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Hallo,

unter
[www.merkur.de]
[www.tagesspiegel.de]
könnt ihr einen Artikel nachlesen.

"Eine junge Mutter wollte mit Kinderwagen mit der Bahn verreisen. Beim Einsteigen verweigert ihr eine Schaffnerin Hilfe. Über diesen Ärger twittert die Schwangere. Die Antwort der Bahn macht sprachlos.
  • Carina Zimniok - Redakteurin beim Münchner Merkur - hat ihren Ärger über die Deutsche Bahn via Twitter Luft gemacht.
  • Die Reaktion der Deutschen Bahn folgte prompt - doch die Antwort macht fassungslos.
  • [li]Nach heftiger Kritik rudert der Konzern zurück."
    Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema.

    Das Problem!

    geschrieben von: Georgi

    Datum: 14.01.20 14:33

    Die Social Media Abteilung der DB ist wie der Name sagt eine Social Media Abteilung! Die haben nun mal Ahnung mit Fratzenbuch und Zwitschern, aber eben nicht vom System Bahn. Vielleicht haben sie aber auch gar keine Ahnung von gar nichts. Wer weiß?:-))

    Re: Das Problem!

    geschrieben von: 143 828

    Datum: 14.01.20 14:36

    Nein. Es ist ganz einfach: Wenn es möglich ist, etwas mit reiner Bosheit zu erklären, dann ist diese Erklärung meist auch die zutreffende.
    Wird bei der Social-Media-Abteilung auch so sein.
    Verstehe dieses Geschrei um ein angebliches "PR-Desaster" nicht. Diese Aussage bzw. dieses Gerücht darum, dass die Bahnmitarbeiter auf dem Zug für sowas nicht versichert sind, höre ich schon seit Jahren auf unterschiedlichen Kanälen. Irgendwoher muss es also kommen, und der Kerl aus dem SocialMedia-Team hat es eben in einem gewohnt höflichen Tweet als Antwort geschickt. Dass darüber intern keine Klarheit herrscht sollte wohl, gerade hier auf DSO, auf Verständnis stoßen. Die DB hat in meinen Augen deutschlandweit eine der besten SocialMedia-Abteilungen (wenn es um Antworten auf Facebook/Twitter geht); da könnten sich in Sachen Höflichkeit und Sachlichkeit viele andere Firmen eine Scheibe von abschneiden. Von demher auch hier, zumindest in meinen Augen, mal wieder nur viel Wind um nichts - ausgelöst, weil es natürlich wieder eine "Journalistin" war.



    2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 14:39.
    Die Sache ist eigentlich ganz einfach, das Bereitstellen von Hilfsmitteln ist versichert, das direkte Anfassen ist nicht versichert. Und ich glaube auch nicht, dass dies geändert wurde oder je wird.

    Neues Problem

    geschrieben von: Wolfram D.

    Datum: 14.01.20 14:55

    Das Problem - sicher nicht nur der Social-Media-Abteilung - ist, dass man gar nicht so absurd denken kann, wie manchmal vor Gericht entschieden wird.
    Wenn z.B. der Sturz auf der vom Arbeitgeber ausgestatten Toilette nicht als Arbeitsunfall gilt: [www.t-online.de] , dann muss man sich über solche Antworten (und das Verhalten des Personals) nicht wundern. Es könnte ja ein Anwalt der Versicherung auf die Idee kommen, diese Handreichung als privates Entgegenkommen zu sehen? Und wenn die Zubine dann nicht lückenlos ihr Leistungsbild im Kopf hat, lehnt sie aus "Sicherheit" erstmal ab.

    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr.

    Gruß
    Wolfram

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: D-Takter

    Datum: 14.01.20 15:24

    Wolfram D. schrieb:
    Zitat:
    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr
    Vor allem Beamte hatten da tatsächlich einen besseren Status.
    Der D-Takter
    Hallo,

    ich kann die Aufregung zwar verstehen und bin etwas verwundert, das die Hilfeleistung bei Rollstuhlfahrern und Müttern mit Kindern, was den Kinderwagen anbetrifft nicht versichert ist, aber ich habe auch schon erlebt, das ZUB sich geweigert haben älteren Damen, den völlig überdimensionierten Koffer in den ICE zu heben, was die Damen wegen der Größe und des Gewichts alleine niemals geschafft hätten, das hat man dann gesehen als durchaus kräftige Herren Mühe hatten den Koffer in den Zug zubekommen. Allerdings habe ich dafür auch volles Verständnis, denn soweit ich mich an die AGB der DB erinnere steht darin, das mit dem Erwerb der Fahrkarte " ein tragbares Handgepäckstück" kostenfrei befördert wird. Alles andere wäre eigentlich kostenpflichtig und müsste extra bezahlt werden und dann könnte man wahrscheinloch auch Hilfe verlangen. Ob das allerdings noch so ist, weiß ich nicht genau. Gehandhabt wird es wohl nicht so, das kann man ja täglich in den Zügen sehen.
    Falk12 schrieb:
    ich kann die Aufregung zwar verstehen und bin etwas verwundert, das die Hilfeleistung bei Rollstuhlfahrern und Müttern mit Kindern, was den Kinderwagen anbetrifft nicht versichert ist, aber ich habe auch schon erlebt, das ZUB sich geweigert haben älteren Damen, den völlig überdimensionierten Koffer in den ICE zu heben,
    Hallo,

    hier berichtete vor Jahren in ähnlichem Zusammenhang ein Zub, dass er von seinem Arbeitgeber eine Ermahnung bekam, nachdem er sich beim Heben eines schweren Koffers verhoben hatte und krankgeschrieben war. Sein Fall wurde dazu genutzt ("aus gegebenem Anlass"), darauf hinzuweisen, dass derartige Tätigkeiten nicht zur Arbeit gehörten und daher nicht versichert seien.

    Falk12 schrieb:
    was die Damen wegen der Größe und des Gewichts alleine niemals geschafft hätten, das hat man dann gesehen als durchaus kräftige Herren Mühe hatten den Koffer in den Zug zubekommen.
    Kein Wunder, im damaligen Thread gab es dazu den passenden Satz: Früher, als Koffer noch keine Räder hatten, hat jeder nur so viel in seinen Koffer gepackt, wie er auch tragen konnte. Denn man muss immer mit Situationen rechnen, in denen man ihn tragen muss.

    Falk12 schrieb:
    Allerdings habe ich dafür auch volles Verständnis, denn soweit ich mich an die AGB der DB erinnere steht darin, das mit dem Erwerb der Fahrkarte "ein tragbares Handgepäckstück" kostenfrei befördert wird. Alles andere wäre eigentlich kostenpflichtig und müsste extra bezahlt werden und dann könnte man wahrscheinloch auch Hilfe verlangen.
    Es dürfte nicht kostenpflichtig, sondern aus Sicherheitsgründen schlicht verboten sein, sonst könnte man - ausreichend Körperkraft vorausgesetzt - alles mögliche in der Bahn transportieren. Man denke auch an das Pony in der Berliner S-Bahn, oder das Motorrad im russischen Linienbus.

    Gruß,
    Till

    "Das ist unerhört! Das ist ein Skandal! Wenn man sich nicht mal mehr auf den Fahrplan der Staatsbahn verlassen kann, worauf dann?"

    (Egon Olsen, Die Olsenbande stellt die Weichen)

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 14.01.20 17:13

    Wolfram D. schrieb:
    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr.
    Und warum geht das heute nicht? Wenn die Absicherung 'privatwirtschaftlich' sein muß, kann ja der 'Dienstherr' eine Versicherung abschließen.
    Falk12 schrieb:
    Allerdings habe ich dafür auch volles Verständnis, denn soweit ich mich an die AGB der DB erinnere steht darin, das mit dem Erwerb der Fahrkarte " ein tragbares Handgepäckstück" kostenfrei befördert wird. Alles andere wäre eigentlich kostenpflichtig und müsste extra bezahlt werden
    Irgendwo steht aber auch, daß Kinder befördert werden. Sogar kostenlos.
    Wobei es für die Bahn nach der Meldung schwer wird für die Bahn im Falle eines Falles die wenigstens moralisch gerechtfertigt Ansprüche des Mitarbeiters abzulehnen. Die DB als Selbstversicherer kann das ja machen wie sie mag.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Thomas I

    Datum: 14.01.20 18:17

    D-Takter schrieb:
    Wolfram D. schrieb:
    Zitat:
    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr
    Vor allem Beamte hatten da tatsächlich einen besseren Status.
    Der D-Takter
    Von wegen.
    Ich habe als Beamter im Justizdienst gearbeitet und durfte mich für die Folgen etwaiger Fehler (Mayer statt Maier ins Grundbuch eingetragen z.B.) selbst absichern.
    Wenn dir Fehler unterlaufen nimmt der Dienstherr keine Fürsorgepflicht wahr, er nimmt dich in Regress.
    Der Dienstherr ist nicht dazu verpflichtet, Fehler oder Fehlentscheidungen und die daraus entstehenden Konsequenzen zu tragen.
    Ich würde dieser "kundenfreundlichen" Schaffnerin empfehlen eine Diensthaftpflichtversicherung abzuschließen sowas hat man heute einfach oder gleich den Job aufzugeben. So ein Verhalten geht gar nicht.

