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Angemeldet: -

In Rosenheim wurde mit einer Luftballon-Aktion gegen den Brenner-Nordzulauf protestiert.

[www.br.de]

Unter dem Motto "99 Luftballons gegen den Brenner-Nordzulauf" machten die Teilnehmer auf die Auswirkungen der geplanten Trasse aufmerksam. Sie bezweifeln, dass ein Bedarf für die geplante Trasse besteht.

Viele Grüße

Alfons


Alfons Grünewald

Alfons Grünewald schrieb:
In Rosenheim wurde mit einer Luftballon-Aktion gegen den Brenner-Nordzulauf protestiert.

[www.br.de]

Unter dem Motto "99 Luftballons gegen den Brenner-Nordzulauf" machten die Teilnehmer auf die Auswirkungen der geplanten Trasse aufmerksam. Sie bezweifeln, dass ein Bedarf für die geplante Trasse besteht.

Viele Grüße

Alfons

Wenn der Bedarf für eine zusätzliche Trasse nicht da ist soll man die Gz fahren lassen, wenn die besorgten Bürger sich geirrt haben und die Trassen nicht reichen kann man immer noch den Nahverkehr ihnen streichen.
Die Leute sind dermaßen dumm, das gibt's nicht. Wollen die lieber noch mehr LKW auf der Inntalautobahn? Über soviel Dummheit kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Gruß, 219 003-1
219 003-1 schrieb:
Die Leute sind dermaßen dumm, das gibt's nicht. Wollen die lieber noch mehr LKW auf der Inntalautobahn? Über soviel Dummheit kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Gruß, 219 003-1
Diese Dummheit wird aber von der Politik gern aufgegriffen um erstmal nichts machen zu müssen. Wenn sich dann nach Jahren oder Jahrzehnten der Bedarf doch herausstellt reibt man sich dann verwundert die Augen und jammert daß man das nicht hätte vorraussehen können.

Mal im Ernst, es genügt ein Blick auf die Autobahn um zu erkennen daß nur die Verlagerung von wenigen Prozenten des LKW-Verkehrs die Bahn an den Rand ihrer Kapazitäten bringt.
VT605 schrieb:
Wenn der Bedarf für eine zusätzliche Trasse nicht da ist soll man die Gz fahren lassen, wenn die besorgten Bürger sich geirrt haben und die Trassen nicht reichen kann man immer noch den Nahverkehr ihnen streichen.
Ich denk mir ja manchmal auch so Sachen, aber die die da jetzt protestieren setzen sich wahrscheinlich eh in ihre SUV und man bestraft nur die falschen. Mehr würde es wohl bringen wenn Tirol die Blockabfertigung ausweitet und man den Rückstau auf die A8(?) bei Rosenheim dadurch verhindert, dass man LKW über die Ortsdurchfahrten umleitet. Wenn sie mit ihrem SUV mal nicht mehr aus der Garagenausfahrt raus kommen, dann überlegen sie sich das mit der Bahnstrecke vielleicht nochmal.
219 003-1 schrieb:
Die Leute sind dermaßen dumm, das gibt's nicht. Wollen die lieber noch mehr LKW auf der Inntalautobahn? Über soviel Dummheit kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Gruß, 219 003-1
Wie würdest du denn reagieren, wenn die geplante Neubaustrecke dein Grundstück durchschneidet bzw. die Bahnstrecke unmittelbar an deinem Anwesen vorbeiführt, incl. meterhohe, die Landschaft verschandelnde Lärmschutzwände?
Ich wohne zwar ca. 30 km entfernt, kann aber die Anwohner trotzdem verstehen.

Wenn unbedingt gebaut werden muss, dann muss aber so gebaut werden, dass kein Anwohner unzuträglich davon betroffen ist; egal wie hoch dann die Kosten werden. Und notfalls müssen betroffene Anwohner dann so entschädigt werden, dass sie sich woanders etwas neu aufbauen können - großzügig und ohne Kämpfe um Geldmittel.

