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MD 612 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Auch wenn der Flixtrain noch nicht so lange unterwegs ist wie die letztlich gescheiterten Angebote Interconnex und HKX, könnte die Ausweitung des Angebots auf weitere Strecken ein Hinweis darauf sein, dass sich die Züge lohnen, oder - vorsichtiger formuliert - , dass man zumindest bei Flixtrain bzw. dem jeweiligen Zugpartner daran glaubt, dass man damit einmal Geld verdienen kann. Das war weder beim Interconnex, noch bei HKX der Fall.
Auch das Interconnex-Netz wurde mehrfach erweitert, am Ende war nach zwölf Jahren trotzdem Schluss.
Bitte korrigier mich, aber ich denke, dass keine der Angebotsausweitungen des InterConnex länger als ein Jahr bestand hatte und es auch kein Interconnex auf eine Kapazität von 10 Wagen gebracht hat.

MD 612 schrieb:
Von daher sind eventuelle Netzerweiterungen, die Du ja auch nur anhand von Stellenanzeigen vermutest, kein Indiz dafür, ob sich das Angebot mittel- bis langfristig etablieren kann.
Netzerweiterungen beim Flixtrain sind nicht nur wie in diesem Fall Vermutungen aufgrund von Stellenausschreibungen, sondern haben bereits ganz real stattgefunden. Ich sehe Angebotsausweitungen schon als Indiz für ein profitables und damit langfristiges Angebot an. Ein Beweis dafür ist es aber zweifellos nicht.


MD 612 schrieb:
Abgesehen davon hat auch Deine Flixebude schon Ankündigungen verbreitet, aus denen nichts geworden ist.
Es handelt sich hier nicht um mehrere 'Ankündigungen' sondern genau um eine Ankündigung, nämlich die Verbindung München-Berlin, wo Flixtrain klar gelogen hat, weil sie nicht realisiert wurde. Vermutlich könnte Flixtrain auch ein flächendeckendes Netz im Zweistundentakt betreiben, bei jeder Neuankündigung einer Verbindung würde jemand schreiben, dass sie doch schon mal etwas angekündigt und nicht realisiert haben: Wer einmal lügt, dem glaubt man nun mal nicht, auch wenn er stets die Wahrheit spricht. Ob man aber so die künftige Entwicklung erfasst, ist doch sehr fraglich.


MD 612 schrieb:
Und ob der Interconnex nicht doch zeitweise Geld in die Kasse gespült hat, kannst Du heute nicht beurteilen. Nach den Verlautbarungen seitens Veolia Verkehr war es ja der Fernbus mit seinen Dumpingpreisen, der dem Interconnex den Todesstoß versetzt hat...
Zumindest das Risiko, durch preiswerte Fernbusse zur Aufgabe gezwungen zu werden, ist beim Flixtrain deutlich geringer.

Re: Zur Erinnerung: Es fahren bereits mehrere Flixtrains!

geschrieben von: Null2

Datum: 30.11.19 14:48

Thomas_Lammpe schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:
Hallo,

soso, gleich ganze "Linien" in Süddeutschland.

Erst die Jungs mit ihrem Nachtzug nach Berlin (fuhr der jemals?), dann vor ein paar Wochen dieser komische Luftfahrt-Onkel, in dessen Zug-Flug-Rundkurs München - Stuttgart - Frankfurt/M. - München keine Kinder mitfahren durften (fuhr nie), und auch die IGE hat ja schon ein mehr oder weniger, aber mehr weniger als mehr erfolgreiches Fernzugprojekt laufen gehabt (wer erinnert sich noch an den Mitfahrzug?).

Man darf also gespannt sein, ob da wirklich etwas zum Laufen kommt (und dann die Taktverkehre im Nahverkehr zerschießt?).

Heiko
Mit der direkt oder indirekt ausgesprochen Prognose, dass ein angekündigter privater Fernzug nicht oder zumindest nicht lange fahren wird, bzw. einer generellen Skepsis gegenüber dem neuen Zug, lag man bisher meist richtig. Bis auf Flixtrain!