    Lesen wir doch mal nach

    geschrieben von: D 2027

    Datum: 14.01.20 18:22

    kmueller schrieb:
    Irgendwo steht aber auch, daß Kinder befördert werden. Sogar kostenlos.
    Am besten in etwas offiziellem... Zum Beispiel hier: [www.bahn.de] und auch Inside Bahn wäre eine gute Idee: [inside.bahn.de] Da finden wir sogar folgenden Satz als Tip: "Bitten Sie stets das Zugpersonal oder Ihre Mitreisenden um Hilfe – das erspart Ihnen und Ihrem Kind viel Stress."

    Tja, liebe DB-Mitarbeiter: könnte bitte irgendjemand mal belegen - diese Aussage geistert von den üblichen Fahrgastfeinden ja schon länger auch durch unser Forum - dass es Euch wirklich aus haftungsrechtlichen Gründen verboten ist Reisenden zu helfen? Dann doch bitte jetzt mal die Hosen runterlassen.

    Vielen Dank
    Erik

    (der selbstredend jeder hilfsbedürftigen Person - das gebietet allein die normale Höflichkeit unter Menschen! - hilft und früher beim Reisen mit den Kindern im Kinderwagen selbst immer sehr froh darüber war geholfen zu bekommen.)

    Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!
    Lok Leipzig schrieb:
    Ich würde dieser "kundenfreundlichen" Schaffnerin empfehlen eine Diensthaftpflichtversicherung abzuschließen
    Es geht aber nicht um Haftpflichtschäden, sondern um eigene Gesundheitsschäden der Kollegen, die durch Hilfeleistungen entstehen könnten. Da ist die Unfallversicherung des Arbeitgebers zuständig und nicht eine eventuell vorhandene Diensthaftpflichtversicherung. Und ja, es gab schon Fälle, da sperrten die sich gegen eine Regulierung in Form des zu zahlenden Verletztengeldes, was anstelle des Krankengeldes bei Arbeitsunfällen fließen müsste. Da ging es allerdings nicht um die Hilfe beim Hineinheben eines Kinderwagens, sondern (zumindest bei einem mir direkt bekannten Fall) um die gutgemeinte Hilfe beim Rausheben eines besetzten Rollstuhls.

    Gruß Peter

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

    Re: Lesen wir doch mal nach

    geschrieben von: Zugsicherer

    Datum: 14.01.20 18:35

    D 2027 schrieb:
    Tja, liebe DB-Mitarbeiter: könnte bitte irgendjemand mal belegen - diese Aussage geistert von den üblichen Fahrgastfeinden ja schon länger auch durch unser Forum - dass es Euch wirklich aus haftungsrechtlichen Gründen verboten ist Reisenden zu helfen? Dann doch bitte jetzt mal die Hosen runterlassen.
    Die Bahn hat doch heute bereits auf Twitter geantwortet, dass die ursprüngliche Aussage falsch gewesen wäre, die Mitarbeiter natürlich versichert und auch in diesen Fällen zur Hilfe aufgefordert seien. Nur wird das jetzt (natürlich) nicht mehr ohne weiteres geglaubt.

    Gruß,
    Sven
    VT schrieb:
    Die DB als Selbstversicherer kann das ja machen wie sie mag.
    Im Falle der gesetzlichen Unfallversicherung, die bei Arbeitsunfällen eintritt, ist die Bahn kein Selbstversicherer.

    Gruß Peter

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Lok Leipzig schrieb:
    Ich würde dieser "kundenfreundlichen" Schaffnerin empfehlen eine Diensthaftpflichtversicherung abzuschließen sowas hat man heute einfach oder gleich den Job aufzugeben. So ein Verhalten geht gar nicht.


    Es dreht sich um die Frage ob diese Tätigkeit zu den normalen Tätigkeiten eines Zub gehört und damit darum ob eine Verletzung dabei als Arbeitsunfall anerkannt wird, das liegt bei der Unfallversicherung Bund und Bahn.
    Die Fakten sind einfach dass sie für einen nicht unerheblichen Teil der Reise KEINEN Sitzplatz hatte.
    Zitat
    Verstehe dieses Geschrei um ein angebliches "PR-Desaster" nicht. Diese Aussage bzw. dieses Gerücht darum, dass die Bahnmitarbeiter auf dem Zug für sowas nicht versichert sind, höre ich schon seit Jahren auf unterschiedlichen Kanälen. Irgendwoher muss es also kommen, und der Kerl aus dem SocialMedia-Team hat es eben in einem gewohnt höflichen Tweet als Antwort geschickt. Dass darüber intern keine Klarheit herrscht sollte wohl, gerade hier auf DSO, auf Verständnis stoßen.
    Es sollte auf Verständnis stoßen, dass über etwas intern keine Klarheit herrscht??

    Unklarheiten sind dafür da, geklärt zu werden. Die DB wird ja wohl kundige Juristen haben, die gefragt werden können, bevor jemand vorschnell eine falsche Antwort gibt?

    Und wenn ein Mitarbeiter nicht versichert ist, wenn er einer Mutter mit Kinderwagen hilft, dann hat die DB ihre Mitarbeiter offensichtlich schlecht versichert!!

    Zumal diese Frage ja zweitrangig ist. Sollte es wirklich eine Versicherungslücke geben und es passiert etwas, muss eben der Arbeitgeber selbst einspringen, da geht die DB ja nicht pleite von.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: D.

    Datum: 14.01.20 19:57

    Thomas I schrieb:
    Wenn dir Fehler unterlaufen nimmt der Dienstherr keine Fürsorgepflicht wahr, er nimmt dich in Regress.
    Der Dienstherr ist nicht dazu verpflichtet, Fehler oder Fehlentscheidungen und die daraus entstehenden Konsequenzen zu tragen.
    Allerdings haftet der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber bereits fuer einfache Fahrlaessigkeit, der Beamte dem Dienstherrn erst fuer grobe Fahrlaessigkeit.
    StellwerkPsf schrieb:
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Die Bahn hat private Daten an Dritte weitergegeben. Da kann man nur schwer sagen, dass sie alles richtig gemacht hat. Ich möchte auch nicht, dass meine Reservierungsdaten veröffentlicht werden.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: VT605

    Datum: 14.01.20 20:35

    Wolfram D. schrieb:
    Das Problem - sicher nicht nur der Social-Media-Abteilung - ist, dass man gar nicht so absurd denken kann, wie manchmal vor Gericht entschieden wird.
    Wenn z.B. der Sturz auf der vom Arbeitgeber ausgestatten Toilette nicht als Arbeitsunfall gilt: [www.t-online.de] , dann muss man sich über solche Antworten (und das Verhalten des Personals) nicht wundern. Es könnte ja ein Anwalt der Versicherung auf die Idee kommen, diese Handreichung als privates Entgegenkommen zu sehen? Und wenn die Zubine dann nicht lückenlos ihr Leistungsbild im Kopf hat, lehnt sie aus "Sicherheit" erstmal ab.

    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr.

