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Kaum hat man die Akkuzüge bestellt, gibt es in Zukunft die Oberleitung zum Schnäppchenpreis.
Bevor ich lange sinnlos tippe, stelle ich den Artikel hier von meiner heutigen shz Gratiszeitung als Foto ein.
Im Internet ist der Artikel bisher nicht zu finden.
Bemerkenswert: das Problem mit Oberleitung und Sylter Autozug ist laut Deutscher Bahn "lösbar".
Das wurde hier im Forum von diversen "Experten" bestritten.
Ginge das, was dem Minister vorschwebt: Stromabnehmer bei den Akkuzügen in voller Fahrt rauf und runter?
Die Frage ist auch, ob der Akku umweltfreundlicher ist, als die Oberleitung.

P1170983.JPG
Moin!

Die Akku-Züge könnte man ja immer noch auf den diversen Nebenstrecken, die nicht genannt werden, einsetzen. Neumünster-Heide-Büsum, Husum-St. Peter-Ording, Kiel-Rendsburg-Husum und auch Lübeck-Lüneburg wären dann ja Kandidaten, die ggf. mit mehr Fahrzeugen bedient werden könnten. Eine Elektrifizierung der Marschbahn würde zudem für die Akkuzüge in Husum und Heide Lademöglichkeiten schaffen.

Bezüglich des Autozugs: Man müsste in diesem Fall geschlossene Fahrzeuge haben, wie es z.B. bei diversen Autozügen durch die Alpentunnel der Fall ist. Oder man fährt erstmal auf der Marschbahn ab Niebüll mit Vorspann. Für die kurze Strecke reichen die Rasenmäherloks doch vielleicht und halten das sogar aus.

Gruß Sebastian
Oberdeichgraf schrieb:
Ginge das, was dem Minister vorschwebt: Stromabnehmer bei den Akkuzügen in voller Fahrt rauf und runter?



Wenn ich mich nicht täusche ist das bei Mehrsystemzügen an Systemtrennstellen gang und gäbe, dass der Stromabnehmer während der Fahrt angelegt wird. (Sofern dass die Hauptfrage war und nicht ob die Akkus das aushalten)
Hallo,

die Frage ist nur, ob mit der neueren Förderung die Oberleitung langfristig nicht wirtschaftlicher ist, als der Akkubetrieb.
Die Triebwagen sollen im Akkubetrieb ja auch deutlich weniger Leistung haben.
Ob sie dann mit Akku so funktionieren, wie man sich das erhofft, bleibt abzuwarten.
Zumindest Kiel-Flensburg, Kiel-Rendsburg mit Reststück Jübek-Husum sowie Lübeck-Büchen-Lüneburg wären weitere Kandidaten für die Strippe.
Es ist ja gerade der Vorteil der Bahn, dass sie mit Oberleitung umweltfreundlich mit praktisch unbegrenzter Reichweite und hohem Tempo fahren kann.
Man vergleiche mal die alten Wendezüge mit V100 samt n-Wagen und heutige Elektrotriebwagen in SH: Da liegen Welten dazwischen.
Zitat
Man vergleiche mal die alten Wendezüge mit V100 samt n-Wagen und heutige Elektrotriebwagen in SH: Da liegen Welten dazwischen.
Kann ich nicht, ersteres habe ich nicht mehr erlebt ;-) Was mich in diesem Fall interessieren würde: Gäbe es Probleme mit der Funktion der Akkus, wenn die BEMU irgendwann hauptsächlich mit Strom direkt aus der Fahrleitung fahren? Klar, man fährt viel Gewicht durch die Gegend. Aber erstmal spricht ja nichts dagegen, die BEMU auch nach einer Elektrifizierung auf diesen Strecken einzusetzen, dann jedoch mit Strom aus der Strippe. Gleichzeitig könnte man sie weiterhin auf den weniger nachgefragten und deshalb nicht elektrifizierten Strecken einsetzen.

