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Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Ober-Rodener

Datum: 07.01.20 13:00

Hallo zusammen,

mangels eigener Nutzungsmöglichkeit kann ich nur den Link hier setzen:

[www.derwesten.de]

Möge man sich an Hand des Kommentares sein eigenes Bild machen :)
Es werden eigentlich nur einige Dinge kritisiert, wobei ich mich frage wieso irgendwelche Standzeiten in Duisburg sein
müssen? Trassenkonflikte die es zu Zeiten der DB nicht gab?

Offenbar ist der RRX bei einigen Kunden bei weitem nicht so beliebt, wie die Betreiber und der VRR es gerne hätten.

Gruß

-OR

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: setra68

Datum: 07.01.20 13:13

Mir kommt es zur Zeit vor als alles was ÖPNV/SPNV betrifft muss schlecht gemacht werden.
Steckt da die Autolobby hinter?

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.20 13:33.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Brumser

Datum: 07.01.20 13:29

Ist halt der Übliche Müll dieser Zeitung, die haben aktuell anscheinend zuviel langeweile bzw. bekommen die Ihr Schmierblatt sonst nicht voll.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: 103 215-0

Datum: 07.01.20 13:41

Na ja, für das, was da mal geplant war, kann man schon sagen, Berge kreißten und eine Maus ward geboren. Es ist halt ein x-normaler RE.

Ich fand den Zug als RE ganz OK, als ich mit ihm gefahren bin, aber eben auch nicht mehr. Der alte DoSto-RE hätte den Sinn letztlich genauso weiterhin erfüllen können, wenn man ehrlich ist. Der RRX ist ebenso hart und eng bestuhlt, bietet praktisch das gleiche Streckennetz und ähnliche Fahrzeiten.

Wenn man überlegt, dass da mal ein Transrapid und sonst was geplant wer, dann ist tatsächlich von den großen Plänen nicht viel übrig geblieben.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Anbeku

Datum: 07.01.20 13:44

Ober-Rodener schrieb:
Offenbar ist der RRX bei einigen Kunden bei weitem nicht so beliebt, wie die Betreiber und der VRR es gerne hätten.
Warum, weil jetzt eine einzige Person ihre Meinung zur einzig zulässigen Deutung erhebt? Ich finde den Artikel ja durchaus interessant und die Kritik teilweise gerechtfertigt, aber diesen Absolutheitsanspruch sehr anmaßend.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Anbeku

Datum: 07.01.20 13:50

103 215-0 schrieb:
Na ja, für das, was da mal geplant war, kann man schon sagen, Berge kreißten und eine Maus ward geboren. Es ist halt ein x-normaler RE.

Ich fand den Zug als RE ganz OK, als ich mit ihm gefahren bin, aber eben auch nicht mehr. Der alte DoSto-RE hätte den Sinn letztlich genauso weiterhin erfüllen können, wenn man ehrlich ist. Der RRX ist ebenso hart und eng bestuhlt, bietet praktisch das gleiche Streckennetz und ähnliche Fahrzeiten.

Wenn man überlegt, dass da mal ein Transrapid und sonst was geplant wer, dann ist tatsächlich von den großen Plänen nicht viel übrig geblieben.
Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Ja der RRX kommt viel zu spät und ist nicht der Befreungsschlag, als der er verkaut wird. Bei der Infrastruktur wird wieder nur das aller-notwendigste ausgebaut und wann das fertig sein wird, steht noch in den Sternen. dennoch finde ich die Züge besser, als vieles was heute fährt. Die alten DoSto-REs waren nicht barrierefrei, die Wagenübergänge schmal, laut und dunkel, die Toiletten winzig. Dazu beschleunigen die Züge so langsam, das auf der selben Strecke teilweise RBs mit mehr Halten genau so schnell sind.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: nozomi07

Datum: 07.01.20 13:57

103 215-0 schrieb:
Na ja, für das, was da mal geplant war, kann man schon sagen, Berge kreißten und eine Maus ward geboren. Es ist halt ein x-normaler RE.

Ich fand den Zug als RE ganz OK, als ich mit ihm gefahren bin, aber eben auch nicht mehr. Der alte DoSto-RE hätte den Sinn letztlich genauso weiterhin erfüllen können, wenn man ehrlich ist. Der RRX ist ebenso hart und eng bestuhlt, bietet praktisch das gleiche Streckennetz und ähnliche Fahrzeiten.

Wenn man überlegt, dass da mal ein Transrapid und sonst was geplant wer, dann ist tatsächlich von den großen Plänen nicht viel übrig geblieben.
Dir ist aber schon klar, dass das nur ein Vorlaufbetrieb ist? Man setzt halt die Fahrzeuge schon mal als RE ein. Die eigentlichen RRX-Ausbauten stehen ja noch aus.

Es war auch nie die Aufgabe des RRX, besonders komfortables Reisen zu bieten. Sondern möglichst vielen Pendlern überhaupt einen Sitzplatz. Ich finde das hat man bei den Fahrzeugen gut umgesetzt.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: HKX

Datum: 07.01.20 14:13

Anbeku schrieb:
Ober-Rodener schrieb:
Offenbar ist der RRX bei einigen Kunden bei weitem nicht so beliebt, wie die Betreiber und der VRR es gerne hätten.
Warum, weil jetzt eine einzige Person ihre Meinung zur einzig zulässigen Deutung erhebt? Ich finde den Artikel ja durchaus interessant und die Kritik teilweise gerechtfertigt, aber diesen Absolutheitsanspruch sehr anmaßend.

Danke, du triffst den Nagel auf den Punkt. Ein Artikel von einer Journalistin und die soll respektiv fürs Volk sein? Ihr Artikel würde noch nicht mal Prozentual in der Statistik auftauchen. Eine Meinung sagt eben nichts über die Qualität des Zuges aus, da muss schon weit mehr als dieser Artikel kommen.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: mmandl

Datum: 07.01.20 14:14

nozomi07 schrieb:
Es war auch nie die Aufgabe des RRX, besonders komfortables Reisen zu bieten. Sondern möglichst vielen Pendlern überhaupt einen Sitzplatz. Ich finde das hat man bei den Fahrzeugen gut umgesetzt.
A.A. hier: "Qualitativ soll der RRX zwischen dem heutigen Fernverkehr (ICE, IC) und dem Regionalexpress (RE) angesiedelt sein." Diese Match-Sitze sind einfach eine Katastrophe im Vergleich zu den bisherigen in den Dosto verbauten Sitzen.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: agw

Datum: 07.01.20 14:37

Brumser schrieb:
Ist halt der Übliche Müll dieser Zeitung, die haben aktuell anscheinend zuviel langeweile bzw. bekommen die Ihr Schmierblatt sonst nicht voll.
Sie lästert über die unrichtigen, angeblichen Verbesserungen, über die ihr Verlag in der Vergangenheit berichtet hat und die es (jetzt) gar nicht gibt.
Sie wundert sich z.B. dass sich am Fahrplan vom RE11 und RE6 nichts geändert hat und der immer noch RE1 schneller ist, obwohl gar kein RRX.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.20 14:44.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: 1208

Datum: 07.01.20 14:42

agw schrieb:
Brumser schrieb:
Ist halt der Übliche Müll dieser Zeitung, die haben aktuell anscheinend zuviel langeweile bzw. bekommen die Ihr Schmierblatt sonst nicht voll.
Sie lästert über die unrichtigen, angeblichen Verbesserungen, über die ihr Verlag in der Vergangen berichtet hat und die es (jetzt) gar nicht gibt.
Sie wundert sich z.B. dass sich am Fahrplan vom RE11 und RE6 nichts geändert hat und der immer noch RE1 schneller ist, obwohl gar kein RRX.
Vielleicht sollte die Autorin mal die tatsächlich Fahrzeiten des RE1 bzw. dessen Pünktlichkeitsqoute in ihren Vergleich einbeziehen statt der im Fahrplan veröffentlichten Zeiten.
Ich wäre gespannt wie der RE1 dann dem Vergleich standhält.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: agw

Datum: 07.01.20 14:43

103 215-0 schrieb:
Der alte DoSto-RE hätte den Sinn letztlich genauso weiterhin erfüllen können, wenn man ehrlich ist.
Ne, wenn man ehrlich ist, gerade nicht. Die alten Dosto-RE wären bei höherer Kapazität noch langsamer geworden als ohnehin schon.
Die neuen Fahrzeuge haben bei gleichem Fahrplan und höherer Kapazität viel mehr Puffer.

Kritik ist höchstens angebracht, weil man unbedingt exakt 400 Sitze pro Zug haben wollte und es mit 396 oder noch etwas weniger vielleicht deutlich schöner geworden wäre. Aber gut. Meckern auf hohem Niveau.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: duesselmartin

Datum: 07.01.20 15:26

besser wäre es sicher wenn die Fahrzeuge durchgehend 2 Etagen hätten. Dann gäbe es auch Platzkapazität nach oben.
Eine Verbesserung gegenüber den alten REs ist es allemal, leider aber auch weil die alten Wagen so runtergeranzt waren.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: nozomi07

Datum: 07.01.20 15:38

mmandl schrieb:
A.A. hier: "Qualitativ soll der RRX zwischen dem heutigen Fernverkehr (ICE, IC) und dem Regionalexpress (RE) angesiedelt sein." Diese Match-Sitze sind einfach eine Katastrophe im Vergleich zu den bisherigen in den Dosto verbauten Sitzen.
Ob man Kritik wirklich an einem einzigen Werbespruch festmachen kann? Hast du ernsthaft erwartet, dort Fernverkehrs-Komfort zu bekommen? Ich schaue nur mal auf die 3+2-Bestuhlung im Raum London, bei deutlich engerem Profil - jammern wir hier nicht auf sehr hohem Niveau?

Das Ding soll ordentlich Pendler schlucken. Und das tuts.

Sitzplätze

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 07.01.20 15:39

nozomi07
Sondern möglichst vielen Pendlern überhaupt einen Sitzplatz. Ich finde das hat man bei den Fahrzeugen gut umgesetzt.
Vorgabe waren min. 800 Sitzplätze in DT und geringe Kosten über die gesamte Lebensdauer betrachtet. Diese beiden Eigenschaften hat der Desiro HC am besten erfüllt wobei wir mangels Teilnahme Bombardiers nicht wissen wie sich der Twindexx geschlagen hätte. Ein reiner Dostozug bietet mehr Sitz- und Stehplätze.

Hat denn niemand bemerkt, dass

geschrieben von: D-Takter

Datum: 07.01.20 15:42

... die Ein- und Ausstiegszeiten beim RRX kürzer sind als beim alten DoSto?
... der RRX flotter vom Bahnsteig wegzieht?
... der RRX auf arbeitssparende Wartung ausgelegt ist und dher wichtige Geräte nicht hinter einer schicken Blechfassade versteckt wurden?
Ach, unwichtig. Die Bahn ist schelcht, der RRX kann nicht besser sein.
Der D-Takter

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: ingo st.

Datum: 07.01.20 15:54

Natürlich ist der RRX "alter Wein in neuen Schläuchen"

Zeitweise erweckte das Politik UND Presse den Eindruck den RRX gäbe es zusätzlich, und vergas immer mitzuteilen, das nur neue Züge die älteren ablösen und das in neuen Farben mit WLAN auf den gleichen Gleisen mit den gleichen Probleme sowohl technisch als auch Fahrgastmäßig gefahren wird!

Schneller war eine dieser Fiktionen, weil quatsch, 160 ist und bleibt 160 maximal. Fahrzeitverkürzungen wurde doch die lokalen Wünschen nach beibehalt der RE/RRX-Halte gestrichen. Zurecht, dafür haben wir Dosto-IC.
Erst in Pofallas digitaler Leitwelt fahren RRX-Züge im '90-Takt und überspringen die Halte mangels Bahnsteigkanten. Dann gibt es Express-Expresse. (Was tatsächlich notwendig würde, wenn man die Nutzerzahlen aus Klimagründen verdoppeln wolle)

Einzig die Doppelansage ist unnötig (Lautstärke kann man einstellen) und nur für Quatschköppe, die ihren Ausstieg nicht kennen und trotzdem nicht zuhören können.

Die Sitze sind okay. Beine übereinanderschlagen wie in der Hipster-Lounge gibt es nicht.

Der Desiro HC ist kein reines RRX-Premiumprodukt, sondern ein Regionalzug, den Siemens auch anderswo in anderen Farben liefert.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Uwe Busch

Datum: 07.01.20 15:58

Wie kann man den Begriff "Journalistin" und "WAZ / Funke Medien Gruppe" in einem Satz erwähnen?
Mit Journalismus hat das Unternehmen nur sehr wenig zu tun. Eher ein Institut für angewandte Meinungsmache...

Folgende Grundprinzipien bei den Zeitungen der Funke Medien Gruppe sind unbedingt einzuhalten:
- der öffentliche Dienst ist aus Prinzip schlecht
- öffentlicher Nahverkehr taugt nichts
- DB ist noch schlechter
- das Ruhrgebiet wird von Bund und Land zu Tode gespart und mies gemacht
- was jetzt passiert, wird dich überraschen (Clickbaiting), also Schriftstil zwischen BILD und RTL2

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg

Ach ja!?

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 16:16

Moin,

dummerweise geht man aber von den Fahrzeiten aus, die veröffentlicht wurden, und wenn es dort zu unterschieden kommt, ist es doch nun mal so, wie geschrieben wurde. Aber die Sache Pünktlichkeit steht eben auf einem anderen Blatt Papier, und da wird der RE 1 auch als RRX weiter leiden müssen, denn die Erhofften weiteren Ausbauten fehlen eben noch. Einen Vorteil bekommt der RRX dann aber doch, er kann deutlich besser beschleunigen, als die bisherigen Fahrzeuge.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Twindexx

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 16:20

Moin,

bei diesem Typ hätte man einfach nur die TK kaufen müssen, der Rest wäre ja vorhanden, sprich die Mittelwagen der REs hätte man weiter nutzten können. Aber, ja das ist alles nur Theorie.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Strizie

Datum: 07.01.20 16:24

Was man kritisieren kann ist die 1. Klasse welche wirklich ein Witz ist. Man schaue sich mal die 1. Klasse bei den RE Norddeich-Bremen-Hannover an. So was kann man als 1. Klasse bezeichnen.

Ob 2030 wirklich zu halten ist?

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 16:24

Moin,

die nötigen Ausbauten sind zwar versprochen, kosten aber Geld und irgendwo geisterten da schon wieder Dinge durch die Medienwelt, das der Besitzer schon wieder die nötigen Gelder, einbehalten will. Sprich man fängt schon wieder an, die Verkehrswende zu verzögern.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Ob 2030 wirklich zu halten ist?

geschrieben von: Anbeku

Datum: 07.01.20 16:29

BR146106 schrieb:
Moin,

die nötigen Ausbauten sind zwar versprochen, kosten aber Geld und irgendwo geisterten da schon wieder Dinge durch die Medienwelt, das der Besitzer schon wieder die nötigen Gelder, einbehalten will. Sprich man fängt schon wieder an, die Verkehrswende zu verzögern.
Ich glaube 2030 war noch nie ein festgelegter Termin. Das dürfte generell nicht zu halten sein. Ich mache mir aber weniger Sorgen um die Finanzen, als um die Bürgerproteste insbesondere in Angermund.

Natürlich haben Triebwagen vorteile

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 16:33

Moin,

bei den Herkömmlichen Zügen hätte man einiges ändern müssen, aber auch hier gäbe es Lösungen es zu verbessern.

gruß carsten

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Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Anbeku

Datum: 07.01.20 16:34

duesselmartin schrieb:
besser wäre es sicher wenn die Fahrzeuge durchgehend 2 Etagen hätten. Dann gäbe es auch Platzkapazität nach oben.
Nicht so viel wie manche Glauben, denn die Antribstechnik für die geforderte Beschleunigung hatte so oder so irgendwo verbaut werden müssen. Ein komplett höhengleicher Einstieg in manchen Fahrzeugen ist auch ein Vorteil.

Re: Ob 2030 wirklich zu halten ist?

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 16:36

Moin,

im Groben und Ganzen, wollte man nach der ersten Periode, mit allem fertig sein, Man wird sehen, was also in 10-15 Jahren verwirklicht wurde und wie weit diese Vorhaben vollendet wurden. Sie BI sind da natürlich ein Stolperstein, aber eben auch die Finanzen, denn ohne Geld lässt sich nur schwerlich bauen, egal wer es bereitstellt.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: agw

Datum: 07.01.20 16:40

duesselmartin schrieb:
besser wäre es sicher wenn die Fahrzeuge durchgehend 2 Etagen hätten. Dann gäbe es auch Platzkapazität nach oben.
Nein. Ein 105m Dosto hat nicht mehr Plätze, da die Technik ja auch noch irgendwo hin muss. Kann man z.B. bei den vierteiligen KISS sehen.

Re: Ob 2030 wirklich zu halten ist?

geschrieben von: agw

Datum: 07.01.20 16:41

BR146106 schrieb:
im Groben und Ganzen, wollte man nach der ersten Periode, mit allem fertig sein, Man wird sehen, was also in 10-15 Jahren verwirklicht wurde und wie weit diese Vorhaben vollendet wurden. Sie BI sind da natürlich ein Stolperstein, aber eben auch die Finanzen, denn ohne Geld lässt sich nur schwerlich bauen, egal wer es bereitstellt.
Hast du Infos, dass es irgendwo am Geld scheitert? Das Geld für den RRX ist doch da. Mal abgesehen von irgendwelchen Tunnelfantasien.

Re: Ob 2030 wirklich zu halten ist?

geschrieben von: Ober-Rodener

Datum: 07.01.20 16:43

BR146106 schrieb:
Moin,

im Groben und Ganzen, wollte man nach der ersten Periode, mit allem fertig sein, Man wird sehen, was also in 10-15 Jahren verwirklicht wurde und wie weit diese Vorhaben vollendet wurden. Sie BI sind da natürlich ein Stolperstein, aber eben auch die Finanzen, denn ohne Geld lässt sich nur schwerlich bauen, egal wer es bereitstellt.

gruß carsten

Und selbst wenn das Geld da wäre, die Firmen die solche (meist Großbauvorhaben) umsetzen können, haben die
Auftragsbücher voll und kriegen keine neuen Fachmitarbeiter mehr.
Mit am meisten gesucht sind gute Bauingenieure. Gibt aber keine bzw. die, die es gibt können sich die Rosine bzw.
den für sie besten und lukrativsten Arbeitgeber raussuchen.

Gruß

-OR

Re: Ach ja!?

geschrieben von: agw

Datum: 07.01.20 16:46

BR146106 schrieb:
dummerweise geht man aber von den Fahrzeiten aus, die veröffentlicht wurden, und wenn es dort zu unterschieden kommt, ist es doch nun mal so, wie geschrieben wurde. Aber die Sache Pünktlichkeit steht eben auf einem anderen Blatt Papier, und da wird der RE 1 auch als RRX weiter leiden müssen, denn die Erhofften weiteren Ausbauten fehlen eben noch. Einen Vorteil bekommt der RRX dann aber doch, er kann deutlich besser beschleunigen, als die bisherigen Fahrzeuge.