    Gruß
    Wolfram

    Eben, das ist das beste Beispiel. Fällt man auf dem Weg zum Klo aufs Steißbein und bricht es sich ist man versichert, fällt man von der Klobrille und bricht sich das Steißbein ist man nicht versichert. Und im Prinzip ist es in diesem Fall genauso, es weiß niemand genau bei welchen Tätigkeiten man noch versichert ist und bei welchen nicht.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Thomas I

    Datum: 14.01.20 21:10

    D. schrieb:
    Thomas I schrieb:
    Wenn dir Fehler unterlaufen nimmt der Dienstherr keine Fürsorgepflicht wahr, er nimmt dich in Regress.
    Der Dienstherr ist nicht dazu verpflichtet, Fehler oder Fehlentscheidungen und die daraus entstehenden Konsequenzen zu tragen.
    Allerdings haftet der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber bereits fuer einfache Fahrlaessigkeit, der Beamte dem Dienstherrn erst fuer grobe Fahrlaessigkeit.
    Es geht hier um die Haftung gegenüber Dritten.
    Und da haftet der Beamte auch schon für einfache Fahrlässigkeit.
    Wenn ich z.B. Mayer statt Meyer im Grundbuch eintrage kommen auf Meyer einige Kosten zu das zu ändern.
    Und für die Kosten hafte ich als Grundbuchbeamter dem Meyer gegenüber in voller Höhe.
    Und wenn dem Meyer dadurch ein gutes Geschäft entgeht, hat er auch noch ein Schadenersatzanspruch.
    Für den hafte ich auch vollumfänglich.
    Aber sie kann darüber hinausgehende Ansprüche übernehmen. Ist zwar zugegebenermaßen etwas umständlich. Aber ist nicht ausgeschlossen.
    StellwerkPsf schrieb:
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Das klingt echt so, als ob ca. 60% der Informationen bei dir gar nicht angekommen sind.
    Wie kann man sich an einer Diskussion beteiligen, wenn man nicht einmal alle Informationen hat?
    StellwerkPsf schrieb:
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Oder, vielleicht, geht es in öffentlicher Unternehmenskommunikation nicht um eigenartige Rechthaberei und darum, die "Fakten auf den Tisch zu bringen" auf eine Art, die die DB noch schlechter dastehen lässt. Stattdessen darum, das Unternehmen positiv darzustellen. Die DB PR-Abteilung hat in der Thunberg-Sache ganz offensichtlich komplett versagt und einfach nur peinlich reagiert.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 01:59.
    Praterstern schrieb:
    StellwerkPsf schrieb:
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Oder, vielleicht, geht es in öffentlicher Unternehmenskommunikation nicht um eigenartige Rechthaberei und darum, die "Fakten auf den Tisch zu bringen" auf eine Art, die die DB noch schlechter dastehen lässt. Stattdessen darum, das Unternehmen positiv darzustellen. Die DB PR-Abteilung hat in der Thunberg-Sache ganz offensichtlich komplett versagt und einfach nur peinlich reagiert.
    Das stimmt zwar, aber … nicht für DB-Jünger. Für die gilt § 1: "Die Bahn hat alles richtig gemacht." Und § 2: "Die Bahn = DB". Der ganze Rest stört nur, sowohl in Bezug auf § 1 als auch auf § 2.
    "Eine Zugbegleiterin erzählt "Schleppe ich zu schwer, ist das mein Risiko""

    [www.spiegel.de]


    Auch Ströbele meldet sich zum Thema:

    "Ströbele wirft Bahn "schweren Organisationsmangel" vor
    Wer einen Rollator oder Rollstuhl braucht oder mit Kinderwagen reist, hat es oft schwer, in einen Zug hineinzukommen. Das erfuhr auch der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele - und kritisiert nun die Bahn."

    [www.spiegel.de]



    Schwarzwälder
    vt95 schrieb:
    StellwerkPsf schrieb:
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Die Bahn hat private Daten an Dritte weitergegeben. Da kann man nur schwer sagen, dass sie alles richtig gemacht hat. Ich möchte auch nicht, dass meine Reservierungsdaten veröffentlicht werden.
    Dann darf ich aber auch nicht etwas posten, was sich nachher als unvollständig herausstellt.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 07:54.

    Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: Peter

    Datum: 15.01.20 08:03

    Hallo!

    VT605 schrieb:
    Fällt man auf dem Weg zum Klo aufs Steißbein und bricht es sich ist man versichert, fällt man von der Klobrille und bricht sich das Steißbein ist man nicht versichert. Und im Prinzip ist es in diesem Fall genauso, es weiß niemand genau bei welchen Tätigkeiten man noch versichert ist und bei welchen nicht.
    Wobei sich die Rechtsprechung zum Thema "Toilettengang = eigenwirtschaftliche Taetigkeit?" aendern duerfte.

    War der Gang zum WC jahrelang kein Arbeitsunfall, so wurde vor einiger Zeit im Fall einer Polizistin (=Beamtin) dies bejaht.
    Damit ist der Weg frei zur obergerichtlichen Klaerung, damit es nicht zu einer Ungleichbehandlung kommt.

    Falls das die Absicht der Richter war, hier Klaerung herbeizufuehren: Clever. ;-)

    Gruss

    Peter

    Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
    (Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

    Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: KHM

    Datum: 15.01.20 08:26

    Ganz abgesehen vom Versicherungsschutz: Wenn ich privat unterwegs bin, bin ich gegen sowas auch nicht versichert. Trotzdem würde ich mich IN GRUND UND BODEN schämen, Leuten mit Kinderwagen nicht zu helfen - noch dazu einer Schwangeren (!!!). Wenn dann der Arbeitgeber im Schadensfall blöd reagiert, umso schlimmer, aber das müsste dann eben mein Anwalt klären. Im Fall der Bahnbeschäftigten gibt es ja immerhin das Bild, wo der "Schaffner" den Kinderwagen mit in den Zug hebt, mit der Unterschrift "So kommen Sie sicher in den Zug."

    DANKE!

    geschrieben von: Peter

    Datum: 15.01.20 10:06

    Hallo!

    KHM schrieb:
    Ganz abgesehen vom Versicherungsschutz: Wenn ich privat unterwegs bin, bin ich gegen sowas auch nicht versichert. Trotzdem würde ich mich IN GRUND UND BODEN schämen, Leuten mit Kinderwagen nicht zu helfen - noch dazu einer Schwangeren (!!!). Wenn dann der Arbeitgeber im Schadensfall blöd reagiert, umso schlimmer, aber das müsste dann eben mein Anwalt klären. Im Fall der Bahnbeschäftigten gibt es ja immerhin das Bild, wo der "Schaffner" den Kinderwagen mit in den Zug hebt, mit der Unterschrift "So kommen Sie sicher in den Zug."
    DANKE! Empathie und Hilfe sollten unter zivilisierten Menschen selbstverstaendlich sein.

    Schliesslich kann jeder von uns jederzeit auch selbst auf Hilfe angewiesen sein.

    Gruss

    Peter

    Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
    (Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

    Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: D.

    Datum: 15.01.20 10:09

    Thomas I schrieb:
    Es geht hier um die Haftung gegenüber Dritten.
    Und da haftet der Beamte auch schon für einfache Fahrlässigkeit.
    Natuerlich nicht. Genau dafuer gibt es doch die Amtshaftung (§ 839 BGB iVm Art. 34 GG). Der Staat haftet nach Aussen, zusaetzlich bei Vorsatz auch der Beamte selbst. Und in Regress nehmen kann der Staat den beamten bei Vorsatz und grober Fahrlaessigkeit.

    Eigene Erfahrung

    geschrieben von: Christian Snizek

    Datum: 15.01.20 10:25

    Selber erlebte ich ein ähnliches Fiakso/Disaster. Ich war auf Dienstfahrt in einem IC in CH unterwegs. Unmittelbar vor Basel aus der Innerschweiz kommen standen ein Zugbegleiter, ein Fahrgast mit Kinderwagen und einem zusätzlichen Kind und Reisegepäck an der Tür. Nach dem Halt wollte ich der Dame mit ihren Habseligkeiten helfen, diese und die Kinder aus dem Zug zu begleiten. Bei den Kindern und dem Kinderwagen schaute der Zub zwar recht wehmütig zu, aber er verkniff sich noch ein Einschreiten seinerseits. Als es allerdings an das Reisegepäck ging, hielt dieser unmittelbar meine Hand zurück, als ich an die Gepäckstücke greifen wollte, mit den Worten (freie Wiedergabe meinerseits), dass sie schließlich auch alleine mit ihrem Gepäck zurecht kommen soll, sie könne nicht immer auf Hilfe anderer zählen; zu dem sei ich da nicht abgesichert, wenn ich ihr helfen und etwas kaputt gehen würde. Umstehende Fahrgäste, die betreffende Dame sowieso und ich erst recht schauten da ziemlich doof, als sie das mitbekamen.

    Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

    Schaut doch mal vorbei:
    [www.mec-loerrach.de]
    [www.youtube.com]

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: VT605

    Datum: 15.01.20 10:58

    KHM schrieb:
    Ganz abgesehen vom Versicherungsschutz: Wenn ich privat unterwegs bin, bin ich gegen sowas auch nicht versichert. Trotzdem würde ich mich IN GRUND UND BODEN schämen, Leuten mit Kinderwagen nicht zu helfen - noch dazu einer Schwangeren (!!!). Wenn dann der Arbeitgeber im Schadensfall blöd reagiert, umso schlimmer, aber das müsste dann eben mein Anwalt klären. Im Fall der Bahnbeschäftigten gibt es ja immerhin das Bild, wo der "Schaffner" den Kinderwagen mit in den Zug hebt, mit der Unterschrift "So kommen Sie sicher in den Zug."

    Privat und dienstlich ist aber ein Unterschied. Nehmen wir den dummen Fall an das man dabei umknickt mit dem Fuß und sich ein Band reißt. Wenn es privat passiert, ok, hat man Pech gehabt. Im Dienst ist es aber anders, einige Wochen mit bandagiertem Fuß rumlaufen, anfangs noch mit Krücken sind normal, man kann also seinen Beruf nicht ausüben und wird krankgeschrieben. Was passiert nach 6 Wochen, wenn es privat pssiert ist oder nicht als Arbeitsunfall anerkannt wird muß man von den paar Kröten der Krankenkasse leben, wenn es aber ein Arbeitsunfall ist wird der Lohn weitergezahlt, das ist ein erheblicher Unterschied.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 15.01.20 12:10

    VT605 schrieb:
    KHM schrieb:
    Im Fall der Bahnbeschäftigten gibt es ja immerhin das Bild, wo der "Schaffner" den Kinderwagen mit in den Zug hebt, mit der Unterschrift "So kommen Sie sicher in den Zug."
    Privat und dienstlich ist aber ein Unterschied. Nehmen wir den dummen Fall an das man dabei umknickt mit dem Fuß und sich ein Band reißt. Wenn es privat passiert, ok, hat man Pech gehabt. Im Dienst ist es aber anders
    Wenn der Arbeitgeber in der Öffentlichkeit (sogar mit Fotos) damit wirbt, daß seine Beschäftigten beim Einladen des Kinderwagens helfen, dann kann er diese Hilfe nicht anderswo als Privatsache hinstellen.
    Winterkind schrieb:
    Und wenn ein Mitarbeiter nicht versichert ist, wenn er einer Mutter mit Kinderwagen hilft, dann hat die DB ihre Mitarbeiter offensichtlich schlecht versichert!!

    Zumal diese Frage ja zweitrangig ist. Sollte es wirklich eine Versicherungslücke geben und es passiert etwas, muss eben der Arbeitgeber selbst einspringen, da geht die DB ja nicht pleite von.
    Es ist aber mittlerweile leider überall so, dass sich die Versicherungsbranche, aus ihrer eigentlichen Tätigkeit Versicherungen zurück zieht, sie versichert nicht mehr, sondern die Hauptaufgabe ist nur noch Geld verdienen in großen Stil, leider schreitet da der Gesetzgeber nicht ein. Sondern nimmt nicht den kleinen Mann in Schutz, sondern lieber den großen Mann, welche dadurch anstatt 8 %, nur noch 3 % Gewinn erzielen wurden.
    (Sorry, die Zahlen sind reine Phantasie, keine Ahnung über die realen Zahlen)
    Es wird im Prinzip seit Jahren, immer schlimmer, aber seit 2-3 Jahren nimmt es enorme/extreme Ausmaße an. Im Grunde wird der Gutmensch der anderen etwas gutes tun will, leider heutzutage von unserer Gesellschaft, von unseren Gesetzen bestraft, anstatt dass sie ihn in seinem bestreben unterstützen wurden.
    Dazu gibt es mehrer Bsp.:
    Bsp: Fischverkäufer, da gehört es zum guten Ton, eigentlich dass er mal die Haut entfernt oder mal den Fisch entschuppt, allerdings seit ein paar Jahren hat sich die versicherungsrechtliche Seite geändert. Der Fischverkäufer macht dies mittlerweile meist ohne Versicherungsschutz, die Versicherung sagt, es gehört nicht zum Aufgabengebiet hinzu, die Aufgabe ist Verkaufen, und eben nicht den Fisch noch weiter zu bearbeiten, dafür gibt es Zerlegebetriebe, welche Arbeiter dafür ausgebildet sind und dafür versichert sind.
    Eben sehr hohe Speziallisierung, die Versicherungen zahlen nicht mehr bei Dingen, wo man eigentlich für selbstverständlich hält.
    Nächstes Bsp. Bauer, Hagelschutzversicherung, die Prämie für eine Halgeschutzversicherung ist mittlerweile fast genauso hoch wie ein Totalausfall der Ernte, wenn die Plantage nicht mit einem Hagelschutznetz schon selbst abgesichert ist, was wiederum Geld kostet. Folgisch muss Bauer in Hagelschutznetze investieren, damit er überhaupt noch halbwegs rentabel eine Versicherung für Hagel abschließen kann.
    Oder Einzelhandel, mittlerweile müssen die meisten Mitarbeiter, welche mit Ware und Palletten in Kontakt kommen, Sicherheitsschuhe tragen, weil ebenso die Versicherungsbranche gesagt hat, für Schaden ohne zuvor die Füße der Mitarbeiter abzusichern, zahlen wir nicht mehr, bzw. erhöhen die Versicherungsprämie dafür in unattraktive Regionen halt man einen Aufschlag um 100 € pro Person und Jahr. Nun bekommt er die Versicherung zwar für nur 1 € zusätzlich im Jahr, dafür muss der Unternehmer, jeden Mitarbeiter mit Sicherheitsschuhen austatten, welche jährlich erneurt werden sollten, Kosten pro Mitarbeiter wohl ca. 25 € im Jahr.
    Oder noch etwas, 2 Freundinen haben getauscht, weil die eine Nachmittags Kindergeburtstag hatte, macht man ja auch mal eher spontaner unter Kollegen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Planänderung simpel mit Kulli, am nächsten Tag in PC im nachhinein eingearbeitet. Nun verletzt sich die arbeitende Person leicht, und musste deswegen in die Notaufnahme, Hausärzte machen solche selbst Kleinigkeiten heutzutage leider auch nicht mehr, wohl ebenso aus Versicherungstechnischen Gründen, insbesondere bei Arbeitsunfall. Also man denkt alles OK. Doch dann kommt dass große Erwachen, Krankenkasse zahlt nicht da Arbeitsunfall, die Versicherung der Berufsgenossenschaft zahlt ebenso nicht für die Behandlungs- und Krankheitskosten, da sie sich rauß redet: Die Person hätte offiziel ja garnicht gearbeitet an diesem Tag, sie könnte ja sich die Verletzung auch zuhause zu gezogen haben, und man dann nachträglich die Schichten getauscht haben, Zeugen unter Kollegen wurden nicht gelten, da sie ja befangen wären, insbesondere wenn sie der Person gut gestellt sind.... Dies ging 3 Monate hin und her, bis dann der Arbeitgeber dann zum Glück sagte, wie angesprochen er übernimmt die Kosten selbst.
    Aber am Ende keine Versicherung zahlt, heutzuge mehr, leider freiwillig, wenn sie nicht dazu gesetzlich gezwungen wird, leider.
    Oder noch aus dem Fall, hier Privat, ein Onkel von mir, hatte Hausratsversicherung 20 Jahre ohne sie in Anspruch zu nehmen, dann gab es einen Wasserschaden, die Versicherung zahlte zwar ziemlich reibungslos einen niedrigen 5-stelligen Betrag, aber als nächstes kam ein Quartal später die Kündigung seitens der Versicherungsgesellschaft. Der Vertrag ist wohl nicht mehr profitabel genug, man müsste in Zukunft mit weiteren Versicherungsfällen rechnen. Einfach nur ohne Worte.

