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Schöne Bahnbilder für Experten

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 08.11.19 18:04

Oberdeichgraf schrieb:
Bei der Bauinfos der Bahn ist von solchen Arbeiten auch auf den Bildern nichts zu entdecken: [bauprojekte.deutschebahn.com]
Ist ja verständlich, dass die Bahn die Totalsanierung auf Steuerzahlerkosten bechönigend als "Frischekur" verkauft und keine Bilder von vorzeitig brüchigen Fahrleitungsmasten usw. zeigt, die Deiner Behauptung nach ewig halten.

Re: Schöne Bahnbilder für Experten

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 08.11.19 18:18

Weltbahner schrieb:
Oberdeichgraf schrieb:
Bei der Bauinfos der Bahn ist von solchen Arbeiten auch auf den Bildern nichts zu entdecken: [bauprojekte.deutschebahn.com]
Ist ja verständlich, dass die Bahn die Totalsanierung auf Steuerzahlerkosten bechönigend als "Frischekur" verkauft und keine Bilder von vorzeitig brüchigen Fahrleitungsmasten usw. zeigt, die Deiner Behauptung nach ewig halten.
In den verschiedenen Medien der Bahn ist aber auch lediglich davon die Rede, dass einzelne Masten getauscht oder saniert werden. Dort lese ich es auch eher so, dass nur Teile des Kettenwerks getauscht werden.

Es wird also nicht die komplette Oberleitung erneuert, weil sie marode ist. Das deckt sich auch mit den Bildberichten hier im Forum.

Gruß Sebastian

Re: Schöne Bahnbilder für Experten

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 08.11.19 18:48

Sebastian Berlin schrieb:
Weltbahner schrieb:
Oberdeichgraf schrieb:
Bei der Bauinfos der Bahn ist von solchen Arbeiten auch auf den Bildern nichts zu entdecken: [bauprojekte.deutschebahn.com]
Ist ja verständlich, dass die Bahn die Totalsanierung auf Steuerzahlerkosten bechönigend als "Frischekur" verkauft und keine Bilder von vorzeitig brüchigen Fahrleitungsmasten usw. zeigt, die Deiner Behauptung nach ewig halten.
In den verschiedenen Medien der Bahn ist aber auch lediglich davon die Rede, dass einzelne Masten getauscht oder saniert werden. Dort lese ich es auch eher so, dass nur Teile des Kettenwerks getauscht werden.

Es wird also nicht die komplette Oberleitung erneuert, weil sie marode ist. Das deckt sich auch mit den Bildberichten hier im Forum.
Bitte gerne Belege unabhängiger Quellen zu Deinen Behauptungen.
Alle unabhängigen Medien, die ich dazu gelesen habe, berichten von notwendiger Totalsanierung der Gleis- und Oberleitungsanlagen einschließlich Masten.
Wir hatten das Thema Beton-Fahrleitungsmasten und deren mangelnde Dauerschwingfestigkeit in DSO schon einmal. Schau Dir einmal die I-Träger-Fahrleitungsmasten an TGV-Strecken an, wenn ein Zug durchfährt: Große Schwingamplituden, die kein Betonmast auf Dauer verkraftet.

Re: Schöne Bahnbilder für Experten

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 08.11.19 19:03

Sebastian Berlin schrieb:
In den verschiedenen Medien der Bahn ist aber auch lediglich davon die Rede, dass einzelne Masten getauscht oder saniert werden. Dort lese ich es auch eher so, dass nur Teile des Kettenwerks getauscht werden.

