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Re: Stimmt,

geschrieben von: M 262

Datum: 11.09.19 12:54

märchenerzähler schrieb:
(...) Stellt euch einfach eine Frage: Weshalb betreiben die anderen EVU keinen flächendenckenden Einzelwagenverkehr oder weshalb biete sich hier kein weitere EVU an den Einzelwagenverkehr in den einstellungsbedrohten Gebieten zu übernehmen?

Na klingelts jetzt etwas im Oberstübchen?
Es ist ein rein politisches Problem, das mit Beginn des Wettbewerb im Schienengüterverkehr verursacht wurde.
Da helfen auch keine Gesetzt das ab 100 km Entfernung alles mit der Bahn gefahren werden muß.
Da helfen auch keine massiv gesteigerten Abgaben für den Lkw-Verkehr.
Nein, es wurde mit dem Ende des eisernen Vorhangs und dem Aufheben der Tarifbindung vor 30 Jahren extrem beschleunigt, verursacht wurde es schon mit dem Autobahnbau in den 30ern..

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: Jo loh

Datum: 11.09.19 13:01

also es ist schon beeindruckend wie es die Bahn schafft trotz Klimawandel ökologischen denken usw ein klaren Elfmeter nicht zu verwandeln...da sollte man statt 3000 stellen zustreichen vielleicht einige im Konzern raushauen..das könnte vielleicht besser funktionieren

Oder freundlicher Hinweis?

geschrieben von: heirei

Datum: 11.09.19 13:17

Ich denke auch, dass dieses Gutachten jetzt noch einmal gestreut wird, um gleich zur Haushaltswoche des Bundestages ein bisschen das Lüftchen aufzunehmen, das in der Sommerpause wehte...

Ganz gut dargestellt wird die Diskussion doch auch hier in der deutchen Verkehrszeitung, DVZ 13. August


wo auch begründet gegen Subventionen mit der Gießkanne geworben, DVZ 13. August (Kommentar)


und vor allem für eine Automatisierung des Güterverkehrs plädiert wird. DVZ 27. August (Kommentar)


Denn auch wenn viel Struktur zerschlagen wurde, ist das ja alles ein Prozess der letzten Jahrzehnte und den goldenen Weg aus diesem Tal heraus scheint es noch immer nicht zu geben. Aber das es mal losgehen sollte wird von Jahr zu Jahr deutlicher und die Politik scheint ja doch etwas zu merken, das das einfache Weiter so derzeit von den Bürgern wenig goutiert wird.

Das heißt vor allem, es muss nun Lobby in die richtige Richtung gemacht werden und endlich bessere oder neue Produktionsformen für das Segement des Einzelwagenverkehrs gefunden werden. Da kann man natürlich auch in die Vergangenheit schauen, was schon mal besser gemacht worden ist, ohne dabei zu versuchen die Zeit zurückzudrehen.

Und gute Wettbewerbspolitik heißt eben auch, dass z.B. natürliche Monopole so konzessioniert werden, dass bestenfalls starke Produkte oder Regionen, schwache Regionen so subventionieren, dass Chancengleichheit herrscht und der volkwirschaftliche Nutzen den öffentlichen Aufwand rechtfertigt. Das schlimme der Bahnreform ist ja nicht so sehr die Teilprivatisierung an sich, es gab ja durchaus einmal einen neuen Schwung in der Branche, sondern das Desinteresse diese regulatorisch so zu begleiten, dass daraus was hätte werden können. Mit den geschätzten 55 Mill. Investitionsstau alleine in die Infrastruktur wird deutlich, welche Hausaufgaben da vernachlässigt wurden. Ja, alles bedauerlich, was aber auch heißen muss, dass man es endlich anpackt.

Das würde ich nicht Erpressung nennen, sondern freundlichen Hinweis an die Politik.
Nietenreko schrieb:
... Der Umwelt ist es übrigens egal, ob das jetzt Euro-4- oder Euro-6-Dreck ist, der da aus dem Auspuffrohr der Laster kommt, die paar hundert LKW, die so durch Deutschland fahren, sind da absolut belanglos, dagegen leidet die Umwelt unter den 60 Mio. Pkw und deren Abgasen wesentlich mehr.
Steile Thesen. Wieviel Kilometer schrubbt den so ein LKW die Woche durchs Land und wieviel der Zweitwagen von Familie Normalverbraucher???

