DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Achtung: Werbung und Updatemeldungen für Websites werden gelöscht, bzw. ins Allgemeine Forum verschoben!
Links bitte mit kurzer Erklärung zum verlinkten Inhalt versehen, andernfalls werden diese entfernt.

Seiten: 1 2 All

Angemeldet: -

Frank Schönow schrieb:
Natürlich ist die ernst gemeint! In anderen Ländern klappt es seit Jahren das nicht der ganze Zug am untergeordneten Dorfbahnsteig hält sondern nur 2-3 Wagen und das reicht den Pendlern völlig aus. Berlin, Fürstenwalde und Frankfurt/oder als Hauptpunkte mit großem Fahrgastwechsel haben ausreichend lange Bahnsteige.
Da würde ich mich eher fragen: In welch erbärmlichen Zustand ist Eisenbahn-Deutschland, wenn sowas ernsthaft betrieben werden würde.

Das mit dem erbärmlichen Zustand kann jeder für sich selbst beantworten, der schon mal von Linz (A) nach Passau gefahren ist.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
M 262
Weil sie sich darauf verlassen, dass sich der Aufgabenträger zu Wort meldet?
Die Diskussion sollte an der Ursache ansetzen: Warum Bahnsteige kürzen? Welche Statistik begründet die Einheitslänge von 140 m?

Zitat:
Warum gibt es denn keinen Widerspruch vom EBA?
Das EBA hat, dem vorgeschriebenen Weg folgend, Betroffene zur Stellungnahme aufgefordert.
M 262 schrieb:
1208 schrieb:
erny779 schrieb:
Moin,

Bei rbb-Radioprogramm "Antenne Brandenburg" hat man heute die zu geringen Bahnsteiglängen in Ostbrandenburg an den Bahnhöfen und Haltepunkten entlang der Linie RE1 thematisiert. Für die regelmäßigen Besucher von DSO dürfte das nichts neues sein, weil das Problem auch an anderen Strecken ein Problem ist. Das Land Brandenburg bzw. der VBB hätten die Verlängerung von Bahnsteigen schon seit etlichen Jahren angehen können.

Den Beitrag gibt es auch bei rbb24 zu lesen und zu hören: [www.rbb24.de]
"Das Land Brandenburg DB-Netz bzw. der VBB Station&Service hätten die Verlängerung von Bahnsteigen schon seit etlichen Jahren angehen können."

Wieso sollten Land oder Verbund für den Bau von Bahnsteigen zuständig sein?
Weil deren Bestellungen die Länge der haltenden Züge bestimmt?
Nein. Genau andersherum. Die Länge der Bahnsteige bestimmt die Länge der sinnvoll zu bestellenden Züge.
Die DB ist nur so geschickt, das anders darzustellen, was aber auch nur Sinn ergibt, wenn die Einstellung des Bahnverkehrs das eigentliche Ziel ist.

Ansonsten würde ein aus Expansionsgründen ("Verdoppelung der Fahrgastzahlen") agierender Marktteilnehmer schauen, wo sich Bahnsteige verlängern lassen, um künftig mehr Fahrgäste und Zughalte an seinen Stationen haben zu können.
Frank Schönow schrieb:
M 262 schrieb:
Die Leute im Fahrradwagen und Rollstuhlfahrer werden sich freuen...
Auch das kann man praktikabel lösen ohne in Berkenbrück Bahnsteige für 6-8 Dostos vorhalten zu müssen
Du kennst die Eisenbahn auch aus der Praxis oder nur von der Modellbahn?

Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.11.19 20:48.
Weil deren Bestellungen die Länge der haltenden Züge bestimmt?

Und man dann null, wirklich null Platzreserve für einen zusätzlichen Wagen hat. Weil Verkehrszunahmen wegen Nachfragesteigerungen verwaltungsbehördlich streng auszuschließen sind. Deutschland bedeutet hier wieder mal: Wenn die Realität, diese Entwicklung draußen im wahren Leben möglichst kurzfristige Volumina braucht, dann erfordert es darauf zu reagieren in Deutschland erst wieder einen formalen Staatsakt mit zwei Jahren Diskussions-, drei Jahren Planungs- und vier Jahren Bauzeit. Bei uns ist nichts, nichts, nichts auf Flexibilitäten ausgerichtet. Statt mal innovativ zu handeln schlammbadet unser Land viel lieber in tausenden von (Nicht-)Zuständigkeiten.

