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Quelle:
[www1.wdr.de]

Zitate:
Wird Bus- und Bahnfahren im Bereich des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) ab 2020 teurer?
Zumindest nach einer Beschlussvorlage des VRR an die politischen Gremien lautet die Antwort: ja. Im Durchschnitt sollen die Preise um rund 1,8 Prozent steigen.
Die Preissteigerungen sollen aber nicht für alle Tickets gelten. So sollen Einzeltickets nicht teurer werden, ebenfalls nicht das 4-Stunden-Ticket, das Happy-Hour-Ticket und das Zusatz-Ticket.

Anders sieht es bei Abos und Monatstickets aus. Hier wird in der Vorlage von einer "moderaten Tariffortschreibung" gesprochen. Das Sozial-Ticket für Empfänger von Arbeitslosen- oder Sozialgeld soll zudem auch um 1,8 Prozent erhöht werden auf 39,39 Euro.

Die Beschlussvorlage zum Nachlesen gibt es hier...

geschrieben von: La-Stelle

Datum: 11.09.19 21:43

[zvis.vrr.de] [PDF; 0,5 MB; 5 Seiten]

Allerdings heißt es darin am Ende:
Zitat
Die detaillierten Preise befinden sich im Abstimmungsprozess und werden als Tischvorlage vorgelegt.
Die endgültige Entscheidung soll am 26.9. fallen.
Heckeneilzugfan schrieb:
Anders sieht es bei Abos und Monatstickets aus. Hier wird in der Vorlage von einer "moderaten Tariffortschreibung" gesprochen.
Gut zu wissen, dass die "treuen" Kunden, wie jedes Jahr, tiefer für das Ticket in die Tasche greifen dürfen.

Natürlich muss man sagen: durch das neue Netz der S-Bahn erhalten die Kunden ja viel mehr Leistung. Von Hattingen nach Essen fahren dann nämlich statt der 3 Züge pro Stunde nur noch 2. Bei der S1 fallen in Duisburg wegen Taktbrüchen Wartezeiten an, die man je nach gewählter Fahrt nicht umgehen kann. Die Lösung: zusätzliches Umsteigen, wenn man sein Ziel dadurch erreichen kann. Auf der S9 das gleiche Spiel an einigen Bahnhöfen wie auf der S3: da kann man dann den RE49 durchfahren sehen. Und an vielen Stationen passen die teils vor kurzem erst erhöhten Bahnsteige nicht mehr zum Zug, wo es bei der S8 schon genug Kritik gegeben hat.

Hätte man dieses neue RE/RB-Konstrukt nicht als Ersatz für die S-Bahnen genutzt sondern zusätzlich angeboten, könnte man gegen Preis"anpassungen" in diesen Zeiten wenig sagen. Problematisch ist, dass Anpassungen grundsätzlich nur in eine Richtung erfolgen. Die jenigen, die jetzt weniger Leistung für mehr Geld erhalten, werden sich das vielleicht ne Zeit lang angucken. Aber jeder normal denkenke Mensch wird sich eine Alternative suchen. Wenn die Bank mehr Gebühren haben möchte aber weniger Zinsen zahlt wird gewechselt. Das gleiche wird bei der Verkehrsmittelwahl auch passieren, auch wenns Auto teurer ist.

Solche Änderungen, sind die mal durch (und das sind die jetzt), wird man nur sehr schwer rückgängig machen können. Alleine weil es dann heißt, dass man die Fahrzeuge für mehr Leistungen gar nicht hat. Ein Zeichen für besseren ÖPNV ist das alles mit Sicherheit nicht.

Grüße,
Moritz

flickr | Baureihe654.de | Essen-Bus.de

wie überal im Leben, der Stammkunde ist der ****

geschrieben von: der pasinger

Datum: 11.09.19 22:05

mal wieder und überall, egal ob Mobilfunk, Internet, Telefon, Strom, Versicherung oder Ähnliches, der Bestandskunde ist die Melkkuh.
Der Gelegenheitskunde oder Neukunde wird umworben und gestreichelt.

