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In einer Pressemitteilung der 'Internationalen Gesellschaft für Eisenbahnverkehr' (IGE) aus Hersbruck bei Nürnberg heißt es dazu:

Zitat:
Gesucht werden aktuell Lokführerinnen und – führer, [..] sowie Zugbegleitpersonale für den Aufbau von Personenfernverkehrslinien in Süddeutschland. Die übertarifliche Bezahlung bei der IGE in diesen Berufsfeldern hat sich schon herumgesprochen.
[www.ige-bahn.com]

Eine Stellenanzeige von Flixtrain wiederum legt nahe, dass es sich um Flixtrains handeln könnte:

Zitat:
Wir suchen für unseren Partner Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr GmbH & Co. KG ab sofort einen Zugführer (w/m/d) in Vollzeit an den Standorten München, Würzburg, Frankfurt, Hannover und Hamburg. Durch das Absenden deiner Bewerbung erklärst du dich damit einverstanden, dass wir deine Bewerbung an BahnTouristikExpress weiterleiten.

[flix.careers]

Die Standorte lassen folgende Linien möglich erscheinen:
München-Nürnberg-Frankfurt und
München Nürnberg-Hannover-Hamburg.
Die Suche 'ab sofort' legt eine baldige Betriebsaufnahme nahe, z. B. im ersten Halbjahr 2020.

Sind IGE und BTE so eng verhandelt, dass Bewerbungen an BahnTouristikExpress weitergeleitet werden, oder ist das ein Copy/Paste Fehler?


Hier sind noch ein paar Informationen über die 'Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr' von ihrer Homepage:

Zitat:
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1982 zurück, als IGE-Chef Armin Götz erste Sonderfahrten auf Vereinsebene organisiert hat. Über die Jahre wurde durch sein persönliches Engagement die IGE zu der Firma im deutschsprachigen Raum, wenn es um Eisenbahn-Sonderzugfahrten geht. Seit 1994 verfügt die IGE über eigene Reisezugwagen für diese Sonderverkehre. [..] Unsere Kunden profitieren so von einem Angebot, das von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer und bis zum Bosporus reicht. Egal, ob Gütertransporte, Spezialtransporte oder touristische Sonderzugleistungen – wir bringen Sie, Ihre Gäste und Ihre Waren überall dort hin, wo in Europa Schienen liegen.
[www.ige-bahn.com]

Wer möchte, kann eine Diskussion darüber auch auf meiner Facebook-Seite verfolgen: [www.facebook.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.19 18:57.

IGE, BTE und Flixtrain

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 29.11.19 19:04

Hallo,

ich gehe davon aus dass die IGE das Personal und die Loks stellen wird und ggf das verkehrsdurchführende EVU sein wird. Die BTE wird die Wagen stellen, denn die IGE hat keine Reisezugwagen mehr(diese wurden letztes Jahr in die Schweiz verkauft) und Flixtrain wird vermutlich die Trassen bestellen und die Fahrkarten verkaufen.

Wer da immer so alles was will

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 29.11.19 20:45

Hallo,

soso, gleich ganze "Linien" in Süddeutschland.

Erst die Jungs mit ihrem Nachtzug nach Berlin (fuhr der jemals?), dann vor ein paar Wochen dieser komische Luftfahrt-Onkel, in dessen Zug-Flug-Rundkurs München - Stuttgart - Frankfurt/M. - München keine Kinder mitfahren durften (fuhr nie), und auch die IGE hat ja schon ein mehr oder weniger, aber mehr weniger als mehr erfolgreiches Fernzugprojekt laufen gehabt (wer erinnert sich noch an den Mitfahrzug?).

Man darf also gespannt sein, ob da wirklich etwas zum Laufen kommt (und dann die Taktverkehre im Nahverkehr zerschießt?).

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wagen-kl.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.19 20:46.
Der Zeuge Desiros schrieb:
Hallo,

soso, gleich ganze "Linien" in Süddeutschland.