Und hier geht es nicht um einen Schienenbus von Pusemuckel nach Dunkeltupf, sondern um die Verkehre auf einer Hauptschienenachse quer durch eine boomende Metropolregion.

Die politischen Zielvorgaben für den Netzbetreiber sind echt nicht mehr up to date. Schon lange nicht mehr.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Warum sollen 300m Bahnsteig voll unterhalten werden, wenn man 20 Jahre lang nur 150m benötigte?

Es wäre ja schon hilfreich, wenn man 180 Meter Bahnsteige unterhalten würde, auch wenn 20 Jahre lang nur 150m-Züge halten. Schon vor langen Jahren hätten die Länder B&B gerne einen weiteren Wagen in die Wendezüge des RE1 eingereiht. Ging aber aus den hier diskutierten Gründen nicht.

Wenn dann irgendwann die zusätzliche Bahnsteiglänge ausgenutzt ist hat man etwas mehr planerische Luft für eine weitere vorsorgliche Bahnsteigverlängerung, damit alles fertig ist, wenn eines nicht wirklich fernen Tages ein 7. Wagen erforderlich ist. Und so weiter. Hier und heute hat man aber das Dilemma, daß immer erst so lange gewartet wird, bis die Situation mehr als akut ist. Dann muß es wieder 'Hoppla' gehen und bis dahin sind die täglichen Pendler die Dummen.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.11.19 23:54.
Christian Snizek schrieb:
Du kennst die Eisenbahn auch aus der Praxis oder nur von der Modellbahn?

Ich kenne Lösungen in anderen Ländern, wo nicht die deutsche Maximallösung gelebt wird ;-)

schönen Gruß vom Frank
Frank Schönow schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Du kennst die Eisenbahn auch aus der Praxis oder nur von der Modellbahn?
Ich kenne Lösungen in anderen Ländern, wo nicht die deutsche Maximallösung gelebt wird ;-)
Und wo man kein Problem sieht, irgendwo in der Pampa einfach mal ein hinreichend langes Stück Bahnsteigkante hoch genug zu bauen.
Frank Schönow schrieb:
Warum sollen 300m Bahnsteig voll unterhalten werden, wenn man 20 Jahre lang nur 150m benötigte? Warum sollen 6 Dostos an einen Bahnsteig passen müssen wenn pro Zug vielleicht nur 10 Leute ein- oder aussteigen?
Hallo Leute,

sorry, aber es scheint, als ob die ganze Diskussion in die falsche Richtung geht !!!

Es könnten sofort 6-8 Wagen-Züge zwischen Magdeburg und Frankfurt (Oder) fahren, wenn man auf die zig Halte an kleinen Dörfern - Kirchmöser, Fangschleuse, Pillgram & Co - endlich mal verzichten würde. Brandenburg, Potsdam, Fürstenwalde können diese Züge aufnehmen. Alle Fertig. Nichts muss gebaut werden. Keine Kohle verbraten werden.

Und die kleinen Orte können mit Regionalbahnen - Produkt RB gibt es ja auch noch! - bedient werden, die von Magdeburg bis Potsdam fahren und von Ostbahnhof/Erkner bis Frankfurt (Oder).

Das Zeit- und Energie-schluckende Stopp-and-Go, vom Lokführer z.T. auf den Meter genau zu zirkeln & an dem sich alle beteiligen müssen, hat sich damit endlich erledigt.
So muss Technik.

Es bleibt nur verwunderlich, warum sich die bisherige Diskussion unter Fachexperten so beharrlich um diese Möglichkeit drückt!? Was übersehe ich da?
Gibt es die Sorge, dass solche echten REs ggf. wieder Eigenleistungen des Fernverkehrs werden können? Die um-alles-in-der-Welt Verankerung der liebgewonnenen Subventionen ist das Gegenstück zu den beschriebenen Bahnsteigverkürzungen. Nichts von allem ist sinnvoll.
Ist es die Streckenbelegung die Sorgen macht? Ein dritter Zug je Stunde und Richtung ist aber sowieso schon im Gespräch.
Was bleibt als Grund übrig?


