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[SN] Kenia Koalition soll kommen - Frage dazu

geschrieben von: 103612

Datum: 03.10.19 22:00

Man hat sich wohl auch auf die Stärkung des ÖPNV geeinigt
Kennt jemand mehr Details?

Re: [SN] Kenia Koalition soll kommen - Frage dazu

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 03.10.19 22:06

Details kenne ich nicht, aber letztendlich wird es auf die jeweilige Person in verantwortlicher Position ankommen. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht auch viel Gutes für die Eisenbahn, passiert ist aber davon noch nichts (Klimapaket hat nichts mit Koalitionsvertrag zu tun, im Gegenteil, es könnte so gezielte Projekte wie das Elektrifizierungsprogramm kanibalisieren.)

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: [SN] Kenia Koalition soll kommen - Frage dazu

geschrieben von: Clemens2

Datum: 03.10.19 23:19

Zitat
Man hat sich wohl auch auf die Stärkung des ÖPNV geeinigt
Kennt jemand mehr Details?

Man hat sich noch auf gar keine Koalition geeinigt!! Es soll nur den Parteimitgliedern vorgeschlagen werden, zuzustimmen, damit Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden. Da kann noch sehr viel passieren oder eben auch nicht.

Außerdem macht es mich immer fassungslos, dass einigen scheinbar nur wichtig ist, möglichst viele Bahnen und Busse fahren zu sehen. Da gibt es noch soviel mehr Themen. Außerdem wo soll das Fahrpersonal herkommen? Reicht ja nicht mal um das aktuelle Angebot abzudecken. In einer schwach besiedelten Region bringt ÖPNV in vielen Regionen sowieso nichts.

Auszug Sondierungspapier

geschrieben von: Baumstachler

Datum: 03.10.19 23:22

Zitat
VERKEHR
Wir wollen 80% der Bevölkerung Sachsens, und damit einer Million Menschen mehr als heute, den
Zugang zum ÖPNV ermöglichen und den barrierefreien Ausbau voranbringen. Mit der Einführung des
Sachsentakts, des Sachsentarifs, des Bildungstickets, des landesweit einheitlichen Bezahlsystems und
eines Mindesterreichbarkeitsstandards wollen wir den Anteil des ÖPNV an den zurückgelegten Wegen bis
2030 verdoppeln. Auch grenzüberschreitende Verkehre wollen wir intensivieren. Zudem prüfen wir, ob
die bestehenden Strukturen die Zielerreichung ermöglichen. Dazu werden wir uns mit der Bildung einer
Landesverkehrsgesellschaft
auseinandersetzen, über deren Notwendigkeit unterschiedliche Ansichten
bestehen.

Wir stehen zum Bahnland Sachsen. Wir brauchen mehr Fernverkehrsverbindungen. Chemnitz und die Region
Südwestsachsen müssen an den Fernverkehr angebunden werden. Die Reaktivierung von Bahnstrecken
wollen wir prüfen. Wir wollen Güterverkehr auf die Schiene verlagern und nutzen die Möglichkeiten der
Digitalisierung, um Verkehr zu vermeiden.

Im Bereich des Straßenbaus bekennen wir uns zum Grundsatz „Erhalt geht vor Aus- und Neubau“. Wir werden
die Neubaumaßnahmen im Bereich der Staatsstraßen unter besonderer Berücksichtigung des jeweiligen
Verfahrensstandes, der Maßgabe des geänderten Nutzerverhaltens und der Verlagerung von Verkehren auf die
Schiene überprüfen.

Eine moderne Verkehrspolitik setzt auf die Gleichberechtigung aller Verkehrsarten. Wir unterstützen die
Landkreise, Städte und Gemeinden beim kommunalen Straßenbau, beim Radwegebau und beim Bau von
Fußwegen und werden bestehende Instrumente vereinfachen. Wir wollen den Radverkehrsanteil deutlich
erhöhen.
Wir werden Planung und Bau von Radschnellwegen vorantreiben, die Arbeitsgemeinschaft
sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs (Rad.SN) unterstützen und Fahrradstationen
und -abstellanlagen fördern. Beim Neu- und Ausbau von Staatsstraßen wird künftig ein Radweg mitgebaut.
Wir beschleunigen Planungs-, Umsetzungs- und Genehmigungsprozesse durch den Aufgaben entsprechendes
Personal in den Planungs- und Genehmigungsbehörden.

