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Das läuft bestimmt...
Jobcenter bekommt Auftrag zu helfen,
Land gibt nachträglich Zuschüsse und
etliche Politiklieblinge bekommen ihre
versprochenen Posten als Geschäftsführer.

Unterm Strich nichts gespart,
Kunden sind genervt,
Personale verunsichert.

Verantwortung wird nie einer übernehmen.

Gute Nacht

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: cargonaut69

Datum: 28.11.19 18:28

Bw Sangerhausen schrieb:
Gumminase schrieb:
Dieselpower schrieb:
Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!
Leider ist es damit auch ein ganz großes Problem für die Fahrgäste. Von mir aus darf das so nicht weitergehen!
Tja, aber damit mußt Du Dich bei denen beschweren, die alleine im Ausschreibungs-Billigwahn und in der Privatisierung das Heil sehen...
Genau so ist es: Der Fehler liegt im (Ausschreibungs-)System!
Der billigste Bewerber bekommt den Zuschlag.
Der Billigste ist logischerweise der, der die niedrigsten Löhne zahlt.
Der, der die niedrigsten Löhne zahlt, findet am wenigsten Personal.
Leider war das bei der Einführung dieses Systems mit der Bahnreform noch nicht so - damals haben die privaten Anbieter ausschließlich davon "gelebt", daß die DB ständig Leute abbaut... Selber Lokführer ausbilden mußten die jahr(zehnt)elang nicht - und so kam der o.g. "Fehler im System" auch lange nicht zum Vorschein.
Mittlerweile hat die DB selbst Personalmangel - und "Privatbahns" stellen entgeistert fest: "Auweia - wir müssen ja plötzlich Leute ausbilden! Sowas aber auch!" Dazu kommen noch Tf, die allen Ernstes zurück zur DB wechseln - wer hätte denn auch mit sowas rechnen können?
Auch wenn hier ja immer viel auf die DB "eingedroschen" wird (weil es offenbar zum guten Ton gehört?): In meinem Umfeld ist die Anzahl der (freiwilligen!) Wechsler Privat > DB mittlerweile deutlich größer als die der DB>Privat-Wechsler - darüber möge sich dann jetzt jeder selbst ein Bild machen... (Und damit auch über die Erfolgsaussichten, daß sich in Hannover genug Tf für die Transdev-S-Bahn finden.)



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 18:30.

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Bernd Sandmann

Datum: 28.11.19 18:37

Ben.Skye schrieb:
Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel, ein Wechsel der Strukturen, ist bekanntermaßen arbeitspsychologisch überaus gesund. Auch für einen Arbeitgeber ist es gut, wenn Personalkonstellation und Tätigkeiten sich nicht über Jahrzehnte nicht verändern, das ist wesentlich mit ein Problem in der Ineffizienz von Behörden und (statischen) Großkonzernen.
Du bist vermutlich bei den Jungliberalen und möchtest Lindners Liebling werden. Beende erstmal die Schule und arbeite mal ein paar Jahre bevor Du so einen Unfug nachplapperst. Für die allermeisten Arbeitnehmer (nicht nur Eisenbahner) ist der Job nur ein Job und wenn man das Glück hat einen zu haben, mit dem man zufrieden ist, oder sogar Spaß macht, sieht man zu, diesen zu behalten. Jeder Arbeitsplatzwechsel, vor allem mit Wohnortwechsel bedeutet unnötigen Streß, nicht für den Arbeitnehmer selbst, sondern auch für die Familie ( Verlust von Freunden; ich weiß wovon ich rede.....).
MfG. B.S.

Das komm davon, wenn man keine Ausbildungen startet

geschrieben von: BR146106

Datum: 28.11.19 18:37

Moin,

die eurobahn in NRW ist doch das beste Beispiel, ebenfalls 3 Jahre Zeit und 4 Monate vor der Betriebsaufnahme fehlten immer noch 50% des nötigen Personals. Und jetzt der Nächste im Bunde, der es nicht mal schafft in Bremen genug Personale zu finden, wo es doch dort reichlich Arbeitssuchende gibt, wenn man der Statistik glauben schenken darf.