Es wird also nicht die komplette Oberleitung erneuert, weil sie marode ist. Das deckt sich auch mit den Bildberichten hier im Forum.
Hallo,
verbrenne hier lieber nicht Deine Zeit mit Personen, die versuchen, hier zweifelhafte Dinge zu verbreiten, um das höflich zu umschreiben.
Die Masten bei der Bahn halten ähnlich lange, wie bei den Mittelspannungsleitungen der Stromversorger.
Da werden die ja nicht überall abgebaut, weil die marode sind, sondern weil weitgehend auf Erdkabel umgestellt wird.
Ich habe mir da schon öfters gezogene Betonmasten angeschaut (Da ist praktisch immer ein Typenschild aus Messing mit Baujahr eingegossen).
Selbst Masten im Alter von über 60 Jahren waren noch völlig in Ordnung, ohne sichtbare Schäden.
Auch die Isolatoren aus Porzellan sehen meist wie neu aus.
Bei Gittermasten muss halt auch mal Farbe ran, dann halten sie so lange wie Brücken in ähnlicher Bauweise aus Stahl.
In Hamburg und im Umland gibt es noch 110 kV Leitungen aus der Zeit um 1940/43, beispielsweise nach Itzehoe.
Das waren die Anfänge von einem Verbundnetz,
Das Fundament der Masten hat man inzwischen teilweise verstärkt (damals war Beton knapp), aber sonst tragen sie bis heute noch die Leitungen.
Baugleiche Masten, aber gut 10 Jahre später errichtet, hat die 110 kV Leitung zum Pumpspeicherwerk Geesthacht, seinerzeit von den HEW gebaut.
Die Leitungen halten hier nicht ewig, weil sie in der Regel aus Aluminium mit Stahlseil im Innern bestehen.
Deshalb tauscht man die nach Jahrzehnten auch mal aus.

Belege

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 08.11.19 19:52

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich: Deine Mittelspanungmasten tragen weder Kettenwerke noch unterliegen diese den Beanspruchungen tausender Stromabnehmerdurchgänge.

Ferner lieferst Du keine Belege zu Deinen Behauptungen, sondern versuchst stattdessen, mich und meine Belege als zweifelhaft hinzustellen, um es höflich zu formulieren.
Dabei sprechen die Fakten eine klare Sprache, Zitat:
"Bei den Bauarbeiten werden Gleise, Weichen, Schotter, aber auch die Oberleitungsmasten sowie die Strom- und Sicherungstechnik erneuert. Für die Arbeiten von Hannover bis Göttingen hat die Bahn 175 Millionen Euro veranschlagt. Die Sanierung der gesamten Strecke von Hannover nach Würzburg soll 640 Millionen Euro kosten. Die Trasse Mannheim-Stuttgart wird für 185 Millionen Euro auf Vordermann gebracht. Da es sich um eine sogenannte Ersatzinvestition handelt, übernimmt der Eigentümer Bund die Kosten fast vollständig, wie ein Bahnsprecher erläuterte." [www.focus.de]

Genau, verschlampte=eingesparte Instandhaltungen und/oder nicht dauerfeste Fahrleitungsmasten lohnen sich für die Bahn: Der Eigentümer=Steuerzahler kommt für die Kosten auf, da nun eine "Ersatzinvestition" unumgänglich ist.
So funktioniert wirtschaftlicher Bahnverkehr. Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren...

Grüße
Weltbahner

Ein Blick in die Projektbroschüre...

geschrieben von: 9015

Datum: 08.11.19 21:22

Moin zusammen,
dass die Oberleitungsmasten zum größten Teil komplett ersetzt wurden, ist schlichtweg falsch.
Im Juli habe ich im Rahmen einer Exkursion meiner Universität die Arbeiten an der SFS 1733 besichtigt. Durchgeführt wurde die Veranstaltung unter anderem von DB Netz AG, die auch eine Projektbroschüre ausgehändigt haben:
https://abload.de/img/20191108_203059sqkml.jpg

So wird bspw. im Abschnitt "Instandsetzung der Ausrüstungstechnik" geschrieben, dass "In großem Umfang ... Oberleitungsanhänger und Stromverbinder ausgetauscht (werden)". Weiterhin werden "Masten saniert oder erneuert". Zuletzt gibt es in der Broschüre auf einer anderen Seite eine kurze Zusammenfassung der Arbeiten:

https://abload.de/img/20191108_203130bokjs.jpg

Unter den "Hauptarbeiten" sind "Instandhaltungsarbeiten an der Oberleitung" beschrieben. Dazu zählt der Austausch der Hänger für die Fahrleitung, die Sanierung der Masten und Anpassungen bei der Erdung. Zu erwähnen ist hierbei, dass nicht ein Austausch der Masten aufgeführt wird.

