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Transdev sucht 230 Lokführer für die S-Bahn Hannover 2022

geschrieben von: O405

Datum: 28.11.19 09:19

[www.haz.de]

Das dürfte spannend werden. Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Das wird ja noch lustig. Was sollen auch diese Ausschreibungen. Das wird immer verrückter.

Helmalf
Helmalf schrieb:
Das wird ja noch lustig. Was sollen auch diese Ausschreibungen. Das wird immer verrückter.

Helmalf
Hier geht es um einen öffentlichen Auftrag mit öffentlichen Geldern.
Der Erfolgt Selbstverständlich per Ausschreibung.
Der ÖPNV gehört meiner Meinung nach zur Daseinsvorsorge und somit in öffentliche Hand. Was nach den Ausschreibungen dann so abgeht ist ja nun hnlänglich bekannt.

mfg
Helmalf
DBler schrieb:
Hier geht es um einen öffentlichen Auftrag mit öffentlichen Geldern.
Der Erfolgt Selbstverständlich per Ausschreibung.

Ist ja alles gut und schön. Nur: Warum gestattet man überhaupt erst die Ausschreibungsbeteiligung und erteilt dann sogar noch den Zuschlag an Unternehmen, bei denen von vornherein die personalmangelbedingte zu geringe Leistungsfähigkeit, wenn nicht schon bekannt, so doch aber zumindestens absehbar war?
Guten Morgen,

viele Kollegen (hauptsächlich Tf`s) der S-Bahn Hannover und den umliegenden Einsatzstellen wechseln zu
DB Fernverkehr und DB Cargo. Falls Tf`s aus den ostdeutschen Bundesländern kommen, gehen diese auch zum geringen Teil in die Heimat zurück. Ebenso gibt es Kollegen, hauptsächlich im KiN-Bereich, die sich z.B. bei DB Netz weiterbilden zum FDL.

Für viele verbeamtete, Ü60-Kollegen wird es darauf hinauslaufen, zuhause zu bleiben, aber alleine der Umstand das so viele Kollegen beim FV und Cargo unterkommen, lässt erkennen.....die DB hat auch Personalprobleme.

Hätte DB Regio in Hannover die Ausschreibung gewonnen, hätten andere Bereich auch weiterhin Ihre Personalprobleme. Bei einer Ausschreibung im Osten (ich weiß nicht mehr welche) hat die DB sich nicht beworben,
weil Sie keine verfügbaren ,,Ressourcen/Personal" zusammen bekommt.

Gruß
EiB09 schrieb:
Bei einer Ausschreibung im Osten (ich weiß nicht mehr welche) hat die DB sich nicht beworben,
weil Sie keine verfügbaren ,,Ressourcen/Personal" zusammen bekommt.


Mit Sicherheit handelt es sich da um eine Ausschreibung, wo DB Regio derzeit nicht fährt. Außerdem ist diese Ausrede wohlklingender als, "... wir haben kein Interesse..." ;-)

Grüße

Meine kleine Welt 1:120
[www.facebook.com]

Und Kay's Knips-Kiste
[www.facebook.com]

Re: Viel Erfolg, ihr Traumtänzer... (o.w.T)

geschrieben von: M 262

Datum: 28.11.19 10:27

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
O405 schrieb:
(...) Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Ja wer konnte das denn ahnen...
Heizer Jupp schrieb:
DBler schrieb:
Hier geht es um einen öffentlichen Auftrag mit öffentlichen Geldern.
Der Erfolgt Selbstverständlich per Ausschreibung.
Ist ja alles gut und schön. Nur: Warum gestattet man überhaupt erst die Ausschreibungsbeteiligung und erteilt dann sogar noch den Zuschlag an Unternehmen, bei denen von vornherein die personalmangelbedingte zu geringe Leistungsfähigkeit, wenn nicht schon bekannt, so doch aber zumindestens absehbar war?
Gegenfrage: Warum war - und ist!!! - den Gewerkschaften das Thema Personalübergang gerade bei der DB so wichtig, wenn doch angeblich sowieso niemand zu einem anderen EVU wechseln möchte?

Und zu "von vornherein...": Da ist nichts mit "von vornherein" und "absehbar". Transdev kann selbstverständlich Leute ausbilden und Leute einstellen, und die Zeit ist dafür auch nicht zu knapp. Aus der Tatsache, dass an Ort X in der Vergangenheit oder heute Personalmangel besteht, kann man eben _nicht_ rechtssicher ableiten, dass dieser Personalmangel in einigen Jahren auch an Ort Y bestehen wird. Nicht einmal dann, wenn es in einigen Jahren tatsächlich so kommen _sollte_, kann man sich hinstellen und seriös behaupten, das sei doch von vornherein klar gewesen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 10:45.
Heizer Jupp schrieb:
DBler schrieb:
Hier geht es um einen öffentlichen Auftrag mit öffentlichen Geldern.
Der Erfolgt Selbstverständlich per Ausschreibung.
Ist ja alles gut und schön. Nur: Warum gestattet man überhaupt erst die Ausschreibungsbeteiligung und erteilt dann sogar noch den Zuschlag an Unternehmen, bei denen von vornherein die personalmangelbedingte zu geringe Leistungsfähigkeit, wenn nicht schon bekannt, so doch aber zumindestens absehbar war?
Und bei einem anderen Unternehmen würden die notwenigen MA vom Himmel fallen?
Helmalf schrieb:
Der ÖPNV gehört meiner Meinung nach zur Daseinsvorsorge und somit in öffentliche Hand. Was nach den Ausschreibungen dann so abgeht ist ja nun hnlänglich bekannt.

mfg
Helmalf
Und bei einem staatlichen Unternehmen würden die notwenigen MA vom Himmel fallen?
KHM schrieb:
Gegenfrage: Warum war - und ist!!! - den Gewerkschaften das Thema Personalübergang gerade bei der DB so wichtig, wenn doch angeblich sowieso niemand zu einem anderen EVU wechseln möchte?

Und zu "von vornherein...": Da ist nichts mit "von vornherein" und "absehbar". Transdev kann selbstverständlich Leute ausbilden und Leute einstellen, und die Zeit ist dafür auch nicht zu knapp. Aus der Tatsache, dass an Ort X in der Vergangenheit oder heute Personalmangel besteht, kann man eben _nicht_ rechtssicher ableiten, dass dieser Personalmangel in einigen Jahren auch an Ort Y bestehen wird. Nicht einmal dann, wenn es in einigen Jahren tatsächlich so kommen _sollte_, kann man sich hinstellen und seriös behaupten, das sei doch von vornherein klar gewesen.
-------------------

Hallo,

wenn VW genug Mitarbeiter entlassen sollte, könnte einiges in der Region möglich sein.

Vom Arbeitsamt kommen mittlerweile nur die ,,Reste", denn vernünftige, motivierte Menschen sind da kaum noch gemeldet ohne Einschränkungen.

Gruß

Re:

geschrieben von: Pio

Datum: 28.11.19 10:57

Nööö, aber bei einem Unternehmen welches mir in den nächsten 25-45 Jahren einen Arbeitsplatz bietet, mit einem großen Konzern, mit mehreren Betriebsteilen vor Ort ist, da würde ich eher anfangen, als bei einem Unternehmen, welches das wahrscheinliche Verfallsdatum schon auf den Ausschreibungsunterlagen stehen hat bevor es überhaupt anfängt. Falls nicht vieleicht und eventuell sich der Vertrag unter günstigsten Umständen nach der nächsten Ausschreibung doch verlängert.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 10:58.