Bisher hat man sich halt bei der bösen Bahn bedient, nur diese hat jetzt selber entsprechenden Bedarf, so das man im Konzer verbleiben kann. Und im Ländle sieht man doch auch, das die neuen EVU sogar mit dem Altbetreiber Verträge abschließen, weil man selber keine Leute findet! Sonst sähe es rund um den U-Bahnhof Stuttgart noch schlimmer aus, mit den Zugausfällen. Also wo sind denn nun all die Bewerber, egal ob driekt von der Schule oder von Vater Staat?

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: M 262

Datum: 28.11.19 19:43

Ben.Skye schrieb:
Dieselpower schrieb:
Wir Eisenbahner leben doch mit diesem System allerbestens! Wir können uns aussuchen, wo, für wen und zu welchen Konditionen wir arbeiten wollen. Das Vergaberecht ist somit einzig und allein das Problem der Entscheidungsträger, nicht unseres. Wir schauen nur zu und feiern über soviel Unfähigkeit. Von mir aus kann das ruhig ewig so weitergehen!
Ihr seid darüber hinaus mit hoher Wahrscheinlichkeit in periodischen Abständen gezwungen, den Arbeitgeber oder beim Arbeitgeber den Wirkungskreis (S-Bahn Hannover zu DB Cargo o.ä.) zu wechseln. Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel, ein Wechsel der Strukturen, ist bekanntermaßen arbeitspsychologisch überaus gesund. Auch für einen Arbeitgeber ist es gut, wenn Personalkonstellation und Tätigkeiten sich nicht über Jahrzehnte nicht verändern, das ist wesentlich mit ein Problem in der Ineffizienz von Behörden und (statischen) Großkonzernen.
Dann geh mal mit gutem Beispiel voran und bewirb dich als Zugbegleiter beim Alex. Ich suche mir immer noch selber aus, wann ich meinen Arbeitsplatz wechsele...

Re: Das komm davon, wenn man keine Ausbildungen startet

geschrieben von: Ferdi

Datum: 28.11.19 19:53

BR146106 schrieb:
Also wo sind denn nun all die Bewerber, egal ob driekt von der Schule oder von Vater Staat?
Hier ist einer! Jedoch habe ich keinerlei Reaktion auf meine Bewerbung erhalten. Wäre sehr gerne Tf.

Allerdings komme ich weder direkt von der Schule, noch vom Arbeitsamt. Vielleicht liegt es daran.

Wer zu wem?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 28.11.19 19:56

"Nicht umsonst wechseln immer wieder Kollegen von der NE-Bahn zur DB, obwohl der Arbeitsplatz bei der NE-Bahn noch auf Jahre hinaus sicher ist, selbige einen gleichlautenden Tarifvertrag mit 100%-Anbindung hat und obwohl sie vorher nie bei der DB waren"

Tag,

diese Wechselbewegung kenne ich allerdings auch anders herum. So pauschal würde ich das daher nicht unterschreiben.

Viele Grüße

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Schwabenstammtisch19.jpg

Re: Wer zu wem?

geschrieben von: MD 612

Datum: 28.11.19 20:12

Der Zeuge Desiros schrieb:
diese Wechselbewegung kenne ich allerdings auch anders herum.
Mag sein, ich würde es auch nicht bestreiten wollen. Nur hier in der Region geht es derzeit in der Richtung wie von mir beschrieben. Und das nicht nur in Einzelfällen...

Gruß Peter

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Ben.Skye

Datum: 28.11.19 20:30

Bernd Sandmann schrieb:Zitat:
Du bist vermutlich bei den Jungliberalen und möchtest Lindners Liebling werden.
Hardly :D
Vor 1982 hätte ich mich vielleicht den Jungdemokraten, den linksliberalen Vorgängern der JuLis verbunden gefühlt. Aber ich bin - wie ich gerade mit erschrecken festgestellt habe - zu alt für Parteijugendorganisationen. Und seit 1982 sind ja auch spannende Alternativen gegründet worden...

Aber nein, ich bin ein Linker. Ein Linker, der den demokratisch legitimierten Staat in einer wichtigen steuernden Rolle sieht, und gerade deswegen um die Handlungsfähigkeit des Staates und seiner Behörden besorgt ist.