Der Unterschied ist leider :
bei Mobilfunk, Internet, Strom, Versicherung oder Ähnlichem kannst du den Anbieter wechseln: rechtzeitig kündigen, neuen Vertrag bei einem anderen Anbieter abschliessen und weiter günstige Konditionen geniessen.

Oder bestehenden Vertrag fristgerecht kündigen und auf den Brief mit dem "einmaligen" Angebot warten, klappt bei Telekomikers, Sky und Co. immer.

Kündige doch mal dein VRR oder MVV Abo und warte auf den Rückruf, ob man nicht doch bleiben wolle, weil man Dir ein besonderes, persönliches Angebot unterbreiten könne ...
da kannste lange warten ...

mfg
Nils
Als auf den VRR angewiesener Fahrgast habe ich gar nichts anderes erwartet - Daumen runter!

Ich hoffe auf jenen Tag, an dem...
***** es all diese teuren Bürokratiemonster in NRW nicht mehr gibt, sondern einen einheitlichen Tarifraum, in dem auch die BC anerkannt wird (wie in Hessen)
***** es nur noch reine Entfernungspreise gibt, deren Kilometerpreis im Wettbewerb mit den anderen Verkehrsträgern Bestand hat
***** alle diese Tariffachleute endlich in richtige Arbeit kommen: Fahrdienst, Zugbegleiter...oder eben irgendetwas ganz anderes, wo sie wirklich einen guten Job machen
***** es wieder Freude macht, in NRW den ÖPNV und vor allem den regionalen Busverkehr zu nutzen

Bis dahin bereitet dieser VRR eher Verdruß als alles andere.
Grüße vom linken Niederrhein
642 642-3 schrieb:
Gut zu wissen, dass die "treuen" Kunden, wie jedes Jahr, tiefer für das Ticket in die Tasche greifen dürfen.

Natürlich muss man sagen: durch das neue Netz der S-Bahn erhalten die Kunden ja viel mehr Leistung. Von Hattingen nach Essen fahren dann nämlich statt der 3 Züge pro Stunde nur noch 2. Bei der S1 fallen in Duisburg wegen Taktbrüchen Wartezeiten an, die man je nach gewählter Fahrt nicht umgehen kann. Die Lösung: zusätzliches Umsteigen, wenn man sein Ziel dadurch erreichen kann. Auf der S9 das gleiche Spiel an einigen Bahnhöfen wie auf der S3: da kann man dann den RE49 durchfahren sehen. Und an vielen Stationen passen die teils vor kurzem erst erhöhten Bahnsteige nicht mehr zum Zug, wo es bei der S8 schon genug Kritik gegeben hat.

Hinzu kommen dann noch die allfälligen Vollsperrungen wegen Baustellen etc. Ich habe dergleichen am letzten Wochenende bei einer Fahrt Bochum - Münsterland erleben müssen, da ging zwischen Wanne - Eickel Hbf und Dusiburg Hbf gar nichts mehr und aus lauter Sympathie hatte auch die Glück-auf-Bahn Bochum - Wanne - Gelsenkirchen ihren Betrieb eingestellt, obwohl auf der Strecke gar nichts gebaut wurde. Zum Ausgleich fuhr die Straßenbahn 306 auch nicht und im SEV brauche ich mein Fahrrad nicht mitzunehmen, wenn ich danach keinen Sperrmüll haben will.

Laut Aussage des Zugbegleiters im RE 42 soll auch noch im Oktober 2019 die gesamte Strecke zwischen Essen und Recklinghausen gesperrt werden - ein Glück, dass ich da nicht täglich drüber muss.

--
Markus

Das ist nicht Sympathie der Glück-auf-Bahn das sie aktuell nach Herne und nicht nach Wanne-Eickel fährt obwohl auf der Strecke keine Baustelle ist. In Wanne fehlt aktuell einfach der Platz da dort ja alle anderen Züge aus Dortmund/Münster enden.
Super Baureihe 103 schrieb:
Als auf den VRR angewiesener Fahrgast habe ich gar nichts anderes erwartet - Daumen runter!

