolitik hoch umstrittene Absetzgelände für die Bundeswehr in Haiterbach dienen.

Dabei soll ein Flügelkonzept umgesetzt werden: Der aus Stuttgart stündlich kommende Metropolexpress (MEX) soll im Bahnhof Hochdorf (bei Horb) geteilt werden. Ein Zugteil verkehrt weiter nach Freudenstadt, der andere Zugteil soll nach Nagold fahren. Zusätzlich sollen zur besseren Erschließung der Stadt Nagold die Halte in Schietingen und in Gündringen reaktiviert werden, Gündringen soll zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut werden. Der MEX kann frühestens mit der Fertigstellung des Verkehrsprojektes Stuttgart 21 nach Nagold verkehren.

In seiner Sitzung am 28. Januar 2020 stimmt der Gemeinderat der Stadt Nagold über die Finanzierungsvereinbarung mit dem Land ab.

Grüße
die Honigbiene

Bearbeitet: Vielen Dank an BW FDS für die Korrektur der Ortsangaben!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:01:17:07:50:59.
Nett. Auf dem Tag der offenen Tür hat die DB diese Verbesserung als Erfolg von Stuttgart 21 reklamiert: [www.drehscheibe-online.de] (3. Bild).

Es hat also nicht nur nichts mit S 21 zu tun, die DB plant noch nicht einmal selbst.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

ich kann mich sehr sehr dunkel an irgendeine Aussage dazu erinnern, dass der Abschnitt Hochdorf - Nagold von der AVG elektrifiziert werden soll(te), wohl ähnlich wie Freudenstadt - Eutingen. Damit meine ich nicht das Weißbuch "Stadtbahn auf der Nagoldtalbahn" aus den 90ern sondern konkret den MEX-Plan in einem früheren Stadium.

Weiß hier vielleicht jemand, ob das so noch aktuell ist?


Honigbiene schrieb:
Zitat:
Zusätzlich sollen zur besseren Erschließung der Stadt Nagold die Halte in Emmingen und in Gündringen reaktiviert werden.
Sicher, dass dies Emmingen und Gündringen sind? Emmingen liegt ja hinter Nagold Richtung Calw. Soll der MEX dann dort enden statt im Bahnhof Nagold? Oder waren mit den zu reaktivierenden Hp Gündringen und Schietingen gemeint?

PS: Hochdorf an sich gehört nicht zu Eutingen, nur der Bahnhof liegt auf Eutinger Gemarkung. Hochdorf gehört zu Nagold.

Viele Grüße,

Tobias


"Es ist die Erkenntnis, dass der Pendler im öffentlichen Verkehrssystem sehr ungern umsteigt. Er fährt nicht mit dem Omnibus zum DB-Zug, dann zum Hauptbahnhof um dann wieder in die Strassenbahn zu wechseln um in die Stadt zu kommen."
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig

Hier gibts eine Zusammenstellung meiner bisherigen DSO-Bildbeiträge.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:01:17:07:30:49.

Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: ThomasR

Datum: 17.01.20 08:55

Also mal locker gesagt, warum dann nicht gleich weiter bis Calw? Da kommt die HHB ja irgendwann mal elektrisch an und dann ginge ein Kreisverkehr, lassen wir mal die schwachsinnige Nordanbindung von S21 außen vor. Und weiter bis Pforzheim und sazu die eh vorgesehene Strecke Tübingen-Horb?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:01:17:08:55:44.

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: Supercity

Datum: 17.01.20 11:09

ThomasR schrieb:
Also mal locker gesagt, warum dann nicht gleich weiter bis Calw? Da kommt die HHB ja irgendwann mal elektrisch an und dann ginge ein Kreisverkehr, (...)

Die HHB wird keine Verbindung zur Nagoldtalbahn haben.

LG

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: 146 227

Datum: 17.01.20 13:30

Supercity schrieb:
ThomasR schrieb:
Also mal locker gesagt, warum dann nicht gleich weiter bis Calw? Da kommt die HHB ja irgendwann mal elektrisch an und dann ginge ein Kreisverkehr, (...)
Die HHB wird keine Verbindung zur Nagoldtalbahn haben.

LG
Das ist auch unrelevant.
Die Ausschreibung Nordschwarzwald soll nach alten Vergabekalender Stand im Dez. 2025 mit Neufahrzeugen (https://vm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mvi/intern/Dateien/PDF/SPNV/Vergabekalender-SPNV_07_2019_01.pdf) in Betrieb genommen werden.