So oder so: Gute Fahrt wünscht
Der InterRailer26+
Na klar doch, wir lassen an (einer der) der wichtigsten Ost <-> West Verbindungen einfach alle Halte aus. Dann können wir gleichzeitig Strom, Zeit, Verschleiss an Material sparen. Für wen denkst eig., ist die Eisenbahn gemacht?

Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]

Christian Snizek schrieb:
Na klar doch, wir lassen an (einer der) der wichtigsten Ost <-> West Verbindungen einfach alle Halte aus. Dann können wir gleichzeitig Strom, Zeit, Verschleiss an Material sparen. Für wen denkst eig., ist die Eisenbahn gemacht?
Hallo Christian,

ja genau, mit dem RE (wie der Produktname nahelegt...) alle kleinen Orte auslassen und statt einem geplanten 3. RE je Stunde lieber eine zusätzliche RB mit allen(!) Unterwegshalten fahren lassen. [NB: Falls das Geld für den 3. Zug doch nicht kommt, würde sich auch eine Kombination 1xRE, 1xRB anbieten, wie auch für spät-abends...]

Für wen? Drei Nutzergruppen:
die 1., die zwischen den Ballungszentren pendelt -> dafür wäre dann der verlängerte, schnellere RE ein Gewinn,
die 2, die von A-Dorf ins nächste Oberzentrum fährt -> dafür wäre die zusätzlich fahrende RB passend
die 3., die von A-Dorf nach B-Dorf fährt -> ebenfalls besser bedient mit einer RB, die überall hält und nicht nur an der Hälfte der Stationen.

Ist Deine Nachfrage damit beantwortet? Denn freue ich mich auch auf Antworten zu meiner Frage - Vielen Dank vorab!
Gute N8 vom IR26+
InterRailer26+ schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Na klar doch, wir lassen an (einer der) der wichtigsten Ost <-> West Verbindungen einfach alle Halte aus. Dann können wir gleichzeitig Strom, Zeit, Verschleiss an Material sparen. Für wen denkst eig., ist die Eisenbahn gemacht?
Hallo Christian,

ja genau, mit dem RE (wie der Produktname nahelegt...) alle kleinen Orte auslassen und statt einem geplanten 3. RE je Stunde lieber eine zusätzliche RB mit allen(!) Unterwegshalten fahren lassen. [NB: Falls das Geld für den 3. Zug doch nicht kommt, würde sich auch eine Kombination 1xRE, 1xRB anbieten, wie auch für spät-abends...]

Für wen? Drei Nutzergruppen:
die 1., die zwischen den Ballungszentren pendelt -> dafür wäre dann der verlängerte, schnellere RE ein Gewinn,
die 2, die von A-Dorf ins nächste Oberzentrum fährt -> dafür wäre die zusätzlich fahrende RB passend
die 3., die von A-Dorf nach B-Dorf fährt -> ebenfalls besser bedient mit einer RB, die überall hält und nicht nur an der Hälfte der Stationen.

Ist Deine Nachfrage damit beantwortet? Denn freue ich mich auch auf Antworten zu meiner Frage - Vielen Dank vorab!
Gute N8 vom IR26+
Wenn ich an vergangene Diskussionen denke, ist es der Aifwand nicht wert. Ich erinnere mal kurz an [www.drehscheibe-online.de]

Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]

Danke für den Beitrag. Die gleiche Frage hab ich mir auch schon gestellt. Und wenn der 3. Zug wirklich nicht auf die Stadtbahn passt kann die RB auch z.B. bis Ostbahnhof fahren. Für die Leute an kleineren Zwischenstationen sicher nicht toll. Für die restlichen 90 Prozent aber genial weil die Fahrzeit signifikant sinkt!.
Frank Schönow schrieb:Zitat:
Warum sollen 300m Bahnsteig voll unterhalten werden, wenn man 20 Jahre lang nur 150m benötigte?
Tja, man muss halt Prioritäten setzen...

