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Strizie schrieb:
Der Erfurter Hbf ist eine Katastrophe so wie er umgebaut wurde. Die NBS und ABS werden aus Richtung Westen als Linienbetrieb reingeführt.

Allein diese Tatsache reicht schon, dass ein ITF-Knoten in Erfurt Hbf mit Korrespondenzen zur selben Zeit in beiden Richtungen fast unmöglich sein dürfte.

Eigentlich müsste Erfurt Hbf noch mal komplett umgebaut werden.
Erfurt ist halt im derzeitigen Zustand eine billige Murkslösung. An Überwerfungsbauwerken im Ost- wie auch im Westkopf kommt man nicht vorbei, wenn man den vorgesehenen (ja durchaus Sinn machenden) Richtungsbetrieb im Bahnhof und auf den 5 Gleisen im westlichen Zulauf zuverlässig herstellen will, womit dann auch komplett gleichzeitige Ein- und Ausfahrten der Fernzüge von/nach Frankfurt und München möglich wären. Die ziemlich üppigen Standzeiten der Fernzüge in Erfurt kann man dann auch trotz Beibehaltung der Korrespondenzen nochmal verkürzen. Kurze NBS Seebergen-Neudietendorf und HGV-Verbindungskurve bei Ingersleben für den FV von/nach Frankfurt zu den NBS-Gleisen Erfurt-Nürnberg sollten auf jeden Fall dann auch gleich mit errichtet werden. Befreit vom Fernverkehr würden auf der Altstrecke Neudietendorf-Bischleben dann zwei Gleise ausreichen, während dann eher die NBS östlich der A71 zumindest drei Gleise (wegen der parallelen Ein-/Ausfahrten) bräuchte. Ganz sinnvoll wäre außerdem die weitestmögliche Verlängerung der 200km/h-Abschnitte und Geschwindigkeitsanhebungen auch des 100km/h-Bereichs, sowie möglichst hohe Fahrgeschwindigkeit aller potentiell vom Fernverkehr zu nutzenden Weichenstränge im Knoten.
Wenn die Frankfurt-Leipzig-Züge eher IR spielen könnte es ja auch durchaus sinnvoll werden zumindest ein paar Mal täglich auch Sprinter Köln-Frankfurt-Erfurt-Leipzig-(Dresden) aufzulegen. Im Gegenzug wäre zu der Zeit dann der Halt in Erfurt der Frankfurt-Berlin-Sprinter überflüssig, womit er seine Strecke durchaus auch in unter 3 Stunden zurücklegen könnte (zumindest wenn endlich auch Halle-Berlin weiter beschleunigt wird).


P.A.D schrieb:
Zitat:
Viel wichtiger als die Frage nach einem Halt in bad Hersfeld finde ich die Frage nach einer Anbindung an die SFS-alt. Meiner Meinung nach sollte man sich dringend für eine komplett neue Schnellfahrstrecke ab Fulda entscheiden. Damit die Korrespondenzhalte zwischen Kassel–Würzburg und Frankfurt–Erfurt in Fulda nicht dadurch zerschossen werden, dass beide Verbindung streckenweise die gleiche SFS benutzen.
Richtige Korrespondenzen braucht man doch in Fulda überhaupt nicht, zumindest nicht für den Fernverkehr. Von Frankfurt aus gibts zukünftig doch einen Halbstundentakt sowohl nach Kassel als auch nach Würzburg (und Frankfurt-Würzburg bzw Kassel-Erfurt wird ohnehin niemand über Fulda fahren). Einzig Würburg-Erfurt wird nicht bedient. Dafür reichen in Fulda aber schlanke Richtungsanschlüsse (mit entsprechend auch nur kurzen Haltezeiten) völlig aus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.19 20:12.

Re: Willkommen im NIMBY Wonderland

geschrieben von: ICE 4

Datum: 06.11.19 20:20

P.A.D schrieb:
Bad Herselfd mit seinen knapp 30.000 Einwohnern (Fulda hat knapp 70.000, Eisenach immerhin 42.000) dagegen
Und schon wieder diese elende Einwohnerzahlenwixxx...

Zitat
gehört mit einer ordentlichen Regioverbindung an Fulda und Frankfurt angeschlossen, was mit dem Hessen-Express auch kommen soll. Wen man statt mit dem bummeligen Cantus mit einem schnellen RE non-stop oder maximal mit Zwischenhalt in Hünfeld direkt von Fulda nach Bad Hersfeld kommt, dann sind auch die Bad Hersfelder damit besser bedient als mit einem FV-Bahnhof irgendwo in der Pampa.
Dadurch hat man auf der Altstrecke dann aber wieder ein "möglichst schnell" fahrendes Fernregionalverkehrsprodukt, welches Trassen frisst und für sich genommen vermutlich auch nicht tragfähig ist, selbst als subventionierter SPNV nicht. Oder können alle Bebraer, Bad Hersfelder und vielleicht noch Hünfelder mit ihren Reisewünschen gen Fulda und Frankfurt einen zweistündlichen bis stündlichen RE-Takt füllen? 7 Tage die Woche, von morgens bis abends? Ein in Bad Hersfeld haltender und bereits mit Reisenden anderer Relationen gut gefüllter "B-ICE", der durch den Halt nur aushaltbar viel Fahrzeit zusetzt, bietet einen sinnvollen Mitnahmeeffekt und gleichzeitig sowohl umsteigefreie Weiterreisemöglichkeiten im Fernverkehr als auch die möglichst minimierte Fahrzeit bis Frankfurt, sicher noch mit Zwischenhalt in Hanau, aber mehr auch nicht, südlich Fulda.

Und da sehe ich bei Relationen über Fulda und dortigen Umstieg hinaus schon einen erheblichen Unterschied: Entweder die direkte B-ICE-Linie Leipzig-Frankfurt mit Systemhalten in Erfurt, Gotha, Eisenach, Bad Hersfeld, Fulda, Hanau, Frankfurt. Mit 230/250 km/h-Material.