Re: Re:

geschrieben von: Tw666

Datum: 28.11.19 11:01

Und deshalb haben diverse Städtische Verkehrsunternehmen, die seit Betriebsgründung dort Fahren Personalmange?
Heizer Jupp schrieb:
DBler schrieb:
Hier geht es um einen öffentlichen Auftrag mit öffentlichen Geldern.
Der Erfolgt Selbstverständlich per Ausschreibung.
Ist ja alles gut und schön. Nur: Warum gestattet man überhaupt erst die Ausschreibungsbeteiligung und erteilt dann sogar noch den Zuschlag an Unternehmen, bei denen von vornherein die personalmangelbedingte zu geringe Leistungsfähigkeit, wenn nicht schon bekannt, so doch aber zumindestens absehbar war?
Wer glaubt, dass die Ausschreibungen und die Privaten die Probleme am Personalmangel sind und ohne Ausschreibung alles besser wäre, glaubt auch an den Weihnachtsmann oder dass Zitronenfalter Zitronen falten. Was bedeutet es denn im Umkehrschluss, wenn Lokführer von der S-Bahn Hannover lieber bei der DB weiterarbeiten? Hätte die DB die Ausschreibung gewonnen wären diese bei der S-Bahn geblieben und in anderen Bereichen des Konzerns gäbe es Lokführermangel. Da werden doch auch nur Löcher gestopft. Da ist DB Regio fein raus, kann man mit dem Finger auf die bösen Privaten zeigen, dabei hätte man selbst die Probleme, wenn man die Lose gewonnen hätte.

Es gibt einfach zu wenig Lokführer/innen. Da spielen die Ausschreibungen doch nur eine Nebenrolle.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Re:

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 28.11.19 11:43

Pio schrieb:
Nööö, aber bei einem Unternehmen welches mir in den nächsten 25-45 Jahren einen Arbeitsplatz bietet, mit einem großen Konzern, mit mehreren Betriebsteilen vor Ort ist, da würde ich eher anfangen, als bei einem Unternehmen, welches das wahrscheinliche Verfallsdatum schon auf den Ausschreibungsunterlagen stehen hat bevor es überhaupt anfängt. Falls nicht vieleicht und eventuell sich der Vertrag unter günstigsten Umständen nach der nächsten Ausschreibung doch verlängert.
Auch wenn es nicht gern gelesen wird: Wenn du als Tf in Hannover anfängst, hast du die nahezu 100%ige Garantie, auch noch im Jahr vor der Rente Tf in Hannover zu sein. Wo gibt es diese Garantie heute noch?! Maximal als Beamter...

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
O405 schrieb:
[www.haz.de]

Das dürfte spannend werden. Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Stimmt natürlich: Würde man die öffentlichen Gelder wie früher blindlinks und ohne Ausschreibung im Schwarzen Loch des DB-Konzerns versenken hätte man keinen Personalmangeln, wann man zu dem Preis dann schon nur die Hälfte der Züge fahren könnte.
Aber aus Geldnot von 50% Leistung 98% erbracht zu bekommen ist natürlich besser, als von 100% nur 95% wegen Personalknappheit erbringen zu können, stimmt... nicht ? hmm...

Re:

geschrieben von: Pio

Datum: 28.11.19 11:44

Nööö, den haben sie weil es unatraktive Arbeitsbedingungen sind, die Anerkennung der getätigten Arbeitsleistung nicht stimmt und auch viele andere Einflußfaktoren nicht stimmen.
Aber der Mangel wird halt durch ein Arbeitsplatz welcher ein Verfallsdatum hat verschärft.
Und wer sich in dieser Berufsgruppe den Arbeitgeber aussuchen kann, der nimmmt den, den er möchte und nicht den der den größten Bedarf hat.
Und wenn ich vor der Entscheidung stehen würde, würde ich mir den Arbeitgeber aussuchen der mir nach Ausschreibungsverlust Ortsnah eine Perspektive bietet.
Ob nun S-Bahn, Fensterzüge mit rotem Lack und weißen Streifen, mit lichtgrauen Lack und rotem Streifen oder ganz ohne Fenster der DB Konzern hat für die Kollegen im Raum Hannover Arbeit.
Und der Geschäftsführer von Transdev hat Erfahrung mit einem S-Bahn Unternehmen. Die Berliner sind ihm heute noch "dankbar".

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
M 262 schrieb:
O405 schrieb:
(...) Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Ja wer konnte das denn ahnen...
Die Transdev ließ in Ihren Pressemtteilungen zur Übernahme der S- Bahn Hannover schon verlauten, dass sie auf reichlich wechselwillige Mitarbeiter der jetzigen S-Bahn Hannover der DB hoffen. Ob sie daran wirklich geglaubt haben, kann ich nicht beurteilen.

Das wird auf jeden Fall ein Scheitern mit Ansage.
Plutone schrieb:
O405 schrieb:
[www.haz.de]

Das dürfte spannend werden. Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Stimmt natürlich: Würde man die öffentlichen Gelder wie früher blindlinks und ohne Ausschreibung im Schwarzen Loch des DB-Konzerns versenken hätte man keinen Personalmangeln, wann man zu dem Preis dann schon nur die Hälfte der Züge fahren könnte.
Aber aus Geldnot von 50% Leistung 98% erbracht zu bekommen ist natürlich besser, als von 100% nur 95% wegen Personalknappheit erbringen zu können, stimmt... nicht ? hmm...
Das trifft in diesem Fall nicht zu. Kostensenkungsrunden hat es zwischen RH, LNVG und DB reichlich gegeben.
Bei einem staatlichen Unternehmen hätte man es nicht mehr mit dem Risiko-Phänomen zu tun die Belegschaft etwa alle 12 Jahre austauschen zu müssen. Zudem könnten neue Fahrzeuge nach und nach eingeschert werden und nicht wie heute eine komplette Flotte auf einen Schlag zum Stichtag X. Alles könnte nachhaltiger und sanfter aufgezogen werden.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
wenn doch angeblich sowieso niemand...

Da dichtest Du jetzt selber was hinein. Dürfte kaum jemand behauptet haben, daß nie ein Tf wechselt. Aber die wenigern, die es doch tun, für die gilt diese angesprochene Regelung. Die ist aber nicht alles, weshalb viele doch bei der DB bleiben wollen.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Wer glaubt, dass die Ausschreibungen und die Privaten die Probleme am Personalmangel sind und ohne Ausschreibung alles besser wäre, glaubt auch an den Weihnachtsmann oder dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Die das anderen unterstellen, haben aber auch so ihre eigenen Weihnachtsmänner und Zitronenfalter.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Haben sie sich verdient!

geschrieben von: Dieselpower

Datum: 28.11.19 13:00

Tja, ist wohl der selbst eingebrockte Teufelskreis des nervigen Ausschreibungssystems!

Würde man (vergleichbar privaten Güterbahnen) wechselwilligen DB-Tfs z.B. 500 € über Tarif anbieten, würden wahrscheinlich deutlich mehr Bestands-Tf zu Transdev wechseln und über die Nachteile hinwegsehen. Aber das geht ja nicht, weil man mit derart kalkulierten Personalkosten die Ausschreibung nicht gewonnen hätte.

Denn eins ist nunmal Fakt, mit 08/15-Tarifvertrag, 12 Jahren Arbeitsplatzsicherheit, und dann auch noch im unattraktiven S-Bahndienst, mit solch "tollen" Aussichten lockt man keinen gestandenen Tf hinter dem Ofen hervor, geschweige denn von ausserhalb nach Hannover. Die schauen belustigt zu und lachen sich einen!

Also bleibt nur ein verzweifelter Bettelbrief, um irgendwie Tf-Umschüler zu akquirieren. Irgendwie kann ich für soviel Blauäugikeit von Besteller und Betreiber kein Mitleid empfinden, allenfalls Hohn und Spott!

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren!





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 13:28.
KHM schrieb:
Gegenfrage: Warum war - und ist!!! - den Gewerkschaften das Thema Personalübergang gerade bei der DB so wichtig, wenn doch angeblich sowieso niemand zu einem anderen EVU wechseln möchte?
Genau so ist es! Die Aufgabenträger könnten wahrscheinlich jedem Tf und jeder Zugbegleiterin noch so viele Gimmicks beim Betreiberwechsel verpassen - die meisten würden dann doch lieber zur Not innerhalb des DB-Konzerns wechseln wollen, weil NE ja grundsätzlich eher bäh sind. Das gleicht einem Kampf gegen Windmühlen!!

Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: stellwerk_wf

Datum: 28.11.19 13:32

Dieselpower schrieb:
Tja, ist wohl der selbst eingebrockte Teufelskreis des nervigen Ausschreibungssystems!
Nervig ist allein, dass es manchen hier nach all den Jahren immer noch schwierig fällt, sich mit den Gegegebenheit abzufinden, und die deswegen meinen, jedes Mal eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu müssen.
Organisiere Dir für Deine Meinung eine politische Mehrheit und ändere das Vergaberecht. So einfach ist das!

Grüße
stellwerk_wf

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 28.11.19 13:37

stellwerk_wf schrieb:
Dieselpower schrieb:
Tja, ist wohl der selbst eingebrockte Teufelskreis des nervigen Ausschreibungssystems!
Nervig ist allein, dass es manchen hier nach all den Jahren immer noch schwierig fällt, sich mit den Gegegebenheit abzufinden, und die deswegen meinen, jedes Mal eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu müssen.
Organisiere Dir für Deine Meinung eine politische Mehrheit und ändere das Vergaberecht. So einfach ist das!

Grüße
stellwerk_wf
Ändert aber nix an der der Aussage, auch wenn sich zum Beispiel für mich vieles zum Positiven geändert/verändert hat.

Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Dieselpower

Datum: 28.11.19 13:47

stellwerk_wf schrieb:
Dieselpower schrieb:
Tja, ist wohl der selbst eingebrockte Teufelskreis des nervigen Ausschreibungssystems!
Nervig ist allein, dass es manchen hier nach all den Jahren immer noch schwierig fällt, sich mit den Gegegebenheit abzufinden, und die deswegen meinen, jedes Mal eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu müssen.
Organisiere Dir für Deine Meinung eine politische Mehrheit und ändere das Vergaberecht. So einfach ist das!

Grüße
stellwerk_wf
Irgendwie hast Du da was falsch verstanden!

Wir Eisenbahner leben doch mit diesem System allerbestens! Wir können uns aussuchen, wo, für wen und zu welchen Konditionen wir arbeiten wollen. Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSmvawToASUUxiPnqTrVOw_BVaNPFdDQjBpGaPZTyBB7ejY_LqzPyL8HJA
Nur echt mit einem Hang zu sarkastischen und zynischen Kommentaren!

matzehbs schrieb:
M 262 schrieb:
O405 schrieb:
(...) Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Ja wer konnte das denn ahnen...
Die Transdev ließ in Ihren Pressemtteilungen zur Übernahme der S- Bahn Hannover schon verlauten, dass sie auf reichlich wechselwillige Mitarbeiter der jetzigen S-Bahn Hannover der DB hoffen. Ob sie daran wirklich geglaubt haben, kann ich nicht beurteilen.

Das wird auf jeden Fall ein Scheitern mit Ansage.
Sehe ich auch so. Jeder Tf der Ahnung hat und bei der S-Bahn Hannover unter DB fährt der bleibt auch da. Notfalls halt fährt er dann woanders. Die NWB wird sich noch wundern. 200 Tfs sind auch ne Hausnummer. Ich gehe mal davon aus das in Hannover und Region bei den Jobcentern und der Arbeitsagentur die Werbetrommel gerührt wird für eine Qualifizierung zum Tf. So habe ich das mal in Duisburg erlebt bei Betriebaufnahme von Abellio. Ich bin gespannt wie viele Tfs die NWB zusammen bekommt. Auf jeden Fall wird es ein neues S-Bahn-Chaos mit Ansage.

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Gumminase

Datum: 28.11.19 14:48

Dieselpower schrieb:
Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!
Leider ist es damit auch ein ganz großes Problem für die Fahrgäste. Von mir aus darf das so nicht weitergehen!

Gewerkschaftsthema Personalübergang

geschrieben von: MD 612

Datum: 28.11.19 16:56

KHM schrieb:
Gegenfrage: Warum war - und ist!!! - den Gewerkschaften das Thema Personalübergang gerade bei der DB so wichtig, wenn doch angeblich sowieso niemand zu einem anderen EVU wechseln möchte?
Erstens ist der Gewerkschaft diese Forderung nicht nur beim Übergang DB auf "Privat" wichtig, sondern auch beim Übergang "Privat" auf DB bzw. "Privat" auf Privat". Zweitens entstammt diese Forderung noch aus einer Zeit, als es alles andere als selbstverständlich bzw. aus Mangelgründen erforderlich war, dass der Neubetreiber die Personale 1:1 übernimmt. Und drittens kann es auch heute noch passieren, dass eine bunte Bahn oder die DB die Personale vom Altbetreiber nicht komplett übernehmen will, weil man gerade ein anderes Netz in der Nähe verloren hat.

Gruß Peter

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Wechsel- oder Nichtwechselmotivation

geschrieben von: MD 612

Datum: 28.11.19 17:05

stellwerk_wf schrieb:
Die Aufgabenträger könnten wahrscheinlich jedem Tf und jeder Zugbegleiterin noch so viele Gimmicks beim Betreiberwechsel verpassen - die meisten würden dann doch lieber zur Not innerhalb des DB-Konzerns wechseln wollen, weil NE ja grundsätzlich eher bäh sind.
Da sollten diverse NE-Bahnen mal angestrengt nachdenken, warum das so ist. Gleichlautende Tarifverträge sind eben nicht alles, um als attraktiver Arbeitgeber zu gelten gehört noch ein bisschen mehr dazu. Sozialleistungen, Vorhaltung von Meldestellen, Sozial- und Aufenthaltsräumen, Arbeitsklima, Gestaltung der Schicht- und Einsatzpläne uvm., auch mit sowas kann man punkten im Wettbewerb um gute Personale. Nicht umsonst wechseln immer wieder Kollegen von der NE-Bahn zur DB, obwohl der Arbeitsplatz bei der NE-Bahn noch auf Jahre hinaus sicher ist, selbige einen gleichlautenden Tarifvertrag mit 100%-Anbindung hat und obwohl sie vorher nie bei der DB waren.

Gruß Peter

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward
Heizer Jupp schrieb:
DBler schrieb:
Hier geht es um einen öffentlichen Auftrag mit öffentlichen Geldern.
Der Erfolgt Selbstverständlich per Ausschreibung.
Ist ja alles gut und schön. Nur: Warum gestattet man überhaupt erst die Ausschreibungsbeteiligung und erteilt dann sogar noch den Zuschlag an Unternehmen, bei denen von vornherein die personalmangelbedingte zu geringe Leistungsfähigkeit, wenn nicht schon bekannt, so doch aber zumindestens absehbar war?
Auch bei der DB gibt es Lokführermangel. Nach Deiner Logik dürfte sich kein einziges EVU bewerben.

Re: Haben sie sich verdient!

geschrieben von: M 262

Datum: 28.11.19 17:18

Dieselpower schrieb:
Tja, ist wohl der selbst eingebrockte Teufelskreis des nervigen Ausschreibungssystems!

Würde man (vergleichbar privaten Güterbahnen) wechselwilligen DB-Tfs z.B. 500 € über Tarif anbieten, würden wahrscheinlich deutlich mehr Bestands-Tf zu Transdev wechseln und über die Nachteile hinwegsehen. Aber das geht ja nicht, weil man mit derart kalkulierten Personalkosten die Ausschreibung nicht gewonnen hätte.

Denn eins ist nunmal Fakt, mit 08/15-Tarifvertrag, 12 Jahren Arbeitsplatzsicherheit, und dann auch noch im unattraktiven S-Bahndienst, mit solch "tollen" Aussichten lockt man keinen gestandenen Tf hinter dem Ofen hervor, geschweige denn von ausserhalb nach Hannover. Die schauen belustigt zu und lachen sich einen!

