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Re: Alle oder nur DB? )

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.01.20 14:55

autolos schrieb:
agw schrieb:
Verkauf der Auslandstöchter, Trennung von Netz und Betrieb, andere Gesellschaftsform und Staat mit Weisungsrecht.
Win/win/win.
Empfiehlst du anderen Staatsbahn demnach auch den Verkauf der Auslandstöchter?
Welche gibts denn und wer hat so viele und so weit entfernt tätige wie die DB?

Interessant wäre auch noch, in welchem anderen Staat der immense Aufwand für die Rechtsform 'AG' betrieben wird, nur um die Bahnvorstände maximal von Weisungen des Finanziers 'Staat' abzuschotten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 17:21.
NBStrecke schrieb:ingo st. schrieb:
ingo st. schrieb:
Leider volle Zustimmund zum Unionsvorschlag,
D-Takt vom Bundesministerium und Nahverkehrspläne der Länder und Zweckverbände UND vertreter eines D-Kapazität für den Güterverkehr sind Maßstab für eine Netzgesellschaft und nicht die Sparvorstellungen von DB Fern etc.
Sitmmt auch wieder, der D-Takt könnte quasi das Handbuch dafür sein, FV auszuschreiben. Bei den Rosinenstrecken müssten EVUs dann halt im Gegensatz zum NV Geld zahlen, um sie zu bekommen. Außerdem könnte man dadurch dann auch vorschreiben, dass verschiedene EVUs Züge der Konkurrenz bis x Minuten Verspätung in Bahnhof Y abwarten müssen.
Wenn man es richtig macht, würde - nach britischem Vorbild - Franchise-Verträge strukturieren und diese versteigern. Grundlage dazu müsste dann ein durch den D-Takt definiertes Mindestangebot und Mindestqualität sein. Hinzu käme ein gemeinsamer Tarif...
Dazu müsste man sich aber zur Aufgabenträgerschaft über den Fernverkehr und somit auch deren Finanzierbarkeit bekennen - das verweigert bislang die Bundesregierung. Es gab hierzu verschiedene Anläufe aus den Bundesländern über den Bundesrat.

Im Deutschlandtakt wird aber explizit erwähnt, dass der Bund sich weder verpflichtet fühlt den dargestellten Fern- noch Nahverkehr zu finanzieren. Und selbst bei der nötigen Infrastrukturmaßnahmen wird es problematisch...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
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Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
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Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Val schrieb:

Ähnlich sieht es auf der Hauptstrecke aus. Da bot die Bundesbahn zweimal die Stunde einen Bummelzug an, von denen einer unterwegs planmäßig 20 Minuten im Hauptbahnhof rumstand. Heute gibt es vier Verbindungen pro Stunde und der Aufgabenträger ringt mit der DB um jede Kapazitätsverbesserung. Auf der Relation, die mein Vater zu Bundesbahnzeiten täglich fuhr, brauchte der Eilzug damals 40 Minuten, heute legt der RE die gleiche Strecke in 25 zurück.
Dann solltest du mal die damals und heute geltenden "Spielregeln" vergleichen... Und wieso "ringt" der Aufgabenträger mit der DB? Wenn es technisch möglich ist und er es bezahlt, bekommt er seine Kapazitätsverbesserung... Nur ist gerade in Zeiten von akutem Personalmangel die Zerhackstückelung absolut kontraproduktiv. Ich würde behaupten, wenn man den gesamten inländischen Bahnverkehr personaltechnisch mit einer Firma abwickelt, wäre nicht unerheblichen Mengen an Personal einzusparen...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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NBStrecke schrieb:
Ja das hat dort dann den tollen Vorteil, dass man um Anschlüsse erst gar nicht bangen oder bitten muss, denn die Konkurrenz wartet garantiert nicht auf den verspäteten Zug des Mitbewerbers.
Hallo,

ich glaube das ist ein Argument aus der Anfangszeit der Ausschreibungen. Inzwischen sehe ich keinen Zusammenhang zwischen verpassten Anschlüssen und Kommunikation zwischen verschiedenen Bahnunternehmen mehr.

Hier in Wittenberge fahren DB Fernverkehr, DB Regio Nordost, S-Bahn Mittelelbe und ODEG, und manchmal wird gewartet und manchmal nicht, aber mit den verschiedenen Unternehmen hat es nach meiner Wahrnehmung nichts zu tun.