Um nun diese Aussagen mit Bildern von der sanierten Strecke zu stützen, ist die in einem vorherigen Beitrag verlinkte Projektseite ganz gut. Vereinzelt sind neu gesetzte Masten zu sehen. Im Vergleich zu älteren Masten, die eine Patina besitzen, sind die neuen auffällig, siehe [www.youtube.com]. Im Video sind bei 0:49 im Hintergrund zwei neue Masten von sonst nur alten Masten umgeben.
Hauptsächlich sind die bestehenden Masten mittels eines Anstrichs saniert worden, wie z.B. hier zu sehen ist: [bauprojekte.deutschebahn.com]

Gruß

Re: Ein Blick in die Projektbroschüre...

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 09.11.19 05:43

Moin,

danke für die Bestätigung.

Gruß Sebastian

Re: Der Wasserstoffwahn

geschrieben von: Silli

Datum: 09.11.19 07:48

Dieter Buddrus schrieb:
Und dann stellt Euch mal vor, dass auf einem Autobahnrastplatz gleichzeitig 20 Fahrzeuge das 200 kW Schnelladeverfahren nutzen wollen. Wenn dann deutschlandweit mal gleichzeitig 1 Millionen Fahrzeugführer das Schnellladeverfahren nutzen wollen, dann haben wir mit Sicherheit einen totalen Zusammenbruch des Stromnetzes.
Zum ersten Argument: In anderen Ländern gibt es bereits Ladeplätze mit mehr als 20 Plätzen, wo man auch mehr als 200 kW je Platz laden kann.

Zum zweiten Argument: Das ist an den Haaren herbeigezogen, hört man aber immer wieder. Die wenigsten werden schnellladen und vor allem dies nicht gleichzeitig wollen. Was würde denn passieren, wenn 1 Million PKW-Fahrer gleichzeitig die 14500 Tankstellen im Land zum Schnelltanken ansteuern? Das gäbe einen hübschen Stau.

Grüße
Silli

Dein Blick in die Projektbroschüre, ein Eigentor

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 09.11.19 11:35

Richtig zitieren solltest Du in Deiner Universität eigentlich gelernt haben, denn selbst in der DB-Broschüre steht etwas anderes als Du hier vorgibst:
"In großem Umfang werden Oberleitungsanhänger und Stromverbinder ausgetauscht und die Masten saniert oder erneuert"

Du wandelst das Zitat ab, um vorzutäuschen, die Masten seien von der Maßnahme nicht in großem Umfang betroffen:
"in großem Umfang...Oberleitungsanhänger und Stromverbinder ausgetauscht (werden)". Weiterhin werden "Masten saniert oder erneuert"."

Wie gehabt findet das Beschönigen trauriger Fakten hier weiterhin großen Anklang...denn für blinde Begeisterte kann nicht sein, was nicht sein darf.

Bemerkenswert auch, dass die Bahn in der Broschüre schreibt, eine umfassende Erneuerung der Infrastruktur sei nach weniger als 30 Betriebsjahren "unvermeidbar" (d.h. der Steuerzahler kommt für solche "Ersatzinvestitionen" auf, so dass sich eingesparte Instandhaltung für die Bahn doppelt lohnt):
Ein trauriges Eingeständnis mangelnder Instandhaltung, Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz des HGV-Bahnverkehrs !
[www.bilanz.ch]

Grüße
Weltbahner
Moin zusammen,

Weltbahner schrieb:
Richtig zitieren solltest Du in Deiner Universität eigentlich gelernt haben, denn selbst in der DB-Broschüre steht etwas anderes als Du hier vorgibst:
"In großem Umfang werden Oberleitungsanhänger und Stromverbinder ausgetauscht und die Masten saniert oder erneuert"

Du wandelst das Zitat ab, um vorzutäuschen, die Masten seien von der Maßnahme nicht in großem Umfang betroffen:
"in großem Umfang...Oberleitungsanhänger und Stromverbinder ausgetauscht (werden)". Weiterhin werden "Masten saniert oder erneuert"."

