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Eine Angfrage der Grünen ergab folgendes Ergebnis:

Zitat
Im ersten Halbjahr 2018 nutzten pro Woche landesweit ungefähr 1,43 Millionen Menschen den SPNV [...] So viele waren es demnach auch im ersten Halbjahr 2016 gewesen.
Zitat
[...] bei Vergaben von Teilstrecken bestellten Leistungen wuchsen landesweit laut Ministerium von 33,70 Millionen Zugkilometern im Jahr 2010 auf 36,12 Millionen 2014 und 38,98 Millionen im Jahr 2018.
Quelle: [www.sueddeutsche.de]

Re: [RLP] Fahrgastzahlen stagnieren

geschrieben von: bahamas

Datum: 13.01.20 15:23

Tramateur schrieb:
Eine Angfrage der Grünen ergab folgendes Ergebnis:
Im ersten Halbjahr 2018 nutzten pro Woche landesweit ungefähr 1,43 Millionen Menschen den SPNV [...] So viele waren es demnach auch im ersten Halbjahr 2016 gewesen.

Kein Wunder - wenn man mehr Leute erreichen will, muss man auch mehr Schienenstrecken bedienen! Es gibt ja ganze Regionen in RLP ohne SPNV: Eifel, Hunsrück...
Die gleichen Fahrgäste fahren nur mehr Kilometer ?
Kein Wunder bei der Art, wie die Strecke Mannheim - Saarbrücken seit Jahren von der DB ausgebaut wird...seit 2006 bis 2025.
TriStar schrieb:
Kein Wunder bei der Art, wie die Strecke Mannheim - Saarbrücken seit Jahren von der DB ausgebaut wird...seit 2006 bis 2025.
Oder Mainz - Saarbrücken. Das ist nicht mal die Elektrifizierung in Aussicht.
Tramateur schrieb:
TriStar schrieb:
Kein Wunder bei der Art, wie die Strecke Mannheim - Saarbrücken seit Jahren von der DB ausgebaut wird...seit 2006 bis 2025.
Oder Mainz - Saarbrücken. Das ist nicht mal die Elektrifizierung in Aussicht.
Und was bringt der Fahrdraht? Die Strecke ist ohne Neigetechnik einfach viel zu langsam und Neutrassierungen wird es nicht geben eher baut man eine vierspurige Bundesstraße im Autobahnstil.
Eine allgemeine Tendenz der letzten Jahre bis Jahrzehnte:
Die Nachfrage nach Bahnleistungen steigt allgemein, nicht jedoch in schlechter erschlossenen ländlichen Gebieten.
Keiner verbringt vor Arbeitsbeginn oder nach Feierabend gerne noch 30 oder 45 Minuten am Arbeitsplatz, wenn es nur alle 1-2 Stunden eine mäßig gut funktionierende Kette von ÖPNV-Verbindungen gibt.
ingo st. schrieb:
Die gleichen Fahrgäste fahren nur mehr Kilometer ?
Nee, das steht da nicht. Es fahren mehr Züge, aber nicht mehr Fahrgäste. Entweder sind die zusätzlichen Züge leer, oder es sind (z. B. im Abendverkehr) Fahrgäste von "früheren" Zügen auf "neue, spätere Züge" umgestiegen. Aber man konnte scheinbar mit den neuen Zügen keine neuen Fahrgäste anlocken.
Vielleicht liegt das an den erweiterten Fahrtmöglichkeiten im Westerwald? Beiderseits schließen andere Bundesländer an, im Süden/Osten Hessen, im Norden/Westen NRW. Mit dem Tarifchaos kann man keine neuen Fahrgäste erreichen, auch nicht mit neuen Spätzügen.

Gruß

Christof
Strizie schrieb:
Tramateur schrieb:
TriStar schrieb:
Kein Wunder bei der Art, wie die Strecke Mannheim - Saarbrücken seit Jahren von der DB ausgebaut wird...seit 2006 bis 2025.
Oder Mainz - Saarbrücken. Das ist nicht mal die Elektrifizierung in Aussicht.
Und was bringt der Fahrdraht? Die Strecke ist ohne Neigetechnik einfach viel zu langsam und Neutrassierungen wird es nicht geben eher baut man eine vierspurige Bundesstraße im Autobahnstil.
Auf Neigetechnik zu verzichten fand ich auch einen Fehler. Dennoch hat eine Elektrifizierung Vorteile, was auch der ein oder andere Landrat so sieht.