Also bleibt nur ein verzweifelter Bettelbrief, um irgendwie Tf-Umschüler zu akquirieren. Irgendwie kann ich für soviel Blauäugikeit von Besteller und Betreiber kein Mitleid empfinden, allenfalls Hohn und Spott!
Wie sagt der Hamburger so schön: nichts ist doofer als Hannover.
truestepper schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
DBler schrieb:
Hier geht es um einen öffentlichen Auftrag mit öffentlichen Geldern.
Der Erfolgt Selbstverständlich per Ausschreibung.
Ist ja alles gut und schön. Nur: Warum gestattet man überhaupt erst die Ausschreibungsbeteiligung und erteilt dann sogar noch den Zuschlag an Unternehmen, bei denen von vornherein die personalmangelbedingte zu geringe Leistungsfähigkeit, wenn nicht schon bekannt, so doch aber zumindestens absehbar war?
Auch bei der DB gibt es Lokführermangel. Nach Deiner Logik dürfte sich kein einziges EVU bewerben.

Aber die zu befahrenden Netze fallen doch auch nicht einfach so vom Himmel. Wer ist dort vorher gefahren und wie hat er das bloß gemacht?
Ich kegele doch nicht ohne Not einen funktionierenden Betreiber 'raus, um mir einen Windbeutel hereinzuholen...

Nicht alles, was zwei Backen hat, ist ein Gesicht.
Es kann auch ein Schraubstock sein...

Wer mit GLS versendet,
der hat Zeit und Geld verschwendet.
Immer billig und "husch-husch",
wird am Ende großer Pfusch!

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Bw Sangerhausen

Datum: 28.11.19 17:35

Gumminase schrieb:
Dieselpower schrieb:
Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!
Leider ist es damit auch ein ganz großes Problem für die Fahrgäste. Von mir aus darf das so nicht weitergehen!

Tja, aber damit mußt Du Dich bei denen beschweren, die alleine im Ausschreibungs-Billigwahn und in der Privatisierung das Heil sehen...
Helmalf schrieb:
Der ÖPNV gehört meiner Meinung nach zur Daseinsvorsorge und somit in öffentliche Hand. Was nach den Ausschreibungen dann so abgeht ist ja nun hnlänglich bekannt.

Der ÖPNV ist nicht nur deiner Meinung nach Daseinsvorsorge, er ist dies sogar faktisch/rechtlich.

Wenn er nicht zur Daseinsvorsorge gehören würde, müsste er ja auch nicht ausgeschrieben werden.

In öffentlicher Hand ist er ebenfalls - weil er ja Daseinsvorsorge ist. Nur die Erbringung erfolgt eben jetzt durch einen - möglicherweise, aber nicht zwingendermaßen privaten - Dienstleister. Die Verantwortung für die Planung des ÖPNVs ist nur im Zuge der Regionalisierung des SPNVs in den 1990er Jahren von einer anonymen, kaum irgendwem einer Rechenschaft schuldigen Bundeseinrichtung auf Länder und Regionen übertragen worden. Dies veränderten Strukturen haben wesentlich zur Verbesserung des SPNV seit den 1990er und zu steigenden Kundenzahlen beigetragen. Die Regionalisierung ist damit ein Erfolgsmodell.

Personalmangel hatte auch die Bundesbahn kurz vor ihrem Ende bzw. kurz vor der Wiedervereinigung. Gerade die Unfähigkeit einer großen Behörde bei der Personalgewinnung ist ja ein gutes Argument auf Dienstleister zurückzugreifen, die flexibler auf dem Arbeitsmarkt agieren können. Es gibt sicher Gründe, wegen derer man die Rückkehr einer Bundesbahn fordern kann. Der arbeitsmarktbedingte Personalmangel zur Zeit gehört sicher nicht dazu.

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Ben.Skye

Datum: 28.11.19 17:58

Dieselpower schrieb:
Wir Eisenbahner leben doch mit diesem System allerbestens! Wir können uns aussuchen, wo, für wen und zu welchen Konditionen wir arbeiten wollen. Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!
Ihr seid darüber hinaus mit hoher Wahrscheinlichkeit in periodischen Abständen gezwungen, den Arbeitgeber oder beim Arbeitgeber den Wirkungskreis (S-Bahn Hannover zu DB Cargo o.ä.) zu wechseln. Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel, ein Wechsel der Strukturen, ist bekanntermaßen arbeitspsychologisch überaus gesund. Auch für einen Arbeitgeber ist es gut, wenn Personalkonstellation und Tätigkeiten sich nicht über Jahrzehnte nicht verändern, das ist wesentlich mit ein Problem in der Ineffizienz von Behörden und (statischen) Großkonzernen.

Re: Re:

geschrieben von: Pio

Datum: 28.11.19 17:59

Das mit denBeamten kann ganz langsam aber mit zunehmender Sicherheit vergessen werden.
Einfach mal nachrechnen.
Wann wurden die letzten Lokführer verbeamtet?
Wie hoch war der Altersdurchschnitt zu dieser Zeit unter den Lokführern?
Heute haben wir 2019 !!!
Also der Anteil schwindet immer weiter.

Aber wir werden ja noch in diesem Jahr in einem anderen Bundesland, in dem man meint aus Trantütigkeit mit Direktvergaben hantieren zu können, sehen wie das so läuft.
Bin echt mal gespannt wie dort der erzwungene Betreiberwechsel klappt.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Das läuft bestimmt...
Jobcenter bekommt Auftrag zu helfen,
Land gibt nachträglich Zuschüsse und
etliche Politiklieblinge bekommen ihre
versprochenen Posten als Geschäftsführer.

Unterm Strich nichts gespart,
Kunden sind genervt,
Personale verunsichert.

Verantwortung wird nie einer übernehmen.

Gute Nacht

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: cargonaut69

Datum: 28.11.19 18:28

Bw Sangerhausen schrieb:
Gumminase schrieb:
Dieselpower schrieb:
Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!
Leider ist es damit auch ein ganz großes Problem für die Fahrgäste. Von mir aus darf das so nicht weitergehen!
Tja, aber damit mußt Du Dich bei denen beschweren, die alleine im Ausschreibungs-Billigwahn und in der Privatisierung das Heil sehen...
Genau so ist es: Der Fehler liegt im (Ausschreibungs-)System!
Der billigste Bewerber bekommt den Zuschlag.
Der Billigste ist logischerweise der, der die niedrigsten Löhne zahlt.
Der, der die niedrigsten Löhne zahlt, findet am wenigsten Personal.
Leider war das bei der Einführung dieses Systems mit der Bahnreform noch nicht so - damals haben die privaten Anbieter ausschließlich davon "gelebt", daß die DB ständig Leute abbaut... Selber Lokführer ausbilden mußten die jahr(zehnt)elang nicht - und so kam der o.g. "Fehler im System" auch lange nicht zum Vorschein.
Mittlerweile hat die DB selbst Personalmangel - und "Privatbahns" stellen entgeistert fest: "Auweia - wir müssen ja plötzlich Leute ausbilden! Sowas aber auch!" Dazu kommen noch Tf, die allen Ernstes zurück zur DB wechseln - wer hätte denn auch mit sowas rechnen können?
Auch wenn hier ja immer viel auf die DB "eingedroschen" wird (weil es offenbar zum guten Ton gehört?): In meinem Umfeld ist die Anzahl der (freiwilligen!) Wechsler Privat > DB mittlerweile deutlich größer als die der DB>Privat-Wechsler - darüber möge sich dann jetzt jeder selbst ein Bild machen... (Und damit auch über die Erfolgsaussichten, daß sich in Hannover genug Tf für die Transdev-S-Bahn finden.)



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 18:30.