Richtig, ich habe den Satz in zwei Abschnitten zitiert. Das ist aber alles im Rahmen ;) Denn einerseits kann sich der Ausdruck "In großem Umfang" sowohl auf den Austausch der Oberleitungshänger und Stromverbinder als auch auf die Sanierung bzw. Erneuerung der Masten beziehen. Andererseits kann dieser Ausdruck aufgrund dessen Satzgliedstellung aber auch nur für den ersten Abschnitt gelten. Was nun zutrifft, kann man nach dem Lesen nicht richtig sagen oder kannst du mir das sagen?
Alternativ könnte man natürlich den Autor des Textes fragen, wie der Satz genau zu verstehen ist.

Oder man schaut sich halt aktuelle Bilder der sanierten Strecke an und bildet sich eine eigene Meinung...

Ich kann mich natürlich auch irren, doch nenne mir dafür dann entsprechende Belege, die ja immer von dir gefordert werden. Und komme mir jetzt nicht mit solchen allgemeinen Formulierungen, mit denen nicht der Umfang der Arbeiten an der Oberleitung deutlich wird, wie z.B.:

(aus Beitrag vom 08.11.2019 um 14:58:01)Weltbahner schrieb:
Zitat:
Für Dich als selbsternannten Fahrleitungsexperten ein Zitat: "Update, 11. Juni, 2019: Die Bauarbeiten an den ICE-Strecken haben am Dienstagvormittag begonnen. Die längeren Fahrzeiten sind bereits in die Fahrpläne eingearbeitet. Gleise, Weichen, Schotter, aber auch die Oberleitungsmasten sowie die Strom- und Sicherungstechnik werden erneuert." [www.fnp.de]

Oder: "...der Leiter des Sanierungsprojekts Hannover-Würzburg, Hannes Tesch. Bei den Bauarbeiten werden Gleise, Weichen, Schotter, aber auch die Oberleitungsmasten sowie die Strom- und Sicherungstechnik erneuert." [www.tagesschau.de]

Auch lasse ich solch eine Aussage nicht gelten:

(aus Beitrag vom 08.11.2019 um 18:04:09)Weltbahner schrieb:
Zitat:
Oberdeichgraf schrieb:Bei der Bauinfos der Bahn ist von solchen Arbeiten auch auf den Bildern nichts zu entdecken: [bauprojekte.deutschebahn.com]

Ist ja verständlich, dass die Bahn die Totalsanierung auf Steuerzahlerkosten bechönigend als "Frischekur" verkauft und keine Bilder von vorzeitig brüchigen Fahrleitungsmasten usw. zeigt, die Deiner Behauptung nach ewig halten.

Deiner Meinung nach sind "im großem Umfang" auch die Oberleitungsmasten erneuert worden. Ich stimme dem nicht zu, was ich ausführlich anhand der Projektbroschüre, des Videos und eines Bildes deutlich gemacht habe. Du hingegen behauptest etwas, was bislang nicht belegt wurde.
Daher zeige uns nun Beweise, die deine Aussage stützen.

Gruß

getroffende Hunde...

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 09.11.19 13:55

Hallo,

ich mache es kurz:
1. Deine Zitate sind unrichtig, um es höflich zu formulieren.
2. Die deutsche Sprache ist hier eindeutig: Die Formulierung "In großem Umfang" gilt für alle Satzteile, die durch "und" verbunden sind.
3. Die Aussage zu dieser Erneuerung ist keine Behauptung von mir, sondern von der Bahn selbst.
4. In der Uni sollte man nicht nur korrektes Zitieren, sondern auch Kritikfähigkeit gegenüber Glanzbroschüren und Unternehmen lernen. Der verlinkte Bilanz.ch-Beitrag hilft dabei.