Erst die Jungs mit ihrem Nachtzug nach Berlin (fuhr der jemals?), dann vor ein paar Wochen dieser komische Luftfahrt-Onkel, in dessen Zug-Flug-Rundkurs München - Stuttgart - Frankfurt/M. - München keine Kinder mitfahren durften (fuhr nie), und auch die IGE hat ja schon ein mehr oder weniger, aber mehr weniger als mehr erfolgreiches Fernzugprojekt laufen gehabt (wer erinnert sich noch an den Mitfahrzug?).

Man darf also gespannt sein, ob da wirklich etwas zum Laufen kommt (und dann die Taktverkehre im Nahverkehr zerschießt?).

Heiko
Mit der direkt oder indirekt ausgesprochen Prognose, dass ein angekündigter privater Fernzug nicht oder zumindest nicht lange fahren wird, bzw. einer generellen Skepsis gegenüber dem neuen Zug, lag man bisher meist richtig. Bis auf Flixtrain!

Vielleicht solltest du bei deiner Aufzählung von all den gescheiterten Versuchen, einen Fernverkehrszug in Deutschland fahren zu lassen, auch erwähnen, dass es Flixtrain durchaus gelungen ist, einige Züge auf die Schiene zu bringen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es auch hier etwas wird, doch gewaltig.
Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
Zitat:
Wir suchen für unseren Partner Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr GmbH & Co. KG ab sofort einen Zugführer (w/m/d) in Vollzeit an den Standorten München, Würzburg, Frankfurt, Hannover und Hamburg. Durch das Absenden deiner Bewerbung erklärst du dich damit einverstanden, dass wir deine Bewerbung an BahnTouristikExpress weiterleiten.

[flix.careers]

Die Standorte lassen folgende Linien möglich erscheinen:
München-Nürnberg-Frankfurt und
München Nürnberg-Hannover-Hamburg.
Die Suche 'ab sofort' legt eine baldige Betriebsaufnahme nahe, z. B. im ersten Halbjahr 2020.
Gerade Nürnberg würde ich eher ausschließen, da von Augsburg kommend (IGE-Material ohne Zulassung für SFS NIM) Kopf machen oder Stadttundfahrt angesagt ist und Würzburg - Nürnberg offiziell überlastet ist.

Da scheint noch viel der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein.

Ich kenne zwei erfolgreiche Fernzug-Versuche

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 29.11.19 21:44

Thomas_Lammpe schrieb:
Vielleicht solltest du bei deiner Aufzählung von all den gescheiterten Versuchen, einen Fernverkehrszug in Deutschland fahren zu lassen, auch erwähnen, dass es Flixtrain durchaus gelungen ist, einige Züge auf die Schiene zu bringen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es auch hier etwas wird, doch gewaltig.

Na gut,

da sind wir sogar mal einer Meinung. Dann müsste ich allerdings auch noch den Locomore als einen leider gescheiterten Versuch dagegen halten.

Außer dem Flix (wieso eigentlich "Train" und nicht "Zug?) und dem Georg-Zug hat es irgendwie kein Fernzug geschafft, dauerhaft zu bestehen. Sogar die ganzen Interconnexe fuhren mal hier und mal da und dann irgendwann gar nicht mehr.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wagen-kl.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.19 21:45.
Node schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
Zitat:
Wir suchen für unseren Partner Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr GmbH & Co. KG ab sofort einen Zugführer (w/m/d) in Vollzeit an den Standorten München, Würzburg, Frankfurt, Hannover und Hamburg. Durch das Absenden deiner Bewerbung erklärst du dich damit einverstanden, dass wir deine Bewerbung an BahnTouristikExpress weiterleiten.

