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Re: Es war nicht pauschal

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 14.01.20 16:43

märchenerzähler schrieb:
Ach ja wäre Epilepsie so harmlos dürfte jeder Epileptiker den Führerschein erwerben. Blöd eben das dies für Epileptiker in der Regel ausgeschlossen ist.

Was aber durchaus dafür spricht, dass diese bei dem Fahrer erst später aufgetreten ist.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Leseverständnis?

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 14.01.20 17:02

Deshalb konnte der Fahrer seine Epilepsieerkrankung beim Einstellungsgespräch verschweigen und später, nach dem Vorfall, zugeben das er sie verschwiegen hat.

Du missverstehst etwas!

geschrieben von: Peter

Datum: 14.01.20 18:54

Hallo!

märchenerzähler schrieb:
Weil der Straßenbahnfahrer mit Vorsatz handelte und Gefahren für Leib und Leben anderer in Kauf nahm.

Er steht um bei deinen Beispielen zu bleiben auf einer Stufe mit dem Arbeitsamtjüngelchen und gehört nicht zu den ahnungsloen Opfern. Also hör auf anderen immer die Entschuldigungen mit hahnebüchenen Begründungen zu schreiben obwohl diese Leute dies absichtlich tun. Schon allein das er es beim Einstellungsgespräch verschwieg zeigt das er mit Vorsatz handelte und dafür habe ich kein Verständnis.
(Hervorhebung von mir)

Ich entschuldige das Verhalten nicht - ich weise nur darauf hin, dass es Situationen gibt, wo Menschen trotz vorsaetzlichem Handeln nicht rechtswidrig oder sogar entschuldigt handeln koennen.

Schon bei der Absicht ist fraglich, ob diese vorlag - wusste er von seiner Krankheit? (Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht in diese Richtung.)
Und wurde er tatsaechlich bei der Einstellung ordentlich belehrt (oder ist er der Millionste, bei dem es vergessen wurde)?
Verschweigen muss ebenfalls kein Vorsatz sein - es kann auch (grobe) Fahrlaessigkeit sein.
Und Vorsatz bedeutet Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung - kaum anzunehmen, man sollte eher in Richtung (grober?) Fahrlaessigkeit pruefen.

Es gibt einige Fragen zu klaeren, bevor man den Mann verurteilt - eine Vorverurteilung ist unangebracht, weil es eben auch andere Moeglichkeiten (und seien sie noch so unwahrscheinlich) gibt. Nur weil DU kein Verstaendnis hast, hat der Mann keine solche Anschuldigung verdient (zumal Du mit Begriffen um Dich schmeisst, ohne Dich mit den Details des Strafrechts vertraut gemacht zu haben, wie es scheint).

Darauf will ich hinaus - dass das -nach Abschluss aller Ermittlungen- durchaus anders aussehen kann, klar, das sehe ich auch so.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
dt8.de schrieb:
Wolfgang Dietrich Mann schrieb:
Zum einen erfolgt die Überbrückung der Notbremse bei Eisenbahnen
nicht auf allen Strecken außerhalb der Haltestellenbereiche,
sondern nur auf Streckenabschnitten,
wo dies speziell gerechtfertigt und besonders angewiesen ist
(hauptsächlich in Tunnels).
Zum anderen erfolgt die Überbrückung nicht automatisch,
sondern erfordert ein aktives Handeln des Fahrzeugführers.
Wenn dieser nicht mehr handlungsfähig ist
(so wie dies bei der Stadtbahn in Siegburg der Fall war),
dann findet die Notbremsüberbrückung eben ncht statt.
Sollte man annehmen, ist aber nicht immer so. Weil im Rahmen dieses Vorfalls immer wieder fälschlich behauptet wird, dass das bei der "richtigen" Eisenbahn anders sei, hier die Zeitungslinks dazu. Einen EBA-Unfallbericht dazu scheint es (noch?) nicht zu geben:
[www.rnz.de]
[www.rnz.de]
Jetzt sind es nahezu fünf Jahre und es gibt keinen Bericht dazu. Wie lange wollen das denn noch verschleppen? Ich fürchte, sie wollen in Vergessenheit geraten lassen. Dumm nur, dass es hier wieder einen Vorfall gab und das kam wieder in den Blickpunkt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 19:42.