Wenn die Allgemeinheit etwas will, dann muss sie eben Nachteile für einzelne voll ausgleichen.
Bahnhofsvorstand schrieb:
219 003-1 schrieb:
Die Leute sind dermaßen dumm, das gibt's nicht. Wollen die lieber noch mehr LKW auf der Inntalautobahn? Über soviel Dummheit kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Gruß, 219 003-1
Wie würdest du denn reagieren, wenn die geplante Neubaustrecke dein Grundstück durchschneidet bzw. die Bahnstrecke unmittelbar an deinem Anwesen vorbeiführt, incl. meterhohe, die Landschaft verschandelnde Lärmschutzwände?
Ich wohne zwar ca. 30 km entfernt, kann aber die Anwohner trotzdem verstehen.

Wenn unbedingt gebaut werden muss, dann muss aber so gebaut werden, dass kein Anwohner unzuträglich davon betroffen ist; egal wie hoch dann die Kosten werden. Und notfalls müssen betroffene Anwohner dann so entschädigt werden, dass sie sich woanders etwas neu aufbauen können - großzügig und ohne Kämpfe um Geldmittel.

Wenn die Allgemeinheit etwas will, dann muss sie eben Nachteile für einzelne voll ausgleichen.
Verständlich daß die Anwohner so reagieren, aber dann sollen sie es auch so sagen und nicht den Bedarf anzweifeln.
Bahnhofsvorstand schrieb:
219 003-1 schrieb:
Die Leute sind dermaßen dumm, das gibt's nicht. Wollen die lieber noch mehr LKW auf der Inntalautobahn? Über soviel Dummheit kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Gruß, 219 003-1
Wie würdest du denn reagieren, wenn die geplante Neubaustrecke dein Grundstück durchschneidet bzw. die Bahnstrecke unmittelbar an deinem Anwesen vorbeiführt, incl. meterhohe, die Landschaft verschandelnde Lärmschutzwände?
Ich wohne zwar ca. 30 km entfernt, kann aber die Anwohner trotzdem verstehen.

Wenn unbedingt gebaut werden muss, dann muss aber so gebaut werden, dass kein Anwohner unzuträglich davon betroffen ist; egal wie hoch dann die Kosten werden. Und notfalls müssen betroffene Anwohner dann so entschädigt werden, dass sie sich woanders etwas neu aufbauen können - großzügig und ohne Kämpfe um Geldmittel.

Wenn die Allgemeinheit etwas will, dann muss sie eben Nachteile für einzelne voll ausgleichen.
Und dieser Weg ist der Grund warum in diesem Land der Stillstand regiert. Wenn in Nachkriegszeit so wiederaufgebaut worden wäre, wie wir heute planen und bauen, würden wir heute noch in zerbombten Gebäuden leben.

Es muss endlich mal Schluss damit sein das jeder sein noch so kleines Mimimi in die Planungen mit einbringen darf oder dagegen klagt.

Aber ich hab eine tolle Idee, man sperrt die Autobahn mal für 6 Monate für Fahrzeuge über 3,5t und leitet die durch die Dörfer dieser Querulanten um, mal schauen wie schnell die eine Eisenbahnstrecke dann bauen lassen wollen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 13:58.
Das ist zwar auch zu verstehen, doch zeigt sich meine Erfahrung durchaus so, dass die Ausbauplanung einer ABS interessanterweise viel weniger Widerstände erzeugt als die Neuplanung einer NBS... mit vereinzelten Ausnahmen natürlich.

