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Hallo

Der Endspurt ist eingeleitet bei der Elektrifizierung der Außerfernbahn beim Abschnitt Reutte in Tirol bis Pfronten-Steinach in Deutschland. Mehr dazu hier:[www.meinbezirk.at]

Der weitere Abschnitt vom Grenzbahnhof Pfronten-Steinach bis Kempten Allgäu wird nicht elektrifiziert wie die Bayerische Landesregierung letztes Jahr klargestellt hat. Da im deutschen Abschnitt zu wenige Fahrgäste fahren ist ein Ausbau, sei es durch Begradigung oder Elektrifizierung in keinster Weise Wirtschaftlich.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.19 19:34.

Re: das würde mich wundern

geschrieben von: knoedel

Datum: 08.10.19 19:39

Die Fahrleitung wird fertig bis zur Grenze nächst Schönbichl.

Mit freundlichen Grüßen vom km63.8 der Mittenwaldbahn!

HomburgerBahn schrieb:
[...]

Der weitere Abschnitt vom Grenzbahnhof Pfronten-Steinach bis Kempten Allgäu wird nicht elektrifiziert wie die Bayerische Landesregierung letztes Jahr klargestellt hat. Da im deutschen Abschnitt zu wenige Fahrgäste fahren ist ein Ausbau, sei es durch Begradigung oder Elektrifizierung in keinster Weise Wirtschaftlich.
Na prima, dass die Bayerische Regierung das klargestellt hat, auch wenn sonst bei jeder Gelegenheit immer gebetsmühlenartig darauf hingewiesen wird, dass der Bund und nicht das Land für die Infrastruktur zuständig sei und man selbst keine müde Mark da rein stecken wolle...
HomburgerBahn schrieb:
Hallo

Der Endspurt ist eingeleitet bei der Elektrifizierung der Außerfernbahn beim Abschnitt Reutte in Tirol bis Pfronten-Steinach in Deutschland. Mehr dazu hier:[www.meinbezirk.at]

Der weitere Abschnitt vom Grenzbahnhof Pfronten-Steinach bis Kempten Allgäu wird nicht elektrifiziert wie die Bayerische Landesregierung letztes Jahr klargestellt hat. Da im deutschen Abschnitt zu wenige Fahrgäste fahren ist ein Ausbau, sei es durch Begradigung oder Elektrifizierung in keinster Weise Wirtschaftlich.
Soviel zum Thema Verkehrswende und Ganzheitlicherplanung.
Hallo

es wäre ja ganz nett, die Strecke von Pfronten bis Kempten zu elektrifizieren. Aber jeder der die Strecke gesehen hat und nicht ganz utopisch ist, wird mir beipflichten, daß sich dies nie lohnen wird. Die Strecke schlängelt sich als bayrische Lokalbahn idyllisch durch die Hügel des Allgäus. Das Verkehrsbedürfnis ist allenfalls Lokalverkehr. Die Siedlungen sind viel zu zerstreut für eine Erschließung durch die Bahnstrecke. Eine Ertüchtigung auf ein zeitgemäßes Niveau würde einen völligen Neubau bedeuten.

Zu Überlegen währe vielleicht ein Haltepunkt beim DMG-Werk Dorthin gibt es relativ viel Berufsverkehr mit dem PKW
Hallo,

