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Re: Grünes Wahlprogramm

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 11.09.19 06:28

ich muss im falschen Bundesland wohnen... Gut dass ich "Propaganda" noch von früher kenne...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Stimmt,

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 11.09.19 06:47

Traumflug schrieb:
Zitat:
Man kann auch in die Länder mit grünen Verkehrsministern schauen, Hessen und Baden-Württemberg. Dort geht es dem Schienenverkehr ausserordentlich gut, er erfährt eine umfassende Förderung. Zusatzverkehre, Ticketvergünstigungen, Reaktivierungen quasi im Monatstakt.
blöd eben das dies, Zusatzverkehre und Ticketvergünstigungen den Güterverkehr nicht betrifft.

Es geht hier im Beitragsfaden übrigens einzig und allein um den Einzelwagenverkehr und den konnte schon die Reichsbahn anno dunnemals nicht wirklich kostendeckend betreiben.
Die Verluste wurden über den Ganzzugverkehr ausgeglichen. Da man jetzt im Zuge des Wettbewerbs hier jedoch die Preise massiv drückte, es muß ja vor allem in der Politik alles billig sein, gibt´s eben dafür keine Überschüße zum Ausgleich mehr.

Das Thema, Einzelwagenverkehr, wurde hier schon vor ein paar Wochen wegen dem gleichen Gutachten diskutiert. Sprich das sind olle Kamellen aber manche Leute haben eben keinen blassen Schimmer von Logistik und meinen ihre Modellbahn, egal ob vorhanden oder virtuelle, ist das Maß aller Dinge.

Stellt euch einfach eine Frage: Weshalb betreiben die anderen EVU keinen flächendenckenden Einzelwagenverkehr oder weshalb biete sich hier kein weitere EVU an den Einzelwagenverkehr in den einstellungsbedrohten Gebieten zu übernehmen?

Na klingelts jetzt etwas im Oberstübchen?
Es ist ein rein politisches Problem, das mit Beginn des Wettbewerb im Schienengüterverkehr verursacht wurde.
Da helfen auch keine Gesetzt das ab 100 km Entfernung alles mit der Bahn gefahren werden muß.
Da helfen auch keine massiv gesteigerten Abgaben für den Lkw-Verkehr.




märchenerzähler



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.19 06:56.

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 11.09.19 06:56

glx schrieb:
Ist das ganze vielleicht nur ein Erpressungsversuch?

Streichung im Güterverkehr käme wohl nicht so gut. Also stellt man ein Schreckenszenario in den Raum und gleich darunter noch ein Szenario mit den die DB ein bisschen Subventionen einsacken könnte.
Das Problem hat die Politik verursacht, man zeigt ihr eben damit das Ahnungslose die Finger von solchen Sachen lassen sollen.














märchenerzähler

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: RailServ

Datum: 11.09.19 07:47

Traumflug schrieb:
Cargonaut schrieb:
Denn Rot/Grün wollte die Bahn mit aller Macht an die Börse bringen...
Selbst wenn das damals gestimmt hätte, heute trifft das ganz sicher nicht mehr zu. Nach dem Parteiprogramm von vor 20 Jahren zu wählen ist ein bisschen ... naja.
Die Frage ist doch, was sagen die Grünen vor der Wahl und was tun die Grünen nach der Wahl.

Vor der BTW 1998 war es in Grünen Parteiprogrammen und Wählerkreisen ebenso undenkbar das System Eisenbahn bewußt zu Gunsten der Straße zu schwächen, wie es unmöglich erschien, dass der erste Kampfeinsatz der Bundeswehr seit Gründung der Bundesrepublik mit dem Seegen der Grünen abgenickt wird.
Mit Verlaub, aber diese ständige Verklärung Grüner Politik, die angeblich die Nachhaltigkeit in den Fokus allen Handelns stellt, wird ja noch nicht mal von der eigenen Wählerschaft konsequent vorgelebt.

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: Irgendware

Datum: 11.09.19 08:36

Traumflug schrieb:
Cargonaut schrieb:
Denn Rot/Grün wollte die Bahn mit aller Macht an die Börse bringen...
Selbst wenn das damals gestimmt hätte, heute trifft das ganz sicher nicht mehr zu. Nach dem Parteiprogramm von vor 20 Jahren zu wählen ist ein bisschen ... naja.
Ganz genau. Zumal es nicht Rot/Grün war, sondern die darauffolgende Schwarz/Gelbe Regierung, welche die Bahn mit aller Macht die Börse bringen wollten.
Wobei es schon richtig ist, dass Rot/Grün sich damals betreffend der Bahn auch nicht mit Ruhm bekleckert hat - das Aushandeln des Anfangs der Energiewende war bestimmt schon nicht einfach durchzubekommen mit der SPD.
Heute sehen die Chancen da viel besser aus das Ruder rumzureißen.

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: ingo st.

