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Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: rad3m

Datum: 07.01.20 08:47

Ulm- Augsburg, Nachträge zur Diskussion in diesem Forum unter
Hochschule untersucht Trassen

Für diejenigen, die wie ich über die Aussagekraft der Karten des Hochschul- Internetauftritts enttäuscht waren: Mit neuester Software und vor allem einem hochauflösendem Bildschirm erhält man auch bessere Karten. Bei vielen homepages bekommt man bessere Bilder, wenn man sie separat downloadet und mit einem Bildbetrachter statt des Browsers darstellt. Notfalls muss man sich die Adresse des Bildes, in diesem Fall z.B. die Widerstandskarte, aus dem Seiten- Quelltext herausfischen. Bei der Seite der Hochschule Augsburg funktioniert das nicht. Sie schickt das Bild nur in einer vom Browser gewünschten Auflösung, separater Download brachte wieder nur das grobe Raster. Aber von einem neueren PC mit großem Bildschirm und Browser Fenster maximiert bekam ich endlich eine Karte, auf der ich wenigstens die Ortschaften wiederfand. Die Beschriftung war für Buchstaben aber immer noch zu grob gepixelt.

Eigentlich ist im Internet heute das Gegenteil üblich: Ich habe trotz Großstadt wegen Altbau und uraltem Telefonkabel kein besonders schnelles Internet. Einige Straßen weiter in einem Neubau geht es zehnmal schneller. Also ärgere ich mich manchmal über hochauflösende Fotos als email- Anhänge und über ebenso lästiger Werbung in Internetauftritten. Auch die Hochschule Augsburg geizt nicht mit großen, die Übertragung belastenden Fotos. Warum also hier jetzt ein komlizierter Quelltext, um statt einer sicher hoch aufgelösten Karte etwas zu senden, was nur als kleines verwaschenes Bildchen im Text erscheinen kann?

Auch der Text macht hier und da den Eindruck, als sei er zusammengestrichen worden. Das riecht irgendwie nach Politik. Einerseits will man mit dem Thema zeigen, welch aktuelle und interessante Themen an der Hochschule vorkommen. Will sicher auch den Studenten ein Forum bieten. Andererseits darf man aber nicht vorpreschen und vor allem keine schlafenden Hunde wecken. Das kann ich mir vielleicht als Rentner leisten. Aber als ich noch im Beruf war, durfte ich auch nicht über etwas schreiben, das die Firmenpolitik hätte beeinflussen können. Übereilte Hochschul- Veröffentlichungen hatten (anderswo) kürzlich genug Aufsehen erregt.

Und damit komme ich zum interessanteren Diskussionsthema:

Irgendwo kam in den letzten Wochen eine Meldung, man würde jetzt mit dem Projekt richtig anfangen, und zwar bei Null. Nicht mit diesen Worten, aber so hatte ich es verstanden. Denn man wolle eine Wunschliste aufstellen. Alles, was genannt wurde, war so selbstverständlich, dass ich es für längst akzeptiert und für Grundlagen hielt, nach denen schon lange gearbeitet wird. Aber das war wohl meine Fehlinterpretation. Selbst der "Deutschlandtakt" scheint ja noch ein nebulöses Traumgebilde zu sein.

Deshalb hier meine ersten Fragen: Hat jemand zu dieser Meldung über den Startschuss, und wer für was Geld bekommt, einen Link? Und gab es bisher garkeine Voruntersuchungen, die halbwegs amtlich eingestuft werden können? Waren es alles nur Eigeninitiativen aus den verschiedensten Motivationen, die niemand ernst nehmen muss?

Daran könnte man politische Fragen hängen: Frühzeitige Mitarbeit der Bevölkerung- war das nur Gerede, während man im Hintergrund Taktiken erarbeitet, wie man den unvermeidlichen Protest noch hinausschieben kann? Armes Deutschland, wo Windräder am Horizont schon schlaflose Nächte machen, aber nicht der Straßenlärm vorm Fenster!
rad3m schrieb:
Eigentlich ist im Internet heute das Gegenteil üblich: Ich habe trotz Großstadt wegen Altbau und uraltem Telefonkabel kein besonders schnelles Internet. Einige Straßen weiter in einem Neubau geht es zehnmal schneller. Also ärgere ich mich manchmal über hochauflösende Fotos als email- Anhänge und über ebenso lästiger Werbung in Internetauftritten.
Das ist aber ein ziemlich deutsches Problem. In anderen Ländern, z. B. Österreich, hat man im abgelegensten Winkel perfektes Internet und guten Mobilfunk.
Es ist seit Jahren bekannt und trotzdem ist man weiter in Europa ziemlich abgeschlagen. Es wundert dass dies kaum einem peinlich ist.
"Eigentlich ist im Internet heute das Gegenteil üblich: Ich habe trotz Großstadt wegen Altbau und uraltem Telefonkabel kein besonders schnelles Internet."