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Bernd Sandmann

Datum: 28.11.19 18:37

Ben.Skye schrieb:
Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel, ein Wechsel der Strukturen, ist bekanntermaßen arbeitspsychologisch überaus gesund. Auch für einen Arbeitgeber ist es gut, wenn Personalkonstellation und Tätigkeiten sich nicht über Jahrzehnte nicht verändern, das ist wesentlich mit ein Problem in der Ineffizienz von Behörden und (statischen) Großkonzernen.
Du bist vermutlich bei den Jungliberalen und möchtest Lindners Liebling werden. Beende erstmal die Schule und arbeite mal ein paar Jahre bevor Du so einen Unfug nachplapperst. Für die allermeisten Arbeitnehmer (nicht nur Eisenbahner) ist der Job nur ein Job und wenn man das Glück hat einen zu haben, mit dem man zufrieden ist, oder sogar Spaß macht, sieht man zu, diesen zu behalten. Jeder Arbeitsplatzwechsel, vor allem mit Wohnortwechsel bedeutet unnötigen Streß, nicht für den Arbeitnehmer selbst, sondern auch für die Familie ( Verlust von Freunden; ich weiß wovon ich rede.....).
MfG. B.S.

Das komm davon, wenn man keine Ausbildungen startet

geschrieben von: BR146106

Datum: 28.11.19 18:37

Moin,

die eurobahn in NRW ist doch das beste Beispiel, ebenfalls 3 Jahre Zeit und 4 Monate vor der Betriebsaufnahme fehlten immer noch 50% des nötigen Personals. Und jetzt der Nächste im Bunde, der es nicht mal schafft in Bremen genug Personale zu finden, wo es doch dort reichlich Arbeitssuchende gibt, wenn man der Statistik glauben schenken darf.

Bisher hat man sich halt bei der bösen Bahn bedient, nur diese hat jetzt selber entsprechenden Bedarf, so das man im Konzer verbleiben kann. Und im Ländle sieht man doch auch, das die neuen EVU sogar mit dem Altbetreiber Verträge abschließen, weil man selber keine Leute findet! Sonst sähe es rund um den U-Bahnhof Stuttgart noch schlimmer aus, mit den Zugausfällen. Also wo sind denn nun all die Bewerber, egal ob driekt von der Schule oder von Vater Staat?

gruß carsten

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Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: M 262

Datum: 28.11.19 19:43

Ben.Skye schrieb:
Dieselpower schrieb:
Wir Eisenbahner leben doch mit diesem System allerbestens! Wir können uns aussuchen, wo, für wen und zu welchen Konditionen wir arbeiten wollen. Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!
Ihr seid darüber hinaus mit hoher Wahrscheinlichkeit in periodischen Abständen gezwungen, den Arbeitgeber oder beim Arbeitgeber den Wirkungskreis (S-Bahn Hannover zu DB Cargo o.ä.) zu wechseln. Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel, ein Wechsel der Strukturen, ist bekanntermaßen arbeitspsychologisch überaus gesund. Auch für einen Arbeitgeber ist es gut, wenn Personalkonstellation und Tätigkeiten sich nicht über Jahrzehnte nicht verändern, das ist wesentlich mit ein Problem in der Ineffizienz von Behörden und (statischen) Großkonzernen.
Dann geh mal mit gutem Beispiel voran und bewirb dich als Zugbegleiter beim Alex. Ich suche mir immer noch selber aus, wann ich meinen Arbeitsplatz wechsele...

Re: Das komm davon, wenn man keine Ausbildungen startet

geschrieben von: Ferdi

Datum: 28.11.19 19:53

BR146106 schrieb:
Also wo sind denn nun all die Bewerber, egal ob driekt von der Schule oder von Vater Staat?
Hier ist einer! Jedoch habe ich keinerlei Reaktion auf meine Bewerbung erhalten. Wäre sehr gerne Tf.

Allerdings komme ich weder direkt von der Schule, noch vom Arbeitsamt. Vielleicht liegt es daran.

Wer zu wem?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 28.11.19 19:56

"Nicht umsonst wechseln immer wieder Kollegen von der NE-Bahn zur DB, obwohl der Arbeitsplatz bei der NE-Bahn noch auf Jahre hinaus sicher ist, selbige einen gleichlautenden Tarifvertrag mit 100%-Anbindung hat und obwohl sie vorher nie bei der DB waren"

Tag,

diese Wechselbewegung kenne ich allerdings auch anders herum. So pauschal würde ich das daher nicht unterschreiben.

Viele Grüße

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wagen-kl.jpg

Re: Wer zu wem?

geschrieben von: MD 612

Datum: 28.11.19 20:12

Der Zeuge Desiros schrieb:
diese Wechselbewegung kenne ich allerdings auch anders herum.
Mag sein, ich würde es auch nicht bestreiten wollen. Nur hier in der Region geht es derzeit in der Richtung wie von mir beschrieben. Und das nicht nur in Einzelfällen...

Gruß Peter

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Ben.Skye

Datum: 28.11.19 20:30

Bernd Sandmann schrieb:Zitat:
Du bist vermutlich bei den Jungliberalen und möchtest Lindners Liebling werden.
Hardly :D
Vor 1982 hätte ich mich vielleicht den Jungdemokraten, den linksliberalen Vorgängern der JuLis verbunden gefühlt. Aber ich bin - wie ich gerade mit erschrecken festgestellt habe - zu alt für Parteijugendorganisationen. Und seit 1982 sind ja auch spannende Alternativen gegründet worden...

Aber nein, ich bin ein Linker. Ein Linker, der den demokratisch legitimierten Staat in einer wichtigen steuernden Rolle sieht, und gerade deswegen um die Handlungsfähigkeit des Staates und seiner Behörden besorgt ist.

Lindner und Co. halte ich für verantwortungslose (Klimawandel etc.) Egoisten.

Zitat:
Beende erstmal die Schule und arbeite mal ein paar Jahre bevor Du so einen Unfug nachplapperst.
Ich habe schon in der freien Wirtschaft, für diverse Behörden und als Freiberufler gearbeitet. Mach dir da mal keine Sorgen.

Zitat:
Jeder Arbeitsplatzwechsel, vor allem mit Wohnortwechsel bedeutet unnötigen Streß, nicht für den Arbeitnehmer selbst, sondern auch für die Familie ( Verlust von Freunden; ich weiß wovon ich rede.....).
@"Jeder Arbeitsplatzwechsel": Das ist wissenschaftlich erwiesenermaßen falsch. Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel trägt zur größeren persönlichen und privaten Zufriedenheit bei. Deswegen rät man privaten und öffentlichen Arbeitgebern auch, Mitarbeiterwechsel zu anderen Arbeitgebern zu erleichtern und regelmäßige Arbeitsplatzwechsel = wesentliche Änderung der Tätigkeitsbeschreibung (ca. alle 5-10 Jahre) innerhalb von Unternehmen zu fördern. In Ländern mit progressiven Gewerkschaften (Skandinavien z.B.) sehen auch diese das so.

Zitat:
Für die allermeisten Arbeitnehmer (nicht nur Eisenbahner) ist der Job nur ein Job
Eben.

Zitat:
und wenn man das Glück hat einen zu haben, mit dem man zufrieden ist, oder sogar Spaß macht, sieht man zu, diesen zu behalten.
Das stimmt. Es wird immer Arbeitnehmer geben die dauerhaft in einer Position zufrieden sind. Das ist aber eher die Ausnahme von der Regel.

Ebenso würde ich unterstützen, dass sehr kurze Vertragslaufzeiten und mangelnde Planbarkeit auf Arbeitnehmerseite eine große Beeinträchtigung für die Lebensqualität und Planbarkeit der Arbeitnehmer sind. Dieses leistet sich neben der freien Wirtschaft aber insbesondere auch der Staat bzw. die Kommunen an vielen Stellen. Diese sind aber häufig die andere Seite der Medallie der Unkündigbarkeit des Planstellenpersonals.

