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Stena Line und Trajekt

geschrieben von: kbs192

Datum: 13.01.20 22:50

In der heutigen Ausgabe der Ostseezeitung ist ein Interview mit dem Geschäftsführer der Stena Line Deutschland zu lesen. Darin geht es unter anderem auch um den Eisenbahntrajekt. Hier das wichtigste in einer kurzen Zusammenfassung.

In 2019 fast 20 000 Waggons transportiert.
Die Entwicklung beim Trajekt ist weiterhin sinkend.

Erklärtes Ziel ist die Zahl auf 30 000 Wagen pro Jahr zu erhöhen und bei jeder Überfahrt* Waggons an Bord zu haben.

Das Trimodal-Terminal in Rostock könnte von 600 Metern auf 740 Meter erweitert werden für längere Güterzüge.

Seit 2015 nutzt die Deutsche Bahn ihre Verbindungen nach Schweden ausschließlich über Rostock.

Die Route ab Sassnitz hat nur im Sommer eine Nachtzugverbindung zwischen Berlin und Malmö. Stockholm und Berlin soll für Fahrgäste besser per Bahn verbunden werden.

Manchmal werden "Luxus-Personenzüge**" und sporadisch Eisenbahn-Frachtverkehr ab Sassnitz durchgeführt.

Snälltåget verdoppelt ab 2020 die Zahl ihrer Waggons***, insbesondere auf der Strecke Malmö–Berlin und zukünftig auch Stockholm–Berlin.

Anmerkungen:
* Diese Zielsetzung gilt wahrscheinlich nur für Rostock
** keine Ahnung, was damit gemeint sein soll
***gemeint sind vermutlich die Fahrtage des Nachtzuges und nicht die Wagenanzahl

kbs192

Re: Stena Line und Trajekt

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.01.20 23:08

Hallo,

Danke für den Beitrag und mit Luxus-Personenzügen sind hier die Sonderzüge verschiedener Veranstalter gemeint. So zum Beispiel der Skandinavien-Express 2015 oder der Polar-Express 2016 der Rennsteigbahn, bei Denen ich an Bord war. Im letzten Jahr gab es einen schwedischen Sonderzug von Stockholm nach Berlin.

Größte Eisenbahnfähren der Welt

geschrieben von: westerwald/lahn/taunus-tf

Datum: 14.01.20 18:03

Stena hatte vor mehreren Jahren die Fährroute übernommen und die Eisenbahnfährschiffe übernommen. Hierbei handelt es sich um die größte Eisenbahnfähre Deutschland, die „Mecklenburg-Vorpommern“ mit 945 Metern Gleisen, und das größte Eisenbahnfährschiff der Welt, die „Scåne“ mit 1110 Meter Schienen für ca. 55 Waggons. Beide Schiffe fahren zwischen Rostock Seehafen und Trelleborg in Schweden. Die Entfernung ist ca. 150 km.

Auf Grund der Bautätigkeiten für Tunnel und Brücken, sehe ich langfristig den Eisenbahnfährverkehr als baldige Geschichte. Zuletzt waren es die Eisenbahnfährverbindungen Rostock Warnemünde-Gedser, wo neue Fährschiffe ohne Gleise bestellt wurden und der Verladeanlagen in Gedser und Warnemünde zurückgebaut wurden. Aktuell ist die Vogelfluglinie anscheinend für den Eisenbahnverkehr Geschichte.

Re: Größte Eisenbahnfähren der Welt

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 14.01.20 18:19

Hallo,

Naja, auch langfristig sehe ich den Eisenbahntrajektverkehr nicht als Geschichte an. Gerade für den Güterverkehr und auch als Redundanz zu den Tunnel- oder Brückenbauwerken. Wobei die heutige Fährverbindung von Rostock nach Gedser an Warnemünde vorbei fährt. Die alte Fährverbindung von Warnemünde nach Gedser ist da ein Kapitel für sich.
Da sehe ich schon noch eine Zukunft für die Fährstrecken von Rostock nach Trelleborg und auch von Mukran nach Trelleborg (die Königslinie). Alles wird auch die neue Vogelfluglinie, so Diese einmal fertig wird auch nicht aufnehmen können. Ist ja bis Heute auch über den Ärmelkanal so, das es trotz Eurotunnel immer noch Fährverbindungen gibt.