Der Vergleich im Zeitungskommentar war ja Fahrzeiten RRX RE11 gegen RE1 und oh Wunder, der RE11 ist nicht schneller als der RE1.
Hätte man den RE1 zuerst auf RRX umgestellt, hätte sie bestimmt geschrieben, dass der RRX RE1 jetzt viel schneller als der Nicht-RRX-RE11 ist....duh.

Bild dir deine Eigene Meinung dazu

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 16:47

Moin,

so habe mal eben die kleine Amerikanische Suchmaschine bemüht: [www.n-tv.de]. Soll isch jeder ein eigenes Bild dazu machen, ob man so die Dinge wirklich geplant und bezahlt bekommt, wenn es eigentlich seid Jahren schon zu Vernachlässigungen gekommen ist. Wollen wir es hoffen, das diese Meldung nur Panik verbreiten soll, aber ich befürchte eher, man begeht die gleichen Fehler aus den letzten Jahren schon wieder.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Na ja, die Frage die bleibt ist folgende

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 16:52

Moin,

ob man die Zeiten auch entsprechend ändern kann, denn die Trassen sind bekanntlich sehr eng getaktet auf dem Korridor zwischen Dortmund und Düsseldorf. Erst wenn man hier Anfängt, könnte man es auch sehen, was wirklich gehen könnte.

Aber so gänzlich ohne Reserven ist auch nicht Gesund.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Zwiebel

Datum: 07.01.20 16:55

Ja, die Funke-Medien und noch mehr die Webseite sind auf ein extrem mieses Niveau abgerutscht. Aber diesen Beitrag finde ich dafür gar nicht schlimm. Er nennt sich "Kommentar", und in dieser Artikel-Form äußert der Verfasser seine Meinung, das ist ausdrücklich so vorgesehen, dafür sind Kommentare in Zeitungen oder Nachrichtensendungen da. Die Verfasserin erwähnt doch sogar Inhaber anderer Meinungen, die ich, wenn es so stimmt, extrem über-euphorisch finde - was natürlich wieder nur (m)eine Meinung ist.
Dafür finde ich die Kritik sehr dezent, angesprochen werden Punkte, die hier auch schon genannt wurden, die man entweder leicht beheben könnte, wenn man nur wollte - die wirklich furchtbaren Ansagen - oder nicht rasch beheben kann, aber zug- und betreiber-unabhängig sind - die unzureichende Infrastruktur.

Ich teile ihre Überschrift: Absolut kein Grund zum Feiern. Man kann es als beschleunigte S-Bahn darin aushalten, aber es ist ungemütlich und insgesamt kein Wunder, wenn nach der jahrelangen massiven Werbung die Leute aber Wunder vom RRX erwartet haben. Auch Funke und Co. haben da mitgetrommelt und die unbedarften Leser nie aufgeklärt, dass fast nur die alten RE 1:1 in Takt und Kapazität ersetzt werden, dass leichten Chancen, mit kurzem Halt und Beschleunigung 1-2 Minuten herauszuholen, dann nach dem fixen Einstieg aber oft 20, 40, 60 Minuten Aufenthalt in einer engen Plastikkiste mit wenigen und unbequemen Plätzen folgen, die in einer Fahrtrichtung fast alle gegen diese montiert sind oder eh nur als Klappsitze in die Gesamtzahl eingerechnet sind. Man spürt einfach überall, dass Bahn billig produziert werden muss.
Nein, da würde mir ein Twindexx-artiger Zug schon besser gefallen: Endwagen mit breitem Einstieg in möglichst passender Höhe und viel Stellflächen für die, die es brauchen, und dazwischen Otto-Normal-Wagen für die, die ein paar Stufen schaffen, um dahinter ordentlich sitzen zu können. Das sollten nachhaltig gedacht natürlich erst mal möglichst lange die schon vorhandenen und noch jungen Dosto sein.

Ein Glück, dass ich nicht pendeln muss und z.B. für Freizeitfahrten nach Düsseldorf auf RE2, S6, S1 zurückgreifen kann. Noch mal nach Kassel mit der Schüssel - nein, danke. Da würde ich freiwillig über Hagen fahren - verdammt, Hai-Alarm, eher noch schlimmer. :( Naja, so schön und wichtig ist Kassel auch nicht. :)

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 07.01.20 17:04

Hallo,
ich lese das Hamburger Abendblatt hauptsächlich zur Information, was hier im "Echten Norden" in der Regionalpresse steht.
Diese Zeitung wurde vor längerer Zeit vom Springer Verlag an die Funke Mediengruppe verkauft.
Das Niveau dieser Zeitung ist ganz tief gesunken, finde ich.
Ich kann Euch hier nur gratulieren, dass fast alle Artikel dieser Zeitung auch über Google nur noch gegen Bezahlung lesbar sind.
In der Zeitung wird ständig über das so tolle Hamburg berichtet, selbst auf der ersten Seite werden lächerlich unwichtig Dinge zur Hamburger Schlagzeile.
Herr Scholz, der mit dem Mercedes Tick, ist für die Zeitung sozusagen ein Jahrhundertpolitiker und der verstorbene, nikotinsüchtige Schmidt gibt wohl noch Stoff für die Zeitung für Jahrzehnte.
Der Hamburger Senat kann sich jegliche Ausgaben für die Eigenwerbung sparen, die Zeitung ist so folgsam, wie seinerzeit mal das Staatsorgan in einer dunklen Zeit Deutschlands.
Kritisches Hinterfragen ist nicht drin und wenn die "Fahrinnenanpassung" der Elbe in einem 20 Meter tiefen Kanal mit Spundwand enden würde, wäre das immer noch ein Grund zum Jubeln.
Das Jubeln würde wohl erst aufhören, wenn eines Tages alles mal wieder mächtig absäuft.
Die Trennung von Meldung und Meinung existiert bei dieser Zeitung meiner Ansicht nach nicht mehr richtig, auch nicht die kritische Auseinandersetzung mit kontroversen Themen.
Man sollte dem Verlag vorschlagen, die Zeitung in "Hamburger Jubelblatt" umzubenennen.
Es scheint so, dass bei anderen Erzeugnissen dieses Verlages die Qualität ebenso dürftig ist.
Eigentlich sollte das belesenen Leuten auffallen, wenn sie diesen Verlag zitieren.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Zwiebel

Datum: 07.01.20 17:07

Anbeku schrieb:
Zitat:
Nicht so viel wie manche Glauben, denn die Antribstechnik für die geforderte Beschleunigung hatte so oder so irgendwo verbaut werden müssen. Ein komplett höhengleicher Einstieg in manchen Fahrzeugen ist auch ein Vorteil.
Da hätte ich den innovativen Vorschlag, die Antriebstechnik in ein separates Triebwagen-Element auszugliedern. Noch besser: Dieses am Ende einreihen, damit es ggf. außerhalb der kastrierten Bahnsteige halten kann und die Fahrgasträume leiser dahingleiten. Noch besser: Dieses Modul sollte zur effizienten Wartung und Reparatur flexibel kuppel- und austauschbar sein.

Ups, das gab es schon und hieß Lokomotive? Ja, klar, aber um den Zeitgeist von Irrwegen zurückzuholen, muss man es wohl so ähnlich als neu verkaufen. :)
Klassische Kaufhäuser sind out. Deklariert man aber 40 Abteilungen unter einem Dach als Einkaufscenter, sind sie plötzlich attraktiv...

Re: Twindexx

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 07.01.20 17:12

BR146106 schrieb:
Moin,

bei diesem Typ hätte man einfach nur die TK kaufen müssen, der Rest wäre ja vorhanden, sprich die Mittelwagen der REs hätte man weiter nutzten können. Aber, ja das ist alles nur Theorie.

gruß carsten
Hallo,
also bei uns in SH funktioniert das nicht: Neue grüne Twindexx Triebköpfe mir alten roten Dostos.
Nur grüne und rote Dostos zusammen mit Lok hat man hier problemlos gefahren, als die Endwagen noch nicht verfügbar waren.
Warum und weshalb wissen die Experten...
Allerdings sind die Twindexx hier immer noch der "Problembär", alle Heilungsversuche waren bisher nicht sehr erfolgreich.

Re: Twindexx

geschrieben von: BR146106

Datum: 07.01.20 17:36

Moin,

wir wissen ja eh alle, wie gut Theorie und Praxis wirklich klappen, aber so ganz unmöglich wird es sicherlich nicht sein, denn sonst würde es ja immer noch nicht gehen, wie zuvor, als es eben die nötigen TK noch nicht gab. Entscheidend ist eben der Aufwand, der dazu betrieben werden muss, die unterschiedlichen Generationen der Dostos mit diesen Köpfen zu betreiben.

gruß carsten

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"Es ist halt ein x-normaler RE"

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 07.01.20 18:04

Das habe ich auch nicht verstanden, was am neuen Zugmaterial jetzt viel anders sein soll. Lebe zwar in Köln, bin aber noch nie mit einem RRX gefahren - hatte einfach keinen Anlass. Aber was ich bislang davon mitbekommen habe, das kann doch nur ein erster zaghafter Zwischenschritt zu etwas ganz anderem sein. Die Frage ist nur, warum man das dann heute schon RRX nennt und nicht damit wartet, bis die Endstufe erreicht ist.

Gruß, Olaf

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Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Der Niederrheiner

Datum: 07.01.20 18:12

Hallo zusammen,

so ganz unrecht hat die Dame in dem Artikel nicht...
Zum Beispiel die Fahrzeit von Voerde nach Duisburg beträgt mit dem RRX 27 Min. während für die gleiche Strecke Abellio mit dem RE 19 nur 25 Min. braucht.
Die DB Regio Doppelstockzüge brauchten 26 Min. und waren vorallem in der 1. Klasse oben viel bequemer.

Ich denke mal bis die gesamte Infrastruktur für den RRX steht, sind diese Triebwagen schon längst nicht mehr zeitgemäß.

Gruß Martin

Bahnfahren - Das letzte Abenteuer in Deutschland!

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 07.01.20 18:13

Wo steht denn der "anmaßende Absolutheitsanspruch" zu lesen? Kann Du mal bitte mit dem Finger drauf zeigen?

Das ist ein Kommentar, also eine subjektive Bewertung. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Damit werdet Ihr doch wohl souverän umzugehen wissen?

Gruß, Olaf

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Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: ICE 4

Datum: 07.01.20 18:33

Der RRX zeigt sehr gut den ganzen Wahnsinn der immer vermeintlich besseren, schnelleren, billigeren "Alternativprojekte", sobald wieder so ein Prestige-Großmannsucht-Hightech-Projekt von allerlei "alternativen Verkehrsplanern" zu gerne gekippt werden möchte, am besten auch noch kurz vor oder gar nach Baubeginn.

Der RRX sollte das Ersatzprojekt für den gestoppten Bau des Metrorapid werden. Umzusetzen so schnell wie möglich, kaum später als der Metrorapid sollte er kommen.

Was ist nun draus geworden? Neue Triebwagen für die bestehenden RE-Linien, und auch das erst weit über ein Jahrzehnt (!) später. Nur die neuen Fahrzeuge.

An der Infrastruktur ist noch genau Nullkommanull passiert, für den RRX. Dabei wäre der Infrastrukturausbau ja das eigentliche betriebsverbessernde und -stabilisierende Kernelement gewesen, sei es nun als separierte Magnetbahn, sei es als RRX-Ausbaukonzept. Und nach derzeitigem Stand der Dinge werden die RRX-Fahrzeuge auf das Ende ihrer Lebensdauer zugehen, wenn die Infrastruktur, für die sie einst konzipiert waren, endlich so halbwegs fertig sein wird.

Im Moment ist es doch eher so: Würde es besagten Metrorapid jetzt doch geben - man wäre froh. Nach genau so etwas würde man sich im dortigen Verkehr doch jetzt die Finger lecken UND zusätzlich die allermeisten heutigen RE-Linien nebenher fahren lassen, nur etwas entspannter und vielleicht nicht alle mit 800 Plätzen vollgestopft, weil ein Anteil des Verkehrs zwischen den großen Städten von der Rhein-Ruhr-Magnetschnellbahn abgenommen worden wäre, als Entlastung der heutigen Schienenstrecke.

Nun ja, wer konnte das ahnen.


Am Flughafen München ist es übrigens dasselbe Trauerspiel: Der Zehnminutentransrapid wurde begraben, der MAEX aus der Taufe gehoben, eine Art Express-S-Bahn. Anzeichen für eine Realisierung oder gar etwas darüber hinaus, also fahrzeitmäßig mit dem TR vergleichbar? Eher keine. Gut, hier ist es nicht gar so schlimm, für die Verkehrswende sollten andere Dinge als Flughäfen gut angebunden sein, andererseits für die Attraktivität beim Ersatz von Kurzstrecken-Zubringerflügen zu den ja doch nicht erstzbaren Transkontinentalflügen, da wäre es schon ein Pluspunkt für die Bahn, käme man vom Flughafen in zehn, 10, Minuten zu allen Fernzügen am Hauptbahnhof.


Ich bin eigentlich nur sehr bedingt ein Freund des Transrapid, aber noch weniger mag ich die verlogenen Versprechungen der sog. "Alternativprojekte", die sich samt und sonders als nicht haltbar erwiesen haben, kaum dass die öffentliche Aufmerksamkeit von der Debatte "Transrapid vs. ..." verschwunden war.

Da es ein Zurück zu damals aber nicht gibt, müsste man jetzt endlich in die Hufe kommen und neue Gleise bauen, schnell. Letztlich auch zwischen Duisburg und Hamm, da muss eine durchgehend neue Strecke hin - egal wo und wie, neu trassiert (= U-Bahn) oder unter teilweiser Mitnutzung der "Rheinischen". Nur schick lackiierte andere Triebwagen sind eben nicht mehr als das: Neue Züge auf alten Gleisen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.20 19:51.

Re: Hat denn niemand bemerkt, dass

geschrieben von: dreherr

Datum: 07.01.20 20:22

Ich finde den rrx sehr gut das Wlannfunkt besser als in manchen DB Zuegen.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: VT

Datum: 07.01.20 21:08

Naja, ich fürchte das wäre eher ein Projekt wie S21, Elphi, BER, Rheintalbahnausbau..
Mit der Verschärfung dass es keine oder kaum Zwischenstufen gegeben hätte... Und wenn die Leute nicht schnell was zum anfassen haben lasst die Unterstützung schnell nach. So kommen jetzt wenigstens mal neue Züge. Ich sehe es aber auch wie du, wichtiger wäre neue Infrastruktur gewesen.
Moin,

das sich in Sachen Infrastruktur genug tut, nur wird es eben noch etwas dauern, bis diese vollständig in Betrieb sind und dann wird man sehen, was wirklich geht. Der Ausbau zwischen Duisburg und Köln wird aber durchaus noch Jahre dauern, denn der Gemeine Bürger wehrt sich mit allen möglichen Mitteln dagegen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: weichen96

Datum: 07.01.20 21:20

Strizie schrieb:
Was man kritisieren kann ist die 1. Klasse welche wirklich ein Witz ist. Man schaue sich mal die 1. Klasse bei den RE Norddeich-Bremen-Hannover an. So was kann man als 1. Klasse bezeichnen.
Also bitte, da oben im Norden kostet die 1. Klasse aber für jeden Aufpreis ;-)
Nicht für alle im VRR ;-)
Zu 70% ist die 1. Klasse doch eh mit Personen gefüllt die ein Bärenticket haben. Kostet 88,7€/Monat, Leistungen wie Ticket2000 aber gilt im ganzen VRR, Werktags ab 19 Uhr und Sonn und Feiertags ganztägig sogar zu zweit und die 1. Klasse ist immer KOSTENLOS enthalten. Nun kostet alleine der 1. Klasse Zuschlag aber schon im Abo 74,91€/Monat. Also wer nix für die 1. Klasse zahlen will, bekommt für die 1. Klasse halt Ledersitze. Für mehr Platz reicht das Geld nicht.
Ich finde die schönen Ledersitze, sind ausreichend für Bärentickets. Mehr Platz und Luxus kostet mehr!

Gruß,
weichen96

Re: Hat denn niemand bemerkt, dass

geschrieben von: Ober-Rodener

Datum: 07.01.20 21:26

dreherr schrieb:
Ich finde den rrx sehr gut das Wlannfunkt besser als in manchen DB Zuegen.

Offenbar aber nicht wirklich, denn sonst würde nicht so ein Kauderwelsch dabei raus kommen.

Ansonsten, was nutzt ein Wlan-Zugang, der wie hier beschrieben wurde, eher selten richtig funktioniert,
wenn die Sitze unbequem sind, Ablagefächer nicht reisegeeignet sind etc...?

Gruß

-OR

Stromrichters lecker Senf

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 07.01.20 21:56

Tach auch -

tja, ich übe nicht den Beruf des Journalisten aus - deswegen gibt es meine unmaßstäbliche Meinung nicht auf irgendeinem Funke-Medium, sondern exklusiv hier bei DSO. Hömma: er hier nun auch noch. Ja klar, kannze nix bei machen, hasse angefangen zu lesen musse getz durch, vastehse? Doch wenn gefühlt ein nicht unwesentlicher Anteil von DSO mal wieder seine Abneigung gegen alles was neuer als die Epoche III und pfui, ganz böse, auch noch ein Triebzug ist, hier als Bits endlagert, dann werd' ich ja auch mal dürfen. Zumal ich beruflich und persönlich schon viele Jahre mit NRW verbunden bin und man mich deshalb jetzt auch mittendrin im RRX-Land finden kann.

Was finde ich jetzt schwach? An dem Kommentar von die Dame, dass sie nur das offensichtlich sichtbare als schales Genöle rüber bringt, aber keine 5 Sekunden an die Frage verschwendet, die hier auf DSO doch zum Glück recht schnell vielfach aufgeworfen wurde: wie soll auch der große Wurf gelingen, wenn die letzten Endes verantwortliche Landesregierung von NRW auf - ach, nicht mal halbem Weg, sondern nach den ersten Schritten! - bereits stehen bleibt und denkt, mit ein bisschen Marketing und ein paar neuen Fahrzeugen wäre doch alles getan. Tja, eben nicht! Aber das sind halt die Mühen der Ebene, und es ist einfacher über die letzten 5 Minuten Verspätung als über ein fehlendes Gleis zu schreiben, leichter eine Handvoll Schreihälse in Angermund (und anderswo) neben der Bahn wahrzunehmen, als die schweigenden Massen, die nochmal 5 Minuten länger auf den nächsten Zug warten, und leichter über eine vorgeblich zu laute Durchsage im Zug zu schreiben, wie über die Zu(g)kunft der RE-Verkehre in NRW insgesamt nachzudenken. Kost' mehr als 5 - nein, nicht Minuten, Sekunden.