man muss eher froh sein, dass zwischen Pfronten und Kempten überhaupt noch Züge fahren, selbst mit dem
Fahrrad ist man nicht wirklich langsamer wie der Zug, wenn der Zug auf der Strecke auf mehr wie 40 km/h beschleunigt kommt ja schon fast ein Geschwindigkeitsrausch auf...
Nachtzug schrieb:
Soviel zum Thema Verkehrswende und Ganzheitlicherplanung.
Erklär mal, was Du unter "Verkehrswende" verstehst? Doch nicht etwa das was in der Schweiz bereits Realität ist? 80% des Personenverkehrs wird dort mit dem Pkw abgewickelt und die Bahn verschlingt eine riesige Summe an Geld. Oder etwa das, was die rot-grüne Regierung in BaWü seit Amtseinführung 2011 unternimmt. Dort ist die CO-Emission pro Kopf seither gleich geblieben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.19 22:58.
TGV4402 schrieb:
Nachtzug schrieb:
Soviel zum Thema Verkehrswende und Ganzheitlicherplanung.
Erklär mal, was Du unter "Verkehrswende" verstehst? Doch nicht etwa das was in der Schweiz bereits Realität ist? 80% des Personenverkehrs wird dort mit dem Pkw abgewickelt und die Bahn verschlingt eine riesige Summe an Geld. Oder etwa das, was die rot-grüne Regierung in BaWü seit Amtseinführung 2011 unternimmt. Dort ist die CO-Emission pro Kopf seither gleich geblieben.
Der übliche TGV4402: Völlig sinnloser und ahnungslose Rundumschlag. Nur so viel: Eine rot-grüne Landesregierung gab es in BW noch nie und eine grün-rote schon lange nicht mehr.
Und auch der modalsplit in der Schweiz ist besser als deine hingeknallte Zahl.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Primär liegt es erstmal auch daran, dass der westliche Teil von Kempten aus betrieben wird, wo bisher die Elektrifizierung grundsätzlich noch nicht angekommen ist und bekanntlich recht frische Diesel-Verkehrsverträge abgeschlossen wurden. Würde man allein schon auf die Region bezogen fahrdrahtmäßig ausgerechnet mit Kempten - Pfronten-Steinach anfangen, würde das Fragen hinsichtlich der Illertal- und Allgäubahn aufwerfen. Während Österreich für seinen Abschnitt den elektrischen Betrieb nach München und mittelfristig wohl Innsbruck haben will, ist ein durchgehender Betrieb Garmisch-Partenkirchen - Kempten derzeit nicht vorgesehen, somit kann man mit dem Zustand erstmal weiterleben. Natürlich sagt die bayerische Staatsregierung oder die Bundesregierung nicht, dass sie nach Jahrzehnten falscher Verkehrspolitik bis auf weiteres andere Probleme haben und im Gegensatz zu Tirol weit davon weg sind, mit dieser abgelegenen Lokalbahn ihre allerletzten Bahnkilometer zu elektrifizieren, aber man kann's wunderbar so interpretieren. ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.19 23:35.
geier schrieb:
Hallo

es wäre ja ganz nett, die Strecke von Pfronten bis Kempten zu elektrifizieren. Aber jeder der die Strecke gesehen hat und nicht ganz utopisch ist, wird mir beipflichten, daß sich dies nie lohnen wird. Die Strecke schlängelt sich als bayrische Lokalbahn idyllisch durch die Hügel des Allgäus. Das Verkehrsbedürfnis ist allenfalls Lokalverkehr. Die Siedlungen sind viel zu zerstreut für eine Erschließung durch die Bahnstrecke. Eine Ertüchtigung auf ein zeitgemäßes Niveau würde einen völligen Neubau bedeuten.

Zu Überlegen währe vielleicht ein Haltepunkt beim DMG-Werk Dorthin gibt es relativ viel Berufsverkehr mit dem PKW
Das mit dem Haltepunkt an dem MAhO-Werk wäre eine Idee, bis die aber umgesetzt wird, vergehen in Bayern teilweise Jahrzehnte. Überhaupt ist es ein absoluter Treppenwitz der Eisenbahn im Allgäu, daß ausgerechnet der Wurmfortsatz nach Pronten-Ried als erstes elektrifiziert wird. Ansonsten wird wohl die nächsten 20 Jahre kein Stück Fahrdraht verlegt werden.
Daß die Strecke nach Kempten so dürftig besetzt ist, liegt nicht nur an der Geschwindigkeit, sondern auch an der abelegenen Lage des Kemptner Hbf, wo man schier zwingend noch eine Busfahrt in die Innenstadt mit Umsteigezeit und Unwägbarkeiten vor sich hat. Das macht nur jemand der gar nicht anders kann: Schüler ohne Führerschein, Rentner ohne Führerschein und sonstige, etwa Alkoholiker ohne Führerschein. Dazu noch Inhaber des Bayerntickets die die Landschaft genießen wollen oder Inhaber irgendeiner Allgäucard, mit der man für Lau fahren kann. Einen Normalsterblichen wird man in diese Züge nur mit roher Gewalt bringen.
Bis jetzt hat man es ja noch nicht mal geschafft den Fahrdrahrt bis Pfronten-Steinach zu errichten. Die Elektrifizierung endet ab Dezember an der Staatsgrenze, ohne, dass dort eine Betriebsstelle wäre. Zum Fahrplanwechsel fährt da kein Zug elektrisch über die Grenze.
TGV4402 schrieb:
Nachtzug schrieb:
Soviel zum Thema Verkehrswende und Ganzheitlicherplanung.
Erklär mal, was Du unter "Verkehrswende" verstehst? Doch nicht etwa das was in der Schweiz bereits Realität ist? 80% des Personenverkehrs wird dort mit dem Pkw abgewickelt und die Bahn verschlingt eine riesige Summe an Geld. Oder etwa das, was die rot-grüne Regierung in BaWü seit Amtseinführung 2011 unternimmt. Dort ist die CO-Emission pro Kopf seither gleich geblieben.
Ob rot-grün, grün-rot, schwarz-grün oder grün-schwarz. Die Grünen sind seit 2011 in der Landesregierung und das mit einem hohen Stimmenanteil.