Natürlich müssen die Aufgabenträger die Voraussetzungen schaffen, dass die Unternehmen auch miteinander kommunizieren können. Und diese fürs Anschlüsse abwarten zu bestrafen, hat ja auch keinen Sinn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 16:32.

D-Takt nur ein Kompromiss, UK

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 11.01.20 16:56

Black Eyed
Wenn man es richtig macht, würde - nach britischem Vorbild - Franchise-Verträge strukturieren und diese versteigern. Grundlage dazu müsste dann ein durch den D-Takt definiertes Mindestangebot und Mindestqualität sein. Hinzu käme ein gemeinsamer Tarif...
Das britische Modell verbietet keinen eigenwirtschaftlichen Verkehr. Dieser nimmt in den nächsten Jahren zu, erste Angebote gibt es bereits.. Ausgeschriebener Verkehr, auch der D-Takt, ist nur ein Kompromiss vieler Interessen. Direktverbindungen erlauben weiterhin "Rosinenpickerei" und "Tarifstückelung".

Ladehilfe
Der oberste Leiter einer Bahngesellschaft muss ein gelernter Eisenbahner sein.
Was hilft der oberste Leiter dem System Schiene? Die Bahn steht im Konkurrenzdruck, zu anderen Bahnen und anderen Verkehrsträgern. Der Steurzahler darf zurecht darauf pochen eine wirtschaftliche Bahn und keine Modelleisenbahn zu finanzieren.
Der heutige Stand mit hohen Vorstandsgehlten, Bestellung überteuerter Züge und null Zukunftsplanung ist natürlich auch nicht der Idealzustand. Schlimmer könnte es ein wirtschaftsunerfahrener Eisenbahner auch nicht lösen.

Re: D-Takt nur ein Kompromiss, UK

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 11.01.20 17:02

Baleine rouge schrieb:Black Eyed
Black Eyed
Wenn man es richtig macht, würde - nach britischem Vorbild - Franchise-Verträge strukturieren und diese versteigern. Grundlage dazu müsste dann ein durch den D-Takt definiertes Mindestangebot und Mindestqualität sein. Hinzu käme ein gemeinsamer Tarif...
Das britische Modell verbietet keinen eigenwirtschaftlichen Verkehr. Dieser nimmt in den nächsten Jahren zu, erste Angebote gibt es bereits.. Ausgeschriebener Verkehr, auch der D-Takt, ist nur ein Kompromiss vieler Interessen. Direktverbindungen erlauben weiterhin "Rosinenpickerei" und "Tarifstückelung".
Eben!

Grundangebot wären eben die Franchise-Verträge und damit staatlich definierte Verkehre (inkl. Tarife). Alles eigenwirtschaftliche müsste sich dagegen mit den freien Trassen zufrieden geben.
Insofern wäre es auch weiterhin so, dass der ICE standardisierte Trassen nutzen würde, aber eben auch der RE - nicht jedoch ein einzelner Flixtrain dazwischen...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
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Rainald Grebe - Sachsen

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Open Access neben bestellten Verkehren

geschrieben von: Nagercoil

Datum: 11.01.20 17:06

Zitat
Das britische Modell verbietet keinen eigenwirtschaftlichen Verkehr.
...erlaubt ihn (= eigenwirtschaftlichen "Open Access"-Verkehr) aber nur dort, wo dieser das wirtschaftliche Gleichgewicht der bestellten, parallel verkehrenden Franchises nicht gefährdet. Das finde ich eine vernüftige Lösung, um Rosenpickerei Einhalt zu gebieten.

Dass sich EVU im UK bei der Angebotslegung für einzelne Franchises schon regelrecht "verzockt" haben, steht natürlich auf einem anderen Blatt und ist m.E. die wesentliche Schwäche des Ausschreibungsmodells. Eine ähnliche Entwicklung scheint sich ja gerade im deutschen SPNV zu wiederholen.

Nagercoil Jn. = Der südlichste Bahnhof, an dem ich bislang war

Die Wusch = Eine Schmalspurbahn in Siebenbürgen




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 17:07.
Er ringt weil die DB alles immer nur in der Version "brutal teuer" bauen "kann"...und eigentlich gar nicht will, weils ein Haufen Arbeit und Umstände macht. Andere EIU sind da wesentlich beweglicher und kreativer in der Findung von Lösungen um irgendwas möglich zu machen was der Besteller gerne hätte.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: ?? zur neuen "Bahn"