Lindner und Co. halte ich für verantwortungslose (Klimawandel etc.) Egoisten.

Zitat:
Beende erstmal die Schule und arbeite mal ein paar Jahre bevor Du so einen Unfug nachplapperst.
Ich habe schon in der freien Wirtschaft, für diverse Behörden und als Freiberufler gearbeitet. Mach dir da mal keine Sorgen.

Zitat:
Jeder Arbeitsplatzwechsel, vor allem mit Wohnortwechsel bedeutet unnötigen Streß, nicht für den Arbeitnehmer selbst, sondern auch für die Familie ( Verlust von Freunden; ich weiß wovon ich rede.....).
@"Jeder Arbeitsplatzwechsel": Das ist wissenschaftlich erwiesenermaßen falsch. Ein regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel trägt zur größeren persönlichen und privaten Zufriedenheit bei. Deswegen rät man privaten und öffentlichen Arbeitgebern auch, Mitarbeiterwechsel zu anderen Arbeitgebern zu erleichtern und regelmäßige Arbeitsplatzwechsel = wesentliche Änderung der Tätigkeitsbeschreibung (ca. alle 5-10 Jahre) innerhalb von Unternehmen zu fördern. In Ländern mit progressiven Gewerkschaften (Skandinavien z.B.) sehen auch diese das so.

Zitat:
Für die allermeisten Arbeitnehmer (nicht nur Eisenbahner) ist der Job nur ein Job
Eben.

Zitat:
und wenn man das Glück hat einen zu haben, mit dem man zufrieden ist, oder sogar Spaß macht, sieht man zu, diesen zu behalten.
Das stimmt. Es wird immer Arbeitnehmer geben die dauerhaft in einer Position zufrieden sind. Das ist aber eher die Ausnahme von der Regel.

Ebenso würde ich unterstützen, dass sehr kurze Vertragslaufzeiten und mangelnde Planbarkeit auf Arbeitnehmerseite eine große Beeinträchtigung für die Lebensqualität und Planbarkeit der Arbeitnehmer sind. Dieses leistet sich neben der freien Wirtschaft aber insbesondere auch der Staat bzw. die Kommunen an vielen Stellen. Diese sind aber häufig die andere Seite der Medallie der Unkündigbarkeit des Planstellenpersonals.

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: KHM

Datum: 29.11.19 07:19

Ich finde es ja immer witzig:

Wenn es zum Beispiel um Vorgaben bzgl. des Personals (und dessen Bezahlung) geht, sollen die Aufgabenträger - immerhin Teile der öffentlichen Verwaltung und damit besonders der Einhaltung von Recht und Gesetz verpflichtet - das Recht nicht nur unbedingt erfüllen, sondern am besten weit übererfüllen (was übrigens auch ein Rechtsbruch wäre, aber das nur nebenbei.)

Geht es jedoch um die Ausschreibungen als solche, sollen die Aufgabenträger das geltende Recht nach Meinung einer ziemlich lautstarken DSO-Fraktion am besten mit Füßen treten und ignorieren.

Übrigens wird da keiner "ohne Not rausgekegelt." Nicht mal "gekegelt", was ja irgendwie eine aktive Handlung wäre. Da läuft ganz regulär ein einstmals abgeschlossener Vertrag aus (und diese Befristung ist übrigens auch gesetzlich vorgeschrieben.) Genausowenig wird irgendjemandem ein Netz "weggenommen."

Re: Bitte mal die Schallplatte wechseln

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 29.11.19 08:15

Auch wenn ich deine Theorie nicht teile, so ist doch das deutsche System der Berufsausbildung der wesentliche Verhinderer dieser Wechsel. In der Schweiz z.B. ist es durchaus üblich nach einem Drittel des Arbeitslebens etwas ganz anderes zu machen - freiwillig, nicht gezwungen. Nur stehen die meisten dann ja mitten im Leben, haben Haus, Frsu, Kinder... Zahle das mal mit einem Ausbildungsgehalt weiter. Wenn man so etwas also fördern will, muss man dafür auch Strukturen schaffen. Ich habe zwei Mal freiwillig den AG, aber nicht die Tätigkeit gewechselt und würde das immer wieder so tun.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: meister-röhrich

Datum: 29.11.19 08:57

Hallo.