Wir erhöhen die Verkehrssicherheit u.a. durch mehr Verkehrskontrollen, Vereinfachung von
verkehrsrechtlichen Anordnungen, sichere Straßenquerungen und Mobilitätserziehung in Kita und Schule.

Soweit die aktuellen Pressemitteilungen. Genaueres wird sicher erst nach den Koalitionsverhandlungen zu sehen sein.

Verkehrsthemen

geschrieben von: Heiko Focken

Datum: 03.10.19 23:27

Guten Abend!

Clemens2 schrieb:
Außerdem macht es mich immer fassungslos, dass einigen scheinbar nur wichtig ist, möglichst viele Bahnen und Busse fahren zu sehen. Da gibt es noch soviel mehr Themen.

Ob man da gleich "fassungslos" werden muss, wenn in einem Eisenbahnforum nicht die Versorgung mit Zahnärzten auf dem Lande oder die Schaffung von Erlebniswanderwegen im Mittleren Muldental diskutiert werden, sondern Themen des Verkehrs?

Alle anderen User, die dabei die Fassung behalten, seien bitte angehalten, ihr Diskussionsspektrum möglichst auf die Kernkompetenz dieses Forums zu beschränken. Das betrifft insbesondere auch die Diskussion über gute und schlechte Parteien. Ansonsten könnte es sein, dass wir die Beitragsschere ansetzen.

Danke

Heiko

Nie verkehrsrot, nun weg: die Baureihe 450 / fliegende V100 / Stopfmaschinen, 218 und ICE zu verkaufen / Umläufe: 112 und 147 / Vorschau auf den Fernfahrplan 2020 / dazu Meldungenmeldungenmeldungen / Das alles (und noch viel mehr) gibt es in der DREHSCHEIBE 298. Viel mehr wert als sie kostet!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.19 23:28.

Re: [SN] Kenia Koalition soll kommen - Frage dazu

geschrieben von: Falk12

Datum: 03.10.19 23:37

Clemens2 schrieb:
Zitat:
Außerdem macht es mich immer fassungslos, dass einigen scheinbar nur wichtig ist, möglichst viele Bahnen und Busse fahren zu sehen. Da gibt es noch soviel mehr Themen. Außerdem wo soll das Fahrpersonal herkommen? Reicht ja nicht mal um das aktuelle Angebot abzudecken. In einer schwach besiedelten Region bringt ÖPNV in vielen Regionen sowieso nichts.
Hallo,

ah du bist auch so einer der sagt, ihr wohnt auf dem Land, also kümmert euch wie ihr wo hin kommt, da ich in der Stadt gut versorgt bin interessiert es mich nicht, rege mich aber auf wenn die Leute dann AFD wählen! Ganz toll. Ich kann gar nicht soviel kotzen wie es möchte wenn ich solche Post mit solcher Arroganz lese.

Re: [SN] Kenia Koalition soll kommen - Frage dazu

geschrieben von: Clemens2

Datum: 03.10.19 23:42

Falk12 schrieb:
Clemens2 schrieb:
Zitat:
Außerdem macht es mich immer fassungslos, dass einigen scheinbar nur wichtig ist, möglichst viele Bahnen und Busse fahren zu sehen. Da gibt es noch soviel mehr Themen. Außerdem wo soll das Fahrpersonal herkommen? Reicht ja nicht mal um das aktuelle Angebot abzudecken. In einer schwach besiedelten Region bringt ÖPNV in vielen Regionen sowieso nichts.
Hallo,

ah du bist auch so einer der sagt, ihr wohnt auf dem Land, also kümmert euch wie ihr wo hin kommt, da ich in der Stadt gut versorgt bin interessiert es mich nicht, rege mich aber auf wenn die Leute dann AFD wählen! Ganz toll. Ich kann gar nicht soviel kotzen wie es möchte wenn ich solche Post mit solcher Arroganz lese.
Nein nein, obwohl ich in einer Stadt wohne, bin ich vom ÖPNV abgegangen!! Mir, und ich denke viele andere auch, wäre sehr geholfen, wenn man anstatt einer neuen Bus-Linie, einen P+R Parkplatz mit genügend Kapazität schafft!!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.19 23:43.

