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vlexx vom 29.11.2019


  • Geplanter Ausfall von Zugleistung vorübergehend notwendig, aber 90% der Leistungen werden angeboten
  • Bundesweiter Mangel an Triebfahrzeugführern und Fahrzeug-Lieferverzug führt zu angespannter Personallage


  • Im Zeitraum ab dem 15. Dezember 2019 bis voraussichtlich 14. Juni 2020 wird bei vlexx ein reduzierter, aber verlässlicher Ersatzfahrplan gelten. Hintergrund hierfür ist die bundesweit angespannte Personallage bei Triebfahrzeugführern, die momentan bei vielen Verkehrsunternehmen zu Fahrplanabweichungen führt und sich auch bei der vlexx GmbH auswirkt. Zudem verschärft der Fahrzeug-Lieferverzug durch den Hersteller Bombardier im Elektro-Netz Saar die Situation.

    Der bundesweite Mangel an Triebfahrzeugführern führt zu einer temporären Personalknappheit, die auch nicht mit Leih-Lokführern ausglichen werden kann. vlexx übernimmt zudem zum Fahrplanwechsel vier weitere Linien im Elektronetz Saar im Saarland. Der Lieferverzug der Fahrzeuge durch den Hersteller Bombardier, die für den dortigen Einsatz bestimmt sind, hat weitreichende Auswirkungen, die auch im Bestandsnetz von vlexx spürbar sein werden. Daraus ergibt sich bei vlexx vorübergehend eine angespannte Personallage. Denn ein Teil der Belegschaft muss zusätzlich auf die Ersatzflotte geschult werden, die im Ersatzkonzept zum Einsatz kommen wird.

    Um Kunden einen verlässlichen Fahrplan anbieten zu können, werden deshalb vorübergehend bis voraussichtlich Mitte Juni 2020 geplant Leistungen ausfallen. Trotz des reduzierten Fahrplans bietet vlexx rund 90% der Leistungen an. „Wir bedauern sehr, dass unsere Fahrgäste vorübergehend nicht unser volles Angebot nutzen können. Mit der geplanten Reduzierung der Leistungen stellen wir jedoch ein verlässliches Fahrplanangebot für unsere Kunden sicher“, erklärt Frank Höhler, Geschäftsführer der vlexx GmbH das Konzept. „Unser Ziel ist es, den Regelfahrplan schnellstmöglich wieder ohne Einschränkungen anzubieten“, so Höhler weiter.

    Fahrplanersatzkonzept greift bis voraussichtlich Juni 2020

    vlexx hat einen Ersatzfahrplan zur Kompensation aufgestellt. Leitlinie bei der Planung des Ersatzfahrplans ist, möglichst nur Leistungen auszulegen, für die Parallelverkehre bestehen oder ein Busersatzverkehr angeboten werden kann. Dieses Konzept sieht folgende Anpassungen vor:

    RE 13/RB 31 Kirchheimbolanden – Alzey
    Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd hat dafür gesorgt, dass die DB Regio Montag bis Freitag die am Vormittag bislang als Ausfall geplanten vlexx-Leistungen zwischen Alzey und Kirchheimbolanden übernimmt. Somit muss nur eine Pendelfahrt früh morgens (6:51 Uhr ab Kirchheimbolanden) ersatzlos entfallen. Am Wochenende (Sams-, Sonn- und Feiertag) besteht weitestgehend ein 2-Stundentakt auf diesem Streckenabschnitt. Der Zwischentakt wird mit Bussen abgedeckt, so dass die Fahrgäste weiterhin im Stundentakt zwischen Alzey und Kirchheimbolanden pendeln können. Um den Anschluss in Alzey durch die verlängerten Fahrzeiten der Busse sicherzustellen, kommt es zu leicht früheren Abfahrten.

    RB 34 Baumholder – Idar-Oberstein - (Kirn)
    Das Ersatzkonzept sieht ganztägig auf der Strecke Baumholder – Idar-Oberstein einen 2-Stundentakt vor. Der Zwischentakt wird mit Bussen abgedeckt. Die Busse halten aufgrund der verlängerten Fahrzeiten nicht in Heimbach (Nahe). Fahrgäste können auf die RB 33 ausweichen. Die Haltepunkte Nohen und Kronweiler werden im 2-Stundentakt mit Bussen oder Zügen angefahren und bringen die Fahrgäste nach Idar-Oberstein. In Idar-Oberstein besteht weiterhin ein Anschluss auf die Linie RE 3 in Richtung Mainz/Saarbrücken.
    Einzelne Fahrten entfallen zudem Montag bis Freitag im Abschnitt Baumholder und Kirn.