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: l0wside

Datum: 11.09.19 13:46

146 227 schrieb:
Der Einzelwagenverkehr hängt doch auch irgendwo bei DB Cargo am Faden und dieser Faden ist sein eigener Strick. Ein gutes Beispiel ist für mich der Raum Mengen. Die HzL (SWEG) fährt täglich ein Zugpaar Ulm - Mengen mit sicherlich im Schnitt über 25 Wagen als Letzte Meile (Diesel) und ab Mengen wird der Zug getrennt (bzw. dort zusammen gestellt) und verteilt im gesamten Gebiet -> Übergabe Fridinigen, Sauldorf, Krauchenwies, Sigmaringen, Hebertingen, Mengen selbst, Bad Saulgau, Hanfertal und weiter bis Gammertingen, Burladingen (Salzzüge sind auch erwähnenswert).
Was schafft die HzL (jetzt SWEG), was die DB nicht schafft? Lässt sich das in sinnvoller Weise auf andere Bahnen übertragen?

Hat jemand der Anwesenden denn eine Übersicht darüber, wie sich die Kosten für einen Gleisanschluss und für Einzelwagenverkehre aufschlüsseln? Ich wüsste gerne, was denn die großen Kostentreiber sind.

Der FAZ-Artikel von 2016 ist leider immer noch aktuell. Der Einzelwagenverkehr krankt an vielen Punkten:
  • Ins System Lkw fließt ein Haufen Geld für Innovationen wie Platooning, teilautonomes Fahren, selbstfahrende Auflieger usw. Was kommt an Innovationen bei der Bahn? Seit dem CargoSprinter gefühlt nichts mehr, und der ist 20 Jahre her.
  • Der Frachtführer weiß zu jedem Zeitpunkt, wo sein Lkw ist und kann sehr flexibel disponieren. "Ich brauche in 2h eine Fahrt von Hinterkleinklützenbach nach Oberfeldlingen" ist (passenden Rahmenvertrag vorausgesetzt) kein Problem. Bei der Bahn undenkbar.
  • Just-in-time kann man gut finden oder auch nicht, aber es ist Standard in der Industrie, und wer das nicht bedienen kann, ist raus.

  • Dazu kommen ein paar allgemeine Themen bei der Güterbahn:
  • Der Ausbau oder Neubau einer Autobahn bringt den Anliegergemeinden in der Regel einen Standortvorteil, was die Belästigung durch Lärm und Flächenverbrauch mindestens teilweise kompensiert. Bei Fernstrecken der Bahn ist der Vorteil für die Anliegergemeinden in der Regel nicht sichtbar.
  • Einige Kernstrecken sind schlicht überlastet, weil nicht investiert werden soll. Man schaue nur ins Rheintal oder nach Rosenheim.
  • Neubaustrecken nach 1990 sind für Güterzüge nicht geeignet: VDE8 nur bis 1200 Tonnen, KRM gar nicht.

  • Selbst wenn man einige dieser Punkte angehen würde, wäre es fraglich, wie viel das tatsächlich brächte. Auf der A8 Stuttgart-Ulm sind je Tag und Richtung ca. 6.500 Lkw unterwegs. Um davon 30% auf die Bahn zu verlagern, müssen rund um die Uhr im 20-Minuten-Takt 700m-Züge fahren[1]! Die KBS 750 dürfte damit völlig überfordert sein.

    Auf anderen Relationen dürfte es nicht viel anders aussehen: A3 Elzer Berg ca. 8.500 Lkw je Tag und Richtung, A7 südlich von Hannover 5.500, A9 bei Bayreuth 7.300. Die Bahn schafft das nicht ansatzweise.

    [1] 30% sind ca. 2.200 Fahrzeuge. Ein Saadkms, der ein Fahrzeug laden kann, ist ca. 20m lang, also passen rund 35 Lkw auf einen 700m-Zug, das heißt also 63 Züge/Tag.
    M 262 schrieb:
    Wieviel Kilometer schrubbt den so ein LKW die Woche durchs Land und wieviel der Zweitwagen von Familie Normalverbraucher???
    Ein typische Auslegung sind 100.000 km p.a. bei etwa 30l Diesel/100 km.
    Cargonaut schrieb:
    Der Nordosten ist bei mir das komplette ehemalige DR-Gebiet. Und da gibt es weit mehr Güterverkehr durch DB Cargo, als das, was Du aufzählst. ;-)

    Grüße

    Naja, das ist ja ganz niedlich aber realitätsfern. Zumindest Sachsen und Thürigen werden sich absolut nicht zu Nordostdeutschland zählen und weite Teile vom südlichen Brandenburg und Sachsen-Anhalt ebenfalls nicht.
    Beschränken wir uns bei Nordostdeutschland einfach auf das was die Allgemeinheit darunter versteht: alles östlich von Niedersachsen/Schleswig-Holstein und nördlich von Berlin.

    schönen Gruß vom Frank

    Re: das wird nicht passieren

    geschrieben von: Frank Schönow

    Datum: 11.09.19 13:56

    def schrieb:
    Dann ist das halt so. Jedes einzelne menschliche Leben ist mehr wert als all das zusammen. Es sollte endlich angefangen werden, Industrien zu fördern, die nicht davon leben, dass Menschen sterben. Leider ist Deutschland gerade in den Tötungsindustrien international führend. Nicht nur bei Autos, auch bei Waffen.