Re: Verkehrsthemen

geschrieben von: Falk12

Datum: 03.10.19 23:43

Heiko Focken schrieb:
Guten Abend!

Clemens2 schrieb:
Außerdem macht es mich immer fassungslos, dass einigen scheinbar nur wichtig ist, möglichst viele Bahnen und Busse fahren zu sehen. Da gibt es noch soviel mehr Themen.
Ob man da gleich "fassungslos" werden muss, wenn in einem Eisenbahnforum nicht die Versorgung mit Zahnärzten auf dem Lande oder die Schaffung von Erlebniswanderwegen im Mittleren Muldental diskutiert werden, sondern Themen des Verkehrs?

Alle anderen User, die dabei die Fassung behalten, seien bitte angehalten, ihr Diskussionsspektrum möglichst auf die Kernkompetenz dieses Forums zu beschränken. Das betrifft insbesondere auch die Diskussion über gute und schlechte Parteien. Ansonsten könnte es sein, dass wir die Beitragsschere ansetzen.

Danke

Heiko
hallo Heiko,

wieso werden solchen arroganten Posts nicht gleich gelöscht von den Admins? Scheinbar unterstützt Ihr als Admins solche völlig abgehobenen Posts die Leute die auf dem Lande leben völlig beleidigen, aber das scheint euch ja völlig egal, Hauptsache man beleidigt eure völligen Nieten in Nadelstreifen nicht als solche.

Man könnte da schon ein wenig mehr differenzieren

geschrieben von: E 44 051

Datum: 04.10.19 00:16

Falk12 schrieb:
Clemens2 schrieb:
Zitat:
Außerdem macht es mich immer fassungslos, dass einigen scheinbar nur wichtig ist, möglichst viele Bahnen und Busse fahren zu sehen. Da gibt es noch soviel mehr Themen. Außerdem wo soll das Fahrpersonal herkommen? Reicht ja nicht mal um das aktuelle Angebot abzudecken. In einer schwach besiedelten Region bringt ÖPNV in vielen Regionen sowieso nichts.
Hallo,

ah du bist auch so einer der sagt, ihr wohnt auf dem Land, also kümmert euch wie ihr wo hin kommt, da ich in der Stadt gut versorgt bin interessiert es mich nicht, rege mich aber auf wenn die Leute dann AFD wählen! Ganz toll. Ich kann gar nicht soviel kotzen wie es möchte wenn ich solche Post mit solcher Arroganz lese.
Hallo Falk,

ich bin schon irritiert über Dein Posting, und versuche, es zu verstehen.

Ich glaube, keine ernstzunehmende Partei will heutzutage dörfliche Regionen vom ÖPNV abklemmen. Dass dort kein 10-Minuten-Takt stattfindet, ist ohnehin klar, dass da aber auch nicht immer für vielleicht einen Reisenden pro Stunde ein Bus oder Zug fährt und hält, sollte genau so klar sein. Ziel muss sein, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden.

FÜR MICH PERSÖNLICH habe ich 1996 beschlossen, das private Auto abzuschaffen, dafür aber konsequent in entsprechend urbanen Regionen zu leben. Klappt immer noch gut. Dafür nehme ich höhere Wohnkosten und weniger Idylle in Kauf.

Ich hoffe, dass ich nicht zu arrogant war, freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf

Re: Auszug Sondierungspapier

geschrieben von: 103612

Datum: 04.10.19 00:17

Danke, das hatte ich gesucht!

Re: Auszug Sondierungspapier

geschrieben von: def

Datum: 04.10.19 09:03

Baumstachler schrieb:Zitat
Zitat
Eine moderne Verkehrspolitik setzt auf die Gleichberechtigung aller Verkehrsarten. Wir unterstützen die
Landkreise, Städte und Gemeinden beim kommunalen Straßenbau, beim Radwegebau und beim Bau von
Fußwegen und werden bestehende Instrumente vereinfachen. Wir wollen den Radverkehrsanteil deutlich
erhöhen.
Wir werden Planung und Bau von Radschnellwegen vorantreiben, die Arbeitsgemeinschaft
sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs (Rad.SN) unterstützen und Fahrradstationen
und -abstellanlagen fördern. Beim Neu- und Ausbau von Staatsstraßen wird künftig ein Radweg mitgebaut.