Oder ein "Hesseexpress" (Eisenach-)Bebra-Bad Hersfeld-Hünfeld-Fulda-Schlüchtern-Gelnhausen-Hanau-Frankfurt. Mit 160 km/h-Material.

Selbst wenn man für beides einen Zweistundentakt ansetzt - welche Linie wird wohl für Fahrten über Fulda und Eisenach hinaus attraktiver und schneller sein? Und welche den besseren Gesamtauslastungsgrad aufweisen, auch zu Randzeiten und außerhalb von HVZ und Spitzentagen?

Das Problem der tariflichen Unterschiede und der irrsinnigen strikten Trennung zwischen C-Produktpöbel und A-Produktreisendem (tariflich) sei hier mal ausgeklammert, so ein Mist sollte bei für die nächsten 100 Jahre prägenden Infrastrukturbauentscheidungen und daraus abgeleiteten Bedienungs- und Verkehrskonzepten keine letztentscheidende Rolle spielen.

Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: ICE 4

Datum: 06.11.19 20:25

Mw schrieb:
In Bamberg hätte man auch einen ICE-Halt an einer Umfahrungsstrecke, die parallel zur Autobahn verläuft, bauen können. Dazu hätte man aber u.a. einen Golfplatz niederlegen müssen, was natürlich nicht ging.
Yeah, mit Bus-Shuttle zum und vom Hauptbahnhof, für die Dummen, die noch mit der Bahn zum ICE anreisen wollen.

Klar, manchmal ist so ein Grünwiesenbahnhof ohne Bahnanschluss kaum vermeidbar. In Limburg Süd zum Beispiel, auch wenn es mit etwas mehr Aufwand auch dort bessere Verknüpfungsmöglichkeiten gegeben hätte, garantiert. Aber in Bamberg, wo man sogar auch schnell durch den Bestandsbahnhof fahren kann, nach Ausbau, und die Umfahrung nicht einmal einen Abkürzungseffekt gehabt hätte - es wäre ein Wahnsinn gewesen. Die Entscheidung der Stadtoberen dort für die jetzige Konsensvariante war sowas von gut und richtig! Im Sinne aller - der Bamberger und der Durchreisenden.

Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: 103612

Datum: 06.11.19 20:51

Da man in Bamberg mit 230 wird durchfahren können und auch die Hauptstrecke davor und dahinter nicht schneller befahrbar ist, ist der Verzicht auf eine Umfahrung völlig gerechtfertigt.

In der Regel muss man aber deutlich langsamer mit 130km/h oder weniger durch die Bahnhöfe schleichen (Ulm, Mannheim, Fulda, Göttingen, Kassel, Ingolstadt...etc). Da sieht dann die Rechtfertigung einer Umfahrung schon anders aus.

Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: Abteil

Datum: 06.11.19 21:08

Node schrieb:
Mecklar als dann ICE-Halt für Nordhessen hat aber den schwerwiegenden Nachteil, dass es mit dem PKW nur sehr ungünstig zu erreichen ist.
Bitte? Der Bahnhof liegt direkt neben der Ausfahrt der B27 zwischen Bad Hersfeld und Bebra. Aus Autofahrersicht kann es in der Region kaum einen besseren Standort geben. P+R ließe sich dort auf der grünen Wiese sehr einfach einrichten.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.19 21:08.

Kleine Korrektur: Durchfahrt Bamberg 230 km/h (o.w.T)

geschrieben von: Abteil

Datum: 06.11.19 21:11

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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Kapazität Bebra - Fulda

geschrieben von: Node

Datum: 06.11.19 22:28

P.A.D schrieb:
Zitat:
Viel wichtiger als die Frage nach einem Halt in bad Hersfeld finde ich die Frage nach einer Anbindung an die SFS-alt. Meiner Meinung nach sollte man sich dringend für eine komplett neue Schnellfahrstrecke ab Fulda entscheiden. Damit die Korrespondenzhalte zwischen Kassel–Würzburg und Frankfurt–Erfurt in Fulda nicht dadurch zerschossen werden, dass beide Verbindung streckenweise die gleiche SFS benutzen.
Den Gedanken finde ich aus anderen Gründen aufgreifenswert. Letztendlich ist aus meiner Sicht das Projekt doch so schnell ins Laufen gekommen, weil die Bestandsstrecke dicht ist. Neben der Verlegung des ICE-Verkehrs weg von der Bestandsstrecke böte eine entsprechend trassierte NBS aber auch tagsüber die Möglichkeit, den Verkehr von der Bestandsstrecke wegzunehmen. Unterstellen wir eine NBS bis Langenschwarz (andere Verknüpfungspunkte außerhalb der Betriebsbahnhöfe werden extrem schwer), so folgen danach bis zum Dietershantunnel Abschnitte, in denen Mischbetrieb möglich ist. Baut man nun einen zweiten Tunnel parallel zum Dietershantunnel für den PV mit ggf. steilerer Trassierung, so könnte der GV auch tagsüber die NBS bis mindestens Hersfeld nutzen, indem er durch den alten Dietershantunnel geführt wird.

Letztendlich wäre der verkehrliche Suchraum daher sinnvoll von Gilfershausen (alte NSS oberhalb Bebra) und Erfurt bis Fulda Süd definiert, und das mit der Anforderung, auch tagsüber Mischverkehr zu ermöglichen. Ob man alle Bestandteile einer solchen Lösung in einem Schritt bauen muss ist sicher eine andere Frage.

Vergessen wir nicht, dass in Bebra aktuell die Strecken von Kassel (Zulauf Paderborn + Hannover/Altenbeken), Göttingen (alte NSS) + Eisenach/Erfurt auf eine zweigleisige Bestandsstrecke treffen, die zwar sicherlich einen guten Ausbaustand hat, aber nicht beliebig erweiterbar ist.

Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: Node

Datum: 06.11.19 22:31

Abteil schrieb:
Node schrieb:
Mecklar als dann ICE-Halt für Nordhessen hat aber den schwerwiegenden Nachteil, dass es mit dem PKW nur sehr ungünstig zu erreichen ist.
Bitte? Der Bahnhof liegt direkt neben der Ausfahrt der B27 zwischen Bad Hersfeld und Bebra. Aus Autofahrersicht kann es in der Region kaum einen besseren Standort geben. P+R ließe sich dort auf der grünen Wiese sehr einfach einrichten.
Für das ganze Kaligebiet oder Gebiete westlich Hersfeld bedeutet das erstmal mindestens 10 km in die falsche Richtung. Dazu liegt mit Friedlos noch eine Ortsdurchfahrt dazwischen. Bebraer können auch zu einem Turmbahnhof Hersfeld Süd mit dem Zug fahren.

Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 06.11.19 22:56

Abteil schrieb:
Node schrieb:
Mecklar als dann ICE-Halt für Nordhessen hat aber den schwerwiegenden Nachteil, dass es mit dem PKW nur sehr ungünstig zu erreichen ist.
Bitte? Der Bahnhof liegt direkt neben der Ausfahrt der B27 zwischen Bad Hersfeld und Bebra. Aus Autofahrersicht kann es in der Region kaum einen besseren Standort geben. P+R ließe sich dort auf der grünen Wiese sehr einfach einrichten.
Was die Lage eines möglichen Hp bei Mecklar angeht hast Du Recht. Trotzdem glaube ich nicht, dass es eine NBS vom Bbf Kirchheim an der SFS via Mecklar gen Hönebach/Gerstungen geben wird. Problem an der Sache. Der Fahrweg von Fulda nach Eisenach würde sich bei dieser Trassierungsvariante gegenüber der Bestandsstrecke deutlich verlängern, da der Weg via Kirchheim "außen herum" führt und damit deutlich länger ist. Bei der Trassensuche für die NBS Gelnhausen-Fulda waren die Spessartvarianten auch die Varianten mit dem kürzesten NBS Anteil. Wegen des viel längeren Fahrwegs ggü. der Bestandsstrecke bzw. den Kinzigtalvarianten gab es dafür aber ein dickes Minus in der Bewertung. Das selbe Schicksal wird bei der Bewertung hinsichtlich der Fahrstreckenlänge auch die Variante Kirchheim - Mecklar - Gerstungen ereilen. Zudem sehe ich beim Schutzgütervergleich einige echte "Herausforderungen" bei der "Mecklar-Variante". Auf der Projektseite sind die Karten für die unterirdischen und oberirdischen Raumwiderstandsgebiete innerhalb des Suchraums seit dem Sommer abrufbar:
Karte unterirdische RWK
Karte oberirdische RWK

Will man die NBS ohne Geschwindigkeitseinbruch von Kirchheim her (also von Südwesten her) an Mecklar heran führen, wird man die Trinkwasserschutzgebiete bei Allmershausen (rot) sowie die nördlich von Bad Hersfeld liegenden Heilwasserschutzgebiete (blau) durchfahren müssen. Östlich von Mecklar ist wiederum oberirdisch kaum ein Durchkommen, ohne Bereiche mit sehr hohen Raumwiderständen (rot/violett) zu tangieren.

Eine NBS, die zwischen Langenschwarz und Michelsrombach aus der SFS ausfädelt, könnte südlich an Bad Hersfeld vorbei gen Hönebach / Gerstungen geführt werden. Der Fahrweg wäre ggü. der Bestandsstrecke damit deutlich kürzer, man hätte aber ebenso eine Verknüpfung mit der Bestandsstrecke (diese wäre südlich von Bad Hersfeld, wenn die Bestandsstrecke gequert wird). Der Korridor von Langenschwarz / Michelsrombach bis südlich Bad Hersfeld (Petersberg) sieht wesentlich konfliktfreier auf den RWK aus. Bei einem Haltepunkt "Bad Hersfeld Süd" südlich oder an der Autobahn A4 gelegen ergäbe sich zudem die Möglichkeit, eine solche NBS in Bündelung zur A4 gen Hönebach / Gerstungen zu trassieren. Damit würde man auf dem gesamten Trassierungabschnitt kaum Bereiche mit sehr hohen Raumwiderständen durchfahren. Vorallem bei den unterirdischen Raumwiderständen wäre eine Trassierung entlang der A4 von Petersberg bei Bad Hersfeld bis Hönebach / Gerstungen sehr verträglich.

Aus Sicht der Raumordnung und des Schutzgütervergleichs dürften die "südlichen Varianten" ab Michelsrombach / Langenschwarz deutlich weniger problembehaftet sein. Auch wäre hier eine Fahrzeitverkürzung über die projektierte Vorgabe eher möglich, was wiederum den NKF positiv beeinflusst.

In Summe sehe ich die südlichen Grobkorridore ab Michelsrombach / Langenschwarz gen Hönebach / Gerstungen deutlich im Vorteil.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.19 22:58.

Re: Willkommen im NIMBY Wonderland

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 06.11.19 23:24

ICE 4 schrieb:
Zitat:
P.A.D schrieb:
Zitat:
Bad Herslefd mit seinen knapp 30.000 Einwohnern (Fulda hat knapp 70.000, Eisenach immerhin 42.000) dagegen
Und schon wieder diese elende Einwohnerzahlenwixxx...
Wollen wir es mal "richtig" machen.
Wenn man fälschlicherweise nur auf Einwohner schauen würde, käme ich bei den größten Orten schnell auf:

Fulda - 69.000
Schlüchtern - 16.000

= 85.000 Einwohner

Bad Hersfeld - 30.000
Bebra - 14.000
Rotenburg - 15.000
Eschwege - 20.000

= 79.000 Einwohner

Dann kommen noch die Einwohner der restlichen Gemeinden im Einzugsbereich dazu. Zusätzlich auch jenes Potential von Tourismus, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
Auch das alles hat eine verkehrserzeugende Wirkung. Der Fachmann denkt an die verschiedenen Quelle-Zielverkehrsgruppen. Der Bahnfreak kennt keine Pendlerverkehre, keine Ausbildungsverkehre, keine Geschäftsverkehre, keine Freizeitverkehre ...