Denn so richtig und wichtig die insgesamt in den letzten Jahr(zehnt)en stattgefundene Ausdehnung der RE-Linien zwischen Aachen, Köln, Düsseldorf und Dortmund und drum herum, daneben und dazwischen war, so sehr vermisst man aus Düsseldorf auch die klare Richtschnur, wo es weiter hin gehen soll, und zwar nicht nur im nächsten Fahrplanjahr, sondern nachhaltig. Kommen tatsächlich vor 2050 noch nennenswerte Infrastrukturum- und -ausbauten, oder lässt man aus Düsseldorfer Sicht das dafür verantwortliche bescheuerte Ministerium in Berlin lieber in Ruhe? Können bei steigenden Fahrgastzahlen weitere Desiro HC die Flotte auf 100, 150, 200 Züge ausbauen, wenn erforderlich? Was ist die Perspektive für Linien wie z.B. RE 2/42, RE 3, RE 7 welche nun im ersten Schritt nicht zum "RRX" werden konnten oder sollten? Warum nicht und warum gerade diese nicht? Nur den unterschiedlichen Laufzeiten der Verkehrsverträge mit den EVU geschuldet, oder steckt ein tieferer Sinn dahinter? Welches Konzept wird "unterhalb" des RRX als Fundament für diesen verfolgt, also wie die S-Bahn-Linien und RB-Linien sowie die städtischen ÖPNV-Linien, die dem RRX als Zu- und Abbringer ergänzend zur Seite stehen, nachhaltig gefördert? Leute, es gibt in NRW mit seiner Masse an Menschen viel zu viele offene Fragen im SPNV (und auch bei Tram und Bus in den Städten), welche eine engagierte Landesregierung endlich mal tatkräftig angehen müsste - wenn ihr das auch so seht: dafür kann man was tun, und zwar in der Wahlkabine. Oder soll das vor-sich-hin-Gewurstele und desinteressierte halbgare überall-ein-bisschen, aber nix richtig, welches hier auf DSO auch schon für seitenlange Kontroversen unterschiedlichster Art gesorgt hat, noch ewig so weiter gehen? Ohne die eigene Person zu überschätzen, aber ich glaube nicht, dass sich NRW das weitere Jahrzehnte lang noch leisten kann.

Für den Moment jetzt am Bahnsteig ist das natürlich alles keine Sofort-Lösung, aber die dicken Bretter müssen nun mal gebohrt werden. Unsere geschätzte Journalistin könnte sich ja mal Gedanken machen, ob das eigentlich gut ist, dass sie - bisschen Aufmerksamkeit, Grips und Flexibilität mal angenommen - werktags tagsüber eigentlich so gut wie immer in Essen oder Düsseldorf auf den Hauptbahnhof gehen kann, und der nächste Zug in die jeweils nächste Stadt gar nicht so weit weg ist (boshafter Seitenhieb: gäbe es nicht die schwachsinnige deutsche Tarifmauer zwischen Nah- und Fernverkehr gälte das in erhöhtem Maße). Und was passieren müsste, um das qualitativ und quantitativ im RRX-Kernland auf einen 24/7/366 - Betrieb zu bringen, unabhängig von Verbandsproporz, Zuständigkeiten und ewigem "man müsste Mal" - ja, Herr Laschet mit wüstem Anhang, wir sind noch lange nicht fertig, ich, ich hab noch lange nicht genug...! - allerdings muss ich der Fairness anmerken: Landesregierungen, welche für den Bahnverkehr in ihrem Land noch mehr tun könnten, gibt es in Deutschland weiß Gott nicht nur in NRW. Doch hier geht es um NRW und den RRX.

Und so ist der RRX heute was? Nach meiner Beurteilung das, was andere Länder zum Teil verpasst haben, und auch öfter mal bräuchten: ein allem Gemaule zum Trotz schneller RE, der bislang in erstaunlich stabiler Qualität und mit gut für den verlangten Einsatzzweck passenden Fahrzeugen unterwegs ist (Ein Gegenbeispiel wie es nicht geht: Rheinland-Pfalz mit dem Süwexx: An sich gutes Konzept, sehr schöne ET - aber ein viel zu dünner Takt, und deswegen reicht die Kapazität vorne und hinten nicht.). In Zeiten von "heute ohne..." und ähnlichen alltäglichen Ärgernissen am Bahnsteig rollen die 462 tagein, tagaus verlässlich als Traktionen übers Gleis (so zumindest meine Beobachtungen im Bereich Düsseldorf/Duisburg). Und dass irgendeinem auf DSO die Sitze nicht zusagen, nun, verpacken wir das in folgendes Gleichnis: hätte es 1928 schon DSO gegeben, wäre dasselbe über die 28er Eilzugwagen der damaligen DRG geschrieben worden, und mit Sicherheit angemerkt worden, dass die schrecklichen neuen Einheiz-Dampfloks einfach nicht mehr dasselbe sind wie die traditionelle Länderbahnware..! Ganz bestimmt und seitdem immer wieder... - allein, genug der Abschweifungen, ich für meinen Teil mag die Fahrzeuge, und kann auch Strecken wie Düsseldorf-Koblenz oder Duisburg-Minden damit ermüdungsfrei und angenehm zurücklegen. Gerade das Mischkonzept Einstock- / Doppelstock ist für mich das geniale an dem Fahrzeug, weil nur der Doppelstockzug alleine nun eben auch nicht die Antwort auf alle Fragen und Aufgabenstellungen ist. Der 462 ist der erste (Teil-)Doppelstockzug, wo ich bei starkem Fahrgastandrang eben keine Beklemmungen mehr in völlig überfüllten engen Treppenhäusern habe und wo sich Leute auch nach dem Tiefeinstieg noch gut verteilen können, das ist Bombardier bis heute mit den Twindexx sowieso und letztlich auch Stadler mit dem KISS noch schuldig geblieben. Sondereinbauten wie barrierearmes WC, 1. Klasse, Stellflächen für Fahrräder und Traglasten bekommt man in den Endwagen vom Desiro HC einfach besser und sinnvoller unter als in der räumlichen Enge des Doppelstockwagens. Nein, die Idee ist gut - und ob die NRW-RRX-Ausstattung nun guter Durchschnitt ist, oder ob es eines Tages irgendwo Desiro HC geben wird, die deutlich "besser" ausgestattet sind - wir werden sehen. Alltagstauglich für ein paar tausend Leute pro Fahrt, in dauernd wechselnder Zusammensetzung, von Köln bis Dortmund, wieder zurück und drüber hinaus zu bringen, sind die Fahrzeuge auf jeden Fall. Schnell und leise noch dazu. Richtig, 160 km/h werden mit einem neuen ET nicht mehr als mit einer alten 111, aber der 462 dürfte deutlich früher und ruckfreier die 160 km/h auch erreichen. Wenn die Infrastruktur dazu vorhanden ist und der übrige Zugverkehr es zulässt - aber das hatten wir ja schon, und wer dafür verantwortlich ist, diese Faktoren nachhaltig anzugehen und zu verbessern, war auch schon Thema.

Soweit mein Senf dazu - danke für die Aufmerksamkeit!

Freundliche Grüße
Tobias

P.S.: Und manch' DSO-Schreiberling sollte mal deutlich mehr mit Zügen FORDfahren als nur drüber rumzunölen...(ok, 2 € für die Betriebsstellen-Wortspielkasse...)

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.20 22:01.

Re: Hat denn niemand bemerkt, dass

geschrieben von: pm

Datum: 07.01.20 22:09

Solltest du nicht mal aufhören hier immer etwas nachzuplappern was gerade in Dein Weltbild passt? Fahr mal selber mit, teste selbst die VRR Automaten!

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Hilfsbetreiber

Datum: 07.01.20 22:28

Moin!

Glaubst Du im Ernst, dass die Infrastrukturneubauten für den 'Metrorapid', mit aufgeständerten Strecken durch Essen etc. annähernd schneller geplant und gegen Nimbys durchgesetzt worden wären als die RRX-Bauten?

Der 'Metrorapid' hat den RRX um mind. 5 Jahre verzögert, weil ein Ministerpräsident sich profilieren wollte, sonst nix.

MfG

Der Hilfsbetreiber

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 00:00

Zwiebel schrieb:
Da hätte ich den innovativen Vorschlag, die Antriebstechnik in ein separates Triebwagen-Element auszugliedern. Noch besser: Dieses am Ende einreihen, damit es ggf. außerhalb der kastrierten Bahnsteige halten kann und die Fahrgasträume leiser dahingleiten. Noch besser: Dieses Modul sollte zur effizienten Wartung und Reparatur flexibel kuppel- und austauschbar sein.

Ups, das gab es schon und hieß Lokomotive? Ja, klar, aber um den Zeitgeist von Irrwegen zurückzuholen, muss man es wohl so ähnlich als neu verkaufen. :)
Klassische Kaufhäuser sind out. Deklariert man aber 40 Abteilungen unter einem Dach als Einkaufscenter, sind sie plötzlich attraktiv...
Deinen Schmarrn muss man nicht umdeklarieren, immerhin.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 00:06

ICE 4 schrieb:
Im Moment ist es doch eher so: Würde es besagten Metrorapid jetzt doch geben - man wäre froh. Nach genau so etwas würde man sich im dortigen Verkehr doch jetzt die Finger lecken UND zusätzlich die allermeisten heutigen RE-Linien nebenher fahren lassen, nur etwas entspannter und vielleicht nicht alle mit 800 Plätzen vollgestopft, weil ein Anteil des Verkehrs zwischen den großen Städten von der Rhein-Ruhr-Magnetschnellbahn abgenommen worden wäre, als Entlastung der heutigen Schienenstrecke.
Alles unter der Annahme, bei der Umsetzung des Metrorapid hätte es keine Probleme gegeben. Netter Traum. Aber wahrscheinlich wäre gerade die Kostenprognose von 6 auf 8 Mrd Euro heraufgesetzt worden, für einzelne Abschnitte gäbe es nicht mal genehmigungsreife Planungen, Brürgerproteste könnten alles weiter verzögern - und ein Rompfbetrieb von Essen nach Duisburg wäre nicht der große Wurf. Dann würde man sich denken: Hätte man sich doch für den RRX entwscheiden, man könnte weninsgens schon mal die Fahrzeuge nutzen, bis die Strecken fertig sind.

Es ist der Charme der nicht-gewählten Variante: Sie kennt weder Verzögerungen noch Verteuerungen, sie lässt sich immer idealisieren und verklären. Siehe Südring in München.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: ICE 4

Datum: 08.01.20 00:34

nozomi07 schrieb:
ICE 4 schrieb:
Im Moment ist es doch eher so: Würde es besagten Metrorapid jetzt doch geben - man wäre froh. Nach genau so etwas würde man sich im dortigen Verkehr doch jetzt die Finger lecken UND zusätzlich die allermeisten heutigen RE-Linien nebenher fahren lassen, nur etwas entspannter und vielleicht nicht alle mit 800 Plätzen vollgestopft, weil ein Anteil des Verkehrs zwischen den großen Städten von der Rhein-Ruhr-Magnetschnellbahn abgenommen worden wäre, als Entlastung der heutigen Schienenstrecke.
Alles unter der Annahme, bei der Umsetzung des Metrorapid hätte es keine Probleme gegeben. Netter Traum. Aber wahrscheinlich wäre gerade die Kostenprognose von 6 auf 8 Mrd Euro heraufgesetzt worden, für einzelne Abschnitte gäbe es nicht mal genehmigungsreife Planungen, Brürgerproteste könnten alles weiter verzögern - und ein Rompfbetrieb von Essen nach Duisburg wäre nicht der große Wurf. Dann würde man sich denken: Hätte man sich doch für den RRX entwscheiden, man könnte weninsgens schon mal die Fahrzeuge nutzen, bis die Strecken fertig sind.

Es ist der Charme der nicht-gewählten Variante: Sie kennt weder Verzögerungen noch Verteuerungen, sie lässt sich immer idealisieren und verklären. Siehe Südring in München.
Ja, aber. Denn natürlich hätte sich auch der MR zu einem solchen Jahrhundertprojekt entwickeln können. Aber: Eben dadurch, dass er NICHT ohne die dafür notwendige (!) Infrastrukrur betrieben werden kann, ist beim Bau besagter Infrastruktur dann auch entsprechender Dampf dahinter. Da kann sich kein Politiker für neue Züge feiern lassen und so tun, als wäre das schon das versprochene Gesamtpaket und man warte nur noch auf so ein, zwei neue Weichen, die aber auch nicht soooo wichtig wären.

Und: Der Metrorapid hätte keine halbgaren Frickellösungen zugelassen, bei denen hier mal ein Gleis zu Lasten der ehemals separat trassierten S-Bahn freigeschaufelt wird und dort eines zusammen mit dem Fernverkehr genutzt wird und dazwischen ein paar Kilometer RE-Eigentrasse neu gebaut werden. Mit dem MR hätte man definitiv eine durchgängige "Neubaustrecke" von Köln bis Dortmund bekommen. Natürlich nicht für die Eisenbahn und natürlich - und das war einer der Geburtsfehler - darf man nicht damit planen, dass dieses Wunderdings dann am besten alle Züge auf der Rhein-Ruhr-Achse ersetzen könne und die Endpunkte nur noch Umsteigebahnhöfe zwischen restlicher Bahn und Magnetbahn wären. Aber als die RE-Hauptachse entlastende Express-S-Bahn hätte das schon seinen Charme gehabt.

Ob nun Metrorapid oder RRX: Ich behaupte, die infrastrukturell gleichwertige Lösung - also auf durchgehend separierter Eigentrasse - kostet im Endausbau in beiden Systemen annähernd gleich viel, und das dürften auch schon mehr als 8 Mrd sein. Die Eisenbahn kännte etwas günstiger sein, durch das mögliche und dann auch immer durchgeführte langwierige abschnittsweise Bauen und Realisierungszeiten um 20 Jahre wird es aber natürlich nicht billiger und kann die Kostenvorteile der eigentlich günstigeren Fahrwegtechnik dann auch wieder auffressen.

Angesichts der Kapazitäten des RRX, alle 15 Minuten ein Fahrzeug mit 800 Sitzplätzen schon als Grundlast in der ersten Ausbaustufe, mit längeren Bahnsteigen wären ja auch problemlos 1200 pro Einheit möglich, frage ich mich allerdings eher, ob ein 10er-Takt mit vermutlich doch eher kurzen Transrapideinheiten da überhaupt auch nur ansatzweise hätte mitstinken können. Mit einem drei- oder viersegmentigen TR-Fahrzeug wäre man da jedenfalls eher nicht weit gekommen.

Das einzige, wo ich wirklich zustimme: So ein separiertes neues System hätte die Gefahr eines verkürzten Rumpfbetriebs gebracht, Essen-Duisburg und vielleicht erstmal auch nur einspurig - damit man sich für wenigstens irgendwas zeitnah feiern kann. Das wäre die Magnetbahn-Alternative zur jetzigen Mogelpackung. So sehr ich die Desiro HC als neues Rollmaterial auch begrüße: Sie sind nicht "der RRX", sie sind eigentlich weniger als die Hälfte von ihm, nur eben der für den Fahrgast besonders markant sichtbare Teil. Und der am "schnellsten" und einfachsten realisierbare.
Ober-Rodener schrieb:
....
Es werden eigentlich nur einige Dinge kritisiert, wobei ich mich frage wieso irgendwelche Standzeiten in Duisburg sein
müssen? Trassenkonflikte die es zu Zeiten der DB nicht gab?

....
Hallo
Der RE6 fährt seit dem Fahrplan wechsel zwischen Köln Bonn Flughafen und Duisburg einen Anderen Trassenweg.
So muss er Aktuell die Ferngleise zwischen Düsseldorf und Duisburg benutzen was zu Trassen Konflikten führt.
Wenn er wieder seinen Weg über Köln Hbf, Dormagen und Neuss nimmt wird das wieder ändern.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 08.01.20 06:20

HKX schrieb:
Anbeku schrieb:
Ober-Rodener schrieb:
Offenbar ist der RRX bei einigen Kunden bei weitem nicht so beliebt, wie die Betreiber und der VRR es gerne hätten.
Warum, weil jetzt eine einzige Person ihre Meinung zur einzig zulässigen Deutung erhebt? Ich finde den Artikel ja durchaus interessant und die Kritik teilweise gerechtfertigt, aber diesen Absolutheitsanspruch sehr anmaßend.
Danke, du triffst den Nagel auf den Punkt. Ein Artikel von einer Journalistin und die soll respektiv fürs Volk sein? Ihr Artikel würde noch nicht mal Prozentual in der Statistik auftauchen. Eine Meinung sagt eben nichts über die Qualität des Zuges aus, da muss schon weit mehr als dieser Artikel kommen.
Der "Artikel" ist ein Kommentar einer Volontärin, die offenbar nicht verstanden hat, wie Eisenbahn funktioniert, sonst wäre sie nicht so pikiert, dass der neue Zug langsamer als der alte ist...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Was soll der Quatsch?

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 08.01.20 06:24

Hallole!

BR146106 schrieb:
> > TWINDEXX
> bei diesem Typ hätte man einfach nur die TK kaufen müssen, der Rest wäre ja vorhanden, sprich die Mittelwagen der REs hätte man weiter nutzten können. Aber, ja das ist alles nur Theorie.

Nein, keine Theorie, Unsinn! Die 462 sollen 30 Jahre laufen, wie alt sind die Dosto, die abgelöst werden, dann? Am Schluss hätte man dann irgendwann die Mittelwagen ersetzen müssen, weil die am Ende gewesen wären. Außerdem hat keiner der bisherigen Dostos die Einstiegsverhältnisse des 462, d.h. der Fahrgastwechsel dauert länger und barrierefrei ist der auch nicht.

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: tino27

Datum: 08.01.20 07:49

Die WAZ und wie sie alle heißen, müssen sich eben der Zeit anpassen und provozieren. Clickbaiting ist im konservativen Journalismus angekommen. Egal ob Kommentar oder nicht.
Da kann man fast froh sein, dass nicht der RE11 (26700) mit dem RE 1 (26802) verglichen wurde. Immerhin wäre der RRX hier ganze 19 Minuten langsamer zwischen Dortmund und Düsseldorf. ^_^
Und der RE 6 (89704) immer noch 7 Minuten.

Kein klar denkender Pendler hat sich von den Versprechungen über RRX blenden lassen. Jeder weiß, dass die Probleme woanders liegen. Aber da, wo der "Zugmaterial" etwas raus holen konnte, hat der Desiro in meinen Augen schon was verbessert.
Vor Einführung des RRX habe ich freiwillig die 10 Minuten längere Strecke über GE in Kauf genommen. Also lieber Flirt statt Dostos und 422. Grund: besseres Raumgefühl, bessere Sitze, bessere Klima/Heizung und "immer in Fahrt".

