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Habe gerade im SWR einen kurzen Beicht gesehen, daß es auch schon Firmen gibt die Kleidung herstellen, die das ganze wieder aushebeln.
Mäntel die mit Mustern bedruckt sind, die die Gesichtserkennungssoftware nicht von realen Gesichtern unterscheiden kann und daher dauernd ziwschen all denen hin und her spingt und doch nichts zuverlässig efasst. Oder Mützen mit integrierten infrarot LED, die die Kameras so blenden daß sie das Gesicht nicht in ausreichender Schärfe usw sehen kann. Oder Mäntel aus wärmeisolierendem Stoff den auch das Militär verwendet, um die Wärmesignatur so zu reduzieren daß einem Wärmebildkameras nicht mehr erkennen können.
Wir sind also nicht ganz verloren.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 12:14.

Das kann nur Satire sein

geschrieben von: VT

Datum: 14.01.20 12:23

Zumindest würde Satire das Phänomen Leonberger erklären.

Falls nicht und dir unser demokratisches, föderales und zum Glück auch subsidiäres System und damit unser Land derart zuwider sind, besteht jederzeit die Möglichkeit auszuwandern. Keiner wird gezwungen hier zu bleiben.
Unsere Freiheit ist ein hohes Gut und ermöglicht es auch dir nach deiner Facon woanders glücklich zu werden.
Oder du bleibt hier und leistet deinen Beitrag zur Integration indem du unsere Werte und Normen akzeptierst.
Sowas dachte ich auch, da wird sicher nicht Google Earth mäßig großflächig fotografiert, sondern wenn das Militär oder der Geheimdienst wirklich will, alle verfügbaren Resourcen zusammen geschaltet, um einen klar definierten kleinen Bereich mit größtmöglicher Auflösung zu bekommen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Warum will er das eigentlich?

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.01.20 12:54

Alfons Grünewald schrieb:
Nietenreko schrieb:
Möchte er hier Totalüberwachung einführen? Was macht er, wenn Verdächtige jetzt künftig nicht mehr Bahn fahren oder fliegen?
Und was mache ich als Unverdächtiger (hoffe ich jedenfalls), wenn ich nicht erkannt werden will?
Wird man belangt, wenn man sein Gesicht unkenntlich macht, z. B. durch eine der in Japan häufig getragenen Mundschutz-Masken?

In Österreich würdest Du dich mit so einer Maske schon strafbar machen, wenn Du kein ärztliches Attest hast. Dort mussten schon Maskottchen in Tier-Verkleidung bei Firmenfeiern auf einem öffentlichen Parkplatz verboten ...
Darf man sich denn auf überwachten Plätzen noch schneuzen? Oder nur mit ärztlich attestierter Grippe, nur mit durchsichtigem Taschentuch oder nur von Oktober bis Februar?

Ich auch! Deswegen DAGEGEN!

geschrieben von: Peter

Datum: 14.01.20 13:08

Hallo!

leonberger schrieb:
Ich Möchte in Sicherheit leben, und Wer nichts zu verbergen hat, der hat nichts zu befürchten.
Ich frage mich schon was für Probleme die Linken wiedermal haben, eine Grund muss ihre Angst ja haben... den Rest kann man sich denken.
Ich bin KEIN linker - und moechte auch in Frieden leben. Und gerade deswegen bin ich gegen totalitaere Ueberwachung.

Die Menschen in der Tuerkei dachten z. B. auch, die haetten nichts zu befuerchten - Herr E. galt als Muster-Demokrat.
Doch als er an der Macht war, wendete sich das Blatt - und etablierte Mechanismen werden gegen die eigene Bevoelkerung eingesetzt.

Oder wie es Emil Gustav Friedrich Martin Niemoeller (1892 - 1984), deutscher evangelischer Theologe und führender Vertreter der Bekennenden Kirche sowie Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Präsident im Ökumenischen Rat der Kirchen, anfänglich dem Nationalsozialismus positiv gegenüberstehend, während des Kirchenkampfes und seit 1938 als Häftling im Konzentrationslager Sachsenhausen allmählich Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, so treffend formulierte:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Soll heissen: Wehret den Anfaengen, wenn es um Eingriffe in Freiheitsrechte des Buergers geht!