Und natürlich ist auch meine Einwohnerzahldarstellung bewusst verzerrt. Nur eben in eine andere Richtung, zumal dies stark an den Anschlüssen liegt und in der Betrachtungsweise.

Insofern, danke ICE4, dass du auch nochmal darauf hinschaust

ICE 4 schrieb:
Zitat:
P.A.D schrieb:
Zitat:
gehört mit einer ordentlichen Regioverbindung an Fulda und Frankfurt angeschlossen, was mit dem Hessen-Express auch kommen soll. Wen man statt mit dem bummeligen Cantus mit einem schnellen RE non-stop oder maximal mit Zwischenhalt in Hünfeld direkt von Fulda nach Bad Hersfeld kommt, dann sind auch die Bad Hersfelder damit besser bedient als mit einem FV-Bahnhof irgendwo in der Pampa.
Dadurch hat man auf der Altstrecke dann aber wieder ein "möglichst schnell" fahrendes Fernregionalverkehrsprodukt, welches Trassen frisst und für sich genommen vermutlich auch nicht tragfähig ist, selbst als subventionierter SPNV nicht. Oder können alle Bebraer, Bad Hersfelder und vielleicht noch Hünfelder mit ihren Reisewünschen gen Fulda und Frankfurt einen zweistündlichen bis stündlichen RE-Takt füllen? 7 Tage die Woche, von morgens bis abends? Ein in Bad Hersfeld haltender und bereits mit Reisenden anderer Relationen gut gefüllter "B-ICE", der durch den Halt nur aushaltbar viel Fahrzeit zusetzt, bietet einen sinnvollen Mitnahmeeffekt und gleichzeitig sowohl umsteigefreie Weiterreisemöglichkeiten im Fernverkehr als auch die möglichst minimierte Fahrzeit bis Frankfurt, sicher noch mit Zwischenhalt in Hanau, aber mehr auch nicht, südlich Fulda.
Es gibt zwar Gedanken an einen Hessen-Express - der auch im D-Takt unterstellt ist - man muss sich aber hier fragen, ob die unterschiedlichen Anforderungen im Haune- und Fuldatal gegenüber denjenigen im Fliede-, Kinzig- und Maintal wirklich gut miteinander vereinen kann.

Vielleicht mal zur Darstellung: Cantus fährt mit drei- und vierteiligen Flirts - maximal in Doppeltraktion. Die Kinzigtalbahn hat 6 Dostos am Regelung (im HVZ um 2-3 Dostos verstärkt, zusätzliche Verdichter mit 4 Dostos inklusive. Diese sind im Main-Kinzig-Kreis voll, durchaus auch im Gegenlastverkehr.

Ein gemeinsamer Bahnhof für FV und RV in Bad Hersfeld würde - so lässt es der aktuelle D-Takt erahnen, zum SPNV-Taktknoten. Entsprechend wären Zubringerverkehre aus Richtung Fulda und aus Richtung Kassel/Eschwege vorhanden, die dann schnelle Umsteigeverbindungen erzeugen - sowohl Richtung Erfurt als auch Richtung Frankfurt.


ICE 4 schrieb:
Zitat:
Und da sehe ich bei Relationen über Fulda und dortigen Umstieg hinaus schon einen erheblichen Unterschied: Entweder die direkte B-ICE-Linie Leipzig-Frankfurt mit Systemhalten in Erfurt, Gotha, Eisenach, Bad Hersfeld, Fulda, Hanau, Frankfurt. Mit 230/250 km/h-Material.
Die im Prinzip heute schon existiert. Dabei ist der FV-Halt in Bad Hersfeld nicht in Frage gestellt worden, sondern weiterhin ein Takthalt. Natürlich nicht aller Züge. aber eben ein systematisierter Takthalt.
Zudem für das Verständnis nicht einheimischer: Bad Hersfeld ist sehr bekannt für seine Festspieltage, auch auf nationaler und internationaler Ebene.


ICE 4 schrieb:
Zitat:
Oder ein "Hesseexpress" (Eisenach-)Bebra-Bad Hersfeld-Hünfeld-Fulda-Schlüchtern-Gelnhausen-Hanau-Frankfurt. Mit 160 km/h-Material.

Selbst wenn man für beides einen Zweistundentakt ansetzt - welche Linie wird wohl für Fahrten über Fulda und Eisenach hinaus attraktiver und schneller sein? Und welche den besseren Gesamtauslastungsgrad aufweisen, auch zu Randzeiten und außerhalb von HVZ und Spitzentagen?
Genau. Der HessenExpress wird/würde zwar gegenüber heute deutlich schneller als der Regionalverkehr unterwegs sein (im Abschnitt Hanau-Fulda wegen Streckenentlastung), aber immer noch deutlich länger unterwegs sein, als ein B-Fernverkehrsprodukt. Er liegt somit zwischen dem aktuellen RE (bzw. im Haunetal RB) und dem zukünftigem ICE.

Evtl. könnte dieser Hessen-Express auch die NBS Gelnhausen - Schlüchtern - Kalbach mitbenutzen.


ICE 4 schrieb:
Das Problem der tariflichen Unterschiede und der irrsinnigen strikten Trennung zwischen C-Produktpöbel und A-Produktreisendem (tariflich) sei hier mal ausgeklammert, so ein Mist sollte bei für die nächsten 100 Jahre prägenden Infrastrukturbauentscheidungen und daraus abgeleiteten Bedienungs- und Verkehrskonzepten keine letztentscheidende Rolle spielen.
Ja, zudem kann der Fernverkehr - wenn er derartig eigenwirtschaftlich betrieben wird - nicht zwingend auferlegt werden. Der D-Takt rechnet hier aber mit beiden Produkten, also sowohl ein (mittelschnellen) B-Produkt (analog ICE-T heute) und einem schnellen C-Produkt (HessenExpress).