Die Sitze im RRX waren anfangs auch mein größter Kritikpunkt, aber ich hab mich daran gewöhnt. Dafür sind die Vorteile des Zuges einfach zu groß.
Seit der RRX fährt, fahr ich wieder viel lieber Zug. Die 422er waren an sich tolle Züge, nur eben zu störanfällig. Den Dostos fehlt aus meiner Sicht vor allem eines: gleichmäßig verteilte Türen.

Und was das W-LAN angeht: ja, ab und an wird es mal unterbrochen, aber es funktioniert zu geschätzt 95%. Das Problem ist eben, dass viele Netflix & Co. schauen.
Wenn man die Startseite des Zugangspunktes direkt "ansteuert" kann man auch den Verbrauch seiner 200MB gut nachvollziehen.

Ich weiß auch nicht, wie schnell die 146er REs sind (man bekommt ja kaum ein GPS-Signal in den Kisten), aber die RRX fahren meist nur um die 150 km/h.
Bei Verspätungen wird die Reserve zu den 160 dann oft ausgeschöpft.

Am Ende hängt es wie so oft aber einfach an den Leuten selbst. Die Fahrgastkategorie "Ich drängel mich beim Einsteigen vor, bleib dann aber im Einstiegsbereich erst mal stehen, um zu schauen, wo ich mich hinsetze" wird es wohl leider immer geben.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch... oh ja !

geschrieben von: Plutone

Datum: 08.01.20 08:14

ICE 4 schrieb:
Der RRX zeigt sehr gut den ganzen Wahnsinn der immer vermeintlich besseren, schnelleren, billigeren "Alternativprojekte", sobald wieder so ein Prestige-Großmannsucht-Hightech-Projekt von allerlei "alternativen Verkehrsplanern" zu gerne gekippt werden möchte, am besten auch noch kurz vor oder gar nach Baubeginn.

Der RRX sollte das Ersatzprojekt für den gestoppten Bau des Metrorapid werden. Umzusetzen so schnell wie möglich, kaum später als der Metrorapid sollte er kommen.

Was ist nun draus geworden? Neue Triebwagen für die bestehenden RE-Linien, und auch das erst weit über ein Jahrzehnt (!) später. Nur die neuen Fahrzeuge.

An der Infrastruktur ist noch genau Nullkommanull passiert, für den RRX. Dabei wäre der Infrastrukturausbau ja das eigentliche betriebsverbessernde und -stabilisierende Kernelement gewesen, sei es nun als separierte Magnetbahn, sei es als RRX-Ausbaukonzept. Und nach derzeitigem Stand der Dinge werden die RRX-Fahrzeuge auf das Ende ihrer Lebensdauer zugehen, wenn die Infrastruktur, für die sie einst konzipiert waren, endlich so halbwegs fertig sein wird.

Im Moment ist es doch eher so: Würde es besagten Metrorapid jetzt doch geben - man wäre froh. Nach genau so etwas würde man sich im dortigen Verkehr doch jetzt die Finger lecken UND zusätzlich die allermeisten heutigen RE-Linien nebenher fahren lassen, nur etwas entspannter und vielleicht nicht alle mit 800 Plätzen vollgestopft, weil ein Anteil des Verkehrs zwischen den großen Städten von der Rhein-Ruhr-Magnetschnellbahn abgenommen worden wäre, als Entlastung der heutigen Schienenstrecke.

Nun ja, wer konnte das ahnen.
Ich finde den RRX zwar nicht so schlecht, wie ihn hier einige machen wollen - hat er doch für 20% mehr Pünktlichkeit auf den Linien RE5 und RE11 gesorgt und bietet mehr Plätze, dennoch sehe ich es grundsätzlich genauso:
Es gibt eine Idee, die ist einigen dann wieder zu teuer, anderen zu gut (der Rad-Schiene-Lobby z.B.), dann zerredet man es mit (hier Vorteile Mischbetrieb), macht das Projekt tot mit dem Angebot von Kompromissen (mit Rad-Schiene-Technik) und 20 Jahre später beschwert man sich über zu volle Bahnstrecken, weil man sich um nix gekümmert hat (Vorteil Mischbetrieb ? Hmmm...).

Ich bin der Meinung, der Transrapid hätte gerade wegen seiner Beschleunigung trotz relativ dichter Streuung von Großstädten in Deutschland dem Land gut getan.
Man sieht doch was man heute von dem tollen Mischbetrieb hat: 70-80% Pünktlichkeit im Fernverkehr bei schon 6 MIn. Toleranz, überlastete Schienenwege, aufgelöste Nahverkehrstakte damit der Fernverkehr überhaupt noch durchkommt und lange Reisezeiten, sodass auf den Inlandsflugverkehr noch längst nicht verzichtet werden kann.

Willkommen im Land der Rechsbedenkenträger...

Edit:
Ich habe den Transrapid oder Metrorapid auch nie wirklich als RE gesehen, sondern eher als Start eines neuen, schnelleren Hochgeschwindigkeitsverkehrs - deshalb würde ich heute auch den RRX eher als höherwertiges RE-Produkt betrachten, der mit dem eigentlichen Metrorapid nur insofern zu tun hat, dass der Kernkorridor etwa der gleiche ist.
Im Nachhinein hätte ich heute lieber noch die 2-gleisige elektrifizierte Rheinische Strecke durchs Ruhrgebiet als S-Bahn. Die wurde ja extra für den Metrorapid außer Betrieb genommen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.20 08:16.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Plutone

Datum: 08.01.20 09:35

nozomi07 schrieb:
ICE 4 schrieb:
Im Moment ist es doch eher so: Würde es besagten Metrorapid jetzt doch geben - man wäre froh. Nach genau so etwas würde man sich im dortigen Verkehr doch jetzt die Finger lecken UND zusätzlich die allermeisten heutigen RE-Linien nebenher fahren lassen, nur etwas entspannter und vielleicht nicht alle mit 800 Plätzen vollgestopft, weil ein Anteil des Verkehrs zwischen den großen Städten von der Rhein-Ruhr-Magnetschnellbahn abgenommen worden wäre, als Entlastung der heutigen Schienenstrecke.
Alles unter der Annahme, bei der Umsetzung des Metrorapid hätte es keine Probleme gegeben. Netter Traum. Aber wahrscheinlich wäre gerade die Kostenprognose von 6 auf 8 Mrd Euro heraufgesetzt worden, für einzelne Abschnitte gäbe es nicht mal genehmigungsreife Planungen, Brürgerproteste könnten alles weiter verzögern - und ein Rompfbetrieb von Essen nach Duisburg wäre nicht der große Wurf. Dann würde man sich denken: Hätte man sich doch für den RRX entwscheiden, man könnte weninsgens schon mal die Fahrzeuge nutzen, bis die Strecken fertig sind.

Es ist der Charme der nicht-gewählten Variante: Sie kennt weder Verzögerungen noch Verteuerungen, sie lässt sich immer idealisieren und verklären. Siehe Südring in München.
Klar lässt sich alles kaputtreden wie man will.
Der RRX ist ja die bevorzugte Variante, die man gewählt hat, nachdem man den Metrorapid wieder kaputt geredet hat. Und was macht man: Man ist unzufrieden und redet den RRX kaputt.

Trotzdem hätte der Metrorapid die Schiene deutlich entlastet - und zwar um den heute so peinlich unpünktlichen Fernverkehr, der wiederum den Nahverkehr kaputt fährt.
Die Systemtrennung wäre also kein Nachteil, sondern gerade der Vorteil der ganzen Geschichte gewesen.

Ich finde sowieso ekelhaft, eine Verbesserung des Regelzustandes zu verhindern, weil man im deutlich selteneren Störungsfall evtl. Probleme bekommen könnte (was heute im Mischbetrieb ja trotzdem fast nie vernünftig funktioniert, z.B. Umleiten, BNV)... die Argumentationkette höre ich viel zu oft. Könnte ja einer die Masern kriegen...

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 08.01.20 09:45

Muss ich jederzeit WLAN haben? Ich kann gut darauf verzichten weil ich genug Reserven bei den mobilen Daten habe die ich selten ausreize.

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine werksneue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: der S-Bahner

Datum: 08.01.20 09:48

Immer diese nörgelei.Dann fährt doch alle mit dem Auto und bleibt im Stau stehen.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Winterkind

Datum: 08.01.20 10:41

nozomi07 schrieb:
Es ist der Charme der nicht-gewählten Variante: Sie kennt weder Verzögerungen noch Verteuerungen, sie lässt sich immer idealisieren und verklären.
Ja, schaut euch die U(5)5 (oder die S21) in Berlin an, den BER-Flughafen, Stuttgart 21, das sind Projekte die schon teilweise lange vor dem Metrorapid geplant waren und noch einige Zeit brauchen.

Wer weiß, vielleicht würde jetzt und noch viele Jahre ein Teilstück von Düsseldorf nach Mülheim im 30-Minuten-Takt fahren.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: agw

Datum: 08.01.20 10:42

ICE 4 schrieb:
Und: Der Metrorapid hätte keine halbgaren Frickellösungen zugelassen, bei denen hier mal ein Gleis zu Lasten der ehemals separat trassierten S-Bahn freigeschaufelt wird und dort eines zusammen mit dem Fernverkehr genutzt wird und dazwischen ein paar Kilometer RE-Eigentrasse neu gebaut werden. Mit dem MR hätte man definitiv eine durchgängige "Neubaustrecke" von Köln bis Dortmund bekommen.

Ist das so? Es wären doch noch gar nicht alle Kilometer voll durchgeplant, wer weiß, was man bekommen hätte? An einigen Stellen war ja gar kein Platz für den zusätzlichen Metrorapid. Wer weiß, was da gefrickelt worden wäre.
Und von wegen Neubaustrecke: Die Rheinische Bahn abreissen und dafür den Metrorapid draufsetzen zählt bei dir als Neubaustrecke?

Fakt ist doch: Hätte man dort, wo der Metrorapid angeblich hätte herfahren sollen, die vorhandenen Gleise gelassen bzw. dort welche gebaut und die Abzweige zu den Fern- und S-Bahn-Gleisen weggelassen, wo wäre der große Unterschied gewesen?
Im Prinzip kann man den Metrorapid ja noch heute bauen: Nur halt mit normalen Gleisen. Muss vielleicht der ein oder andere Radweg wieder weichen, aber sonst hat sich ja nicht viel geändert.

Es wird immer so getan, als wenn man Vorteile von eigenen Trassen nur nutzen kann, wenn die eigenen Gleise inkompatibel zu den vorhandenen sind (andere Spurweite, anderes System). Das ist aber falsch.
Es ist einfach nur in Deutschland üblich, die letzten paar Prozent einzusparen, die dann die vollen Vorteile bringen würden. Ich meine damit vor allem nicht gebaute kreuzungsfreie Ein- und Ausfädelungen.

"Zuhause ist da wo man WLAN hat"

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 08.01.20 11:01

Den Spruch habe ich irgendwo mal gelesen. WLAN ist also vermutlich tatsächlich ein wichtiger Kuschel-Wohlfühlfaktor.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: ingo st.

Datum: 08.01.20 11:09

Der Metrorapid hätte die REs nie vollständig ersetzen können, da er einige wichtige RE-Halte ausgelassen hätte.
Die Schwebebahn hätte man systemfremd zur Schiene in den Verzweigungsbahnhöfen wie Düsseldorf, Duisburg, Essen und Dortmund nur aufgeständert vorbeischleusen können.
Die Rheinische Bahn hätte der Metrorapid nur im heutigen Radschnellwegbereich genutzt, sonst wäre er an Essen Hbf vorgerauscht.

Klar brauchen wir mehr Kapazitäten. Der Sparausbau in Mülheim des RRX. d.h. nur mehr Signalkapazität kann funktionieren, wenn man den unzuverlässigen Fernverkehr eliminiert oder bei üblichen Verspätungen gnadenlos einreiht hinter den RRX.1

Denkt 100%-Steigerung der Transportkapazität in der HVZ und fragt euch, was brauch ich dafür bis 2050?

Sparausbauten ist das Ergebnis der Aufsicht der Rechnungshöfe Und Kostensteigerungen durch schlecht kalkulierte Vorplanungen und Aktionärsdenken bei DB Netz und früher Haushaltsdenken bei der Bundesbahn..

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Strizie

Datum: 08.01.20 11:11

ICE 4 schrieb:
Und: Der Metrorapid hätte keine halbgaren Frickellösungen zugelassen, bei denen hier mal ein Gleis zu Lasten der ehemals separat trassierten S-Bahn freigeschaufelt wird und dort eines zusammen mit dem Fernverkehr genutzt wird und dazwischen ein paar Kilometer RE-Eigentrasse neu gebaut werden. Mit dem MR hätte man definitiv eine durchgängige "Neubaustrecke" von Köln bis Dortmund bekommen. Natürlich nicht für die Eisenbahn und natürlich - und das war einer der Geburtsfehler - darf man nicht damit planen, dass dieses Wunderdings dann am besten alle Züge auf der Rhein-Ruhr-Achse ersetzen könne und die Endpunkte nur noch Umsteigebahnhöfe zwischen restlicher Bahn und Magnetbahn wären. Aber als die RE-Hauptachse entlastende Express-S-Bahn hätte das schon seinen Charme gehabt.
Der Metrorapid ist zwischen Düsseldorf Hbf und Dortmund Hbf geplant gewesen. Erst später in einer zweiten Stufe wäre vielleicht eine Verlängerung nach Köln-Deutz gekommen.

Davon mal abgesehen hätte dann DB Fernverkehr ICE-Linien Richtung Süden in Düsseldorf oder Köln weitgehend gekappt und auf den Metrorapid verwiesen. Ob das attraktiv ist wage ich mal zu bezweifeln.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 08.01.20 11:16

Ich verstehe das RRX Bashing hinten und vorne nicht. Der RE11 hat ja den 425er abgelöst, insofern waren da Lichtjahre dazwischen. Beim RE6 und RE5 sind die Dostos weniger schlecht gewesen, doch auch da setzt der RRX mit dem Fahrgastwechsel und der Beschleunigung neue Maßstäbe.

Die Sitze - nun ja, perfekt nicht, aber schlecht auch nicht, und nach 20 Jahren sind die Sitze der Dostos auch nicht mehr das wahre. Um Welten besser als beim 425er sind sie ohnehin.

Wesentlicher als das WLAN ist dass der Handyempfang der Züge dank der neuen Folien besser ist. Auch ohne WLAN hat man im RRX fast immer Netz, die Funklöcher Nordbögge und Wattenscheid treten deutlich schwächer auf.

Zuverlässig und pünktlich fahren die RRX eh.

Also: Perfekt nicht, aber sehr sehr gute Fahrzeuge. Ich habe auch selten einen so reibungslosen Betriebsstart erlebt.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Strizie

Datum: 08.01.20 11:23

Wenn die Politik kein Geld gibt und DB Netz den Zustand auch nur verwaltet kann man eben nichts machen.

Beim RRX hat die Politik erst mal festgestellt wie gewaltig der Investitionsstau eigentlich ist. Die Infrastrukturmaßnahmen für den RRX wurden ja auf das absolut notwendigste beschnitten.

Würde man das ganze großzügig ausbauen (mit RRX-Halt in Langenfeld z.B.) müsste man locker noch mal 1-2 Milliarden € investieren.

Dazu muss man auch noch bedenken, dass die Umleiterstrecke Opladen-Hilden-Duisburg in einem jämmerlichen Ausbauzustand ist. Wenn auf der Hauptstrecke demnächst die ganzen (DB-Netz üblichen) Vollsperrungen anstehen muss der Regional- und Fernverkehr über teils eingleisige Streckenabschnitte umgeleitet so wie eingleisige langsame niveaugleiche Weichenverbindungen nutzen. Dazu kommt noch der Umstand, dass diese Strecke eigentlich dem Güterverkehr dient.

In NRW müsste man mehrere Milliarden € ins Netz stecken. Der RRX ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Geld ist auch genug da nur landet es vornehmlich bei neuen Straßenprojekten.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Anbeku

Datum: 08.01.20 11:27

Alibizugpaar schrieb:
Wo steht denn der "anmaßende Absolutheitsanspruch" zu lesen? Kann Du mal bitte mit dem Finger drauf zeigen?

Das ist ein Kommentar, also eine subjektive Bewertung. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Damit werdet Ihr doch wohl souverän umzugehen wissen?
Für mich zeigt sich das in der Aufforderung "Hört auf den RRX zu feiern". Ist ja OK, das sie eine andere Meinung hat, aber sie sollte auch akzeptieren, dass andere das anders sehen und das auch äußern dürfen.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Anbeku

Datum: 08.01.20 11:32

ICE 4 schrieb:
An der Infrastruktur ist noch genau Nullkommanull passiert, für den RRX.
Kommt drauf an, was man alles als Infastruktur sieht. Hier auf dem RRX-Außenast wurden die Bahnsteige für den RRX in einem Tempo erneuert, das man bis dahin in der Region nicht kannte. Darunter Haltepunkte die ansonsten wahrscheinlich nie barrierefrei ausgebaut worden wären.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: kmueller

Datum: 08.01.20 12:48

ICE 4 schrieb:
Der RRX zeigt sehr gut den ganzen Wahnsinn der immer vermeintlich besseren, schnelleren, billigeren "Alternativprojekte", sobald wieder so ein Prestige-Großmannsucht-Hightech-Projekt von allerlei "alternativen Verkehrsplanern" zu gerne gekippt werden möchte, am besten auch noch kurz vor oder gar nach Baubeginn.

Der RRX sollte das Ersatzprojekt für den gestoppten Bau des Metrorapid werden....Was ist nun draus geworden?

Würde es besagten Metrorapid jetzt doch geben - man wäre froh. Nach genau so etwas würde man sich im dortigen Verkehr doch jetzt die Finger lecken
Mit würde reichen, es gäbe zwischen Düsseldorf und Köln ein Angebot wie zwischen Utrecht und Amsterdam und auf den anschließenden Strecken sinngemäß. Nicht nur von der Frequenz her, sondern auch vom Fahrpreis und der Pünktlichkeit.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: kmueller

Datum: 08.01.20 12:52

nozomi07 schrieb:
ICE 4 schrieb:
Im Moment ist es doch eher so: Würde es besagten Metrorapid jetzt doch geben - man wäre froh.
Alles unter der Annahme, bei der Umsetzung des Metrorapid hätte es keine Probleme gegeben. Netter Traum.

Es ist der Charme der nicht-gewählten Variante: Sie kennt weder Verzögerungen noch Verteuerungen, sie lässt sich immer idealisieren und verklären. Siehe Südring in München.
Dort allerdings sind derzeit beide Varianten (Südring und Parallelstammstrecke) noch im Stadium der Idealisierbarkeit.