[flix.careers]

Die Standorte lassen folgende Linien möglich erscheinen:
München-Nürnberg-Frankfurt und
München Nürnberg-Hannover-Hamburg.
Die Suche 'ab sofort' legt eine baldige Betriebsaufnahme nahe, z. B. im ersten Halbjahr 2020.
Gerade Nürnberg würde ich eher ausschließen, da von Augsburg kommend (IGE-Material ohne Zulassung für SFS NIM) Kopf machen oder Stadttundfahrt angesagt ist und Würzburg - Nürnberg offiziell überlastet ist.

Da scheint noch viel der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein.
Es ist natürlich auch denkbar, dass FlixMobility ganz allgemein Zugführer für seinen neuen Partner sucht und die genannten Einsatzorte nichts mit dem geplanten Flixtrain zu tun haben. Wenn die Städte aber etwas mit dem Zuglauf zu tun haben, kommt man an Nürnberg nur schwer vorbei. Und niemand hat gesagt, dass IGE mit den eigenen Wagen fahren wird, die wie jemand hier geschrieben hat sowieso verkauft wurden.
Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn die Städte aber etwas mit dem Zuglauf zu tun haben, kommt man an Nürnberg nur schwer vorbei. Und niemand hat gesagt, dass IGE mit den eigenen Wagen fahren wird, die wie jemand hier geschrieben hat sowieso verkauft wurden.
Via Augsburg - Ansbach - Würzburg kommt man problemlos an Nürnberg vorbei. Keine Materialeinschränkungen, keine Überlastung.

Mit dem druckdichten Material hat Flix ja schon bei der VDE8 seine (Nicht-)Erfahrungen gemacht.
Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
[flix.careers]

Die Standorte lassen folgende Linien möglich erscheinen:
München-Nürnberg-Frankfurt und
München Nürnberg-Hannover-Hamburg.
Die Suche 'ab sofort' legt eine baldige Betriebsaufnahme nahe, z. B. im ersten Halbjahr 2020.

Würzburg wirft für mich in der Tat Fragen auf. Auf die Strecke Nürnberg-Würzburg zu kommen, dürfte sehr schwer und ggf. sogar sehr teuer werden.
Alternativ fährt man direkt über Treuchtlingen-Ansbach nach Würzburg. Reicht das um den Zug auszulasten?
Oder man macht einen Lumpensammler Augsburg-Ulm-Stuttgart-Ludwigsburg-Heilbronn-Würzburg. Das geht aber nur über den Preis oder Teilstreckenfahrten. Da ist aber der Nahverkehr mit dem Landestarif schon sehr gut. Dagegen spricht auch, dass Flix bereits heute über Heilbronn fahren könnte, es aber nicht tut.

Wenn anstelle von Würzburg Nürnberg gemeint wäre, hätte ich mir einen Berlin-Verkehr vorstellen können.
VT schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Zitat:
[flix.careers]

Die Standorte lassen folgende Linien möglich erscheinen:
München-Nürnberg-Frankfurt und
München Nürnberg-Hannover-Hamburg.
Die Suche 'ab sofort' legt eine baldige Betriebsaufnahme nahe, z. B. im ersten Halbjahr 2020.

Würzburg wirft für mich in der Tat Fragen auf. Auf die Strecke Nürnberg-Würzburg zu kommen, dürfte sehr schwer und ggf. sogar sehr teuer werden.
Alternativ fährt man direkt über Treuchtlingen-Ansbach nach Würzburg. Reicht das um den Zug auszulasten?
Naja, Frankfurt-Augsburg-München wird schon seine Zielkunden finden, solange man nur 1x pro Tag/Richtung fährt.
Hauptvorteil der Linie ist v.a. das man gut mit der DB konkurrieren kann, da die Strecke relativ langsam ist. Mit IC-Material verliert man da nur wenige Minuten ggü. nem ICE auf der gleichen Strecke. Im Vergleich zu nem ICE über die NIM büßt man dann doch mehrere 10 Minuten ein, fährt aber die kürzere Strecke. Ergebnis: Ca. 30 Minuten Fahrzeitverlängerung. Das liegt aber noch im Rahmen und wird durch den billigen Preis aufgewogen.