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Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 06.11.19 23:42

Mw schrieb:
Zitat:
Mecklar (neu, wie von Dir vorgeschlagen) soll doch wohl den Knoten Bebra entlasten bzw ersetzen, oder nicht?
Was faselst du für einen inhaltlichen Unsinn?

Der Knoten Bebra bleibt wo er ist. Es geht um den Knotenhalt Bad Hersfeld! Der würde sich nach Mecklar verlagern.

Schon heute muss man aus Bebra zum ICE entweder nach Eisenach oder nach Bad Hersfeld. Mecklar würde Bad Hersfeld hierbei ersetzen.



Mw schrieb:
Zitat:
Und nur weil der Bahnhof Mecklar heute noch 5 "Gleise" besitzt (nämlich als Auffangbahnhof für Bebra und zur betrieblichen Dispostiton an der Ein/Ausfädelung der Strecken von/nach Bebra bzw Gerstungen), hat der doch keine verkehrliche Bedeutung im Sinne von Reisendenumschlag.
Er würde Bad Hersfeld ersetzen. Inklusive der Korrespondenz zwischen ICE und RB sowie zum Regional- und Stadtbus.
Das käme zum bisherigen Güterverkehr hinzu.

Mw schrieb:
Der Personenverkehrshalt Mecklar ist doch längst aufgegeben, für Ludwigsau gibts noch den Haltepunkt in Friedlos.
Es geht um die Verknüpfung zwischen SPFV und SPNV - eben, dass man etwas anderes mach als Limburg / Limburg Süd. Und das geht nur am Kreuzungspunkt "Bad Hersfeld Nord" zwischen Bestandsstrecke und Neubaustrecke. Zudem wären hier Verknüpfungen zwischen beiden Strecken für GV-Fahrten sinnhaft.

Ob dieser Kreuzungspunkt nun in Mecklar, in Friedlos oder sonstwo ist, muss halt herausgefunden werden. Ein Verknüpfungspunkt in Bad Hersfeld Bahnhof wäre verkehrlich ideal, aber eben auch sehr aufwändig.
Das wird auch erst im Trassenfindungsprozess ermittelt.

Persönlich halte ich aus verschiedenen Gründen ein Fernbahnhof "Bad Hersfeld Süd" für unwahrscheinlich.

Zitat
Jedenfalls: Deine Sorge der mangelnden Erschließung oder hohen Kosten dafür teile ich in Bezug auf Mecklar nicht. Sowohl Straßenseitig mit der Bundesstraße als auch im SPNV wäre der Bahnhof günstig und gut anzubinden - sogar ohne die Notwendigkeit großer Busverkehre. Umstiege wären an den Inselbahnsteigen sehr einfach.
Das wiederum erzeugt ein zweites Umsteigen in vielen Verkehren mit Busmitbenutzung. Daher wäre eine Busverknüpfung sinnhafter, was eben zur Mehrung der Busverkehrsleistungen...
Ich fürchte aber, dass es wirklich ein Turmbahnhof werden wird.

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Re: Willkommen im NIMBY Wonderland

geschrieben von: P.A.D

Datum: 07.11.19 21:05

Black Eyed schrieb:
ICE 4 schrieb:
Zitat:
P.A.D schrieb:
Zitat:
Bad Herslefd mit seinen knapp 30.000 Einwohnern (Fulda hat knapp 70.000, Eisenach immerhin 42.000) dagegen
Und schon wieder diese elende Einwohnerzahlenwixxx...
Wollen wir es mal "richtig" machen.
Wenn man fälschlicherweise nur auf Einwohner schauen würde, käme ich bei den größten Orten schnell auf:

Fulda - 69.000
Schlüchtern - 16.000

= 85.000 Einwohner

Bad Hersfeld - 30.000
Bebra - 14.000
Rotenburg - 15.000
Eschwege - 20.000

= 79.000 Einwohner

Fulda – 69.000
Petersberg – 16.000
Künzell – 16.500
Macht ganz ohne Schüchtern schon über 100.000 Einwohner. Gab erst jüngst die Idee Fulda mit den beiden direkt an das Stadtgebiet angrenzenden Gemeinden zu vereinen, um Großstadt zu werden.
Mir liegen keine genauen Zahlen vor, aber ich bin mir sicher, dass der Bahnhof Fulda sind deutlich größeres Einzugsgebiet hat als Bad Hersfeld. Bad Hersfeld darf seinen Bahnhof ja auch gerne bekommen, solange es trotzdem schnelle Verbindungen Frankfurt–Erfurt–Berlin gibt.
Ich hatte das Fass mit den zahlen ja auch nur aufgemacht, weil hier eine direkte Neubaustrecke ab Neuhof vorgeschlagen wurde und ich die Notwendigkeit eines Haltes in Fulda deutlich machen wollte.
Ansonsten stimme ich dieser Forderung zu. mir gefällt einfach nicht, dass sich nördlich von Fulda zukünftig die ICE aus/nach Hamburg–München, Hamburg-Basel, Berlin–Erfurt–Frankfurt, Dresden–Frankfurt und Berlin–Kassel–Frankfurt alle gegenseitig auf den Füße rumstehen sollen. Wenn man wirklich zukunftsträchtig bauen will, sollte man langfristig von einem Stunden- oder gar Halbstundentakt auf allen Linien ausgehen. Wenn dann irgendein Zug auf dem Abschnitt Verspätung hat, bremsen sich die einzelnen Züge gegenseitig aus. Die Abfahrt/Ankunft in Fulda soll ja um die volle Stunde liegen beim Deutschlandtakt (also ähnlich wie bisher).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.19 19:39.

