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Kellinghusen | Eigentlich sollte die Entscheidung zur Reaktivierung der Bahnstrecke Wrist-Kellinghusen am Mittwoch im entsprechenden Arbeitskreis der Jamaika-Koalition fallen. Doch auch Mittwoch gab es kein Ergebnis ...
Quelle: [www.shz.de] ©2019 (Leider nicht uneingeschränkt lesbar, ich ergänze das hier bei verfügbaren anderen Quellen)
Bereits 2012 hat das zuständige Ministerium die Reaktivierung dieser gut 2 km langen Strecke verkündet: 2012: [www.nah.sh]
Das Aussitzen hat bei diesem Projekt schon zu Mehrkosten von Millionen von Euro geführt.
Einerseits sind die Baupreise massiv gestiegen, andererseits fehlen der Nordbahn auf dem letzten Abschnitt der RB 71 dringend zusätzliche Fahrgäste.
Die steigen in Wrist lieber in den RE 70 zum Hamburger Hauptbahnhof ein, um Zeit zu sparen.
Die Fahrgäste fehlen auch, weil man statt Neumünster Wrist zum Endpunkt der RB gemacht hatte, mit dem Versprechen, Kellinghusen wieder anzubinden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 08:42.
Für alle, die bei jeder unpassenden Gelegenheit über die Grünen schimpfen, hier wäre mal eine Gelegenheit dies zu tun.

Die Grünen sind seit fast 8 Jahren an der Regierung beteiligt und weder den Stummel nach Fockbek noch den nach Kellinghusen habe sie auf den Weg bringen können!

Flensburg

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 28.11.19 09:21

103612 schrieb:
Die Grünen sind seit fast 8 Jahren an der Regierung beteiligt und weder den Stummel nach Fockbek noch den nach Kellinghusen habe sie auf den Weg bringen können!

...und bei der Diskussion der Flensburger Innenstadtanbindung (Hafenbahn/Alter Bahnhof) haben sie sich ja auch mit allem anderen, aber nicht mit Ruhm bekleckert.
Woran liegt´s?

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Wagen-kl.jpg

Re: Flensburg

geschrieben von: StephanHL

Datum: 28.11.19 10:02

@Fockbeck: Wollte Rendsburg ja lange Zeit nicht - Fockbeck m.W. ja wenn ich die SHZ noch richtig im Kopp habe. Das hat ja auch schon Jahre gekostet.
@Kellinghusen: Was da jetzt allerdings jahrelang so untersucht wird - keine Ahnung

Aber - was mir dann (nein - ich bin kein Parteimitglied bei denen) nen büschen aufn Keks geht - wäre der Verkehrsminister von den Grünen gestellt worden würde ich sagen - ja - haut druff - allerdings war das zuerst die SPD und jetzt die FDP - also - dann schon richtig schlagen. Nur beim Thema - sind in der Koalition - da stimme ich zu - wer Verkehrswende will muss da auch Druck machen.

Mit dem jetzigen Verkehrsminister dürfte man mal das Thema Streckenreaktivierung für diese Legislaturperiode ad acta legen - wenns gut geht kommt noch Schönberg aber für Strecken wie Rendsburg-Fockbeck, Wrist-Kellinghusen und auch ggf. Niebüll-Flensburg sehe ich da eher schwarz. Leider.

Bin mal gespannt, wie sich das im Laufe der Jahre noch entwickeln wird

Re: Flensburg

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 28.11.19 10:39

Hallo,

Die Aussage über die Grünen deckt sich mit dem Wahlprogramm der Grünen im Kreis Steinburg zur letzten Kommunalwahl.
Da fehlt jegliche Aussage zur Bahnstrecke nach Kellinghusen:
[www.gruene-steinburg.de]
Auch bei den Grünen in Kellinghusen, die nur per Facebook existieren, kein Wort zu dem Thema.
Das Markenzeichen Grün scheint also nicht immer der Garant für eine im Sinne der Umwelt vernünftige Politik sein.
Ich kann nicht erkennen, wo die Reaktivierung hier gravierende negative Auswirkungen auf die Natur haben soll.
Das Gegenteil dürfte der Fall sein.
Bei der Lage von Kellinghusen bedeutet mehr Fahrgäste in der Bahn weniger Fahrten mit dem Auto.
Von dort täglich mit dem Fahrrad z.B. nach Hamburg zu fahren ist wohl unmöglich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 13:19.
Sehr gut, die 2 Kilometer am besten noch 15 Jahre weiter verschleppen, vertagen verschieben.

Und dann nochmal 10 Jahre, damit es auch ordentlich aktenkundig ist.