Soweit die aktuellen Pressemitteilungen. Genaueres wird sicher erst nach den Koalitionsverhandlungen zu sehen sein.
Danke für den Auszug.

Der Passus zur "Gleichberechtigung aller Verkehrsarten" ist dann auch direkt eine Sollbruchstelle. Die cdU versteht darunter, wie sie vor einiger Zeit bei der Albertstraße in Dresden zeigte, dass es auf einer vierspurigen Straße keinen Fahrradstreifen geben darf. Denn Gleichberechtigung heißt, dass der eine Verkehrsträger vier und der andere keine Fahrstreifen hat. (Sie scheinen dieses Begriffsverständnis aus ihrer Geschlechterpolitik abgeleitet zu haben.)

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Auszug Sondierungspapier

geschrieben von: SvenT

Datum: 04.10.19 09:22

Kann man sowas heute noch umsetzen? Das fliegt doch in der Planfeststellung wegen Verstoss gegen die Richtlinien und Verkehrssicherheit raus. Oder gibt es in Dresden keine Radfahrer?

Das die CDU weltfremd ist, das zeigt sich gerade in Sachsen. Verkehrspolitik heisst hier Autofahren.

Grüße
Sven

The light at the End of the Tunnel is the Light of an oncoming train.


Stehen lassen

geschrieben von: Heiko Focken

Datum: 04.10.19 09:53

Hallo Falk Zwölf!

Falk12 schrieb:
"wieso werden solchen arroganten Posts nicht gleich gelöscht von den Admins? Scheinbar unterstützt Ihr als Admins solche völlig abgehobenen Posts die Leute die auf dem Lande leben völlig beleidigen, aber das scheint euch ja völlig egal, Hauptsache man beleidigt eure völligen Nieten in Nadelstreifen nicht als solche."
Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun.

Aber: Bei Ansprachen, die auch für den Rest des Forums von Interesse sind, ist es sinnvoll, den "Auslöser" stehen zu lassen und eben nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Troll-Käfig zu entsorgen (so, wie ich es eben mit deinem Doppel-Post getan habe...). Oder böse formuliert: Manche Beiträge lassen wir als schlechtes Beispiel stehen.

Viele Grüße

Heiko

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Re: Man könnte da schon ein wenig mehr differenzieren

geschrieben von: Falk12

Datum: 04.10.19 09:57

Zitat:
Zitat:

Hallo Falk,

ich bin schon irritiert über Dein Posting, und versuche, es zu verstehen.

Ich glaube, keine ernstzunehmende Partei will heutzutage dörfliche Regionen vom ÖPNV abklemmen. Dass dort kein 10-Minuten-Takt stattfindet, ist ohnehin klar, dass da aber auch nicht immer für vielleicht einen Reisenden pro Stunde ein Bus oder Zug fährt und hält, sollte genau so klar sein. Ziel muss sein, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden.

FÜR MICH PERSÖNLICH habe ich 1996 beschlossen, das private Auto abzuschaffen, dafür aber konsequent in entsprechend urbanen Regionen zu leben. Klappt immer noch gut. Dafür nehme ich höhere Wohnkosten und weniger Idylle in Kauf.

Ich hoffe, dass ich nicht zu arrogant war, freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf
Hallo Ralf,