mögliche FV-Linien rund um Fulda

geschrieben von: naseweiß

Datum: 07.11.19 23:04

P.A.D schrieb:
Ansonsten stimme ich dieser Forderung zu. mir gefällt einfach nicht, dass sich nördlich von Fulda zukünftig die ICE aus/nach Hamburg–München, Hamburg-Basel, Berlin–Erfurt–Frankfurt, Dresden–Frankfurt und Berlin–Kassel–Frankfurt alle gegenseitig auf den Füße rumstehen sollen. Wenn man wirklich zukunftsträchtig bauen will, sollte man langfristig von einem Stunden- ode gar Halbstundentakt auf allen Linien ausgehen. Wenn dann irgendein Zug auf dem Abschnitt Verspätung hat, bremsen sich die Einzelken Züge gegenseitig aus. Die Abfahrt/Ankunft in Fulda soll ja um die volle Stunde liegen beim Deutschlandtakt (also ähnlich wie bisher).
Meiner Meinung wären folgende Linien sehr logisch:

-1h-Takt (FV-A) Frankfurt - Erfurt - Halle - Berlin
-1h-Takt (FV-B) Frankfurt - Hanau - Fulda - Hersfeld - Eisenach - Gotha - Erfurt - Leipzig - Riesa - Dresden

-1h-Takt (FV-A) Frankfurt - Kassel - Hannover - Hamburg
-1h-Takt (FV-B) Frankfurt - Hanau - Fulda - Kassel - Göttingen - Hannover -(...)- Hamburg (/Bremen?)
-2h-Takt (FV-B) Frankfurt -(...)- Kassel - Göttingen - Hildesheim - Braunschweig -(...)- Berlin

-2h-Takt (FV-A) München - Nürnberg - Würzburg - Kassel - Hannover - Hamburg
-1h-Takt (FV-B) München - Ingolstadt - Nürnberg - Würzburg - Fulda - Kassel - Göttingen - Hannover -(...)- Hamburg (/Bremen?)

Das wären 6-7 Züge pro Stunde auf der SFS südlich und nördlich von Fulda. Das ist zwar eine ordentliche Belegung und auch ein Geschwindkeitsunterschied wegen zusätzlicher Zwischenhalte für den B-FV, sollte aber noch kein dramatisches Problem sein. Die Korrespondenz Fulda halte ich für verzichtbar. Denn von Frankfurt aus käme man überall direkt hin, Langstrecken bevorzugt mit dem A-Verkehr, gänzlich ohne Halt in Fulda. Blieben noch die Richtungsanschlüsse von Würzburg nach Eisenach und Braunschweig. Die Bedeutung dieser Anschlüsse ist auch nicht überwältigend, da es mit Nürnberg-Erfurt eine weitere Strecke für Verkehre Bayern-Thüringen gibt. Und von Braunschweig oder Hildesheim kann man auch über Hannover fahren.

Auf der SFS-Achse Zeppelinheim-Mannheim-Saalbach hätte man den gleichen Fall mit der Bündelung mehrerer Korridore und der Gefahr zur Verspätungsübertragung. Trotzdem ist das der einzige, gangbare Weg und getrennte SFS für beide Relationen sind unrealitisch. Oder man schaue sich die Bündelung unzähliger Linien auf der LGV Sud-Est (Paris-Lyon) an.

Gruß, naseweiß




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.19 23:06.

Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: Abteil

Datum: 07.11.19 23:36

Guten Abend Bronnbach,

danke für die fundierte Reaktion. Finde die Sichtweise gut argumentiert und daher nachvollziehbar.

Trotzdem glaube ich, dass Du die Raumwiderstände der Kirchheim-Mecklar-Variante etwas über- und die der südöstlicheren Variante etwas unterschätzt. Vermutlich tun sie sich letztlich ökologisch gar nicht so viel. Den Hauptunterschied sehe ich darin, dass "Deine" Variante zwar aufgrund der kürzeren Strecke und Fahrzeit zwischen Fulda und Gerstungen wohl den etwas höheren Nutzwert hätte, aber Mecklar dafür günstiger wäre, da der Neubau/Ausbauanteil kürzer wäre. Die Frage wäre dann, welcher Effekt überwiegt. Und hier sehe ich die vermutlich doch deutlich geringeren Kosten der Mecklar-Variante gegenüber einem nur kleinen Mehrnutzen der südöstlichen Variante letztlich im Vorteil - bei ähnlicher ökologischer Bewertung.

Aber wir werden sehen - abwarten.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.19 23:38.

Re: Willkommen im NIMBY Wonderland

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 08.11.19 00:22

P.A.D schrieb:
Zitat:
Mir liegen keine genauen Zahlen vor, aber ich bin mir sicher, dass der Bahnhof Fulda sind deutlich größeres Einzugsgebiet hat als Bad Hersfeld. Bad Hersfeld darf seinen Bahnhof ja auch gerne bekommen, solange es trotzdem schnelle Verbindungen Frankfurt–Erfurt–Berlin gibt.
Bad Hersfeld hat das kleinere Einzugsgebiet - ja, aber er hat ein relevantes. Ich habe ja bewusst einige Kleinstädte und Dörfer nicht miteinbezogen. Ist aber auch eine Frage für welche Relation man schaut. Ich wollte bewusst dies ins absurde führen, weil Einwohnerzahlen nicht ausreichen um die potentiellen Fahrgäste zu bestimmen.

P.A.D schrieb:
Zitat:
Bad Hersfeld darf seinen Bahnhof ja auch gerne bekommen, solange es trotzdem schnelle Verbindungen Frankfurt–Erfurt–Berlin gibt.
Dem widerspricht keiner. Es muss weiterhin beides geben: Schnelle durchfahrende Fernverkehrszüge und schnelle haltende Fernverkehrszüge.


P.A.D schrieb:
Zitat:
Ich hatte das Fass mit den zahlen ja auch nur aufgemacht, weil hier eine direkte Neubaustrecke ab Neuhof vorgeschlagen wurde und ich die Notwendigkeit eines Haltes in Fulda deutlich machen wollte.
Das natürlich auch. Aber allein der Umwelt- und Naturschutz sowie der Kaliabbau verhindern eine andere, südlichere Trassierung. Aber eben auch die Kosten durch die Streckenlänge. Zudem spricht derzeit die Gesetzgebung gegen eine Variante ohne Bad Hersfeld.