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Es ist unglaublich...

geschrieben von: Doppeler

Datum: 28.11.19 17:53

..., wie lange man in Deutschland braucht, um eine 2 km (2000 Meter!) „lange“ Bahnstrecke, die es ja schon einmal gab, zu reaktivieren! Gleichzeitig wurden hunderte Kilometer neue Autobahnen in die Landschaft geklotzt - von anderen Straßen ganz zu schweigen...

Ist das die viel beschworene „Verkehrswende“ in Zeiten der Klimakatastrophe? Ich nenne es eher Politikversagen.

Re: Es ist unglaublich...

geschrieben von: ingo st.

Datum: 28.11.19 18:48

So lange nicht die haushaltsrechtlichen Vorschriften zur finanzierung und Förderung von zusätzlichen Eisenbahnstrecken verändert werden, gibt es genug formale Hindernisse. Die Vision, das zukünftig mehr Menschen ÖPNV fahren sollen/müssen, ist nicht relevamnt. Man muß eine formale Beweisführung machen, die Autobahnen so nicht kennen. da gibt es strategische (auch strategisch militärische) Interessen und die kennen keine Nutzen/Kosten-Relation. Das Klima im übrigen auch nicht.

Das SPD oder FDP den Verkehrsminister stellen ist nur ein Indiz, das sie sich als Hüter des Strassenausbaus sehen.

Re: Es ist unglaublich...

geschrieben von: Befuerworter

Datum: 28.11.19 19:34

Zitat
Man muß eine formale Beweisführung machen, die Autobahnen so nicht kennen. da gibt es strategische (auch strategisch militärische) Interessen und die kennen keine Nutzen/Kosten-Relation.
Auch bei Autobahnen ist ein Nutzen-Kosten-Verhältnis größer 1 Voraussetzung für die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan. Diesbezüglich bestehen also keine Unterchiede zu Bahnprojekten.

Re: Es ist unglaublich...

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 28.11.19 20:00

Zitat
Man muß eine formale Beweisführung machen, die Autobahnen so nicht kennen. da gibt es strategische (auch strategisch militärische) Interessen und die kennen keine Nutzen/Kosten-Relation.
Selbstverständlich kennen Autobahnen einen Kosten-Nutzen-Faktor. Den kann man für alle Projekte im Bundesverkehrswegeausbauplan nachlesen, wie zum Beispiel bei diesem Projekt: [www.bvwp-projekte.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.19 20:08.

Re: Es ist unglaublich...

geschrieben von: Gumminase

Datum: 29.11.19 09:26

Befuerworter schrieb:
Zitat
Man muß eine formale Beweisführung machen, die Autobahnen so nicht kennen. da gibt es strategische (auch strategisch militärische) Interessen und die kennen keine Nutzen/Kosten-Relation.
Auch bei Autobahnen ist ein Nutzen-Kosten-Verhältnis größer 1 Voraussetzung für die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan. Diesbezüglich bestehen also keine Unterchiede zu Bahnprojekten.
Da die EU seit gestern im Klimanotstand ist, werden die Vorgaben für die Nutzen-Kosten-Bewertungen in den nächsten 10-15 Jahren bestimmt geändert. Dann müssen die Vorhaben auch auf ihre Klimawirkung hin untersucht werden.

Kosten-Nutzen-Faktor bei Straßen? Natürlich!

geschrieben von: Doppeler

Datum: 29.11.19 09:28

Natürlich gibt es eine Kosten-Nutzenanalyse bei der Planung neuer Straßen.

Diese erfolgt 3-stufig:

1. Beschluß: Straße muß her!

2. Zahlen geben das nicht her

3. Zahlen werden hingebogen: Prognose Nutzerzahlen nach oben, Kosten nach unten.

Dann wird die Straße gebaut.

Bei der Bahn erfolgt das regelmäßig nur 2 -stufig:

1. Strecke wird untersucht

2. Nutzerzahlen runter- und Kosten hochgerechnet: Bedarf gibt das nicht her oder: Bedarf gibt es her, aber angeblich kein Geld da.

Bahnstrecke wird dann nicht gebaut.

Nicht umsonst übertreffen die Fahrgastzahlen bei dann doch realisierten Bahnprojekten die angeblichen Prognosen häufig um ein Vielfaches, während neue Straßen, für die angeblich dringender Bedarf bestand, häufig kaum befahren sind. Das liegt an der ausgeklügelten Planung.

Ausnahmen bei der Bahn stellen übrigens Projekte wie „Stuttgart 21“ da, die nach Ansicht der Politik unbedingt gebaut werden müssen. Da erfolgt dann die Kosten-Nutzen-Analyse nach dem System Straßenbau.

Merke: Wer glaubt, politisch gewollte Bauprojekte würden einer seriösen Kosten-Nutzen-Analyseuntetzogen, der glaubt auch, daß ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Re: Es ist unglaublich...