Re: Was soll der Quatsch?

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.01.20 13:20

Moin,

warum nicht? Dann tauscht man in 15 oder gar 20 Jahren die Mittelwagen aus, wenn man der Meinung ist, dieses seien zu alt bzw. man kann Sie nicht mehr einem neuen Design unterziehen, wieso muss man alles Neu machen und dann feststellen, das diese Triebwagen zwar 30 Jahre halten, aber nach 20 nicht mehr den Ansprüchen Genüge tun, weil die Technik sich ebenfalls so weit entwickelt hat, das der Aufwand zu teuer ist, diese anzuwenden.

Dazu wird man sich bei den nötigen Kapazitätserweiterungen deutlich schwerer tun, als wenn man die alt herkömmliche Art, wie Lok und Wagen, weiter verwenden würde.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 15:07

Plutone schrieb:
Klar lässt sich alles kaputtreden wie man will.
Der RRX ist ja die bevorzugte Variante, die man gewählt hat, nachdem man den Metrorapid wieder kaputt geredet hat. Und was macht man: Man ist unzufrieden und redet den RRX kaputt.
Umgekehrt: Der Metrorapid war immer kaputt. Einige Leute haben ihn sich schöngeredet. Er war nie eine ernsthaft realistische Lösung.

Plutone schrieb:
Trotzdem hätte der Metrorapid die Schiene deutlich entlastet - und zwar um den heute so peinlich unpünktlichen Fernverkehr, der wiederum den Nahverkehr kaputt fährt. Die Systemtrennung wäre also kein Nachteil, sondern gerade der Vorteil der ganzen Geschichte gewesen.
Der verzweifelte Versuch, einen Nachteil als Vorteil zu verkaufen. Der Metrorapid wäre als Ruine geendet, sobald man auch nur einen einzigen Bauabschnitt nicht fertigbekommen hätte. Angesichts der Probleme beim RRX wäre das sehr warhscheinlich gewesen.

Die halbgare Frickellösung RRX ist tausendmal besser als eine unbrauchbare Milliardenruine Metrorapid.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 15:13

kmueller schrieb:
Dort allerdings sind derzeit beide Varianten (Südring und Parallelstammstrecke) noch im Stadium der Idealisierbarkeit.
Je weiter ein Bauprojekt voranschreitet, desto weniger lässt es sich idealisieren. Der Bau des zweiten Tunnels hat ja erst begonnen, und natürlich werden da noch Überraschungen auftreten. Der Südring verharrt aber im Zustand 100%ig rosaroter Idealisierbarkeit - und das tun seine Anhängert eifrig. Als würde es dort nie Bürgerproteste, Kostenüberschreitungen und Umplanungen geben können...

So wie ja hier einige meine, beim Metrorapid hätte es nie Verzögerungen und Probleme geben können; also ein Märchenprojekt mit einem realen Projekt vergleichen. Wer Projekte fair vergleicht, vergleicht sie in der gleichen Projektphase, unter realistischer Betrachtung der Risiken.

Re: Was soll der Quatsch?

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 15:15

BR146106 schrieb:
warum nicht? Dann tauscht man in 15 oder gar 20 Jahren die Mittelwagen aus, wenn man der Meinung ist, dieses seien zu alt bzw. man kann Sie nicht mehr einem neuen Design unterziehen, wieso muss man alles Neu machen und dann feststellen, das diese Triebwagen zwar 30 Jahre halten, aber nach 20 nicht mehr den Ansprüchen Genüge tun, weil die Technik sich ebenfalls so weit entwickelt hat, das der Aufwand zu teuer ist, diese anzuwenden.

Dazu wird man sich bei den nötigen Kapazitätserweiterungen deutlich schwerer tun, als wenn man die alt herkömmliche Art, wie Lok und Wagen, weiter verwenden würde.
Erst mal sind Lok und Wagen für solche Einsätze ungeeignet, allein wegen der Beschleunigung. Zweitens ist es doch sinnvoller, jetzt gleich was Gescheites zu beschaffen, statt alle paar Jahre daran herumzufrickeln. Die Züge des RRX waren schon die genau richtige Entscheidung.

Schau doch mal in die Nachbarländer: Warum setzen die alle auf spurtstarke Triebzüge, gerade im Großstadtverkehr?

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 15:21

ICE 4 schrieb:
Ja, aber. Denn natürlich hätte sich auch der MR zu einem solchen Jahrhundertprojekt entwickeln können. Aber: Eben dadurch, dass er NICHT ohne die dafür notwendige (!) Infrastrukrur betrieben werden kann, ist beim Bau besagter Infrastruktur dann auch entsprechender Dampf dahinter. Da kann sich kein Politiker für neue Züge feiern lassen und so tun, als wäre das schon das versprochene Gesamtpaket und man warte nur noch auf so ein, zwei neue Weichen, die aber auch nicht soooo wichtig wären.

Und: Der Metrorapid hätte keine halbgaren Frickellösungen zugelassen, bei denen hier mal ein Gleis zu Lasten der ehemals separat trassierten S-Bahn freigeschaufelt wird und dort eines zusammen mit dem Fernverkehr genutzt wird und dazwischen ein paar Kilometer RE-Eigentrasse neu gebaut werden. Mit dem MR hätte man definitiv eine durchgängige "Neubaustrecke" von Köln bis Dortmund bekommen.
Genau das bezweifel ich: "Definitiv" bekommt man garnichts. Mit unfertigen Lösungen muss an immer rechnen. Ein unfertiger RRX ist aber viel besser nutzbar als ein unfertiger Metrorapid. Geht ja schon damit los, dass heute keiner mehr das System produziert. Ob Thyssen nur für einen ausbleibenden Metrorapid-Abschnitt extra die Produktionsmittel vorgehalten hätte? Jeder Bürgerprotest, jede Verzögerung hätte das Projekt komplett gefährdet.

Ich sehe da ein sehr großes Risiko, dass der Metrorapid als Milliardenruine geendet wäre. Ganz zu recht hat man sich davon verabschiedet.

Re: Stromrichters lecker Senf

geschrieben von: Dirk Möller

Datum: 08.01.20 15:38

Hallo,

vielen Dank für Deinen Beitrag, der sich erfreulich von den Karussellfahrten anderer User abhebt.

Gruß
Dirk Möller

Wo wir Deutschen hindenken, wächst kein Gras mehr (Kurt Tucholsky)

Letztich ist es doch daran gescheitert

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.01.20 16:19

Moin,

wenn man hierzulande sich für dieses System, egal ob Metrorapid oder Flughafenexpress, oder doch Hamburg - Berlin und die weiteren Strecken, entschieden hätte, wäre der Verkauf der Technik eventuell gar nicht vollzogen worden. Also kann man genau darüber nur spekulieren, über das was wäre wenn.

gruß carsten

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Re: Letztich ist es doch daran gescheitert

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 16:28

BR146106 schrieb:
Moin,

wenn man hierzulande sich für dieses System, egal ob Metrorapid oder Flughafenexpress, oder doch Hamburg - Berlin und die weiteren Strecken, entschieden hätte, wäre der Verkauf der Technik eventuell gar nicht vollzogen worden. Also kann man genau darüber nur spekulieren, über das was wäre wenn.
Eventuell. Aber wenn er eingestellt worden wäre, hätte man ein Riesenproblem gehabt. Die wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen nur wegen 1-2 Strecken eine eigene Technologie vorhält, halte ich für eher gering.

Schau mal was die Stadt Padua für ein Problem mit ihrer Straßenbahn hat: Man hatte sich für Translohr entschieden, und das wird nicht mehr hergestellt.

Re: Letztich ist es doch daran gescheitert

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.01.20 16:36

Moin,

klar wäre es dann das Problem gewesen wenn man es eingestellt hätte, aber das kann man nicht mehr beantworten, weil man hierzulande sich anders entschieden hat, das Magnetbahnsystem nicht weiter zu verfolgen und aus diesem Grund hat Thyssen das Programm veräußert.

gruß carsten

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Re: Sitzplätze

geschrieben von: Strizie

Datum: 08.01.20 19:52

Baleine rouge schrieb:
nozomi07
Sondern möglichst vielen Pendlern überhaupt einen Sitzplatz. Ich finde das hat man bei den Fahrzeugen gut umgesetzt.
Vorgabe waren min. 800 Sitzplätze in DT und geringe Kosten über die gesamte Lebensdauer betrachtet. Diese beiden Eigenschaften hat der Desiro HC am besten erfüllt wobei wir mangels Teilnahme Bombardiers nicht wissen wie sich der Twindexx geschlagen hätte. Ein reiner Dostozug bietet mehr Sitz- und Stehplätze.
Wie kommst Du darauf, dass ein reiner Dostotriebzug mehr Sitzplätze bieten würde?

Bist Du Dir sicher, dass Bombadier kein Angebot abgegeben hat? Kann ich mir gar nicht vorstellen.

Wie sich der Twindexx geschlagen hätte sieht man doch in den anderen Netzen wo der Twindexx fährt. Da würde man jetzt immer noch mit den normalen Dostozügen rumfahren. Einzig der VRR wäre der Gewinner gewesen wegen der Strafzahlungen.

Bombadier hat sich damals mit der Neukonstruktion der Dostos kein gefallen getan und die Talent-Reihe läuft ja auch nicht.

Die Siemensprodukte scheinen dagegen sehr gut zu laufen, wenn Siemens seine Züge selber wartet. TransRegio mit dem Desiro ML ist ja das beste Beispiel dafür. Die Fahrzeuge kamen direkt vom Reißbrett aufs Gleis und das damals nach dem ET 423-426 Desaster. Das war ganz schön mutig von Siemens auch wegen dem Stärken und Schwächen Konzept. Aber bis auf kleine Kinderkrankheiten läuft der Desiro ML zuverlässig und von den Fahreigenschaften sind die Dinger besser als die neueren Talent II von NX.

Mich hat es gewundert, dass der Desiro ML in Deutschland kaum verkauft wurde. Beim Mireo scheinen wohl aber alle zuzuschlagen. Der Desiro HC ist ja nur eine Weiterentwicklung vom Desiro ML. Die Befürchtung, dass der Desiro HC eine Katastrophe werden könnte hatte ich nie auch wenn es mit der Zulassung knapp wurde. Ein Desaster wäre auch für Siemens nicht gut gewesen immerhin ist NRW ein Heimspiel für Siemens und der RRX ein Prestigeprojekt des Landes.

Re: Letztich ist es doch daran gescheitert

geschrieben von: nozomi07

Datum: 08.01.20 20:40

BR146106 schrieb:
klar wäre es dann das Problem gewesen wenn man es eingestellt hätte, aber das kann man nicht mehr beantworten, weil man hierzulande sich anders entschieden hat, das Magnetbahnsystem nicht weiter zu verfolgen und aus diesem Grund hat Thyssen das Programm veräußert.
Und wenn die ein oder zwei Strecken verwirklicht worden wären, aber absehbar ist dass man die nächsten 20 Jahre fast nichts verkauft? Dann hätte man mit einer Produkteinstellung genauso rechnen müssen. Das war immer der Pferdefuß am Transrapid.

Der Translohr wurde auch in ein paar Städte verkauft, trotzdem wurde die Produktion eingesdtellt. Jetzt stehen sie da mit ihren Exoten.

Das ist die Gefahr von neuen Produkten

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.01.20 21:14

Moin,

beim TR war man Jahrelang der Meinung, das es eben ohne eigene Referenzstrecke (Hamburg - Berlin) nicht geht, um dieses Produkt überhaupt zu verkaufen. Die Entwicklung war eigentlich ausgereizt, denn die Teststrecke im Emsländischen Lathen gab es ja bereits seid Jahren und es wurde ja auch entsprechend getestet. Aber auch hier ging es eben immer um das nötige Kleingeld, denn auch das Testen war teuer. Das dieses Produkt Serienreif gewesen ist, war klar, nur fehlte eben in diesem Land, an der Referenzstrecke.

Für den reinen Einsatz, nur hierzulande fehlte es eigentlich von Anfang an an Fläche und Strecken, ok Hamburg - München wäre da noch reizvoll gewesen, aber wollte man nicht, sondern es sollte eher weiter gen Westen (Amsterdam) bzw. Osten /Prag, München) gebaut werden, oder eben in die Länder, die die dafür notwendigen Weiten hatten, wie USA und China. Denn das waren die eigentlichen Ziele, die man mit diesem System erreichen wollte, um dort der Luftfahrt die Kunden abzujagen und dennoch gleichzeitig am Boden zu bleiben.

Nur könnte man dieses System wirklich verkaufen, wenn man es im Land der Erfinder nicht mal selber betreibt? Denn das war das eigentliche Ziel, der Geschichte um Hamburg - Berlin, die dann scheiterte und in die anderen beiden Ideen, Metrorapid und Flughafen Express München, endeten. Das es auch hier nicht klappte, steht auf einem anderen Blatt und damit wurde ein Kapitel verkauft, weil die Chinesen dann doch Interesse hatten und zumindest den Mut aufgebracht haben, der hierzulande fehlte, ein System einzuführen, was die Weiterentwicklung, des Rad - Schiene System, darstellen könnte.

Denn sind wir doch mal Ehrlich, mehr als 300 - 350 Km/h werden wir auf der Schiene im Regelbetrieb wohl nicht erleben, weil es zu teuer wird, es entsprechend um zusetzten, noch schneller zu fahren, weil die Kontaktfläche Rad/Schiene nur wenige cm beträgt.

Darum bleibt als Fazit des ganzen, das was ich bereits gesagt habe, wir wissen es eben nicht ob Thyssen den TR immer noch Betrieben würde, wenn man eines der Projekte hierzulande gebaut hätte, oder ob man sich dennoch für den Verkauf der ganzen Technologien entschieden hätte, denn es war ein Nischenprodukt, so wie die Eisenbahn am Anfang ihrer Geschichte auch und was daraus geworden ist, wissen wir ja.

gruß carsten

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Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Strizie

Datum: 08.01.20 21:48

kmueller schrieb:
Mit würde reichen, es gäbe zwischen Düsseldorf und Köln ein Angebot wie zwischen Utrecht und Amsterdam und auf den anschließenden Strecken sinngemäß. Nicht nur von der Frequenz her, sondern auch vom Fahrpreis und der Pünktlichkeit.
Das kannst Du getrost vergessen. Die Probleme fangen schon bei der Infrastruktur an. Während man zwischen Amsterdam und Utrecht einen viergleisigen Richtungsbetrieb hat fahren zwischen Köln und Düsseldorf S-Bahnen und der restliche Verkehr auf jeweils eigenen Gleisen. Betriebliche Flexibilität wie fliegende Überholungen von RE-Zügen sind somit kaum oder nur schwer möglich.

Die DB Netz AG hat auch gar kein Interesse daran die eigene Infrastruktur zu verbessern. Da muss man sich nur mal den Umbau des Bf. Opladen anschauen. Statt den Bahnhof in einen Richtungsbetrieb umzuwandeln und somit mehr betriebliche Flexibilität bei Umleitungen zu erhalten. Hat man die Güterstrecke einfach nur versetzt um mit dem Verkauf von Grundstücken möglichst viel Kasse machen zu können. Die Folgen davon werden wir in den nächsten Jahren noch zu spüren bekommen, wenn im Zuge des RRX-Ausbau die Hauptstrecke mit den DB-Netz üblichen Vollsperrungen beglückt wird. Dann muss nämlich alles via. Opladen-Hilden fahren und im Nordkopf die eingleisige niveaugleiche Weichenverbindung für beide Richtungen herhalten.

Wow, da hat einer Geld gefunden

geschrieben von: BR146106

Datum: 08.01.20 22:08

Moin,

hast du das Kölner Domkapitel ausgeraubt um deine Ideen zu bezahlen, oder liegt es doch eher daran, das der Besitzer, andere Wege gegangen ist, weil man entsprechende Ziele hatte? Und wenn denn mal der RRX Ausbau an der Wupper kommt, will man also Opladen einfach links liegen lassen? Denn auch durch diesen Umbau, hat man an den Gz Gleisen immer noch keine Bahnsteige verbaut, damit die Züge dort halten können. Somit wird man wohl eher andere Wege suchen zwischen Dom und Opladen. Und bei Aktuellen Bahnbetrieb, müsste genau diese Verbindung ausreichen um alles abzuwickeln. Denn nicht nur dort hat man ein Problem, am anderen Ende vor dem Dom ist es ebenfalls recht eingleisig um zurück zu kommen und das deutlich länger und langsamer als Opladen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Strizie schrieb:
(...)

Die DB Netz AG hat auch gar kein Interesse daran die eigene Infrastruktur zu verbessern. Da muss man sich nur mal den Umbau des Bf. Opladen anschauen. Statt den Bahnhof in einen Richtungsbetrieb umzuwandeln und somit mehr betriebliche Flexibilität bei Umleitungen zu erhalten. Hat man die Güterstrecke einfach nur versetzt um mit dem Verkauf von Grundstücken möglichst viel Kasse machen zu können. Die Folgen davon werden wir in den nächsten Jahren noch zu spüren bekommen, wenn im Zuge des RRX-Ausbau die Hauptstrecke mit den DB-Netz üblichen Vollsperrungen beglückt wird. Dann muss nämlich alles via. Opladen-Hilden fahren und im Nordkopf die eingleisige niveaugleiche Weichenverbindung für beide Richtungen herhalten.
Wieso verschweigen Sie (als einer, der sich hier im Forum regelmäßig als Kenner der Materie ausgibt),
denn das Paket "Robustes Netz" im OPNV-Bedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen?
Siehe dazu ein Bericht in Folge 116 der GRV-Nachrichten auf Seite 9 [www.grv-ev.de] bzw. auch
[www.landtag.nrw.de] (siehe Folie 22-25 der darin enthaltenen DB-Präsentation bzw. Pdf-Seiten 30-33)


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin

Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: manuelo

Datum: 09.01.20 00:12

Strizie schrieb:
Die DB Netz AG hat auch gar kein Interesse daran die eigene Infrastruktur zu verbessern. Da muss man sich nur mal den Umbau des Bf. Opladen anschauen. Statt den Bahnhof in einen Richtungsbetrieb umzuwandeln und somit mehr betriebliche Flexibilität bei Umleitungen zu erhalten. Hat man die Güterstrecke einfach nur versetzt um mit dem Verkauf von Grundstücken möglichst viel Kasse machen zu können. Die Folgen davon werden wir in den nächsten Jahren noch zu spüren bekommen, wenn im Zuge des RRX-Ausbau die Hauptstrecke mit den DB-Netz üblichen Vollsperrungen beglückt wird. Dann muss nämlich alles via. Opladen-Hilden fahren und im Nordkopf die eingleisige niveaugleiche Weichenverbindung für beide Richtungen herhalten.