Problematisch beim Brenner-Nordzulauf ist, dass sich der bayrische Ministerpräsident in dem staatsparteitypischem Populismus natürlich hinter die Kritiker gestellt hat und die Prognosen anzweifelt - Prognosen, die im Ministerium seines Parteigenossen entstanden sind...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Hallo,

ja, in Bayern gefährdet man natürlich nicht seine politische Basis.
Schauen wir uns doch das Gesetz zur Beschleunigung von Baumaßnahmen an.
In die Liste der Projekte, die durch den Bundestag direkt beschlossen werden sollen, hätte meines Erachtens nach zwingend der Brenner-Nordzulauf gehlrt. Aber es ist nur der Ausbau München - Mühldorf - Freilassing enthalten.
Ich habe neulich einen Vortrag von TX Logistik gehört, die im Brenner-Verkehr führend sind, und daraus erschließt sich für mich ganz eindeutig, dass es sehr schnell passieren kann, dass die sich mit ihren Trasenwünschen aufgrund geltenden Rechts erfolgreich gegen die Regionalzüge durchsetzen könnten. Wahrscheinlich muss es so weit kommen.

Der D-Takter
D-Takter schrieb:
Hallo,

ja, in Bayern gefährdet man natürlich nicht seine politische Basis.
Schauen wir uns doch das Gesetz zur Beschleunigung von Baumaßnahmen an.
In die Liste der Projekte, die durch den Bundestag direkt beschlossen werden sollen, hätte meines Erachtens nach zwingend der Brenner-Nordzulauf gehlrt. Aber es ist nur der Ausbau München - Mühldorf - Freilassing enthalten.
Ich habe neulich einen Vortrag von TX Logistik gehört, die im Brenner-Verkehr führend sind, und daraus erschließt sich für mich ganz eindeutig, dass es sehr schnell passieren kann, dass die sich mit ihren Trasenwünschen aufgrund geltenden Rechts erfolgreich gegen die Regionalzüge durchsetzen könnten. Wahrscheinlich muss es so weit kommen.

Der D-Takter
Wenn man ja rund um Mühldorf mal vorwärts kommen würde, wäre das aber doch tatsächlich eine wichtige Entlastung des eigentlichen Engpasses zwischen München und Rosenheim. Das Inntal selbst ist doch hier gar nicht das eigentliche Kapazitätsproblem.
Black Eyed schrieb:
Das ist zwar auch zu verstehen, doch zeigt sich meine Erfahrung durchaus so, dass die Ausbauplanung einer ABS interessanterweise viel weniger Widerstände erzeugt als die Neuplanung einer NBS... mit vereinzelten Ausnahmen natürlich.

Problematisch beim Brenner-Nordzulauf ist, dass sich der bayrische Ministerpräsident in dem staatsparteitypischem Populismus natürlich hinter die Kritiker gestellt hat und die Prognosen anzweifelt - Prognosen, die im Ministerium seines Parteigenossen entstanden sind...
also ein wirklicher Ausbau erzeugt genauso Widerstände, es ist einfach immer so das egal was die Bahn machen will es sich eine BI (oder mehrere) bildet die genau das "andere" Konzept als viel besser erachtet

ob es nun in Hamburg wo die Bahn eine Strecke ausbauen will die Forderung nach einer NBS an der Autobahn ist
ob es nun das Y ist wo die Bahn eine NBS mit Streckenkürzung will wo minimalster Bestandsausbau gefordert wird
usw

Fakt ist beim Brenner Güterverkehr und ja den Basistunnel das ist der selbe Effekt jetzt Landes-/Bundesstraße und es wird danach mit einer Autobahn erschlossen, das wird mit der Brennereisenbahn durch den Basistunnel passieren und jeder Realist muss einsehen das die Bestandsgleise garantiert NICHT ausreichen

wieso läuft das Theater mit Protesten und Populismus jetzt für die die Details nicht so kennen:

1. In Bayern teilt sich der Nordzulauf in 2 Teile, den nördlichen und südlichen Planungsraum

2. der südliche Planungsraum da gibt es auch keine Probleme, das ist der gemeinsame Abschnitt Österreich-Deutschland grenzübergreifend bis zur Verknüpfungsstelle Rosenheim Süd

3. der nördliche Planungsraum ist einfach erklärt die "Umfahrung" (Knoten) Rosenheim zwischen der Verknüpfungsstelle Rosenheim Süd und Rosenheim Nord, neue Gleise durch Rosenheim durchquetschen ist platztechnisch eigentlich nicht möglich und ja Lärmtechnisch sicher mehr Menschen betroffen als bei einer Umfahrung