Grüße
Weltbahner

Re: Windwiderstand des Syltshuttle

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 09.11.19 16:10

Es sind nicht mehr Lkw oder Ladungen vom Winde verweht worden, weil deren Beförderung bei Sturmwarnung immer rechtzeitig gestoppt oder der Verkehr komplett eingestellt wurde. Man könnte nun annehmen, daß bei hohen geschlossenen Doppelstöckern die umfassende Verkehrseinstellung öfter kommt als bei den heute noch offenen Wagen, wo der Wind seitlich durch blasen kann.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.19 16:11.
Zitat
Bemerkenswert auch, dass die Bahn in der Broschüre schreibt, eine umfassende Erneuerung der Infrastruktur sei nach weniger als 30 Betriebsjahren "unvermeidbar" (d.h. der Steuerzahler kommt für solche "Ersatzinvestitionen" auf, so dass sich eingesparte Instandhaltung für die Bahn doppelt lohnt):
Ein trauriges Eingeständnis mangelnder Instandhaltung, Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz des HGV-Bahnverkehrs !
Solange ich als Steuerzahler auch jegliche Instandhaltung von Autobahnen zahle, da diese dem Staat gehören, habe ich auch kein Problem damit, wenn ich die Instandhaltung der staatlichen Bahninfrastruktur zahle.

Gruß Sebastian

Re: getroffende Hunde...

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 09.11.19 16:38

Weltbahner schrieb:
2. Die deutsche Sprache ist hier eindeutig: Die Formulierung "In großem Umfang" gilt für alle Satzteile, die durch "und" verbunden sind.
Also werden die Oberleitungsmasten im großen Umfang saniert und dann im großen Umfang ausgetauscht?

Edit: Zudem Frage ich mich, in wieweit ein BWL-Professor und ein Unternehmensberater fachlich die richtigen sind, um diese Thematik allumfassend bewerten zu können.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.19 16:47.

leider nur entweder oder

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 09.11.19 17:27

Sebastian Berlin schrieb:
Weltbahner schrieb:
2. Die deutsche Sprache ist hier eindeutig: Die Formulierung "In großem Umfang" gilt für alle Satzteile, die durch "und" verbunden sind.
Also werden die Oberleitungsmasten im großen Umfang saniert und dann im großen Umfang ausgetauscht?

Edit: Zudem Frage ich mich, in wieweit ein BWL-Professor und ein Unternehmensberater fachlich die richtigen sind, um diese Thematik allumfassend bewerten zu können.
Auch Du hast sichtlich Probleme bei korrekten Zitieren und allmählich begreift hier jeder Unvoreingenommene, dass das kein Zufall ist.
Das Zitat in der Bahnprojektbroschüre heißt (leider):

"In großem Umfang werden Oberleitungsanhänger und Stromverbinder ausgetauscht und die Masten saniert oder erneuert"

Die Masten werden keineswegs erst saniert und dann erneuert, sondern entweder oder.

Zu Deiner weiteren Anmerkung gebe ich Dir insofern Recht: Die beiden Autoren haben "vergessen", dass an jedem elektrifizierten Streckenkm rund 350 m 110 kV-Bahnstromtrasse und anteilig Uw usw. hängen. Klimabilanz und Flächenverbrauch der Bahn sind also noch ungünstiger als im Beitrag skizziert.
Der Autor Dr. Radermacher kennt das Thema allerdings schon länger und z.B. auch den fachlichen Hintergrund zu diesem Beitrag: [www.spiegel.de]

Für Dein besonderes Interesse an diesem Thema findest Du auch in der Zeit, Ausgabe 06.11.19 auf S. 30 weitere Infos, Titel: Bahnfahrt mit Nebenkosten.

Grüße
Weltbahner

Re: leider nur entweder oder

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 09.11.19 17:48

Eher zum Glück. Denn die Masten werden, wie Du richtig zitiert hast, in großem Umfang saniert. Daraus lässt sich ableiten, dass nur wenige getauscht werden müssen.

