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Hallo zusammen,

erster Gedanke dazu: Bisschen spät jetzt, Leute, und reichlich aussichtslos, wo selbige doch in wenigen Wochen politisch beschlossen für immer eingestellt wird... Dieses Jahr fuhr sie wegen Personalmangel und Bauarbeiten sowieso bis auf wenige Ausnahmetage fast ausschließlich im SEV, allerdings von/bis Entenfang.

Die Lokalpresse berichtet, wie gehabt hinter einer Bezahlmauer*: [www.waz.de]

Zitat
Duisburg-Bissingheim/Mülheim. Bewohner des Campingplatzes sind auf die RB 37 angewiesen. Für ihren Erhalt kämpfen sie mit Unterschriften und Briefen an zwei Oberbürgermeister.

Gegen das Aus für den Entenfangexpress genannten Regionalzug RB 37 regt sich weiterer Protest: Die Camper am Entenfang fühlen sich abgehängt, sie sorgen sich um die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen und Schulen. Eine Unterschriftenliste haben mehr als 320 Betroffene unterschrieben, sie ist den Oberbürgermeistern von Duisburg und Mülheim zugesandt worden mit der dringenden Bitte, den Entenfang auch weiterhin an den Nahverkehr anzuschließen.
In Stichpunkten:

  • Ab dem kommenden Planwechsel entfällt der SPNV zwischen DU-Entenfang und Hbf
  • Die RB37 ist bzw. war eine der am wenigsten nachgefragten Linien im gesamten VRR-Gebiet
  • Durchschnittliche Aus-/Einsteiger in Duisburg Hbf: 13/14
  • Die Buslinie 928 wird dafür verdichtet; sie hat nur wenige Minuten mehr Fahrzeit
  • Diese fährt aber nur ab/bis Bissigheim; dann alle 30/15 min in HVZ
  • Etwa 500 Personen haben auf dem Campingplatz Entenfang ihren ersten Wohnsitz
  • Dort ist dann gar kein ÖPNV mehr
  • Dafür aber schulpflichtige Kinder
  • Fußweg 3 km bis Bissingheim auf schlechter Straße, unbeleuchtet
  • 322 Unterschriften wurden gesammelt
  • Maximalforderung: RB37 soll wie bisher weiterfahren/Mindestforderung: Verlängerung 928 bis Entenfang

  • Des Weiteren sei die Ausbildungswerkstatt der DB in Wedau (Bezirk Entenfang), in der rund 100 Azubis (u.a. Gleisbauer) lernen, darunter viele Minderjährige, die ihren Ausbildungsplatz nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können, ebenso abgeschnitten. Der Fahrplan der Buslinie 928 sei daher so zu ändern, dass auch die Ausbildungswerkstatt in Intervallen angefahren wird; zumindest zu Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit, wie die WAZ von weiteren nun ganz kurz vor „Ri­en ne va plus!“ noch aufgekommenen Forderungen berichtet.

    Es grüßt der Ruhrrevierbahner

    ----

    * 1) via Google-Suche nach Überschrift (klappt nicht immer oder erst nach x Stunden/Tagen nach Veröffentlichung), 2) im Quelltext, 3) mit No-Script-Addon, 4) durch sofortiges Abbrechen des Ladens der Seite, bevor das Bezahlmauer-Skript anläuft
    Wie du richtig schreibst, fuhr doch eh längst (fast) nur noch der Bus. Die Sorge der Anwohner vor einer Einstellung der RB37 dürfte daher wohl kaum die Unverzichtbarkeit des Schienenverkehrs bezeugen als vielmehr Gegenstand des üblichen Ringens um Struktur und Fahrplan des künftigen Busverkehrs sein. Hier lässt sich sicher ggfs. politisch auch noch nachjustieren, wenn eine Buslinie verlängert werden soll o.ä., sofern die Politik Handlungsdruck wahrnimmt.
    Gruß vom Signal
    Signal schrieb:
    Die Sorge der Anwohner vor einer Einstellung der RB37 dürfte daher wohl kaum die Unverzichtbarkeit des Schienenverkehrs bezeugen als vielmehr Gegenstand des üblichen Ringens um Struktur und Fahrplan des künftigen Busverkehrs sein. Hier lässt sich sicher ggfs. politisch auch noch nachjustieren, wenn eine Buslinie verlängert werden soll o.ä., sofern die Politik Handlungsdruck wahrnimmt.
    Der Duisburger Politik ist bekannt, dass die RB37 eingestellt wird. Deswegen gibt es ja auch die zusätzlichen Fahrten auf der Buslinie. Der Stadt Duisburg als Besteller der künftigen Busleistungen ist auch bekannt, dass es dort noch Menschen gibt, die irgendwie bewegt werden müssen. Und genau das hat man mit dem "neuen" ÖPNV-Konzept umgesetzt. Da hat man also trotz Wissen um die Menschen dort bewusst keinen Verkehr eingeplant, fertig. Und man wird ja nicht nur die 928 verändern, es entsteht ja gleich ein ganz neues Netz bereits jetzt im Oktober. Fängt man jetzt an die 928 zu verlängern oder zumindest irgendwie anzupacken, müssten wohl auch Änderungen auf der (neuen) 942 erfolgen. Die Nachtverbindung (NE9) nach Mülheim wird der aktuellen Webseite nach ja auch ersatzlos gestrichen.