Ersetze "im Internet heute" durch "in Deutschland heute"

Ich bin in Schweden und finde es eigentlich nur noch peinlich, was man in Deutschland 50km ausserhalb Münchens so als max. Downloadgeschwindigkeit bekommt.

Meine Wohnung ist 60er Jahre und hat 200Mbit down und upstream. Und ich könnte noch mehr. Meine Eltern haben nominell 16Mbit... Kostet fast genausoviel.

/Martin

Re: Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: rad3m

Datum: 07.01.20 14:19

Hallo! Mit der Internetgeschwindigkeit wollte ich kein Nebenthema aufmachen. Mir reicht es, zumal ich natürlich zu einem Billiganbieter gewechselt habe. 6Mbit gibt es sonst garnicht mehr, und oft bekomme ich auch 10Mbit geschenkt. Was mir selbst für youtube- Videos meistens reicht.

Bei meiner ersten homepage vor 15 Jahren musste ich Fotos verkleinert in den Text einarbeiten, damit der Seitenaufbau beim Betrachter nicht zu langsam wurde. Die Digitalkameras waren den Internetbildern immer deutlich voraus. Heute denkt keiner mehr über die Pixelzahl nach. Was das smartfone kann, wird genutzt, so dass man einen Schnappschuss von z.B 10MB als email- Anhang schlucken muss. Komprimiert als JPEG- Datei. Wer hat einen Bildschirm mit 5400 Pixel Breite? Wer will das Foto als Wandtapete ausdrucken? Verkehrte Welt: Wo man die Auflösung z.B. bei einer Landkarte für Ausschnittsvergrößerungen brauchen könnte, wird mit Fleiß verkleinert. Dies ist allerdings meistens wegen Urheberschutz erforderlich. Die erwähnte Widerstandskarte Bayerns ist sicher nicht gratis von Jedermann zu bekommen.

Die Einzelkarten zum Glück doch, und zwar unter
geoportal.bayern.de/bayernatlas

Beispiel Günzburg Naturschutzgebiete

Hier das Beispiel: "Günzburg Naturschutzgebiete" nochmal in voller Link- Länge, falls wegen der Sonderzeichen manuelle Eingabe erforderlich ist:

[geoportal.bayern.de]

Von meiner Vorschau aus hat es funktioniert.
Auf der linken Seite Menü öffnen, anderes Thema anklicken, und Bayern steht Ihnen offen. In der vom Team der Hochschule Augsburg genutzten Widerstandsharte gibt es allerdings türkisfarbene Flächen, die ich im Bayernatlas in keinem Menüpunkt finden konnte. Deshalb habe ich eine email nach Augburg geschickt und um Hilfe gebeten. Wegen der Weihnachts/Neujahrspause aber noch keine Antwort erhalten. Es könnte sich um Wasserschutzgebiete, Altlasten, militärische Sperrgebiete, große unzugängliche Privatgrundstücke oder was auch immer handeln. Oder willkürlich für den Computer gesetzte Gebiete unendlichen Widerstands, um das Programm der künstlichen Intelligenz zu beeinflussen. Warten wirs ab!

Edit: Auch ohne bisherige Antwort hat sich das Warten gelohnt. Mir war aufgefallen, dass der "Bayernatlas" manchmal erhebliche Antwortzeiten hat, bis die anzuzeigenden Fächenkoordinaten aus externen Datenbanken geholt und in die Grundkarte eingefügt werden. Deshalb habe ich die bisher als unbenutzt empfundenen Menupunkte mit mehr Geduld durchprobiert und tatsächlich auch die hellblauen Flächen als Trinkwasserschutzgebiete auf den Bildschirm bekommen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.20 06:07.
rad3m schrieb:
Und damit komme ich zum interessanteren Diskussionsthema:

Irgendwo kam in den letzten Wochen eine Meldung, man würde jetzt mit dem Projekt richtig anfangen, und zwar bei Null. Nicht mit diesen Worten, aber so hatte ich es verstanden. Denn man wolle eine Wunschliste aufstellen. Alles, was genannt wurde, war so selbstverständlich, dass ich es für längst akzeptiert und für Grundlagen hielt, nach denen schon lange gearbeitet wird. Aber das war wohl meine Fehlinterpretation. Selbst der "Deutschlandtakt" scheint ja noch ein nebulöses Traumgebilde zu sein.