4. wieso bricht jetzt das ganze Theater so richtig los wie der Artikel jetzt

5. die nördlichen Gemeinden fühlen sich benachteiligt weil man mit den südlichen Gemeinden schon viel länger "spricht" und die nördlichen im Dunkeln gelassen wurden, die Wahrheit ist die Bahn plant den südlichen Abschnitt einfach schon viel länger und hat mit den nördlichen erst jetzt richtig begonnen, trotzdem fühlen sie sich benachteiligt

6. im Süden haben ALLE Gemeinden damit gerechnet, im Norden dachten die Gemeinden Östlich des Inns bzw östlich, nordöstlich und nördlich von Rosenheim überhaupt nicht daran das sie betroffen sein könnten, die Bahn muss aber gesetzlich alle Varianten die denkbar wären prüfen und damit sind plötzlich mögliche Trassenvarianten durch ihre Gemeinde laufen

7. in Kolbermoor wo die westlichen Varianten laufen schließt man sich der Protestwelle an weil bisher alle ja die BIs sich geeinigt haben den Bedarf anzuzweifeln bzw das ein Bestandsausbau komplett ausreichen würde und es kein Streit Ost gegen West ist


das ist die Sachlage, Realität ist das die jetzt verbliebenen Ostvarianten rein nach einer "Bauch"bewertung (die Bahn muss Fakten liefern und es gerichtsfest prüfen) sowieso Müll sind und es sowieso auf eine West-variante rausläuft, mein Geld würde ich auf die Variante "oliv" setzen mit einer Lärmschutzeinhausung/Eingrabung im Bereich Kolbermoor als übergesetzlichen Lärmschutz
Christian_AT schrieb:

4. wieso bricht jetzt das ganze Theater so richtig los wie der Artikel jetzt

5. die nördlichen Gemeinden fühlen sich benachteiligt weil man mit den südlichen Gemeinden schon viel länger "spricht" und die nördlichen im Dunkeln gelassen wurden, die Wahrheit ist die Bahn plant den südlichen Abschnitt einfach schon viel länger und hat mit den nördlichen erst jetzt richtig begonnen, trotzdem fühlen sie sich benachteiligt

6. im Süden haben ALLE Gemeinden damit gerechnet, im Norden dachten die Gemeinden Östlich des Inns bzw östlich, nordöstlich und nördlich von Rosenheim überhaupt nicht daran das sie betroffen sein könnten, die Bahn muss aber gesetzlich alle Varianten die denkbar wären prüfen und damit sind plötzlich mögliche Trassenvarianten durch ihre Gemeinde laufen

7. in Kolbermoor wo die westlichen Varianten laufen schließt man sich der Protestwelle an weil bisher alle ja die BIs sich geeinigt haben den Bedarf anzuzweifeln bzw das ein Bestandsausbau komplett ausreichen würde und es kein Streit Ost gegen West ist

das ist die Sachlage, Realität ist das die jetzt verbliebenen Ostvarianten rein nach einer "Bauch"bewertung (die Bahn muss Fakten liefern und es gerichtsfest prüfen) sowieso Müll sind
Nach dieser Darstellung frage ich mich, warum die Aktivität von Bürgerinitiativen zu einer Verzögerung führen sollte.

Man hat danach bisher selber keine Planung für die Durchquerung oder Umfahrung Rosenheims sowie der Abschnitte direkt nördlich der Stadt, die auch nur annähernd reif zur Vorlage in einem Genehmigungsverfahren wäre. Man hat eine Reihe grob überleger Varianten und dazu allenfalls noch eine (begründete) Meinung, daß nur eine der sog. 'West'varianten für Neubauabschnitte eine Chance haben wird.

Da muß man doch erstmal planen.