    RB 33 Idar-Oberstein – Mainz (– Wiesbaden/– Frankfurt/– Worms)
    Außerhalb der Hauptverkehrszeiten entfallen einzelne Fahrten im Abschnitt Idar-Oberstein und Mainz.
    Ebenfalls entfallen Montag bis Freitag die zusätzlichen Fahrten von und nach Wiesbaden. Ab Mainz besteht Anschluss an die Linie S8 nach Wiesbaden.
    RE 17 (Kaiserslautern – Koblenz)
    Die Fahrt um 7:54 ab Kaiserslautern sowie in der Gegenrichtung ab Koblenz um 10:03 Uhr entfallen Montag bis Freitag. Fahrgäste werden gebeten, die Züge der Linien RB 26 und RB 65 zu nutzen.

    RB 44 Worms – Mainz
    Die Fahrt um 6:29 Uhr ab Worms in Richtung Mainz entfällt.

    Hinweis zum Bus-Ersatzverkehr

    Fahrgäste beachten bitte, dass bei Fahrten mit Bussen Rollstühle und Kinderwagen nur eingeschränkt befördert werden können. Fahrräder können in den Ersatzbussen leider nicht transportiert werden..

    Fahrgastinfos
    Die betroffenen Fahrten des Ersatzkonzeptes sind in den gedruckten Taschenfahrplänen farblich gekennzeichnet. Fahrgäste beachten bitte, dass dort die nun von DB Regio gefahren Leistungen zwischen Kirchheimbolanden und Alzey noch als Ausfall gekennzeichnet sind. In den Online-Fahrpläne ist dies korrigiert.

    In den elektronischen Fahrplanauskunftsmedien der Verkehrsverbünde und der Deutschen Bahn werden seit Montag, 25.11.2019, nur die angebotenen vlexx-Fahrten angezeigt. Die Fahrzeiten der Ersatzbusse sind voraussichtlich ab Freitag, 29.11.2019, abrufbar.
    Auf der Website [www.vlexx.de] finden Fahrgäste die Regelfahrpläne zum Download. Die Ersatzfahrpläne werden in Kürze veröffentlicht.

    >>> Quelle


    Gruß,
    Marko
    <<Wettbewerb bringt deutliche Verbesserung für SPNV, Fahrgäste und Steuerzahler>>
    und wenn dann nur noch die Privaten fahren , wird es noch besser.

    Gruß

    Martin
    Fehlende Züge in den vom Ausfall betroffenen Netz sind eine Lüge! Ursache ist, dass man am 15.12. trotz fehlender Tf wenigstens einigermaßen den Betriebsstart im Saarland und Umgebung hinbekommen möchte und das aber leider nur auf Kosten der Bestandsleistungen machbar ist, also Tf abziehen muss. Dies bestätigte mir ein Vlexx-Tf heute! Spätestens wenn das dennoch in die Hose geht, sollte Vlexx dann eigentlich* raus sein für künftige Ausscheibungen!

    *die Hoffnung (dass vertragsbrüchige Billigheimer mal nicht mehr abräumen) stirbt bekanntlich zuletzt ;-)

    Edit: für die Ausfälle im Bestandsnetz ist DB Regio als Teil-Kompensation natürlich wieder gut genug, genau so wird es im Saarnetz kommen. Und bei der nächsten Ausschreibung gewinnt...natürlich...wieder der billigste Müllverein!

    Gruß D 895



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.19 05:51.
    D 895 schrieb:
    Fehlende Züge in den vom Ausfall betroffenen Netz sind eine Lüge! Ursache ist, dass man am 15.12. trotz fehlender Tf wenigstens einigermaßen den Betriebsstart im Saarland und Umgebung hinbekommen möchte und das aber leider nur auf Kosten der Bestandsleistungen machbar ist, also Tf abziehen muss. Dies bestätigte mir ein Vlexx-Tf heute! Spätestens wenn das dennoch in die Hose geht, sollte Vlexx dann eigentlich* raus sein für künftige Ausscheibungen!