Deshalb hier meine ersten Fragen: Hat jemand zu dieser Meldung über den Startschuss, und wer für was Geld bekommt, einen Link? Und gab es bisher garkeine Voruntersuchungen, die halbwegs amtlich eingestuft werden können? Waren es alles nur Eigeninitiativen aus den verschiedensten Motivationen, die niemand ernst nehmen muss?
Der Witz ist, dass es schon früher Studien gab, die z.B.eine Trasse an der Autobahn ausschlossen, aber jetzt soll doch wieder bei Null angefangen werden. Das hast Du schon richtig interpretiert, aus dem PDF:
Zitat
Mit der Planung hat der Bund die DB Netz AG beauftragt. Am Beginn der Planungen steht noch nicht fest, mit welchen konkreten Maßnahmen der Streckenausbau umgesetzt wird. Sowohl ein Ausbau der Bestandsstrecke als auch eine Neubaustrecke in bestimmten Abschnitten sind denkbar. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) hat der Bund festgelegt, dass es für den zukünftigen Streckenverlauf keine Vorfestlegung gibt.
[www.ulm-augsburg.de]
Das kann allerdings auch am D-Takt liegen, laut dem muss die FAhrzeit 27-28 Minuten betragen, was man einhalten will. Also einerseits waren die alten Studien rausgeworfenes Geld, aber andererseits finde ich das Befolgen des D-Takt-Entwurfs schon gut. Günzburg wurden auch FV-Halte versprochen, selbst wenns ne NBS gäbe, von daher sehe ich das ganze Projekt schon positiv, man sollte eine Kompromiss-Lösung finden können, mit der alle Beteiligten leben können.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.20 18:02.

Re: Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: rad3m

Datum: 07.01.20 19:04

Vielen Dank, NBStrecke! Volltreffer! Dieses tiefschürfende Dokument war in dem kurzen TV-Beitrag gemeint. Aus dem wurde zitiert und kurz auch Bilder gezeigt.

Aber das beste Bild, das auf dem Umschlag mit dem ICE zwischen Donau und Naturschutzgebiet, wurde nicht diskutiert. Dabei zeigt das eines der größten Probleme, denn hier kann man nicht einfach aus zwei Gleisen vier machen. Wahrscheinlich wegen Vogelschutzgebiet nicht einmal übereinander. Es taucht in vielen Kategorien auf, auch als Flora-Fauna- Habitat.

Auch bei den Varianten, die von der Hochschule Augsburg vorgestellt wurden, gibt es einige, die via Günzburg gehen. Sie können zwar die Fahrzeit verkürzen, aber erlauben keine wesentliche Erhöhung der Zugzahlen. Zumal dort ja auch die Strecke nach Donauwörth bedient werden muss.

Aber sonst machen die Varianten einen guten Eindruck. Wo sie sich von meinen zehn Jahre alten Ideen unterscheiden, habe ich natürlich gleich genauer nachgeschaut. Gerade eben habe ich nach geduldigem Suchen im "Bayernatlas" doch die türkisfarbenen Sperrflächen aus der Widerstandskarte gefunden, nach denen ich ratlos in Augsburg angefragt hatte. Da muss ich mich jetzt entschuldigen, denn es sind tatsächlich die Trinkwasserschutzgebiete. Die Karten reagierten so träge, dass ich weitergeklickt hatte, bevor die Gebiete in die Karte eingeblendet werden.

Und durch ein solches geht meine Südtrasse bei Straß mitten hindurch, schade! Ein Pluspunkt für die Augsburger.

In den Weihnachtstagen sind meine Detailseiten zu den alten Vorschlägen fertig geworden und auf meiner homepage:
Zwischen Donau und Augsburg

in der Übersicht und jeweils ab den Kapitel 4.1
und Kapitel 4.2
im Detail dargestellt.
Wenn ich die Wasserschutzgebiete berücksichtigt habe, werde ich die Varianten mal auf eine gemeinsame Übersichtskarte bringen. Falls ich die Regeln des Augsburger Punktesystems erfahren kann, könnte ich versuchen, sie auf meine Varianten anzuwenden. Wobei nicht auszuschließen ist, dass eine von mir zuletzt vernachlässigte, oder aber eine Mischvariante noch besser herauskommt. Neue Ideen, neue Ansätze und natürlich das jetzt bessere Datenmaterial erlauben hoffentlich bessere Ergebnisse. So gesehen habe ich garnichts dagegen, dass die Uhr wieder auf Null gestellt wurde.

Aber bitte, liebe Leser, sucht nochmal nach den ganz alten Trassenvorschägen! Die aus der Zeit vor Stuttgart21, genauer gesagt vor der heißen Phase um 2010, als über nichts anderes mehr diskutiert wurde (oder ich zumindest keine Zeit für andere Foren hatte). Die ganz alten würde ich ebenfalls gerne auf solch eine Karte eintragen. Nicht alles Alte ist automatisch veraltet, außer es geht durch ein einmaliges, also ausnahmsloses Schutzgebiet.

Re: Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: ulrich

Datum: 07.01.20 21:53

Dem Andy S. ist nichts zu peinlich und seiner Führung erst recht nicht.