Re: [RLP] Fahrgastzahlen stagnieren

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 13.01.20 20:15

Zitat:Zitat
Kein Wunder - wenn man mehr Leute erreichen will, muss man auch mehr Schienenstrecken bedienen! Es gibt ja ganze Regionen in RLP ohne SPNV: Eifel, Hunsrück...
Nachdem man sich in den Verbandsversammlungen positiv zur Fahrgastentwicklung des neuen landesweiten RE-Konzeptes geäußert hat, dass mit dem Rheinland-Pfalz-Takt 2015 eingeführt wurde, müssen die Bahnen zur Feinerschließung ordentlich an Nachfrage verloren haben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 20:16.
Tramateur schrieb:
Eine Angfrage der Grünen ergab folgendes Ergebnis:

Zitat
Im ersten Halbjahr 2018 nutzten pro Woche landesweit ungefähr 1,43 Millionen Menschen den SPNV [...] So viele waren es demnach auch im ersten Halbjahr 2016 gewesen.
Zitat
[...] bei Vergaben von Teilstrecken bestellten Leistungen wuchsen landesweit laut Ministerium von 33,70 Millionen Zugkilometern im Jahr 2010 auf 36,12 Millionen 2014 und 38,98 Millionen im Jahr 2018.
Quelle: [www.sueddeutsche.de]
Der teilweise Zusammenbruch kritischer Straßeninfrastruktur in der Rheinpfalz dürfte da im zweiten Halbjahr 2019 sicher zu Zuwächsen geführt haben..
Hallo

man müsste wenn schon die gefahrenen Personenkilometer in Relation zu den gefahrenen Zugkilometern setzen und nicht nur die Anzahl der Fahrgäste anschauen.
Kann also gut sein, dass die gleiche Anzahl von Fahrgästen durchschnittlich eine längere Strecke gefahren sind.
Das passt, wenn schwerpunktmässig der schnelle Nahverkehr auf den Hauptstrecken ausgebaut wurde (die erwähnte Erhöhung der gefahrenen Zugkilometer), was ich jetzt mal einfach vermute.
Aber angesichts des allgemeinen Verkehrszuwachses in Deutschland finde ich diese Zahlen eigentlich bedenklich.
Eine Reduktion der Verkehrsleistung auf den schwächeren Strecken ist leider nicht auszuschliessen, kann aber auf Basis der vorliegenden Informationen nur spekulativ beurteilt werden.

Gruss

Jürgen
Tramateur schrieb:
Strizie schrieb:
Tramateur schrieb:
TriStar schrieb:
Kein Wunder bei der Art, wie die Strecke Mannheim - Saarbrücken seit Jahren von der DB ausgebaut wird...seit 2006 bis 2025.
Oder Mainz - Saarbrücken. Das ist nicht mal die Elektrifizierung in Aussicht.
Und was bringt der Fahrdraht? Die Strecke ist ohne Neigetechnik einfach viel zu langsam und Neutrassierungen wird es nicht geben eher baut man eine vierspurige Bundesstraße im Autobahnstil.
Auf Neigetechnik zu verzichten fand ich auch einen Fehler. Dennoch hat eine Elektrifizierung Vorteile, was auch der ein oder andere Landrat so sieht.
Da merkt man den großen Fehler, der in Deutschland gemacht wurde: Es gibt außer ICE-T einfach kein NeiTech-ET.

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 21:28.
Zunächst einmal für diejenigen,
die lieber die Originalquelle lesen
anstelle eines Zeitungberichts auf Basis einer dpa-Meldung
(Charlie hat gesagt Charlie's Papa hat gesagt...):
[dokumente.landtag.rlp.de]

Die Unterschiede in der Zahlenreihe sind überhaupt nicht signifikant.
2014 = 1.438.000 Fahrgäste pro Woche
2016 = 1.438.000 Fahrgäste pro Woche (plus/minus Null)
2018 = 1.430.000 Fahrgäste pro Woche (minus 0,55 Prozent)

Die Veränderung ist kleiner als die Messgenauigkeit!
Hinzu kommt, dass alleine der Kalender stärkere Änderungen begründen würde.
2016 war ein Schaltjahr, das erste Halbjahr hatte also 182 Tage,
während es in den beiden anderen Jahren jeweils nur 181 Tage waren.
Bei noch genauerer Betrachtung hatte das erste Halbjahr 2018
vier Normalwerktage weniger und 5 Ferientage mehr als das erste Halbjahr 2016.
Alleine diese Kalenderstruktur würde einen Rückgang von über einem Prozentpunkt erklären!