Gruß Sebastian

"Im Prinzip ja - aber..."

geschrieben von: Foesse

Datum: 07.11.19 09:07

Oberdeichgraf schrieb:
Hallo,

die Frage ist nur, ob mit der neueren Förderung die Oberleitung langfristig nicht wirtschaftlicher ist, als der Akkubetrieb.
Die Triebwagen sollen im Akkubetrieb ja auch deutlich weniger Leistung haben.
Ob sie dann mit Akku so funktionieren, wie man sich das erhofft, bleibt abzuwarten.
Zumindest Kiel-Flensburg, Kiel-Rendsburg mit Reststück Jübek-Husum sowie Lübeck-Büchen-Lüneburg wären weitere Kandidaten für die Strippe.
Es ist ja gerade der Vorteil der Bahn, dass sie mit Oberleitung umweltfreundlich mit praktisch unbegrenzter Reichweite und hohem Tempo fahren kann.
Man vergleiche mal die alten Wendezüge mit V100 samt n-Wagen und heutige Elektrotriebwagen in SH: Da liegen Welten dazwischen.
Hallo Oberdeichgraf,

das Ziel eines möglichst weitgehend durchelektrifizierten Netzes ist ja völlig OK.

Nur baut sich das ja nicht von selbst. Über Jahrzehnte hat die Bundes- und Landespolitik gemütlich gepennt. Und nun soll alles ruck-zuck gehen? Als ob es keine Planungsverfahren gäbe, und keine Knappheit an Planungs- und Bauressourcen?

Da ist es schon akzeptabel, wenn nun Batteriezüge als Bindeglied beschafft werden, die man später recht freizügig im Netz einsetzen kann.

Auch gebe ich zu bedenken, dass die E-Traktion vorrangig im Bereich von Steigungsstrecken bzw. bei ständigem Neigungswechsel sinnvoll ist (Güterverkehr), was in SH ja nun nicht durchgängig der Fall ist.

Jedenfalls kann es nicht verkehrt sein, mit den Batteriezügen praktische Betriebserfahrungen zu sammeln, sofern diese die Fahrzeitvorgaben halten und nicht als lahme Krücken die Entwicklung hin zum D-Takt aufhalten.

Grüße
Foesse
Hallo,

mit den BEMUs ist ein schrittweiser Ausbau der Oberleitung möglich, ohne dass man mit einem ineffizienten teuren Antrieb unter der Oberleitung fahren muss. Ein Akkutriebwagen profitiert sofort von jedem weiteren Kilometer mit Oberleitung. Ist irgendwann einmal eine vollständige Elektrifizierung erreicht, kann man den schweren Akku entfernen und man hat ein reinen Elektrotriebwagen.
Bei einem Wasserstoffzug müsste man dagegen auch unter Oberleitung mit dem niedrigen Gesamtwirkungsgrad von Wasserstoff fahren und die Kosten für die parallele Infrastruktur zur Wasserstoffversorgung weiterhin zahlen.

Gruß Jörg
JoergAtDSO schrieb:
Hallo,

mit den BEMUs ist ein schrittweiser Ausbau der Oberleitung möglich, ohne dass man mit einem ineffizienten teuren Antrieb unter der Oberleitung fahren muss. Ein Akkutriebwagen profitiert sofort von jedem weiteren Kilometer mit Oberleitung. Ist irgendwann einmal eine vollständige Elektrifizierung erreicht, kann man den schweren Akku entfernen und man hat ein reinen Elektrotriebwagen.
...was vermutlich eine Neuzulassung notwendig machen würde.
Bei 54% Oberleitung verbleiben immer noch 46% Diesel-Strecke. Selbst wenn man den Anteil auf 30% senken würde, gäbe es immer noch genug Stichstrecken, auf denen die Batteriezüge fahren könnten. Bis Husum - St.Peter-Ording elektrifiziert ist, werden die derzeit bestellten Akku-Triebwagen vermutlich bestenfalls dem Ende Ihrer Nutzungsdauer entgegen sehen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Oberdeichgraf schrieb:
die Frage ist nur, ob mit der neueren Förderung die Oberleitung langfristig nicht wirtschaftlicher ist, als der Akkubetrieb.

Moin,

das ist so. Daher ist es auch relativ dämlich vom FDP-Minister, sofort zu plaudern, dass man die Strecken wegen der Akkus nicht vollständig elektrifizieren müsse.

Wenn das Land Akku-Betrieb möchte, kann man sich auf den betroffenen Strecken unabhängiog von Bundesförderung ganz viele Kilometer Oberleitung sparen. Wenn man elektrifizieren möchte, sollte man keine Lücken lassen. Auch für eventuelle Umleitungen hat das Vorteile.