Seit 2011 sind die CO2-Emissionen pro Kopf gleich geblieben.

[de.statista.com]

In den Jahren vor 2011 sind sie zurückgegangen. Ich frage mich, wie wir so die Welt retten wollen? Am besten noch kurzfristig.

Modal Split in der Schweiz:

[www.bfs.admin.ch]

<<Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am motorisierten Personenverkehr auf Strasse und Schiene ist zwischen 1998 und 2016 von 17,1% auf 20,6% angestiegen. Die gesamten Verkehrsleistungen im motorisierten Personenverkehr zu Lande haben in der gleichen Periode um 29,3% zugenommen.>>

Jetzt nochmal die Frage: Was ist unter "Verkehrswende" zu verstehen?

Danke für diese Zahlennachweise! (o.w.T)

geschrieben von: schoema

Datum: 09.10.19 08:30

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
geier schrieb:
Die Siedlungen sind viel zu zerstreut für eine Erschließung durch die Bahnstrecke.

Die Gemeinden von Oy-Mittelberg bis Pfronten haben zusammengenommen schon immerhin gut 16000 Einwohner, wovon zumindest der größte Teil in der Nähe der Bahn leben dürfte; für eine Lokalbahn kommt mir das schon wie eine sinnvolle Größenordnung vor.

Das Problem ist halt, dass zwischen Oy und Kempten eine Menge Kurven und knapp 30 Minuten Fahrzeit sind.

Zitat:
Eine Ertüchtigung auf ein zeitgemäßes Niveau würde einen völligen Neubau bedeuten.

Das erste wären mal zahllose unbeschrankte Bahnübergänge, die die Geschwindigkeit des Zugs auch an Stellen beschränken an denen eigentlich die Trassierung schon mehr als die beispielsweise 20 km/h zulassen würde mit denen er über den Bahnübergang schleicht. Natürlich sind 50 km/h auch nicht schnell, aber alle paar Hundert Meter auf 20km/h abbremsen müssen ist halt schon noch eine Kategorie mehr.

Ein Stück Zeit wäre wahrscheinlich schon dadurch erreichbar, dass man die technisch sichert bzw. in ihrer Anzahl dezimiert.

Davon abgesehen wäre die Frage, wo könnte man da durch begrenzte Kurvenbegradigungen nennenswert Fahrzeit herausholen? Und gäbe es Abschnitte grade näher an Kempten wo man durch z.B. ein, zwei, drei Kilometer Neubautrasse wirklich nennenswert Fahrzeit herausholen könnte?

Dass man da immer noch diskutieren müsste ob sich das lohnt ist völlig klar, aber ganz so dass es nur die Möglichkeiten "alles oder nichts" gäbe ist es ja auch nicht.
Bevor man sich an der Strecke abarbeitet sollte man für eine umsteigefreie Verbindung in die Kemptner Innenstadt sorgen. Der Status Quo ist sozusagen das Gegenstück zum Karlsruher Modell. Nicht mal durchtarifiert ist die Strecke bis in die Stadtmitte.
TGV4402 schrieb:
TGV4402 schrieb:
Nachtzug schrieb:
Soviel zum Thema Verkehrswende und Ganzheitlicherplanung.
Erklär mal, was Du unter "Verkehrswende" verstehst? Doch nicht etwa das was in der Schweiz bereits Realität ist? 80% des Personenverkehrs wird dort mit dem Pkw abgewickelt und die Bahn verschlingt eine riesige Summe an Geld. Oder etwa das, was die rot-grüne Regierung in BaWü seit Amtseinführung 2011 unternimmt. Dort ist die CO-Emission pro Kopf seither gleich geblieben.
Ob rot-grün, grün-rot, schwarz-grün oder grün-schwarz. Die Grünen sind seit 2011 in der Landesregierung und das mit einem hohen Stimmenanteil.

