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Re: Freiwillige Selbstbeschränkung

geschrieben von: SvenT

Datum: 02.12.19 19:57

Ich finde auch, dass hier viele wieder schwarz sehen. Es gibt in Sachsen nur wenige Strecken, die eine Wiederinbetriebnahme rechtfertigen.

Die Formulierungen in Koalitionsverträge klingen immer wohlwollend und nach Kompromiss. Das sich hier drei Parteien auf ein 130 seitiges Papier verständigt haben ist doch ein gutes Zeichen. Die GroKo in Berlin hatte doch nur die Hälfte an Seiten gehabt, oder?

Grüße
Sven

The light at the End of the Tunnel is the Light of an oncoming train.


Re: Schienenverkehr in Sachsen

geschrieben von: meister-röhrich

Datum: 03.12.19 09:17

Hallo.


Ich komme zwar aus einem anderen Bundesland (Hessen) habe aber dennoch einige Kenntnisse sowohl der Strecken als auch hinsichtlich Bemühungen um den (besseren) ÖPNV. Ganz wichtig ist aus meiner Erfahrung heraus, dass es starke Fahrgastverbände auch in Sachsen gibt, welche sich regelmäßig damit befassen und auch Politikern auf die Pelle rücken. Langfristig gesehen macht das Sinn!

Ich habe lange Zeit in einem hiesigen Fahrgastverband aktiv mitgearbeitet und habe selbst erlebt, dass Bahnstrecken durch aktive Mitarbeit von vielen Akteuren gerettet oder sogar reaktiviert werden können. Immer wieder haben wir (auch öffentlich) nicht nur gemeckert sondern konstruktive Vorschläge gemacht, wie man meist ohne höhere Kosten etwas für die Fahrgäste verbessern konnte. Ein Beispiel ist, dass eine Buslinie, welche eine recht lange Strecke fährt erst in der Stadt Lich am Bahnhof ankam, als der weitaus schnellere Zug nach Gießen gerade einmal fünf Minuten vorher abgefahren war. Das Ergebnis war für den Busfahrgast eine viel längere Fahrzeit nach Gießen. Ohne Mehrkosten hatten wir damals vorgeschlagen, dass die Abfahrt an der Endstation zehn Minuten früher stattfindet (Pause hatte der Fahrer/die Fahrerin in Gießen reichlich) und der Bahnanschluss in Lich ohne Probleme erreicht wird. Eine Fahrgastzählung vorher und nachher ergab eine Steigerung der Fahrgastzahlen um über 50 % - vorher ca. 700 Leute - danach ca. 1080 Leute - und die Zufriedenheit der Nutzer war deutlich höher!

Wichtig ist konstruktiv mitzuarbeiten und nicht nur zu meckern! Wir hatten in Oberhessen viel erreicht und auch heute noch ist der Draht zu den Entscheidern immer noch da. Oftmals wird sogar der Fahrgastverband gefragt, wo man etwas verbessern kann. Das zeigt dann auch die Wertschätzung der handelnden Personen. Wir hatten in den 90er-Jahren sogar Haltepunkte selber saniert, damit diese überhaupt wieder gescheit nutzbar wurden. Dies brachte uns öffentliches Interesse, neue Mitglieder und Glaubwürdigkeit!

Den Versprechen der Politiker glaube ich erst, wenn tatsächlich gebaut wird. Dann werden das Tatsachen statt Gedankenspiele!


Freundliche Grüße

Klaus Röhrich

Re: wer Lügen von skrupellosen machtgeilen Lumpen mag

geschrieben von: M 262

Datum: 03.12.19 12:06

Dieter Buddrus schrieb:
Black Eyed schrieb:Zitat:
(...)


Privat bezeichne ich so etwas als Totalverarsche.
Glückwunsch zu deiner Wortwahl, so hast du echt super Chancen auf einen erfolgreichen politischen Diskurs für mehr ÖPNV...

Re: wer Lügen von skrupellosen machtgeilen Lumpen mag

geschrieben von: KHM

Datum: 03.12.19 14:08

Dieter Buddrus schrieb:
Privat bezeichne ich so etwas als Totalverarsche.
Privat bezeichne ich Leute mit solchen Betreffzeilen und Äußerungen als nicht ernst nehmbare Dauerquerulanten, weil denen nichts recht ist und auch nie sein wird. Immer ist es zu wenig, zu viel, zu langsam, zu schnell. Nach dem Motto "Wiederaufbau bitte zweigleisig und elektrifiziert innerhalb eines halben Jahres, aber mit 18monatiger Bürgerbeteiligung und anschließendem vollem Rechtsweg inclusive Berücksichtigungsgarantie für jedwede Einsprüche von Wutbürgern, weil "die Eliten" ja sowieso grundsätzlich alles falsch gemacht haben."