    *die Hoffnung (dass vertragsbrüchige Billigheimer mal nicht mehr abräumen) stirbt bekanntlich zuletzt ;-)
    Die Hoffnung kannste begraben...

    Überall bekommen völlig unzuverlässige ständig wieder neue Verträge(HLB und NWB), nur die Eurobahn im VRR bekommt hoffentlich mal ordentlich ärger.

    Und mit den Fahrzeugen: Dachte auch erst: Wie können fehlende Elektrotriebwagen den Betrieb auf Dieselstrecken einschränken...

    D 895 schrieb:
    Edit: für die Ausfälle im Bestandsnetz ist DB Regio als Teil-Kompensation natürlich wieder gut genug, genau so wird es im Saarnetz kommen. Und bei der nächsten Ausschreibung gewinnt...natürlich...wieder der billigste Müllverein!

    Gruß D 895
    Für sowas ist die DB immer gut genug, aber kriegt trotzdem noch den Ärgdr ab...

    Gruß
    Tz 4683
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    Die Ausfälle im Saarnetz werden ja auch schon angekündigt, trotz gestrichener Züge in Rheinhessen:

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    Gruß D 895
    D 895 schrieb:
    Fehlende Züge in den vom Ausfall betroffenen Netz sind eine Lüge! Ursache ist, dass man am 15.12. trotz fehlender Tf wenigstens einigermaßen den Betriebsstart im Saarland und Umgebung hinbekommen möchte und das aber leider nur auf Kosten der Bestandsleistungen machbar ist, also Tf abziehen muss. Dies bestätigte mir ein Vlexx-Tf heute!
    Wo steht denn in der Pressemitteilung, dass im Bestandsnetz Züge fehlen? Es geht vor allem darum, dass eben generell Lokführer fehlen und im E-Netz Saar temporär Ersatzfahrzeuge 425/426, die sich im Besitz des Aufgabenträgers befinden, zum Einsatz kommen müssen.

    Da Bombardier die bestellten TALENT 3 nicht ausliefern kann, muss in der Baureihenausbildung eine zusätzliche Reihe ausgebildet werden. Dazu kommt, dass es sicher wie bei anderen EVU auch, Versetzungsanträge aus dem Bestandsnetz in das neue Netz gibt.

    Man sollte nie vergessen, dass der allgemeine Tf-Mangel alle EVU betrifft. Warum sonst wechseln so wenige Tf von den vorherigen Betreibern zu den Neuen? Eine Anwendung der vorherigen Tarifverträge war in der Ausschreibung vorgegeben, allerdings kommen alle immer noch oft heimatnah unter und verschwinden im jeweiligen Personalloch des Vorbetreibers.

    An dieser Stelle sollte man aber auch berücksichtigen, dass man nicht blindlings ins Desaster läuft wie 2014, sondern direkt einen entsprechenden Ersatzfahrplan parat hat. Natürlich leidet darunter zunächst der Reisende, aber sind wir mal ehrlich: die Verrentungs- und Pensionierungswelle der nächsten Jahre wird vor keinem EVU Halt machen. Da gelten dann überall nur noch Ersatzkonzepte.
    D 895 schrieb:
    Fehlende Züge in den vom Ausfall betroffenen Netz sind eine Lüge! Ursache ist, dass man am 15.12. trotz fehlender Tf wenigstens einigermaßen den Betriebsstart im Saarland und Umgebung hinbekommen möchte und das aber leider nur auf Kosten der Bestandsleistungen machbar ist, also Tf abziehen muss. Dies bestätigte mir ein Vlexx-Tf heute! Spätestens wenn das dennoch in die Hose geht, sollte Vlexx dann eigentlich* raus sein für künftige Ausscheibungen!
    Man möchte halt in dem neuen Netz wenigstens für ein paar Wochen glänzen. Die Schichten werden wahrscheinlich möglichst bis aufs äußerste ausgereizt. Mal schauen wie dann der Krankenstand im Januar oder Februar ist.
    Tz 4683 schrieb:

    Überall bekommen völlig unzuverlässige ständig wieder neue Verträge(HLB und NWB), nur die Eurobahn im VRR bekommt hoffentlich mal ordentlich ärger.
    Warum genau ist die HLB völlig unzuverlässig?
    Der Betrieb im Südhessen-Untermain Netz läuft deutlich besser als zu DB Regio Zeiten...
    Kohlependel schrieb:
    Tz 4683 schrieb:

    Überall bekommen völlig unzuverlässige ständig wieder neue Verträge(HLB und NWB), nur die Eurobahn im VRR bekommt hoffentlich mal ordentlich ärger.
    Warum genau ist die HLB völlig unzuverlässig?
    Der Betrieb im Südhessen-Untermain Netz läuft deutlich besser als zu DB Regio Zeiten...
    Das ist ja auch das Vorzeigenetz.