Seit 2011 sind die CO2-Emissionen pro Kopf gleich geblieben.

[de.statista.com]

In den Jahren vor 2011 sind sie zurückgegangen. Ich frage mich, wie wir so die Welt retten wollen? Am besten noch kurzfristig.

Modal Split in der Schweiz:

[www.bfs.admin.ch]

<>

Jetzt nochmal die Frage: Was ist unter "Verkehrswende" zu verstehen?
Hallo TGV,

die Frage ist jetzt aber nicht ernst gemeint? Man kann ja gerne die Grünen nicht mögen. Aber hier in Manier eines allwissenden und weisen Welt-Präsidenten ausgerechnet den Grünen vorzuwerfen, sie würden beim Klimaschutz und der Verkehrswende nichts hinbekommen, beleidigt selbst Grünen-Kritiker.

Wer ist nochmals gegen die Nahverkehrsabgabe und die Citymaut? Wer kämpft für freie Fahrt auf Autobahnen? Wer hält Parkplätze für eine wichtige Subvention des örtlichen Handels? Und wer regiert im Bund? Und mit wem regieren die Grünen in BW?

Also, auf dieses Niveau der Debatte sollten wir hier nicht sinken.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg
Und wer kämpft mit allen Mitteln gegen Fahrverbote in Stuttgart und spielt mit sinnlosen Feinstaubtickets und Bitte-Bitte-Schildern auf Zeit? Das Problem ist doch viel tiefergehender, das Problem sind nicht die Grünen, das Problem sind die Bürger. Auch die Grünen fordern fast nur noch den Ausbau der Öffis und keine Beschränkungen für PKWs. Tun sie das nämlich, dann werden sie sofort als Verbotspartei denunziert und bei der nächsten Wahl abgestraft. Nur die Öffis ausbauen bringt der Umwelt aber gar nichts, im Gegenteil. Bestes Beispiel ist der neue SFS Bahnhof auf der Alb. Der wird nicht in erster Linie dazu führen, dass Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen, sondern er wird vor allem Neuverkehre anziehen. Die Leute ziehen aufs Land und pendeln mit der Bahn nach Stuttgart und Ulm. Alle anderen Fahrten werden dann aber mit dem Auto getätigt, wo vorher vielleicht noch der ÖV genutzt wurde.

Durchgehender Betrieb bis Kempten

geschrieben von: Fahrkartenautomat

Datum: 09.10.19 12:08

Ich hatte letztes Jahr überlegt, an einem Tag mit Bayern-Ticket einen Umweg über die Außerfernbahn zu nehmen. Allerdings dauert das ja sowieso schon relativ lange, und dann war an dem Tag auch noch ein 2-Minuten-Umstieg in Reutte vorgesehen. Wenn ich den verpasst hätte, wäre ich glaube ich erst 3 Stunden später angekommen, da die nächste Verbindung 2 Stunden später gefahren wäre und zu der Zeit kein schneller Anschluss in München gegeben war. Habe dann lieber einen anderen Weg genommen.

Mit durchgehendem Betrieb hätte ich mir aber den Ausflug gegönnt.

Spricht etwas dagegen, dort irgendwann (TM) die Fahrt Pfronten-Kempten-Pfronten mittels Akkutriebwagen durchzuführen und somit eine Fahrt Kempten-Garmisch ohne Umsteigen zu ermöglichen? Eigentlich ist das doch jetzt nur noch ein recht kurzes Stück ohne Fahrdraht. Es müsste eben so ausgeschrieben werden. Aber wenn im "Klimapaket" Geld für eine Runde Erhöhung der Pendlerpauschale ist, sollte man doch mit Leichtigkeit ein paar Münzen für die Länder auftreiben können, um solche "~50 km Fahrdrahtlücken" innerhalb von ~15 Jahren vollständig und bundesweit mit Batteriefahrzeugen zu überbrücken.

Re: Durchgehender Betrieb bis Kempten

geschrieben von: Drehstromator

Datum: 09.10.19 12:16

Fahrkartenautomat schrieb:
Spricht etwas dagegen, dort irgendwann (TM) die Fahrt Pfronten-Kempten-Pfronten mittels Akkutriebwagen durchzuführen und somit eine Fahrt Kempten-Garmisch ohne Umsteigen zu ermöglichen? Eigentlich ist das doch jetzt nur noch ein recht kurzes Stück ohne Fahrdraht. Es müsste eben so ausgeschrieben werden.
Es gab vor rund 10 Jahren (kann auch vor 12 oder 13 Jahren gewesen sein) einzelne durchgehende Zugpaare Kempten-Garmisch, damals noch mit 628. Meiner Erinnerung nach sogar als RE, der nicht alle Halte bediente.

