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DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: La-Stelle

Datum: 01.12.19 16:52

Die DB hat heute eine Pressemitteilungen und einen Themendienst zu ihren Wintervorbereitungen veröffentlicht.

Die Pressemitteilung:
Zitat
Wintervorbereitungen bei der Deutschen Bahn: 70 Millionen Euro gegen Eis und Schnee
Präzisere Prognosen für Reisende durch DB-eigene Wetterstationen und Winterdatenbanken • 5.800 Weichenheizungen zusätzlich digital überwacht • 18.000 Winterdienst-Profis und 70 Räumfahrzeuge am Start

Auch bei Eis und Schnee mit der Bahn sicher ans Ziel – dafür investiert die Deutsche Bahn in diesem Jahr rund 70 Millionen Euro. Um Schienen und Bahnsteige in ganz Deutschland schneefrei zu halten, hat die DB schon im Sommer zehntausende Einsatzkräfte geschult, tonnenweise Materialien wie Streusand beschafft sowie Fahrzeuge auf Herz und Nieren geprüft. DB-eigene Wetterstationen helfen, die Wetterlage möglichst präzise zu beurteilen. Winterdatenbanken unterstützen dabei, Mensch und Technik in den Bahnhöfen besser zu koordinieren.

Bundesweit 18.000 Winterdienst-Profis sind in Bereitschaft, um Bahnanlagen schnellstmöglich von Schnee und Eis zu befreien. Für schneefreie Strecken sorgen 70 Räumfahrzeuge. Für den Personenverkehr stehen bundesweit 80 Abtauanlagen für Züge zur Verfügung.

Kommt es bei extremen Witterungen zu Fahrplanänderungen, informiert die DB unmittelbar über Lage und Alternativen. Neben dem DB Navigator und Durchsagen am Gleis erreicht die DB ihre Fahrgäste dabei auch über mehr als 6.000 dynamische Schriftanzeiger an den rund 5.700 Bahnhöfen.

49.000 der insgesamt rund 70.000 Weichen haben eine Heizung, um ein Einfrieren der beweglichen Teile zu verhindern. 12.700 Weichen in besonders wichtigen Bereichen des Netzes verfügen außerdem über eine zusätzliche Abdeckung. Diese schützt vor Schneeverwehungen und von Zügen herabfallenden Eisbrocken. Um Störungen noch frühzeitiger zu erkennen und zu beheben, werden 5.800 Weichenheizungen digital überwacht.

Untersuchungen zeigen, dass Wetterextreme weiter zunehmen werden. Um diesen klimatischen Veränderungen besser zu begegnen, hat die DB ein eigenes Experten-Team ins Leben gerufen. Die Spezialisten werten bisherige Wetterereignisse aus und unterbreiten Vorschläge. Ein Beispiel dafür ist das seit 2018 intensivierte Vegetationsmanagement an Bahnstrecken für einen wetterfesten Baumbestand.

Weitere Informationen unter: [www.deutschebahn.com]
[www.deutschebahn.com]

Unter dem Link findet sich auch der Themendienst:
Zitat
Wintervorbereitungen der Deutschen Bahn
70 Millionen Euro für schneefreie Gleise und Bahnsteige sowie winterfeste Fahrzeuge und Spezialtechnik * Zehntausende Einsatzkräfte bundesweit in Bereitschaft * Informationen für Reisende direkt vor Ort und über DB Navigator * Neues Expertenteam hat Folgen des Klimawandels im Blick

(Berlin, November 2019) Damit die Züge auch in den Wintermonaten möglichst reibungslos rollen und die Reisenden verlässlich ihr Ziel erreichen, bereitet sich die Bahn schon Monate im Voraus auf die kalte Jahreszeit vor. Zehntausende DB-Mitarbeiter, Winterdienst-Profis und Spezialfahrzeuge stehen bei Schnee und Eis bereit, um Bahnsteige und Gleise schnellstmöglich freizuräumen. Züge und Loks macht die Bahn in ihren Werkstätten winterfest und hält sie laufend instand. Kann der Fahrplan aufgrund widriger Witterung nicht eingehalten werden, ist oberste Priorität, die Reisenden unmittelbar zu informieren. Neben dem DB Navigator und Durchsagen erreicht die DB ihre Fahrgäste über mehr als 6.000 dynamische Schriftanzeiger auf den Bahnhöfen. Insgesamt stehen in diesem Jahr 70 Millionen Euro für die Wintervorbereitungen zur Verfügung.