    Dafür gibt es in der Wetterau, dem Taunus und Westerwald Ausfälle ohne Ende.

    RB21, 29, 46, 47, 90 sind sichere Kandidaten wenn es um "kurzfristige Personalausfälle" geht. Bei RB 12 und 45 ist eigentlich täglich "technische Störung", egal ob am Zug oder an der Strecke.

    Gut ist definitiv was anderes und ich bin heilfroh, das die HLB bei mir nur ganz selten fährt und die Hauptlast DB Regio fährt(RE20/RB22).

    Gruß
    Tz 4683
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    Hat man keine Azubis gefunden?

    geschrieben von: BR146106

    Datum: 30.11.19 16:49

    Moin,

    oder war es doch wieder der fehlende Bildungsgutschein? So langsam sollten es doch alle mitbekommen haben, das der Bedarf höher ist, asl das was wechseln will und man sollte eben auch anfangen Leute auf eigene Kosten auszubilden. Aber, nein, stattdessen fallen wieder einmal Züge aus, weil man es nicht kann.

    gruß carsten

    Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

    Re: Hat man keine Azubis gefunden?

    geschrieben von: Brumser

    Datum: 30.11.19 19:20

    BR146106 schrieb:
    Moin,

    oder war es doch wieder der fehlende Bildungsgutschein? So langsam sollten es doch alle mitbekommen haben, das der Bedarf höher ist, asl das was wechseln will und man sollte eben auch anfangen Leute auf eigene Kosten auszubilden. Aber, nein, stattdessen fallen wieder einmal Züge aus, weil man es nicht kann.

    gruß carsten
    Lieber Carsten,

    da liegst du leider falsch. Ich bin zwar nicht bei Vlexx angestellt weiß aber zu 100 Prozent das Vlexx die Ausbildungskosten selber übernimmt. Und diese sind nicht ohne da sogar Ausbildungen der eigenen TF bei anderen EVU eingekauft werden da die eigene Ausbildungsabteilung schon am Limit ist. Und Vlexx ist schon willig genug Leute zu bekommen ohne dem Arschamt, leider haben die das Problem das nach 3 Jahren diverse Kollegen die Grenzen wechseln zwecks Arbeitsplatz.
    Zitat:
    Da Bombardier die bestellten TALENT 3 nicht ausliefern kann, muss in der Baureihenausbildung eine zusätzliche Reihe ausgebildet werden. Dazu kommt, dass es sicher wie bei anderen EVU auch, Versetzungsanträge aus dem Bestandsnetz in das neue Netz gibt.
    Trotzdem kurios. Für Talent-Schulungen muss doch auch Zeit eingeplant worden sein. Diese wird jetzt für ET 425-Schulung genutzt. Warum sollte das bis Juni dauern?

    Re: Hat man keine Azubis gefunden?

    geschrieben von: BR146106

    Datum: 30.11.19 20:05

    Moin,

    ja, da liege ich wirklich weit daneben. Also ist man eines der wenigen EVUs die eigenen Bedarf versuchen damit zu bekommen, denn von vielen anderen hört man eben genau das, was ich geschrieben habe. Keine Azubis und eben die Hilfe vom Amt.

    In wie fern, die Grenze wechseln? Springen die ab gen Frankreich? Weswegen?

    gruß carsten

    Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
    Und was ist jetzt falsch an der Aussage?
    Nur weil die Verbesserungen nicht so groß sind wie erhofft, mehr als die DB jemals gefahren ist dürfte vlexx schon fahren. Nur mal als Beispiel: Baumholder wurde gar nicht angefahren, bevor vlexx kam. Schon tragisch, wenn der böse Wettbewerb zeitweise nur für einen 2-Stunden-Takt sorgt...