Ulrich
NBStrecke schrieb:
Das kann allerdings auch am D-Takt liegen, laut dem muss die FAhrzeit 27-28 Minuten betragen, was man einhalten will. Also einerseits waren die alten Studien rausgeworfenes Geld, aber andererseits finde ich das Befolgen des D-Takt-Entwurfs schon gut. Günzburg wurden auch FV-Halte versprochen, selbst wenns ne NBS gäbe, von daher sehe ich das ganze Projekt schon positiv, man sollte eine Kompromiss-Lösung finden können, mit der alle Beteiligten leben können.
Ja, auch mir ist es lieber, wenn es nun nochmal ein paar Jahre länger dauert, als wenn am Ende wieder so ein Murks mit 31 Minuten Fahrzeit o.ä. herauskommen würde (am besten noch extra für Günzburg den ganzen vielleicht doch mal geplanten ITF im Süden zerschießen, da haben dann alle was davon).

Wobei angesichts der Tatsache, dass Mannheim-Stuttgart derzeit überhaupt nicht ITF-kompatibel ist (und mit teuren Nachbesserungen vielleicht nur "ganz knapp, eigentlich schon nicht mehr ganz" wie 29-30 Minuten Fahrzeit) und Stuttgart-Ulm möglicherweise dann auch nur mit Ach und Krach (Details sind hier wohl nicht öffentlich bekannt), für mich auch denkbar ist, dass 28 Minuten für Ulm-Augsburg dann noch zu großzügig wäre. Durch die dann möglicherweise trotz teuren Optimierungen Mannheim-Stuttgart etwas zu langen Fahrzeiten Mannheim-Ulm würde sich in Stuttgart und Ulm keine ganz saubere Symmetrie auf der Relation ergeben, d.h. Züge in Fahrtrichtung Mannheim müssten schon einige Minuten vor den Zügen Richtung München abfahren. Wenn man in Mannheim z.B. "relativ früh", etwa um :00 abfährt, dann in Stuttgart mit den teuren Nachbesserungen um :32 (und in Gegenrichtung vielleicht um :28 oder so), in Ulm dann um :02, könnte man mit einer Fahrzeit von z.B. 26 Minuten für Ulm-Augsburg den ITF nach den aus ITF-Sicht eher mangelhaften Fahrzeiten Mannheim-Ulm wieder "einrenken" und in Augsburg wieder auf eine saubere Symmetrie in beiden Richtungen kommen. In Stuttgart und Ulm müssten die zu den Knotenzeiten "niederrangigen" Züge, von und zu denen Anschluss an die München<->Mannheim-Züge hergestellt werden soll, einen etwas längeren Aufenthalt haben als in anderen ITF-Knoten haben (was mit S21 nach einem Problem klingt). Nur so kann von einem niederrangigen Zug rechtzeitig in den Zug Richtung Mannheim umgestiegen werden (der etwas früher fährt als für ITF-Knoten ideal), und vom Zug aus Richtung Mannheim (der etwas später ankommt als ITF-typisch) in den niederrangigen Zug.

Oder man führt im Süden ITFs mit einem 61-Minuten-Takt ein, was wertvolle Minuten verschafft. Symmetrieminuten um 5:05, 6:06, 7:07, 8:08… (und jeweils 30,5 Minuten später, also 5:35, 6:36, 7:37) :-)
Fahrkartenautomat schrieb:
NBStrecke schrieb:
Das kann allerdings auch am D-Takt liegen, laut dem muss die FAhrzeit 27-28 Minuten betragen, was man einhalten will. Also einerseits waren die alten Studien rausgeworfenes Geld, aber andererseits finde ich das Befolgen des D-Takt-Entwurfs schon gut. Günzburg wurden auch FV-Halte versprochen, selbst wenns ne NBS gäbe, von daher sehe ich das ganze Projekt schon positiv, man sollte eine Kompromiss-Lösung finden können, mit der alle Beteiligten leben können.
Ja, auch mir ist es lieber, wenn es nun nochmal ein paar Jahre länger dauert, als wenn am Ende wieder so ein Murks mit 31 Minuten Fahrzeit o.ä. herauskommen würde (am besten noch extra für Günzburg den ganzen vielleicht doch mal geplanten ITF im Süden zerschießen, da haben dann alle was davon).