Hier wird eifrig diskutiert über das hin und her bei der Vergabe der Netze. Hat jemand von Euch schon einmal daran gedacht, dass der Beruf des Triebfahrzeugführers schon lange nicht mehr wirklich attraktiv ist. Die Bezahlung dieses Postens ist auch bei der DB-AG schon lange nicht mehr angemessen! Die immense Verantwortung und der Stress, welcher er oder sie hat durch immer wieder vorkommende Verspätungen - auch von anderen Zügen - erleiden muss und der Frust der Fahrgäste landet meist bei ihm/íhr. Es gab mal Zeiten, da verdiente der Lokführer mehr als der Direktor einer Bahn! Selbst die viel gescholtene Bundesbahn bezahlte ihre Lokführer/innen als Beamte recht gut. Da gab es diverse Zulagen, welche Dienste zu besonderen Zeiten (Nachts, Sonn- und Feiertag) belohnten.

Ich hatte selber vor weit über zehn Jahren mich bei einer NE (vertrauenswürdig) beworben und was man damals mir zahlen wollte schreckte mich eher ab als dass ich es als angemessene Bezahlung ansah. Da ich einige Tf kenne nenne ich das Gehalt der meisten Lokführer Almosen! Es ist bemerkenswert, dass zu diesen Tarifen überhaupt noch Leute diesen verantwortungsvollen Beruf ausführen.


Bitte denkt daher auch mal daran in den Beiträgen, dass die meisten Tf heute unterbezahlte Fachkräfte sind! Ich bin übrigens nur Museumsbahner geblieben.


Freundliche Grüße
Klaus Röhrich
matzehbs schrieb:
Plutone schrieb:
O405 schrieb:
[www.haz.de]

Das dürfte spannend werden. Habe bereits gelesen, dass einge S-Bahn Lokführer aus Hannover lieber andersweitig bei der DB arbeiten wollen und nicht zu Transdev wechseln möchten.
Stimmt natürlich: Würde man die öffentlichen Gelder wie früher blindlinks und ohne Ausschreibung im Schwarzen Loch des DB-Konzerns versenken hätte man keinen Personalmangeln, wann man zu dem Preis dann schon nur die Hälfte der Züge fahren könnte.
Aber aus Geldnot von 50% Leistung 98% erbracht zu bekommen ist natürlich besser, als von 100% nur 95% wegen Personalknappheit erbringen zu können, stimmt... nicht ? hmm...
Das trifft in diesem Fall nicht zu. Kostensenkungsrunden hat es zwischen RH, LNVG und DB reichlich gegeben.
Es ist aber ein Grund, warum Ausschreibungen Pflicht sind, wenn man öffentliche Gelder verwendet.
Ohne Wettbewerb kostet dieselbe Leistung beim nächsten Mal 125%, dann 150%, dann 200% des Ausgangspreises. Das gilt übrigens auch für jeden anderen Wirtschaftsbereich...

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 29.11.19 09:27

Hallo Klaus,

Auch der Beamtensold war ein Witz, die trösteten sich alle mit ihrer Pension. Und das wichtigste war immer, wer wird wann befördert... Richtig in den Keller ging es dann 1994, es gab einen Überbestand und daher konnte man drücken. Die Zulagen haben sich seit damals nie großartig verändert und erforderten auch Kreativität (040 - Zulage für eine Zugfahrt). Heute bist du ja oft ein besserer Obdachloser und eine Woche mit dem Koffer unterwegs.

MfG

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Plutone schrieb:
Es ist aber ein Grund, warum Ausschreibungen Pflicht sind, wenn man öffentliche Gelder verwendet.
Ohne Wettbewerb kostet dieselbe Leistung beim nächsten Mal 125%, dann 150%, dann 200% des Ausgangspreises. Das gilt übrigens auch für jeden anderen Wirtschaftsbereich...