Auf dem Weg zum Zug: Bahnsteige gestreut und geräumt
Reisende sollen in der kalten Jahreszeit wie gewohnt komfortabel zu ihren Zügen gelangen und die Angebote im Bahnhof nutzen können. Daher setzt die Bahn an ihren Stationen ein umfangreiches Winterprogramm um. Bereits bei sommerlichen Temperaturen wurden Streugut, Schaufeln und Besen beschafft sowie Mitarbeiter und Räumfirmen geschult. Diese stehen im Winter rund um die Uhr in Bereitschaft, um wichtige Flächen wie Zugänge und Bahnsteige von Schnee und Eis zu befreien. In größeren Bahnhöfen helfen Kehrmaschinen und Schneeräumfahrzeuge.

Mit geologischen Daten und Live-Auswertungen sorgt eine Winterdienstdatenbank dafür, dass Mensch und Technik zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Durch die sogenannte Near Field Communication, die man vom bargeldlosen Bezahlen kennt, kann der Status der Arbeiten durch Ein- und Auschecken der Räumkräfte am Bahnsteig überprüft werden. Trotz dieser Steuerung sind extreme und regional unterschiedliche Witterungsverhältnisse dennoch eine große Herausforderung für den Winterdienst in den Bahnhöfen.

Mit der Bahn unterwegs: Züge gecheckt und vorgeheizt
Weit vor Einbruch der kalten Jahreszeit hat die DB ihre Züge und Fahrzeuge umfangreich gecheckt. Fachkräfte in den Werkstätten haben dafür unter anderem Stromabnehmer abgefettet, Sandstreuanlagen und Fahrzeugbatterien überprüft oder Scheibenwaschanlagen mit Wasser und Frostschutzmittel gefüllt. Dieses Programm absolvieren nicht nur Personenzüge. Auch Güterloks bekommen die vorbeugende Behandlung. Triebfahrzeuge, die mit Diesel unterwegs sind, erhalten außerdem einen speziellen Winterdiesel, der Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius standhält.

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, können die Fahrgäste schon zu Betriebsstart in einen angenehm warmen Fahrgastraum einsteigen. Dafür heizt die DB abgestellte Triebfahrzeuge und Personenzüge elektrisch vor, was nicht zuletzt auch die Batterien schont. Vor und während der Zugfahrt betätigt der Lokführer immer mal wieder kurz die Bremsen und fährt den Stromabnehmer hoch und runter. Damit verhindert er, dass diese wichtigen Bauteile festfrieren. Moderne Triebzüge melden die korrekte Funktion des Stromabnehmers dank Diagnosetechnik selbstständig.

Für die laufende Instandhaltung taut die Bahn ihre Fahrzeuge mit Warmwasser oder warmer Luft auf. Dafür stehen in Reinigungs- und Werkhallen des Personenverkehrs knapp 80 Spezialanlagen bereit. Im ICE-Werk Frankfurt am Main ist zusätzlich eine Glykol-Behandlungsanlage installiert, um die Anhaftung von Eis und Schnee am Fahrzeug zu vermeiden. An schweren Wintertagen sind die Werkstätten zudem länger geöffnet. Schichten werden nach Bedarf flexibel und kurzfristig umgeplant.

Damit die Basis stimmt: Mensch und Spezialtechnik für schneefreie Gleise
Im Winter besonders empfindlich sind die rund 70.000 Weichen. In Knoten und auf stark befahrenen Strecken verfügen daher etwa 12.700 dieser Anlagen über eine Antriebsabdeckung. Diese schützt die Weiche vor Schneeverwehungen und von Zügen herabfallenden Eisbrocken. 49.000 Weichen haben außerdem eine Heizung, die ein Einfrieren der beweglichen Teile verhindert. Alle Anlagen wurden vor dem Wintereinsatz intensiv getestet. In Nord- und Ostdeutschland hat die DB außerdem alle 5.800 ferngesteuerten Weichenheizungen an eine digitale Diagnoseplattform angeschlossen. Durch kontinuierliche Überwachung können sich anbahnende Störungen frühzeitiger erkannt und behoben werden. Weitere Regionen sollen nach und nach ebenfalls die Technik erhalten.

Trotz aller Vorkehrungen können Weichenheizungen bei Extremfrost oder starken Schneeverwehungen an ihre Grenzen geraten. Dann kommen rund 18.000 Räum- und Sicherungskräfte zum Zuge, die die Fahrbahn per Hand wieder freimachen. Abhängig von den Straßenverhältnissen sind die Winterdienst-Profis dabei so schnell wie möglich vor Ort. Ergänzend setzt die DB schwere Loks ein, die über verschneite Gleise fahren und eine Spur durch den Schnee ziehen. Die den „Spurloks“ nachfolgenden leichtere Züge können die Gleise so wieder ungehindert befahren. Bei Schneehöhen von über vierzig Zentimetern und langandauernden Schneefällen reichen diese Maßnahmen auch nicht mehr aus. Für diese Fälle stehen an strategischen Punkten im Netz 70 Schneepflüge, -schleudern und Instandhaltungsfahrzeuge mit Schneeräumtechnik bereit.