Vielleicht solltest du bei deiner Aufzählung von all den gescheiterten Versuchen, einen Fernverkehrszug in Deutschland fahren zu lassen, auch erwähnen, dass es Flixtrain durchaus gelungen ist, einige Züge auf die Schiene zu bringen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es auch hier etwas wird, doch gewaltig.
Endlich hast du es auf den Punkt gebracht:
Der Thread dient nur der Werbung für die Flixebude...

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: Unterschied Flixtrain-Interconnex/HKX/Interconnex

geschrieben von: MD 612

Datum: 30.11.19 15:00

Thomas_Lammpe schrieb:
Bitte korrigier mich, aber ich denke, dass keine der Angebotsausweitungen des InterConnex länger als ein Jahr bestand hatte und es auch kein Interconnex auf eine Kapazität von 10 Wagen gebracht hat.
Sechs Wagen reichten völlig aus, um kostendeckend zu fahren. Der Interconnex hat ja im Gegensatz zu Deiner Flixebude absichtlich immer abseits der Rennstrecken gepunktet. Und er ist im Gegensatz zu Deiner Flixebude täglich gefahren, auf Teilstrecken zeitweilig auch mehrfach. Die erste Ausweitung Interconnex 2 hielt sich 4 Jahre. Und die zweite Ausweitung wurde nach einem halben Jahr nur deshalb eingestellt, weil man das Wagenmaterial für den Flensburg-Express benötigte, mit dem man sich angesichts seiner öffentlichen Finanzierung eine sicherere Rendite versprach. Im Übrigen bediente Veolia / Transdev noch weitere eigenwirtschaftliche Strecken, die die nicht als Interconnex vermarkteten. So unter anderem Thale / Quedlinburg - Halberstadt - Berlin als Ausflugszug am Wochenende sowie zweitweise auch Leipzig - Dresden - Görlitz mit einem Disioro unter der Woche einmal täglich.

Thomas_Lammpe schrieb:
Netzerweiterungen beim Flixtrain sind nicht nur wie in diesem Fall Vermutungen aufgrund von Stellenausschreibungen, sondern haben bereits ganz real stattgefunden.
Es ist ja nicht nur hier so, dass Du alleine anhand von Stellenausschreibungen über Netzausweitungen und Unternehmensveränderungen spekulierst. Meist erwiesen sich Deine Spekulationen dann nur als heiße Luft...

Thomas_Lammpe schrieb:
Zumindest das Risiko, durch preiswerte Fernbusse zur Aufgabe gezwungen zu werden, ist beim Flixtrain deutlich geringer.
Ist ja keine Kunst, wenn man seine Konkurrenz selber steuern kann...

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Leo Express mit 2,7 Mio Euro Verlust

geschrieben von: pm

Datum: 30.11.19 15:10

bis Ende 2018- ohja- da Angebot ist extremst profitabel. Und die BTE macht heute auch Werbung für Flixtrain- über 4 Stunden Verspätung wegen techn. Probleme.
Auch bei der Verbindung Köln-FFM hat Flix Trassen für 2020 bestellt, wo wohl nix kommen wird, es aber schon ab dem 15,12, den RE-Takt zerschießt......

so astrein sind die auch leider nicht.......
Was ich mir auch gut vorstellen könnte, wäre eine durchgehende Verbindung Stuttgart - Donauwörth - Ingolstadt - Regensburg.
Potenzial gibt es dort bestimmt, allerdings könnten freie Trassen auf dieser überwiegend eingleisigen Strecke problematisch werden.

Re: Fahrt über Bamberg und Schweinfurt?

geschrieben von: AK1

Datum: 30.11.19 17:20

QdL ist sowieso interessant.
Die Kombination Bayern-Ticket und RMV-Fahrkarte Kahl-Frankfurt bzw. umgekehrt dürfte immer günstiger sein. Richtung Nürnberg sowieso unproblematisch, in der Gegenrichtung auf alle Fälle per Handy-Ticket, aber ansonsten kann man ja m.W. auch RMV-Fahrkarten im Zug kaufen.

Re: Fahrt über Bamberg und Schweinfurt?

geschrieben von: VT

Datum: 30.11.19 17:41

Das QDL rentiert sich auch, wenn ich zu einer anderen Zeit fahren möchte oder der Bus in Nürnberg im Stau steht.