Und zuletzt: Es dürfte genügend freie Trassen geben, da der Hauptverkehr eben über Nürnberg+NIM läuft.
Denke das wäre ne gute Strecke um mit halbwegs billigem IC/IR-Material ein gutes Konkurrenzangebot anzubieten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.19 22:25.
Zitat
Die Standorte lassen folgende Linien möglich erscheinen:
München-Nürnberg-Frankfurt und
München Nürnberg-Hannover-Hamburg.
An Nürnberg glaube ich nicht, aber die Langstrecke München - Hamburg macht auch ohne Nürnberg Sinn.
Frankfurt könnte auch einfach nur die Verlängerung der sowieso schon BTE-betriebenen Flixtrains Hamburg - Köln nach Frankfurt sein, wo ja irgendwo schon Trassen aufgetaucht waren oder auch Hamburg - Stuttgart, auf welcher Route man bei entsprechenden Produktionskonzepten ggf. ja auch ohne stationiertes Personal in Stuttgart auskommen kann. Ein Flixtrain München - Frankfurt hätte ja nur einen recht kurzen Zuglauf, wodurch man das auch mit Dienste aus Würzburg stemmen könnte, dafür sehe ich jetzt nicht den Bedarf für einen zusätzlichen Personalstandort in Frankfurt (falls man kostensparend agieren möchte, wovon ich hier sehr ausgehe).

Re: Ich kenne zwei erfolgreiche Fernzug-Versuche

geschrieben von: X73900

Datum: 30.11.19 07:43

Der Zeuge Desiros schrieb:Zitat:
Außer dem Flix (wieso eigentlich "Train" und nicht "Zug?) und dem Georg-Zug hat es irgendwie kein Fernzug geschafft, dauerhaft zu bestehen. Sogar die ganzen Interconnexe fuhren mal hier und mal da und dann irgendwann gar nicht mehr.

Wobei der Interconnex auf seiner Stammstrecke volle 12 Jahre unterwegs war. Der HKX hat es immerhin auf 5 Jahre gebracht. Der Flixtrain ist jetzt seit nicht ganz 2 Jahren unterwegs. So ganz sicher kann man also noch nicht sagen, wer den längsten Atem beim privaten Fernverkehr hat.

Gruß
X73900
X73900 schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:Zitat:
Außer dem Flix (wieso eigentlich "Train" und nicht "Zug?) und dem Georg-Zug hat es irgendwie kein Fernzug geschafft, dauerhaft zu bestehen. Sogar die ganzen Interconnexe fuhren mal hier und mal da und dann irgendwann gar nicht mehr.

Wobei der Interconnex auf seiner Stammstrecke volle 12 Jahre unterwegs war. Der HKX hat es immerhin auf 5 Jahre gebracht. Der Flixtrain ist jetzt seit nicht ganz 2 Jahren unterwegs. So ganz sicher kann man also noch nicht sagen, wer den längsten Atem beim privaten Fernverkehr hat.
Auch wenn der Flixtrain noch nicht so lange unterwegs ist wie die letztlich gescheiterten Angebote Interconnex und HKX, könnte die Ausweitung des Angebots auf weitere Strecken ein Hinweis darauf sein, dass sich die Züge lohnen, oder - vorsichtiger formuliert - , dass man zumindest bei Flixtrain bzw. dem jeweiligen Zugpartner daran glaubt, dass man damit einmal Geld verdienen kann. Das war weder beim Interconnex, noch bei HKX der Fall.