Und wenn bei den Anwohnern unklar ist, in welche Richtungen überhaupt geplant wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn jeder für sich das Schlimmste befürchtet und sich dagegen absichert. Was ich auch nicht verstehe: warum die Planung südlich Rosenheims derjenigen nördlich der Stadt (und durch sie hindurch bzw. um sie herum) so weit voraus?
Stefan3872 schrieb:
Zitat:
Und dieser Weg ist der Grund warum in diesem Land der Stillstand regiert. Wenn in Nachkriegszeit so wiederaufgebaut worden wäre, wie wir heute planen und bauen, würden wir heute noch in zerbombten Gebäuden leben.

Es muss endlich mal Schluss damit sein das jeder sein noch so kleines Mimimi in die Planungen mit einbringen darf und dann dagegen klagt.

Aber ich hab eine tolle Idee, man sperrt die Autobahn mal für 6 Monate für Fahrzeuge über 3,5t und leitet die durch die Dörfer für Querulanten um, mal schauen wie schnell die eine Eisenbahnstrecke dann bauen lassen wollen.
Wie wäre es denn wenn man die Autobahn um zwei Spuren zu einer Bundesstraße zurück baut und die Fläche der beiden frei werdenden Spuren für die Eisenbahn nutzt. Etwaige Radien- oder Höhenproblematiken mal ausgenommen, aber so als grundsätzliche Überlegung.

Gruß, Lz
kmueller schrieb:
Christian_AT schrieb:
4. wieso bricht jetzt das ganze Theater so richtig los wie der Artikel jetzt

5. die nördlichen Gemeinden fühlen sich benachteiligt weil man mit den südlichen Gemeinden schon viel länger "spricht" und die nördlichen im Dunkeln gelassen wurden, die Wahrheit ist die Bahn plant den südlichen Abschnitt einfach schon viel länger und hat mit den nördlichen erst jetzt richtig begonnen, trotzdem fühlen sie sich benachteiligt

6. im Süden haben ALLE Gemeinden damit gerechnet, im Norden dachten die Gemeinden Östlich des Inns bzw östlich, nordöstlich und nördlich von Rosenheim überhaupt nicht daran das sie betroffen sein könnten, die Bahn muss aber gesetzlich alle Varianten die denkbar wären prüfen und damit sind plötzlich mögliche Trassenvarianten durch ihre Gemeinde laufen

7. in Kolbermoor wo die westlichen Varianten laufen schließt man sich der Protestwelle an weil bisher alle ja die BIs sich geeinigt haben den Bedarf anzuzweifeln bzw das ein Bestandsausbau komplett ausreichen würde und es kein Streit Ost gegen West ist

das ist die Sachlage, Realität ist das die jetzt verbliebenen Ostvarianten rein nach einer "Bauch"bewertung (die Bahn muss Fakten liefern und es gerichtsfest prüfen) sowieso Müll sind
Nach dieser Darstellung frage ich mich, warum die Aktivität von Bürgerinitiativen zu einer Verzögerung führen sollte.

Man hat danach bisher selber keine Planung für die Durchquerung oder Umfahrung Rosenheims sowie der Abschnitte direkt nördlich der Stadt, die auch nur annähernd reif zur Vorlage in einem Genehmigungsverfahren wäre. Man hat eine Reihe grob überleger Varianten und dazu allenfalls noch eine (begründete) Meinung, daß nur eine der sog. 'West'varianten für Neubauabschnitte eine Chance haben wird.

Da muß man doch erstmal planen.