Re: Größte Eisenbahnfähren der Welt

geschrieben von: Rodscha

Datum: 14.01.20 19:36

gerdboehmer schrieb:
Ist ja bis Heute auch über den Ärmelkanal so, das es trotz Eurotunnel immer noch Fährverbindungen gibt.
Bei welchen davon werden aktuell Eisenbahnwaggons trajektiert?

Re: Größte Eisenbahnfähren der Welt

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 14.01.20 20:00

Hallo,

Ich hatte von Fährverbindungen über den Ärmelkanal im Allgemeinen geschrieben, nicht von Eisenbahntrajekten. Wenn es momentan nicht planmässig erfolgt heisst das ja nicht, das es nicht möglich wäre. So wie ja andererseits der Eurotunnel auch von Zügen für die Beförderung von Strasenfahrzeugen genutzt wird.

Re: Größte Eisenbahnfähren der Welt

geschrieben von: westerwald/lahn/taunus-tf

Datum: 14.01.20 20:27

Gut, dann kannst du uns aufklären welche im aktuellen Einsatz befindlichen Fährschiffe über Eisenbahngleise verfügen und welche Fähranleger am Ärmelkanal noch funktionierende Fährrampen mit an das Eisenbahnnetz angeschlossenen Gleisen haben.

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Ich hatte von Fährverbindungen über den Ärmelkanal im Allgemeinen geschrieben, nicht von Eisenbahntrajekten. Wenn es momentan nicht planmässig erfolgt heisst das ja nicht, das es nicht möglich wäre. So wie ja andererseits der Eurotunnel auch von Zügen für die Beförderung von Strasenfahrzeugen genutzt wird.

Re: Größte Eisenbahnfähren der Welt

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 14.01.20 20:47

Warum sollte ich das tun, Du musst nicht Alles als DOGMA verstehen und/oder wortwörtlich nehmen.
Ergo bitte meine Ausführungen eventuell erst einmal richtig lesen und verstehen (!)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 20:48.

Re: Eisenbahntrajekt über den Ärmelkanal

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 15.01.20 09:49

Rodscha schrieb:
gerdboehmer schrieb:
Ist ja bis Heute auch über den Ärmelkanal so, das es trotz Eurotunnel immer noch Fährverbindungen gibt.
Bei welchen davon werden aktuell Eisenbahnwaggons trajektiert?
Bei keiner, da es für die Fährlinien über den Kanal keine Anleger mit Gleisen mehr gibt. So, wie es aussieht, ist dort auch alles verbaut, sodass ein Trajekt auch nicht wieder kommen dürfte.

Gruß Sebastian
Genauso ist das auch, nur hat hier jemand der keine Ahnung hat, einfach versucht etwas falsches zu behaupten. Diese Person hat jetzt von mir eine angemessene Antwort bekommen. Dir vielen Dank für die Recherche und lass dich nicht beirren von einem der meint er sei ein Teebeutel.

Sebastian Berlin schrieb:
Rodscha schrieb:
gerdboehmer schrieb:
Ist ja bis Heute auch über den Ärmelkanal so, das es trotz Eurotunnel immer noch Fährverbindungen gibt.
Bei welchen davon werden aktuell Eisenbahnwaggons trajektiert?
Bei keiner, da es für die Fährlinien über den Kanal keine Anleger mit Gleisen mehr gibt. So, wie es aussieht, ist dort auch alles verbaut, sodass ein Trajekt auch nicht wieder kommen dürfte.

Skandinavien ist nicht Kopenhagen... aber MV bleibt MV

geschrieben von: heirei

Datum: 15.01.20 13:11

Dass skandinavische "Festland" (Schweden/Oslo) soll trotz des Brückenbaus um Seeland herum durchaus weiterhin Interesse an einem Trajekt haben, wohl auch weil sich die Region Kopenhagen hier langfristig als Flaschenhals etablieren könnte.