Das von einigen hier vorgetragene Argument gegen einen Halt in Nürnberg (die Überlastung der Verbindung Nürnberg-Würzburg) ist für mich nachvollziehbar. Frage: Ist der Abschnitt so belegt, dass selbst mit einer Überholung durch einen ICE und/oder dem zeitweise Fahren hinter einem RE mit einem entsprechenden Zeitverlust für den Flixtrain keine Trasse denkbar wäre? Da ein Halt in Nürnberg sicher sehr attraktiv wäre, könnte ich mir vorstellen, dass man bei Flixtrain so etwas in Kauf nehme würde. Uns sollte es wirklich zu einer Streckenführung über Ansbach mit einem Halt dort kommen, wäre das zumindest ein kleines Argument gegen die Rosinenpickerei des Flixtrains.
Kommt halt auch drauf an, zu welchem Zeitpunkt Flix fahren möchte.
An Werktagen dürfte nicht so viel übrig bleiben oder nur unattraktive Zeiten (sonst würde dort ja schon was fahren). Dort fahren neben den Personenzügen auch eine stattliche Anzahl Güterzüge. Die kann man eigentlich in fast jedem Ausweichgleis rumstehen sehen. Samstagnacht geht bestimmt noch was. Eventuell auch am Montagmorgen, wenn weniger Güterzüge unterwegs sind.

Ich glaube da ist ein Buszubringer von Nürnberg nach Würzburg der anschließend nach Frankfurt weiterfahren kann sinnvoller oder einfacher zu realisieren. Ich denke Flix kann in Würzburg eine Art gesicherten Anschluss schaffen. Wenn der Zug nur nach Frankfurt fahren sollte, ist darüberhinaus der Zug von Nürnberg ausgehend nicht so viel schneller als ein durchgehender Bus. Bei einem Fahrzeitvergleich mit reinen Nahverkehrzügen dürfte der Bus sogar etwas schneller sein. In der Folge gibt es dann sowieso keinen so großen relativen Vorteil für den Zug. Das spricht in meinen Augen eher für eine durchgehende Busanbindung Nürnberg-Würzburg-Frankfurt.
Wenn der Zug dagegen von Würzburg nach Norden fahren sollte, kann Flix bei einem durchlaufenden Bus Frankfurt-Würzburg-Nürnberg als gesicherten Zubringer auch einfacher die Flughäfen in Nürnberg und Frankfurt anbinden.

Die Rosinenpickerei sehe ich bei Flix weniger. Ich sehe jetzt keinen Fernzug, den die DB nicht fährt weil es den Flix gibt.
Was für mich das größere Problem ist, ist das zum Teil Nahverkehrstakte zerschossen werden. Aber das macht die DB auch ab und an. Da halte ich durchaus eine ordnungspolitische Maßnahme für sinnvoll.
VT schrieb:
Kommt halt auch drauf an, zu welchem Zeitpunkt Flix [zwischen Nürnberg und Würzburg] fahren möchte.
An Werktagen dürfte nicht so viel übrig bleiben oder nur unattraktive Zeiten (sonst würde dort ja schon was fahren). Dort fahren neben den Personenzügen auch eine stattliche Anzahl Güterzüge.
Es muss auch 'nicht viel' übrig bleiben. ein bis zwei Trassen pro Richtung würden fürs erste völlig reichen.Wenn sich die Fahrt eines Zugs zwischen Nürnberg und Würzburg um z. B. 15 Minuten wegen einer Überholung verzögert, kann dasfür einen IC/ICE unakzeptabel sein, für einen Flixtrain ab nicht, wenn die Alternative ein auslassen des Halts in Nürnberg ist.