Es geht niemanden etwas an, wer wann wo mit wem und warum unterwegs war!
Begruendete anlassbezogene Kontrollen - gern!
Aber anlasslose, unbegruendete Kontrollen ohne wirklichen Sicherheitsgewinn (die Schubser haetten diese Kameras nicht verhindert)?
Da sei Gott vor!

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
De David schrieb:
Sowas dachte ich auch, da wird sicher nicht Google Earth mäßig großflächig fotografiert, sondern wenn das Militär oder der Geheimdienst wirklich will, alle verfügbaren Resourcen zusammen geschaltet, um einen klar definierten kleinen Bereich mit größtmöglicher Auflösung zu bekommen.
Im Prinzip ja. Allerdings wäre (wir sind schon weit OT) zu beachten, dass das mit den "verfügbaren Ressourcen" doch arg limitiert ist: Die Satelliten haben ja ganz konkrete langfristig festgelegte Orbitalbahnen und notwendigerweise nur Treibstoff für "normale", technisch notwendige Bahnkorrekturen an Bord. Himmelsmechanik ist ganz anders als die Bewegung auf der Erde. Man kann also nicht eben mal umdisponieren - und "stationär parken" in der geringen Höhe auch nicht, die MÜSSEN mit ihrer hohen Geschwindigkeit weiterfliegen, denn sie haben keine Bremsen, und selbst wenn sie unsinnigerweise welche hätten, würden sie sofort und direkt abstürzen.
Traumflug schrieb:
alice schrieb:
Die restlichen 10 bis 20% kann man getrost durch menschliche Kontrolleure gegenchecken.
Wir reden hier nicht von Zugangskontrollen zu einem Hochsicherheitstrakt, sondern von öffentlichen Plätzen. Bei 200.000 Reisenden würden 10% Fehlerquote 20.000 Personenkontrollen bedeuten, jeden Tag. Jede persönliche Kontrolle 10 Minuten, macht 3.300 Mannstunden pro Tag oder im Schnitt 500 Polizisten gleichzeitig im Einsatz. 16 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, für einen einzigen grösseren Bahnhof. Völlig indiskutabel.
Man muss ja nicht alles erkennen. Die Erkennung läuft automatisch bei jeder Kamera ab. In Bahnhöfen werden sicherlich mehr Kameras hängen als nur eine. Auf dem Weg vom Eingang bis zum Zug passiert jemand bestimmt mehrere Kameras. Eine erkennt die andere nicht, die nächste wieder. Wenn der Kerl im Bahnhof herum läuft wird ihn eine Kamera immer wieder aufnehmen und die Erkennung laufen lassen. Wenn bei x mal Erkennung der Alarm los geht, kann man ja schon mal jemanden zu dem hin schicken. Wenn bei einem eine Kamera Alarm schlägt aber danach gar nichts mehr passiert, kann man es als Fehlalarm interpretieren.

Wenn man davon abkommt, dass alles zu 100% immer und überall funktionieren muss, dann wird man nie neue Technologien einführen, denn diese brauchen Zeit zu reifen. Man kann diese Technik durchaus anfänglich als Unterstützung der Fußstreifen verwenden. Die Kollegen zu Fuß sehen ja auch nicht alles, die Kameras aber weit mehr, wenn auch nicht alles. Wäre aber für die Kieberer schon eine enorme Verbesserung. Wenn man sich aber nicht einfach nur auf das Buzzword der Gesichtserkennung beschränkt, sondern auf die Erkennung von Verhalten, dann hilft eine solche Überwachung den Kieberern noch weit mehr.