Sicher wäre das künftig auch mit Akkufahrzeugen wieder eine interessante Option.

Geschwindigkeitserhöhungen

geschrieben von: Drehstromator

Datum: 09.10.19 12:21

Wessex Trains schrieb:
Hallo,

man muss eher froh sein, dass zwischen Pfronten und Kempten überhaupt noch Züge fahren, selbst mit dem
Fahrrad ist man nicht wirklich langsamer wie der Zug, wenn der Zug auf der Strecke auf mehr wie 40 km/h beschleunigt kommt ja schon fast ein Geschwindigkeitsrausch auf...
Wobei an vielen Stellen Erhöhungen der Vzul ohne großen Aufwand möglich wären. Klar gibts einige Abschnitte mit engen Kurven, aber es gibt auch zahlreiche Teilstücke, die ein bissl durchgearbeitet und mit entsprechender Sicherungstechnik Geschwindigkeiten im Bereich 80-90 km/h ermöglichen würden. Gerade im Bereich Jodbad Sulzbrunn und vor allem bei den Bü in Wertach ließe sich einiges machen. Müsste man halt Geld investieren, aber ohne aufwendige Neubauten könnten trotzdem zwischen Pfronten und Kempten 5-6 Minuten gewonnen werden.

Re: Durchgehender Betrieb bis Kempten

geschrieben von: Bahnhofsvorstand

Datum: 09.10.19 12:24

Drehstromator schrieb:

Es gab vor rund 10 Jahren (kann auch vor 12 oder 13 Jahren gewesen sein) einzelne durchgehende Zugpaare Kempten-Garmisch, damals noch mit 628. Meiner Erinnerung nach sogar als RE, der nicht alle Halte bediente.

Und ganz früher - bis in die 80er Jahre hinein - sind Schienenbusse (BR 798) durchgehend zwischen Kempten und Garmisch verkehrt.
MrEnglish schrieb:
Und wer kämpft mit allen Mitteln gegen Fahrverbote in Stuttgart und spielt mit sinnlosen Feinstaubtickets und Bitte-Bitte-Schildern auf Zeit? Das Problem ist doch viel tiefergehender, das Problem sind nicht die Grünen, das Problem sind die Bürger. Auch die Grünen fordern fast nur noch den Ausbau der Öffis und keine Beschränkungen für PKWs. Tun sie das nämlich, dann werden sie sofort als Verbotspartei denunziert und bei der nächsten Wahl abgestraft. Nur die Öffis ausbauen bringt der Umwelt aber gar nichts, im Gegenteil. Bestes Beispiel ist der neue SFS Bahnhof auf der Alb. Der wird nicht in erster Linie dazu führen, dass Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen, sondern er wird vor allem Neuverkehre anziehen. Die Leute ziehen aufs Land und pendeln mit der Bahn nach Stuttgart und Ulm. Alle anderen Fahrten werden dann aber mit dem Auto getätigt, wo vorher vielleicht noch der ÖV genutzt wurde.
Finde ich eine recht verquere Argumentation.

Erstens ist der Alb-Bahnhof sicher nicht das typische Beispiel für ÖV-Ausbau. Wir haben in Deutschland eine zumehmende Bereitschaft, auch die Bahn in der Fläche auszubauen, siehe Reaktivierungen (was nicht heißt, dass da nicht viel mehr getan werden kann!)

Zweitens haben wir wirklich keine verödenden Städte; im Gegenteil, immer mehr Leute streben vom Land in die Städte, dort explodieren die Mieten, und weite Landschaften veröden. Insofern ist es schon gut, ländliche Regionen attraktiver zu machen und besser anzubinden. Das Land veröden zu lassen nur um Autoverkehr zu reduzieren, fände ich auch etwas heftig.

Drittens sind die Grünen keineswegs immer für ÖV; in München waren sie ein erbitterter Gegner der zweizten Stamstrecke, und im HGV siehts oft nicht besser aus. Und letztlich wird Klimaschutz ohne Regulierung und Einschränkung nicht funktionieren: Die Grünen als "Verbotspartei" abzustempeln ist billiger Populismus. Hatte Scheuer nicht groß getönt, er wolle "ermöglichen" statt "verbieten"? Ich würde ihn gerne mal fragen, ob das auch bei der Homoehe gilt...

politisch unbeleckt

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 09.10.19 15:38

Hallo!