Datum: 11.09.19 08:49

Zitat
Die Beratungsgesellschaften Oliver Wyman und SCI-Verkehr hatten im Kern zwei Szenarien für den Einzelwagenverkehr (EV) vorgeschlagen. Zum einen eben die Fokussierung, also Schrumpfung. "Größere Flächen, insbesondere in Nord- und Ostdeutschland, werden vom EV-Netz abgehängt und werden als potenzielle Industriestandorte benachteiligt." Dieses Szenario dürfte in der Politik angesichts der Klimadebatte und der geplanten größeren Rolle der Schiene auf massiven Widerstand treffen.
Sind 25 Jahre gemeinsame Deutsche Bahn und Industriepollitik und Logistikerfahrungen nicht genug Erfahrungsjahre um festzustellen, das kaum oder wenig auf und von der Schiene verladen wird? Es zählt der 0,1 ct/kg geringere Transportkosten per LKW statt Schiene.

Wenn das nicht ähnlich wie in der DDR von oben verordnet würde (nicht weiter als 25km Transport per LKW, dann Schiene: eine absurde Entfernungsregelung) und auch die Mehrkosten getragen würde durch kostenlose Bereitstellung der Infrastruktur (Stichwort Weiche) wird sich da unter den gegebenen kapitalistischen Bedingungen nix zu Gunsten der Schiene ändern.

das wird nicht passieren

geschrieben von: Dieter Buddrus

Datum: 11.09.19 09:08

der Innenminister eines deutschen Bundeslandes hat schon vor Jahren mal versichert, dass Deine Idee niemals umgesetzt wird.
Denn so ein Vorgehen wurde nur ein Jahr extrem viel Bußgeld in die Kassen der Länder spielen - aber danach fast nichts mehr. Und die jährlich steigenden und fließenden Bußgeldeinkommen sind längst Bestandteil der Länderhaushalte.
Außerdem wurde bei einer der jährlichen Verkehrsgerichtstage auf die drastischen Konsequenzen einer konsequenten Durchsetzung des Bußgeldkataloges hingewiesen. Damals wurden nachfolgende Zahlen als Orientierung genannt:
- es könnten ca. 5% aller Betten in Krankenhäusern entfallen
- es müssten mindestens 10 Einrichtungen der Rehabilitation zu machen
- 50% aller Arbeitsplätze für Unfallgutachter würde entfallen
- 25% der Arbeitsplätze bei KFZ-Versicherer würden entfallen, 5% aller Arbeitsplätze bei Rechtsschutzversicherungen
- 20% aller Kfz-Werkstätten würden Pleite gehen
- 20% aller Abschleppunternehmen würden überflüssig
- 5% aller Autohäuser würden wegen weniger Ersatzbedarf überflüssig
- 10% aller spezialisierten Winkeladvokaten würden ohne Arbeit da stehen
Im Klartext: mehr als 100 000 Arbeitsplätze leben in der BRD von der der Nichtdurchsetzung des Bussgeldkataloges.
Ganz zu schweigen von all jenen kleinen IT-Firmen, die Arbeitsplätze schaffen durch Programmierung und Herstellung von hoch moderner und winziger versteckt eingebauter Manipulationstechnik für elektronische Fahrtenschreiber oder den AdBlue - Verbrauch

Re: Hat sich auch mal jemand die Mühe gemacht....

geschrieben von: Cargonaut

Datum: 11.09.19 09:26

Frank Schönow schrieb:
Cargonaut schrieb:
... den Text komplett zu lesen bei ntv? Der erkennt nämlich, dass das Quatsch ist, was da geschrieben wird. Einerseits wird vom Einzelladungsverkehr geschrieben, dann aber groß propagiert, dass dann im Nordosten praktisch kein Güterverkehr mehr stattfinden würde. .... Blödsinn hoch 3. Als ob im Osten die Bahn nur noch Einzelladungsverkehr betreiben würde. Bitte schön liebe private EVU, schneidet Euch doch mal eine Scheibe vom Einzelladungsverkehr ab. NEIN? Kein Interesse? Warum nicht?

Grüße
Was gibt es denn im Nordosten noch groß an Güterverkehr? Ein bißchen Hafen in Rostock, hier und da eine unregelmäßige Ganzzuglieferung. Einzig regulärer Versender/Empfänger ist (noch) Schwedt mit seinen Mineralölprodukten.
Der Nordosten ist bei mir das komplette ehemalige DR-Gebiet. Und da gibt es weit mehr Güterverkehr durch DB Cargo, als das, was Du aufzählst. ;-)

Grüße

Meine kleine Welt 1:120
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Re: DB AG: Sinn und Zweck Ihrer Wirtschaftsberater