Warum wird eigentlich hier immer das Heil der Welt im Richtungsbetrieb gesucht? Es gibt tausende höhengleiche Kreuzungen auf in diesem Land aber hier möge man bitte extra Kreuzungsbauwerke bauen damit Umleitungen während einer Bauphase sich nicht so stark auswirken oder wohl eher damit sich gewisse Fanboys freuen können.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: pm

Datum: 09.01.20 11:07

Kann es sein dass Du absolut keine Ahnung hast warum es hier eigentlich geht ? Es sind nicht mal Umleitungen- diese sind gerade auch aktuell und werden die nächsten Jahre massiv andauern. Und dazu kommen die regelmäßigen Störungen an der Infrastruktur oder PU- die eine extrem auf Kante neu gebaute Infrastruktur dann völlig überlasten. So ist keinerlei Verkehrsverlagerung möglich.
und könntest Du mal Dir dies nochmal genaudurchlesen- geplante Inbetriebnahme 2028 (wird dann eher 2030) nützt überhaupt nicht den ganzen kommenden Umleitungen für den RRX Ausbau und auf der linken Rheinseite und nebenbei wird auch nur die Infrastruktur in einer Richtung verbessert. Was ist mit der Anderen? Warum hat man dies nicht gleich mit dem Umbau von Opladen dies für BEIDE Richtungen realisiert?

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: BR146106

Datum: 09.01.20 11:33

Moin,

wenn man davon ausgeht, das alle möglichen Eventualitäten berücksichtigt werden sollen oder gar müssen, dann sollte man an gewissen Stellen den Betrieb besser sofort einstellen, denn diese Berechnung ist nicht erfolgt. Für den Abschnitt Wuppertal Köln habe ich 2 U-Strecken, die man nutzen kann und auch wird und beide sind relativ unabhängig zu einander und die sollten ausreichen für die nötigen Vorhaben.

Ansonsten gilt: Der Besitzer, hat Jahrelang geschlafen und die nötigen Gelder nicht investiert und nun wo alles auf einmal kommt, schreien alle laut auf und zeigen mit den Finger auf irgendwelche Dinge.

gruß carsten

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Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: djvanny

Datum: 09.01.20 13:06

Das ist bei der WAZ-Redaktion völlig normal. Die internationalen Artikel werden von sehr dubiosen Agenturen eingekauft. Es ist manchmal erschrecken, wie viele Rechtschreibfehler, aber auch wie viele inhaltliche Fehler in den Artikeln sind.


Anbeku schrieb:
Ober-Rodener schrieb:
Offenbar ist der RRX bei einigen Kunden bei weitem nicht so beliebt, wie die Betreiber und der VRR es gerne hätten.
Warum, weil jetzt eine einzige Person ihre Meinung zur einzig zulässigen Deutung erhebt? Ich finde den Artikel ja durchaus interessant und die Kritik teilweise gerechtfertigt, aber diesen Absolutheitsanspruch sehr anmaßend.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 09.01.20 13:18

BR146106 schrieb:
Ansonsten gilt: Der Besitzer, hat Jahrelang geschlafen und die nötigen Gelder nicht investiert
Der Besitzer konnte von irgendwelchen Problemen doch gar nichts wissen, weil wegen des Aktienrechts alles außer Trivialitäten unter 'Geschäftsgeheimnis' fällt (s. hierzu diverse Anfragen von Abgeordneten).

Und wenn er nicht weiß, was (mit dem Geld) passiert, darf er wegen des (öffentlichen) Haushaltsrechts auch kein Geld daür geben.

Vielleicht war die Bahnreform nicht nur schlecht gemacht, sondern von der Struktur her idiootisch?

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: manuelo

Datum: 09.01.20 14:33

pm schrieb:
Kann es sein dass Du absolut keine Ahnung hast warum es hier eigentlich geht ? Es sind nicht mal Umleitungen- diese sind gerade auch aktuell und werden die nächsten Jahre massiv andauern. Und dazu kommen die regelmäßigen Störungen an der Infrastruktur oder PU- die eine extrem auf Kante neu gebaute Infrastruktur dann völlig überlasten. So ist keinerlei Verkehrsverlagerung möglich.
Keine Sorge, ich weiß schon worum es geht. Es amüsiert mich nur immer, dass wenn irgendwo 500m vier Gleise nebeneinander liegen, man nur etwas warten muss bis der Erste anfängt zu erzählen, dass ja ein Richtungsbetrieb an besagter Stelle besser sei. Kosten? egal. Nutzen? egal. Auch wenn beides in keinem Verhältnis stünde. Hauptsache Richtungsbetrieb. Finde ich halt irgendwie lustig.

Wie schon gesagt. Man hat ausreichend Umleitungsstrecken zur Verfügung. Mit einer Vernünftigen Planung wird das kein Problem sein.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 09.01.20 14:59

manuelo schrieb:
Es amüsiert mich nur immer, dass wenn irgendwo 500m vier Gleise nebeneinander liegen, man nur etwas warten muss bis der Erste anfängt zu erzählen, dass ja ein Richtungsbetrieb an besagter Stelle besser sei.
Wir reden hier über Strecken der Länge Duisburg-Düsseldorf oder Düsseldorf-Köln.

Zitat:
Kosten? egal. Nutzen? egal. Auch wenn beides in keinem Verhältnis stünde. Hauptsache Richtungsbetrieb. Finde ich halt irgendwie lustig.

Wie schon gesagt. Man hat ausreichend Umleitungsstrecken zur Verfügung. Mit einer Vernünftigen Planung wird das kein Problem sein.
Wenn es eine 'vernünftige Planung' gäbe: warum gibt es dann so viele Störungen?

Und warum kann die NS zwischen Utrecht und Amsterdam eine Anzahl Züge auf vier Gleisen fahren, für welche man hierzulande 6 oder gar mehr benötigt. Weil es z.B. nicht die (nur wegen des Linienbetriebs nötige) Idiotie gibt, im Bf. Leverkusen-Mitte dadurch ein Überholgleis zu schaffen, daß man ein Streckengleis opfert? Und wegen 'Kosten' die Eingleisigkeit gleich bis Langenfeld ausdehnt?

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 09.01.20 15:02

Ober-Rodener schrieb:
Es werden eigentlich nur einige Dinge kritisiert, wobei ich mich frage wieso irgendwelche Standzeiten in Duisburg sein
müssen? Trassenkonflikte die es zu Zeiten der DB nicht gab?
Hatte der RE 11 auch schon zu DB Zeiten längere Standzeiten in Duisburg? Irgendwas war da, meine ich.

Viele Grüße
Moritz

Ja SUPER echt Genial

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.01.20 15:17

Wolfgang Dietrich Mann schrieb:
Strizie schrieb:
(...)

Die DB Netz AG hat auch gar kein Interesse daran die eigene Infrastruktur zu verbessern. Da muss man sich nur mal den Umbau des Bf. Opladen anschauen. Statt den Bahnhof in einen Richtungsbetrieb umzuwandeln und somit mehr betriebliche Flexibilität bei Umleitungen zu erhalten. Hat man die Güterstrecke einfach nur versetzt um mit dem Verkauf von Grundstücken möglichst viel Kasse machen zu können. Die Folgen davon werden wir in den nächsten Jahren noch zu spüren bekommen, wenn im Zuge des RRX-Ausbau die Hauptstrecke mit den DB-Netz üblichen Vollsperrungen beglückt wird. Dann muss nämlich alles via. Opladen-Hilden fahren und im Nordkopf die eingleisige niveaugleiche Weichenverbindung für beide Richtungen herhalten.
Wieso verschweigen Sie (als einer, der sich hier im Forum regelmäßig als Kenner der Materie ausgibt),
denn das Paket "Robustes Netz" im OPNV-Bedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen?
Siehe dazu ein Bericht in Folge 116 der GRV-Nachrichten auf Seite 9 [www.grv-ev.de] bzw. auch
[www.landtag.nrw.de] (siehe Folie 22-25 der darin enthaltenen DB-Präsentation bzw. Pdf-Seiten 30-33)
In Opladen wird also eine Weichenverbindung von der Güterbahn aus Richtung Düsseldorf auf die Fernbahn Richtung Köln-Mülheim errichtet und das ganze bis 2028 im Optimalfall.

Was passiert für die Gegenrichtung Köln-Düsseldorf in Opladen? Eben es bleibt alles so wie es ist.

Ich bleibe dabei es wäre besser gewesen den Bahnhof Opladen in einen Richtungsbetrieb umzuwandeln.

Dafür wäre natürlich im Nordkopf ein Überwerfungsbauwerk für das Gütergleis Opladen-Hilden notwendig gewesen. Dazu noch 100 km/h-Weichen im Südkopf in beiden Richtungen und schon hätten Regional- und Fernzüge mit angemessener Vmax. dort niveaufrei auf die Güterbahn und umgekehrt wechseln können. Der Betriebsablauf wäre damit bei Umleitungen erheblich vereinfacht worden.

Das dies Geld gekostet hätte bestreite ich nicht aber dies hätte man ja mit den Grundstücksverkäufen teilweise gegenfinanzieren können.

60 km/h-Weichen mit niveaugleichen Ausfädelungen sind nicht der Hit und eher eine Billiglösung wie in Deutschland halt üblich.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: cinéma

Datum: 09.01.20 15:33

kmueller schrieb:
manuelo schrieb:
Es amüsiert mich nur immer, dass wenn irgendwo 500m vier Gleise nebeneinander liegen, man nur etwas warten muss bis der Erste anfängt zu erzählen, dass ja ein Richtungsbetrieb an besagter Stelle besser sei.
Wir reden hier über Strecken der Länge Duisburg-Düsseldorf oder Düsseldorf-Köln.

Zitat:
Kosten? egal. Nutzen? egal. Auch wenn beides in keinem Verhältnis stünde. Hauptsache Richtungsbetrieb. Finde ich halt irgendwie lustig.

Wie schon gesagt. Man hat ausreichend Umleitungsstrecken zur Verfügung. Mit einer Vernünftigen Planung wird das kein Problem sein.
Wenn es eine 'vernünftige Planung' gäbe: warum gibt es dann so viele Störungen?

Und warum kann die NS zwischen Utrecht und Amsterdam eine Anzahl Züge auf vier Gleisen fahren, für welche man hierzulande 6 oder gar mehr benötigt. Weil es z.B. nicht die (nur wegen des Linienbetriebs nötige) Idiotie gibt, im Bf. Leverkusen-Mitte dadurch ein Überholgleis zu schaffen, daß man ein Streckengleis opfert? Und wegen 'Kosten' die Eingleisigkeit gleich bis Langenfeld ausdehnt?
Zwischen Düsseldorf und Köln wird im Linienbetrieb gefahren, weil dort die S-Bahn separate Gleise hat, wie es auf zig Strecken in Deutschland vollkommen normal ist. Auf diesen S-Bahn-Gleisen haben andere Züge an sich überhaupt nichts zu suchen, deshalb ist ein Linienbetrieb nur folgerichtig. Der S-Bahn-Gedanke geht von einer eigenen Infrastruktur für die S-Bahn aus, um sie vom restlichen Netz möglichst unabhängig betreiben zu können. Wenn das nicht zumindest in weiten Teilen gewährleistet ist, brauche ich keine S-Bahn.

Der Richtungsbetrieb führt nicht nur zu einer nachteiligen Vermischung von S-Bahn und Fernbahn, sondern auch dazu, mehr Überwerfungsbauwerke zu benötigen, und meist zu einer höheren Gefährdung der Fahrgäste an Bahnsteigkanten durch durchfahrende Züge, was gerade bei vollen Bahnsteigen im städtischen Bereich fatal ist.
Nur weil man in den Niederlanden diesen Weg geht, heißt das nicht, dass das der richtige ist und schon gar nicht, dass das der richtige für deutsche S-Bahn-Systeme wäre.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.20 15:39.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.01.20 15:40

manuelo schrieb:
pm schrieb:
Kann es sein dass Du absolut keine Ahnung hast warum es hier eigentlich geht ? Es sind nicht mal Umleitungen- diese sind gerade auch aktuell und werden die nächsten Jahre massiv andauern. Und dazu kommen die regelmäßigen Störungen an der Infrastruktur oder PU- die eine extrem auf Kante neu gebaute Infrastruktur dann völlig überlasten. So ist keinerlei Verkehrsverlagerung möglich.
Keine Sorge, ich weiß schon worum es geht. Es amüsiert mich nur immer, dass wenn irgendwo 500m vier Gleise nebeneinander liegen, man nur etwas warten muss bis der Erste anfängt zu erzählen, dass ja ein Richtungsbetrieb an besagter Stelle besser sei. Kosten? egal. Nutzen? egal. Auch wenn beides in keinem Verhältnis stünde. Hauptsache Richtungsbetrieb. Finde ich halt irgendwie lustig.

Wie schon gesagt. Man hat ausreichend Umleitungsstrecken zur Verfügung. Mit einer Vernünftigen Planung wird das kein Problem sein.
Da hast Du vollkommen recht. Es gibt bekanntlich viele Möglichkeiten um von Köln nach Düsseldorf zu kommen.

Als erstes fällt einem natürlich direkt Köln-Neuss-Düsseldorf auf. Das Problem ist nur hier fährt eine S-Bahnlinie und der Güterverkehr ist nicht gerade wenig. Des weiteren ist der Abschnitt Neuss-Düsseldorf hoch belastet und vor Düsseldorf Hbf kommt man nicht zu den Ferngleisen. Auch zwischen Düsseldorf Hbf und Duisburg-Großenbaum gibt es keine Möglichkeit von den Ortsgleisen auf die Ferngleise zu kommen. Der schnelle Regionalverkehr auf den Ortsgleisen ist in den letzten Jahren massiv ausgeweitet worden für umgeleitete Fernzüge ist dort nur Platz, wenn man den Regionalverkehr in Duisburg kappt.

Bleibt also noch die Option ab Düsseldorf Hbf via. Güterbahn nach Duisburg Hbf zu gelangen. Da kannst Du aber mit Fahrzeiten von 70 Minuten von Köln nach Duisburg kalkulieren.

Natürlich gibt es auch noch die Option Düsseldorf Hbf komplett zu umgehen indem man Köln-Neuss-Krefeld Uerdingen-Duisburg mit Ersatzhalt in Neuss oder Nonstop fährt. Da gab es auch mal ein freitagsverstärker-IC welcher diese Route genommen hat.

Die Standardroute für Umleitungen von Köln nach Düsseldorf ist aber Köln-Mülheim-Opladen-Hilden-Düsseldorf Hbf (Fernbahn) und diese ist eben in Opladen ungenügend ausgebaut. Klar kann man auch hier via. Solingen noch fahren aber das kostet wiederum Zeit und von Solingen bis Düsseldorf hängt man dann schnell hinter einer S-Bahn.

Aber vielleicht denkst Du ja auch an großräumige Umleitungen via. Mönchengladbach oder gar Aachen. Die Fahrgäste haben bestimmt vollstes Verständnis dafür, wenn man für Köln-Düsseldorf 2 Stunden benötigt.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: pm

Datum: 09.01.20 16:29

Der einzige Grund warum man es so gebaut hat zw K+D war: So ist es billiger. Und nichts Anderes. Aussenbahnsteige + dass eine oder andere Überwerfungsbauwerk hätten wesentlich mehr gekostet-und wenn die schnellen Züge dann innen fahren hätte es auch keine Gefährdungen gegeben. Aber so ist halt die Kapazität immer niedriger.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 09.01.20 16:33

cinéma schrieb:
kmueller schrieb:
Wenn es eine 'vernünftige Planung' gäbe: warum gibt es dann so viele Störungen?

Und warum kann die NS zwischen Utrecht und Amsterdam eine Anzahl Züge auf vier Gleisen fahren, für welche man hierzulande 6 oder gar mehr benötigt. Weil es z.B. nicht die (nur wegen des Linienbetriebs nötige) Idiotie gibt, im Bf. Leverkusen-Mitte dadurch ein Überholgleis zu schaffen, daß man ein Streckengleis opfert? Und wegen 'Kosten' die Eingleisigkeit gleich bis Langenfeld ausdehnt?
Zwischen Düsseldorf und Köln wird im Linienbetrieb gefahren, weil dort die S-Bahn separate Gleise hat, wie es auf zig Strecken in Deutschland vollkommen normal ist. Auf diesen S-Bahn-Gleisen haben andere Züge an sich überhaupt nichts zu suchen, deshalb ist ein Linienbetrieb nur folgerichtig. Der S-Bahn-Gedanke geht von einer eigenen Infrastruktur für die S-Bahn aus, um sie vom restlichen Netz möglichst unabhängig betreiben zu können.
Das steht auf dem Papier, wird aber Störungen und sogar schon bei Bauarbeiten bedenkenlos über den Haufen geworfen, wobei wegen des Linienbetriebs die Komplikationen und die dadurch entstehenden Zusatzstörungen deutlich größer als bei Richtungsbetrieb sind.

Der krasseste Fall, an den ich mich erinnern kann, war die Ausdünnung des 10-min-Takts auf 20min. während der Nachmittagsspitze auf der S6, weil man das Wendegleis der Verstärker zum Abstellen des Sonderzugs (keine S-Bahn!) von Michail Gorbatschow verwendete.

Auf der von mir genannten Strecke Amsterdam-Utrecht (und ebenso von Utrecht in Richtung Den Haag/Rotterdam) gibt es ebenfalls planmäßig 'eigene' Gleise für die 'S-Bahnen' (diesen Charakter haben die dort fahrenden Sprinter-Linien, seit mit der Viergleisigkeit diverse neue Stationen eröffnet und die Takte verdichtet wurden). Nur hat man die eben so gelegt, daß Improvisationen (auch Wechsel der 'S-Bahn' aufs 'Ferngleis' bei Störung auf den eigenen Gleisen) mit viel weniger Komplikationen verbunden sind.

Zitat:
Der Richtungsbetrieb führt nicht nur zu einer nachteiligen Vermischung von S-Bahn und Fernbahn, sondern auch dazu, mehr Überwerfungsbauwerke zu benötigen, und meist zu einer höheren Gefährdung der Fahrgäste an Bahnsteigkanten durch durchfahrende Züge, was gerade bei vollen Bahnsteigen im städtischen Bereich fatal ist.
Überwerfungen braucht man in beiden Fällen bei Linienverknüpfungen. Von Köln bis Duisburg hat man sie auf der S-Bahn bereits nördlich Mülheim, südlich und nördlich Düsseldorf Hbf sowie südlich Duisburg Hbf. Natürlich sind sie bei Linien- und Richtungsbetrieb verschieden zu gestalten.