Da es erfahrungsgemäß eher selten ist, dass das gesamte Bundesgebiet gleichzeitig unter einer hohen Schneedecke versinkt, helfen gerade nicht benötigte Fahrzeuge in stark verschneiten Regionen aus. Die Koordination dieser Aktivitäten übernehmen sieben regionale und ein zentrales Lagezentrum.

Energieschub für den Winter: Stromversorgung für Fahrzeuge und Netz
Für eisfreie Weichen und vorgeheizte Züge braucht die Bahn mehr Energie. Damit alle Stromerzeugungsanlagen auf Knopfdruck wie gewünscht bereitstehen, führt die DB vor Einzug der kalten Jahreszeit eine umfangreiche Wartung für die Energieerzeugung durch. Das Gleiche gilt für das mehr als 7.900 Kilometer lange 16,7-Hertz-Bahnstromnetz.

In Regionen, in denen üblicherweise mit einem strengen Winter zu rechnen ist, sind die Überlandleitungen mit speziellen Eiswarngeräten ausgestattet. Diese erkennen, wenn eine zu starke Schnee- oder Eislast auf den Leitungen liegt.
Schlagen die Geräte an, kann kontrolliert mehr Strom durch die Leitungen geführt werden, sodass Eis und Schnee tauen.

Wetterlage einschätzen: Prognosesysteme liefern streckengenaue Daten
Um Wetterentwicklungen genau im Auge zu behalten, greift die Bahn auf verschiedene Prognosesysteme zurück. Gerade mit Blick auf Schnee oder Extremwetter nutzt die DB die Daten, um möglichst weit im Vorfeld die Lage einzuschätzen und daraus Schlüsse für den weiteren Verlauf des Zugverkehrs zu ziehen. Das kann von reduzierten Geschwindigkeiten bis zum Warten der Züge in den Stationen reichen. Präzise Prognosen helfen auch dabei, den Technik- und Personaleinsatz sowie die Bereitschaften noch besser zu planen.
Wichtig ist, dass relevante Vorhersagen frühzeitig vorliegen sowie die Daten bundesweit verfügbar und natürlich belastbar sind. An der Schnellfahrstrecke Erfurt–Nürnberg hat die Bahn für streckenbezogene Livedaten zusätzlich vier eigene Wetterstationen errichtet.

Perspektivisch extremer: Spezialistenteam wappnet DB für Klimawandel
Untersuchungen von Klimaforschern zeigen, dass schwere Stürme, Starkregen, Hitzeperioden sowie örtlich starker Frost und Schneefall zunehmen werden. Mit ihrem 33.400 Kilometer langen Streckennetz, rund 5.700 Bahnhöfen und täglich 40.000 Zugfahrten ist die DB – trotz aller Vorbereitungen – nicht immer gegen derartige Extremwetter gefeit. Um den klimatischen Veränderungen und deren Folgen besser zu begegnen, hat die DB ein eigenes Team aus Forstwirten, Ingenieuren, Wasserwirtschaftlern und Geowissenschaftlern ins Leben gerufen.
Die DB-Spezialisten werten bisherige Wetterereignisse aus und entwickeln konkrete Maßnahmen, mit denen sich die Bahn personell, technisch und betrieblich für die klimatischen Veränderungen wappnet. So wurde unter Federführung des Teams etwa das Vegetationsmanagement an Bahnstrecken intensiviert, um einen robusten, wetterfesten Baumbestand zu generieren.
[www.deutschebahn.com] [PDF]

Ob man das mehr als Beruhigungpille der Presseabteilung oder ernsthaftes Programm von Netz und Fahrbetrieb ansieht, bleibt jedem selbst überlassen...

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: ICE 4

Datum: 01.12.19 17:18

La-Stelle schrieb:
Ob man das mehr als Beruhigungpille der Presseabteilung oder ernsthaftes Programm von Netz und Fahrbetrieb ansieht, bleibt jedem selbst überlassen...
Abgerechnet wird Ende März. ;-)

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: truestepper

Datum: 01.12.19 17:57

18.000 Winterdienstprofis …

Ich wäre froh, wenn die DB über 500 wirkliche Profis verfügen würde.

