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Hallo,

unter
[www.merkur.de]
[www.tagesspiegel.de]
könnt ihr einen Artikel nachlesen.

"Eine junge Mutter wollte mit Kinderwagen mit der Bahn verreisen. Beim Einsteigen verweigert ihr eine Schaffnerin Hilfe. Über diesen Ärger twittert die Schwangere. Die Antwort der Bahn macht sprachlos.
  • Carina Zimniok - Redakteurin beim Münchner Merkur - hat ihren Ärger über die Deutsche Bahn via Twitter Luft gemacht.
  • Die Reaktion der Deutschen Bahn folgte prompt - doch die Antwort macht fassungslos.
  • [li]Nach heftiger Kritik rudert der Konzern zurück."
    Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema.

    Das Problem!

    geschrieben von: Georgi

    Datum: 14.01.20 14:33

    Die Social Media Abteilung der DB ist wie der Name sagt eine Social Media Abteilung! Die haben nun mal Ahnung mit Fratzenbuch und Zwitschern, aber eben nicht vom System Bahn. Vielleicht haben sie aber auch gar keine Ahnung von gar nichts. Wer weiß?:-))

    Re: Das Problem!

    geschrieben von: 143 828

    Datum: 14.01.20 14:36

    Nein. Es ist ganz einfach: Wenn es möglich ist, etwas mit reiner Bosheit zu erklären, dann ist diese Erklärung meist auch die zutreffende.
    Wird bei der Social-Media-Abteilung auch so sein.
    Verstehe dieses Geschrei um ein angebliches "PR-Desaster" nicht. Diese Aussage bzw. dieses Gerücht darum, dass die Bahnmitarbeiter auf dem Zug für sowas nicht versichert sind, höre ich schon seit Jahren auf unterschiedlichen Kanälen. Irgendwoher muss es also kommen, und der Kerl aus dem SocialMedia-Team hat es eben in einem gewohnt höflichen Tweet als Antwort geschickt. Dass darüber intern keine Klarheit herrscht sollte wohl, gerade hier auf DSO, auf Verständnis stoßen. Die DB hat in meinen Augen deutschlandweit eine der besten SocialMedia-Abteilungen (wenn es um Antworten auf Facebook/Twitter geht); da könnten sich in Sachen Höflichkeit und Sachlichkeit viele andere Firmen eine Scheibe von abschneiden. Von demher auch hier, zumindest in meinen Augen, mal wieder nur viel Wind um nichts - ausgelöst, weil es natürlich wieder eine "Journalistin" war.



    2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 14:39.
    Die Sache ist eigentlich ganz einfach, das Bereitstellen von Hilfsmitteln ist versichert, das direkte Anfassen ist nicht versichert. Und ich glaube auch nicht, dass dies geändert wurde oder je wird.

    Neues Problem

    geschrieben von: Wolfram D.

    Datum: 14.01.20 14:55

    Das Problem - sicher nicht nur der Social-Media-Abteilung - ist, dass man gar nicht so absurd denken kann, wie manchmal vor Gericht entschieden wird.
    Wenn z.B. der Sturz auf der vom Arbeitgeber ausgestatten Toilette nicht als Arbeitsunfall gilt: [www.t-online.de] , dann muss man sich über solche Antworten (und das Verhalten des Personals) nicht wundern. Es könnte ja ein Anwalt der Versicherung auf die Idee kommen, diese Handreichung als privates Entgegenkommen zu sehen? Und wenn die Zubine dann nicht lückenlos ihr Leistungsbild im Kopf hat, lehnt sie aus "Sicherheit" erstmal ab.

    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr.

    Gruß
    Wolfram

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: D-Takter

    Datum: 14.01.20 15:24

    Wolfram D. schrieb:
    Zitat:
    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr
    Vor allem Beamte hatten da tatsächlich einen besseren Status.
    Der D-Takter
    Hallo,