    Selten so einen Unsinn gelesen! Selbst der Waffenindustrie ist es zumindest egal ob mit ihren Produkten Menschen getötet werden. Nach dem Verkauf sind sie raus und wer die Auto-Industrie als Tötungsindustrie betrachtet hat gehörig einen an der Waffel!

    schönen Gruß vom Frank
    Nietenreko schrieb:
    ... dagegen leidet die Umwelt unter den 60 Mio. Pkw und deren Abgasen wesentlich mehr.

    In Anbetracht des geringen Anteils des Straßenverkehrs am gesamten Umsatz von Abgasen in Deutschland ist das wenig mehr als ein Nieser für die Umwelt.

    schönen Gruß vom Frank

    Re: das wird nicht passieren

    geschrieben von: def

    Datum: 11.09.19 14:26

    Frank Schönow schrieb:def schrieb:
    def schrieb:
    Dann ist das halt so. Jedes einzelne menschliche Leben ist mehr wert als all das zusammen. Es sollte endlich angefangen werden, Industrien zu fördern, die nicht davon leben, dass Menschen sterben. Leider ist Deutschland gerade in den Tötungsindustrien international führend. Nicht nur bei Autos, auch bei Waffen.
    Selten so einen Unsinn gelesen!
    Liest Du Deine eigenen Beiträge nicht?

    Zitat
    Selbst der Waffenindustrie ist es zumindest egal ob mit ihren Produkten Menschen getötet werden. Nach dem Verkauf sind sie raus
    Denn eigentlich produzieren sie die Waffen als Haustiere zum Streicheln und nicht zum Töten.

    Zitat
    und wer die Auto-Industrie als Tötungsindustrie betrachtet hat gehörig einen an der Waffel!
    Wenn ernsthaft argumentiert wird, dass man die StVO nicht durchsetzen und die Verkehrssicherheit nicht erhöhen dürfe, weil das Jobs in Autowerkstätten koste, ist das jedenfalls eine deutliche Ansage, wo die Prioritäten liegen. In der körperlichen Unversehrtheit der Bürger jedenfalls nicht.

    Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.19 14:27.

    Re: Stimmt,

    geschrieben von: märchenerzähler

    Datum: 11.09.19 15:46

    M 262 schrieb:
    märchenerzähler schrieb:
    (...) Stellt euch einfach eine Frage: Weshalb betreiben die anderen EVU keinen flächendenckenden Einzelwagenverkehr oder weshalb biete sich hier kein weitere EVU an den Einzelwagenverkehr in den einstellungsbedrohten Gebieten zu übernehmen?

    Na klingelts jetzt etwas im Oberstübchen?
    Es ist ein rein politisches Problem, das mit Beginn des Wettbewerb im Schienengüterverkehr verursacht wurde.
    Da helfen auch keine Gesetzt das ab 100 km Entfernung alles mit der Bahn gefahren werden muß.
    Da helfen auch keine massiv gesteigerten Abgaben für den Lkw-Verkehr.
    Nein, es wurde mit dem Ende des eisernen Vorhangs und dem Aufheben der Tarifbindung vor 30 Jahren extrem beschleunigt, verursacht wurde es schon mit dem Autobahnbau in den 30ern..
    Nö, weil damals noch der Güterkraftarif galt. Erst nachdem mit dem freien Wettbewerb der Tarif ausgegeben wurde, begann das ganze Dilemma.
    Richtig fahrt nahm dann die ganze Sache mit der Aufnahme der osteuropäischen Länder in die EU, die mit Billig-Kutschern den Markt überschwemmten.

    Wow,

    geschrieben von: märchenerzähler

    Datum: 11.09.19 16:21

    Frank Schönow schrieb:
    Nietenreko schrieb:
    ... dagegen leidet die Umwelt unter den 60 Mio. Pkw und deren Abgasen wesentlich mehr.
    In Anbetracht des geringen Anteils des Straßenverkehrs am gesamten Umsatz von Abgasen in Deutschland ist das wenig mehr als ein Nieser für die Umwelt.
    10 bis 12 % der deutschen CO2-Emissionen allein vom Pkw-Verkehr sind also wenig und nur ein Nieser für die Umwelt?