    Ja wir leben eben leider in Deutschland in einer sehr verrückten, immer mehr verrückter werden Gesellschaft. Anders kann man es nicht sagen. Daher gut möglich dass eben die Versicherung in den letzten Jahren irgendwann gesagt hat, Koffer, Kinderwagen schleppen etc. gehört nicht zu dem Aufgabengebieten des Zugpersonals, wir bieten dafür eine Zusatzversicherung an die kostet euch, aber für alle Mitarbeiter halt 20 Mio € mehr im Jahr. Da kann es dann eben auch zu Weisungen seitens des Arbeitgebers kommen, welche sich dann eben dadurch ausweist, dass die Mitarbeiter darauf hingewissen werden, sie dürfen dies auch zukünftig machen, sie sind aber in diesem Fall nicht mehr versichert.

    Dann braucht es im Prinzip eben nur mal einen Vorfall bei einem Kollegen, wo die Mutter oder teils der Kofferbesitzer so arrogant reagiert hat, dass das Zugpersonal bitte sorgsamer mit dem Gepäck umgehen soll etc., bzw. evtl. sogar mal mit Drohung der Polizei, man glaubt garnicht was für XXXXXlöcher.Mitmenschen es gibt. Und schon sind aus 5 die vorher immer stets geholfen haben, dann keiner mehr da, welcher beim nächsten mal mithilft, sondern dann meist freundlich aber bestimmend abwimmelt. Weil die Arbeiter mit ihrem Schicksal eben viel zu oft in allen Branchen heutzutage alleine gelassen werden, von unserer Gesellschaft.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 12:30.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Winterkind

    Datum: 15.01.20 12:55

    Thomas I schrieb:
    Es geht hier um die Haftung gegenüber Dritten.
    Und da haftet der Beamte auch schon für einfache Fahrlässigkeit.
    Wenn ich z.B. Mayer statt Meyer im Grundbuch eintrage kommen auf Meyer einige Kosten zu das zu ändern.
    Und für die Kosten hafte ich als Grundbuchbeamter dem Meyer gegenüber in voller Höhe.
    Und wenn dem Meyer dadurch ein gutes Geschäft entgeht, hat er auch noch ein Schadenersatzanspruch.
    Für den hafte ich auch vollumfänglich.
    So etwas habe ich noch nicht gehört. Ich bin ja selbstständig und habe eine Berufshaftpflicht und eine Vermögenshaftpflichtversicherung. Wenn ich also einen Schaden verursache, dann zahlt meine Versicherung.

    Wäre ich jetzt Arbeitnehmer, müsste doch meine Firma für die Versicherung sorgen!

    Thomas I, schreibst du von dir selbst, arbeitest du im Grundbuchamt, oder hast du das nur gehört? Ich stelle mir vor, wer Mayer statt Meyer einträgt, kriegt wenn es dumm läuft Ärger mit den Vorgesetzten, aber muss doch den Schaden nicht aus eigener Tasche zahlen.

    Abgesehen davon ist es wohl weder einfach noch grob fahrlässig, einer Mutter mit dem Kinderwagen zu helfen. Bei erkennbar schweren Gepäckstücken oder Fahrrädern mag das anders sein. Wenn jemand Arbeitsschuhe tragen soll und nicht trägt oder die Schicht tauscht und das nicht dokumentiert, hat man natürlich auch Mist gebaut. Aber beim Kinderwagen heben??

    Schon klar, wer privat reist und einer Mutter in den Zug hilft, trägt das Risiko selbst; aber die Mitarbeiter der Bahn sind eben nicht zufällig privat dort!



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 12:59.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: VT605

    Datum: 15.01.20 13:05

    kmueller schrieb:
    Wenn der Arbeitgeber in der Öffentlichkeit (sogar mit Fotos) damit wirbt, daß seine Beschäftigten beim Einladen des Kinderwagens helfen, dann kann er diese Hilfe nicht anderswo als Privatsache hinstellen.

    Das muß der Arbeitgeber dann aber auch eindeutig den Beschäftigten erklären, dann können die sich darauf berufen.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Mw

    Datum: 15.01.20 13:08

    Er schreibt doch ausdrücklich : Wenn ich z.B. Mayer statt Meyer im Grundbuch eintrage kommen auf Meyer einige Kosten zu das zu ändern.
    Und für die Kosten hafte ich als Grundbuchbeamter dem Meyer gegenüber in voller Höhe.
    Also wird er wohl Grundbuchbeamter sein, oder?

    Gruß
    Mw

    Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: sonicus83

    Datum: 15.01.20 14:15

    VT605 schrieb:
    Privat und dienstlich ist aber ein Unterschied. Nehmen wir den dummen Fall an das man dabei umknickt mit dem Fuß und sich ein Band reißt. Wenn es privat passiert, ok, hat man Pech gehabt. [...]

    vs.

    Im Dienst ist es aber anders, einige Wochen mit bandagiertem Fuß rumlaufen, anfangs noch mit Krücken sind normal, man kann also seinen Beruf nicht ausüben und wird krankgeschrieben. Was passiert nach 6 Wochen, wenn es privat pssiert ist oder nicht als Arbeitsunfall anerkannt wird muß man von den paar Kröten der Krankenkasse leben, wenn es aber ein Arbeitsunfall ist wird der Lohn weitergezahlt, das ist ein erheblicher Unterschied.
    Wenn mir das privat passiert, kann ich auch nicht arbeiten. Trotzdem wird wohl kaum einer sagen "nee, lassen Sie mal, ich helfe nicht, nachher verletze ich mich noch!"?!? Muss ich immer gegen alles versichert sein, was passieren kann? Darf ich dann überhaupt außerhalb des Arbeitswegs raus auf die Straße? Ich könnte mich ja verletzen!

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 15.01.20 14:23

    VT605 schrieb:
    kmueller schrieb:
    Wenn der Arbeitgeber in der Öffentlichkeit (sogar mit Fotos) damit wirbt, daß seine Beschäftigten beim Einladen des Kinderwagens helfen, dann kann er diese Hilfe nicht anderswo als Privatsache hinstellen.

    Das muß der Arbeitgeber dann aber auch eindeutig den Beschäftigten erklären, dann können die sich darauf berufen.
    Andernfalls ist es irreführende Werbung oder gar Betrug gegenüber dem Kunden.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: KHM

    Datum: 15.01.20 14:38

    VT605 schrieb:Zitat:
    KHM schrieb:
    Ganz abgesehen vom Versicherungsschutz: Wenn ich privat unterwegs bin, bin ich gegen sowas auch nicht versichert. Trotzdem würde ich mich IN GRUND UND BODEN schämen, Leuten mit Kinderwagen nicht zu helfen - noch dazu einer Schwangeren (!!!). Wenn dann der Arbeitgeber im Schadensfall blöd reagiert, umso schlimmer, aber das müsste dann eben mein Anwalt klären. Im Fall der Bahnbeschäftigten gibt es ja immerhin das Bild, wo der "Schaffner" den Kinderwagen mit in den Zug hebt, mit der Unterschrift "So kommen Sie sicher in den Zug."
    Richtig. Der Unterschied ist für denjenigen im von dir geschilderten Fall enorm. Und trotzdem würde ich dieses Risiko jederzeit* eingehen und Leuten mit Kinderwagen helfen - noch dazu einer Schwangeren.
    * Es sei denn, ich bin selbst grad krank und kann kaum laufen. Aber das sollte klar sein.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 14:40.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: D 2027

    Datum: 15.01.20 15:15

    VT605 schrieb:

    Das muß der Arbeitgeber dann aber auch eindeutig den Beschäftigten erklären, dann können die sich darauf berufen.
    Neues aus unserer Rubrik: "Sätze die nur von Gewerkschaftsfunktionären geschrieben werden können".

    Auch zum in Grund und Boden schämen...

    Erik

    Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!
    ThomasR schrieb:
    vt95 schrieb:
    StellwerkPsf schrieb:
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Die Bahn hat private Daten an Dritte weitergegeben. Da kann man nur schwer sagen, dass sie alles richtig gemacht hat. Ich möchte auch nicht, dass meine Reservierungsdaten veröffentlicht werden.
    Dann darf ich aber auch nicht etwas posten, was sich nachher als unvollständig herausstellt.
    Wenn es dir um Greta Thunberg geht: Die hatte wohl erst ab Göttingen einen Sitzplatz - bis dahin saß sie auf dem Gang und während dieser Zeit entstand auch der Post. Hätte Sie etwa später noch einen weiteren abschicken sollen a la "Hey, nach 4,5h ohne Sitzplatz - ich hatte reserviert, doch mein Zug fiel aus - darf ich nun endlich doch auf Ledersitzen in der 1. Klasse sitzen! Vielen lieben Dank Deutsche Bahn! Und ich nehme hiermit zurück, dass ich keine Sitzplatz hatte. Ihr seid die besten"? Ist das deine Vorstellung? Die einzigen, die da öffentlichkeitswirksam versagt haben, das ist die Deutsche Bahn..