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: KHM

Datum: 29.11.19 07:19

Ich finde es ja immer witzig:

Wenn es zum Beispiel um Vorgaben bzgl. des Personals (und dessen Bezahlung) geht, sollen die Aufgabenträger - immerhin Teile der öffentlichen Verwaltung und damit besonders der Einhaltung von Recht und Gesetz verpflichtet - das Recht nicht nur unbedingt erfüllen, sondern am besten weit übererfüllen (was übrigens auch ein Rechtsbruch wäre, aber das nur nebenbei.)

Geht es jedoch um die Ausschreibungen als solche, sollen die Aufgabenträger das geltende Recht nach Meinung einer ziemlich lautstarken DSO-Fraktion am besten mit Füßen treten und ignorieren.

Übrigens wird da keiner "ohne Not rausgekegelt." Nicht mal "gekegelt", was ja irgendwie eine aktive Handlung wäre. Da läuft ganz regulär ein einstmals abgeschlossener Vertrag aus (und diese Befristung ist übrigens auch gesetzlich vorgeschrieben.) Genausowenig wird irgendjemandem ein Netz "weggenommen."

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 29.11.19 08:15

Auch wenn ich deine Theorie nicht teile, so ist doch das deutsche System der Berufsausbildung der wesentliche Verhinderer dieser Wechsel. In der Schweiz z.B. ist es durchaus üblich nach einem Drittel des Arbeitslebens etwas ganz anderes zu machen - freiwillig, nicht gezwungen. Nur stehen die meisten dann ja mitten im Leben, haben Haus, Frsu, Kinder... Zahle das mal mit einem Ausbildungsgehalt weiter. Wenn man so etwas also fördern will, muss man dafür auch Strukturen schaffen. Ich habe zwei Mal freiwillig den AG, aber nicht die Tätigkeit gewechselt und würde das immer wieder so tun.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: meister-röhrich

Datum: 29.11.19 08:57

Hallo.


Hier wird eifrig diskutiert über das hin und her bei der Vergabe der Netze. Hat jemand von Euch schon einmal daran gedacht, dass der Beruf des Triebfahrzeugführers schon lange nicht mehr wirklich attraktiv ist. Die Bezahlung dieses Postens ist auch bei der DB-AG schon lange nicht mehr angemessen! Die immense Verantwortung und der Stress, welcher er oder sie hat durch immer wieder vorkommende Verspätungen - auch von anderen Zügen - erleiden muss und der Frust der Fahrgäste landet meist bei ihm/íhr. Es gab mal Zeiten, da verdiente der Lokführer mehr als der Direktor einer Bahn! Selbst die viel gescholtene Bundesbahn bezahlte ihre Lokführer/innen als Beamte recht gut. Da gab es diverse Zulagen, welche Dienste zu besonderen Zeiten (Nachts, Sonn- und Feiertag) belohnten.

Ich hatte selber vor weit über zehn Jahren mich bei einer NE (vertrauenswürdig) beworben und was man damals mir zahlen wollte schreckte mich eher ab als dass ich es als angemessene Bezahlung ansah. Da ich einige Tf kenne nenne ich das Gehalt der meisten Lokführer Almosen! Es ist bemerkenswert, dass zu diesen Tarifen überhaupt noch Leute diesen verantwortungsvollen Beruf ausführen.


Bitte denkt daher auch mal daran in den Beiträgen, dass die meisten Tf heute unterbezahlte Fachkräfte sind! Ich bin übrigens nur Museumsbahner geblieben.


Freundliche Grüße
Klaus Röhrich
matzehbs schrieb:
Plutone schrieb:
O405 schrieb:
[www.haz.de]

Das dürfte spannend werden. Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Stimmt natürlich: Würde man die öffentlichen Gelder wie früher blindlinks und ohne Ausschreibung im Schwarzen Loch des DB-Konzerns versenken hätte man keinen Personalmangeln, wann man zu dem Preis dann schon nur die Hälfte der Züge fahren könnte.
Aber aus Geldnot von 50% Leistung 98% erbracht zu bekommen ist natürlich besser, als von 100% nur 95% wegen Personalknappheit erbringen zu können, stimmt... nicht ? hmm...
Das trifft in diesem Fall nicht zu. Kostensenkungsrunden hat es zwischen RH, LNVG und DB reichlich gegeben.
Es ist aber ein Grund, warum Ausschreibungen Pflicht sind, wenn man öffentliche Gelder verwendet.
Ohne Wettbewerb kostet dieselbe Leistung beim nächsten Mal 125%, dann 150%, dann 200% des Ausgangspreises. Das gilt übrigens auch für jeden anderen Wirtschaftsbereich...

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 29.11.19 09:27

Hallo Klaus,

Auch der Beamtensold war ein Witz, die trösteten sich alle mit ihrer Pension. Und das wichtigste war immer, wer wird wann befördert... Richtig in den Keller ging es dann 1994, es gab einen Überbestand und daher konnte man drücken. Die Zulagen haben sich seit damals nie großartig verändert und erforderten auch Kreativität (040 - Zulage für eine Zugfahrt). Heute bist du ja oft ein besserer Obdachloser und eine Woche mit dem Koffer unterwegs.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Plutone schrieb:
Es ist aber ein Grund, warum Ausschreibungen Pflicht sind, wenn man öffentliche Gelder verwendet.
Ohne Wettbewerb kostet dieselbe Leistung beim nächsten Mal 125%, dann 150%, dann 200% des Ausgangspreises. Das gilt übrigens auch für jeden anderen Wirtschaftsbereich...

Richtig, jetzt kostet es nach der Ausschreibung nur 80% und zusätzlich gibts noch dicke Pönale wegen ausgefallener Züge, also eine winwin-Situation für einen Verein wie deinen. Wen interessiert schon der Fahrgast.

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: meister-röhrich

Datum: 29.11.19 14:02

Hallo Matthias,

wenn ein Bundesbahnbeamter mal die ersten (mageren) Jahre rum hatte, war seine Besoldung wirklich ordentlich. Damals gab es ja auch schon angestellte Lokführer. Diese hatten teilweise etwas mehr als die Hälfte der Beamten! Zumindest war die Bezahlung deutlich besser als heute. Daher schwindet auch immer mehr die Begeisterung für den Beruf des Lokführers - leider!

Freundliche Grüße
Klaus Röhrich

Re: Das komm davon, wenn man keine Ausbildungen startet

geschrieben von: BR146106

Datum: 29.11.19 16:28

Moin,

kommt auf das EVU an und ja, das mit dem Arbeitsamt könnte sogar hinkommen. Hatte letztens genauso eine Unterhaltung, da wollte auch jemand Tf werden und war auch alles soweit ok, nur der Bildungsgutschein fehlte und somit Pustekuchen. Ist schon irgendwie eine obskure Situation.

gruß carsten

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Angestellter Tf

geschrieben von: BR146106

Datum: 29.11.19 16:41

Moin,

oh je, das Problem mit dem Lohn und dem Gehalt ist auch hier nicht erkannt. Zwar hatte der Beamte nach A8 mehr Geld Netto, als sein Kollege nach gleichen Arbeitslohn, nur der Beamte musste von seinem Netto noch einiges Bezahlen, was der andere Kollege eben nicht musste. Und die Beamten unterhalb von A8 waren deutlich schlechter gestellt als der Arbeiter im gleichen Beruf. Die Zulagen waren dann aber wieder gleich, bis aus Sonntagsarbeit, dort kam auch der Arbeiter besser weg, weil es Prozentual berechnet wurde und eben nicht nach festen Stundensatz.