    Es kommt auf die Betrachtung an

    geschrieben von: BR146106

    Datum: 30.11.19 20:47

    Moin,

    wenn man erst mit der Neuvergabe auch Reaktivierungen durchführt, kann die böse DB natürlich nicht damit dienen. Auf der anderen Seite, wenn DB Regio weiterfahren würde, gäbe es auch dort die entsprechenden Takte und Halte, die jetzt eben Vlexx hat.

    gruß carsten

    Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
    Mich würde mal interessieren, was hinter dem Begriff „vorübergehend“ steckt. Von vorübergehend kann ich eigentlich nur sprechen, wenn ich weiß, dass es mal zu einem gesicherten Zeitpunkt vorbei ist. Wenn dieser Zeitpunkt nicht klar ist, heißt das eigentlich nicht „vorübergehend“, sondern bis auf weiteres. Wenn der Zeitpunkt klar wäre, dürfte man nicht schreiben bis „voraussichtlich“ Juni 2020.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man jetzt schon eine Sicherheit hat, dass man im Sommer nächsten Jahres die Personale hat, die man braucht.
    IC Königssee schrieb:
    und wenn dann nur noch die Privaten fahren , wird es noch besser.
    Ich frage mich, warum es in den Niederlanden bei den Privatbahnen oder in England so gut klappt, aber bei uns nicht.

    Viele Grüße
    Moritz

    Rh-Pf jetzt im Roll-Back???

    geschrieben von: Foesse

    Datum: 01.12.19 02:02

    gleislatscher schrieb:
    Fahrplanersatzkonzept greift bis voraussichtlich Juni 2020

    vlexx hat einen Ersatzfahrplan zur Kompensation aufgestellt. Leitlinie bei der Planung des Ersatzfahrplans ist, möglichst nur Leistungen auszulegen, für die Parallelverkehre bestehen oder ein Busersatzverkehr angeboten werden kann. Dieses Konzept sieht folgende Anpassungen vor:

    RE 13/RB 31 Kirchheimbolanden – Alzey
    Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd hat dafür gesorgt, dass die DB Regio Montag bis Freitag die am Vormittag bislang als Ausfall geplanten vlexx-Leistungen zwischen Alzey und Kirchheimbolanden übernimmt. Somit muss nur eine Pendelfahrt früh morgens (6:51 Uhr ab Kirchheimbolanden) ersatzlos entfallen. Am Wochenende (Sams-, Sonn- und Feiertag) besteht weitestgehend ein 2-Stundentakt auf diesem Streckenabschnitt. Der Zwischentakt wird mit Bussen abgedeckt, so dass die Fahrgäste weiterhin im Stundentakt zwischen Alzey und Kirchheimbolanden pendeln können. Um den Anschluss in Alzey durch die verlängerten Fahrzeiten der Busse sicherzustellen, kommt es zu leicht früheren Abfahrten.

    RB 34 Baumholder – Idar-Oberstein - (Kirn)
    Das Ersatzkonzept sieht ganztägig auf der Strecke Baumholder – Idar-Oberstein einen 2-Stundentakt vor. Der Zwischentakt wird mit Bussen abgedeckt. Die Busse halten aufgrund der verlängerten Fahrzeiten nicht in Heimbach (Nahe). Fahrgäste können auf die RB 33 ausweichen. Die Haltepunkte Nohen und Kronweiler werden im 2-Stundentakt mit Bussen oder Zügen angefahren und bringen die Fahrgäste nach Idar-Oberstein. In Idar-Oberstein besteht weiterhin ein Anschluss auf die Linie RE 3 in Richtung Mainz/Saarbrücken.
    Einzelne Fahrten entfallen zudem Montag bis Freitag im Abschnitt Baumholder und Kirn.

    Gute Nacht!

    Ist das jetzt das Mittel der Wahl, um selbst die minimal-invasivsten Netzerweiterungen mausetot zu machen?

    Reaktivierungsabschnitte als erste Kandidaten zur Nichtbedienung?

    Malu Dreyer, ist das die Vorstellung der SPD für Verkehrswende????????

    Wenn man schon zu blöd ist, das Schienennetz via ein paar Reaktivierungen gezielt zu erweitern, warum muss man dann noch zusätzlich nachtreten?

    Wird das unter der neuen SPD-"Führung" nun besser oder noch schlechter? Oder weiß man's mal wieder nicht, ohne die eigene "Basis" intensiv befragt zu haben?