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: dor Jörsch

Datum: 01.12.19 17:57

ICE 4 schrieb:
La-Stelle schrieb:
Ob man das mehr als Beruhigungpille der Presseabteilung oder ernsthaftes Programm von Netz und Fahrbetrieb ansieht, bleibt jedem selbst überlassen...
Abgerechnet wird Ende März. ;-)
Kann man schon eher machen.

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: Ober-Rodener

Datum: 01.12.19 18:06

Hallo,

wenn ich schon höre, "Winterdienstprofis geschult", wieso muß man "Profis" schulen? :)
Davon abgesehen sind das eh zu 95% Hilfskräfte zum Split streuen, Schnee schaufeln (sofern vorhanden), Eis kratzen.
Und wenn ich dann sehe, daß Bahnsteige bei +5°C mit Split versehen werden, weil es "Winter" ist, damn geht einem der Hut
hoch. Eine Nachfrage dazu beim zuständigen Bahnhofsmanagement ergab nur die Info, daß die Pläne das so vorsehen.
Das war im letzen Jahr und es waren noch 4 Wochen lang auch nachts Temperaturen zwischen +5° und +10° Celsius. Also
weit weg von Bodenfrost oder Schneefall. Ein Einwand, daß damit unnötige Unfallgefahren erzeugt würden (ausrutschen auf Splitt
ist sehr schmerzhaft!), eintragen von scharfkantigen Steinchen in den Zug, das eigene Auto, den Bus oder sogar die eigene Wohnung, wurden
nicht wirklich beantwortet, lediglich auf die Winterdienstvorschriften verwiesen.
Ich kann ja verstehen, wenn man Pläne hat um auf kurfristige Temperatureinbrüche zu regieren oder bei entsprechendem Schneefall
schnell reagieren zu können, aber blinder Plangehorsam ist doch eher kontraproduktiv.
Denn der Splitauftrag auf den trockenen Bahnsteig nutzt gar nichts, wenn es darauf schneit oder überfriert.

Man kann nach den Erfahrungen aus den letzten Jahren nur hoffen, daß die zahlreichen Subunternehmer (oftmals 1-Mann-Firmen) die an den
zahlreichen kleineren Stationen den Winterdienst tätigen, nicht all zu oft eingesetzt werden müssen.
Denn ich habe es auf kleineren Stationen vor Ort erlebt, daß um 8 Uhr immer noch kein Schnee geräumt war und es zu
gefährlichen Situationen beim Ausstieg aus dem Zug kam. Nach einem dringenden Anruf bei 3S wurde das dann innerhalb einer Stunde
in der Regel erledigt, aber eben nicht als es wirklich angesagt war!

Mal sehen was diese Saison bringen wird, ich hab heute morgen schon den Eispanzer runterkratzen müssen, hatte den Scheibenschutz
für die Frontscheibe vergessen :).

Gruß

-OR

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: 41 052

Datum: 01.12.19 19:06

Moin.

"Ich kann Deine (grinsende) Fresse nicht mehr sehen"!

Dieser "Fachmann" erklärt halt eben den Winter, mit seinen (möglichen) "Erscheinungen", für beendet, bevor er erst richtig angefangen hat!

Soviel zu "Fachleute"!

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: Giraffe-2003

Datum: 01.12.19 19:29

Der Text wie jedes Jahr...
Leider wissen die Fachkräfte noch nicht mal wo die Bahnsteige und Weichen sind.
Eine Sperrung mit der (Gärtner oder Landschaftsbau)-Fachkraft zu vereinbaren oder auszusprechen ist ein Erlebnis.

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: Svetlana Linberg

Datum: 01.12.19 20:18

Also, mich würden ja eher die 70 Räumfahrzeuge interessieren. Wenn ich mich recht erinnere, dann gab es vor ein paar Jahren mal eine Auflistung von DB Netz, wie die sich zumindest auf die einzelnen Bauarten aufteilen. Gibt es so etwas noch?
Vielleicht kann man die hier auch nummernmäßig mal zusammenführen.

Auf jeden Fall dürften 716 001 und 716 002 dazugehören, außerdem die SPM (Nummern von 970 5 000 - 970 5 023 - gibt's die noch alle?) und die Schneepflüge und -fräsen 831, 832, 833, 851, 852. Gibt's die 850er eigentlich noch im Bestand?
Und dann sind vor einigen Jahren ja auch einige BAMOWAG für den Schneeräumbetrieb umgerüstet worden.