Langsame Gleise innen mit Mittelbahnsteig und schnelle Gleise außen vemeidet Vorbeifahrten am Bahnsteig. Die gibt es stattdessen in D-Benrath mit 200km/h, weil RE und IC(E) dasselbe Gleispaar nutzen.
Zitat:
Nur weil man in den Niederlanden diesen Weg geht, heißt das nicht, dass das der richtige ist und schon gar nicht, dass das der richtige für deutsche S-Bahn-Systeme wäre.
Es ist klar, daß Gleiswechsel zum Zweck fliegender Überholung und ähnliches bei einer Zugdichte wie auf der Deutzer Brücke nicht mehr praktizierbar ist. Wohl aber auf Strecken mit 3 Zügen stdl. wie Duisburg-Düsseldorf oder (tagsüber) Düsseldorf-Köln. Erst recht bei 30-min-Takt abends und am Wochenende während geplanter Instandhaltungen.

Re: Sitzplätze

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 09.01.20 16:43

Baleine rouge schrieb:
Vorgabe waren min. 800 Sitzplätze in DT und geringe Kosten über die gesamte Lebensdauer betrachtet. Diese beiden Eigenschaften hat der Desiro HC am besten erfüllt wobei wir mangels Teilnahme Bombardiers nicht wissen wie sich der Twindexx geschlagen hätte. Ein reiner Dostozug bietet mehr Sitz- und Stehplätze.
Nein, hat er im Vergleich zum Desiro HC eben nicht!
Denn wenn auch die Endwagen Dostos sind, dann muss die Traktionsausrüstung und andere Ausrüstung dort im Bereich über den Drehgestellen untergebracht werden, womit der Fahrgastraum entsprechend kleiner ist. Beim Desiro HC mit seinen einstöckigen Endwagen ist dieses Ausrüstung unterflur und auf dem Dach angeordnet, so dass die gesamte Länge für den Fahrgastraum zur Verfügung steht. Ebenso ist zu beachten, dass beim RRX dreispurige Türen in den Dosto-Wagen gefordert waren, wo auch nochmal Plätze entfallen würden.

Geh mal in den bekannten Twindexx-Konfigurator [static.moccu.com] rein, bau dir dort einen Vierteiler im korrekten RRX zusammen (zwei Triebwagen, alles Tiefeinstieg, 1x Universal-WC, 2x Standard-WC, 1. Klasse-Bereich, vergleichbar große Multifunktionsbereiche in jedem Wagen), zieh wegen der besagten dreispurigen Türen noch ein paar Sitzplätze ab und beachte auch noch eine Anpassung der Einstiegshöhe für 760mm-Bahnsteige. Dann kommst du auch nur auf ca. 400 Sitzplätze pro 105m-Zug. Und was du in den Dosto-Endwagen durch die Treppen noch zusätzlich an Platz für Stehbereiche verlierst, bringt dir die Stehplatzzahl dann auch in Summe auf das gleiche Niveau wie beim Desiro HC.

Desiro HC und Twindexx würden sich hier also bei Sitz- und Stehplätzen überhaupt nichts geben - dafür bietet der Desiro HC aber eben völlig ebenerdigen Eintieg in die Endwagen statt Rampen für Rollis, was ein nicht zu unterschätzendes Komfortmerkmal ist.
Im Vergleich zum KISS ist es das Gleiche - hier sieht man ja aktuell am Negativbeispiel in SH, dass Stadler beim Thema 760mm-Einsteig und Barrierefreiheit so seine Probleme hat und sich die Behindertenverbände schon beschwert haben, weil die Rampen mit 15% Gefälle deutlich zu steil sind. Jetzt denkt man sogar schon über einen Hublift(!) nach. Tja, hätte man einfach den Desiro HC bestellt, dann hätte man all diese Probleme nicht, aber dafür die gleiche Kapazität...

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.01.20 16:50

cinéma schrieb:
Zwischen Düsseldorf und Köln wird im Linienbetrieb gefahren, weil dort die S-Bahn separate Gleise hat, wie es auf zig Strecken in Deutschland vollkommen normal ist. Auf diesen S-Bahn-Gleisen haben andere Züge an sich überhaupt nichts zu suchen, deshalb ist ein Linienbetrieb nur folgerichtig. Der S-Bahn-Gedanke geht von einer eigenen Infrastruktur für die S-Bahn aus, um sie vom restlichen Netz möglichst unabhängig betreiben zu können. Wenn das nicht zumindest in weiten Teilen gewährleistet ist, brauche ich keine S-Bahn.

Der Richtungsbetrieb führt nicht nur zu einer nachteiligen Vermischung von S-Bahn und Fernbahn, sondern auch dazu, mehr Überwerfungsbauwerke zu benötigen, und meist zu einer höheren Gefährdung der Fahrgäste an Bahnsteigkanten durch durchfahrende Züge, was gerade bei vollen Bahnsteigen im städtischen Bereich fatal ist.
Nur weil man in den Niederlanden diesen Weg geht, heißt das nicht, dass das der richtige ist und schon gar nicht, dass das der richtige für deutsche S-Bahn-Systeme wäre.
Du hast es nicht begriffen oder möchtest es nicht begreifen.

Keiner hat hier geschrieben, dass man im normalen Planbetrieb die S-Bahngleise durch schnellere Züge nutzt. Es geht um die betriebliche Flexibilität in erster Linie. Es ist allemal sinnvoller bei Verspätungen des Fernverkehrs den RE auf die S-Bahngleise zu schicken und fliegend überholen zu lassen anstatt wie heute ihn in Leverkusen-Mitte mit 4-5 Standzeit zu Überholen.

Vorteil des Richtungsbetrieb wäre eventuell gewesen, dass ein RE-Halt in Langenfeld vielleicht möglich wäre. Die S-Bahn braucht von Langenfeld einfach zu lange nach Köln oder Düsseldorf.

Davon mal abgesehen wie oft kommt es vor, dass die S 6 in Teilabschnitten die S-Bahngleise nicht nutzen kann. Eine Umleitung der S 6 ab Düsseldorf-Reisholz über die Fernbahn bis Leverkusen-Rheindorf ist keine Seltenheit. Da es nur in Düsseldorf-Benrath Bahnsteige an der Fernbahn gibt müssen die total unbedeutenden Halte wie Garath, Hellerhof, Berghausen und Langenfeld ausgelassen werden. Auch hier wird dieses Szenario im Zuge des RRX-Ausbau noch häufig vorkommen.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 09.01.20 16:57

pm schrieb:
Der einzige Grund warum man es so gebaut hat zw K+D war: So ist es billiger. Und nichts Anderes. Aussenbahnsteige + dass eine oder andere Überwerfungsbauwerk hätten wesentlich mehr gekostet-und wenn die schnellen Züge dann innen fahren hätte es auch keine Gefährdungen gegeben. Aber so ist halt die Kapazität immer niedriger.
Wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt, dann bevorzugt man in NL das Prinzip, die langsamen Gleise mit Mittelbahnsteigen nach innen zu legen, weil dann Taktverdichter problemlos auf der Strecke wenden können. Fürs Ein- bzw. Ausfädeln von Zweigstrecken braucht man so oder so Überwerfungen (auch bei Linienbetrieb mit hoher Zugdichte).

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: cinéma

Datum: 09.01.20 17:09

pm schrieb:
Der einzige Grund warum man es so gebaut hat zw K+D war: So ist es billiger. Und nichts Anderes. Aussenbahnsteige + dass eine oder andere Überwerfungsbauwerk hätten wesentlich mehr gekostet-und wenn die schnellen Züge dann innen fahren hätte es auch keine Gefährdungen gegeben. Aber so ist halt die Kapazität immer niedriger.
Das halte ich für eine bloße Behauptung, der Linienbetrieb ist Standard bei S-Bahnen.


kmueller schrieb:
Es ist klar, daß Gleiswechsel zum Zweck fliegender Überholung und ähnliches bei einer Zugdichte wie auf der Deutzer Brücke nicht mehr praktizierbar ist. Wohl aber auf Strecken mit 3 Zügen stdl. wie Duisburg-Düsseldorf oder (tagsüber) Düsseldorf-Köln. Erst recht bei 30-min-Takt abends und am Wochenende während geplanter Instandhaltungen.
Die Hohenzollernbrücke meinst Du.

Für Düsseldorf–Langenfeld und Rheindorf–Köln sind sechs S-Bahnen pro Stunde geplant. Da würde sowieso kein RE mehr dazwischenpassen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.20 17:17.

Ich muss Dir recht geben....

geschrieben von: ASa

Datum: 09.01.20 18:12

Hallo,

nach den Erfahrungen ... jetzt haben wir bald 14 Jahre Metrorapid-Ersatzverkehr.

MfG - Asa

----------------------------------
Meine Windmühlenflügel sind:

Humorlosigkeit in Internetforen.

Ich weiß, es ist fast aussichts-
los, aber wer aufgibt, hat schon
verloren.

-----------------------------------

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: manuelo

Datum: 09.01.20 23:33

kmueller schrieb:
manuelo schrieb:
Es amüsiert mich nur immer, dass wenn irgendwo 500m vier Gleise nebeneinander liegen, man nur etwas warten muss bis der Erste anfängt zu erzählen, dass ja ein Richtungsbetrieb an besagter Stelle besser sei.
Wir reden hier über Strecken der Länge Duisburg-Düsseldorf oder Düsseldorf-Köln.
Nein, wir reden hier nur über den Bahnhof Opladen. Jedenfalls habe ich das getan. Über längere Strecken habe ich hier noch kein Wort verloren


kmueller schrieb:Zitat:
manuelo schrieb:
Kosten? egal. Nutzen? egal. Auch wenn beides in keinem Verhältnis stünde. Hauptsache Richtungsbetrieb. Finde ich halt irgendwie lustig.Wie schon gesagt. Man hat ausreichend Umleitungsstrecken zur Verfügung. Mit einer Vernünftigen Planung wird das kein Problem sein.
Und schon wieder wird das Thema gewechselt. Ich habe gesagt, dass bei einer baustellenbedingten Sperrung mit einer vernünftigen Organisation man auf anderen Strecken keine großen Ausbauten für diesen fall braucht. Was jetzt wieder "so viele Störungen" (wie wird das quantifiziert) damit zu tun haben sollen weiß ich jetzt auch nicht.

Übrigens könnte man bei der Strecke Köln - Düsseldorf im Endausbau auf den S-Bahn- und Fernbahngleisen jeweils einen 5 min Takt fahren. Da braucht es dann auch keinen Richtungsbetrieb für. Damit dürfte man auch bei der Kapazität von Utrecht - Amsterdam sein.

Re: "Zuhause ist da wo man WLAN hat"

geschrieben von: Plutone

Datum: 10.01.20 08:22

Alibizugpaar schrieb:
Den Spruch habe ich irgendwo mal gelesen. WLAN ist also vermutlich tatsächlich ein wichtiger Kuschel-Wohlfühlfaktor.
Naja, es ist schon eine tolle Sache gerade im Land der Funklöcher (ja, auch mitten im Ruhrgebiet!), wenn man sich während der Fahrt ungestört ein bisschen Entertainment gönnen kann.
Die Reisezeiten sind ja ggü. dem Auto nicht unbedingt besser, bestenfalls stabiler, je nach Strecke und flexibler als mit dem Auto ist man auch nicht.

Sowas ist aber definitiv etwas, was man als Autofahrer einfach nicht hat (außer Musik). Filmchen gucken oder Facebook checken ist da einfach nicht drin.

Börsenwahn eben

geschrieben von: BR146106

Datum: 10.01.20 11:21

Moin,

man wollte es eben so schnell wie möglich Geld verdienen, damit man endlich Kasse machen konnte. Dummerweise eben auf Kosten anderer und das was zu Zeiten der Behördenbahn schon verschlafen wurde, ist hier fortgesetzt worden und nun flogt die Rache, dieser Geschichte. Wir werden noch Jahre brauchen, diese Misstände zu verarbeiten und ganz ehrlich, die Leeren Versprechungen aus dem Hause der Bayrischen Dummion, werden doch schon wieder vergessen, die Höhenluft der Berge ist eben nicht gesund.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 10.01.20 13:30

manuelo schrieb:
kmueller schrieb:
manuelo schrieb:
Es amüsiert mich nur immer, dass wenn irgendwo 500m vier Gleise nebeneinander liegen, man nur etwas warten muss bis der Erste anfängt zu erzählen, dass ja ein Richtungsbetrieb an besagter Stelle besser sei.
Wir reden hier über Strecken der Länge Duisburg-Düsseldorf oder Düsseldorf-Köln.
Nein, wir reden hier nur über den Bahnhof Opladen.
Im Zusammenhang einer Betriebssituation, wo er neben dem Gesamtverkehr Köln-Wuppertal und dem rechtsrheinischen GV auch noch einen Teil des baubedingten Umleitungsverkehrs Köln-Düsseldorf aufnehmen und das alles sortieren soll.

kmueller schrieb:Zitat:
manuelo schrieb:
Kosten? egal. Nutzen? egal. Auch wenn beides in keinem Verhältnis stünde. Hauptsache Richtungsbetrieb. Finde ich halt irgendwie lustig.Wie schon gesagt. Man hat ausreichend Umleitungsstrecken zur Verfügung. Mit einer Vernünftigen Planung wird das kein Problem sein.
Zitat:
Und schon wieder wird das Thema gewechselt. Ich habe gesagt, dass bei einer baustellenbedingten Sperrung mit einer vernünftigen Organisation man auf anderen Strecken keine großen Ausbauten für diesen fall braucht. Was jetzt wieder "so viele Störungen" (wie wird das quantifiziert) damit zu tun haben sollen weiß ich jetzt auch nicht.

Übrigens könnte man bei der Strecke Köln - Düsseldorf im Endausbau auf den S-Bahn- und Fernbahngleisen jeweils einen 5 min Takt fahren. Da braucht es dann auch keinen Richtungsbetrieb für. Damit dürfte man auch bei der Kapazität von Utrecht - Amsterdam sein.
Ich weiß nicht was genau du alles von mir zitieren wolltest, aber die tagtäglichen RE-Verspätungen durch Überholung(en) passen genausowenig zu 'vernünftiger Organsisation' wie die Berichte im Thread über 20km 'S-Bahn'-Fahrt nonstop vorbei an allen Zwischenhalten, weil man nur sehr beschränkt zwischen Fern- und S-Bahn-Gleis wechseln kann.

Deine Vorstellung von funktionierenden 5-Min-Takten auf S-Bahn und Ferngleisen nebeneinander ließe sich vielleicht in Japan oder der Schweiz realisieren, aber nicht bei der katastrophalen Pünktlichkeit der DB AG.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.01.20 13:49

Komisch nur, dass Fünf-Minutentakte bei deutschen S-Bahnen nichts besonderes sind…

Gerade in Sachen S-Bahnen ist die Schweiz kein Vorbild – die Niederlande übrigens ebenfalls nicht.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 10.01.20 15:17

cinéma schrieb:
Komisch nur, dass Fünf-Minutentakte bei deutschen S-Bahnen nichts besonderes sind…

Gerade in Sachen S-Bahnen ist die Schweiz kein Vorbild – die Niederlande übrigens ebenfalls nicht.
Erst wenn man den Nahverkehr insgesamt betrachtet. In keinem der beiden Länder würden Strecken wie Wuppertal-Bochum gar nicht bedient oder Wuppertal-Essen primär mit einer S-Bahn. Auch Langenfeld-Düsseldorf/Köln hätte besseres. Mit einem 15min-RE-Takt dort gäbe es keine Notwendigkeit mehr für einen 10-min-Takt auf der S6. Schon gar nicht dann, wenn man wie in Zürich mit bis zu 12-Doppelstockwagen fahren könnte(!)

Köln/Bonn-Euskirchen mit Diesel könnte ich mir dort auch schwer vorstellen, ebenso die - nach dortigen Maßstäben - Kurzzüge auf den Überland-Stadtbahnen (Köln 16 und 18 oder Düsseldorf 76 und 79). Da bieten Schweizer Provinz-Kleinbahnen mehr. An solchen Stellen wird das Geld investiert, das hier im Duisburger Tunnel und demnächst in S21 steckt.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: Strizie

Datum: 10.01.20 23:22

In den Niederlanden scheint man sich aber Gedanken zu machen und baut nicht nur für den aktuellen Bedarf. Ich bin immer wieder überrascht wie lang die Bahnsteige von den Stpotrein sind als würden dort 400m lange ICE-Züge halten.

Dort dürfte es kein Problem sein mit einem sechsteiligen SLT in Dreifachtraktion zu fahren. Bei der S-Bahn Köln gibt es dagegen nur lausige Vollzüge und man macht auch keine Anstalten die Bahnsteige mal zu verlängern oder neue S-Bahnsteige entsprechend lang zu realisieren. Stattdessen bestellt man lieber engere Takte wo keiner weiß wer diese angesichts des Tf-Mangels später überhaupt fahren soll. Der Pendler benötigt aber keine S-Bahnen welche nur zuverlässig auf dem Papier stehen.

Des weiteren ist auch die Verknüpfung zwischen Metro und normalen Zügen in den Niederlanden recht interessant. Oftmals hält die Metro direkt gegenüber vom Stoptrein. In Deutschland dagegen sind meist längere Umsteigewege erforderlich.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: cinéma

Datum: 11.01.20 04:48

kmueller schrieb:
Erst wenn man den Nahverkehr insgesamt betrachtet. In keinem der beiden Länder würden Strecken wie Wuppertal-Bochum gar nicht bedient oder Wuppertal-Essen primär mit einer S-Bahn. Auch Langenfeld-Düsseldorf/Köln hätte besseres. Mit einem 15min-RE-Takt dort gäbe es keine Notwendigkeit mehr für einen 10-min-Takt auf der S6. Schon gar nicht dann, wenn man wie in Zürich mit bis zu 12-Doppelstockwagen fahren könnte(!)

Köln/Bonn-Euskirchen mit Diesel könnte ich mir dort auch schwer vorstellen, ebenso die - nach dortigen Maßstäben - Kurzzüge auf den Überland-Stadtbahnen (Köln 16 und 18 oder Düsseldorf 76 und 79). Da bieten Schweizer Provinz-Kleinbahnen mehr. An solchen Stellen wird das Geld investiert, das hier im Duisburger Tunnel und demnächst in S21 steckt.
Der Zehn-Minuten-Takt nach Köln hat nichts mit einem fehlenden RE-Halt in Langenfeld zu tun, soll er doch erst ab Rheindorf einsetzen.
Im Übrigen wäre es auch nicht sonderlich pfiffig, Langenfeld alle 15 Min. per RE zu bedienen, für die Stationen dazwischen aber einen dünneren Takt anzubieten als geplant. Das ist genau das Modell, das im VRS zu recht abgelehnt wurde. S-Bahn ist Stadt- und Vorortverkehr, da müssen dichte Takte her. Genau das macht deutsche S-Bahnen aus, genau das können viele Länder von Deutschland lernen.
Die 16, 18, U76 und U79 sind keine Überland-Stadtbahnen (was auch immer das sein soll), sondern eben ganz normale Stadtbahnen. Es ist eine originäre Aufgabe von Stadtbahnen in NRW, Städte zu verbinden, insofern unterscheiden sich 1, 7, 16, 18, 66, U72, U76, U79, U11, U18, U35 usw. nicht. Dort, wo die Züge zu kurz sind, wird man sich Gedanken über eine Verlängerung machen müssen, bei den meisten Linien reicht die Kapazität aber noch. Wirklich problematisch ist im Moment nur die 1 potenziell werden allerdings weitere hinzukommen.
Dass man in den NRW-Ballungsräumen eher mal einen Tunnel baut als in Zürich, mag auch daran liegen, dass Ballungsräume wie Rhein-Ruhr oder Rhein-Sieg „etwas“ größer sind als Zürich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 04:49.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.01.20 14:31

cinéma schrieb:
S-Bahn ist Stadt- und Vorortverkehr, da müssen dichte Takte her. Genau das macht deutsche S-Bahnen aus, genau das können viele Länder von Deutschland lernen.
Daß sie schwerpunktmäßig 'Stadt- und Vorortverkehr' bedienen, trifft auf die ersten zwei Systeme in Berlin und Hamburg zu, die noch während der Dampflokzeit entstanden.