VT schrieb:
Ich glaube da ist ein Buszubringer von Nürnberg nach Würzburg der anschließend nach Frankfurt weiterfahren kann sinnvoller oder einfacher zu realisieren. Ich denke Flix kann in Würzburg eine Art gesicherten Anschluss schaffen. Wenn der Zug nur nach Frankfurt fahren sollte, ist darüberhinaus der Zug von Nürnberg ausgehend nicht so viel schneller als ein durchgehender Bus. Bei einem Fahrzeitvergleich mit reinen Nahverkehrzügen dürfte der Bus sogar etwas schneller sein. In der Folge gibt es dann sowieso keinen so großen relativen Vorteil für den Zug. Das spricht in meinen Augen eher für eine durchgehende Busanbindung Nürnberg-Würzburg-Frankfurt.
Wenn der Zug dagegen von Würzburg nach Norden fahren sollte, kann Flix bei einem durchlaufenden Bus Frankfurt-Würzburg-Nürnberg als gesicherten Zubringer auch einfacher die Flughäfen in Nürnberg und Frankfurt anbinden.
Ich sehe es auch so, dass ein Busanschluss von Nürnberg an einen möglichen Flixtrain München-Ansbach-Würzburg-Hamburg in Ansbach oder Würzburg Sinn ergeben würde, an einen Zug nach Frankfurt dagegen eher nicht, weil für das Umsteigen fast mehr Zeit verloren ginge als durch den schnelleren Zug bis Frankfurt wieder hereingeholt werden könnte.

Deutlich schneller als ein Flixbus wäre ein Flixtrain Nürnberg-Frankfurt allerdings schon: ICE: 2:05h, Flixbus: 3:25h.

VT schrieb:
Die Rosinenpickerei sehe ich bei Flix weniger. Ich sehe jetzt keinen Fernzug, den die DB nicht fährt weil es den Flix gibt.
Rosinenpickerei beginnt nicht erst, wenn Wettbewerber Linien einstellen. Ich sehe es schon so, dass sich Flixtrain die attraktivsten Linien herausgesucht hat, was ich für einen Newcommer allerdings auch für völlig legitim halte. Und negative Auswirkungen auf das Angebot von DB Fernverkehr hätte das - wie du korrekt schreibst - bis jetzt auch nicht.
Thomas_Lammpe schrieb:

Deutlich schneller als ein Flixbus wäre ein Flixtrain Nürnberg-Frankfurt allerdings schon: ICE: 2:05h, Flixbus: 3:25h.


Ich würde den Flixbus eher mit den QDL-Zügen vergleichen. Dann sind wir bei 3:20 im Nahverkehr.
Zwischen Nürnberg und Würzburg wird er ein paarmal in die Überholung müssen, dafür an einigen Nahverkehrshalten durchfahren können.
In Würzburg dürfte es nur selten freie Bahnsteige geben wo er lange rumstehen und freie Trassen abwarten kann. Allerdings macht man das gerade mit dem Nahverkehr schon oft.

Fahrt über Bamberg und Schweinfurt?

geschrieben von: Thomas_Lammpe

Datum: 30.11.19 11:41

VT schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Deutlich schneller als ein Flixbus wäre ein Flixtrain Nürnberg-Frankfurt allerdings schon: ICE: 2:05h, Flixbus: 3:25h.
Ich würde den Flixbus eher mit den QDL-Zügen vergleichen. Dann sind wir bei 3:20 im Nahverkehr.
Zwischen Flixbus und QdL-Zug sehe ich zwischen Frankfurt und Nürnberg einen zu großen Preisunterschied, um sie zu vergleichen: QdL: 44€ für eine Person, 52€ für zwei Personen, Flixtrain: 26€ Maximalpreis, häufig günstiger. Da benötigt man schon einen großen Vor- oder Nachlauf, eine Hin- und Rückreise am selben Tag oder eine Kleingruppe, damit sich das QdL im Vergleich zum Flixbus lohnt.


VT schrieb:
Zwischen Nürnberg und Würzburg wird er ein paarmal in die Überholung müssen, dafür an einigen Nahverkehrshalten durchfahren können.
Das verstehe ich nicht. Ich sehe zwischen Nürnberg und Würzburg in etwa alle halbe Stunde einen ICE. Wie soll der einen Flixtrain 'ein paarmal' auf der Strecke überholen?