Meines Wissens sind zwischen Nürnberg und Würzburg auch Güterzüge mit sehr hoher Trassenkategorie unterwegs. Da fährt dann Flix auf die Seite und zuckelt hinterher.

Re: Unterschied Flixtrain-Interconnex/HKX/Interconnex

geschrieben von: Brumser

Datum: 30.11.19 17:45

Naja wenn ich mir alleine die aktuelle Woche die Verspätungen von Flixtrain anschaue sollten die sogar noch unter dem Niveau Prozentual von DB Fernverkehr liegen. Wenn jetzt jeder Fahrgast seine Recht geltend macht sind die ganz schnell wieder pleite. Und Irgendwann verlieren auch die Investoren bei Flix die Lust auf verlustreiche Geschäfte. Wachstum gut und schön, aber ein vernünftiger Geschäftsbericht nur für Flixtrain wäre auch mal wünschenswert oder fahren die Verluste etwa nur Leo oder BTE ein?

Re: Unterschied Flixtrain-Interconnex/HKX/Interconnex

geschrieben von: spock5407

Datum: 30.11.19 19:44

FlixMobility hat ja noch nicht mal für 2017 einen im Bundesanzeiger publizierten Abschluss...
spock5407 schrieb:
FlixMobility hat ja noch nicht mal für 2017 einen im Bundesanzeiger publizierten Abschluss...
Eine Bilanz von Flixtrain wäre nicht sehr aussagekräftig zur Profitabilität des Flixtrains, da - wie beim Fernbusverkehr - das Entscheidende ist, ob es sich für die Partner lohnt oder nicht.


Brumser schrieb:
Wachstum gut und schön, aber ein vernünftiger Geschäftsbericht nur für Flixtrain wäre auch mal wünschenswert oder fahren die Verluste etwa nur Leo oder BTE ein?
Siehe oben. Ob die Partner mit dem Flixtrain Verluste einfahren oder nicht, wissen wird nicht.


MD 612 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Bitte korrigier mich, aber ich denke, dass keine der Angebotsausweitungen des InterConnex länger als ein Jahr bestand hatte und es auch kein Interconnex auf eine Kapazität von 10 Wagen gebracht hat.
Sechs Wagen reichten völlig aus, um kostendeckend zu fahren.
Wenn sechs Wagen tatsächlich ausreichen würden, um kostendeckend zu fahren, müssten wir uns um die Profitabilität von Flixtrain mit meist 9 oder 10 Wagen keine Sorgen machen.


MD 612 schrieb:
Der Interconnex hat ja im Gegensatz zu Deiner Flixebude absichtlich immer abseits der Rennstrecken gepunktet. Und er ist im Gegensatz zu Deiner Flixebude täglich gefahren, auf Teilstrecken zeitweilig auch mehrfach. Die erste Ausweitung Interconnex 2 hielt sich 4 Jahre.
Da hatte ich es wohl falsch in Erinnerung, wie lange der Interconnex 2 betrieben wurde. Trotzdem waren das immer nur zwei Zuggarnituren und Flixtrain hat bereits heute sieben und zwei weitere zwischen Stuttgart und Hamburg für das kommende Frühjahr angekündigt. Nebenbei: auch der Flixtrain fährt auf jeder Strecke täglich!


MD 612 schrieb:
Es ist ja nicht nur hier so, dass Du alleine anhand von Stellenausschreibungen über Netzausweitungen und Unternehmensveränderungen spekulierst. Meist erwiesen sich Deine Spekulationen dann nur als heiße Luft...
Es kommt darauf an, welche Schlüsse man aus einer Stellensusschreibung zieht. Wenn Flixtrain Personal in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden und Polen sucht, kann man daraus erstmal nur den Schluss ziehen, dass sie sich für diese Märkte interessieren. Ob und ggf. wann dort Flixtrains fahren werden ist natürlich Spekulation. Bisher sieht es so aus, dass ab dem nächsten Jahr nur in Schweden Züge fahren werden und sich Flixtrain näher für Trassen in Frankreich interessiert. Über Italien habe ich sehr unsichere Gerüchte gelesen.