TGV4402 schrieb:
Oder etwa das, was die rot-grüne Regierung in BaWü seit Amtseinführung 2011 unternimmt.
Eigentlich darf man diese ständigen Anwürfe des TGV 4402 gegen alles, was auch nur ansatzweise grün aussieht, nicht mehr Ernst nehmen. Ansonsten:
- die Regierung war nicht rot-grün, sondern grün-rot
- und vor inzwischen drei Jahren wurde eine grün-schwarze Landesregierung gewählt

Wenn man schon polemisiert, dann doch wenigstens inhaltlich korrekt.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-gruener-Streifen.jpg
r125 schrieb:
geier schrieb:
Die Siedlungen sind viel zu zerstreut für eine Erschließung durch die Bahnstrecke.
Die Gemeinden von Oy-Mittelberg bis Pfronten haben zusammengenommen schon immerhin gut 16000 Einwohner, wovon zumindest der größte Teil in der Nähe der Bahn leben dürfte; für eine Lokalbahn kommt mir das schon wie eine sinnvolle Größenordnung vor.

Das Problem ist halt, dass zwischen Oy und Kempten eine Menge Kurven und knapp 30 Minuten Fahrzeit sind.

Zitat:
Eine Ertüchtigung auf ein zeitgemäßes Niveau würde einen völligen Neubau bedeuten.

Das erste wären mal zahllose unbeschrankte Bahnübergänge, die die Geschwindigkeit des Zugs auch an Stellen beschränken an denen eigentlich die Trassierung schon mehr als die beispielsweise 20 km/h zulassen würde mit denen er über den Bahnübergang schleicht. Natürlich sind 50 km/h auch nicht schnell, aber alle paar Hundert Meter auf 20km/h abbremsen müssen ist halt schon noch eine Kategorie mehr.

Ein Stück Zeit wäre wahrscheinlich schon dadurch erreichbar, dass man die technisch sichert bzw. in ihrer Anzahl dezimiert.

Davon abgesehen wäre die Frage, wo könnte man da durch begrenzte Kurvenbegradigungen nennenswert Fahrzeit herausholen? Und gäbe es Abschnitte grade näher an Kempten wo man durch z.B. ein, zwei, drei Kilometer Neubautrasse wirklich nennenswert Fahrzeit herausholen könnte?

Dass man da immer noch diskutieren müsste ob sich das lohnt ist völlig klar, aber ganz so dass es nur die Möglichkeiten "alles oder nichts" gäbe ist es ja auch nicht.

Re: Durchgehender Betrieb bis Kempten

geschrieben von: truestepper

Datum: 09.10.19 17:49

Fahrkartenautomat schrieb:
Ich hatte letztes Jahr überlegt, an einem Tag mit Bayern-Ticket einen Umweg über die Außerfernbahn zu nehmen. Allerdings dauert das ja sowieso schon relativ lange, und dann war an dem Tag auch noch ein 2-Minuten-Umstieg in Reutte vorgesehen. Wenn ich den verpasst hätte, wäre ich glaube ich erst 3 Stunden später angekommen, da die nächste Verbindung 2 Stunden später gefahren wäre und zu der Zeit kein schneller Anschluss in München gegeben war. Habe dann lieber einen anderen Weg genommen.

Mit durchgehendem Betrieb hätte ich mir aber den Ausflug gegönnt.

Spricht etwas dagegen, dort irgendwann (TM) die Fahrt Pfronten-Kempten-Pfronten mittels Akkutriebwagen durchzuführen und somit eine Fahrt Kempten-Garmisch ohne Umsteigen zu ermöglichen? Eigentlich ist das doch jetzt nur noch ein recht kurzes Stück ohne Fahrdraht. Es müsste eben so ausgeschrieben werden. Aber wenn im "Klimapaket" Geld für eine Runde Erhöhung der Pendlerpauschale ist, sollte man doch mit Leichtigkeit ein paar Münzen für die Länder auftreiben können, um solche "~50 km Fahrdrahtlücken" innerhalb von ~15 Jahren vollständig und bundesweit mit Batteriefahrzeugen zu überbrücken.