P.A.D schrieb:Zitat:
Ansonsten stimme ich dieser Forderung zu. mir gefällt einfach nicht, dass sich nördlich von Fulda zukünftig die ICE aus/nach Hamburg–München, Hamburg-Basel, Berlin–Erfurt–Frankfurt, Dresden–Frankfurt und Berlin–Kassel–Frankfurt alle gegenseitig auf den Füße rumstehen sollen. Wenn man wirklich zukunftsträchtig bauen will, sollte man langfristig von einem Stunden- ode gar Halbstundentakt auf allen Linien ausgehen. Wenn dann irgendein Zug auf dem Abschnitt Verspätung hat, bremsen sich die Einzelken Züge gegenseitig aus. Die Abfahrt/Ankunft in Fulda soll ja um die volle Stunde liegen beim Deutschlandtakt (also ähnlich wie bisher).
Auch um Korrespondenzen zu ermöglichen. Es gibt beispielsweise eine Reihe von Umsteigern zwischen dem Nord-Süd-ICE und dem Ost-West-ICE. Dies entlastet nicht nur den Knoten Frankfurt, wo ein Teil dieser Umsteigevorgänge ansonsten stattfinden würden, sondern bindet auch Halte, die nicht von allen Linien bedient werden wie bspw. Hanau Hbf an die schnelleren Züge gen Osten an, bzw. ähnlich in anderen Relationen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
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Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Willkommen im NIMBY Wonderland

geschrieben von: G36K

Datum: 08.11.19 11:22

Black Eyed schrieb:
Auch um Korrespondenzen zu ermöglichen. Es gibt beispielsweise eine Reihe von Umsteigern zwischen dem Nord-Süd-ICE und dem Ost-West-ICE. Dies entlastet nicht nur den Knoten Frankfurt, wo ein Teil dieser Umsteigevorgänge ansonsten stattfinden würden, sondern bindet auch Halte, die nicht von allen Linien bedient werden wie bspw. Hanau Hbf an die schnelleren Züge gen Osten an, bzw. ähnlich in anderen Relationen.
Volle Korrespondenzen in Fulda sind glücklicherweise überhaupt nicht nötig. Aufgrund der dichten Takte auf fast allen Relationen reichen einfache Richtungsanschlüsse mit entsprechend erheblich kürzeren Standzeiten völlig aus. Selbiges trifft übrigens auch auf Erfurt und Mannheim zu. Auch die dortigen Korrespondenzen sind zukünftig zum allergrößten Teil unnötig und können durch für Durchfahrer weniger zeitraubende Richtungsanschlüsse ersetzt werden.

Re: Willkommen im NIMBY Wonderland

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 08.11.19 13:35

G36K schrieb:
Zitat:
Volle Korrespondenzen in Fulda sind glücklicherweise überhaupt nicht nötig. Aufgrund der dichten Takte auf fast allen Relationen reichen einfache Richtungsanschlüsse mit entsprechend erheblich kürzeren Standzeiten völlig aus.
Die Betonung liegt aber eben auf "fast" nicht auf "allen"...

der aktuelle 2. D-Takt-Entwurf ist beispielsweise in der (Umsteige-)Anbindung Hanaus eher suboptimal. Aber auch hier bin ich auf den dritten Entwurf gespannt.

G36K schrieb:
Selbiges trifft übrigens auch auf Erfurt und Mannheim zu. Auch die dortigen Korrespondenzen sind zukünftig zum allergrößten Teil unnötig und können durch für Durchfahrer weniger zeitraubende Richtungsanschlüsse ersetzt werden.
Ist eben eine Frage der Relationen, der Optimierungen und natürlich auch der Taktdichte.

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Re: Möglicher Fernbahnhof Mecklar

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 09.11.19 20:20

Abteil schrieb:
Aber wir werden sehen - abwarten.
Sehe ich genauso. Mir persönlich es ist es wurscht, welche Variante kommt. Mich beschäftigen andere Dinge bei diesem NBS Projekt. Ich versuche mal meinen Gedankengang verständlich darzulegen

1. Faktum:
Eine NBS mit direkter Führung durch Bad Hersfeld wäre wegen der Verknüpfung des FV mit dem NV (Bus/Schiene) am heutigen Bf wünschenswert, ist aber nahezu ausgeschlossen. Eine oberirdische Führung der beiden zusätzlichen Gleise käme einer Spur der Verwüstung durch Bad Hersfeld gleich, einhergehend mit Enteignungen vom privaten Wohn- und Gewerbeeigentum in nie dagewesenen Ausmaß. Ich sehe das verfassungsrechtlich sehr kritisch. Egal mit welcher Vmax man da trassieren würde. Mehr als 1 zusätzliches Gleis geht durch Bad Hersfeld oberirdisch nicht. Eine unterirdische Führung der NBS durch Bad Hersfeld müsste wegen des Heilwasserschutzgebietes in einer Tieflage von mehr als 15 Metern Tiefe erfolgen, vgl. Anmerkung in der unterirdischen Raumwiderstandskarte. Wenn die Oberkante der Tunnelröhren in mehr als 15 Metern Tiefe liegen muss, reden wir über einen Tunnel a la 2. Stammstreckentunnel in München. Was das für die Umsteigebeziehungen am Bf Bad Hersfeld bedeutet kann sich jeder ausmalen.
Schlussfolgerung: Eine direkte Führung der NBS durch Bad Hersfeld wird ein Ding der Unmöglichkeit sein. Erkennbar auch daran, dass hier im Forum und außerhalb bei der NBS nur ein Halt außerhalb von Bad Hersfeld ernsthaft diskutiert wird (nördlich oder südlich gelegen).