das verlangt ja auch niemand. Aber genau das sollte ein Ziel sein , ein ausgewogenes Verhältnis. Das passiert aber leider kaum, auch wenn viel versprochen wird. Mal sehen was in Sachsen raus kommt. Ein bisschen Hoffnung macht mir die gerade die veröffentlichte Liste der zusätzlichen Infrastrukturprojekte im Rahmen des Kohleausstiegs.
Ich PERSÖNLICH habe schon 1990 mein Auto abgeschafft und musste wegen der Arbeit aus der Oberlausitz zu dieser Zeit nach Leipzig ziehen und bin dort wohnen geblieben, obwohl ich zeitweise, insgesamt 17 Jahre, in Hamburg, Berlin, Halle(Saale), Essen und Stuttgart gearbeitet habe und gegenwärtig seit fast 4 Jahren in Dessau arbeite und habe dazu größtenteils den Zug genutzt und bin täglich gependelt, soweit das möglich war, ansonsten bin ich geflogen wie nach Stuttgart und manchmal auch arbeitsbedingt nach Essen. Ich habe den Niedergang der Bahn und die Auswirkungen tagtäglich erlebt deshalb nervt es wenn hier immer so getan wird, als wäre alles super und 1000 Begründungen präsentiert werden, warum es so sein muss, statt sich mal in die Lage eben der Stammkunden der Bahn zu versetzten, denen es nicht egal ist, wenn die Bahn ausfällt und täglich verspätet sind, weil sie es nicht leisten können, täglich verspätet auf Arbeit zu kommen bzw. einfach einen Zug eher zu fahren. Obwohl ich schon knapp mit der Zeit kalkuliert hatte, mit gerade mal 60 Minuten Puffer pro Tag für Hin-und Rückfahrt war ich täglich 14 Stunden unterwegs nach Berlin und 17 Stunden nach Hamburg. Da blieb nur noch Zeit zum Schlafen. Wer dann noch Verspätungen und Ausfälle jahrelang erlebt soll sich nicht aufregen? Das verstehe ich nicht.

Thread ausgeholzt

geschrieben von: Heiko Focken

Datum: 04.10.19 10:26

Guten Tag,

da sich der Thread schon wieder ziemlich weit aus dem Lichtraumprofil der Eisenbahn entfernte und inzwischen in Parteizentralen bzw. politwissenschaftlichen Pseudo-Untersuchungen ankam, habe ich einmal die Säge angesetzt. Für den weiteren Fortgang der Diskussion bitte ich hier den letzten Absatz zu be8en:
[www.drehscheibe-online.de]

Danke

Heiko

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Re: Auszug Sondierungspapier

geschrieben von: 103612

Datum: 04.10.19 10:42

Na klar ist das erstmal ein Sondierungspapier für den Beginn von Koalitionsverhandlungen. Deswegen ist eine Schwammigkeit nicht ungewöhnlich.

Interessant finde ich jedoch, dass zur Sachsen-LVG explizit gesagt wird, dass dazu Dissenz besteht. Dulig hatte sich ja in der Sache im Wahlkampf sehr weit aus dem Fenster gelehnt, so dass er da kaum hintr zurück kommt, trotz seiner nur 7%. Mich verwundert aber auch, dass die CDU scheinbar so sehr an den Minigesellschaften zu hängen scheint. Ich hätte vermutet, dass man das Thema deutlich schneller im Sinne von Dulig hätte abräumen können.

LVG - schau'n wer mal

geschrieben von: SvenT

Datum: 04.10.19 10:50

Ja, das zur LVG fand ich interessant. Da dieses Papier aber als Grundlage für Verhandlungen dienen soll, ist es strategisch für die eigene Basis ganz gut, nicht gleich alle Positionen zu räumen.

Total strittige Punkte tauchen im Regelfall gar nicht auf. Da dieses Thema erwähnt wird, könnte es vielleicht doch klappen. Schon alleine wegen des Sachsentaktes bzw. -tarifes.

Grüße
Sven

The light at the End of the Tunnel is the Light of an oncoming train.


Re: [SN] Kenia Koalition soll kommen - Frage dazu

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 04.10.19 10:58

Warum gleich fassungslos bitte?

Der Kollege hat eingangs pauschal nach der "Stärkung des ÖPNV" gefragt. Das beinhaltet doch alles, auch die Personalsituation. Stärkung heißt nicht zwangsläufig überall mehr, sondern auch das was man bereits hat besser machen. Und verlässlicher.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

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Re: Auszug Sondierungspapier

geschrieben von: Georg h

Datum: 04.10.19 11:13

Zitat VERKEHR
Wir wollen 80% der Bevölkerung Sachsens, und damit einer Million Menschen mehr als heute, den
Zugang zum ÖPNV ermöglichen und den barrierefreien Ausbau voranbringen.