Wobei angesichts der Tatsache, dass Mannheim-Stuttgart derzeit überhaupt nicht ITF-kompatibel ist (und mit teuren Nachbesserungen vielleicht nur "ganz knapp, eigentlich schon nicht mehr ganz" wie 29-30 Minuten Fahrzeit) und Stuttgart-Ulm möglicherweise dann auch nur mit Ach und Krach (Details sind hier wohl nicht öffentlich bekannt), für mich auch denkbar ist, dass 28 Minuten für Ulm-Augsburg dann noch zu großzügig wäre. Durch die dann möglicherweise trotz teuren Optimierungen Mannheim-Stuttgart etwas zu langen Fahrzeiten Mannheim-Ulm würde sich in Stuttgart und Ulm keine ganz saubere Symmetrie auf der Relation ergeben, d.h. Züge in Fahrtrichtung Mannheim müssten schon einige Minuten vor den Zügen Richtung München abfahren. Wenn man in Mannheim z.B. "relativ früh", etwa um :00 abfährt, dann in Stuttgart mit den teuren Nachbesserungen um :32 (und in Gegenrichtung vielleicht um :28 oder so), in Ulm dann um :02, könnte man mit einer Fahrzeit von z.B. 26 Minuten für Ulm-Augsburg den ITF nach den aus ITF-Sicht eher mangelhaften Fahrzeiten Mannheim-Ulm wieder "einrenken" und in Augsburg wieder auf eine saubere Symmetrie in beiden Richtungen kommen. In Stuttgart und Ulm müssten die zu den Knotenzeiten "niederrangigen" Züge, von und zu denen Anschluss an die München<->Mannheim-Züge hergestellt werden soll, einen etwas längeren Aufenthalt haben als in anderen ITF-Knoten haben (was mit S21 nach einem Problem klingt). Nur so kann von einem niederrangigen Zug rechtzeitig in den Zug Richtung Mannheim umgestiegen werden (der etwas früher fährt als für ITF-Knoten ideal), und vom Zug aus Richtung Mannheim (der etwas später ankommt als ITF-typisch) in den niederrangigen Zug.
Das größte Problem bei diesem Systemgeschiebe dürfte die chronische Unzuverlässigkeit des Fernverkehrs sein. Die 30 - 30 - 30 min für Mannheim - Augsburg würde man sicher schon irgendwie hinbekommen, ggf. dann eben mit entsprechend kräftigen Fahrzeugen, die vernünftig die Gebirgsstrecke auf die Alb hochkommen.
Ein anderer Gedanke, wenn die Kantenzeiten nicht erreicht werden könnten, knüpft an meinen Vorschlag an, der eine NBS von Dornstadt an Ulm vorbei in den Raum Günzburg (und dann weiter als NBS nach Augsburg) fordert: Da ohnehin ein 30min-Takt zwischen Mannheim und München geplant ist, könnte zur vollen Stunde der Takt auf Ulm Hbf optimiert und zur halben Stunde an Ulm vorbei gefahren werden, optimiert auf den Knoten Augsburg.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: Null2

Datum: 08.01.20 13:02

Murrtalbahner schrieb:
Das größte Problem bei diesem Systemgeschiebe dürfte die chronische Unzuverlässigkeit des Fernverkehrs sein. Die 30 - 30 - 30 min für Mannheim - Augsburg würde man sicher schon irgendwie hinbekommen, ggf. dann eben mit entsprechend kräftigen Fahrzeugen, die vernünftig die Gebirgsstrecke auf die Alb hochkommen.
Ein anderer Gedanke, wenn die Kantenzeiten nicht erreicht werden könnten, knüpft an meinen Vorschlag an, der eine NBS von Dornstadt an Ulm vorbei in den Raum Günzburg (und dann weiter als NBS nach Augsburg) fordert: Da ohnehin ein 30min-Takt zwischen Mannheim und München geplant ist, könnte zur vollen Stunde der Takt auf Ulm Hbf optimiert und zur halben Stunde an Ulm vorbei gefahren werden, optimiert auf den Knoten Augsburg.
Am Besten halten die Züge gar nicht mehr an und fahren komplett von Mannheim nach München durch, dann ist deinen Vorstellungen und denen der Schnellfahrfetischisten Genüge getan.
Was machen dann die Ulm --> Stuttgart-Pendler und die übrigen Fernreisenden? Den RE nehmen? Allein die Anzahl der jetzigen Pendler rechtfertigt ohne weiteres einen Halbstunden-FV. Das wird noch weiter zulegen wenn die SFS und S21 fertig sind. Dann werden viele Arbeitnehmer wieder nach Ulm zurückkehren die bisher der Arbeit wegen nach Stuttgart gezogen sind. Noch sind hier die Immobilienpreise niedriger als im Hauptstädtle...
Oder ihr verlegt den Fernhalt für Ulm nach Merklingen, dann spart man sich noch einen zusätzlichen Bahnhof an der Strecke.

Was sagt eigentlich die DBAG zu den hier geäußerten feuchten Plänen? Oder planen die was völlig anderes weil die ihren teuren Albabstiegstunnel zwischen Dornstadt und Ulm HBF auslasten wollen?