Die Schichtzulagen waren in beiden Fällen eher amüsant für alle die in der freien Wirtschaft unterwegs waren. Aber so langsam gibt es die nötige Reform dieser Zulagen.

gruß carsten

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Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: MD 612

Datum: 29.11.19 17:20

meister-röhrich schrieb:
Die Bezahlung dieses Postens [Lokführer] ist auch bei der DB-AG schon lange nicht mehr angemessen! [...] Ich hatte selber vor weit über zehn Jahren mich bei einer NE (vertrauenswürdig) beworben und was man damals mir zahlen wollte schreckte mich eher ab als dass ich es als angemessene Bezahlung ansah.
Es ist natürlich unheimlich glaubwürdig, eine vermeintlich zu niedrige Bezahlung der Lokführer der DB heute mit einem Gehaltsangebot einer NE-Bahn von vor zehn Jahren zu begründen. Zum einen sind die Gehälter bei der DB in den letzten zehn Jahren entscheidend gestiegen (knapp 30%). Zum anderen zahlten die meisten NE-Bahnen vor zehn Jahren noch deutlich unter dem DB-Niveau (teilweise bis zu 30%!!), was heute bei fast allen NE-bahnen nicht mehr so ist.

Man kann ja immer mehr Geld fordern, aber man sollte seine Forderungen dann auch substanziell begründen.

Gruß Peter

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: TatraT4D-M2131

Datum: 29.11.19 18:46

Also zumindest im Güterbereich kann ich keinen Lokführermangel erkennen. Hocken doch in jedem ICE ein Dutzend oder mehr Tf auf Gastfahrt.
Ist halt doof wenn der Hamburger nach Köln und der Dresdner nach Nürnberg zum Dienstbeginn muss. Oder erst mal 100km LZ Fahrt anfallen, weil dort wo der Zug steht alle Loks eine falsche Farbe haben.

Aber bevor dieses volkswirtschaftlich irrationale Kleinklein behoben wird, wird wahrscheinlich sprichwörtlich die Welt untergehen.

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: Hamster1975

Datum: 29.11.19 21:17

Hallo,

ja die Privatisierung, ein alter Hut...

Man hat mit den Ausschreibungen angefangen mit der Vision das Monopol DB zu brechen, den ÖPNV moderner, preiswerter und attraktiver zu machen, was zu nächst auch gelang.
Strecken die vor dem Aus standen hatten plötzlich neue Perspektiven, statt ner Ludmilla + 2 Wagen fuhren plötzlich moderne Triebwagen. Durch die Kosten die Eingespart wurden konnten mehr
Verkehrsleistungen bestellt werden und somit auch mehr Fahrgäste in die Züge geholt werden.
Die Realität war auch das man z. B. bewährte Dosto durch Triebwagen ersetzte und nur rechnerisch auf die Kapazität kam.
Am Anfang war auch die Anzahl der EVU auch noch recht übersichtlich, was sich aber bald änderte. D. h. der Preisdruck nahm auch zu und es musste bei den Ausschreibungen auf
"Teufel komm raus" gespart werden. Die einen sparten bei der Fahrzeugbeschaffung die anderen am Personal, mache vielleicht an beiden.
Die privaten EVU haben oft von Tf profitiert, die zurück in ihre alt Heimat gegangen sind bzw.
die keine Perspektive hatten bei ihrem alten EVU noch Heimatnah eingesetzt zu werden. Somit nahmen viele Kollegen lieber in Kauf zu schlechteren Bedingen beschäftigt zu werden,
als eine Doppelte Haushaltsführung und mehrere hundert Km zu pendeln.

Das die Tf überaltert sind, war branchenweit bekannt, doch warum sollte jemand übermäßig Ausbilden? Damit beim Verlust der Ausschreibung die Tfs das nächste EVU B kostenlos erhält,
für welche das EVU A die Ausbildung bezahlt hat... Noch dazu wo das Berufsbild des Lokführers eh einen schlechtes Image hat und in der Wirtschaft auch gerade Leute gesucht werden...

Wohl im Leben nicht...

So kam es wie kommen musste, kaum eine Ausschreibung mit Neufahrzeugen ist sauber angelaufen. Betreiberwechsel von größeren Netzen werden zum Fiasko und Enden im Chaos.
Teure Ersatzverkehre werden auf die Beine gestellt.

Das was wir heute und hier im Nahverkehr sehen, wie sich EVUs im Wettbewerb "zerfleischen", egal wie, Hauptsache die Ausschreibung gewonnen, ob wir das überhaupt leisten und Fahren können
ist erst einmal egal, wird schon werden, ist somit die Bankrotterklärung von diesem Ausschreibungssystem. Am deutlichsten gerade in BW sichtbar.
Wir gründen Tf und Fahrzeugpool für versaute Ausschreibungen.
Die Frage ist ob dies alles billiger ist, als die weiter oben beschriebenen schwarzen Löcher von damals zu stopfen, oder ob man heute das Geld in Fässer ohne Boden statt in diese schwarzen Löcher investiert.

Was sieht der Mitarbeiter des EVUs an der Basis wenn eine Ausschreibung in die Binsen geht?! Er sieht in den meisten Fällen, das die gleiche Arbeit noch vorhanden ist, diese aber zu schlechteren Bedingungen
erledigt werden muß.

D.h. nicht unbedingt das der Lohn geringer ist, es sind vielleicht soziale Aspekte, was passiert z. B. wenn ich morgen keine Tauglichkeit mehr habe. ect. ect.
So geben viele Mosaiksteine das Bild und jeder muß für sich selbst entscheiden was er macht.

An den Kommentaren kann hier schon deutlich erkennen wer damit was zu tun hat, oder nur glaubt er hat Ahnung...

Zitat: Otto von Bismarck

>> "Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel
der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." <<

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 29.11.19 21:50

TatraT4D-M2131 schrieb:
Also zumindest im Güterbereich kann ich keinen Lokführermangel erkennen. Hocken doch in jedem ICE ein Dutzend oder mehr Tf auf Gastfahrt.
Ist halt doof wenn der Hamburger nach Köln und der Dresdner nach Nürnberg zum Dienstbeginn muss. Oder erst mal 100km LZ Fahrt anfallen, weil dort wo der Zug steht alle Loks eine falsche Farbe haben.

Aber bevor dieses volkswirtschaftlich irrationale Kleinklein behoben wird, wird wahrscheinlich sprichwörtlich die Welt untergehen.
Mit dem ach so tollen Wettbewerb und den 400 Plus x EVUs hat man dieses Kleinklein dich erst zementiert?! Hat nur von den Verantwortlichen keiner verstanden...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Schaffner77

Datum: 30.11.19 01:22

[quote=Ben.Skye schrieb:
Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel trägt zur größeren persönlichen und privaten Zufriedenheit bei. Deswegen rät man privaten und öffentlichen Arbeitgebern auch, Mitarbeiterwechsel zu anderen Arbeitgebern zu erleichtern und regelmäßige Arbeitsplatzwechsel = wesentliche Änderung der Tätigkeitsbeschreibung (ca. alle 5-10 Jahre) innerhalb von Unternehmen zu fördern. In Ländern mit progressiven Gewerkschaften (Skandinavien z.B.) sehen auch diese das so.


Was ist denn das für ein Käse ,was du hier von dir gibst.Ich kenne Leute ,die haben 45 Jahre in einer Firma gearbeitet.Nicht immer auf dem selben Arbeitsplatz,aber immer in der selben Firma.Wenn man alle fünf Jahre den Arbeitsplatz (möglichst noch einhergehend mit Ortswechsel) wechseln soll,dass bringt extreme Unruhe ins Familienleben.Und kostet meist viel Geld durch den Umzug von Ort zu Ort. Was passiert denn zum Beispiel,wenn mit den Eltern und Schwiegereltern mal was passiert und man wohnt seit dem letzten Arbeitsplatzwechsel 600km entfernt?? Ne ne zur grösseren persönlichen Zufriedenheit trägt sowas garantiert nicht!!! bei.Sowas streßt nur extrem die Familie. Das ist gequirlter Müll was du hier schreibst. Ich weiß wovon ich rede... Ausserdem sind wir Arbeitnehmer keine Mänätscher,die man nach zwei Jahren zum Teufel jagen kann,da sie eh nur verbrannte Erde hinterlassen wenn sie gehen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.19 01:48.