So bleibt die alles oder nichts Frage LINT oder Akku-ET. Es würden etwa schätzungsweise 8-11 LINT 41 benötigt werden. (Heutiges Fahrplangerüst. LINT 41 mit 120 Sitzplätzen dort wo größer 140 Sitzplätze sind = Doppeltraktion = maximale Bahnsteiglänge (!))
Alternative ist Akku-ET aber auch hier sind es nicht wenig die man benötigt. Zumal müssten es 3-Teiler sein da einfach die Reichweite ausreichend (2-Teiler hat nicht den Platz/Reserven) sein muss (dafür entfällt beim 3-Teiler die Doppeltraktion...).
Voraussetzung für Akku-Betrieb wäre mal bis Nagold elektrisch und der Bahnhof Calw evtl. dazu noch paar zusätzliche Kilometer vor/nach Calw sowie hinter Brötzingen.. ob man danach Stückchenweise dann elektrifiziert ist halt eine Kostenfrage. Zumal ja Hochdorf - Eutingen/Horb eh ausgebaut werden muss. Diese beiden Verbindungskurven sind 1-Gleisig die Strecke ist bis Heiligenfeld auch 1-Gleisig wenn das KV-Terminal kommen sollte muss da was gemacht werden zur Betriebsqualität/Stabilität.

Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Grüßli Müsli

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: geier

Datum: 17.01.20 13:48

Die Elektrifizierung ist m.E. nur eine Prestigeangelegenheit für Nagold. Verkhrlich ist der Nutzen eher gering. Mit dem Schellbus X 77 bin ich heute in 24 Minuten von Nagold in Herrenberg. Mit dem Zug braucht die schnellste Verbindung mit 3 Minuten Umsteigen in Hochdorf 37 Minuten, also 13 Minuten mehr als der Bus. So viel schneller ist der Metropolexpress auf der Stecke nicht unterwegs da ja die Zeit zum Flügeln noch dazu kommt.
Vorteil des Metropolexpress sind nur die umsteigefreie Verbindung nach Stuttgart und der Schienenbonus.

In Nagold selbst wird das Angebot der Landesregierung deshalb auch gar nicht so positiv wahrgenommen. Vor allem auch, weil sich gegen das Absetzgelände auf dem Dürrenhardter Hof doch erheblicher Widerstand regt.

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: Andreas Weik

Datum: 17.01.20 17:36

Dem kann ich mich nur anschließen. Ein Fahrzeitgewinn ist nicht vorhanden (im Gegenteil) und die MEX auf dieser Relation hat keine weitergehende Erschließungsfunktion.
Ich halte folgende Alternative für sinnvoller:
1.) HHB von Weil der Stadt nach Calw nur stündlich statt halbstündlich.
2.) Um 30 Minuten versetzt dazu MEX von Stuttgart über Weil der Stadt und Calw nach Nagold
3.) Kürzung der Verstärker auf der Nagoldtalbahn (bisher Pforzheim - Nagold) auf den Abschnitt Pforzheim - Calw, ggf. abgestimmt zum Umstieg auf MEX
4.) Grundtaktzüge der Nagoldtalbahn weiterhin durchgehend Pforzheim - Horb

Für Nagold ergibt sich mit dieser Linienführung KEINE längere Fahrzeit nach Stuttgart, aber dafür mehr Umsteigemöglichkeiten.
Im Nagoldtal ergibt dieses Konzept keine Verschlechterung des bestehenden Angebots, stattdessen für Nagold, Wildberg, Bad Teinach und Calw umsteigefreie Verbindungen nach Stuttgart
Ob die Abschnitte Weil - Calw und Calw - Nagold elektrifiziert werden oder man dies mittels BEMUs lösen kann sei dahingestellt.

Dies nur in Kürze.
Eine ausführliche Abhandlung darüber habe ich im März 2019 an verschiedene öffentliche Stellen geschickt, die mit diesen Projekten betraut sind (habe auch in einem anderen Faden zur HHB schonmal davon gesprochen).
Ich würde gerne eure Meinung zu diesem Vorschlag hören.

Ausführliche Erläuterungen inkl. Fahrzeitberechnungen, Umsteigebeziehungen und Streckenkarte hier zum Download:
[server1.pmkserver.de:5001]

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: ThomasR

Datum: 17.01.20 17:53

Zwischen Hochdorf und der Verzweigung bei Eutingen war die Strecke aber mal zweigleisig. Ich meine sogar, man ging zweigleisig aus Eutingen raus Richtung Hochdorf, nur die Umfahrung in Richtung Horb um das kopfmachen in Eutingen zu vermeiden war immer eingleisig, aber auch da war mehr vorhanden, u.a. Gütergleise. Überhaupt wurde Eutingen schwer kastriert in den vergangenen Jahren. Da hielt früher jeder Zug. Die Bedeutung sieht man ja heute noch am Bahnhofsgebäude, die hatten mindestens zwei, ich meine sogar drei Stellwerke und ein halbes Bw (da steht heute das Uw).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:01:17:17:53:33.