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 11.01.20 18:39

Alibizugpaar schrieb:
Auch sind Punkte zu klären, wieviel von den staatlichen Geldern in den weitverzweigten DB-Verwaltungsstrukturen versickern und verdunsten und wie teuer der aktuelle Netzbetreiber eigentlich baut. Also was kommt je eingesetzter Million oder Milliarde eigentlich am Ende bei rum? Warum sind 200 Meter neuer Bahnsteig so teuer wie 40 Einfamilienhäuser?* Bahnsteige, die vielleicht einen Aufzug haben, aber sonst infrakstrukturell nackt sind wie ein Babypopo. Wo steckt das ganze Geld???
Genau diese Fragen stellen sich mir auch. Z.B. warum muß es ein neuer aufwendiger Signalausleger sein, wenn ein linksstehendes Signal mit Schachbretttafel auch genügen würde (z.B. Eppstein)?

Re: ?? zur neuen "Bahn"

geschrieben von: VT605

Datum: 11.01.20 19:14

Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Auch sind Punkte zu klären, wieviel von den staatlichen Geldern in den weitverzweigten DB-Verwaltungsstrukturen versickern und verdunsten und wie teuer der aktuelle Netzbetreiber eigentlich baut. Also was kommt je eingesetzter Million oder Milliarde eigentlich am Ende bei rum? Warum sind 200 Meter neuer Bahnsteig so teuer wie 40 Einfamilienhäuser?* Bahnsteige, die vielleicht einen Aufzug haben, aber sonst infrakstrukturell nackt sind wie ein Babypopo. Wo steckt das ganze Geld???
Genau diese Fragen stellen sich mir auch. Z.B. warum muß es ein neuer aufwendiger Signalausleger sein, wenn ein linksstehendes Signal mit Schachbretttafel auch genügen würde (z.B. Eppstein)?

Weil man es z.B. Nachts ganz anders sieht und gerade bei mehrgleisigen Strecken kann es leicht zu Verwechslungen kommen. Es gab schon einige Signale die nach kurzer Zeit versetzt werden mussten auf Anordnung des EBA. Spontan fällt mir eins ein am Gegengleis der S-Bahn in Köln-Mülheim was links stand und so auch fürs Ferngleis hätte gelten können.
<<Fraktionsvize Lange sagte der "Augsburger Allgemeinen", die Frage nach der Trennung von Netz und Betrieb "muss neu bewertet werden". Der Bund "würde sich um Gleise, Brücken und Bahnhöfe kümmern", also um das Netz, "die Bahnunternehmen fahren im Wettbewerb". Derzeit ist der Wettbewerb auf den Schienen sehr gering - Konkurrenten der DB im Fernverkehr sind rar.>>

Dafür sind sie im Nahverkehr nicht rar mit entsprechendem "Erfolg".

Die DB fährt im Fernverkehr eigenwirtschaftlich. Es ist jedem freigestellt das auch zu tun. Die Trennung von Netz und Betrieb wird daran nichts ändern.

Bestes Argument FUER die Trennung

geschrieben von: Peter

Datum: 11.01.20 19:41

Hallo!

Das beste Argument FUER die Trennung von Netz und Betrieb ist das Meckern das DB-Fuehrung - denn die werden sehr genau wissen, warum sie das verhindern wollen. ;-)

Und wenn man schon dabei ist, den Konzern neu zu strukturieren, dann bitte mit einem GB Traktion (ja, den gab es schon einmal) - in Oesterreich funktioniert das wunderbar, Personal und Fahrzeuge koennen flexibler eingesetzt werden, Personalfahrten koennen reduziert werden.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Bestes Argument FUER die Trennung

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 11.01.20 20:23

>Das beste Argument FUER die Trennung von Netz und Betrieb ist das Meckern das DB-Fuehrung - denn die werden sehr genau wissen, warum sie das verhindern wollen. ;-)

Als man den DB Konzern für den Borsengang zerlegen wollte, haben hier welch geschrien, das dann englische Verhältnisse kommen. Nun soll es auf einmal so sein. Was wollt ihr denn nun?
Vernünftig wäre allerdings eine größere finanzielle Eigenständigkeit der Infrastruktur.

>dann bitte mit einem GB Traktion (ja, den gab es schon einmal)

Ja den gab es mal, und der wurde damals aus guten Gründen abgeschafft.

>Personal und Fahrzeuge koennen flexibler eingesetzt werden,

Ich sehe schon einen Talent 2 als Zuglok vor einem Kesselwagenganzzug aus Stendell kommen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 20:29.