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 29.11.19 11:16

In Deutschland ändern sich solche Dinge aber immer höchstens um den Faktor 0,001 zum Besseren - und das auch nur im Schneckentempo. Außer wenn es um Interessen von Autoindustrie und Landwirtschaft geht. Ist doch krank, daß die EU die Bundesrepublik mit Klagen drohen muß, bis man sich hier um einen höheren wirksamen Schutz unseres Grund- und Trinkwassers kümmert. Mal so als Beispiel.

Bezüglich einer Änderung der Rentabilitäts-Stellschrauben mache ich mir keine großen Hoffnungen. Wenn jemand wirklich die Zukunft im Visier hätte dürfte es schon seit Jahren keine Rentabilitäts-optimierten Bahnsteigeinkürzungen seitens des Netzbetreibers mehr geben. Der so knapp rechnet, daß viel zu oft nicht auch nur 1 zusätzlicher Wagen angehängt werden kann. Siehe aktuelles Beispiel RE1 in Berlin/Brandenburg.

Gruß, Olaf

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Zustimmung!

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 29.11.19 11:25

Die heute noch gültigen Berechnungsmuster sind doch schon seit langen Jahren nicht mehr überlebens- und zukunftsfähig. Die orientieren sich an so gut wie allem, nur nicht an den tatsächlichen Anforderungen des wahren Lebens draußen unter freiem Himmel. Wenn man zu lesen bekommt, daß hier in Köln nur solche Innenstadt-Baumaßnahmen die Stadtbahn betreffend förderfähig sind, die den verstopften IST-Zustand von Ebene 0 auf -1 verlegen, aber wirklich mit allen typischen heutigen HVZ-Begleiterscheinungen, dann ist das doch eine geplante Totgeburt. Wenn der Krempel so gebaut und in Beton gegossen werden sollte, dann dürfte sich schon am ersten Betriebstag zeigen, daß wieder neue Ersatzkonzepte her müssen, weil das mit der Kölner Bimmel nicht reicht.

Ein einziger Schlamassel-Kram.

Gruß, Olaf

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Zitat
Diese erfolgt 3-stufig:

1. Beschluß: Straße muß her!

2. Zahlen geben das nicht her

3. Zahlen werden hingebogen: Prognose Nutzerzahlen nach oben, Kosten nach unten.

Dann wird die Straße gebaut.

Bei der Bahn erfolgt das regelmäßig nur 2 -stufig:

1. Strecke wird untersucht

2. Nutzerzahlen runter- und Kosten hochgerechnet: Bedarf gibt das nicht her oder: Bedarf gibt es her, aber angeblich kein Geld da.

Bahnstrecke wird dann nicht gebaut.

Nicht umsonst übertreffen die Fahrgastzahlen bei dann doch realisierten Bahnprojekten die angeblichen Prognosen häufig um ein Vielfaches, während neue Straßen, für die angeblich dringender Bedarf bestand, häufig kaum befahren sind. Das liegt an der ausgeklügelten Planung.

Ausnahmen bei der Bahn stellen übrigens Projekte wie „Stuttgart 21“ da, die nach Ansicht der Politik unbedingt gebaut werden müssen. Da erfolgt dann die Kosten-Nutzen-Analyse nach dem System Straßenbau.

Merke: Wer glaubt, politisch gewollte Bauprojekte würden einer seriösen Kosten-Nutzen-Analyseuntetzogen, der glaubt auch, daß ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
Dann schau dir mal die Bewertungen der Neubaustrecken der letzten Jahrzehnte an. Die Westerwald-Achterbahn dürfte die einzige Strecke sein, die die vorher prognostizierten Zugzahlen nur ansatzweise erreicht hat. Jubelmeldungen, dass die prognostizierten Fahrgastzahlen bei BVWP-Bahnprojekten übertroffen wurden, sind mir unbekannt.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.19 13:08.

Re: Kosten-Nutzen-Faktor bei Straßen? Natürlich!

geschrieben von: 103612

Datum: 01.12.19 13:22

Die VDE 8 ist mit 1,5 Personenuügen pro Stunde begründet worden. Das würde die Bahn lieber heute als morgen auf 2, bis Coburg sogar 3 Züge pro Stunde erweitern.
Das wir die 80 Güterzüge wohl nie sehen werden, steht auf einem anderen Blatt...
Zitat
Das wir die 80 Güterzüge wohl nie sehen werden, steht auf einem anderen Blatt...
2013 waren schon 131 Güterzüge nötig, um den Kosten-Nutzen-Faktor nicht zugefährden. Um diese Schönrechnerei zu rechtfertigen muss DB Fernverkehr noch etliche ICE-Linien auf die Schiene bringen.