VT schrieb:
In Würzburg dürfte es nur selten freie Bahnsteige geben wo er lange rumstehen und freie Trassen abwarten kann. Allerdings macht man das gerade mit dem Nahverkehr schon oft.
Das könne ein weiteres Problem sein, aber selten heißt auch nicht nie.


Noch eine Idee:
Wie wäre es mit einer Fahrt über Bamberg und Schweinfurt von Nürnberg nach Würzburg? Der Nahverkehr benötigt dort etwa eine halbe Stunde länger als auf dem direkten Weg. Dafür könnte man Städten wie Erlangen, Bamberg und Schweinfurt direkte Fernverkehrsverbindungen nach Frankfurt bzw. Hamburg anbieten und auch Nürnberg anfahren. Das wäre sicher nicht optimal, aber vielleicht auch eine Variante.
So ganz glaube ich nicht wirklich dran, zumal Linien sich dann schon sehr gewagt an hört.
Allerdings könnte nächstes Jahr wirklich ein gutes Jahr gerade dafür in Süddeutschland sein, dort Rosinen raus zupicken: Stichwort Sperrung NBS Stuttgart - Mannheim. Da hierbei die DB jeden 2ten Fern-Zug in Stuttgart vom Norden und Westen verenden lässt. Da verschenkt denke ich DB Fern, dann doch einiges an Potenzial muss sie aber wohl, da sie nicht genügend Fahrzeuge hat, die Züge weiter nach München fahren zu lassen.
Daher fällt jeder 2te Fernzug zwischen Stuttgart und München aus, so könnte man vermutlich Züge dort sehr gut voll bekommen, insbesondere Personen welche nicht wie Vieh in die verbliebenen Nah- und Fernverkehrszüge gestopft werden wollen. Die Strecke ist nicht besonders anspruchsvoll, ist aber auch recht kurz, so dass man selbst mit 2 Garnituren, mehrere Umläufe am Tag anbieten könnte, freie Trassen müsste es durch den Wegfall von DBFernverkehr auch genug geben.
Genauso wo es Potenzial geben könnte ist Augsburg - Nürnberg, selbst ein 612er fährt die Strecke in gut 1 Stunde, dort hat sich die DB so fast komplett verabschiedet beim direkten Weg. Daher vielleicht noch den Start nach Ulm der Memmingen verlängern und schon hätte man eine 2te Linie, ebenso könnte man auch weiter übers Saaletal nach Leipzig, auch hier kommt die DB ja nicht in die Puschen. Beides böte Potenzial und Trassen müsste es dort auch geben, für die Strecke braucht man auch keine teuren HGV Fahrzeuge.
Was auch ungenutzt bleibt: Die Verbindung Stuttgart - Heilbronn - Würzburg/Nürnberg mit passenden Anschluss nach Norden ebenso, gerade im Hinblick auf die Sperrung der NBS, wie auch Überlastung des Knotens Frankfurts, auch Fahrzeitmässig könnte dies eine gute Alternative zur DB Variante sein, ebenso recht anspruchslose Strecke, die je nach Reiseweg, der Verbindung über Frankfurt kaum Nachteile hat, bei Trassen könnte es da allerdings auch zu Problemen kommen.
Dann noch die Verbindung Basel - München entweder über Memmingen/Lindau oder über Ulm/Friedrichshafen, beides Linien die Fahrzeitmässig sehr gut mit der Konkurenz über Stuttgart/Karlsruhe mithalten können, die Variane mit Umstieg in Ulm ist heute meist schon 15 min schneller, zumindest bis S21 und das Rheintal fertig ausgebaut sind, was ja noch Jahre dauert. Wobei die Linie über Lindau wohl nochmals 15 min schneller sein müsste, allerdings wohl wesentlich weniger Fahrgäste generieren könnte da sie durch eher dünn besiedeltes Gebiet geht, im Vergleich zur Variante über Ulm, jedoch die Ulmer Variante sowieso erst ab 2021 wirklich möglich wäre, wegen Bauarbeiten. Allerdings bräuchte man für so etwas wohl ein paar 611er aus Mukran, damit die Fahrzeit sich dort um 15-30 min verkürzt. Mit Trassen am Bodensee und Hochrhein sieht es wohl nicht so toll aus, was beide Varianten ja aber bräuchten.