Re: Durchgehender Betrieb bis Kempten

geschrieben von: truestepper

Datum: 09.10.19 17:50

Bahnhofsvorstand schrieb:
Drehstromator schrieb:

Es gab vor rund 10 Jahren (kann auch vor 12 oder 13 Jahren gewesen sein) einzelne durchgehende Zugpaare Kempten-Garmisch, damals noch mit 628. Meiner Erinnerung nach sogar als RE, der nicht alle Halte bediente.

Und ganz früher - bis in die 80er Jahre hinein - sind Schienenbusse (BR 798) durchgehend zwischen Kempten und Garmisch verkehrt.
Und das Fahrplanangebot war genauso gut wie heute oder wie nach der Elektrifizierung bis Pfronten?
Wer sich ein Bild von der Strecke machen will, findet hier eine Führerstandsfahrt: [youtu.be]

Re: Geschwindigkeitserhöhungen

geschrieben von: truestepper

Datum: 09.10.19 17:51

Drehstromator schrieb:Zitat:
Wessex Trains schrieb:
Hallo,

man muss eher froh sein, dass zwischen Pfronten und Kempten überhaupt noch Züge fahren, selbst mit dem
Fahrrad ist man nicht wirklich langsamer wie der Zug, wenn der Zug auf der Strecke auf mehr wie 40 km/h beschleunigt kommt ja schon fast ein Geschwindigkeitsrausch auf...
Existiert nicht sogar eine La-Stelle, weil eine ESTW-Hütte ins Sichtdreieck eines BÜ gebaut wurde?
nozomi07 schrieb:
Finde ich eine recht verquere Argumentation.

Erstens ist der Alb-Bahnhof sicher nicht das typische Beispiel für ÖV-Ausbau. Wir haben in Deutschland eine zumehmende Bereitschaft, auch die Bahn in der Fläche auszubauen, siehe Reaktivierungen (was nicht heißt, dass da nicht viel mehr getan werden kann!)

Zweitens haben wir wirklich keine verödenden Städte; im Gegenteil, immer mehr Leute streben vom Land in die Städte, dort explodieren die Mieten, und weite Landschaften veröden. Insofern ist es schon gut, ländliche Regionen attraktiver zu machen und besser anzubinden. Das Land veröden zu lassen nur um Autoverkehr zu reduzieren, fände ich auch etwas heftig.

Drittens sind die Grünen keineswegs immer für ÖV; in München waren sie ein erbitterter Gegner der zweizten Stamstrecke, und im HGV siehts oft nicht besser aus. Und letztlich wird Klimaschutz ohne Regulierung und Einschränkung nicht funktionieren: Die Grünen als "Verbotspartei" abzustempeln ist billiger Populismus. Hatte Scheuer nicht groß getönt, er wolle "ermöglichen" statt "verbieten"? Ich würde ihn gerne mal fragen, ob das auch bei der Homoehe gilt...
Ich wüsste nicht was da verquer sein soll. Es ist hinlänglich bekannt, dass der zersiedelte ländliche Raum praktisch nicht vernünftig mit dem ÖV erschlossen werden kann.

Re: Durchgehender Betrieb bis Kempten

geschrieben von: Flauschi

Datum: 09.10.19 18:25

truestepper schrieb:
Fahrkartenautomat schrieb:
Ich hatte letztes Jahr überlegt, an einem Tag mit Bayern-Ticket einen Umweg über die Außerfernbahn zu nehmen. Allerdings dauert das ja sowieso schon relativ lange, und dann war an dem Tag auch noch ein 2-Minuten-Umstieg in Reutte vorgesehen. Wenn ich den verpasst hätte, wäre ich glaube ich erst 3 Stunden später angekommen, da die nächste Verbindung 2 Stunden später gefahren wäre und zu der Zeit kein schneller Anschluss in München gegeben war. Habe dann lieber einen anderen Weg genommen.

Mit durchgehendem Betrieb hätte ich mir aber den Ausflug gegönnt.