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: Flauschi

Datum: 17.01.20 19:50

Mal wieder so eine halbe Lösung, die man einem Autofahrer niemals zumuten würde. Ein Umweg von 15 km auf dem Weg nach Stuttgart. Stattdessen gehört zwischen Nagold und Gäufelden neu gebaut.

[extern.linieplus.de]

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: geier

Datum: 17.01.20 22:38

Die Idee einer Direktverbindung von Nagold nach Osten spukt schon seit mindestens 15 Jahren durch die Medien. Von der Stadt Nagold gab es mal eine Machbarkeitsstudie einer Neubaustrecke Nagold-Herrenberg incl. Haltestelle und Gleisanschluß für das Industriegebiet Wolfsberg. Im Regionalplan Nordschwarzwald ist sogar eine Trassensicherung für eine Neubaustrecke Nagold-Herrenberg enthalten. Nur ist diese Neubaustrecke leider nicht für die 30 Millionen zu haben, die die Landesregierung jetzt lcker machen will.
Hintergrund des Angebots an die Stadt Nagold ist die Tatsache, daß das Land der USA als Ersatz für den an Bosch verkauften Flugplatz in Renningen ein neues Absetzgelände zwischen Nagold und Haiterbach zur Verfügung stellen will. Da sie Stadt Nagold schon lange auf eine S-Bahnanbindung nach Stuttgart drängt, soll die Zustimmung zum Absetzgelände mit dieserBilligvariante einer S-Bahnanbindung erkauft werden.

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: Flauschi

Datum: 18.01.20 05:22

geier schrieb:
Die Idee einer Direktverbindung von Nagold nach Osten spukt schon seit mindestens 15 Jahren durch die Medien. Von der Stadt Nagold gab es mal eine Machbarkeitsstudie einer Neubaustrecke Nagold-Herrenberg incl. Haltestelle und Gleisanschluß für das Industriegebiet Wolfsberg. Im Regionalplan Nordschwarzwald ist sogar eine Trassensicherung für eine Neubaustrecke Nagold-Herrenberg enthalten. Nur ist diese Neubaustrecke leider nicht für die 30 Millionen zu haben, die die Landesregierung jetzt lcker machen will.
Hintergrund des Angebots an die Stadt Nagold ist die Tatsache, daß das Land der USA als Ersatz für den an Bosch verkauften Flugplatz in Renningen ein neues Absetzgelände zwischen Nagold und Haiterbach zur Verfügung stellen will. Da sie Stadt Nagold schon lange auf eine S-Bahnanbindung nach Stuttgart drängt, soll die Zustimmung zum Absetzgelände mit dieserBilligvariante einer S-Bahnanbindung erkauft werden.
Für 30 Mio kriegt man gerade mal die Ortsumgehung für ein Bauerndorf. Aber bei der Bahn sind Billiglösungen angesagt.

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: Lok35

Datum: 18.01.20 09:57

Und warum wird eigentlich Pforzheim -Horb nicht elektrifiziert ??? Die Strecke hätte noch Potential,auch für den Güterverkehr.

Nix USA

geschrieben von: ThomasR

Datum: 18.01.20 10:42

Wenn dann wäre das die US Army, aber hier handelt es sich um Gelände für das KSK der Bundeswehr. Und genau das mit dem Verkauf an Bosch könnte rechtlich der Stolperstein für den Bund sein. Es geht nämlich nicht, einerseits ohne Not Gelände zu verkaufen und in etwa gleicher Entfernung wieder solches zu enteignen. Zumal der Bund erklärte, dass der Rest für die militärische Nutzung ausreiche. Den Flugplatz brauche man da nicht mehr. Die Ranger der Army aus Böblingen üben da übrigens ständig. Da sind immer CH 47 Hubschrauber im Einsatz. Und auch das KSK übt da. Aber vielleicht will man die Zuschauer nicht dabei haben, weil nicht jeder sehen soll, was da geübt wird.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:01:18:10:44:03.

Sparsanierung durch DB Netz

geschrieben von: ThomasR

Datum: 18.01.20 10:46

Lok35 schrieb:
Und warum wird eigentlich Pforzheim -Horb nicht elektrifiziert ??? Die Strecke hätte noch Potential,auch für den Güterverkehr.
Weil DB Netz die Tunnel so zubetoniert hat, dass hier erhebliche Profileinschränkungen bestehen. Das war schon bei der Rheintalsperrung hier Thema gewesen, daher stammt auch mein Informationsstand.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:01:18:10:47:45.