Somit gäbe es denke ich nach meiner Sichtweise zumindest 4 Linien die ich mir vorstellen könnte, alleine rein in Süddeutschland, die sich auch wirtschaftlich tragen könnten, da sie recht anspruchslos sind was die Strecken angeht, aber dennoch ein gutes Preisleistungsverhältnis bieten könnten, eben nicht viel langsamer als DB, teils sogar schneller, aber dafür auch noch günstiger. Das einzige großen Probleme die ich sehe sind wirklich, Trassenbeschaffung, Fahrzeugbeschaffung und wohl das größte Problem die Personalbeschaffung.

„Überlastete“ Strecke?

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 30.11.19 11:48

Auf den „überlasteten“ Strecken ist es natürlich schwierig ad hoc rein zu kommen.
Aber wer legt fest wer bei rechtzeitiger Anmeldung Trassen bekommt?
Natürlich gibt es Strecken wo nichts mehr geht ohne bevorzugte Taktverkehre kaputt zu machen wie zb eingleisige Strecken ohne zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten.
Aber gerade zb auf Nürnberg - Würzburg ist das ja nicht der Fall.
Es passen ja zum Taktverkehr noch zahlreiche Güterzüge die ebenso wie ein zusätzlicher Personenfernverkehr das Pech haben könnten über Ansbach fahren zu müssen.

Nürnberg könnte ja auch auf einer Strecke München - Augsburg - Nürnberg - Bamberg - Frankenwald - Saalfeld - Jena - Leipzig - Berlin liegen.
Natürlich nicht so schnell wie über die Neubaustrecken aber eine Alternative zum Bus (den sich ja auch viele Flix-Kunden antun) und mit doch zahlreichen interessanten größeren Städten an der Linie.

Gegen einen langen Richtungswechsel in Nürnberg hilft eine 2. Lok (natürlich teuer), Steuerwagen (wurden schon schnelle verkauft?) oder eine Stadtrundfahrt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.19 11:48.

Re: Unterschied Flixtrain-Interconnex/HKX/Interconnex

geschrieben von: MD 612

Datum: 30.11.19 13:56

Thomas_Lammpe schrieb:
Auch wenn der Flixtrain noch nicht so lange unterwegs ist wie die letztlich gescheiterten Angebote Interconnex und HKX, könnte die Ausweitung des Angebots auf weitere Strecken ein Hinweis darauf sein, dass sich die Züge lohnen, oder - vorsichtiger formuliert - , dass man zumindest bei Flixtrain bzw. dem jeweiligen Zugpartner daran glaubt, dass man damit einmal Geld verdienen kann. Das war weder beim Interconnex, noch bei HKX der Fall.
Auch das Interconnex-Netz wurde mehrfach erweitert, am Ende war nach zwölf Jahren trotzdem Schluss. Von daher sind eventuelle Netzerweiterungen, die Du ja auch nur anhand von Stellenanzeigen vermutest, kein Indiz dafür, ob sich das Angebot mittel- bis langfristig etablieren kann. Abgesehen davon hat auch Deine Flixebude schon Ankündigungen verbreitet, aus denen nichts geworden ist. Und ob der Interconnex nicht doch zeitweise Geld in die Kasse gespült hat, kannst Du heute nicht beurteilen. Nach den Verlautbarungen seitens Veolia Verkehr war es ja der Fernbus mit seinen Dumpingpreisen, der dem Interconnex den Todesstoß versetzt hat...

Gruß Peter

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

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