Grüße
Sebastian Berlin schrieb:
Bezüglich des Autozugs: Man müsste in diesem Fall geschlossene Fahrzeuge haben, wie es z.B. bei diversen Autozügen durch die Alpentunnel der Fall ist. Oder man fährt erstmal auf der Marschbahn ab Niebüll mit Vorspann. Für die kurze Strecke reichen die Rasenmäherloks doch vielleicht und halten das sogar aus.
So oder so würden die Wagen der Autozüge irgendwann ihre Altersgrenze erreichen. Legt man deren Nachfolger wendezugfähig aus - Stichwort Alpentunnel - bestünde die Möglichkeit auf die meisten Rangiermanöver zu verzichten, wodurch zusammen mit dem eh schon angestrebten zweigleisigen Ausbau eine Taktverdichtung möglich wird, falls man künftig einstöckig unterwegs sein will.
Andernfalls könnten jedoch auch, analog zum Eurotunnel, geschlossene Doppelstockwagen beschafft werden. Nutzt man die maximal zulässige Oberleitungshöhe aus, sollte das problemlos passen.
Abgesehen von je zwei Straßen- und Fußgängerbrücken scheint es keine potenziellen Probleme bei der Ausweitung des Lichtraumprofils zu geben.

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!
Giovanni schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Bezüglich des Autozugs: Man müsste in diesem Fall geschlossene Fahrzeuge haben, wie es z.B. bei diversen Autozügen durch die Alpentunnel der Fall ist. Oder man fährt erstmal auf der Marschbahn ab Niebüll mit Vorspann. Für die kurze Strecke reichen die Rasenmäherloks doch vielleicht und halten das sogar aus.
So oder so würden die Wagen der Autozüge irgendwann ihre Altersgrenze erreichen. Legt man deren Nachfolger wendezugfähig aus - Stichwort Alpentunnel - bestünde die Möglichkeit auf die meisten Rangiermanöver zu verzichten, wodurch zusammen mit dem eh schon angestrebten zweigleisigen Ausbau eine Taktverdichtung möglich wird, falls man künftig einstöckig unterwegs sein will.
Zumindest in Niebüll müsste dann nicht mehr rangiert werden. In Westerland muss man ja immer noch von der einen Seite des Bahnhofs auf die andere Sägen, lediglich der Lokumlauf würde entfallen. Das würde sich nur bei einem neuen Standort für die Verladung ändern.

Zitat
Andernfalls könnten jedoch auch, analog zum Eurotunnel, geschlossene Doppelstockwagen beschafft werden. Nutzt man die maximal zulässige Oberleitungshöhe aus, sollte das problemlos passen.
Abgesehen von je zwei Straßen- und Fußgängerbrücken scheint es keine potenziellen Probleme bei der Ausweitung des Lichtraumprofils zu geben.
Ich glaube, dass bei einer solchen Fahrzeugkonstruktion eher der Wind ein Rolle spielen könnte. Andererseits würde eine geschlossene Außenhülle der Transporteinheiten den Windwiderstand gegenüber den aktuellen Zugkompositionen vermutlich verringern. Aber bis das alles soweit ist...

Gruß Sebastian
Moin,

bei der Strecke Neumünster - Bad Oldesloe reicht eine Elektrifizierung nicht aus. Da müssten zudem weitere Kreuzungsmöglichkeiten geschaffen werden. Zurzeit gibt es die nur in Bad Segeberg.

Allerdings frage ich mich, warum das nicht schon längst geschehen ist. Ein Unfall auf der Strecke Neumünster - Hamburg und schon ist der Bahnverkehr nach Süden so gut wie unterbrochen - der Güterverkehr von Skandinavien nach Süden inklusive. Die Marschbahn wird gerade in Zeiten von Umbau und Erneuerung kaum noch zusätzliche Kapazitäten haben, um Umleiterverkehre aufnehmen zu können. Und wenn zwischen Elmshorn und Eidelstedt etwas passiert, kann auch die Marschbahntrasse nicht weiterhelfen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.19 10:38.
Es ist sicherlich kein Problem auf der Marschbahn die Oberleitung von Itzehoe bis Husum oder Niebüll schon direkt zu ziehen.
Man vergleiche mal die alten Wendezüge mit V100 samt n-Wagen

Ach, was war das schön... (träum)

Gruß, Olaf

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Re: "Im Prinzip ja - aber..."