Und wenn bei den Anwohnern unklar ist, in welche Richtungen überhaupt geplant wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn jeder für sich das Schlimmste befürchtet und sich dagegen absichert. Was ich auch nicht verstehe: warum die Planung südlich Rosenheims derjenigen nördlich der Stadt (und durch sie hindurch bzw. um sie herum) so weit voraus?
1. die Aktivitäten führen zu keiner Verzögerung, nur die "Kriegsführung" die die deutschen BIs betreiben in den Medien führen dazu das diese Bahnausbauten in der Öffentlichkeit wesentlich schlechter dastehen in Bayern als in Tirol,
es wird von JAHRZEHNTELANGEN Baustellen geschrieben, Bauschneisen 100m breit usw der dumme Bürger bekommt das so reingedrückt über die ganzen lokalen Medien diese Lügenkampagne bzw gezielte Falschdarstellung
(Beispiel: einen Tunnel bauen dauert relativ lange aber man hat die Baustelle dafür nur auf einer kleinen Fläche beim Tunnelportal die dafür 100m schnell mal breit ist aber sonst nichts, wenn man oberidisch baut ist man schnell und schmal aber ja da werden 2 unterschiedliche Typen von Baustellen vermischt und das "schlechte" von beiden verwendet)

2. wann haben Gegner jemals selbst ein plausibles Konzept präsentiert und auch mit plausiblen Kosten und plausbilen Bauzeiten
(bestes Beispiel ist für mich da grade S21 bzw K21, hätte man den Kopfbahnhof behalten hätte man die gesamte bestehende Infrastruktur neubauen müssen in vielen kleinen Scheibchen wo man auch viele Milliarden und eine noch längere Bauzeit veranschlagen kann, aber K21 kostet ja fast nichts und ist sofort fertig usw)

3. die Bahn plant ja und für eine ehrlich Diskussion müsste man die Trassenvariantenprüfung erstmal abwarten, nichts anderes macht die Bahn ja, die BIs führen aber schon ihren Propagandakrieg

4. dieser Krieg der BIs ist ja losgegangen wie die Bahn die nördlichen Gemeinden informiert hat das die Planungen "starten" und ja sie im Planungsraum liegen bzw auch die Karte ausgerollt hat wo es technisch möglich wäre die neuen Gleise zu führen, ein Bürgermeister hat es abfotographiert und das war ja der Startschuss des Krieges, der Bürgermeister ist übrigens auch stolz drauf es so losgetreten zu haben komplett unsachlich

5. die Planung südlich läuft schon länger weil der Planungsraum Süd der DB gemeinsam mit der ÖBB geplant werden muss weil das der grenzüberschreitende Abschnitt ist, in Kufstein und Kiefersfelden ist das Inntal so eng das kein Platz für ein drittes oder viertes Gleis am Grenzübergang ist, es bleibt da sowieso nur die Option einen grenzüberschreitenden Tunnel zu bauen, die Abschnitte insgesammt von Süd nach Nord:
A. Umfahrung Innsbruck - fertig seit den 90ern - ÖBB
B. Abschnitt 2 - fertig seit den 2010ern - ÖBB
B. Abschnitt 3 - fertig seit den 2010ern - ÖBB
C. Abschnitt 4 - in Baugenehmigung - ÖBB
D. Abschnitt 5 - grenzüberschreitend - ÖBB + DB (in Deutschland Planungsraum Süd)
E. Abschnitt 6 - DB - Umfahrung Rosenheim - Planungsraum Nord

Österreich hat halt immer schon Druck gemacht und jetzt hat man im Süden wo man durch die letzten echten Berge sowieso eingeschränkt ist schon intensiver geplant als den rein deutschen Abschnitt der dann auch im Flachland liegt wo es ja wirkliche Optionen gibt und Alternativen die Trasse zu führen
Bahnhofsvorstand schrieb:
219 003-1 schrieb:
Die Leute sind dermaßen dumm, das gibt's nicht. Wollen die lieber noch mehr LKW auf der Inntalautobahn? Über soviel Dummheit kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Gruß, 219 003-1
Wie würdest du denn reagieren, wenn die geplante Neubaustrecke dein Grundstück durchschneidet bzw. die Bahnstrecke unmittelbar an deinem Anwesen vorbeiführt, incl. meterhohe, die Landschaft verschandelnde Lärmschutzwände?
Ich wohne zwar ca. 30 km entfernt, kann aber die Anwohner trotzdem verstehen.