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: VT605

    Datum: 15.01.20 15:31

    D 2027 schrieb:
    VT605 schrieb:

    Das muß der Arbeitgeber dann aber auch eindeutig den Beschäftigten erklären, dann können die sich darauf berufen.
    Neues aus unserer Rubrik: "Sätze die nur von Gewerkschaftsfunktionären geschrieben werden können".

    Auch zum in Grund und Boden schämen...

    Erik

    Tja, in deinem Job ist es auch schwierig einen Arbeitsunfall zu bekommen, daher kannst du dich in einen normalen Arbeitnehmer auch schlecht reinversetzen.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: D 2027

    Datum: 15.01.20 15:42

    VT605 schrieb:
    Tja, in deinem Job ist es auch schwierig einen Arbeitsunfall zu bekommen, daher kannst du dich in einen normalen Arbeitnehmer auch schlecht reinversetzen.
    Wenn ich auf dem Bahnsteig eine schwangere Frau mit Kinderwagen oder eine sonstige hilfsbedürftige Person sehe helfe ich. Völlig unabhängig davon, ob ich Millionär, Arbeitnehmer oder Hartz IV-Empfänger bin. Und auch unabhängig davon wer für die Folgen haften könnte. Aber das kannst Du nicht verstehen...

    Mit Grüßen an das Lumpenprolerariat.

    Erik

    Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: VT605

    Datum: 15.01.20 15:50

    D 2027 schrieb:
    VT605 schrieb:
    Tja, in deinem Job ist es auch schwierig einen Arbeitsunfall zu bekommen, daher kannst du dich in einen normalen Arbeitnehmer auch schlecht reinversetzen.
    Wenn ich auf dem Bahnsteig eine schwangere Frau mit Kinderwagen oder eine sonstige hilfsbedürftige Person sehe helfe ich.


    Das tue ich auch, ich kann aber im Gegensatz zu dir auch die Koll. verstehen die an eventuelle Folgen denken.

    Dazu ist ab heute was auf Spiegel-Online zu lesen

    geschrieben von: Mw

    Datum: 15.01.20 16:01

    [www.spiegel.de]

    Ich hab da allerdings so meine Zwiefel, ob das wirklich von einer echten Zugbegleiterin geschrieben wurde oder aber lanciert worden ist. Stichwort: "Bahngleis"


    Gruß
    Mw

    Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: D 2027

    Datum: 15.01.20 16:07

    VT605 schrieb:
    Das tue ich auch, ich kann aber im Gegensatz zu dir auch die Koll. verstehen die an eventuelle Folgen denken.
    Dann sind wir uns ausnahmsweise sogar mal einig. Ich habe nämlich keinerlei Verständnis dafür.

    Erik

    Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!
    StellwerkPsf schrieb:
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.
    Ach so: Herr Richter, der Patzer ist meiner rechten Hand passiert. Die hat ungefragt den Kläger geohrfeigt, obwohl das Hirn davon nichts wusste.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: Lok Leipzig

    Datum: 15.01.20 17:03

    D 2027 schrieb:
    VT605 schrieb:
    Tja, in deinem Job ist es auch schwierig einen Arbeitsunfall zu bekommen, daher kannst du dich in einen normalen Arbeitnehmer auch schlecht reinversetzen.
    Wenn ich auf dem Bahnsteig eine schwangere Frau mit Kinderwagen oder eine sonstige hilfsbedürftige Person sehe helfe ich. Völlig unabhängig davon, ob ich Millionär, Arbeitnehmer oder Hartz IV-Empfänger bin. Und auch unabhängig davon wer für die Folgen haften könnte. Aber das kannst Du nicht verstehen...

    Mit Grüßen an das Lumpenprolerariat.

    Erik
    ...sehe ich ganz genau so wie D 2027 zumal sie als Schaffnerin im Dienst rein rechtlich "Erfüllungsgehilfe" der angebotenen Dienstleistung ihres Arbeitgebers ist und um diese nun in Anspruch zu nehmen muß man ja erstmal einsteigen können und dies schaffen manche Menschen eben ohne fremde Hilfe nicht.....
    Schlimm das über solche Selbstverständlichkeiten hier seitenweise diskutiert werden muß.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: MD 612

    Datum: 15.01.20 17:12

    Lok Leipzig schrieb:
    zumal sie als Schaffnerin im Dienst rein rechtlich "Erfüllungsgehilfe" der angebotenen Dienstleistung ihres Arbeitgebers ist und um diese nun in Anspruch zu nehmen muß man ja erstmal einsteigen können und dies schaffen manche Menschen eben ohne fremde Hilfe nicht.....
    Hat sich einer von Euch bedingungslos Fordernden eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, warum die Kollegen ihre Hilfe versagt hat?? Sie selbst hat ja nicht auf einen eventuell fehlenden Versicherungsschutz hingewiesen, sondern nach Darstellung der Zeitungsredakteurin fehlenden Platz im Zug als Grund für die Verweigerung angegeben. Könnte es aber unabhängig davon auch möglich sein, dass die Kollegin selbst eine Vorerkrankung / Vorverletzung wie bspw. ein Rücken- oder Wirbelsäulenschaden hat, der ihr verbietet schwere Lasten zu heben?? Könnte ja schließlich sein und würde einiges relativieren...

    Und was hätte die Gute eigentlich gemacht, wenn es sich um einen Regionalzug ohne Zugbegleiter an Bord gehandelt hätte??

    Gruß Peter

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler




    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 17:13.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: KHM

    Datum: 15.01.20 17:51

    MD 612 schrieb:
    Lok Leipzig schrieb:
    zumal sie als Schaffnerin im Dienst rein rechtlich "Erfüllungsgehilfe" der angebotenen Dienstleistung ihres Arbeitgebers ist und um diese nun in Anspruch zu nehmen muß man ja erstmal einsteigen können und dies schaffen manche Menschen eben ohne fremde Hilfe nicht.....
    Hat sich einer von Euch bedingungslos Fordernden eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, warum die Kollegen ihre Hilfe versagt hat?? Sie selbst hat ja nicht auf einen eventuell fehlenden Versicherungsschutz hingewiesen, sondern nach Darstellung der Zeitungsredakteurin fehlenden Platz im Zug als Grund für die Verweigerung angegeben. Könnte es aber unabhängig davon auch möglich sein, dass die Kollegin selbst eine Vorerkrankung / Vorverletzung wie bspw. ein Rücken- oder Wirbelsäulenschaden hat, der ihr verbietet schwere Lasten zu heben?? Könnte ja schließlich sein und würde einiges relativieren...

    Und was hätte die Gute eigentlich gemacht, wenn es sich um einen Regionalzug ohne Zugbegleiter an Bord gehandelt hätte??

    Gruß Peter
    Hmm. Mal überlegen. Die Zubine hat angenommenerweise tatsächlich eine Vorerkrankung / Vorverletzung wie bspw. ein Rücken- oder Wirbelsäulenschaden, die ihr verbietet, schwere Lasten zu heben. Als sie von der Schwangeren um Hilfe gebeten wird, gibt sie aber nicht diese Begründung an, sondern sagt stattdessen, der Zug sei zu voll, und organisiert auch keinerlei andere Hilfe. => Bitte bewerten Sie die Wahrscheinlichkeit, dass es sich genauso zugetragen hat, auf einer Skala von 1-6! "Eins. Höchstens."

    Und noch mal überlegen. Was hätte die Gute gemacht, wenn es sich um einen Regionalzug ohne Zugbegleiter an Bord gehandelt hätte... …und wir erinnern uns, es ging um den RE München - Nürnberg. Bitte bewerten Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zug auf dieser Linie ohne Zub fährt. "Planmäßig Null Prozent."

    Weitere Nebelkerzen?
    Mw schrieb:
    [www.spiegel.de]

    Ich hab da allerdings so meine Zwiefel, ob das wirklich von einer echten Zugbegleiterin geschrieben wurde oder aber lanciert worden ist. Stichwort: "Bahngleis"

    Von?
    Der Autolobby? Den Freimaurern? Dem Autokorrekturprogramm?