Es ist nicht angegeben, woher diese Zahlen stammen,
und es ist noch weniger die Erhebungsmethode angegeben.
Bis zum Beweis des Gegenteils behaupte ich sogar,
dass die Erhebungsmethode nicht jedes Jahr identisch ist,
sondern alleine aufgrund von Betreiberwechseln im SPNV mehr oder weniger variiert.

Solche Statistiken haben daher denselben Wert wie ein Laternenpfahl für einen Betrunkenen:
Sie dienen nur zum Festhalten (an einer vorgefertigten Meinung) und nicht der Erleuchtung.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 21:58.

Re: [RLP] Fahrgastzahlen stagnieren

geschrieben von: TGV4402

Datum: 13.01.20 21:58

bahamas schrieb:
Tramateur schrieb:
Eine Angfrage der Grünen ergab folgendes Ergebnis:
Im ersten Halbjahr 2018 nutzten pro Woche landesweit ungefähr 1,43 Millionen Menschen den SPNV [...] So viele waren es demnach auch im ersten Halbjahr 2016 gewesen.
Kein Wunder - wenn man mehr Leute erreichen will, muss man auch mehr Schienenstrecken bedienen! Es gibt ja ganze Regionen in RLP ohne SPNV: Eifel, Hunsrück...
Die Frage ist nur, was das bringen soll.

Viele arbeiten beispielsweise in Luxemburg und wohnen in der Eifel. Wie kommt z. B. der Ingenieur von Meckel zu IEE nach Echternach? Zudem hat der Ingenieur noch flexibele Arbeitszeiten und ist manchmal bis 20 Uhr im Büro. Manchmal ist er auch mit Kunden unterwegs und will erst um 22 Uhr nach Hause. Seine Arbeitszeiten will er aber nicht irgendwelchen Fahrplänen anpassen, sondern er will genau dann losfahren, wenn der Bock darauf hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 21:59.

Re: [RLP] Fahrgastzahlen stagnieren

geschrieben von: userCman

Datum: 13.01.20 22:30

TGV4402 schrieb:
bahamas schrieb:
Tramateur schrieb:
Eine Angfrage der Grünen ergab folgendes Ergebnis:
Im ersten Halbjahr 2018 nutzten pro Woche landesweit ungefähr 1,43 Millionen Menschen den SPNV [...] So viele waren es demnach auch im ersten Halbjahr 2016 gewesen.
Kein Wunder - wenn man mehr Leute erreichen will, muss man auch mehr Schienenstrecken bedienen! Es gibt ja ganze Regionen in RLP ohne SPNV: Eifel, Hunsrück...
Die Frage ist nur, was das bringen soll.

Viele arbeiten beispielsweise in Luxemburg und wohnen in der Eifel. Wie kommt z. B. der Ingenieur von Meckel zu IEE nach Echternach? Zudem hat der Ingenieur noch flexibele Arbeitszeiten und ist manchmal bis 20 Uhr im Büro. Manchmal ist er auch mit Kunden unterwegs und will erst um 22 Uhr nach Hause. Seine Arbeitszeiten will er aber nicht irgendwelchen Fahrplänen anpassen, sondern er will genau dann losfahren, wenn der Bock darauf hat.
Es muss eben auch von jedem noch so starken Verfechter des SPNV anerkannt werden, dass der selbige eben nicht allerorten zielführend ist. Grade z. B. verstreut und abseits liegende Dörfer können nicht durch den ÖPNV über Schulbusverkehre hinaus bedient werden. Das wäre viel zu teuer im Verhältnis zur Fahrgastzahl. Da hat der MIV absolut seine Berechtigung, denn nur er kann die Verkehrsbedürfnisse erfüllen. Dass das einige Personen aus Großstädten, die durch Zehn-Minutentakte verwöhnt sind nicht nachvollziehen können, wundert mich immer wieder. In Ballungsgebieten mag eine örtliche Verteuerung (z. B. City-Maut) der richtige Weg zu sein, um den MIV einzudämmen. Auf dem Land jedoch führt eine Verteuerung des MIV (allg. CO2 Steuer) , wie lauthals gefordert, zur Bestrafung der dort lebenden Menschen. Denn es fehlt schlichtweg jegliche Alternative. Das sieht man jedoch nicht, da einigen jegliches Augenmaß abhanden gekommen ist!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 22:31.
Hallo,
Zitat:
Die Unterschiede in der Zahlenreihe sind überhaupt nicht signifikant.
2014 = 1.438.000 Fahrgäste pro Woche
2016 = 1.438.000 Fahrgäste pro Woche (plus/minus Null)
2018 = 1.430.000 Fahrgäste pro Woche (minus 0,55 Prozent)