Nebenbei: Bei IGE beziehe ich mich hier nicht nur auf eine Stellenanzeige von Flixtrain, sondern auch auf eine Pressemitteilung der IGE, auch wenn dort drinsteht, dass Personal gesucht wird.

Thomas_Lammpe schrieb:
MD 612 schrieb:
Zumindest das Risiko, durch preiswerte Fernbusse zur Aufgabe gezwungen zu werden, ist beim Flixtrain deutlich geringer.
Ist ja keine Kunst, wenn man seine Konkurrenz selber steuern kann...
Kunst oder nicht, dieses Risiko ist für den Flixtrain viel geringer.
Thomas_Lammpe schrieb:
spock5407 schrieb:
FlixMobility hat ja noch nicht mal für 2017 einen im Bundesanzeiger publizierten Abschluss...
Eine Bilanz von Flixtrain wäre nicht sehr aussagekräftig zur Profitabilität des Flixtrains, da - wie beim Fernbusverkehr - das Entscheidende ist, ob es sich für die Partner lohnt oder nicht.
Du sagst also, die Flixbude kann ihre Vermögen verzehren und braucht nicht profitabel sein. Interessante Aussage. Denn wenn Flix insolvent geht, gibt es auch keine Partner mehr. Ferner dürfte es den einen oder anderen mit erwischen, der sich auf die Kooperation verlassen und sein Geschäft davon signifikant beinflusst hat. Ferner würde ich mir als Kapitalgeber so ein Verhalten sehr sehr genau ansehen und mein Kapital abziehen.

Ferner halte ich es für hoch interessant, warum da nichts veröffentlich wurde. Denn es gilt für Kapitalgesellschaften die sog. Publizitätspflicht. Demnach ist der 2017er Abschluss mehr als überfällig. Eventuell sollten die Wettbewerber Flix dafür ja mal abmahnen lassen.
Ich bin daher der Meinung, dass man entweder des Rechnungswesens nicht mächtig ist oder es geschäftspolitische Gründe gibt, seine Daten möglicht lange nicht veröffentlichen zu wollen.
Hallo,

wie pm schon geschrieben hat, hat Leo im Jahr 2018 einen Fehlbetrag von 2,7 Mio. € ausgewiesen. Im Jahr davor (2017), wo man den insolventen Locomore übernommen hat, wurde ein Verlust von 1,46 Mio. € ausgewiesen. BTE hat für das Jahr 2017, wo diese den Flix Hamburg - Köln ab Frühjahr betrieben haben, einen Verlustbetrag von 2.126 Mio. ausgewiesen. Im übrigen hat der HKX im Jahr 2017, wo dieser bis Anfang Oktober noch fuhr, einen Verlustbetrag von 2,86 Mio. ausgewiesen. Das Kapitel HKX beendete RDC übrigens mit einem Verlust von knapp 48,5 Mio. €.

Nach meiner Einschätzung ist da lange noch nichts profitabel. Und volle Züge sagen (leider) auch nichts über die Wirtschaftlichkeit aus, da wir nicht wissen, zu welchen Preisen die Reisenden in diesem Zug sitzen.

Viele Grüße
fahremitderbahn
spock5407 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
spock5407 schrieb:
FlixMobility hat ja noch nicht mal für 2017 einen im Bundesanzeiger publizierten Abschluss...
Eine Bilanz von Flixtrain wäre nicht sehr aussagekräftig zur Profitabilität des Flixtrains, da - wie beim Fernbusverkehr - das Entscheidende ist, ob es sich für die Partner lohnt oder nicht.
Du sagst also, die Flixbude kann ihre Vermögen verzehren und braucht nicht profitabel sein. Interessante Aussage.
Vielleicht ist das, was ich geschrieben habe missverständlich. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Flixtrain GmbH selbst durchaus Gewinne schreiben kann, für die Profitabilität des Produkts Flixtrain aber die Bilanzen der Zugpartner entscheidend sind. Darüber, ob FlixMobility von Vermögen zehrt oder nicht, habe ich keine Aussage getroffen.