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Null2 schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Das größte Problem bei diesem Systemgeschiebe dürfte die chronische Unzuverlässigkeit des Fernverkehrs sein. Die 30 - 30 - 30 min für Mannheim - Augsburg würde man sicher schon irgendwie hinbekommen, ggf. dann eben mit entsprechend kräftigen Fahrzeugen, die vernünftig die Gebirgsstrecke auf die Alb hochkommen.
Ein anderer Gedanke, wenn die Kantenzeiten nicht erreicht werden könnten, knüpft an meinen Vorschlag an, der eine NBS von Dornstadt an Ulm vorbei in den Raum Günzburg (und dann weiter als NBS nach Augsburg) fordert: Da ohnehin ein 30min-Takt zwischen Mannheim und München geplant ist, könnte zur vollen Stunde der Takt auf Ulm Hbf optimiert und zur halben Stunde an Ulm vorbei gefahren werden, optimiert auf den Knoten Augsburg.
Am Besten halten die Züge gar nicht mehr an und fahren komplett von Mannheim nach München durch, dann ist deinen Vorstellungen und denen der Schnellfahrfetischisten Genüge getan.
Was machen dann die Ulm --> Stuttgart-Pendler und die übrigen Fernreisenden? Den RE nehmen? Allein die Anzahl der jetzigen Pendler rechtfertigt ohne weiteres einen Halbstunden-FV. Das wird noch weiter zulegen wenn die SFS und S21 fertig sind. Dann werden viele Arbeitnehmer wieder nach Ulm zurückkehren die bisher der Arbeit wegen nach Stuttgart gezogen sind. Noch sind hier die Immobilienpreise niedriger als im Hauptstädtle...
Oder ihr verlegt den Fernhalt für Ulm nach Merklingen, dann spart man sich noch einen zusätzlichen Bahnhof an der Strecke.

Was sagt eigentlich die DBAG zu den hier geäußerten feuchten Plänen? Oder planen die was völlig anderes weil die ihren teuren Albabstiegstunnel zwischen Dornstadt und Ulm HBF auslasten wollen?
So ein dummes Geschwätz! Warum wirfst du mit Extremen um dich, hast du keine anderen Argumente als Polemik und Diffamierung?
Heute gibt es einen Stundentakt für Ulm, der völlig ausreicht, da nahezu alle Regionallinien ebenso im Stundentakt verkehren. Mit dem D-Takt sind !vier! Züge pro Stunde zwischen Stuttgart und München geplant, dazu Stundentakt IRE Stuttgart - NBS - Ulm.
Nur weil man EIN Zug von 4 an Ulm vorbeifahren lassen möchte (was übrigens auch im D-Takt alle 2h vorgeschlagen wird, so viel zum Thema feuchte Pläne), hat das nichts mit Ulm abhängen, Schnellfahrfetisch oder dem Ende des Abendlandes zu tun. Selbst mit 2x pro Stunde ohne Halt in Ulm und 2x mit wäre Ulm noch sehr gut angebunden. Zum Vergleich: Heilbronn mit genauso vielen Einwohnern wie Ulm hat auf Sicht genau null Fernzüge pro Stunde.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: Null2

Datum: 08.01.20 16:47

Murrtalbahner schrieb:
Null2 schrieb:
Am Besten halten die Züge gar nicht mehr an und fahren komplett von Mannheim nach München durch, dann ist deinen Vorstellungen und denen der Schnellfahrfetischisten Genüge getan.
Was machen dann die Ulm --> Stuttgart-Pendler und die übrigen Fernreisenden? Den RE nehmen? Allein die Anzahl der jetzigen Pendler rechtfertigt ohne weiteres einen Halbstunden-FV. Das wird noch weiter zulegen wenn die SFS und S21 fertig sind. Dann werden viele Arbeitnehmer wieder nach Ulm zurückkehren die bisher der Arbeit wegen nach Stuttgart gezogen sind. Noch sind hier die Immobilienpreise niedriger als im Hauptstädtle...
Oder ihr verlegt den Fernhalt für Ulm nach Merklingen, dann spart man sich noch einen zusätzlichen Bahnhof an der Strecke.

Was sagt eigentlich die DBAG zu den hier geäußerten feuchten Plänen? Oder planen die was völlig anderes weil die ihren teuren Albabstiegstunnel zwischen Dornstadt und Ulm HBF auslasten wollen?
So ein dummes Geschwätz! Warum wirfst du mit Extremen um dich, hast du keine anderen Argumente als Polemik und Diffamierung?
Heute gibt es einen Stundentakt für Ulm, der völlig ausreicht, da nahezu alle Regionallinien ebenso im Stundentakt verkehren. Mit dem D-Takt sind !vier! Züge pro Stunde zwischen Stuttgart und München geplant, dazu Stundentakt IRE Stuttgart - NBS - Ulm.
Nur weil man EIN Zug von 4 an Ulm vorbeifahren lassen möchte (was übrigens auch im D-Takt alle 2h vorgeschlagen wird, so viel zum Thema feuchte Pläne), hat das nichts mit Ulm abhängen, Schnellfahrfetisch oder dem Ende des Abendlandes zu tun. Selbst mit 2x pro Stunde ohne Halt in Ulm und 2x mit wäre Ulm noch sehr gut angebunden. Zum Vergleich: Heilbronn mit genauso vielen Einwohnern wie Ulm hat auf Sicht genau null Fernzüge pro Stunde.
Ah ja, dummes Geschwätz...
Momentan sind es drei Züge/Std.: FV, RE und RB. Der D-Takt soll wann kommen?