Scherzkeks

geschrieben von: Peter

Datum: 11.01.20 20:38

Hallo!

Niederlausitzer schrieb:
Ich sehe schon einen Talent 2 als Zuglok vor einem Kesselwagenganzzug aus Stendell kommen
Scherzkeks! Tw natuerlich eher nicht - aber wenn man Personal freier disponieren koennte (z. B. Hin im ICE, zurueck mit RE), dann entfielen z. B. die (kuerzlich noch kritisierten) vielen Taxi- oder Fahrgastfahrten fuer die Tf).
Die Idee kommt nicht von mir, sondern von Tf aus meinem Umfeld, die das von frueher (TM) zu Bundesbahnzeiten bzw. zu Beginn von DB Traktion so kannten...

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
VT605 schrieb:
Nordost Bahner Greifswald schrieb:
VT605 schrieb:
"Und zum Thema Wettbewerb im Fv, wie toll der Wettbewerb funktioniert sieht man im Nahverkehr, Verbesserungen für den Reisenden, Fehlanzeige."
Hallo lieber VT605.
Deiner Aussage, dass in den letzten 30 Jahren es keinerlei Verbesserungen gab, muss ich doch sehr deutlich wiedersprechen. Heutige Standards wie Niederflur, Klimaanlage, Steckdosen für Handy etc, WLAN, verständliche Ansagen, teilweise auch mehrsprachig sowie Multimedia Angebote im Zug gab es vor 30 Jahren noch nicht. Klar WLAN und Multimedia sind eine Entwicklung der letzen 5 Jahre. Trotzdem haben die Verkehrsverbünde und Aufgabenträger in den letzten Jahren den SPNV auf ein ganz anderes Level gehoben.
Alternativ kannst du ja Mal zur DB Fernverkehr schauen: Hier fahren beim IC noch 40 Jahre alte Wagen durchs Land, teilweise mit 20 Jahre alten Sitzen. Sowas ist im Regionalverkehr selbst auf dem platten Land selten geworden. Was in den letzten Jahren neu dazu gekommen ist, lässt sich mit ICE 4 und IC2 nicht wirklich sehen. Das WLAN im ICE und jetzt im IC kam nur, da mit dem Fernbus eine neue Konkurrenz aufkam, die dieses Angebot von Anfang an im Petto hatte. Neue, digitale Angebote im Regio werden nur getestet, weil es gefordert wird und/oder weil es dafür Geld vom Staat gibt. Von sich aus macht das die DB nicht.
Ich weiß nicht wie die Welt in 15 Jahren aussieht, aber falls dann immer noch Züge von Lokführer gesteuert werden und die DB erste Netze zurückgewinnen wird, wird auch sie Größe Probleme mit der Personalgewinnung haben, da dann eben keine Lokführer mehr bei ihr arbeiten. Dann wird wahrscheinlich erstmal Go-Ahead weiterfahren dürfen.
Das letzte ist unter Vorbehalt zu lesen.
Schlussendlich ist deine Behauptung aber Schlichtweg falsch.
Grüße Nordost Bahner Greifswald.

Wo gab es vor 30 Jahren Handys, Laptop und WLAN? Hat damals irgendwer etwas vermisst was es noch gar nicht gab? Vor 30 Jahren fuhren auch 40 Jahre alte Fahrzeuge rum, in 30 Jahren vermutlich auch. Im Schienenverkehr gibts (zum Glück) noch nicht ganz so ausgeprägt wie in anderen Bereichen die Wegwerfgesellschaft die jedes Jahr das neueste Handy, Fernsehgerät u.v.a braucht.
Was nützt den der "heutige Standard" wenn auch zum fast alltäglichen "Standard" Zugausfälle gehören, wir mittlerweile eine Eisenbahn im Nahverkehr haben auf die sich kein Mensch mehr sicher verlassen kann. Über die aufgeführten "Standards" wie Niederflur und Klima können zB Reisende zwischen Leipzig und Chemnitz nur laut lachen dort wird sogar ganz planmäßig ohne Klima gefahren.....
gab es aber alles mal auf der RE6 und zwar bei der DB !
Lok Leipzig schrieb:
Was nützt den der "heutige Standard" wenn auch zum fast alltäglichen "Standard" Zugausfälle gehören, wir mittlerweile eine Eisenbahn im Nahverkehr haben auf die sich kein Mensch mehr sicher verlassen kann. Über die aufgeführten "Standards" wie Niederflur und Klima können zB Reisende zwischen Leipzig und Chemnitz nur laut lachen dort wird sogar ganz planmäßig ohne Klima gefahren.....
gab es aber alles mal auf der RE6 und zwar bei der DB !