    ich kann die Aufregung zwar verstehen und bin etwas verwundert, das die Hilfeleistung bei Rollstuhlfahrern und Müttern mit Kindern, was den Kinderwagen anbetrifft nicht versichert ist, aber ich habe auch schon erlebt, das ZUB sich geweigert haben älteren Damen, den völlig überdimensionierten Koffer in den ICE zu heben, was die Damen wegen der Größe und des Gewichts alleine niemals geschafft hätten, das hat man dann gesehen als durchaus kräftige Herren Mühe hatten den Koffer in den Zug zubekommen. Allerdings habe ich dafür auch volles Verständnis, denn soweit ich mich an die AGB der DB erinnere steht darin, das mit dem Erwerb der Fahrkarte " ein tragbares Handgepäckstück" kostenfrei befördert wird. Alles andere wäre eigentlich kostenpflichtig und müsste extra bezahlt werden und dann könnte man wahrscheinloch auch Hilfe verlangen. Ob das allerdings noch so ist, weiß ich nicht genau. Gehandhabt wird es wohl nicht so, das kann man ja täglich in den Zügen sehen.
    Falk12 schrieb:
    ich kann die Aufregung zwar verstehen und bin etwas verwundert, das die Hilfeleistung bei Rollstuhlfahrern und Müttern mit Kindern, was den Kinderwagen anbetrifft nicht versichert ist, aber ich habe auch schon erlebt, das ZUB sich geweigert haben älteren Damen, den völlig überdimensionierten Koffer in den ICE zu heben,
    Hallo,

    hier berichtete vor Jahren in ähnlichem Zusammenhang ein Zub, dass er von seinem Arbeitgeber eine Ermahnung bekam, nachdem er sich beim Heben eines schweren Koffers verhoben hatte und krankgeschrieben war. Sein Fall wurde dazu genutzt ("aus gegebenem Anlass"), darauf hinzuweisen, dass derartige Tätigkeiten nicht zur Arbeit gehörten und daher nicht versichert seien.

    Falk12 schrieb:
    was die Damen wegen der Größe und des Gewichts alleine niemals geschafft hätten, das hat man dann gesehen als durchaus kräftige Herren Mühe hatten den Koffer in den Zug zubekommen.
    Kein Wunder, im damaligen Thread gab es dazu den passenden Satz: Früher, als Koffer noch keine Räder hatten, hat jeder nur so viel in seinen Koffer gepackt, wie er auch tragen konnte. Denn man muss immer mit Situationen rechnen, in denen man ihn tragen muss.

    Falk12 schrieb:
    Allerdings habe ich dafür auch volles Verständnis, denn soweit ich mich an die AGB der DB erinnere steht darin, das mit dem Erwerb der Fahrkarte "ein tragbares Handgepäckstück" kostenfrei befördert wird. Alles andere wäre eigentlich kostenpflichtig und müsste extra bezahlt werden und dann könnte man wahrscheinloch auch Hilfe verlangen.
    Es dürfte nicht kostenpflichtig, sondern aus Sicherheitsgründen schlicht verboten sein, sonst könnte man - ausreichend Körperkraft vorausgesetzt - alles mögliche in der Bahn transportieren. Man denke auch an das Pony in der Berliner S-Bahn, oder das Motorrad im russischen Linienbus.

    Gruß,
    Till

    "Das ist unerhört! Das ist ein Skandal! Wenn man sich nicht mal mehr auf den Fahrplan der Staatsbahn verlassen kann, worauf dann?"

    (Egon Olsen, Die Olsenbande stellt die Weichen)

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 14.01.20 17:13

    Wolfram D. schrieb:
    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr.
    Und warum geht das heute nicht? Wenn die Absicherung 'privatwirtschaftlich' sein muß, kann ja der 'Dienstherr' eine Versicherung abschließen.
    Falk12 schrieb:
    Allerdings habe ich dafür auch volles Verständnis, denn soweit ich mich an die AGB der DB erinnere steht darin, das mit dem Erwerb der Fahrkarte " ein tragbares Handgepäckstück" kostenfrei befördert wird. Alles andere wäre eigentlich kostenpflichtig und müsste extra bezahlt werden
    Irgendwo steht aber auch, daß Kinder befördert werden. Sogar kostenlos.
    Wobei es für die Bahn nach der Meldung schwer wird für die Bahn im Falle eines Falles die wenigstens moralisch gerechtfertigt Ansprüche des Mitarbeiters abzulehnen. Die DB als Selbstversicherer kann das ja machen wie sie mag.

    Re: Neues Problem

    geschrieben von: Thomas I

    Datum: 14.01.20 18:17

    D-Takter schrieb:
    Wolfram D. schrieb:
    Zitat:
    Früher© war das einfacher, man war von ... bis ... im Dienst, tat, was getan werden musste und im Falle eines Falles nahm der Dienstherr seine Fürsorgepflicht wahr
    Vor allem Beamte hatten da tatsächlich einen besseren Status.
    Der D-Takter
    Von wegen.
    Ich habe als Beamter im Justizdienst gearbeitet und durfte mich für die Folgen etwaiger Fehler (Mayer statt Maier ins Grundbuch eingetragen z.B.) selbst absichern.
    Wenn dir Fehler unterlaufen nimmt der Dienstherr keine Fürsorgepflicht wahr, er nimmt dich in Regress.
    Der Dienstherr ist nicht dazu verpflichtet, Fehler oder Fehlentscheidungen und die daraus entstehenden Konsequenzen zu tragen.
    Ich würde dieser "kundenfreundlichen" Schaffnerin empfehlen eine Diensthaftpflichtversicherung abzuschließen sowas hat man heute einfach oder gleich den Job aufzugeben. So ein Verhalten geht gar nicht.