Schon das Münchner System wurde primär zur Erschließung entfernter Pendlergemeinden gemeint. Einen nennenswerten Anteil Stadtverkehr hat allenfalls die Stammstrecke; die Stadionstrecke wurde abgebaut. Alle anderen deutschen S-Bahn-Systeme entstanden durch Modifizierung von Vorort- und Regionalstrecken, denen bei dieser Gelegenheit ein anderes Etikett umgehängt wurde. Stadtverkehrsgerecht dichte Takte gibts nur durch Überlagerung auf relativ kurzen Stammstrecken, wobei man in meinen Augen bei deren Belastung durch 'Umwandlung' von Regionallinien in 'S-Bahnen' teils schon über das Sinnvolle hinausschießt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 14:39.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.01.20 14:38

cinéma schrieb (zur S6 Düsseldorf-Köln):
Der Zehn-Minuten-Takt nach Köln hat nichts mit einem fehlenden RE-Halt in Langenfeld zu tun, soll er doch erst ab Rheindorf einsetzen.
Im Übrigen wäre es auch nicht sonderlich pfiffig, Langenfeld alle 15 Min. per RE zu bedienen, für die Stationen dazwischen aber einen dünneren Takt anzubieten als geplant. Das ist genau das Modell, das im VRS zu recht abgelehnt wurde.
und was in NL der Normalfall ist: alle 30 min. ein Zug mit allen Halten, und alle 30 min. ein beschleunigter. Auf Düsseldorf-Köln vergleichbaren Strecken wird das nochmals verdoppelt.

Ein 15-Min-RE-Takt würde einen beträchtlichen Teil der Fahrgäste von/nach Langenfeld mitnehmen und auch den RE-Anteil ab Leverkusen, Benrath und Mülheim deutlich steigern. Derzeit kann es selbst auf Strecken wie Köln-Benrath sinnvoll sein, die gerade einlaufende S-Bahn zu nehmen statt auf einen RE zu warten. Sogar Deutz-Wehrhahn bin ich aus diesem Grund schon per S-Bahn gefahren.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: Strizie

Datum: 11.01.20 20:17

cinéma schrieb:
Der Zehn-Minuten-Takt nach Köln hat nichts mit einem fehlenden RE-Halt in Langenfeld zu tun, soll er doch erst ab Rheindorf einsetzen.
Im Übrigen wäre es auch nicht sonderlich pfiffig, Langenfeld alle 15 Min. per RE zu bedienen, für die Stationen dazwischen aber einen dünneren Takt anzubieten als geplant. Das ist genau das Modell, das im VRS zu recht abgelehnt wurde. S-Bahn ist Stadt- und Vorortverkehr, da müssen dichte Takte her. Genau das macht deutsche S-Bahnen aus, genau das können viele Länder von Deutschland lernen.
Die 16, 18, U76 und U79 sind keine Überland-Stadtbahnen (was auch immer das sein soll), sondern eben ganz normale Stadtbahnen. Es ist eine originäre Aufgabe von Stadtbahnen in NRW, Städte zu verbinden, insofern unterscheiden sich 1, 7, 16, 18, 66, U72, U76, U79, U11, U18, U35 usw. nicht. Dort, wo die Züge zu kurz sind, wird man sich Gedanken über eine Verlängerung machen müssen, bei den meisten Linien reicht die Kapazität aber noch. Wirklich problematisch ist im Moment nur die 1 potenziell werden allerdings weitere hinzukommen.
Dass man in den NRW-Ballungsräumen eher mal einen Tunnel baut als in Zürich, mag auch daran liegen, dass Ballungsräume wie Rhein-Ruhr oder Rhein-Sieg „etwas“ größer sind als Zürich.
Schon mal etwas von Auslastungssteuerung gehört.

Auch der Fahrgäste welche an kleineren Stationen einsteigen hätten gerne mal einen Sitzplatz. Wenn aber alle Züge überall halten ist die Chance ziemlich gering, denn die Züge sind dann bereits voll.

Ein 10 Minuten-Takt mag ja toll klingen aber wenn man immer 20-30 Minuten in der S-Bahn stehen muss ist das auf Dauer kein Vergnügen zu VRS-Fahrpreisen.

Genau dafür sind schnellere Verkehre eben gut. Zum einen werden stark frequentierte Halte schneller an Großstädte angebunden und zum anderen die langsameren Züge erheblich entlastet. Wenn man von Langenfeld nach Köln oder Düsseldorf 10 Minuten schneller sein kann, werden die Leute diese vornehmlich nutzen anstatt mit den langsamen Zügen zu fahren. Von Köln Süd nach Bonn Hbf kann man das stündlich beobachten. Fast alles nimmt den RE 5 während die nur etwa 5 Minuten langsamere RB 48 recht leer hinterher fährt.

Edit:

Du bist schon ein ulkiger Typ. Du scheinst in Köln die Stadtbahnen ja nur zur Mittagszeit oder in der Nacht zu nutzen. Wenn ich die Linie 18 nutze und am Sülzgürtel Richtung Brühl einsteigen möchte ist diese so voll das man sich reinquetschen muss. Und je nachdem wer da neben Dir steht macht Gruppenkuscheln eben kein Spaß. Aber anscheinend ist für Dich eine Stadtbahn erst voll wenn wir japanische Verhältnisse haben wo man die Leute reindrücken muss.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 20:22.

Re: Ein Königreich für den Richtungsbetrieb?

geschrieben von: cinéma

Datum: 12.01.20 05:12

kmueller schrieb:
Daß sie schwerpunktmäßig 'Stadt- und Vorortverkehr' bedienen, trifft auf die ersten zwei Systeme in Berlin und Hamburg zu, die noch während der Dampflokzeit entstanden.

Schon das Münchner System wurde primär zur Erschließung entfernter Pendlergemeinden gemeint. Einen nennenswerten Anteil Stadtverkehr hat allenfalls die Stammstrecke; die Stadionstrecke wurde abgebaut.
Dieser Aussage kann ich nur widersprechen. Mit München hast Du Dir sowieso ein denkbar schlechtes Beispiel gesucht, denn so gut wie jeder Münchner wird mir beipflichten, dass die S-Bahn auch außerhalb der Stammstrecke eine wichtige Funktion im Stadtverkehr innehat. Und auch in Köln ist es ähnlich. Fahrten nach Porz, Kalk, Wahn, Chorweiler, Worringen, Holweide, Dellbrück usw. werden zu einem großen Teil mit der S-Bahn abgewickelt – das ist definitiv kein Regionalverkehr! Für solch einen Stadtverkehr ist aber ein dichter Takt zwingend erforderlich.
Um nun den Bogen zum VRR und dort zur südlichen S6 wieder zu bekommen: Gerade auch dort hat der Stadtverkehr einen hohen Anteil, Garath, Hellerhof, Benrath, Reisholz werden über die S-Bahn schnell an die Innenstadt angeschlossen, das ist Stadtverkehr!


kmueller schrieb:
Zitat:
Stadtverkehrsgerecht dichte Takte gibts nur durch Überlagerung auf relativ kurzen Stammstrecken,
Und genau das ist ja für die S6 anders geplant. In Düsseldorf wird sie durch die S68 ergänzt in Köln durch die S16 ergänzt werden, sodass ein 10er-Takt entsteht.
Für die S-Bahn Köln ist dieses System der dichten Takte für fast alle Achsen vorgesehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.20 05:16.

Re: Hört auf den RRX zu feiern (mit Link)

geschrieben von: MSS

Datum: 12.01.20 21:59

Ladehilfe schrieb:
Muss ich jederzeit WLAN haben? Ich kann gut darauf verzichten weil ich genug Reserven bei den mobilen Daten habe die ich selten ausreize.
Guter frage.
Genau deiner entscheidung sind gar nicht ein einzelfall.
Hier in Kopenhagen wird jetzt der WLAN in die S-Bahnen abgeschafft, wegen zu wenige benutzer.

Mobile Daten sind heute billig, wird zurmeist in allzu große mengen in die Abos angeboten, und überall gibt es Funkmasten. Also braucht man der einst sehr nachgefragten WLAN nicht richtig mehr.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
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Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Plutone

Datum: 13.01.20 10:19

nozomi07 schrieb:
Plutone schrieb:
Klar lässt sich alles kaputtreden wie man will.
Der RRX ist ja die bevorzugte Variante, die man gewählt hat, nachdem man den Metrorapid wieder kaputt geredet hat. Und was macht man: Man ist unzufrieden und redet den RRX kaputt.
Umgekehrt: Der Metrorapid war immer kaputt. Einige Leute haben ihn sich schöngeredet. Er war nie eine ernsthaft realistische Lösung.

Plutone schrieb:
Trotzdem hätte der Metrorapid die Schiene deutlich entlastet - und zwar um den heute so peinlich unpünktlichen Fernverkehr, der wiederum den Nahverkehr kaputt fährt. Die Systemtrennung wäre also kein Nachteil, sondern gerade der Vorteil der ganzen Geschichte gewesen.
Der verzweifelte Versuch, einen Nachteil als Vorteil zu verkaufen. Der Metrorapid wäre als Ruine geendet, sobald man auch nur einen einzigen Bauabschnitt nicht fertigbekommen hätte. Angesichts der Probleme beim RRX wäre das sehr warhscheinlich gewesen.

Die halbgare Frickellösung RRX ist tausendmal besser als eine unbrauchbare Milliardenruine Metrorapid.
Ja genau :D
Weil er immer kaputt war, fuhr er auch dauernd seine Runden... ich verstehe.

Und wir haben ja auch keine überlasteten Schienenwege, die gut laufende Bestandslinien zu Haltausfällen, Taktabweichern und im Realbetrieb dann zu etlichen Ausfällen zwischen Koblenz und Hamm/Münster führen...
Guck doch mal in die Realität draußen !

Die DB hat sich die SNB so gebastelt, dass der Fernverkehr immer Vorrang hat, interessiert sich NULL für Streckenausbau und hat verpennt, was ich komischerweise schon vor 20 Jahren auf der Schule gelernt habe: Dass es durch u.a. die Globalisierung, den Strukturwandel usw. zu erheblichem Wachstum im Verkehrsaufkommen kommt. Während Autobahnen ausgebaut wurden, hat die DB Jahrzehnte zurückgebaut.

Jetzt den Transrapid gebaut zu haben, hieße: Wir hätten einfach keinen Infrastruktur-Engpass.

Auch bei der ständigen fahrplantechnischen Kollision zwischen Nah- und Fernverkehr wäre diese Entflechtung ein Riesenvorteil gewesen.
Das ignorierst du schlicht und kommst mit deinem Vorteile/Nachteile-Bla-Bla...

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.01.20 10:58

Plutone schrieb:
Die DB hat sich die SNB so gebastelt, dass der Fernverkehr immer Vorrang hat...
Das ließe sich in kürzester Zeit von der Politik beseitigen: alle Bahn-Sondergesetzgebung aufheben und auf die Beziehungen zwischen DB Netz und den Nutzern das gewöhnliche Zivilrecht (Vertragsrecht) anwenden. Dann löst jeder aus seiner Trasse geworfene Zug Schadensersatz aus. Daß es nicht geschieht, zeigt an, daß die Politik den gegenwärtigen Zustand will.

Zitat:
...interessiert sich NULL für Streckenausbau und hat verpennt, was ich komischerweise schon vor 20 Jahren auf der Schule gelernt habe: Dass es durch u.a. die Globalisierung, den Strukturwandel usw. zu erheblichem Wachstum im Verkehrsaufkommen kommt. Während Autobahnen ausgebaut wurden, hat die DB Jahrzehnte zurückgebaut.
Der Politk sind die Alltagsbedürfnisse der Bevölkerung sch...egal, wie man nicht nur im Bahnbereich sieht. Sie interessiert sich primär für große Show, d.h. im Bahnbereich für 'ICE', egal wie langsam und unzuverlässig er fährt. An dieser Stelle trifft man sich mit der DB-Führung (die so unpolitisch ja auch nicht ist).

Zitat:
Jetzt den Transrapid gebaut zu haben, hieße: Wir hätten einfach keinen Infrastruktur-Engpass.
Der Transrapid wäre als Showobjekt gebaut worden und die Mittel dafür anderswo im Nahverkehr 'eingespart'. Schönes Beispiel ist die KRM, die gezielt GV-untauglich gebaut wurde, so daß trotz dieses teuren Baus noch Jahrzehnte jede Nacht schwerer Güterverkehr durchs Rheintal rollen wird. Möglicherweise hätte der TR analog dazu Bochum umfahren, damit wenigstens für eine Minute im Ruhrgebiet die so wichtigen 350km/h gehalten werden können; irgendwelche Idiotien wären den Projektbetreibern sicher eingefallen (ich erinnere mich noch daran, daß eine Parkplatzstation auf der grünen Wiese im Raum Düsseldorf-Eller im Gespräch war, um das Kölner und Düsseldorfer Flughafenparken dorthin zu verlegen bzw. auszuweiten. Der TR hätte für diesen Zweck sowohl das Düsseldorfer als auch das Kölner Stadtzentrum umfahren müssen...).

Was für 'Investitionen' zustande kommen, wenn der Filz aus Politik und DB ungestört schalten und walten kann, sieht man derzeit an S21.

Re: Metrorapid, jetzt vermisst man ihn doch...

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 13.01.20 19:31

Plutone schrieb:
Und wir haben ja auch keine überlasteten Schienenwege, die gut laufende Bestandslinien zu Haltausfällen, Taktabweichern und im Realbetrieb dann zu etlichen Ausfällen zwischen Koblenz und Hamm/Münster führen...
Guck doch mal in die Realität draußen !

Die DB hat sich die SNB so gebastelt, dass der Fernverkehr immer Vorrang hat, interessiert sich NULL für Streckenausbau und hat verpennt, was ich komischerweise schon vor 20 Jahren auf der Schule gelernt habe: Dass es durch u.a. die Globalisierung, den Strukturwandel usw. zu erheblichem Wachstum im Verkehrsaufkommen kommt. Während Autobahnen ausgebaut wurden, hat die DB Jahrzehnte zurückgebaut.

Jetzt den Transrapid gebaut zu haben, hieße: Wir hätten einfach keinen Infrastruktur-Engpass.

Auch bei der ständigen fahrplantechnischen Kollision zwischen Nah- und Fernverkehr wäre diese Entflechtung ein Riesenvorteil gewesen.
Das ignorierst du schlicht und kommst mit deinem Vorteile/Nachteile-Bla-Bla...
Als ob die DB ihre NBS ganz alleine aus eigenen Finanzmitteln gebaut würde. Das Geld kommt vom Staat und wenn der nur eine begrenzte Menge bereitstellt, kann man nur eine begrenzte Zahl Kilometer bauen. Völlig egal ob das ein Transrapid ist oder nicht.

Warum hätte der Staat für einen Transrapid plötzlich ein Vielfaches der Mittel pro Jahr bereitstellen sollen. Klar, der Transrapid war ein Politikerspielzeug und wurde daher mit Steuergeld künstlich am Leben als es eigentlich schon lange tot war. Aber für mehr als die erste Strecke oder vielleicht ein bischen mehr hätte Transrapid-Affinität der Politiker nicht gereicht, zig Milliarden zusätzlich für dein erträumtes Transrapidnetz hätte es sicher nicht gegeben.
Und das ist eben der riesen Vorteil des ICE gegenüber dem inkompatiblen Transrapid, der ICE kann jede schon fertige Teilstrecke nutzen, der Transrapid erzeugt viele zeitraubende Umsteige. Zum Beispiel gibt es diverse ICE Basel-Hamburg. Bei Realisierung eines Transrapidnetzes hätte man schon vielen Jahren diese Verbindung kappen müssen und würde noch 50 weitere Jahre auf eine neue Direktverbindung Basel-Hamburg warten. Nach Zürich oder erst recht Chur/Interlaken ginge es wohl nie mehr direkt.

Und hätte man damals auf den Transrapid gesetzt, gäbe es heute keine NBS Frankfurt-Köln, aller Fernverkehr müsste durchs Rheintal, weil man immer noch dabei wäre an der ersten Transrapidstrecke München-Hamburg herumzubauen, damit man endlich mal wieder beide Städte dirket verbinden kann, nachdem wegen dem Transrapidteilabschnitten die Direktzüge München-Hamburg vor 30 Jahren eingestellt wurden.

Der Transrapidbau ist teurer, zudem muss man auch zwingend weniger dringende Abschnitte bauen, statt sich wie bei ICE auf die Abschnitte mit dem grössten Nutzen konzentrieren zu können. Wenn ein sehr teuren Abschnitt nicht zwingend aus Kapazitätgründen gebraucht wird, dann kann man beim ICE für das selbe Geld an einer anderen Stelle eine NBS die mehr Fahrzeitverkürzung bringt. Beim Transrapid muss man auch zwingend die wenig wichtigen Abschnitte bauen, diese Geld fehlt dann für andere Abschnitte.
Ein Transrapidnetz wäre deutlich kürzer als das NBS-Netz und würde nur ein Bruchteil des ICE-Liniennetz umfassen. Köln und das Ruhrgebiet wären noch auf Jahrzehnte von jeglichem Hochgeschwindigkeitsverkehr abgeschnitten, es wäre fraglich ob Stuttgart oder Frankfurt angeschlossen wäre. Ob überhaupt Berlin schon angeschlossen wäre...?
Anderseits wären die Kapazitätsengpässe auf dem Schienennetz bei einem Transrapid vielleicht wirklich kleiner. Wenn weite Teile Deutschlands statt mit ICE nur mit IC ausschliesslich über Altstrecken verbunden, würde mancher heutige ICE-Fahrgast aufs Auto/Flugzeug ausweichen und schon wäre weniger Bedarf an Zugfahrten.

Gruss

Florian