    Dünn besiedelte Gebiete haben nur eine Möglichkeit in der heutigen Zeit angemessen angebunden zu werden: sie müssen zwischen zwei "Zentren" liegen, die häufig miteinander verbunden werden müssen. In dieser Ecke gibt es in Duisburg nichts mehr und Ratingen wird an einer solchen Verbindung mit Sicherheit kein größeres Interesse haben, also ist die Chance in meinen Augen recht gering. Wobei eine Busverbindung Ratingen-Lintorf <> Duisburg einen gewissen Charme hätte. Vielleicht sogar als Verlängerung der in Lintorf endenden SB55 von Düsseldorf.

    Alternativ könnte man natürlich einen TaxiBus einsetzen, der auf Bestellung fährt. Das geht aber nur, wenn es nicht zu viele Fahrten gibt, sonst landet man wieder beim Preisniveau vom Bus, den man aber vielleicht nicht im neuen Konzept unterbringen kann.
    Hej,

    Ruhrrevierbahner schrieb:
    Hallo zusammen,

    erster Gedanke dazu: Bisschen spät jetzt, Leute, und reichlich aussichtslos, wo selbige doch in wenigen Wochen politisch beschlossen für immer eingestellt wird...
    ja, aber das ist ja meistens so - Der Aufschrei kommt (immer) erst, wenn es zu spät ist.

    Oder die Anwohner warten einfach noch 30 Jahre, dann fährt evtl ein Zug Duisburg - Ratinger Weststrecke - Düsseldorf, man muss einfach nur dran glauben...

    Gruß
    Tz 4683
    ___________________

    Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]
    Für Schüler gibt es doch so eine Vorgabe, dass der Schulweg bis zu einer bestimmten Entfernung und Fahrzeit nicht überschritten werden darf und eine Haltestelle oder Bahnhof maximal x Kilometer vom Wohnort oder der Schule entfernt sein darf. Wo der genaue Wert liegt weiß ich gerade nicht. Da es u.a. auch darum geht Schüler von ihrem Wohnort zur Schule und zurück zu befördern, wäre die Frage, ob die Vorgaben noch eingehalten werden oder nicht.

    Darüber hinaus wäre mal interessant ab welcher Einwohnerzahl eines Ortes, Dorfes oder Stadtteils eine ÖPNV Anbindung verpflichtend ist. Denn gerade in NRW gibt es so viele Randgebiete wo der ÖPNV kaum oder gar nicht läuft, die aber mehr Einwohner haben als so manches Dorf wo mindestens jede Stunde was fährt.
    Moin zusammen

    Bei einigen Punkten kann ich zustimmen da ich selbst in der Ausbildungswerkstatt war.Hin und wieder mussten wir auch ab Bissingheim laufen wegen eingefrorener Weichen usw und das macht gerade auf der Straße ohne Beleuchtung und Gehweg keinen Spaß Was mich aber verwundert das trotz geplanter Einstellung der Linie das Gleis in Entenfang erneuert wurde.

    Viele Grüße
    111 008