Nicht, dass ich erpicht wäre, dass solche Systeme kommen. Aber der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten, auch was die Überwachungsmöglichkeiten angeht. Ich denke da z.B. auch an RFID in Karten, also Bankkarte, Krankenkassenkarte, Ausweis, Pass usw. Durch verteilte Empfänger in Bahnhöfen könnte man diese aktivieren und auslesen. Dann Abgleich mit dem Videobild, Abgleich mit sozialen Netzwerken usw... Und solche Scherze gibt es zuhauf, nicht nur Kameras. 1984 hat schon längst begonnen. Die Chinesen machen es vor.

Re: Ich auch! Deswegen DAGEGEN!

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 14.01.20 16:10

Daumen hoch!

Und zu "Wer nichts zu verbergen hat, der hat nichts zu befürchten" hätte ich noch einen Link. Was so mit Daten alles passieren kann...

Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs "Bevolkingsregister" gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religionszugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.

Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt - schließlich diente die Erfassung ja dem Wohl aller.

Das sind die ersten zwei Absätze aus [www.heise.de]

Re: Das chinesische Sozialkredit-System...

geschrieben von: D 2027

Datum: 14.01.20 17:01

leonberger schrieb:
..und gerade der linksgrünen Propaganda, die früher oder später unsere Industrie zerstört, sollte dringend Einhalt geboten werden.
Da würde ich Deiner Stelle lieber beten, dass dieses System nicht so kommt. Wir linksgrün-versifften - also für Dich alles links der AfD - sind nämlich die Mehrheit und dann bist Du nach der Einführung eines Scores für sozial unerwünschtes Verhalten und der Abschaffung einiger Artikel unseres Grundgesetzes derjenige der im Arbeitslager landet.

Steineklopfende Grüße

Erik

Alles kann passieren, alles ist möglich. Die Welt ist groß und wir sind wunderschön!

Die verlorene Verbindung zum Heimatplaneten

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 15.01.20 10:09

Huch, den hatte ich ja übersehen...

leonberger schrieb:
Zitat:
..und gerade der linksgrünen Propaganda, die früher oder später unsere Industrie zerstört, sollte dringend Einhalt geboten werden
Nicht "linksgrüne Propaganda" wird unsere Industrie zerstören, sondern die weltweite schmerzhafte Erkenntnis, dass die Art, wie wir leben (und also auch wie wir wirtschaften und welche Industrie wir dabei entstehen lassen haben), nicht naturgesetzkompatibel ist und gegen die Hausordnung auf der Erde verstößt, wird eine Beendigung dieses unseres Treibens herbeiführen. Zumindest, wenn wir Glück haben und sich diejenigen, die nicht völlig benebelt sind und nicht abgekoppelt von ihrem/unserem Heimatplaneten, global durchsetzen können. Eine kleine Abordnung derer trommelt derzeit bei Siemens an den Werkstoren. Völlig zu Recht.

Wenn wir Pech haben, läuft einfach alles so weiter - bis zu dem Punkt, wo gar nichts mehr geht und das System mangels Ressourcen, die es weiterhin verwerten kann und mangels Lebensraum sowie Nahrung für die 8 Milliarden Menschen und daraus folgenden allgemeinen Kriegszuständen sowieso krachend vor die Wand fährt.

Nun, welches Schweinderl hätten S’ denn gern?

Re: Das chinesische Sozialkredit-System...

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 15.01.20 14:08

Hallo,

Satire - die weltweite Industrie, Allen voran die Autoindustrie kann von mir aus zusammenbrechen und Konkurs gehen, da die Industrie mit ihrer ständigen Forderung nach Wachstum die Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört und nicht irgendeine Propaganda, egal welcher Farbe. Wenn dann einige an schwersten Minderwertigkeitskomplexen leidenden Milliardäre etwas weniger Vermögen haben stört es die Menschheit auch nicht weiter.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 21:41.