    Lesen wir doch mal nach

    geschrieben von: D 2027

    Datum: 14.01.20 18:22

    kmueller schrieb:
    Irgendwo steht aber auch, daß Kinder befördert werden. Sogar kostenlos.
    Am besten in etwas offiziellem... Zum Beispiel hier: [www.bahn.de] und auch Inside Bahn wäre eine gute Idee: [inside.bahn.de] Da finden wir sogar folgenden Satz als Tip: "Bitten Sie stets das Zugpersonal oder Ihre Mitreisenden um Hilfe – das erspart Ihnen und Ihrem Kind viel Stress."

    Tja, liebe DB-Mitarbeiter: könnte bitte irgendjemand mal belegen - diese Aussage geistert von den üblichen Fahrgastfeinden ja schon länger auch durch unser Forum - dass es Euch wirklich aus haftungsrechtlichen Gründen verboten ist Reisenden zu helfen? Dann doch bitte jetzt mal die Hosen runterlassen.

    Vielen Dank
    Erik

    (der selbstredend jeder hilfsbedürftigen Person - das gebietet allein die normale Höflichkeit unter Menschen! - hilft und früher beim Reisen mit den Kindern im Kinderwagen selbst immer sehr froh darüber war geholfen zu bekommen.)

    Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!
    Lok Leipzig schrieb:
    Ich würde dieser "kundenfreundlichen" Schaffnerin empfehlen eine Diensthaftpflichtversicherung abzuschließen
    Es geht aber nicht um Haftpflichtschäden, sondern um eigene Gesundheitsschäden der Kollegen, die durch Hilfeleistungen entstehen könnten. Da ist die Unfallversicherung des Arbeitgebers zuständig und nicht eine eventuell vorhandene Diensthaftpflichtversicherung. Und ja, es gab schon Fälle, da sperrten die sich gegen eine Regulierung in Form des zu zahlenden Verletztengeldes, was anstelle des Krankengeldes bei Arbeitsunfällen fließen müsste. Da ging es allerdings nicht um die Hilfe beim Hineinheben eines Kinderwagens, sondern (zumindest bei einem mir direkt bekannten Fall) um die gutgemeinte Hilfe beim Rausheben eines besetzten Rollstuhls.

    Gruß Peter

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler

    Re: Lesen wir doch mal nach

    geschrieben von: Zugsicherer

    Datum: 14.01.20 18:35

    D 2027 schrieb:
    Tja, liebe DB-Mitarbeiter: könnte bitte irgendjemand mal belegen - diese Aussage geistert von den üblichen Fahrgastfeinden ja schon länger auch durch unser Forum - dass es Euch wirklich aus haftungsrechtlichen Gründen verboten ist Reisenden zu helfen? Dann doch bitte jetzt mal die Hosen runterlassen.
    Die Bahn hat doch heute bereits auf Twitter geantwortet, dass die ursprüngliche Aussage falsch gewesen wäre, die Mitarbeiter natürlich versichert und auch in diesen Fällen zur Hilfe aufgefordert seien. Nur wird das jetzt (natürlich) nicht mehr ohne weiteres geglaubt.

    Gruß,
    Sven
    VT schrieb:
    Die DB als Selbstversicherer kann das ja machen wie sie mag.
    Im Falle der gesetzlichen Unfallversicherung, die bei Arbeitsunfällen eintritt, ist die Bahn kein Selbstversicherer.

    Gruß Peter

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es eh keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger (1928–1986), österreichischer Kabarettist und Schauspieler
    "Diese Social Media Abteilung der DB ist ja wirklich peinlich, ich dachte mir ja eigentlich ds nach dem Greta Patzer hier mal sensibler herangegangen wird. Der Greta Patzer war sogar beim letzten Konzerntreffen DB Thema."

    Die Bahn hat alles richtig gemacht. Der "Patzer" ist der Social Media Abteilung von Greta Thunberg passiert, die es sich nicht vorstellen konnte, dass die Bahn die Fakten auf den Tisch bringt und öffentlich macht, wie es wirklich war. Die Leute lassen sich halt doch nicht so einfach für dumm verkaufen, wie man dachte.

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