2. Faktum:
Mit einem neuen FV Hp nördlich oder südlich von Bad Hersfeld ließe sich zwar eine Verknüpfung zum SPNV mittels Turmbahnhof an der Bestandsstrecke realisieren, an eine gute Verknüpfung vom FV zum busbetriebenen NV in die Region habe ich ernsthafte Zweifel. Die Region um Bad Hersfeld ist dünn besiedelt. Es kostet den LK heute schon einen finanziellen Kraftakt, das bestehende Busnetz finanziell zu stemmen. Will man dieses nun um eine Ausrichtung auf den neuen FV Hp erweitern, wird das vmtl. zulasten der bestehenden Busverbindungen von/nach Bad Hersfeld bzw. Bebra gehen. Mit den heutigen Busverbindungen aus dem dünnbesiedelten Umland ins Stadtgebiet und zum Bf von Bad Hersfeld werden heute alle verkehrlichen Ziele abgedeckt (verkehrlicher Bündelungseffekt). Dieser verkehrliche Bündelungseffekt würde mit einem FV Hp außerhalb von Bad Hersfeld wegfallen. Woher nehmen wenn nicht stehlen.
Schlussfolgerung: Egal wo, ein FV Hp außerhalb von Bad Hersfeld an der NBS ist für die Anbindung des Umlands suboptimal.

3. Faktum.
Die zweigleisige Bestandsstrecke durchs Haunetal zwischen Fulda Nord und Abzw. Blankenheim (Berliner Kurve) ist heute überlastet (Auslastung >100%). Die Strecke zeichnet sich durch eine niedrige Vmax aus (i.d.R. 110 km/h bis 120km/h). Dazu verkehren aktuell gemittelt nur 1,5 ICE Züge pro Stunde und Fahrtrichtung (ICE L11/L50 bilden überlagernd einen Stundentakt, die Sprinterlinie L15 verkehrt 2-stdl). Wenn nun der FV auf die NBS verlegt wird, werden im Gegenzug nur relativ wenige Trassen für den GV und SPNV frei, da die ICE's wegen der niedrigen Strecken Vmax heute nur eine GV Trasse belegen (die Sprinter belegen 2 GV Trassen). Die frei werdenden Trassen durch die Verlegung des FV auf die NBS reichen somit nicht aus, damit man ausreichend freie Kapazitäten vor allem für den GV anhand der Zugzahlen für 2030 bekommt. Der kapazitative Engpass bleibt somit im Grunde trotz NBS auf der Bestandsstrecke bestehen.
Schlussfolgerung: Mit der NBS erfolgt nur eine unzureichende Engpassbeseitigung auf der Bestandsstrecke zwischen Fulda Nord und Abzw Blankenheim.

Auf Basis der Fakten würde ich mir folgende Diskussion und ernsthafte Prüfung wünschen.
Planung der NBS als Diretissima von Langenschwarz / Michelsrombach nach Gerstungen, damit man einen größtmöglichen Fahrzeitgewinn realisieren kann. Dieser Fahrzeitgewinn führt nämlich zu einem überproportionalen Anstieg des NKF der NBS. Den höheren NKF nutzt man, um den Bau eines 3. Gleises von Fulda Nord bis Abzw. Blankenheim zu realisieren. Ein 3. Gleis müsste dort gerade noch gehen. Der positive NKF der NBS subventioniert somit den Bau des 3. Gleises. Bad Hersfeld wird beim FV weiter über die Bestandsstrecke und den innerstädtisch gelegenen Bf im 2 Stundentakt bedient. Das Ganze wird durch ein gesondertes Maßnahmegesetz durch den Bundestag beschlossen. Denn mit der angedachten Neuregelung zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren wäre auch ein solches Maßnahmengesetz für diese NBS möglich. Der 2 stündliche Halt des FV in Bad Hersfeld hätte Gesetzeskraft, wodurch man der Region die Angst nehmen würde, abgehängt zu werden. Im Gegenzug hätte man beim FV eine Trennung zwischen langsam und schnell.

Soweit mal meine Gedanken dazu.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.19 20:39.

Re: Willkommen im NIMBY Wonderland

geschrieben von: Tramateur

Datum: 09.11.19 20:44

Flauschi schrieb:
Wie können da um Himmelswillen Kleinstädte, die anderswo froh wären wenn sie überhaupt einen Bahnanschluß hätten, bei der Trassenwahl berücksichtigt werden in dem Sinne, daß´die nächsten Jahrzehnte der Gesamtverkehr diesen Riesenumweg machen soll.
An LGV Est européenne gibt es Stationen in Les Trois-Domaines (127 Einwohner) und Louvigny (909 Einwohner).

Re: mögliche FV-Linien rund um Fulda

geschrieben von: Strizie

Datum: 09.11.19 21:33

Von Frankfurt nach Erfurt sehe ich derzeit den Bedarf von insgesamt 3 Fernverkehrslinien.

A-Netz

Frankfurt-Erfurt-Halle-Berlin 1h-Takt
Frankfurt-Erfurt-Leipzig-Dresden 1h-Takt

Zusammen also 30 Minuten-Takt zwischen Frankfurt und Erfurt

B-Netz

Frankfurt-Hanau-Fulda-Bad Hersfeld-Eisenach-Gotha-Erfurt (und weiter) im 1h-Takt

Die B-Linie gehört so eingeordnet, dass diese in Frankfurt kurz nach der A-Linie startet und in Erfurt kurz vor der nächsten A-Linie ankommt. Die Mehrfahrzeit zur A-Linie dürfte also höchstens 22-24 Minuten betragen.

Alternierend dazu böte sich an eine B-Linie stündlich oder zweistündlich aus Richtung Kassel nach Erfurt einzurichten. Damit entstünde zwischen Eisenach und Erfurt ein 30 Minuten-Takt.


Voraussetzung dafür wäre aber ein Umbau des Erfurter Hbf um dort im 30 Minuten-Takt in beiden Richtungen Korrespondenzen zu ermöglichen.

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