Zum Schweinderl "naturgesetzkompatibel"

geschrieben von: Foesse

Datum: 15.01.20 14:42

Radiowaves schrieb:
leonberger schrieb:
Zitat:
..und gerade der linksgrünen Propaganda, die früher oder später unsere Industrie zerstört, sollte dringend Einhalt geboten werden
Nicht "linksgrüne Propaganda" wird unsere Industrie zerstören, sondern die weltweite schmerzhafte Erkenntnis, dass die Art, wie wir leben (und also auch wie wir wirtschaften und welche Industrie wir dabei entstehen lassen haben), nicht naturgesetzkompatibel ist und gegen die Hausordnung auf der Erde verstößt, wird eine Beendigung dieses unseres Treibens herbeiführen. Zumindest, wenn wir Glück haben und sich diejenigen, die nicht völlig benebelt sind und nicht abgekoppelt von ihrem/unserem Heimatplaneten, global durchsetzen können. Eine kleine Abordnung derer trommelt derzeit bei Siemens an den Werkstoren. Völlig zu Recht.

Wenn wir Pech haben, läuft einfach alles so weiter - bis zu dem Punkt, wo gar nichts mehr geht und das System mangels Ressourcen, die es weiterhin verwerten kann und mangels Lebensraum sowie Nahrung für die 8 Milliarden Menschen und daraus folgenden allgemeinen Kriegszuständen sowieso krachend vor die Wand fährt.

Nun, welches Schweinderl hätten S’ denn gern?
Guten Tag,

du beschreibst die Wahrheit! Zustimmung.

Doch einige der von dir gewählten Formulierungen sind geeignet, vorhandene Missverständnisse weiter zu befeuern.

Niemand kann naturgesetzkompatibel ODER naturgesetzinkompatibel handeln.

Denn Naturgesetze waren und sind nicht verhandelbar! Nicht mal im Detail.
Und schon gar nicht mit Juristen.

Sie sind auch keine bloße "Hausordnung", bei der es pragmatisch egal ist, ob Oma Schibulske die Etagentreppe nun bis 28.Februar 23:59 Uhr kehrt, oder dies erst am 29. Februar ab 00:00 Uhr geschieht (und sich Heerscharen überflüssiger Juristen herrlich-bescheuerte Auslegungsschlachten darum liefern, ob das nun jedes Jahr oder nur alle 4 Jahre oder nur zu Weltuntergang oder in geraden Jahren ohne Innotrans gilt...).

Wer die Hausordnung fortgesetzt nicht befolgt, fliegt letztlich raus. Da sind die Naturgesetze unerbittlich.

Umzug kann man gern mit E. Musks Murks-Raketen probieren - und auf dem Mars nach Wasser suchen, sofern man je dort ankommt. Im Kleingedruckten steht dann leider, dass es keine Rückfahrmöglichkeit gibt. Fahrgastrechte und Lounge-Benutzung hin oder her. Nirgendwo ein RMV-Automat, der einem 'ne Tageskarte in solch ferne Übergangstarifgebiete rechtsverbindlich anbietet.

Erhebliche Teile des gesellschaftlichen Diskurses unterstellen bis heute noch immer ein Primat des menschengemacht-zufälligen Gesetzesrahmens (Zufalls-Buchstabensuppen-Eintopf) gegenüber dem tatsächlichen Funktionieren der naturgegebenen, insofern kosmischen Mechanismen. Blöd, klingt nach fetten Bildungslücken.

Kein Mensch kann ohne "Natur", nicht mal eine Sekunde ginge das.

Doch der Kosmos kann aber sowas von völlig problemlos ohne die Menschheit in ihrer ökonomisch fixierten Hybris auskommen - und insbesondere ohne die alten Wachstumssäcke, die in Physik schon immer gepennt hatten...

Ich hätte in der Politik und ihrem Umfeld sehr gerne mehr Naturwissenschaftler bzw. Leute mit entsprechendem Sachhintergrund, die dem oftmals reichlich naiven Aufwuchs an sogenannten Ökonomen und Juristen die Grenzen von deren meist mehrfach beschränkten Denk-, Sprach- und Weltbildern aufzeigen.

Auch und insbesondere im Verkehrs- und ÖV-Bereich, wo es an "alternativen" Schwachsinnsbehauptungen wie "30% mehr Kapazität durch Digitalisierung" ja leider nie mangelte :-(

Go, Greta, go!