Gruß Sebastian,

der heute an diversen Oberleitungsmasten mit dem IC vorbei gefahren ist, die augenscheinlich schon weit über 30 Geburtstage feiern durften.

unberechtigt steuerfinanzierte Ersatzinvestitionen

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 09.11.19 18:29

Sebastian Berlin schrieb:
Zitat
Bemerkenswert auch, dass die Bahn in der Broschüre schreibt, eine umfassende Erneuerung der Infrastruktur sei nach weniger als 30 Betriebsjahren "unvermeidbar" (d.h. der Steuerzahler kommt für solche "Ersatzinvestitionen" auf, so dass sich eingesparte Instandhaltung für die Bahn doppelt lohnt):
Ein trauriges Eingeständnis mangelnder Instandhaltung, Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz des HGV-Bahnverkehrs !
Solange ich als Steuerzahler auch jegliche Instandhaltung von Autobahnen zahle, da diese dem Staat gehören, habe ich auch kein Problem damit, wenn ich die Instandhaltung der staatlichen Bahninfrastruktur zahle.
Du vergisst, dass der Bundesrechnungshof bei der Bahn die Vernachlässigung der Instandhaltung überprüft, weil diese unberechtigt zu steuerfinanzierten Ersatzinvestitionen führt, Zitat:
"Der Bundesrechnungshof hat dem Bund und der Deutschen Bahn vorgeworfen, die Infrastruktur wie Brücken, Schienen, Stellwerke und Oberleitungen zu vernachlässigen. "Jahrelang wurde auf Verschleiß gefahren", kritisierte der Präsident der Rechnungsprüfer, Kay Scheller.
In einem 20 Seiten umfassenden Sonderbericht prangert der Rechnungshof das Verfahren an, mit dem der Bund jährlich mehrere Milliarden Euro für Ersatzinvestitionen in die Eisenbahninfrastruktur bereitstellt. Es sei "intransparent, nicht aussagekräftig und setzt Fehlanreize", sagte Behördenpräsident Scheller.
Scheller bezeichnete es überdies als „Konstruktionsfehler“ in der Finanzierung, dass zwischen Instandhaltungsinvestitionen, die die Deutsche Bahn aus Eigenmitteln finanzieren müsse, und den Ersatzinvestitionen unterschieden werde, die der Bund bezahle. „Das setzt für die Bahn den Fehlanreiz, Schienen oder Brücken so lange verfallen zu lassen, bis sie ersetzt werden müssen – wie etwa bei der Fehmarnbelt-Brücke“, bemängelte der Rechnungshof-Chef. „Die Trennung zwischen Instandhaltung und Ersetzung muss aufgehoben werden."
[www.spiegel.de]
[www.faz.net]

Ferner vergisst Du, dass hier die Oberleitung und deren Instandhaltung steuerfinanziert wird, die nur elektrischen Zügen dient.
Wenn die Betriebswirtschaftlichkeit des elektrischen Bahnbetriebs nur durch Steuerfinanzierung der Elektrifizierung und deren Instandhaltung gewährleistet ist, steht dessen Volkswirtschaftlichkeit in Zweifel.
Wirtschaftlicher Bahnverkehr braucht Systemwettbewerb - einseitige Steuerfinanzierung zugunsten eines Bahnsystems verhindert diesen.

Grüße
Weltbahner
Zitat

Ferner vergisst Du, dass hier die Oberleitung und deren Instandhaltung steuerfinanziert wird, die nur elektrischen Zügen dient.
Wenn die Betriebswirtschaftlichkeit des elektrischen Bahnbetriebs nur durch Steuerfinanzierung der Elektrifizierung und deren Instandhaltung gewährleistet ist, steht dessen Volkswirtschaftlichkeit in Zweifel.
Wirtschaftlicher Bahnverkehr braucht Systemwettbewerb - einseitige Steuerfinanzierung zugunsten eines Bahnsystems verhindert diesen.
Wirtschaftlicher Bahnverkehr ist erstmal dann gegeben, wenn die EVU mehr Geld einnehmen, als sie für ihr Angebot zahlen. Das gilt auch für jedes EVU, dass auf dieser NBS fährt.
Im Grunde ist es sogar egal, womit die eingesetzten Fahrzeuge fahren, da EVU stets die für Ihre Anforderungen günstigste Alternativen wählen werden.