Es ist richtig, dass der Trajekt aller Skandinavien-Relationen westlich von Berlin hier in einem ordentlichen Schwitzkasten genommen wird. Wenn alle Akteure aber drumherum an einem Strang ziehen könnten bliebe hier durchaus noch etwas Musik drinnen. Auch weil der Umweg über die Brücken, auch inklusive eines Fehmarnsundtunnels, bis nach Malmö weiterhin nicht unerheblich ist. Das hieße aber vor allem dass MV als Hauptnutznießer solcher Verbindung sich endlich einmal dazu herablassen müsste hier etwas mehr Farbe zu bekennen.

Grundsätzlich wäre dann eben - bei entsprechender Hinterlandverbindung - der Hafen Saßnitz-Mukran perspektivisch immer noch sehr geeignet, eben gerade weil dieser näher an Schweden dran liegt und dazu auch östlicher: Wenn die Verbinung Mukran-Stralsund-Pasewalk denn endlich entsprechend der jahrzehnte alten Pläne als TEN CORE Korridor ertüchtigt werden würde und inklusive des kurzen zusätzlichen (europäischen) Schlags ab Pasewalk nach Stettin, wäre hier mit Westpolen ein recht großes Hinterland zusätzlich erschlossen. Dann bleibt nur noch die Aufgabe auch eine gewisse Gravitationskraft als kleiner Transporthub zu entwickeln, ähnlich wie derzeit Rostock, insbesondere nach der wesentlichen Ertüchtigung der Strecke nach Berlin. (Klar die Stettiner Häfen bis Swinemünde sind eine stärkere Konkurrenz gegenüber der Vorpommernschen, aber das wär doch mal ein etwas stärkeres und herausforderndes Thema für die Euroregion Pommerania als Fahrradwege und Kreisstrassen: eine Hafenkooperation Pommersche Bucht von Kozalin bis Saßnitz) Dazu: Entwicklungen wie Flugscham, Klimaneutraler Gütertransport und auch weiterhin das Alleinstellungsmerkmal eines Breitspurterminals, welches in der Relation Duisburg-Saßnitz-Petersburg-Jekaterinenburg nach Ostchina/Koreas/Japan den derzeit schon arg ausgelasteten eurasischen Korridors über Minsk elegant abkürzt sind alles Themen die ja auch einmal progressiv verknüpft werden könnten.
Würde diesem Bundesland doch nicht nur immer solch ein Ruf von Rückständigkeit vorauseilen, welches dessen Staatskanzlei und Infrastrukturministerium auch vorauseilend stets zu zu bestätigen sucht....

Re: Eisenbahntrajekt über den Ärmelkanal

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 15.01.20 14:18

Hallo,

Was hat damit zu tun, das ich keine Ahnung hätte, Du bist einfach nicht in der Lage geschriebene Beiträge richtig zu interpretieren (!)
Ich hatte an keiner Strelle geschrieben, das es einen Eisenbahntrajektverkehr über den Ärmelkanal gibt, sondern:
1. das es Fährverbindungen über den Ärmelkanal im Allgemeinen immer noch gibt, trotz EuroTunnel,
2. das es weil es momentan keine Eisenbahntrajekte gibt, dennoch zukünftig möglich sein könnte und
3. das Fährverbindungen als Redundanz für Tunnel- oder Brückenbauwerke auch in der Zukunft ihre Berechtigung haben werden, allerdings auch an der Stelle nichts von Eisernbahntrajekten geschrieben.

Immerhin gab es in der Vergangenheit auch schon einen Trajektverkehr über den Ärmelkanal in Form des Night-Ferry zwischen London und Paris.

Also liebe Freunde lernt es erst einmal hier geschriebene Beiträge auch eventuell einmal richtig zu interpretieren (!)





6-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 18:43.

Re: Eisenbahntrajekt über den Ärmelkanal

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 15.01.20 14:33

Hallo,

Noch einmal, ich habe an keiner Stelle geschrieben, das es momentan Eisenbahntrajekte über den Ärmelkanal gibt (!)

Hallo,

Vielen Dank meinerseits für Deinen sehr konstruktiven Beitrag, das sehe ich doch seit Jahren genauso. Da heben sich Deine Ausführungen sehr wohltuend von den anderen Ausführungen auf meine Gedanken ab.