Davon abgesehen: natürlich muss man nicht 300 m Bahnsteig vorhalten, wenn man sie in absehbarer Zeit nicht braucht und größere Investitionen anstünden. Aber zumindest sollte man doch die Infrastruktur drumherum (Gleise, Signalstandorte, aber auch Durchlässe) nicht so planen, dass eine spätere Verlängerung der Bahnsteige nur mit hohem Aufwand möglich ist.

Das Absurde ist ja: der Ausbau Berlin - Frankfurt (Oder) ist noch nicht mal abgeschlossen, und schon stellen sich die früheren Bauabschnitte als unzureichend heraus.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

NRW RE5 mit BR462

geschrieben von: Michael111

Datum: 28.11.19 09:55

Also in NRW fährt der RE5 von National Express schon mit der BR462 DESIRO HC.
Es gibt einige Halte (Bad Breisig, Sinzig...) wo der Bahnsteig zu kurz ist. Da werden einfach hinten 3 Türen abgesperrt. Durchgesagt und gut ist... ich verstehe das Problem nicht. und die züge sind länger als die 6 Teiler. Es wird immer Doppelt gefahren also 8 Teilig, dürfte dann Laut Wikipedia ca. 210 m sein an Zuglänge
stuvar schrieb:Zitat:
Danke für den Beitrag. Die gleiche Frage hab ich mir auch schon gestellt. Und wenn der 3. Zug wirklich nicht auf die Stadtbahn passt kann die RB auch z.B. bis Ostbahnhof fahren. Für die Leute an kleineren Zwischenstationen sicher nicht toll. Für die restlichen 90 Prozent aber genial weil die Fahrzeit signifikant sinkt!.
Die Frage ist allerdings - wieviele Fahrgäste gewinnt man damit und wieviele verliert man?

Die Fahrzeit von Frankfurt (Oder) oder Fürstenwalde ins Berliner Zentrum ist auch heute schon kurz, dass man mit dem Pkw allenfalls zu nachtschlafender Zeit und unter Umgehung diverser Tempolimits mithalten kann. Sprich: wer heute nicht Zug fährt, hat dafür andere Gründe. Daran ändern auch 10 min nichts, die man vielleicht durch die Auslassung von Zwischenstationen sparen könnte.

Für Fahrgäste von kleineren Stationen wäre aber eine am Ostbahnhof endende Regionalbahn mit zusätzlichen Umsteigezwängen ein deutliches Argument gegen die Nutzung der Bahn.

Und am schlimmsten wäre das Mischkonzept 1x RE und 1x RB pro Stunde. Denn dann hätten Frankfurter und Fürstenwalder statt zweien einigermaßen schneller Verbindungen nach Berlin nur noch eine schnelle pro Stunde. Ein vernünftiger Takt wäre wegen der unterschiedlichen Fahrzeiten auch nicht mehr möglich (bzw. nur noch an einzelnen Stationen).

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: NRW RE5 mit BR462

geschrieben von: DavMa83

Datum: 28.11.19 10:07

Michael111 schrieb:
Also in NRW fährt der RE5 von National Express schon mit der BR462 DESIRO HC.
Es gibt einige Halte (Bad Breisig, Sinzig...) wo der Bahnsteig zu kurz ist. Da werden einfach hinten 3 Türen abgesperrt. Durchgesagt und gut ist... ich verstehe das Problem nicht. und die züge sind länger als die 6 Teiler. Es wird immer Doppelt gefahren also 8 Teilig, dürfte dann Laut Wikipedia ca. 210 m sein an Zuglänge
In Wetter/Ruhr hat man für die Desiro HC, die ab Dezember 2020 auf der RE4 (Dortmund-Aachen) eingesetzt werden, den Bahnsteig auch bereits auf 215m verlängert.
Zeigt mal wieder den Irrsinn der Bahnreform. Alles wird kaputt gespart, jede Reserve kurzsichtigen Gewinnen geopfert, bis nichts mehr geht. Kann inzwischen überall passieren. Und dann muss mit mehr Geld, als gespart wurde, alles wieder aufgebaut werden. Schade, dass dieses Geld wieder mal vom Steuerzahler aufgebracht werden muss und nicht von denen, die es verbockt haben. Und sag bloß jetzt nicht jemand, das hätte man nicht wissen können. Seit 25 Jahren dieser Blödsinn und kein Ende.