Grüße
Foesse

PS:
Schlusspassage vergessen:

Was die 30% angebliche Kapazitätserhöhung durch ETCS sein sollen, das ist auf gleicher Behauptungsbene der "Sicherheitsgewinn" durch Seehofers Dauerbefilmung von uns ÖV-Kunden. Als ob ungetarnte Berufskriminelle bzw. abgedrehte Zufallstäter auf (Haupt-)Bahnhöfe angewiesen wären.
Falls ich jedoch den Horst Seehofer jemals auf oder im Umfeld einer Eisenbahn-Verkehrsstation antreffen sollte, so würde ich ihm - mit oder ohne Kamera - einige Wahrheiten über die Landesverkehrspolitik in BY-Land bzw. der jeweilgen Bundesverkehrsminister flüstern, die ihm vermutlich gar nicht schmecken täten. Den daraufhin verzogen-säuerlichen Gesichtsausdruck bekäme er dann immerhin von den eigenen Kameras gefilmt...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.20 15:02.

Re: Da dürfte der Grund liegen

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 15.01.20 17:19

D 2027 schrieb:
Und so sehr ich chinesisches Wissen im Bezug auf Kochtechnik zu schätzen weiss, umso mehr weiss ich dass ich chinesische Überwachungstechnik hierzulande sicher nicht haben will.
Ich finde die Idee ansich nicht schlecht. Wenn dadurch Straftaten verhindert werden, dann habe ich da kein Problem mit.

Viele Grüße
Moritz

Anlasslose Überwachung

geschrieben von: Dirk Möller

Datum: 15.01.20 20:01

Pesa Link schrieb:
D 2027 schrieb:
Und so sehr ich chinesisches Wissen im Bezug auf Kochtechnik zu schätzen weiss, umso mehr weiss ich dass ich chinesische Überwachungstechnik hierzulande sicher nicht haben will.
Ich finde die Idee ansich nicht schlecht. Wenn dadurch Straftaten verhindert werden, dann habe ich da kein Problem mit.
OMG, Straftaten werden weder durch "härtere Strafen", noch durch permanente Überwachung verhindert. Ein potentieller Straftäter macht sich darum die wenigsten Gedanken.
Nehmen wir einmal den Fall des Selbstmordattentäers. Der will ja als Carpaccio zu den Jungfrauen, den interessiert es weniger, wenn seine Detonation auf irgendwelchen Servern gespeichert wird.

Mich aber interessiert, dass ich mich überall frei und unüberwacht bewegen kann, nicht auf Grund nicht nachvollziehbarer "Muster" in irgendwelche Fahndungen einbezogen werde etc.

Gruß
Dirk Möller

Wo wir Deutschen hindenken, wächst kein Gras mehr (Kurt Tucholsky)
Hallo,
irgendwann bekommen dann alle Menschen eine Transponder implantiert oder umgeschnallt, um sie lückenlos überwachen zu können?
Die Überwachung nimmt immer krassere Züge an: Neue Automodelle sind bereits permanent per GPS und GSM zu orten.
Angeblich aus Sicherheitsgründen für schnelle Hilfe. Gefragt wird der Kunde nicht.
Soll man dann bald nur noch Fahrrad fahren, mit Pudelmütze und Sonnenbrille oder einem Helm mit Visier, um nicht permanent vom Staat verfolgt werden zu können?
Die Fingerabdrücke bei meinem letzten Ausweis waren noch freiwillig, wie lange noch?
Ist schon gelaufen:
[www.personalausweisportal.de]
Zitat
Damit künftig Identitätskontrollen auch bei Zweifeln am Lichtbild wie gewohnt zügig und vor Ort erfolgen können, übernimmt die neue EU-Verordnung die von den Reisepässen bekannte Regelung der verpflichtenden Speicherung von Fingerabdrücken (ausschließlich) im Dokument.