Ulm/Neu-Ulm hat ca. 190.000 Einwohner, vom Hinterland Oberschwaben/östlicher Bodensee ganz zu schweigen. Die wollen auch möglichst schnell nach Stuttgart. Dein "Vergleich" mit Heilbronn taugt also bestenfalls für die Mülltonne!
Bis auf den RE benötigen alle Regionalzüge durchgängig ca. 30 Minuten länger, das tut sich freiwillig kein Pendler an.
Ansonsten bleibt dir nur noch ICE oder IC/EC übrig. Zweitgenannte sind aber mittlerweile so unzuverlässig (unpünktlich fast durchgehend und Sommers vermehrt Klimaanlagen ausgefallen, deswegen Waggons verschlossen) daß die meisten Pendler auf die RE ausweichen, welche dann nicht nur noch voller sind als ohnehin schon sondern deshalb wegen Überfüllung nicht mehr alle Fahrgäste aufnehmen können. Kommt gut wenn mann dann noch mal mind. 30 Minuten warten muß weil es die DBAG nicht gebacken kriegt! Meine Frau und ich schreiben uns das täglich auf, falls Zweifel deinerseits bestehen sollten.

Noch mal meine Fragen zu deinen (und nur deinen) ureigenen Phantasien:
Wieso sollte die DBAG einen teuren Albabstiegstunnel bauen den sie mit einer Umfahrung Ulms nicht auslasten kann und deshalb eine Umgehung völlig unnötig und überteuert wäre? Nur einer Taktknotenträumerei wegen?
Wie lange wäre denn die Bauzeit einer solchen Umgehung von Dornstadt bis hinter Nersingen oder gar bis Leipheim/Günzburg und was würde diese kosten?

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Carlo Schmid (SPD) 1948

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.20 16:56.

Re: Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: rad3m

Datum: 08.01.20 18:33

Fahrkartenautomat schrieb:
Zitat:
.....
Oder man führt im Süden ITFs mit einem 61-Minuten-Takt ein, was wertvolle Minuten verschafft. Symmetrieminuten um 5:05, 6:06, 7:07, 8:08… (und jeweils 30,5 Minuten später, also 5:35, 6:36, 7:37) :-)
Das war ein Vorschlag nach meinem Geschmack. Seniorengerecht, für smartfone- Muffel und zu faul zum Kopfrechnen.

Aber war nicht auch von vier Zügen pro Stunde und Linie die Rede? Dann braucht man doch gar keinen speziellen Takt, der bei den üblichen Verspätungen sowieso nicht funktioniert. Meistens verschieben sich ja nicht einzelne Züge, sondern gleich alle. Und das wird eher noch zunehmen, wenn die Reisendenzahlen wie gewünscht "verdoppelt" werden soll. Wenn man höchstens um die 15 Minuten warten muss, wie bei einer S- Bahn, ist auf diesen Strecken zumindest doch alles auch ohne Deutschlandtakt optimal. Die Probleme bleiben bei eingleisigen Regionalstrecken, wo man keine vier Züge pro Stunde durchbekommt. Dort zu investieren, wäre für die Akzeptanz der Bahn insgesamt am zielführensten.
rad3m schrieb:
Fahrkartenautomat schrieb:
Zitat:
.....
Oder man führt im Süden ITFs mit einem 61-Minuten-Takt ein, was wertvolle Minuten verschafft. Symmetrieminuten um 5:05, 6:06, 7:07, 8:08… (und jeweils 30,5 Minuten später, also 5:35, 6:36, 7:37) :-)
Das war ein Vorschlag nach meinem Geschmack. Seniorengerecht, für smartfone- Muffel und zu faul zum Kopfrechnen.

Aber war nicht auch von vier Zügen pro Stunde und Linie die Rede? Dann braucht man doch gar keinen speziellen Takt, der bei den üblichen Verspätungen sowieso nicht funktioniert. Meistens verschieben sich ja nicht einzelne Züge, sondern gleich alle. Und das wird eher noch zunehmen, wenn die Reisendenzahlen wie gewünscht "verdoppelt" werden soll. Wenn man höchstens um die 15 Minuten warten muss, wie bei einer S- Bahn, ist auf diesen Strecken zumindest doch alles auch ohne Deutschlandtakt optimal. Die Probleme bleiben bei eingleisigen Regionalstrecken, wo man keine vier Züge pro Stunde durchbekommt. Dort zu investieren, wäre für die Akzeptanz der Bahn insgesamt am zielführensten.
Wenn man deutschlandweit den 15min-Takt auf allen Strecken hinbekommt, dann kann man das mit den Taktknoten wirklich einigermaßen sein lassen. Die 4 Züge pro Stunde (nicht 15min Takt!) betreffen aber den Abschnitt Mannheim-München. Darin integriert ist aber z.B. auch die stündliche Linie aus Köln/Dortmund. Da kann die Wartezeit schon mal länger werden, wenn der Takt nicht passt. Oder eben zusätzliche Umstiege. Genauso ist eben noch zu klären, wie konsequent wird der Takt durchgezogen? 5-1 Uhr? Oder wie heute eher 6-18/20 Uhr? Auch am Wochenende? Das sollte man dann entsprechend berücksichtigen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Ulm- Augsburg, Nachträge und/oder Neustart ab Null

geschrieben von: rad3m

Datum: 09.01.20 18:14

Hallo Murrtalbahner!