    Brüderle ist Vergangenheit. Aber was ist die ÖV-verkehrliche Zukunft - für Rheinland-Pfalz?
    Immerhin ist zumindest die Landeshauptstadt Teil der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main... also etwas mehr als nur so eine Art erweitertes Saarland.

    Grüße
    Foesse

    Re: Es kommt auf die Betrachtung an

    geschrieben von: AK1

    Datum: 01.12.19 09:09

    Wenn die DB die Ausschreibung gewonnen hätte, ja. Dazu hätte sie ein entsprechendes Angebot machen müssen.
    Ohne Wettbewerb wäre es mit keinem EVU dazugekommen. Es sei denn, es wäre eben für einen Beteiligten, namentlich den Steuerzahler teurer geworden.

    Aber für Extrazüge zum Weihnachtsmarkt ...

    geschrieben von: Endbahnhof

    Datum: 01.12.19 10:37

    ... in Esslingen am Neckar sind Fahrzeuge und Personal mit Streckenkenntnis vorhanden.

    Re: Großbritannien und Niederlande

    geschrieben von: Tz 4683

    Datum: 01.12.19 10:49

    Weils halt etwas anders läuft als in Deutschland.

    Gerade in GB ist man mit der Privatisierung schonmal gescheitert und hat es nun besser gemacht.dort wird bei einem Franchise-Wechsel das Personal automatisch übernommen, zudem besteht ein Franchise nicht nur aus einer Strecke, sondern einer vielzahl davon(z. B. Southeastern, Great Western, Northern).

    Bei uns wären das dann Ländernetze für jedes Bundesland.

    In den Niederlanden gibt es ein Hauptnetz(IC-Routen), das ist fest in NS Hand. Dazu gibt es dann ein Nebennetz(Sprinter, Sneltrein, Stoptrein), hier herscht dann doch etwas mehr Wettbewerb.

    Aber wie das System in NL gwnau funktioniert weiß ich nicht, da ich mich zu wenig damit beschäftige.

    Gruß
    Tz 4683
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    Re: Großbritannien und Niederlande

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 01.12.19 12:38

    Tz 4683 schrieb:
    Weils halt etwas anders läuft als in Deutschland.

    Gerade in GB ist man mit der Privatisierung schonmal gescheitert und hat es nun besser gemacht.dort wird bei einem Franchise-Wechsel das Personal automatisch übernommen, zudem besteht ein Franchise nicht nur aus einer Strecke, sondern einer vielzahl davon(z. B. Southeastern, Great Western, Northern).
    Gescheitert ist und aufgehoben wurde die Netz-Privatisierung.

    Bei den Betreibern wurde von Anfang an durch Aufteilung von British Rail eine Mehrzahl installiert, ebenso bei den Eigentümern der Fahrzeuge in Gestalt dreier Leasingfirmen, die den Bestand von BR übernahmen. Bei Schlechtleistungen konnte so auch mal ein Betreiber gefeuert und durch einen anderen ersetzt werden (die Verträge müssen es natürlich auch hergeben). Solche Fälle gab es; ganz glatt läufts also auch nicht, aber es kann keinen Fall wie den der S-Bahn Berlin geben, wo einer weitermachte, weil kein anderer es stemmen konnte. Damit wurde ein Standard gesetzt, den jetzt alle anderen für sich ausnutzen (denn schließlich herrscht im Markt Gleichberechtigung).

    Zitat:
    wie das System in NL genau funktioniert weiß ich nicht, da ich mich zu wenig damit beschäftige.
    Das Netz wird von der separaten Institution ProRail verwaltet. Selbstdarstellung hier: [www.prorail.nl]

    Ein sogenanntes Kernnetz (hoofdnet) mit über 90% des Gesamtangebots wird auf Basis eines langfristigen Vertrags von der NS unter strikter Aufsicht der Zentralregierung betrieben. Man diskutiert aktuell, ob bei Vertragsablauf in einigen Jahren einzelne Linien oder Linienbündel an andere Betreiber vergeben werden sollen. Eine Reihe Strecken mit rein regionaler Bedeutung steht unter ähnlich strikter Aufsicht der jeweiligen Provinz, die den Betrieb ausschreibt, manchmal gemeinsam mit dem regionalen Busverkehr.

    Alles ist zwar der Form nach 'privat', faktisch aber bestimmt und kontrolliert, wer zahlt: der Staat. Alle wesentlichen Entscheidungen fallen letztendlich unter Beteiligung der Öffentlichkeit im Verkehrsministerium und ggf. im Parlament.