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 07.11.19 10:53

Auch gebe ich zu bedenken, dass die E-Traktion vorrangig im Bereich von Steigungsstrecken bzw. bei ständigem Neigungswechsel sinnvoll ist (Güterverkehr), was in SH ja nun nicht durchgängig der Fall ist.

Naja, das liest sich schon recht eigentümlich. Allein die immer dichtere Vertaktung und kürzere anvisierte Fahrzeiten schreien geradezu nach dem Fahrdraht.

Gruß, Olaf

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Re: Neumünster - Bad Oldesloe

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 07.11.19 10:59

Moin!

Das sehe ich auch so. Es geht hier ja nicht nur um langlaufende Züge, selbst für den Regionalverkehr wäre dies im Störungsfall eine gute Umleitung.
Zumal die Strecke ja ein Planum für zwei Gleise besitzt. Man sollte also ohne Zukäufe von Flächen dort auf weiten Strecken ein zweites Gleis legen können.

Gruß Sebastian
Andererseits würde eine geschlossene Außenhülle der Transporteinheiten den Windwiderstand gegenüber den aktuellen Zugkompositionen vermutlich verringern.

Es gibt aber auch seitlich aufkommende Winde, die so manchen Lkw schon vom Zug geschaukelt haben.

Gruß, Olaf

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Re: Windwiderstand des Syltshuttle

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 07.11.19 11:03

Alibizugpaar schrieb:
Andererseits würde eine geschlossene Außenhülle der Transporteinheiten den Windwiderstand gegenüber den aktuellen Zugkompositionen vermutlich verringern.

Es gibt aber auch seitlich aufkommende Winde, die so manchen Lkw schon vom Zug geschaukelt haben.
In dieser Hinsicht sind geschlossene Einheiten komplizierter. Mein Satz des Windwiderstands bezog sich zunächst auf den Widerstand durch die Fahrt. Und so viele LKW hat es nun auch noch nicht weggeweht, auch wenn letztlich jeder einer zu viel ist.

Gruß Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.19 11:03.
Preetzer schrieb:
Moin,

bei der Strecke Neumünster - Bad Oldesloe reicht eine Elektrifizierung nicht aus. Da müssten zudem weitere Kreuzungsmöglichkeiten geschaffen werden. Zurzeit gibt es die nur in Bad Segeberg.

Allerdings frage ich mich, warum das nicht schon längst geschehen ist. Ein Unfall auf der Strecke Neumünster - Hamburg und schon ist der Bahnverkehr nach Süden so gut wie unterbrochen - der Güterverkehr von Skandinavien nach Süden inklusive. Die Marschbahn wird gerade in Zeiten von Umbau und Erneuerung kaum noch zusätzliche Kapazitäten haben, um Umleiterverkehre aufnehmen zu können. Und wenn zwischen Elmshorn und Eidelstedt etwas passiert, kann auch die Marschbahntrasse nicht weiterhelfen.
Hallo,
es gab ja wiederholt Pläne für den komplett zweigleisigen Ausbau dieser Strecke samt Oberleitung.
Dürfte rechtlich kein Problem sein, weil die Bahnstrecke bis vor etwa 60 Jahren zweigleisig gewesen ist.
Folglich sollten auch die notwendigen Flächen noch vorhanden sein.
Ein komplett zweigleisiger Ausbau wäre wohl sehr teuer.
Die Schaffung von etwa drei zusätzlichen Kreuzungsmöglichkeiten, beispielsweise bei Klein-Kummerfeld, Fahrenkrug und Wakendorf I würde aber schon deutlich mehr Trassenkapazität bringen.
Zudem bremsen die 80 km/h Kurve bei Wakendorf und die noch langsamere Durchfahrt in Bad Segeberg (zumindest von West nach Ost) den Durchgangsverkehr unnötig aus.
Vielleicht sollte der Verkehrsminister sich hier mal Gedanken machen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.19 11:10.
Hallo,

Alibizugpaar schrieb:
Andererseits würde eine geschlossene Außenhülle der Transporteinheiten den Windwiderstand gegenüber den aktuellen Zugkompositionen vermutlich verringern.

Es gibt aber auch seitlich aufkommende Winde, die so manchen Lkw schon vom Zug geschaukelt haben.

Gegen die Gefahren eines Stromschlages aus der Oberleitung müssen die Autotransportwagn nur oben geschlossen sein, sprich ein Dach haben. Das ist in der Schweiz am Lötschberg nicht anders.


Gruß
E44 1152

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