Mal ein Blick auf die Bevölkerung im Freistaat:
Zitat:
Die Bevölkerung in Sachsen ist zwischen 1964 und 2015 um ein Viertel von 5.463.571 auf 4.084.851 Menschen geschrumpft (Abbildung 3-1). Der Bevölkerungsrückgang setzt bereits weit vor der Wiedervereinigung ein, zwei Drittel davon fielen jedoch auf die Jahre nach 1989.
Quelle
[www.sozialbericht.sachsen.de]

Hier werden die Pläne etwas konkreter:

Zitat:
Während heute 52% aller Sachsen an das ÖPNV-Grundnetz angebunden: sind, werden es künftig 80% sein, die Anschluss an ein vertaktetes Angebot (mindestens Zweistundentakt) haben. Eine Steigerung um 28 Prozentpunkte bedeutet, dass gut 1 Mio. Einwohner erstmalig von einem verlässlichen Angebot profitieren.

Dies gilt zum einen in vielen der 98 Städte und Gemeinden, in denen 0,5 Mio. Sachsen zum ersten Mal im Takt fahren. Aber auch dort, wo bereits heute Stadtbusse oder Straßenbahnen verkehren, wird das Angebot für weitere 0,7 Mio. Einwohner spürbar besser.

Durch die sachsenweite Einführung von Plus-und TaktBussen werden gut 0,5 Mio. Sachsen zusätzlich zu den heute 0,25 Mio. Einwohnern innerhalb von etwa 5 Min. Fußweg eine Haltestelle des Regionalverkehrs erreichen und auf diese Weise zügig in die nächsten Zentren gelangen.

Jene Teile des Freistaates Sachsen, aus denen das Grundnetz nicht innerhalb von 5 Min erreichbar ist und in denen knapp 0,8 Mio. Menschen, d.h. 20% aller Sachsen leben (vormals 1,9 Mio. bzw. 48%), werden unverändert durch LandBusse und vermehrt durch flexible Angebote erschlossen. Die konkrete Ausgestaltung dieser Angebote findet auf lokaler Ebene statt – idealerweise im Zusammenhang mit der Einführung von Plus/TaktBus-Linien.

Quelle:
[www.verkehr.sachsen.de]

Erwartet wird, dass die Pläne rund eine halbe Mrd. Euro Mehrausgaben jährlich kosten wird.

Noch ein Zitat aus der genanten Quelle:
Relativ zum Marktvolumen des sächsischen ÖPNV, das 2025 auf 1.500 Mio. EUR zu schätzen ist, beläuft sich die geplante Ausweitung auf ein Drittel. Dieses Delta ist der Preis dafür, den ÖPNV im Freistaat Sachsen auf eine neue Entwicklungsstufe zu heben, die sich durch einen Quantensprung an Verbesserungen im Angebot auszeichnet. Es unterstellt einen deutlich höheren gesellschaftlichen Stellenwert des ÖPNV.

Re: LVG - schau'n wer mal

geschrieben von: Falk12

Datum: 04.10.19 11:31

SvenT schrieb:
Ja, das zur LVG fand ich interessant. Da dieses Papier aber als Grundlage für Verhandlungen dienen soll, ist es strategisch für die eigene Basis ganz gut, nicht gleich alle Positionen zu räumen.

Total strittige Punkte tauchen im Regelfall gar nicht auf. Da dieses Thema erwähnt wird, könnte es vielleicht doch klappen. Schon alleine wegen des Sachsentaktes bzw. -tarifes.

Grüße
Sven
Hallo Sven,

das kann man nur hoffen, damit endlich mal über die Kreis bzw. Verbundgrenze hinweg geschaut wird.
Dann könnte man auch wieder eingestellte Bahnstrecken wie in anderen Bundesländern wieder aktivieren und das Busnetz als Zubringer darauf ausrichten. Eigentlich macht es FlixBus mit dem Flixtrain vor, auch wenn es sich hier um Fernverkehr handelt. Ich frage mich, warum die staatlichen Behörden es nicht hinkriegen, was ein privates Unternehmen hinbekommt!!! Dazu wurden doch eigentlich die Verkehrsverbünde gegründet? Aber statt zu koordinieren, haben sie nur stillgelegt und Verkehr von der Schiene auf die Straße umverteilt, das war aber gar nicht Ihre Aufgabe und ich verstehe auch nicht das das Bundesland hier sich nicht ein Einspruchsrecht vorbehalten haben. Man kann nur hoffen, das LVG kommt und dies wieder mehr in den Blick behält.

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