Ich hoffe auf jenen Tag, an dem...
***** es all diese teuren Bürokratiemonster in NRW nicht mehr gibt, sondern einen einheitlichen Tarifraum, in dem auch die BC anerkannt wird (wie in Hessen)
Die Bahncard wird in Hessen so pauschal nicht anerkannt:
- Im NVV (NordhessicherVerkehrsVerbund [Eigenschreibweise mit Binnenmajuskel]) gar nicht
- Im RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) nur die BC25
--nur in Zügen des Regionalverkehrs (keine Stadtbahn, Tram, Busse etc.)
--nur in den Preisstufen 5, 6, 7, 17
- Im VRN generell 25%

Und wie groß das Gebiet des VRNs in Hessen ist kannst Du Dir gerne hier ansehen...

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Angebotsverschlechterung und Preissteigerung...

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 12.09.19 08:21

Heckeneilzugfan schrieb:
Quelle:
[www1.wdr.de]

Zitate:
Wird Bus- und Bahnfahren im Bereich des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) ab 2020 teurer?
Zumindest nach einer Beschlussvorlage des VRR an die politischen Gremien lautet die Antwort: ja. Im Durchschnitt sollen die Preise um rund 1,8 Prozent steigen.
Die Preissteigerungen sollen aber nicht für alle Tickets gelten. So sollen Einzeltickets nicht teurer werden, ebenfalls nicht das 4-Stunden-Ticket, das Happy-Hour-Ticket und das Zusatz-Ticket.
Wie immer, die Stammkunden kann man ja mit Preissteigerungen belasten.

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Verkehrswende?

geschrieben von: Plutone

Datum: 12.09.19 09:31

Bisher hat sich noch niemand bereiterklärt, die Verkehrswende auch zu bezahlen (z.B. Durch Erhöhung der Regionalisierungsmittel).
Also wird weiter gewirtschaftet wie bisher und lieber Geld in Nischenprojekten versenkt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.19 16:45.
Hallo,

sind wir hier bei der MLPD? Können wir hier alle nicht rechnen? Der Nahverkehr ist ein Zuschuss-Geschäft, alles was wir vorne nicht reinstecken, kommt hintenrum aus dem Steuertopf, den wer füllt? Ebenfalls der Arbeiter - ändert sich die Finanzierung nur indirekt von Verbrauchern zur Allgemeinumlage, das wäre eine Milchmädchenrechnung und wo sollte denn noch gespart werden, um Kostensteigerungen auszugleichen? Am Fahrpersonal bitte nicht. An der Wartung bitte auch nicht. Wie man sparen könnte: Betriebe zusammen legen. Ineffiziente Mini-Betriebe, wie die Duisburger DVG, könnte man auflösen und in die Nachbarbetriebe integrieren und dann was sparen? Einen Vorstandsposten... der alleine bringt vermutlich erstmal weniger Ersparnis, als die Kosten für die Fusion mit sich bringen dürften. Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Abfindung... das würde allenfalls mittelfristig zur Ersparnissen führen, die im System auch verpuffen dürften.

1,8% ist nicht übertrieben viel an Preissteigerung, die Bahnen der Rheinbahn sind jedenfalls auch bei heutigen Preisen knallvoll, das werden sie dann auch noch sein. Ich würde auch noch was mehr zahlen und in Düsseldorf zahlen wir wegen Preisstufe A3 schon einen Zuschlag, wenn die Rheinbahn dann mal in der Lage wäre, nicht die U77 zum Seestern in der HVZ zu verdoppeln, sondern die U74 nach Lörick im Takt zu erhöhen. Bis Löricker Straße ist das Teil immer eine Sardinen-Dose, dank der HUAWEI Ansiedlung und da kommen noch mehr Firmen... der M2 fährt auch zielsicher am Bedarf vorbei.

Das man das Happy-Hour Ticket nicht erhöht hat sicherlich auch einen Sinn. Das Partyvolk fährt doch sonst wieder schwarz, das ist in meinen Augen auch keine Neukundengewinnung. Ich kenne einige, die sich das Party-Ticket für die Alkoholnächte holen als Versicherung, falls der Konti kommt - aber im Alltag den ÖPNV niemals zum pendeln nutzen würden.

LG
Torsten