    Schwarzwälder

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: MD 612

    Datum: 15.01.20 18:14

    KHM schrieb:
    Bitte bewerten Sie die Wahrscheinlichkeiten [...]
    zu 1) Wenig wahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Bis jetzt wissen wir ja noch nichtmal, ob sich der Vorfall inklusive Antwort genauso zugetragen hat wie geschildert. Es wäre nicht das erste Mal, dass es anders war.

    zu 2) Meine Frage war: Wie wäre die Redakteurin in einen Regionalzug ohne Zugbegleiterin hinein gekommen?? Offensichtlich war sie darauf nicht vorbereitet...

    KHM schrieb:
    Weitere Nebelkerzen?
    Nein, nur Denkansätze. Nur verstehen manche sowas nicht...

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler




    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 18:20.
    Hallo,

    ob ich beim Kinderwagen, beim Rolli oder beim E-Rolli* anfasse ist doch selbstverständlich, ob wohl ich das beruflich als Mitarbeiter im Bestattungswesen, wg. fehlender Versicherung, nicht machen soll.
    Sch.. auf die Versicherung..!
    Da bin ich eben ne´private Person..... Da wird natürlich angefaßt!
    Und wenn alle hinter her zufrieden sind, bin ich ich´s auch!

    Gruß Torsten L.
    * Der kann schon Mal 150 Kg. wiegen, da sollten schon mehrere anfassen und das klappt auch meistens...
    Und wenn´s hinterher noch 5 € Scheinchen als Dank gibt, muß aber nicht sein, dann ist alles super gelaufen!



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 18:21.
    Torsten L. schrieb:
    Der [E-Rolli] kann schon Mal 150 Kg. wiegen, da sollten schon mehrere anfassen und das klappt auch meistens...
    Das mag Dir gelingen, aber so viel Kraft ist nicht jedem gegeben, schon gar nicht einer zierlichen Frau. Und das nette Scheinchen nützt Dir hinterher herzlich wenig, wenn Du Dich dabei überhebst und Dein restliches Leben mit einem Rückenschaden zu kämpfen hast.

    Gruß Peter

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler
    Das Problem habe ich leider jetzt und helfe daher auch nicht mehr. 2014 an einem überschweren Koffer für andere verhoben und dann nochmal bei dem Versuch, auf der Arbeit einem behinderten Kollegen zu helfen (Aufzug ausgefallen und das einzige WC für ihn ist in einem anderen Gebäude).
    Ist mein privates Pech, dass ich jetzt eine kaputte Bandscheibe habe und der Wirbel beidseitig auf den Ischias drückt, dass ich teils nicht mehr gehen kann.

    ---
    Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit
    HSB Tw 44 schrieb:
    Das Problem habe ich leider jetzt und helfe daher auch nicht mehr. 2014 an einem überschweren Koffer für andere verhoben und dann nochmal bei dem Versuch, auf der Arbeit einem behinderten Kollegen zu helfen (Aufzug ausgefallen und das einzige WC für ihn ist in einem anderen Gebäude).
    Ist mein privates Pech, dass ich jetzt eine kaputte Bandscheibe habe und der Wirbel beidseitig auf den Ischias drückt, dass ich teils nicht mehr gehen kann.

    Und das sogar bei der Arbeit. Aber wenn man hier so einige Schlaumeier hört von denen im Ernstfall sowieso die wenigsten wirklich mit anpacken würden...
    Zitat von Redaktionsnetzwerk Deutschland:

    Wir haben Zugbegleiterin Veronika R.* gefragt, was sie von der Diskussion hält. R. ist seit 4 Jahren bei der Deutschen Bahn, hat seitdem an zahlreichen Trainings teilgenommen. "Da wurde nicht nur einmal besprochen, dass, wenn es aufgrund des Hebens von Reisenden-Gepäck oder anderen Dingen wie Kinderwagen zu einer Rückenverletzung wie Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss kommt, nicht als Arbeitsunfall gilt." Das sei durchgehend von allen Ausbildern so vermittelt worden, betont die Zugbegleiterin außerdem - und widerspricht damit den Aussagen der Bahn auf Twitter. Denn die hatte angesichts der Aufregung über ihren ursprünglichen Tweet später geschrieben, Mitarbeiter seien in solchen Situationen durchaus versichert.

    „Niemandem von uns wurde je verboten einem Fahrgast zu helfen, im Gegenteil. Es wird gern gesehen einem Fahrgast das Gepäck zu reichen oder einen Kinderwagen einzuladen, ohne dass der Reisende überhaupt fragen muss", sagt R. allerdings auch. Nur müssten sich die Angestellten eben über mögliche Konsequenzen klar sein: "Nämlich, dass die Möglichkeit besteht, aufgrund einer blöden und falschen Bewegung über sechs Wochen außer Gefecht gesetzt zu sein und dann ins Krankengeld zu fallen."

    [www.rnd.de]

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

    Re: Dazu ist ab heute was auf Spiegel-Online zu lesen

    geschrieben von: Mw

    Datum: 15.01.20 20:31

    Schwarzwaelder schrieb:
    Mw schrieb:
    [www.spiegel.de]

    Ich hab da allerdings so meine Zwiefel, ob das wirklich von einer echten Zugbegleiterin geschrieben wurde oder aber lanciert worden ist. Stichwort: "Bahngleis"

    Von?
    Der Autolobby? Den Freimaurern? Dem Autokorrekturprogramm?



    Schwarzwälder
    Nein, vom Spiegel selbst, ohne bzw. mit ganz geringem Hintergrund. Wer ist denn diese "Zugbegleiterin" überhaupt - sonst schreibt man z.B. Daniela H. aus B. (Name von der Redaktion geändert) ... Einen Bezug zu einer real existierenden DB-Mitarbeiterin kann ich nicht erkennen.

    Man könnte statt "lanciert" auch - vielleicht treffender "fingiert" schreiben.

    Gruß
    Mw

    Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 21:11.

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: Mw

    Datum: 15.01.20 20:36

    >>Hmm. Mal überlegen. Die Zubine hat angenommenerweise tatsächlich eine Vorerkrankung / Vorverletzung wie bspw. ein Rücken- oder Wirbelsäulenschaden, die ihr verbietet, schwere Lasten zu heben.<<

    Müssen die nicht "betriebsdiensttauglich" sein. Wenn man so ein Leiden hat, schließt sich das doch aus, oder?

    Gruß
    Mw

    Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: MD 612

    Datum: 15.01.20 20:45

    Mw schrieb:
    Müssen die nicht "betriebsdiensttauglich" sein.
    Wenn sie betriebliche Aufgaben wahrnehmen, dann ja. Reine Servicekräfte wie meist im Nahverkehr oder die 1.Klasse-Stewards im ICE dagegen nicht.

    Mw schrieb:
    Wenn man so ein Leiden hat, schließt sich das doch aus, oder?
    Nicht zwingend. Bei der Tauglichkeitsuntersuchung kommt es vor allem darauf an, dass man sicherheitsrelevante Tätigkeiten sicher ausführen kann. Augen, Ohren, Gleichgewichtssinn, dazu noch gefährdende Umstände wie bspw. zu hoher Bluthochdruck werden untersucht, nicht aber die körperlichen Voraussetzungen um größere Lasten zu heben.

    Gruß Peter

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

    Re: Das duerfte sich aendern

    geschrieben von: VT605

    Datum: 15.01.20 20:53

    Mw schrieb:
    >>Hmm. Mal überlegen. Die Zubine hat angenommenerweise tatsächlich eine Vorerkrankung / Vorverletzung wie bspw. ein Rücken- oder Wirbelsäulenschaden, die ihr verbietet, schwere Lasten zu heben.<<

    Müssen die nicht "betriebsdiensttauglich" sein. Wenn man so ein Leiden hat, schließt sich das doch aus, oder?