Spricht etwas dagegen, dort irgendwann (TM) die Fahrt Pfronten-Kempten-Pfronten mittels Akkutriebwagen durchzuführen und somit eine Fahrt Kempten-Garmisch ohne Umsteigen zu ermöglichen? Eigentlich ist das doch jetzt nur noch ein recht kurzes Stück ohne Fahrdraht. Es müsste eben so ausgeschrieben werden. Aber wenn im "Klimapaket" Geld für eine Runde Erhöhung der Pendlerpauschale ist, sollte man doch mit Leichtigkeit ein paar Münzen für die Länder auftreiben können, um solche "~50 km Fahrdrahtlücken" innerhalb von ~15 Jahren vollständig und bundesweit mit Batteriefahrzeugen zu überbrücken.
Der Strom für die Batterien muß auch erzeugt werden und die Batterien gebaut und irgendwann entsorgt werden. Der Aufwand einer technischen Insellösung wegen 35 km Rb ist nicht zu verantworten. Ich hab die Rundfahrt übder die Außerfernbahn schon ein paar mal gemacht. Lohnt sich auf jeden Fall. Der Umstieg in Reutte ist am gleichen Bahnsteig und klappt. Ansonsten ist dort meist Stundentakt, falls mal ein Anschluß wegen Verspätung nicht aufgenommen werden kann
Packwagen schrieb:Zitat:
die Frage ist jetzt aber nicht ernst gemeint?
Selbstverständlich ist die Frage ernst gemeint.

Also nochmal die Frage: Was ist unter "Verkehrswende" zu verstehen?

Heute habe ich nochmal im Fernsehen gehört, dass die Schweiz hier unser Vorbild sein sollte.

Aber wieso? Nochmal zum nachlesen:

[www.bfs.admin.ch]

<<Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am motorisierten Personenverkehr auf Strasse und Schiene ist zwischen 1998 und 2016 von 17,1% auf 20,6% angestiegen. Die gesamten Verkehrsleistungen im motorisierten Personenverkehr zu Lande haben in der gleichen Periode um 29,3% zugenommen>>

Was soll das für das Klima bringen? Der Anteil des öffentlichen Verkehrs hat zwar von 17,1 auf 20,6% zugenommen (bei stark zunehmeden Subventionen für diesen Bereich), aber der gesamte motorisierte Verkehr ist im gleichen Zeitraum um 29,3% gestiegen. D. h. der PkW-Verkehr hat um über 20% zugenommen.

Die Schweiz ist ein reiches Land. Viele andere Länder können sich eine hohen Subventionierung des öffentlichen Verkehrs garnicht leisten. Ebenso eine (angebliche) Energiewende wie in Deutschland.

(Nicht nur) 1,3 Mrd Chinesen und 1,3 Mrd Inder wollen (mit Recht) genauso leben wie wir.

[www.cleanenergy-project.de]

<<Zudem wurde argumentiert, Indien als armes Land trage nicht die Hauptverantwortung an der globalen Erwärmung. Die falle Nationen wie den USA und Europa zu, die bereits seit vielen Jahren große Mengen Treibhausgase ausstoßen, und mit der Verbrennung fossiler Rohstoffe reich geworden sind. Selbst heute steht Indien zwar beim Gesamtausstoß auf Platz drei, pro Person aber emittiert das Land lediglich 1,7 Tonnen CO2 im Jahr. Zum Vergleich: In den USA sind es 16,6 und in China 7,4 Tonnen. Diese Länder könnten Indien nicht das Recht verwehren, das Wirtschaftswachstum durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe anzukurbeln, wie es in den USA und Europa seit vielen Jahren getan werde, so die Argumentation.>>

Die Argumentation ist m. E. einleuchtend und gerecht. Deutschland liegt derzeit bei ca. 9 Tonnen pro Kopf. Da hat Indien noch sehr viel Luft nach oben. Insbsondere wenn man die letzten 100 Jahre mit einbezieht.



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.10.19 23:42.
es wird auch bald Winter, also sind die Arbeiten abzuschließen !
nozomi07 schrieb:
MrEnglish schrieb:
die Grünen fordern fast nur noch den Ausbau der Öffis und keine Beschränkungen für PKWs. Tun sie das nämlich, dann werden sie sofort als Verbotspartei denunziert und bei der nächsten Wahl abgestraft. Nur die Öffis ausbauen bringt der Umwelt aber gar nichts, im Gegenteil. Bestes Beispiel ist der neue SFS Bahnhof auf der Alb. Der wird nicht in erster Linie dazu führen, dass Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen, sondern er wird vor allem Neuverkehre anziehen. Die Leute ziehen aufs Land und pendeln mit der Bahn nach Stuttgart und Ulm. Alle anderen Fahrten werden dann aber mit dem Auto getätigt, wo vorher vielleicht noch der ÖV genutzt wurde.
Finde ich eine recht verquere Argumentation.

Erstens ist der Alb-Bahnhof sicher nicht das typische Beispiel für ÖV-Ausbau. Wir haben in Deutschland eine zumehmende Bereitschaft, auch die Bahn in der Fläche auszubauen
Eher eine Bereitschaft, darüber zu schwätzen.