Vielen Dank,

Re: Skandinavien ist nicht Kopenhagen... aber MV bleibt MV

geschrieben von: KIl

Datum: 15.01.20 15:08

heirei schrieb:
Dass skandinavische "Festland" (Schweden/Oslo) soll trotz des Brückenbaus um Seeland herum durchaus weiterhin Interesse an einem Trajekt haben, wohl auch weil sich die Region Kopenhagen hier langfristig als Flaschenhals etablieren könnte.

Schweden und Dänemark planen deswegen jetzt schon einen Eisenbahntunnel Helsingør/Helsingborg (Info von trafikverket | Konzeptstudie). Fehlen tut dann noch eine Umgehungsstrecke Hillerød ~ Roskilde und schon hat man den (Durchgangs-)Güterverkehr aus Kopenhagen raus.
Hallo,

Dein Vorschreiber war aber an der Stelle mehr auf eine direkte Fährverbindung zwischen Schweden und Deutschland, mit Umgehung von Dänemark bzw. Kopenhagen aus.

Re: Eisenbahntrajekt über den Ärmelkanal

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 15.01.20 15:52

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Noch einmal, ich habe an keiner Stelle geschrieben, das es momentan Eisenbahntrajekte über den Ärmelkanal gibt (!)
Vollkommen richtig. Die Häfen wurden aber in den Jahrzehnten seit der Tunneleröffnung so stark umgebaut, dass es zukünftig quasi unmöglich ist, Eisenbahntrajekt durchzuführen. Für die Bahn gibt es diese Redundanz nicht mehr und sie wird wohl auch nicht wieder kommen.

Gruß Sebastian

Re: Eisenbahntrajekt über den Ärmelkanal

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 15.01.20 17:05

Hallo,

Mal soviel zu Deinem Beitrag, Fährschiffe oder Fähranleger mit Gleisen auszurüsten ist heutzutage echt kein Thema. Also ist es erst einmal nicht unmöglich. Das Problem ist hier wohl eher das unterschiedliche Lichtraumprofil zwischen England und dem Kontinent. Redundanz heisst ja auch nicht, das bei einer eventuellen Erfordernis auf einer Fährstrecke nun unbedingt auch gleich Eisenbahnfahrzeuge mit trajektiert werden müssen.

Re: Redundanz

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 15.01.20 18:52

Moin,

Redundanz bedeutet zunächst einmal, dass bei Ausfall einer (in diesem Fall) Strecke eine Alternative zur Verfügung steht.
Im Straßenverkehr ist das sowohl zwischen Deutschland und Skandinavien und auch zwischen dem Kontinent und Großbritannien der Fall.

Zwischen Deutschland und Schweden besteht diese Redundanz durch die Trajekte von Mukran und Rostock, sollte der Landweg dicht sein, auch für die Schiene.

Beim Ärmelkanal besteht keine Redundanz, da es nur den Tunnel gibt. Alles andere hat man zurück gebaut und könnte man nur mit mehreren Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, Vorlauf wieder herstellen.

Früher gab es von Deutschland auch noch die Malmö-Link-Fähren von Travemünde aus in Richtung Schweden, wo ebenfalls ein Eisenbahntrajekt existierte. Die betreffenden Anlagen und Schiffe sind aber auch hier zurück gebaut.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 18:53.

Re: Redundanz

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 15.01.20 19:02

Hallo,

Da muss ich leider in einem Punkt enttäuschen. Auch über den Ärmelkanal gibt es als Redundanz immer noch einige Fährverbindungen, wenn auch keine Eisenbahntrajekte. Diese Redundanz wurde auch während der Sperrung des Eurotunnels nach Fahrzeugbränden in den Jahren 2008 und 2015 genutzt. Da hiess es für die Reisenden umsteigen ...

Und wie geschrieben ist es kein Problem auch über den Ärmelkanal wieder einen Trajektverkehr einzurichten, das ist kein Thema, wenn es erforderlich ist.

Zitat - Zwischen Deutschland und Schweden besteht diese Redundanz durch die Trajekte von Mukran und Rostock, sollte der Landweg dicht sein, auch für die Schiene. - Zitatende

Genau hier wollte ich schon mit meinem Beitrag vom gestrigen Tage, verfasst um 18:19 Uhr hin. Da war der Satz mit den Fährverbindungen über den Ärmelkanal nur ein ergänzender Nebensatz.

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