Re: Es war nicht pauschal

geschrieben von: Fastrider

Datum: 14.01.20 22:45

dt8.de schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Epilepsie bekommt man nicht wie Schnupfen und wenn jemand diese Diagnose hat kommt auch kein Jüngelchen vom Arbeitsamt und macht Druck.
Du hattest mit dieser Agentur offensichtlich noch nie zu tun. Sei froh darüber. Ohne selber arbeitslos gewesen zu sein kann ich Dir da genug eigene Stories erzählen ...
Solche Diagnosen werden dann sehr wohl als Gefälligkeitsdiagnose angezweifelt.
So ist es. Im Elo-Forum hat jemand eine Sanktion bekommen, weil er im Vorstellungsgespräch eine nicht unerhebliche Erkrankung angegeben hat (und dazu eigentlich verpflichtet gewesen wäre) weil er als faul eingestuft wurde. Dann passiert eben auch so was wie hier.

Gruß, Fastrider

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Re: Es war nicht pauschal

geschrieben von: ICE 4

Datum: 14.01.20 23:07

Fastrider schrieb:
dt8.de schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Epilepsie bekommt man nicht wie Schnupfen und wenn jemand diese Diagnose hat kommt auch kein Jüngelchen vom Arbeitsamt und macht Druck.
Du hattest mit dieser Agentur offensichtlich noch nie zu tun. Sei froh darüber. Ohne selber arbeitslos gewesen zu sein kann ich Dir da genug eigene Stories erzählen ...
Solche Diagnosen werden dann sehr wohl als Gefälligkeitsdiagnose angezweifelt.
So ist es. Im Elo-Forum hat jemand eine Sanktion bekommen, weil er im Vorstellungsgespräch eine nicht unerhebliche Erkrankung angegeben hat (und dazu eigentlich verpflichtet gewesen wäre) weil er als faul eingestuft wurde. Dann passiert eben auch so was wie hier.

Gruß, Fastrider
Und genau dieses System speist sich aus den Law&Order-Rabiaten, die allzu gerne die Märchen von der über den Menschen stehenden Notwendigkeit der gerade geltenden Gesetze und Regeln erzählen. Gesetze und Regeln, die aber eben auch immer ideologisch geprägt und bedingt sind, hier und heute nun also: Die Hatz auf "die Faulen", auf die Verräter unserer Leistungsgesellschaft. Alternativ: Mitarbeiterverantwortung statt Unternehmensverantwortung, 100 % ausfallsichere Straßenbahnfahrer statt zeitgemäße Totmannüberwachung.

Denn genau von dem Skandal der hanebüchen unzureichenden Sifa-Ausführung wird ja nun auch wunderbar abgelenkt, indem man auf den "schuldigen" Fahrer zeigt. Der seinen Zusammenbruch hätte vorausahnen können und müssen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 23:10.

Missverstehen?

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 15.01.20 06:56

Informier dich zuerst über Epilepsie bevor du dich wieder zu weit aus dem Fenster lehnst.

Warum so ueberheblich?

geschrieben von: Peter

Datum: 15.01.20 08:10

Hallo!

märchenerzähler schrieb:
Informier dich zuerst über Epilepsie bevor du dich wieder zu weit aus dem Fenster lehnst.
Du bist ganz schoen ueberheblich - hast Du die Weisheit mit Loeffeln gefressen oder muss das in Deiner Maerchenwelt so sein?

Vermutlich weiss ich darueber (leider) mehr, als Du Dir vorstellen kannst. Alles eine Frage der Sozialisation (d. h. wo und mit wem man aufgewachsen ist bzw. lebt und arbeitet).

Kopfschuettelnden Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

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