InterRailer26+ schrieb:
Frank Schönow schrieb:
Warum sollen 300m Bahnsteig voll unterhalten werden, wenn man 20 Jahre lang nur 150m benötigte? Warum sollen 6 Dostos an einen Bahnsteig passen müssen wenn pro Zug vielleicht nur 10 Leute ein- oder aussteigen?
Hallo Leute,
(...)
Es könnten sofort 6-8 Wagen-Züge zwischen Magdeburg und Frankfurt (Oder) fahren, wenn man auf die zig Halte an kleinen Dörfern - Kirchmöser, Fangschleuse, Pillgram & Co - endlich mal verzichten würde. Brandenburg, Potsdam, Fürstenwalde können diese Züge aufnehmen. Alle Fertig. Nichts muss gebaut werden. Keine Kohle verbraten werden.

Und die kleinen Orte können mit Regionalbahnen - Produkt RB gibt es ja auch noch! - bedient werden, die von Magdeburg bis Potsdam fahren und von Ostbahnhof/Erkner bis Frankfurt (Oder).

(...)

Es bleibt nur verwunderlich, warum sich die bisherige Diskussion unter Fachexperten so beharrlich um diese Möglichkeit drückt!? Was übersehe ich da?
Gibt es die Sorge, dass solche echten REs ggf. wieder Eigenleistungen des Fernverkehrs werden können? Die um-alles-in-der-Welt Verankerung der liebgewonnenen Subventionen ist das Gegenstück zu den beschriebenen Bahnsteigverkürzungen. Nichts von allem ist sinnvoll.
Ist es die Streckenbelegung die Sorgen macht? Ein dritter Zug je Stunde und Richtung ist aber sowieso schon im Gespräch.
Was bleibt als Grund übrig?


So oder so: Gute Fahrt wünscht
Der InterRailer26+
Der wirklich entscheidende Grund ist nach meiner Überzeugung die Finanzierung. Eine zusätzliche RB mit Halt an allen Bahnhöfen kostet etwas. Theoretisch wäre eine Ergänzung des jetzigen Angebots z.B. durch eine stündliche RB von Erkner nach Fürstenwalde (nach den RE ohne Halt zwischen Erkner und Fürstenwalde) eine gute Ergänzung, weil es dann immerhin bessere Umsteigeverbindungen zwischen den ausgelassenen kleineren Stationen und einen angenäherten Halbstundentakt für Fangschleuse und Hangelsberg geben würde. Auf diese Weise würde man ein annehmbares Grundangebot in der Fläche wiederherstellen. Aber: So etwas kostet richtig Geld für nicht sehr viele Reisende.

Wenn es nach mir ginge, dann gäbe es für solche Bedarfe viel mehr Busangebote, so wie in der Schweiz, in der der ÖV auch in der Fläche in vielen Fällen eine wirkliche Alternative zum MIV darstellt.
103 215-0 schrieb:
Zeigt mal wieder den Irrsinn der Bahnreform. Alles wird kaputt gespart, jede Reserve kurzsichtigen Gewinnen geopfert, bis nichts mehr geht. Kann inzwischen überall passieren. Und dann muss mit mehr Geld, als gespart wurde, alles wieder aufgebaut werden. Schade, dass dieses Geld wieder mal vom Steuerzahler aufgebracht werden muss
Genau darin besteht die 'Wirtschaftlichkeit'. Was jemand anders zahlt, kostet nichts.

Zitat:
und nicht von denen, die es verbockt haben.
Das wäre unwirtschaftlich, weil dadurch die Kosten steigen statt sinken würden.

Seiten: 1 2 All

Angemeldet: -