Re: Sparsanierung durch DB Netz

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 18.01.20 11:40

ThomasR schrieb:
Lok35 schrieb:
Und warum wird eigentlich Pforzheim -Horb nicht elektrifiziert ??? Die Strecke hätte noch Potential,auch für den Güterverkehr.
Weil DB Netz die Tunnel so zubetoniert hat, dass hier erhebliche Profileinschränkungen bestehen. Das war schon bei der Rheintalsperrung hier Thema gewesen, daher stammt auch mein Informationsstand.
Dann wird DB Netz sicher liebend gern dafür aufkommen, die Tunnel bedarfsgerecht aufweiten.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 18.01.20 11:48

Andreas Weik schrieb:
Dem kann ich mich nur anschließen. Ein Fahrzeitgewinn ist nicht vorhanden (im Gegenteil) und die MEX auf dieser Relation hat keine weitergehende Erschließungsfunktion.
Ich halte folgende Alternative für sinnvoller:
1.) HHB von Weil der Stadt nach Calw nur stündlich statt halbstündlich.
2.) Um 30 Minuten versetzt dazu MEX von Stuttgart über Weil der Stadt und Calw nach Nagold
3.) Kürzung der Verstärker auf der Nagoldtalbahn (bisher Pforzheim - Nagold) auf den Abschnitt Pforzheim - Calw, ggf. abgestimmt zum Umstieg auf MEX
4.) Grundtaktzüge der Nagoldtalbahn weiterhin durchgehend Pforzheim - Horb
[...]
Eine ausführliche Abhandlung darüber habe ich im März 2019 an verschiedene öffentliche Stellen geschickt, die mit diesen Projekten betraut sind (habe auch in einem anderen Faden zur HHB schonmal davon gesprochen).

Es dürfte nur nicht gerade billig werden. Selbst wenn ich jetzt mal annehme, dass die Strecke Weil-Calw als irgendwann elektrifiziert wird, schenkt sich eine Elektrifizierung Calw-Nagold oder Hochdorf-Nagold nicht viel. Deine Variante hat aber dank S 21 einen ziemlich teuren Zusatzbalast, es braucht mindestens ein Überwerfungsbauwerk (je nach Ausführung auch zwei) bei Zuffenhausen-Feuerbach. Mit S 21 wird die Strecke ab Calw nach Stuttgart Hbf "Fernbahnhofsteil" stillgelegt und abgebaut. "Ersatz" ist einzig eine Weichenverbindung für Notfälle etc., im Regelbetrieb kommt man mit Inbetriebhnahme von S 21 nur noch über die S-Bahn-Stammstrecke nach Stuttgart Hbf und die ist voll bis zum Anschlag. Klar könnte man nun eine der S-Bahnen nach Nagold verlängern, aber diese S-Bahn fährt dann nicht mehr zu ihrem eigentlichen Ziel, was dort entsprechend Widerstand verursachen würde.
Von den Kosten her ist eine Elektrifizierung Hochdorf-Nagold daher viel billiger als Elektrifizierung Nagold-Calw, Calw-Weil der Stadt und Überwerfungsbauwerk(e) Zuffenhausen zusammen. Und von den Zugkilometern ist es auch viel billiger, nur Hochdorf-Nagold zu bestellen als Stuttgart Hbf-Weil+Calw-Nagold.
Für eine schnelle Umsetzung in weniger als 20 Jahren sehe ich daher nur die Variante über Eutingen als realistisch.

Wenn massiv rund um Stuttgart ausgebaut wir, die Strecke nach Calw elektrifiziert wird etc., dann ist später eine Verbindung über Calw wie von dir vorgeschlagen immer noch sinnvoll. Eine Elektrifizierung Hochdorf-Nagold wäre dann aber auch nicht unbedingt umsonst gewesen, auf dieser Zeitskala sehe ich auch eine Elektrifizierung von Calw-Pforzheim als realistisch an.

Gruss

Florian

Re: Kann nur ein Anfang sein

geschrieben von: bollisee

Datum: 20.01.20 11:46

ThomasR schrieb:
Also mal locker gesagt, warum dann nicht gleich weiter bis Calw? Da kommt die HHB ja irgendwann mal elektrisch an und dann ginge ein Kreisverkehr, lassen wir mal die schwachsinnige Nordanbindung von S21 außen vor. Und weiter bis Pforzheim und sazu die eh vorgesehene Strecke Tübingen-Horb?
Da gibt es noch ein paar Lückenschlüsse zu machen, Nebst Deinem Vorschlag wären da noch die Alemannenbahn, Immendingen-Tuttlingen, die Bodenseegürtelbahn und das blödsinnige Steilstreckenloch Hausach-Freudenstadt. Damit wäre im äußersten Südwesten doch ein wenig Fortschritt zu vermelden.