Volle Zustimmung Herr Schaffner! (o.w.T)

geschrieben von: D 895

Datum: 30.11.19 04:37

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln - downgrade Familie

geschrieben von: PeGe

Datum: 30.11.19 11:19

[quote=Schaffner77 schrieb:]
[quote=Ben.Skye schrieb:
Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel trägt zur größeren persönlichen und privaten Zufriedenheit bei. Deswegen rät man privaten und öffentlichen Arbeitgebern auch, Mitarbeiterwechsel zu anderen Arbeitgebern zu erleichtern und regelmäßige Arbeitsplatzwechsel = wesentliche Änderung der Tätigkeitsbeschreibung (ca. alle 5-10 Jahre) innerhalb von Unternehmen zu fördern. In Ländern mit progressiven Gewerkschaften (Skandinavien z.B.) sehen auch diese das so.


..... ". Was passiert denn zum Beispiel,wenn mit den Eltern und Schwiegereltern mal was passiert und man wohnt seit dem letzten Arbeitsplatzwechsel 600km entfernt?? Ne ne zur grösseren persönlichen Zufriedenheit trägt sowas garantiert nicht!!! bei."...
[/quote]
Hallo Schaffner77,
Da kann ich nur zustimmen. Als Ergänzung noch folgender interessanter Punkt.
Vor ein-zwei Monaten war ein dazu passender Artikel in dar Braunschweiger Zeitung. Es ging um das Zusammenleben in der Familie in der heutigen Zeit und mit dem Fazit, das die Familie immer mehr zur WG verkommt.
Passt aber zu den von Dir angemahnten Zeilen.

Nachdenkliche Grüße
PG

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: junglok13

Datum: 30.11.19 12:12

meister-röhrich schrieb:
Ich hatte selber vor weit über zehn Jahren mich bei einer NE (vertrauenswürdig) beworben und was man damals mir zahlen wollte schreckte mich eher ab als dass ich es als angemessene Bezahlung ansah. Da ich einige Tf kenne nenne ich das Gehalt der meisten Lokführer Almosen! Es ist bemerkenswert, dass zu diesen Tarifen überhaupt noch Leute diesen verantwortungsvollen Beruf ausführen.
Da gibt es weit aus verantwortungsvollere Berufe die noch wesentlich schlechter bezahlt werden. Was mich ehrlich total geschockt hat war, dass jemand in der Rettungsleiststelle, also da wo es wirklich um Leben und Tod geht, 20 % weniger verdient als eine Supermarktkassiererin, dazu noch schlechtere Zuschlagsregelungen.
Klar haben die Menschen auch viel Freizeit, denn es klinget nicht jede Minute wie im Fernsehen das Telefon, aber dennoch, als ich den Preis von einer Freundin gehört habe, die sich dort bewarb, dachte ich nur: Oh mein Gott, was sind wir für schreckliche Menschen, dass uns solch eine eigentlich selbstverständliche Dienstleitung so wenig Wert ist. Man muss die Menschen die dort arbeiten eigentlich nur bewundern, den Job machen sie sicherlich nicht wegen des Geldes, sondern aus Pflichtbewusstsein und wohl etwas verkorkstem Helfersyndrom, anders kann man es nicht glauben. Jedenfalls bin ich aus allen Wolken gefallen, dass die Männer und Frauen in der Rettungsleiststelle nur etwas mehr als eine Bäckereiverkäuferin bekommen.

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln -

geschrieben von: Pio

Datum: 30.11.19 13:32

Die erläuterten ständigen Jobwechsel haben wir doch in bestimmten Kreisen schom.
Kariergeilheit, jede noch nur so kleine Chance auf einen Aufstieg nutzen. Koste es was es wolle.
Da sind Lebenspartner, Freunde, Familie und vieles andere vollkommen egal.
Und in jeder neuen Funktion gibt es keine Bindung auf längere Zeit. Kurfristig "Erfolge" feiern welche die weitere Kariere befördern.
Das bringt dann auch keine strategischen Gedanken welche auf Langfristigkeit, Nachhaltigkeit und Perspektive ausgelegt sind.
Wenn der Laden auf Grund der Kurzfristigkeitssanierungsstrategien am zusammenbrechen ist, ist man schon wieder woanders im nächsten Job.
Der Nachfolger kann den Laden noch evtl. irgendwie retten oder auch nicht. Auf der Strecke bleiben die "kleinen" Mitarbeiter.
Und bei den ständigen wechsel der Führungseliten mit ihren ständigen Umstrukturierungsmaßnahmen hält die Mitarbeiter auch immer schön in Unruhe.
Und bei Angst um den weiteren Bestand des Arbeitsplatz und den damit oft auch anstehenden Auslesemaßnahmen, kann man diese Mitarbeiter auch
immer schön gefügig halten.
Nun hat sich das Rad der Geschichte aber in den letzten 30 Jahren von Angst um den Arbeitsplatz, auf Angst vor nicht zu besetzenden Stellen weitergedreht.
Und da möchte der ach so geneigte Arbeitgeber bitte Personal, welches noch gewisse Ängste in sich trägt. Erfahrung mit längerer Arbeitslosigkeit und dem erneuten Eintreten dieser. Diesen Leuten kann man mit Probezeit 1 und Verlängerung 2 oder 3 wegen nichtiger Dinge immer auf Arbeitgeberhörigkeit trimmen.
Selbstbewuste Bewerber auf diesen Knochenjob erscheinen da schon fast suspekt.
Außerdem ist ja die Ausbildung auf Kosten des Steuerzahler auch in der Betriebswirtschaft viel besser darzustellen.
Und wenn mir etwas nichts gekostet hat, kann man es auch schnell entsorgen. Vom Bildungskostenträger kann man sich ja Nachschub hohlen.
Am besten nicht nur mit Bildungsgutschein, sondern auch noch mit entsprechender Förderung der Entlohnung wegen Langzeitarbeitslosigkeit über einen bestimmten Zeitraum.
Und da kann man sich anschließend oder vorher um öffentliche Aufträge bewerben.
Die Chancen sind groß, da man ja sehr Preiswert anbieten kann.
Aber wer spart ??? Erst einmal der Aufgabenträger der Ausschreibung.
Aber wer zahlt ??? Die öffentliche Hand aus einer anderen Kasse.
Wer verliert ??? Die öffentliche Hand, welch ja oh staune, auch der Aufgabenträger der Ausschreibung ist. Die Mitarbeiter welche in diesen Maßnahmen sind. Die Kunden, welche die Auswirkungen dieses Systems immer öfter zu spüren bekommen. Und was das Thema Sicherheit des Betriebs angeht möchte ich mich lieber nicht weiter einlassen.
Wer gewinnt ??? Kein Privates Unternehmen führt einen Auftrag ohne Gewinnabsichten durch. Also bewirbt sich dieses auch nicht, wenn nicht gewisse Gewinnerwartungen
erfüllt werden oder zu erwarten sind. Wie und unter welchen Bedingungen diese Gewinnerwartungen erfüllt werden können ist recht unterschiedlich.
Da kann man ja auch schon mal ein " externer" Bildungsträger vorgeschaltet werden. Und es gibt auch schon Unternehmen welche uns wegen nicht erfüllter Gewinnerwartungen wieder verlassen haben. Ja und wer sonst noch so alles gewinnt, wird bewußt auch im dunklen bleiben.

Welches Unternehmen muß keine Gewinne machen, sondern sollte "nur" Kostendeckend arbeiten ???
Bleibt eigentlich nur die Frage wer verhindert das wie und warum ???

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.19 17:26.