Wenn unbedingt gebaut werden muss, dann muss aber so gebaut werden, dass kein Anwohner unzuträglich davon betroffen ist; egal wie hoch dann die Kosten werden. Und notfalls müssen betroffene Anwohner dann so entschädigt werden, dass sie sich woanders etwas neu aufbauen können - großzügig und ohne Kämpfe um Geldmittel.

Wenn die Allgemeinheit etwas will, dann muss sie eben Nachteile für einzelne voll ausgleichen.
Die Frage ist wiederum, wer war vorher da? Die Bahn oder die Häuser neben der Bahn???
Billig kaufen und dann Jammern!
Christian_AT schrieb:
Zitat:
also ein wirklicher Ausbau erzeugt genauso Widerstände, es ist einfach immer so das egal was die Bahn machen will es sich eine BI (oder mehrere) bildet die genau das "andere" Konzept als viel besser erachtet

ob es nun in Hamburg wo die Bahn eine Strecke ausbauen will die Forderung nach einer NBS an der Autobahn ist
ob es nun das Y ist wo die Bahn eine NBS mit Streckenkürzung will wo minimalster Bestandsausbau gefordert wird
usw
Ich kenne auch Gegenbeispiele - wenn ich an Hanau-Gelnhausen denke - dort gibt es keine BI, wohl aber ab Gelnhausen Richtung Fulda/Mottgers jede Menge... Und auch von dort kam der Wunsch nach Bestandsstreckenausbau bzw. Bestandsstreckenbündelung...

Zwischen Hanau und Nantenbach war es bislang auch ruhig, obwohl hier Innerortslagen betroffen sein werden, wenn dieses Projekt Fahrt aufnimmt (Geschwindigkeitserhöhung, Kurvenbegradigungen, dritte Gleisache).

Zwischen Frankfurt und Mannheim wird fast ausschließlich über die Lage der NBS gesprochen, nicht aber über die Bestandsstrecke - dort geht's höchsten um die Höhe der Lärmschutzwände...

Der S6-Ausbau ist dagegen von der Ba(h)nane gekapert worden, weil man befürchtet, dass mehr Güterverkehr deswegen fahren soll - inhaltlich ist die Argumentationsstruktur aber haarsträubend zusammengereimt.


Christian_AT schrieb:
Zitat:
Fakt ist beim Brenner Güterverkehr und ja den Basistunnel das ist der selbe Effekt jetzt Landes-/Bundesstraße und es wird danach mit einer Autobahn erschlossen, das wird mit der Brennereisenbahn durch den Basistunnel passieren und jeder Realist muss einsehen das die Bestandsgleise garantiert NICHT ausreichen
Eben!


Christian_AT schrieb:
das ist die Sachlage, Realität ist das die jetzt verbliebenen Ostvarianten rein nach einer "Bauch"bewertung (die Bahn muss Fakten liefern und es gerichtsfest prüfen) sowieso Müll sind und es sowieso auf eine Westvariante rausläuft, mein Geld würde ich auf die Variante "oliv" setzen mit einer Lärmschutzeinhausung/Eingrabung im Bereich Kolbermoor als übergesetzlichen Lärmschutz
DB tut jedoch gut, alle Varianten als gleichwertig zu betrachen, bis welche wegen festgestellter Probleme in der Genehmigungsfähigkeiten oder auf Grund der Fakten ausgeschieden sind. Das hat DB bei Hanau-Würzburg/Fulda genauso gehandhabt - Nachteil: Die Kritiker jeder Trasse waren stets gleich aktiv und panisch. Vorteil: DB machte einen neutralen Eindruck und wirkte nicht Voreingenommen.
Aber das heißt ja nicht, dass eine persönliche Einschätzung nicht schon vorher zu einem eindeutigem Ergebnis gekommen ist...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
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Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Es können nicht alle Menschen so klug sein...