Der Betrieb der Infrastruktur, egal ob Schiene oder Straße, Ist vermutlich bei keinem Verkehrsmittel in Deutschland wirtschaftlich im Sinne von Kostendeckend. Jede Straße, Bahnstrecke (abgesehen von wenigen Anschlussbahnen) und jeder Kanal werden im Bezug auf die Instandhaltung vom Bund oder den Ländern/Kummunen subventioniert, da die Einnahmen aus Nutzungsentgelten die Kosten der Infrastruktur nicht decken. Oder sie werden nicht einmal erhoben.

Zitat
„Das setzt für die Bahn den Fehlanreiz, Schienen oder Brücken so lange verfallen zu lassen, bis sie ersetzt werden müssen – wie etwa bei der Fehmarnbelt-Brücke“, bemängelte der Rechnungshof-Chef.
Wenn er das wirklich so gesagt hat, dann soll er mir bitte diese ominöse Brücke einmal zeigen.

Gruß Sebastian

der nächste Beschönigungsversuch

geschrieben von: Weltbahner

Datum: 10.11.19 11:41

Sebastian Berlin schrieb:
Eher zum Glück. Denn die Masten werden, wie Du richtig zitiert hast, in großem Umfang saniert. Daraus lässt sich ableiten, dass nur wenige getauscht werden müssen.

Gruß Sebastian,

der heute an diversen Oberleitungsmasten mit dem IC vorbei gefahren ist, die augenscheinlich schon weit über 30 Geburtstage feiern durften.
..., womit Du den vorzeitigen Austausch unter 30 Jahre alter Betonmasten auf den genannten SFS nach wie vor nicht widerlegst.

Weltbahner grüßt zurück,

der an Hunderten ehemaliger Betonfahrleitungsmasten auf der linken Rheinstrecke vorbei gefahren ist, die laut Deiner Kollegen "ewig halten", augenscheinlich aber durch Gitttermasten "ausgetauscht" werden mussten. Das war noch nicht alles. Man hat gleich die Ausleger und das Kettenwerk mit erneuert, dazu beidseits des Bahndamms kräftig abgeholzt (auf wessen Kosten wohl ?): Kosten und Aufwand entsprechen also einer Neuelektrifizierung, wobei hier der zusätzliche Aufwand für den Rückbau der Altelektrifizierung und die Einnahmeausfälle wegen des ruhenden Zugverkehrs hinzu kamen.

Der inflationär beliebte Begriff "Austauschen" vertuscht, dass hier alte Masten samt Fundament abgerissen und entsorgt, neue Fundamente ausgehoben, verschalt, bewehrt und vergossen werden müssen, auf die nach wochenlanger Aushärtung dann neue Gittermasten aufgeschraubt werden - mit entsprechendem CO2-Fußabdruck zum Nachteil der Klimabilanz des Fahrleitungs-Bahnverkehrs.

Zu Deiner Eingangsbehauptung: Das obige Zitat gibt auch Deine neuerliche "Ableitung" nicht her, es seien nur wenige Masten getauscht worden. Denn dummerweise steht da nur, ....die Masten wurden in großem Umfang saniert oder ersetzt.

Tut mir leid, dass Lobbyarbeit zuweilen leicht durchschaubar ist.

Grüße
Weltbahner

Re: der nächste Beschönigungsversuch

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 10.11.19 14:05

Weltbahner schrieb:
Tut mir leid, dass Lobbyarbeit zuweilen leicht durchschaubar ist.

Grüße
Weltbahner
Tja, da tun wir uns dann beide nichts. Nur das deine Lobby halt so klein ist, dass keiner auf dich hört, sondern munter weiter elektrifiziert wird.

Gruß Sebastian

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