    Re: Wow,

    geschrieben von: Frank Schönow

    Datum: 11.09.19 16:31

    märchenerzähler schrieb:
    10 bis 12 % der deutschen CO2-Emissionen allein vom Pkw-Verkehr sind also wenig und nur ein Nieser für die Umwelt?

    Im Gegensatz zu den rund 45% CO² Emissionen der Energiewirtschaft, ist das nur ein Nieser für die Umwelt.

    schönen Gruß vom Frank

    Das Problem bei Dunkelziffern ist,...

    geschrieben von: Nietenreko

    Datum: 11.09.19 17:50

    ...daß man nicht weiß, wie groß sie sind. Da es statistisch nicht erfasst wird, wieviele ausländische LKW nach Deutschland einreisen oder Deutschland im Transit durchqueren und da es demzufolge auch nicht bekannt ist, wieviele von denen eine Ad-Blue-Abschaltvorrichtung haben, ist es natürlich auch nicht bekannt, wieviele ausländische LKW mit tatsächlich abgeschalteter AdBlue-Einrichtung in oder durch Deutschland fahren und damit die Umwelt mehr als notwendig belasten. Man kann es vielleicht schätzen, aber diese Schätzungen würden in etwa der Bestimmung der Lottozahlen von nächstem Samstag gleichen. Sehr genau bekannt ist dagegen die Anzahl der in Deutschland zugelassenen PKW, ihre durchschnittliche Jahresfahrleistung und ihre Emissionswerte, folglich auch deren Umweltbelastung. Aber auch wenn die Jahresfahrleistung von LKW deutlich höher ist als die von PKW, spricht schon alleine die Zahl der zugelassenen PKW dafür, daß deren Umweltbelastung deutlich höher ist als die der LKW. Eine Betrachtung über den volkswirtschaftlichen Nutzen der einen oder anderen Fahrzeugart wollen wir besser gar nicht erst anstellen.

    Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

    M 262 schrieb:
    Nietenreko schrieb:
    ... Der Umwelt ist es übrigens egal, ob das jetzt Euro-4- oder Euro-6-Dreck ist, der da aus dem Auspuffrohr der Laster kommt, die paar hundert LKW, die so durch Deutschland fahren, sind da absolut belanglos, dagegen leidet die Umwelt unter den 60 Mio. Pkw und deren Abgasen wesentlich mehr.
    Steile Thesen. Wieviel Kilometer schrubbt den so ein LKW die Woche durchs Land und wieviel der Zweitwagen von Familie Normalverbraucher???
    Hallo,
    so ganz abwegig ist der Gedanke nicht!
    Bei Nutzfahrzeugen wurde schon lang der Schadstoff-
    ausstoß direkt "auf der Straße" gemessen.

    Bei Pkw galt lange Zeit der luschige Beschiss-NEFZ,
    bei dem die Hersteller alle Schlupflöcher gnadenlos
    ausnutzten- schließlich wäre VW gar niemals die
    Möglichkeit gegeben worden, in dem Maße zu betrügen- die Autos erkannten den Prüfzyklus und
    waren plötzlich "sauber".

    Erst seit einem Jahr gilt ein anderer Prüfzyklus,
    der sich wesentlich näher an der Praxis orientiert
    und solche Sachen wie "Reifen ohne Profil",
    "um Ausstattung geleichtertes Auto" ausschließen.

    Bei Euro 6 Nutzfahrzeugen sind Schadstoffe kaum
    noch nachweisbar, wenn sie entsprechend betrieben
    werden (Ad Blue).

    LG Torsten
    Frank Schönow schrieb:
    Nietenreko schrieb:
    ... dagegen leidet die Umwelt unter den 60 Mio. Pkw und deren Abgasen wesentlich mehr.
    In Anbetracht des geringen Anteils des Straßenverkehrs am gesamten Umsatz von Abgasen in Deutschland ist das wenig mehr als ein Nieser für die Umwelt.
    Hi, welche Studien sind dir entgangen?
    Oder gilt das allgemein?
    In den Städten machen die dreckigen Beschiss-Autos
    schon großen Anteil an schlechter Luft.

    Das kannst du sogar in Automobilzeitschriften lesen.

    LG Torsten
    ec paganini schrieb:
    Hi, welche Studien sind dir entgangen?
    Oder gilt das allgemein?
    In den Städten machen die dreckigen Beschiss-Autos
    schon großen Anteil an schlechter Luft.

    Das kannst du sogar in Automobilzeitschriften lesen.