fahremitderbahn4020 schrieb:
Wie pm schon geschrieben hat, hat Leo im Jahr 2018 einen Fehlbetrag von 2,7 Mio. € ausgewiesen. Im Jahr davor (2017), wo man den insolventen Locomore übernommen hat, wurde ein Verlust von 1,46 Mio. € ausgewiesen.
Ich verstehe deinen Beitrag so, dass du davon ausgehst, dass der höhere Verlust von Leo nach der Übernahme der Locomoreverkehre genau darauf zurückzuführen ist. Das kann durchaus so sein, muss aber nicht. Es wäre aber weitgehend normal, wenn bei Aufnahme neuer Geschäfte erstmal Verluste auflaufen, da immer erstmal Investitionen zu stemmen sind. Das war bei den Fernbussen auch nicht anders. Geschäfte, die von Beginn an Profite abwerfen, sind sehr, sehr selten...



fahremitderbahn4020 schrieb:
BTE hat für das Jahr 2017, wo diese den Flix Hamburg - Köln ab Frühjahr betrieben haben, einen Verlustbetrag von 2.126 Mio. ausgewiesen.
Siehe oben.


fahremitderbahn4020 schrieb:
Im übrigen hat der HKX im Jahr 2017, wo dieser bis Anfang Oktober noch fuhr, einen Verlustbetrag von 2,86 Mio. ausgewiesen. Das Kapitel HKX beendete RDC übrigens mit einem Verlust von knapp 48,5 Mio. €.
Mit dem Partner Flixtrain hat man sich für einen Weiterbetrieb des HKX als Flixtrain entschieden. Warum wohl?
Thomas_Lammpe schrieb:
(...) Nebenbei: auch der Flixtrain fährt auf jeder Strecke täglich!(...)
Nur nicht in beiden Richtungen, gell...
Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn sechs Wagen tatsächlich ausreichen würden, um kostendeckend zu fahren, müssten wir uns um die Profitabilität von Flixtrain mit meist 9 oder 10 Wagen keine Sorgen machen.
Du verkennst aber, dass im Interconnex im Gegensatz zum Flixezug vernünftig kalkulierte Preise verlangt wurden, die Einnahme pro Fahrgast bzw. Fahrgastkm demzufolge höher lag als beim Flixezug. Der Interconnex hat damals noch auf so schnöde Sachen wie Qualität und Pünktlichkeit wert gelegt, was die Fahrgäste durchaus bereit waren zu honorieren.

Thomas_Lammpe schrieb:
Trotzdem waren das immer nur zwei Zuggarnituren und Flixtrain hat bereits heute sieben und zwei weitere zwischen Stuttgart und Hamburg für das kommende Frühjahr angekündigt.
Ankündigen heißt noch lange nicht fahren, dass hat auch die Flixebude schon gezeigt. Und ein schnelles Wachstum ist noch lange kein Indiz dafür, dass das Angebot auch dauerhaft bestehen bleibt. Im Übrigen waren beim Interconnex in seinen Hoch-Zeiten bis zu vier Zugeinheiten täglich im Einsatz und nicht nur zwei, wobei mit der einen Garnitur des Interconnex1 zeitweise bis zu drei Zugpaare täglich(!) gefahren wurden.

Thomas_Lammpe schrieb:
auch der Flixtrain fährt auf jeder Strecke täglich!
Der Interconnex fuhr auf allen Strecken täglich zur selben Zeit. Der Flixezug fährt zwar täglich auf allen Strecken, aber zu teils unterschiedlichen Zeiten und teilweise auch nicht täglich die gesamte Strecke. Die Verkehrstagsregelungen sind eine Katastrophe.

Thomas_Lammpe schrieb:
Es kommt darauf an, welche Schlüsse man aus einer Stellensusschreibung zieht.
Normalerweise zieht man daraus den Schluss, dass eine Stelle besetzt werden soll. Oft werden solche Ausschreibungen aber auch nur vorsorglich veröffentlicht und am Ende wird die Stelle gar nicht besetzt, weil man sich entschlossen hat, eine ursprüngliche Geschäftsidee nicht weiter zu verfolgen.

Aber es gibt eben auch Leute, die aus jeder grün-orangenen Mücke einen Elefanten machen...