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 15.01.20 16:47

...wie alte rumänische Dieselloks, worüber wolltest du dich sonst mokieren? Allerdings könntest du dich ruhig mal ernsthaft mit der Frage beschäftigen, was man - also du und die betroffene geneigte DSO-Userschaft - tun könnte, sollte und müsste, damit auch diesen dummen Leuten endlich klar wird, daß die Eisenbahn das Wichtigste überhaupt ist, daß sich ihr alle anderen Lebensbereiche unterzuordnen haben und daß andere Lebensinhalte, Werte, Ideen und Vorstellungen der Menschen überhaupt nichts zählen, wenn es um die Eisenbahn geht.
Ans Werk, lieber 219 003-1 oder wie auch immer du heißt!

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Nietenreko schrieb:
...wie alte rumänische Dieselloks, worüber wolltest du dich sonst mokieren? Allerdings könntest du dich ruhig mal ernsthaft mit der Frage beschäftigen, was man - also du und die betroffene geneigte DSO-Userschaft - tun könnte, sollte und müsste, damit auch diesen dummen Leuten endlich klar wird, daß die Eisenbahn das Wichtigste überhaupt ist, daß sich ihr alle anderen Lebensbereiche unterzuordnen haben und daß andere Lebensinhalte, Werte, Ideen und Vorstellungen der Menschen überhaupt nichts zählen, wenn es um die Eisenbahn geht.
Ans Werk, lieber 219 003-1 oder wie auch immer du heißt!
Guten Abend!

1. Man zitiert gefälligst den Textbezug, damit andere einen Diskussionsbezug rasch im Kontext erkennen. Machst du nicht, zu faul? Kannste lernen, gibt ja Nachhilfekurse.

2. Argumente überziehend ins Gegenteil verkehren? Kann man durchaus machen, ist in diesem konkreten Zusammenhang jedoch völlig daneben. Es geht nicht darum ob "Eisenbahn das wichtigste überhaupt" ist. Es geht vielmehr um das Missverhältnis aus Wutbürger-Selbstfühl-Blase und Realität. Welche - ich zitiere - "Lebensinhalte, Werte, Ideen und Vorstellungen der Menschen" sollen denn mit modernem ÖV angeblich nicht vereinbar sein? Wenn ich schon "der Menschen" lese... und dann doch nur Einzelmeinungsabgespule höre :-(

3. Unabhängig davon, dass es ein geistig primär von und weiterhin in der Vergangenheit lebendes Klientel geben mag (wie z.B. Verteidiger des allgegenwärtigen LKW-Wahnsinns, gelle "Nietenreko"), dreht sich die gegenwärtige gesellschaftliche Debatte um gezielte Ausbauten von ÖV und SGV, wobei noch mehr davon dringend nötig sind. Also eine Grundsatzdebatte. Die letztlich der ÖV gewinnen wird (oder bei der wir alle gehörig verlieren). Da kommt solch populistischer Humbug, wie du ihn hier zum Teil ablieferst, gar nicht gut.

Die objektiven Feinde beim Dauerprojekt, die dämlichen Menschenaffen "Homo irgendwas" an die Randbedingungen ihrer eigenen labilen Existenz zu erinnern, sind nicht primär die "Eisenbahnfreunde". Ja, da mag es auch sehr skurrile Typen geben.

Mehrheitlich sind es aber die Gummi-Fetischisten (und zwar nicht die mit Gummiringfederantrieb), wegen derer lobbygesteuerten, MIV-verherrlichenden Gesellschaftsfehlentwicklungen wir alle uns global in Alarmsituation befinden.

Prüfe bitte selbst, warum du die Alarmverursacher verteidigst, während du die Rettungskräfte verbal in die Warteschlange schickst.

Grüße
Foesse
1018003 schrieb:Zitat:
Die Frage ist wiederum, wer war vorher da? Die Bahn oder die Häuser neben der Bahn???
Billig kaufen und dann Jammern!
"Billig" ?????
Ich glaube, du kennst die Grundstücks- und Immobilienpreise im Landkreis Rosenheim noch nicht einmal im Ansatz.....

Grüße
Jens



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 18:34.

Seiten: 1 2 3 All

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