Mir war beim Schreiben dieses Idealbildes klar, dass es wie all die anderen heilsbringenden Prinzipien nicht generell anwendbar ist. Deshalb bin ich grundsätzlich kein Freund von Lehrmeinungen, die oft sogar Modeerscheinungen sind. Wie bei der Computertechnik bin ich auch im Verkehrssektor ein Hardware- Mensch. Über Software sollen sich andere zanken. Mir reicht ein vernünftiger Hardware- Zuschlag, der Flexibitität und Zukunftsicherheit erlaubt. Der umgekehrte Weg, sich eine Software auszudenken, meistens beginnend mit einer eierlegenden Wollmilchsau, dann daraus eine Forderungsliste an die Hardware abzuleiten, dann erst überrascht festzustellen, dass das ja viel zu teuer wird - Fangen wir dann in fünf Jahren nochmal bei Null an?

Ich hoffe manchmal, dass die Planer nicht hier im Forum alle Diskussionen über den Deutschlandtakt gelesen haben. Ich habe ja nur gelegentlich versucht zu folgen, aber mich interessiert auch nicht, wie Linux funktioniert und warum Windows... Es gibt soviel wichtigere Baustellen. Wenn davon ein gewisser Effekt auf Zuverlässigkeit, Verspätungen, Angebotsreserven und Auswirkungen auf gesamte Klimabilanz Deutschlands ausgegangen sein wird, kann man ja solch Luxusfragen wie einen Deutschlandtakt wieder hervorholen. Denn ein Deutschlandtakt, der nur hier und da eingeführt wird, ein Haufen von Insellösungen ist eben kein "Deutschland"- Takt!

Wenn es zwischen Stuttgart und Augsburg um Minuten geht, um die Wahl einer Variante zu entscheiden, kann genau solch ein Murks wie bei Stuttgart21 herauskommen. Ich hatte gehofft, die Zeit sei vorbei. Wenn hier eine Traumdiskussion in einem Paralleluniversum ablaufen soll, kann zwar durchaus etwas Interessantes dabei herauskommen. Ob dann aber Geld dafür ausgegeben wird, ob Bauunternehmer bereitstehen usw., oder ob alles anderswo zum Ertüchtigen von Regionalverkehr benötigt wird, ist eine ganz andere Frage.

Vielleicht ist Euch schon aufgefallen: Meine Streckenvarianten, schon bei Stuttgart- Ulm, und jetzt die nach Augsburg, sind immer gleichzeitig auch Güterstrecken und, wo es lohnend erscheint, auch für Regionalverkehr tauglich. Nicht bloß solch eine Ausnahme wie Merklingen. Die Südtrasse via Dinkelscherben wäre z.B. auch für Ichenhausen (Umsteigen nach Krumbach) und Burtenbach (Omnibus nach Thannhausen) interessant.
Staatsbahn schrieb:
rad3m schrieb:
Eigentlich ist im Internet heute das Gegenteil üblich: Ich habe trotz Großstadt wegen Altbau und uraltem Telefonkabel kein besonders schnelles Internet. Einige Straßen weiter in einem Neubau geht es zehnmal schneller. Also ärgere ich mich manchmal über hochauflösende Fotos als email- Anhänge und über ebenso lästiger Werbung in Internetauftritten.
Das ist aber ein ziemlich deutsches Problem. In anderen Ländern, z. B. Österreich, hat man im abgelegensten Winkel perfektes Internet und guten Mobilfunk.
Es ist seit Jahren bekannt und trotzdem ist man weiter in Europa ziemlich abgeschlagen. Es wundert dass dies kaum einem peinlich ist.
Das sieht man perfekt an der Grenze zwischen Salzburg und Freilassing. Kaum ist man über die Brücke, ist das Internet auch mal zäh. Gerade anden Bahnhöfen funktioniert es so halbweg. Zwischen Freilassing und Rosenheim ist das Internet besonders schlecht. Letztens bin ich Mühldorf - Freilassing gefahren, 30 Minuten ohne Internet. Das habe ich noch nie erlebt und ich habe bereits acht Länder bereist. Selbst in Kroatien, Serbien und Bosnien gibt's besseres Internet.