    Danke für die Erklärung! (o.w.T)

    geschrieben von: Tz 4683

    Datum: 01.12.19 14:17

    (Dieser Beitrag enthält keinen Text)
    Gruß
    Tz 4683
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    vollständig betrachtet ...

    geschrieben von: bahnratefuchs

    Datum: 01.12.19 14:49

    Hallo.


    BR146106 schrieb:
    Moin,

    wenn man erst mit der Neuvergabe auch Reaktivierungen durchführt, kann die böse DB natürlich nicht damit dienen. Auf der anderen Seite, wenn DB Regio weiterfahren würde, gäbe es auch dort die entsprechenden Takte und Halte, die jetzt eben Vlexx hat.
    ... und die Ausfälle wegen Personalmangel gäbe es ebenfalls genauso wie beim Vlexx ...


    Schöne Grüße

    Re: Großbritannien

    geschrieben von: Wessex Trains

    Datum: 01.12.19 15:31

    Hallo,

    was du schreibst ist so nicht ganz richtig.
    Das Franchise System in GB ist gerade am scheitern, weil es einfach kaum noch Firmen gibt die sich bewerben wollen bzw dürfen. Virgin und Stagecoach sind von allen zukünftigen Ausschreibungen ausgeschlossen, weil sie die Rentengarantien nicht erfüllen wollen, Aktuell klafft im Bahnbereich bei den Renten(ein Staatliche Rente gibt es in GB nur so, dass man keine Sozialhilfe braucht, daher gibt es in jeder Branche noch sehr ordentliche Betriebsrenten) klafft aktuell ein Loch von fast 8 Millionen Britischen Pfund.

    Die ROSCO's (Leaseingfirmen von Fahrzeugen) sind knallharte Kapitalgesellschaften die schon mehrfach den TOC's (EVU's) mitten im Franchise den Fahrzeugleasingvertrag gekündigt haben, weil ein anderes TOC für die Fahrzeuge mehr Geld geboten hat, sodass das TOC auf einmal zu wenig Fahrzeuge hatte und Züge ausfallen lassen musste.

    Es wurde nur ein einziges Franchise von DfT(Britisches Verkehrsministerium) gekündigt, das von Connex. Die InterCity East Coast Franchises wurden alle einvernhemlich vorzeitig beendet.

    Aktuell sind die Japaner, Chinesen und Italiener im britischen Bahnmarkt groß im Kommen, während sich die "Altanbieter" wie Arriva, First, Stagecoach und Virgin teilweise freiwillig, teilweise aus Zwang immer mehr zurück ziehen.

    Wer sich näher dafür interessiert, dem sei diese recht aktuelle Wikipedia Seite empfohlen: [en.wikipedia.org]

    Netz Privatsisierung in Großbritannien.

    geschrieben von: 215 122-3

    Datum: 01.12.19 18:36

    Das Netz mußte wieder verstaatlicht werden, weil dort das passierte was in Deutschland (noch) nicht vollzogen wurde. BR ging samt Netz an die Börse. Weil die Führungskräfte dabei selbst zu Aktionären wurden, war denen der Aktienkurs und Dividende wichtiger als Investitionen ins Netz und die Sicherheit der Fahrgäste, so daß es zu vielen tödlichen Unfällen kam. Deshalb hat die Regierung die Reißleine gezogen und das Netz von der Börse geholt.
    Das sollte eigentlich doch eine Mahnung an alle sein, die auch heute noch die Deutsche Bahn AG gerne an der Börse sehen wollen.
    Tz 4683 schrieb:
    Zitat:
    Kohlependel schrieb:
    Zitat:
    Warum genau ist die HLB völlig unzuverlässig?
    Der Betrieb im Südhessen-Untermain Netz läuft deutlich besser als zu DB Regio Zeiten...
    Das ist ja auch das Vorzeigenetz.
    Das ist nicht die Hauptursache. Im Übrigen: Ja es ist dort deutlich besser als zu DB Regio Zeiten.

    Tz 4683 schrieb:
    Zitat:
    Dafür gibt es in der Wetterau, dem Taunus und Westerwald Ausfälle ohne Ende.