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Re: Profitabilität des Flixtrains

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 01.12.19 14:48

MD 612 schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn sechs Wagen tatsächlich ausreichen würden, um kostendeckend zu fahren, müssten wir uns um die Profitabilität von Flixtrain mit meist 9 oder 10 Wagen keine Sorgen machen.
Du verkennst aber, dass im Interconnex im Gegensatz zum Flixezug vernünftig kalkulierte Preise verlangt wurden, die Einnahme pro Fahrgast bzw. Fahrgastkm demzufolge höher lag als beim Flixezug.
Die Kosten eines Zuges sind sehr stark durch Flixkosten geprägt: Kosten für Trasse, Stationshalte, Lok und Lokführer aber auch Organisatorisches wie Trassenbeantragung hängen kaum von der Länge des Zugs ab. Deshalb ermöglicht ein längerer (und möglicherweise auch noch besser ausgelasteter?) Zug auch günstigere Preise als die 'vernünftig kalkulierten' des letztlich eingestellten Interconnex.

MD 612 schrieb:
Der Interconnex hat damals noch auf so schnöde Sachen wie Qualität und Pünktlichkeit wert gelegt, was die Fahrgäste durchaus bereit waren zu honorieren.
Aber der auf 'Qualität und Pünktlichkeit' wert legende Interconnex ist letztendlich überall gescheitert. War die Zahlungsbereitschaft vielleicht doch nicht so hoch? Vom Flixtrain wissen wir zumindest noch nicht, ob er sich lohnt.

MD 612 schrieb:
Im Übrigen waren beim Interconnex in seinen Hoch-Zeiten bis zu vier Zugeinheiten täglich im Einsatz und nicht nur zwei, wobei mit der einen Garnitur des Interconnex1 zeitweise bis zu drei Zugpaare täglich(!) gefahren wurden.
Besagte 'Hoch-Zeiten des Interconnex' dauerten gerade einmal das halbe Jahr, in dem der Interconnex3 gefahren ist. Und wenn die gefahrene Strecke nur kurz genug ist, kann man natürlich mit einer Garnitur auch 'bis zu drei tägliche Zugpaare' fahren.
Zitat
Ankündigen heißt noch lange nicht fahren, dass hat auch die Flixebude schon gezeigt. Und ein schnelles Wachstum ist noch lange kein Indiz dafür, dass das Angebot auch dauerhaft bestehen bleibt. Im Übrigen waren beim Interconnex in seinen Hoch-Zeiten bis zu vier Zugeinheiten täglich im Einsatz und nicht nur zwei, wobei mit der einen Garnitur des Interconnex1 zeitweise bis zu drei Zugpaare täglich(!) gefahren wurden.

Naja, die schon recht vielen Neuankündigungen im Gegensatz zu den Linieneinstellungen im "Kerngeschäft" Fernbusverkehr weisen doch schon stark in die Richtung hin, dass mit dem Schienenverkehr sehr gutes Geld verdient werden kann, zumindest mehr als im Busverkehr (welcher aber in der Vergangenheit ja schon den Break-Even erreicht hat). Dazu passt ja auch die anvisierten Neubestellungen von Fahrzeugen, welche sicher deutlich erhöhte Kapazitäten aufweisen werden als die jetzigen Altbaufahrzeuge.

Zitat
Der Interconnex fuhr auf allen Strecken täglich zur selben Zeit. Der Flixezug fährt zwar täglich auf allen Strecken, aber zu teils unterschiedlichen Zeiten und teilweise auch nicht täglich die gesamte Strecke. Die Verkehrstagsregelungen sind eine Katastrophe.

Warum sollte denn ein privates Unternehmen vorgegeben bekommen, täglich bzw. zur gleichen Zeit zu fahren? Ist doch logisch, dass die Nachfragespitzen im Wochen- und Tagesverlauf deutlich variieren und man mit wenigen Zugpaaren möglichst diese auch bedienen möchte - oder andersrum, natürlich nicht zu Zeiten schwacher Nachfrage fahren zu müssen. Das ist eher ein systembedingten Problem der Eisenbahn und nicht von Flixtrain.

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