Niemand ist gezwungen zu glauben, was jetzt im Koalitionsvertrag steht. Ich übrigens auch nicht. Aber ich maße mir nicht an, jetzt schon zu wissen, dass davon "sowieso nichts" umgesetzt wird. Und ich bin auch realistisch genug, dass für einige der Vorhaben eine Legislaturperiode ziemlich knapp bemessen ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber wer sowas schreibt, der ist nur eines - nämlich selber ein Lump.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.19 14:13.

Re: ÖPNV in Sachsen

geschrieben von: axelloko

Datum: 03.12.19 16:24

Ich glaube jede neue Regierung hat ihre Chance verdient. In Sachsen kann es im Bereich ÖPNV nur besser werden.
Nur Niveau los rum zu meckern hilft auch nicht weiter.
Auch bei uns in Hessen war jahrelang Stillstand und jetzt gibt es doch Anstrengungen um Strecken wieder in Betrieb zu nehmen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.19 16:24.

Wasserstandsmeldung zur Muldentalbahn

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 04.12.19 21:20

Black Eyed schrieb:
Bitte auch nicht vergessen: Eine Potentialanalyse muss ein positives Ergebnis zuerst haben. Erst dann kann nachfolgend bauen. Ich sehe darin auch den Wink mit dem Zaunpfahl zur Anbindung Rochlitz...
Zur Strecke Rochlitz - Colditz - Großbothen gab es just heute bei LVZ-Online eine Wasserstandsmeldung, leider hinter der Bezahlschranke. Wesentliche Aussage ist, daß die Bürgermeister von Rochlitz und Colditz nach wie vor an der Reaktivierung dran sind. Colditz hat 'seinen' Abschnitt der Strecke bereits erworben, bei Rochlitz ist das Gleiche noch im Gange. Grimma würde das Vorhaben unterstützen, auch weil man sich davon eine Aufwertung der Bahnhöfe Grimma und insbesondere Großbothen verspricht. Eine Absicht zum Erwerb des im Gemeindegebiet liegenden Streckenabschnitts wird aber nicht erwähnt.

Gruß Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.19 21:20.

Re: Wasserstandsmeldung zur Muldentalbahn

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 04.12.19 22:57

Danke, das hört sich schon mal positiv an, wenn überhaupt lokal Interesse an einer Reaktivierung besteht. In Bayern ist dies ja leider eine neue Grundvoraussetzung, dass alle Gemeinden und Kreise positive Beschlüsse haben...

Ich bin gespannt, welches Ergebnis sich hier ergibt und drücke die Daumen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Busverkehr in Hessen

geschrieben von: bahamas

Datum: 05.12.19 00:02

meister-röhrich schrieb:
Ohne Mehrkosten hatten wir damals vorgeschlagen, dass die Abfahrt an der Endstation zehn Minuten früher stattfindet (Pause hatte der Fahrer/die Fahrerin in Gießen reichlich) und der Bahnanschluss in Lich ohne Probleme erreicht wird. Eine Fahrgastzählung vorher und nachher ergab eine Steigerung der Fahrgastzahlen um über 50 % - vorher ca. 700 Leute - danach ca. 1080 Leute - und die Zufriedenheit der Nutzer war deutlich höher!
Wichtig ist konstruktiv mitzuarbeiten und nicht nur zu meckern! Wir hatten in Oberhessen viel erreicht

Das ist ja schön und auch lobenswert, dass du daran im Fahrgastverband mitgewirkt hast - jedoch gibt es andere Leute, die für genau sowas tagtäglich bezahlt werden! Da kann man den Unmut einiger schon verstehen, die etwas derbe Ausdrücke für Äußerungen der Politik bzw. Aufgabenträger übrig haben...
Auch hier gab es gestern eine Meldung bei LVZ-Online, auch hier hinter der Bezahlschranke. Wesentlicher Inhalt: Der Infrastrukturbetreiber NRE hat eine Studie mit dem Titel „Inbetriebsetzung RE 11 – Bestandserfassung und Infrastrukturkonzeption Strecke Döbeln – Meißen“ in Auftrag gegeben. In Abstimmung mit dem Sächsischen Wirtschaftsministerium hat man sich auf den Projekttitel RE 11 geeinigt, um im öffentlichen Auftritt eine klare Abgrenzung zur jetzigen RB 110 zu haben. Damit läuft es nach jetzigem Stand auf eine Anbindung der anliegenden Städte unter Auslassung der dazwischenliegenden Haltepunkte und Dorfbahnhöfe hinaus. Eine Durchbindung von RB 110 und dem angedachten RE 11 ist aber Option bzw. Ziel.

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