Gruß aus Berlin, Svetlana
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Letztes Update: 08.12.2019








Winterdienstprofis …

geschrieben von: Gumminase

Datum: 02.12.19 09:59

truestepper schrieb:
18.000 Winterdienstprofis …

Ich wäre froh, wenn die DB über 500 wirkliche Profis verfügen würde.
"Profi" heißt doch nur, dass die das beruflich machen.

Über Fachwissen und Fähigkeiten gibt der Begriff "Profi" keine Auskunft.

Re: Winterdienstprofis: Vorsicht - Satire!

geschrieben von: MartinBEW

Datum: 02.12.19 12:14

Guten Morgen.

Die Bahn hätte mal lieber den Jahreszeitenbeauftragten befragt, wie man sich auf den Winter vorbereitet. :-D

Quelle: YouTube

Re: Winterdienstprofis: Vorsicht - Satire!

geschrieben von: kmueller

Datum: 02.12.19 13:05

MartinBEW schrieb:
Die Bahn hätte mal lieber den Jahreszeitenbeauftragten befragt, wie man sich auf den Winter vorbereitet. :-D
[youtu.be]
Gut daß im Video auch die Klimaanlagen angesprochen werden. Wenigstens die sollten doch funktionieren.

Re: DB-PM zu Wintervorbereitungen

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 03.12.19 07:48

Ober-Rodener schrieb:
Hallo,

wenn ich schon höre, "Winterdienstprofis geschult", wieso muß man "Profis" schulen? :)
Davon abgesehen sind das eh zu 95% Hilfskräfte zum Split streuen, Schnee schaufeln (sofern vorhanden), Eis kratzen.
Und wenn ich dann sehe, daß Bahnsteige bei +5°C mit Split versehen werden, weil es "Winter" ist, damn geht einem der Hut
hoch. Eine Nachfrage dazu beim zuständigen Bahnhofsmanagement ergab nur die Info, daß die Pläne das so vorsehen.
Das war im letzen Jahr und es waren noch 4 Wochen lang auch nachts Temperaturen zwischen +5° und +10° Celsius. Also
weit weg von Bodenfrost oder Schneefall. Ein Einwand, daß damit unnötige Unfallgefahren erzeugt würden (ausrutschen auf Splitt
ist sehr schmerzhaft!), eintragen von scharfkantigen Steinchen in den Zug, das eigene Auto, den Bus oder sogar die eigene Wohnung, wurden
nicht wirklich beantwortet, lediglich auf die Winterdienstvorschriften verwiesen.
Ich kann ja verstehen, wenn man Pläne hat um auf kurfristige Temperatureinbrüche zu regieren oder bei entsprechendem Schneefall
schnell reagieren zu können, aber blinder Plangehorsam ist doch eher kontraproduktiv.
Denn der Splitauftrag auf den trockenen Bahnsteig nutzt gar nichts, wenn es darauf schneit oder überfriert.

Man kann nach den Erfahrungen aus den letzten Jahren nur hoffen, daß die zahlreichen Subunternehmer (oftmals 1-Mann-Firmen) die an den
zahlreichen kleineren Stationen den Winterdienst tätigen, nicht all zu oft eingesetzt werden müssen.
Denn ich habe es auf kleineren Stationen vor Ort erlebt, daß um 8 Uhr immer noch kein Schnee geräumt war und es zu
gefährlichen Situationen beim Ausstieg aus dem Zug kam. Nach einem dringenden Anruf bei 3S wurde das dann innerhalb einer Stunde
in der Regel erledigt, aber eben nicht als es wirklich angesagt war!

Mal sehen was diese Saison bringen wird, ich hab heute morgen schon den Eispanzer runterkratzen müssen, hatte den Scheibenschutz
für die Frontscheibe vergessen :).

Na, immer noch besser als schlecht geräumte Bahnsteige, auf denen potentielle Fahrgäste zur Zerstückelung unter die Zugräder rutschen. Und dann war niemand schuld, keiner auch nicht.

;-((
Manfred

Re: Winterdienstprofis: Vorsicht - Satire!

geschrieben von: bollisee

Datum: 04.12.19 18:31

kmueller schrieb:
MartinBEW schrieb:
Die Bahn hätte mal lieber den Jahreszeitenbeauftragten befragt, wie man sich auf den Winter vorbereitet. :-D
[youtu.be]
Gut daß im Video auch die Klimaanlagen angesprochen werden. Wenigstens die sollten doch funktionieren.
Außerdem, warum werden Klimaanlagen und Heizungen immer antizyklisch verwendet? Es wäre doch viel energiesparender, die Klimaanlage im Winter einzuschalten und die Heizung im Sommer. Das sparte einen Haufen Kosten... Mehr Cäsh in die Täsch für die Bahn.