    LG Torsten

    Ja Ja und Freitags brav zur Greta ...
    Unsere Luftwerte sind so sauber wie seit Jahrzehnten nicht mehr aber es muß ein Feindbild geben, sonst ist der Deutsche nicht glücklich.

    schönen Gruß vom Frank

    Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

    geschrieben von: ThomasR

    Datum: 11.09.19 20:25

    146 227 schrieb:
    Cargonaut schrieb:
    Die Bahn "leistet" sich noch den Einzelladungsverkehr. Nämlich das, was keinnPrivater Anfassen will, weil das eben richtig Geld kostet und nix einbringt. Oder warum fahren Private nur die Ganzzüge vom Hof?

    Grüße
    Die Frage ist in welchem größeren Umfang? Der Einzelwagenverkehr hängt doch auch irgendwo bei DB Cargo am Faden und dieser Faden ist sein eigener Strick. Ein gutes Beispiel ist für mich der Raum Mengen. Die HzL (SWEG) fährt täglich ein Zugpaar Ulm - Mengen mit sicherlich im Schnitt über 25 Wagen als Letzte Meile (Diesel) und ab Mengen wird der Zug getrennt (bzw. dort zusammen gestellt) und verteilt im gesamten Gebiet -> Übergabe Fridinigen, Sauldorf, Krauchenwies, Sigmaringen, Hebertingen, Mengen selbst, Bad Saulgau, Hanfertal und weiter bis Gammertingen, Burladingen (Salzzüge sind auch erwähnenswert).

    Solche Konzepte müsste es weitaus mehr geben. Es ist doch nicht verwunderlich wenn du teilweise halbe Regionen schon heute ohne SGV hast das der Einzelwagenverkehr sterben droht. Die Privaten krallen sich natürlich die Ganzzüge aber die musst du auch erstmal bekommen man geht ja nicht mal auf mögliche Ganzzugkunden zu. Es gibt sicherlich Unternehmen die einzeln keinen zusammen bekommen aber mit einem weiteren würde es funktionieren. Man arbeitet ja nicht mal aktiv dran. Wenn man sieht wie viel eigene Unternehmen investiert haben (Warsteiner Brauerei, BSH als gute Beispiele) da hat der Staat kaum kein Geld bezuschusst. Deren Güterzüge fährt aber auch die DB Cargo nicht. Interessant oder?

    Gruß
    Die SWEG soll nach dem Willen des Hauptanteilseigners den Einzelwagen- und Kleingruppenverkehr ausweiten. Hinzu sollen vereinzelt Ganzzüge in Baden-Württemberg kommen. Aber das Problem sind die Traktionsmittel. Es fehlen Lokomotiven, weil u.a. zwei Loks des Verkehrsbetriebes HzL wegen Schäden schon länger ausfallen. Deswegen sind schon Loks u.a. 294 der DB im Badischen angemietet worden. Meldung kommt aus dem aktuellen EK, der heute gekommen ist.

    danke für die Zahlen

    geschrieben von: ThomasR

    Datum: 11.09.19 20:35

    das sind heftige Zahlen, hätte nicht gedacht, dass es so schlimm ist. Aber auf die Bahn kannst du bestenfalls 10% verlagern. Mehr packt die KBS 750 mit Sicherheit nicht.

    so ein Zug mit 35 Aufliegern wiegt ja auch nicht unter 900t. Ab wann muss eine 151 oder eine 152 da nachgeschoben werden? Waren das nicht um die 700t?

    Re: Hat sich auch mal jemand die Mühe gemacht....

    geschrieben von: ThomasR

    Datum: 11.09.19 20:40

    Flauschi schrieb:
    Es hat keinen Sinn wenn eine subventionierte Güterbahn den Billig-LKWs hinterherhechelt.

    Was kommen muß ist eine Verteuerung des Gütertransports überhaupt.

    Maßnahmen wären:
    Erhöhung der Mineralölsteuer
    Erhöhung und Ausweitung der Maut
    Penibles Einhalten der Lenkzeiten und anderer Sozialstandarts im LKW-Verkehr durch umfangreiche Kontrollen und empfindliche Strafen.
    Unterbinden des Preisdumpings im Güterverkehr.

    Damit wäre gleich was in Richtung Klimaschutz und Verkehrsvermeidung getan,
    die Sozialstandards sind ein Hebel um anzusetzen. Und da hinkt Deutschland in der Durchsetzung anderen Ländern schwer hinterher. In Frankreich oder den Niederlanden gibt es am WE keine LKW-Fahrer, die auf dem Parkplatz campieren. Die müssen da wie vorgeschrieben ins Hotel. Nur in Deutschland toleriert die Polizei das wider bestehendem Recht.

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