    Gruß
    Mw

    Es gab schon Lokführer die die Kuppelkette nicht mehr heben konnten und vom Arzt aus auch nicht mehr brauchten. Wenn jeder der "Rücken" hat betriebsdiensuntauglich wäre, könnte man die Firma zumachen.
    MD 612 schrieb:
    Zitat von Redaktionsnetzwerk Deutschland:

    Wir haben Zugbegleiterin Veronika R.* gefragt, was sie von der Diskussion hält. R. ist seit 4 Jahren bei der Deutschen Bahn, hat seitdem an zahlreichen Trainings teilgenommen. "Da wurde nicht nur einmal besprochen, dass, wenn es aufgrund des Hebens von Reisenden-Gepäck oder anderen Dingen wie Kinderwagen zu einer Rückenverletzung wie Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss kommt, nicht als Arbeitsunfall gilt." Das sei durchgehend von allen Ausbildern so vermittelt worden, betont die Zugbegleiterin außerdem - und widerspricht damit den Aussagen der Bahn auf Twitter. Denn die hatte angesichts der Aufregung über ihren ursprünglichen Tweet später geschrieben, Mitarbeiter seien in solchen Situationen durchaus versichert.

    „Niemandem von uns wurde je verboten einem Fahrgast zu helfen, im Gegenteil. Es wird gern gesehen einem Fahrgast das Gepäck zu reichen oder einen Kinderwagen einzuladen, ohne dass der Reisende überhaupt fragen muss", sagt R. allerdings auch. Nur müssten sich die Angestellten eben über mögliche Konsequenzen klar sein: "Nämlich, dass die Möglichkeit besteht, aufgrund einer blöden und falschen Bewegung über sechs Wochen außer Gefecht gesetzt zu sein und dann ins Krankengeld zu fallen."

    [www.rnd.de]
    Ich glaube, dass ist mehr oder weniger der gleiche Bericht auf Ksta hier: [www.ksta.de]

    Wenn's stimmt, ist das schon ein starkes Stück von der DB gegenüber ihren Mitarbeitern... :(

    Re: Dazu ist ab heute was auf Spiegel-Online zu lesen

    geschrieben von: Schwarzwaelder

    Datum: Gestern, 17:20:16

    Mw schrieb:
    Schwarzwaelder schrieb:
    Mw schrieb:
    [www.spiegel.de]

    Ich hab da allerdings so meine Zwiefel, ob das wirklich von einer echten Zugbegleiterin geschrieben wurde oder aber lanciert worden ist. Stichwort: "Bahngleis"

    Von?
    Der Autolobby? Den Freimaurern? Dem Autokorrekturprogramm?



    Schwarzwälder
    Nein, vom Spiegel selbst, ohne bzw. mit ganz geringem Hintergrund. Wer ist denn diese "Zugbegleiterin" überhaupt - sonst schreibt man z.B. Daniela H. aus B. (Name von der Redaktion geändert) ... Einen Bezug zu einer real existierenden DB-Mitarbeiterin kann ich nicht erkennen.

    Man könnte statt "lanciert" auch - vielleicht treffender "fingiert" schreiben.

    Gruß
    Mw
    Also ein frei erfundener Artikel?
    Fokusgruppen und Deeskalationstrainings gibt es gar nicht? Hat sich der "Schreiber" alles nur ausgedacht?


    Schwarzwälder
    Kölnbahner schrieb:
    MD 612 schrieb:
    "Niemandem von uns wurde je verboten einem Fahrgast zu helfen, im Gegenteil. Es wird gern gesehen einem Fahrgast das Gepäck zu reichen oder einen Kinderwagen einzuladen, ohne dass der Reisende überhaupt fragen muss", sagt R. allerdings auch. Nur müssten sich die Angestellten eben über mögliche Konsequenzen klar sein: "Nämlich, dass die Möglichkeit besteht, aufgrund einer blöden und falschen Bewegung über sechs Wochen außer Gefecht gesetzt zu sein und dann ins Krankengeld zu fallen."

    [www.rnd.de]
    Ich glaube, dass ist mehr oder weniger der gleiche Bericht auf Ksta hier: [www.ksta.de]

    Wenn's stimmt, ist das schon ein starkes Stück von der DB gegenüber ihren Mitarbeitern... :(
    Es ist vor allem ein starkes Stück gegenüber den Fahrgästen. Anstelle eines hilfreichen kinderwagenhebenden Zugbegleiters müßte ein Foto der mit Kinderwagen auf dem Bahnsteig zurückgebliebenen Mutter gezeigt werden, dahinter der letzte Wagen des abfahrenden Zuges mit den Schlußlichtern, und ungefähr folgende Erläuterung dazu: "Verlassen Sie sich nie darauf, daß Ihnen das Zugpersonal hilft! Viele Kollegen würden zwar das gerne tun, aber sie trauen sich nicht, weil wir sie bei Unfällen auf den Folgen sitzen lassen."

    Re: Dazu ist ab heute was auf Spiegel-Online zu lesen

    geschrieben von: Mw

    Datum: Gestern, 17:43:12

    >> Also ein frei erfundener Artikel <<

    Nein, aber ein sehr frei moderierter...
    Und ohne Bezugsquelle zu einer tatsächlich lebenden Person. D.h. sowas könnte - cui bono - auch aus der Feder des jeweiligen Arbeitgebers stammen.

    Gruß
    Mw

    Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Thomas I

    Datum: Gestern, 20:04:22

    Winterkind schrieb:
    Thomas I, schreibst du von dir selbst, arbeitest du im Grundbuchamt, oder hast du das nur gehört? Ich stelle mir vor, wer Mayer statt Meyer einträgt, kriegt wenn es dumm läuft Ärger mit den Vorgesetzten, aber muss doch den Schaden nicht aus eigener Tasche zahlen.

    Ich war bis 2016 Justizinspektor und habe als Rechtspfleger auch im Grundbuchamt gearbeitet.
    Von daher weiß ich wovon ich rede.

    §839 I BGB ist da ziemlich klar auch:
    Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Fällt dem Beamten nur Fahrlässigkeit zur Last, so kann er nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Verletzte nicht auf andere Weise Ersatz zu erlangen vermag.

    Und dass der Verletzte nicht auf andere Weise Ersatz erlangen vermag ist meistens der Fall.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Thomas I

    Datum: Gestern, 20:08:31

    D. schrieb:
    Thomas I schrieb:
    Es geht hier um die Haftung gegenüber Dritten.
    Und da haftet der Beamte auch schon für einfache Fahrlässigkeit.
    Natuerlich nicht. Genau dafuer gibt es doch die Amtshaftung (§ 839 BGB iVm Art. 34 GG). Der Staat haftet nach Aussen, zusaetzlich bei Vorsatz auch der Beamte selbst. Und in Regress nehmen kann der Staat den beamten bei Vorsatz und grober Fahrlaessigkeit.
    Lesen wir doch mal nach im §839 Abs. 1 BGB:
    Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Fällt dem Beamten nur Fahrlässigkeit zur Last, so kann er nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Verletzte nicht auf andere Weise Ersatz zu erlangen vermag.

    Da steht Beamter, nicht Staat.

    Als Beamter gilt, wer eine hoheitliche Tätigkeit ausübt. § 839 Abs. 1 BGB gebraucht den Begriff des Beamten somit im haftungsrechtlichen Sinn. Als Beamte gelten daher nicht lediglich solche Personen mit Beamtenstatus, sondern auch Angestellte der öffentlichen Hand.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: D.

    Datum: Gestern, 20:34:31

    Wer 839 BGB sagt, muss auch 34 GG sagen.

    Der Staat haftet.

    Service-Zitat:

    "Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt der Rückgriff vorbehalten."

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Thomas I

    Datum: Gestern, 23:54:07

    D. schrieb:
    Wer 839 BGB sagt, muss auch 34 GG sagen.

    Der Staat haftet.

    Service-Zitat:

    "Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt der Rückgriff vorbehalten."
    Wer so weit geht, sollte dann aber auch bundes- und landesrechtliche Regressmöglichkeiten des Dienstherrn gegenüber dem Beamten nicht unerwähnt lassen.

    Mal davon abgesehen grob fahrlässig handelt schon z.B.
    - wer als Lehrkraft, einen Schulgeneralschlüssel während des Sportunterrichts auf einer Bank ablegt und ihn dann vergisst,
    - wer als Grundbuch Beamter bei einem Grundbucheintrag einen Namen falsch schreibt.

    Grob fahrlässig handelt der Beamte nach ständiger Rechtsprechung nämlich bereits wenn ihm ein Versehen unterläuft, das selbst einem minder vorsichtigen Menschen normalerweise nicht zustoßen dürfte.
    Und minder vorsichtig wird in dem Fall von den Gerichten eher sehr zuungunsten des Beamten ausgelegt.

    Salopp gesagt, nach den Maßstäben wäre jedes Elternteil das kein Helikoptereltern ist schon minder vorsichtig... 😎



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 23:54:52.