Die Veränderung ist kleiner als die Messgenauigkeit!....

...Bis zum Beweis des Gegenteils behaupte ich sogar,
dass die Erhebungsmethode nicht jedes Jahr identisch ist,
sondern alleine aufgrund von Betreiberwechseln im SPNV mehr oder weniger variiert.
Ja, das sehe ich genauso. Die Schwankungen sind wohl unterhalb der Fehlertoleranz. Sagen wir daher die Zahl der Fahrgäste blieb unverändert.
Nur sind das die Zahlen
- wie das Angebot berechnetet wird - die Zugkilometer und die sind gestiegen
- die Anzahl der Fahrgäste - unverändert
- hier nicht veröffentlicht: die Personenkilometer als Produkt von Anzahl der Reisenden und deren gefahrener Kilometer

Da aber die Zahl der Reisenden unverändert blieb kann man im Regionalverkehr auch erwarten das die Personenkilometer unverändert bleiben, da die zur Arbeit pendelnden Fahrgäste nicht plötzlich weitere oder kürzere Fahrten haben. Hätte sich die Zahl der Reisenden geändert und die Personenkilometer ändern sich nicht im gleichen Verhältnis, lässt das Rückschlüsse darauf zu das eher die weit/kurz fahrenden Pendler zugewonnen oder verloren gingen. Daher halte ich diese Beziehung für völlig falsch:

Solche Statistiken haben daher denselben Wert wie ein Laternenpfahl für einen Betrunkenen:
Sie dienen nur zum Festhalten (an einer vorgefertigten Meinung) und nicht der Erleuchtung.


Denn nur über diese Erhebungen sieht man, das trotz besserem Angebot keine Steigerung der Anzahl an Reisenden erreicht werden konnte. Und das ist leider schade und man muss sich leider die Frage stellen ob damit die maximale Quote an Bahnreisenden schon erreicht ist. Und es lässt leider auch den Schluss zu, das weitere Angebotsverbesserungen nur durch mehr Züge nicht sinnvoll erscheint, da keine positives Veränderung dadurch erzielt werden wird.
Evtl. sind deshalb andere Maßnahmen gefragt wie
- schnellere Verbindungen
- mehr Komfort
- günstigere Fahrpreise
aber das ist Spekulation und geht aus den Zahlen wirklich nicht hervor.
Schönen Abend
rhein-ruhr
Tramateur schrieb:
Auf Neigetechnik zu verzichten fand ich auch einen Fehler. Dennoch hat eine Elektrifizierung Vorteile, was auch der ein oder andere Landrat so sieht.
Für Saarbrücken bzw. das Saarland wäre ein Neigetechniknetz mit 3 Linien in der Tat sinnvoll.

Saarbrücken - Trier - Euskirchen - Köln
Saarbrücken - Idar-Oberstein - Mainz - Frankfurt
Saarbrücken - Pirmasens - Karlsruhe

Da alle 3 Routen teilweise zumindest Fahrdraht haben würden Hybridneigezüge natürlich Sinn machen. Hat auch den Vorteil bei Elektrifizierung weiterer Abschnitte wie Kall-Köln könnte man diese sofort mitnutzen.

Aber dafür muss halt Geld in die Hand genommen werden.