    RB21, 29, 46, 47, 90 sind sichere Kandidaten wenn es um "kurzfristige Personalausfälle" geht. Bei RB 12 und 45 ist eigentlich täglich "technische Störung", egal ob am Zug oder an der Strecke.
    Veit Salzmann hat dies vor kurzem sehr gut erklärt:

    - Wetteraunetz: Es gibt nur wenig Personal mit Schulung für den dortigen Zugleitbetrieb. Auf den anderen Netzen gibt es diese Problematik schlichtweg nicht, so dass Personal aus anderen Netzen nicht einfach so dorthin wechseln kann. Personalmangel existiert bei der HLB, allerdings branchenweit. Gerade im Standort Butzbach gelang es die letzten Jahre nicht, alle vorgesehenen Ausbildungsplätze zu füllen, zudem gab es Abgänge von Fahrpersonal, die die Branche verließen und stattdessen ursprüngliche Tätigkeiten wiederaufnahmen. Man hofft, dass es jetzt besser wird, nachdem die allgemeine Wirtschaftslage abflaut und man deutlich aggressiver als bislang Arbeitsplätze bewirbt.

    -Taunusnetz: Die VT2/VS2E sind am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Es mangelt an Ersatzteilen. Ursprünglich sollten die Fahrzeuge schon längst ersetzt sein. Allerdings hat sich die Folgeausschreibung wegen der Brennstoffzellenzüge und der S5-Verlängerung nach Usingen deutlich verzögert, so dass erst 2022 hier Abhilfe bestehen kann.

    In Summe sind aber Verspätungen und Zugausfälle über alle HLB-Schienennetze im RMV-Bereich durchschnittlich bis unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtsitation des Schienenverkehrs im RMV. Die Zugausfälle des Wetteraunetzes sind - wie dargestellt - allerdings überdurchschnittlich.

    Tz 4683 schrieb:
    Gut ist definitiv was anderes und ich bin heilfroh, das die HLB bei mir nur ganz selten fährt und die Hauptlast DB Regio fährt(RE20/RB22).
    Je nach Netz! Andernorts - siehe Südhessennetz - ist die Qualität deutlich besser geworden.

    Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
    Das steht - in meinem Reiseführer
    Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
    Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
    Rainald Grebe - Sachsen

    Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
    Vielleicht hätte man statt neuer Fahrzeuge lieber alte vernünftig überholen, warten und einsetzen. So könnte man mit Silberlingen übergangsweise fahren.
    lll schrieb:Zitat:
    Vielleicht hätte man statt neuer Fahrzeuge lieber alte vernünftig überholen, warten und einsetzen. So könnte man mit Silberlingen übergangsweise fahren.
    Welche Neufahrzeuge???

    Das Problem bei der HLB sind nicht die neuen Züge - die Coradia Continental - fahren problemlos (sowohl bei der HLB als auch im Saarland bei der DB erwartbar) - es sind die alten Züge.

    Nochmals ganz klar: Es mangelt den VT/VS2E an Ersatzteilen. Die Züge sind durch. Sie hätten(!) schon längst ersetzt werden sollen. Der RMV hat jedoch die nötige Ausschreibung immer weiter nach hinten verschoben. Die VT/VS2E wurden zwischen 1987 und 1992 beschafft - die sind einfach verbraucht.
    Die VT/VS2E wurden - nach langer Suche und einigen Testfahrten - als diejenigen Fahrzeuge ausgewählt, die das vorgesehene Betriebsprogramm schaffen konnten. Die Lint41H ergänzen noch halbwegs gut die Flotte. 2022 kommen dann die Neufahrzeuge und S-Bahnen - bis dahin muss man noch irgendwie durchkommen.

    Bei vlexx sind es nicht pauschal die Neufahrzeuge an sich - DB Regio hat Fahrzeuge von Alstom mit Zulassung rechtzeitig erhalten, nur Bombardier liefert mit üblicher Verspätung.

    Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
    Das steht - in meinem Reiseführer
    Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
    Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
    Rainald Grebe - Sachsen

    Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

    Re: Aber für Extrazüge zum Weihnachtsmarkt ...

    geschrieben von: Weichenherz

    Datum: 03.12.19 19:10

    Schonmal drüber nachgedacht, dass die Personale solche Fahrten oft in ihrer Freizeit fahren? Und von einem Fahrzeugmangel bei den Dieselzügen habe ich auch noch nichts gelesen.

    Gruß!