Richtig, jetzt kostet es nach der Ausschreibung nur 80% und zusätzlich gibts noch dicke Pönale wegen ausgefallener Züge, also eine winwin-Situation für einen Verein wie deinen. Wen interessiert schon der Fahrgast.

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: meister-röhrich

Datum: 29.11.19 14:02

Hallo Matthias,

wenn ein Bundesbahnbeamter mal die ersten (mageren) Jahre rum hatte, war seine Besoldung wirklich ordentlich. Damals gab es ja auch schon angestellte Lokführer. Diese hatten teilweise etwas mehr als die Hälfte der Beamten! Zumindest war die Bezahlung deutlich besser als heute. Daher schwindet auch immer mehr die Begeisterung für den Beruf des Lokführers - leider!

Freundliche Grüße
Klaus Röhrich

Re: Das komm davon, wenn man keine Ausbildungen startet

geschrieben von: BR146106

Datum: 29.11.19 16:28

Moin,

kommt auf das EVU an und ja, das mit dem Arbeitsamt könnte sogar hinkommen. Hatte letztens genauso eine Unterhaltung, da wollte auch jemand Tf werden und war auch alles soweit ok, nur der Bildungsgutschein fehlte und somit Pustekuchen. Ist schon irgendwie eine obskure Situation.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Angestellter Tf

geschrieben von: BR146106

Datum: 29.11.19 16:41

Moin,

oh je, das Problem mit dem Lohn und dem Gehalt ist auch hier nicht erkannt. Zwar hatte der Beamte nach A8 mehr Geld Netto, als sein Kollege nach gleichen Arbeitslohn, nur der Beamte musste von seinem Netto noch einiges Bezahlen, was der andere Kollege eben nicht musste. Und die Beamten unterhalb von A8 waren deutlich schlechter gestellt als der Arbeiter im gleichen Beruf. Die Zulagen waren dann aber wieder gleich, bis aus Sonntagsarbeit, dort kam auch der Arbeiter besser weg, weil es Prozentual berechnet wurde und eben nicht nach festen Stundensatz.

Die Schichtzulagen waren in beiden Fällen eher amüsant für alle die in der freien Wirtschaft unterwegs waren. Aber so langsam gibt es die nötige Reform dieser Zulagen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: MD 612

Datum: 29.11.19 17:20

meister-röhrich schrieb:
Die Bezahlung dieses Postens [Lokführer] ist auch bei der DB-AG schon lange nicht mehr angemessen! [...] Ich hatte selber vor weit über zehn Jahren mich bei einer NE (vertrauenswürdig) beworben und was man damals mir zahlen wollte schreckte mich eher ab als dass ich es als angemessene Bezahlung ansah.
Es ist natürlich unheimlich glaubwürdig, eine vermeintlich zu niedrige Bezahlung der Lokführer der DB heute mit einem Gehaltsangebot einer NE-Bahn von vor zehn Jahren zu begründen. Zum einen sind die Gehälter bei der DB in den letzten zehn Jahren entscheidend gestiegen (knapp 30%). Zum anderen zahlten die meisten NE-Bahnen vor zehn Jahren noch deutlich unter dem DB-Niveau (teilweise bis zu 30%!!), was heute bei fast allen NE-bahnen nicht mehr so ist.

Man kann ja immer mehr Geld fordern, aber man sollte seine Forderungen dann auch substanziell begründen.

Gruß Peter

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward

Re: Attraktivität Bezahlung Tf

geschrieben von: TatraT4D-M2131

Datum: 29.11.19 18:46

Also zumindest im Güterbereich kann ich keinen Lokführermangel erkennen. Hocken doch in jedem ICE ein Dutzend oder mehr Tf auf Gastfahrt.
Ist halt doof wenn der Hamburger nach Köln und der Dresdner nach Nürnberg zum Dienstbeginn muss. Oder erst mal 100km LZ Fahrt anfallen, weil dort wo der Zug steht alle Loks eine falsche Farbe haben.

Aber bevor dieses volkswirtschaftlich irrationale Kleinklein behoben wird, wird wahrscheinlich sprichwörtlich die Welt untergehen.

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