Und seit wann treten solche Zustände gehäuft auf? Seit dem der heilige Wettbewerb im Nv grassiert. Seitdem jedes EVU bestrebt ist soviel Gewinn wie möglich an den Eigentümer abzuführen.

Trennung von Netz und Betrieb

geschrieben von: Railchris

Datum: 11.01.20 21:09

Wie ich kürzlich auch erst durchschaut habe, würde eine Trennung von Netz und Betrieb bedeuten, dass DB Netz zerschlagen wird, denn beides gehört zur Infrastruktur.

Was wahrscheinlich immer gemeint ist, ist die Trennung von Infrastruktur und Verkehr. Diese haben wir nun bereits seit mindestens 22 Jahren. Und entgegen der parteiübergreifenden naiven Äußerungen, haben die EVU längst gleiche Bedingungen. Aber so ist das eben, wenn man ahnungslos ist und kein Konzept hat: da wird eine einmal verbreitete Floskel von allen dankend aufgegriffen und immer wieder wiederholt.

Aber ich mache mir keine Illusionen. Das wird nun wohl so passieren, wie es diskutiert wird. Und damit die FDP nicht lauthals die Rückkehr des Kommunismus bejammert, wird man wohl mittelfristig Regio und später auch Fernverkehr zumindest teilweise veräußern.

Soweit meine These.



Für mehr Niveau auf DSO!


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Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 21:15.

Re: Trennung von Netz und Betrieb

geschrieben von: VT605

Datum: 11.01.20 21:14

Railchris schrieb:
Aber ich mache mir keine Illusionen. Das wird nun wohl so passieren, wie es diskutiert wird. Und damit die FDP nicht lauthals die Rückkehr des Kommunismus bejammert, wird man wohl mittelfristig Regio und später auch Fernverkehr zumindest teilweise veräußern.

Soweit meine These.


Dann werden wir wohl Mehdorn II bekommen, denn die Bräute müssen ja noch hübsch gemacht werden bevor sie verscherbelt werden oder an die Börse kommen.

Re: Verkauf von DB Regio überfällig!

geschrieben von: JoergAtDSO

Datum: 11.01.20 22:06

Hallo Railchris,

Railchris schrieb:
wird man wohl mittelfristig Regio und später auch Fernverkehr zumindest teilweise veräußern.
Der Verkauf von DB Regio ist auch mehr als überfällig, denn seit der Regionalisierung vor 24 Jahren gehört der Nahverkehr nicht mehr zu den Aufgaben des Bundes!
Das Schienennetz, sowie der Fern- und Güterverkehr gehört dagegen zum Aufgabenbereich des Bundes.

Gruß Jörg

Re: Trennung von Netz und Betrieb

geschrieben von: Ruhrthaler

Datum: 11.01.20 22:21

Railchris schrieb:
Wie ich kürzlich auch erst durchschaut habe, würde eine Trennung von Netz und Betrieb bedeuten, dass DB Netz zerschlagen wird, denn beides gehört zur Infrastruktur.

Was wahrscheinlich immer gemeint ist, ist die Trennung von Infrastruktur und Verkehr. Diese haben wir nun bereits seit mindestens 22 Jahren.
Tach zusammen,

Eben nicht so ganz. Dürr (also noch vor Mehdorn) hat genau gewusst, warum er Infrastruktur im Konzern behalten wollte, ja eigentlich sogar musste: nur so war er kreditwürdig.
Unser Bankwesen kennt zwei Arten von Krediten, den Realkredit, der Grundstücke beleiht (mit Eintrag ins Grundbuch) und den normalen Kredit, der allein auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens abhebt. Naheliegend ist, der Realkredit ist günstiger, weil die geldgebende Bank im Insolvenzfall das Grundstück bekommt, beim normalen Kredit aber oftmals leer ausgeht.
Die Einkaufstour, die schon unter Dürr begann, war komplett kreditfinanziert, Mehdorn hat dann das Ganze nur auf volle Touren gebracht, weil ja der Börsengang lockte, hätte ihm persönlich sicher ein nettes Sümmchen eingebracht.

Meine These: auch wenn die nächste Bundesregierung schwarz-grün sein wird, die Trennung kommt nicht, weil die DB Verkehr (oder wie immer sie heißen wird) dann sofort pleite wäre.

LG Ruhrthaler

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