Re: Zum Schweinderl "naturgesetzkompatibel"

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 15.01.20 23:03

Foesse schrieb:Zitat:
Ich hätte in der Politik und ihrem Umfeld sehr gerne mehr Naturwissenschaftler bzw. Leute mit entsprechendem Sachhintergrund
Hilft heute leider fast nichts - ist halt Politik und den entsprechenden Zwängen unterworfen. Dr. rer. nat. Angela Merkel... schau Dir doch an, wie sie sich windet. Sie weiß alles - und kann im bestehenden System offenbar nicht mehr machen, als das Elend, das beim Thema "Klimaschutz" noch in Deutschland geblieben ist. Das dürfte für sie selbst doppelt schwer erträglich sein: als Naturwissenschaftlerin mit dem Wissen ausgestattet und als praktizierende Christin mit dem Bedürfnis zur Bewahrung der Schöpfung - ein wesentlicher Bestandteil christlicher Praxis.

Ein anderer promovierter Naturwissenschaftler, ein Biologe, hat es da gewissermaßen "einfacher". Seine politische Laufbahn währte nur kurz, dafür im damaligen Chaos mit durchschlagendem Erfolg. Heute ist Michael Succows Stiftung unermüdlich im Einsatz, um anderswo zu retten, was zu retten geht, vor allem: vor der kapitalistischen Endverwertung zu bewahren. Als Politiker wäre ihm solche Produktivität wohl kaum möglich. Als Botschafter, Mahner, Visionär, Fundraiser und Organisator allerdings konnte er sich Beweglichkeit und Effizienz jenseits politischer Fesseln bewahren.
1418 schrieb:
Moin,
Zitat:
Nur mal eine (technische) Frage: In China wird mit der Gesichtserkennung an Bankautomaten Geld ausgezahlt oder im Geschaeft bezahlt. Wenn also (echtes) Geld mit dem Gesicht bezogen werden kann, dann muessen sich die Banken doch sicher sein, dass es funktioniert. Hier in Deutschland wird immer so getan, als ob die Gesichtserkennung noch die Qualitaet eines Universuches hat.
Entweder ich verstehe das nicht, China ist uns um 20 Jahre voraus oder jemand erzaehlt nicht die ganze Wahrheit.
Vielleicht macht es einen Unterschied, om man ein Gesicht aus einem halben Meter Abstand (noch dazu halbwegs in Ruhe) abscannt oder ob man dies aus mehreren Metern Entfernung (meist) in der Bewegung tut.. (?)
Nicht nur das, sondern noch grundlegender: Beim Geldautomaten wird (laut der oben verlinkten Meldung) zusätzlich eine ID- und Handynummer erhoben. Es muss also nur geprüft werden, ob das Gesicht das gleiche ist, das in einer Datenbank diesen Nummern zugeordnet ist. Wenn man Gesichtserkennung am Bahnhof zu Fahndungszwecken betreibt, muss man jedes von der Kamera aufgenommene Gesicht mit allen Einträgen in der Fahndungsdatenbank vergleichen - das sind vermutlich zigtausende. Macht am Geldautomaten also einen paarweisen Vergleich pro Transaktion, vielleicht hundert pro Tag. An einem Bahnhof mit 100.000 Fahrgästen pro Tag sind wir eher in der Größenordnung von Milliarden paarweisen Vergleichen (in der praktischen Umsetzung wird man davon einen großen Anteil wegoptimieren können, daher bitte diese Abschätzung nur als Illustration und nicht als Implementierungsanweisung sehen :-)).
Mit Zugriffen auf Datenbanken mit entsprechenden Entitäten könnte man Personen technisch anhand der IMEI eines mitgeführten Handys ermitteln. RFID-Cips, verbaut in Ausweisen, Autoreifen usw. plaudern auf Anfrage Daten aus, die sich Personen zuordnen lassen. Handys und Autos enthalten oft GPS-Empfänger und somit den Ort der Personen bzw. der Fahrzeuge. Die Gesichtserkennung liefert Daten von Personen, die in einem Umkreis dieser Gegenstände gescannt worden sind und schon hat man zuverlässig einen Hinweis, ob der passende Besitzer einen bestimmten Ort passiert hat bzw. sich dort aufhält.
'1984' sollte eine Warnung sein ...

Kein Handbuch!

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