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 11.09.19 09:43

Dieter Buddrus schrieb:
uris schrieb:
was haben eigentlich die letzten Wirtschaftsberater der DB AG gekostet und was hat es gebracht ?? Mora C und was es nicht alles gab. Wo sind eigentlich die damaligen Berater geblieben ??
Vor einigen Jahren kamen wir in Bad Füssing in einer Gaststätte beim Warten und Absetzen lassen mit anderen Gästen ins Plaudern. Dabei erzählte eine Dame vom letzten Besuch einer Beraterfirma.
Eine andere Dame erzählte dann ihre Praxiserfahrungen:
- nach dem ersten Besuch einer Beraterfirma benötigte die Management etwa 2 Jahre, damit alles wieder ordnungsgemäß lief.
- nach dem zweiten Besuch einer Beraterfirma konnte zwar die Insolvenz vermieden werden, aber 60% der Belegschaft mussten entlassen werden und vom Kerngeschäft war nicht mehr viel übrig
- 2 Jahre nach dem dritten Besuch einer Beraterfirma war die Firma schon 18 Monate nicht mehr existent und kaum einer wollte oder konnte sich an die Firma noch erinnern
*
zur Erinnerung: die großen Probleme bei Thyssen-Krupp begannen, nach dem man dort auf Empfehlung einer Beraterfirma die IT ausgelagert hatte (die man aber 6 Monate später wieder zurück holte - da war aber schon alles zu spät)
Na, dann ist bei der Bahn ja alles in Ordnung. Als vor einigen Jahren die damaligen Berater der Bahn u.a. rieten (wie auch hier bei DSO diskutiert, auch wenn ich gerade den Thread dazu nicht finde), im Einzelwagenverkehr die automatische Kupplung einzuführen, hat man ja die Empfehlungen ignoriert.

Re: das wird nicht passieren

geschrieben von: def

Datum: 11.09.19 10:16

Dieter Buddrus schrieb:Zitat:
der Innenminister eines deutschen Bundeslandes hat schon vor Jahren mal versichert, dass Deine Idee niemals umgesetzt wird.
Denn so ein Vorgehen wurde nur ein Jahr extrem viel Bußgeld in die Kassen der Länder spielen - aber danach fast nichts mehr. Und die jährlich steigenden und fließenden Bußgeldeinkommen sind längst Bestandteil der Länderhaushalte.
Außerdem wurde bei einer der jährlichen Verkehrsgerichtstage auf die drastischen Konsequenzen einer konsequenten Durchsetzung des Bußgeldkataloges hingewiesen. Damals wurden nachfolgende Zahlen als Orientierung genannt:
- es könnten ca. 5% aller Betten in Krankenhäusern entfallen
- es müssten mindestens 10 Einrichtungen der Rehabilitation zu machen
- 50% aller Arbeitsplätze für Unfallgutachter würde entfallen
- 25% der Arbeitsplätze bei KFZ-Versicherer würden entfallen, 5% aller Arbeitsplätze bei Rechtsschutzversicherungen
- 20% aller Kfz-Werkstätten würden Pleite gehen
- 20% aller Abschleppunternehmen würden überflüssig
- 5% aller Autohäuser würden wegen weniger Ersatzbedarf überflüssig
- 10% aller spezialisierten Winkeladvokaten würden ohne Arbeit da stehen
Im Klartext: mehr als 100 000 Arbeitsplätze leben in der BRD von der der Nichtdurchsetzung des Bussgeldkataloges.
Ganz zu schweigen von all jenen kleinen IT-Firmen, die Arbeitsplätze schaffen durch Programmierung und Herstellung von hoch moderner und winziger versteckt eingebauter Manipulationstechnik für elektronische Fahrtenschreiber oder den AdBlue - Verbrauch
Dann ist das halt so. Jedes einzelne menschliche Leben ist mehr wert als all das zusammen. Es sollte endlich angefangen werden, Industrien zu fördern, die nicht davon leben, dass Menschen sterben. Leider ist Deutschland gerade in den Tötungsindustrien international führend. Nicht nur bei Autos, auch bei Waffen.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: userCman

Datum: 11.09.19 10:48

ja das ist die Verkehrswende - verlogen bis zum geht nicht mehr! Aber grüne Streifen kleben - geht es noch? Politik und Bahn = nichts als Proaganda und exorbitante Kosten, gerettet wird die Welt dadurch nicht!

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: pm

Datum: 11.09.19 11:21

Mit dem konsequenten Vorleben von Optimismus, Zukunftsgewandheit usw von Teilen der Wählerschaft hier im Forum ist ja eine andere Partei ja gerade extrem erfolgreich beim Wähler- und es ist ja dann auch wirklich völlig egal auf welches Programm diese Partei sich nicht einigen kann- sie fliegt so sowieso zu Recht aus dem nächsten Bundestag. Gibt es eigentlich schon Dankesschreiben für dieses Politikversagen von der AfD ?

Re: Grünes Wahlprogramm

geschrieben von: pm

Datum: 11.09.19 11:25

Und Dauerjammerei kennt man auch von "früher". Ist halt blöd wenn das Weltbild nicht passt.(So wie bei Digitalisierung, ETCS, Lokführerpool etc.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.19 11:29.

Re: Stimmt,

geschrieben von: VT605

Datum: 11.09.19 11:27

Bei der Reichsbahn hat der Güterverkehr sein Geld hauptsächlich mit den Standgeldern für Güterwagen verdient. Deshalb haben viele Betriebe auch Nachts und am Wochenende Bereitschaften zum Be- und Entladen der Waggons vorgehalten um die Standgelder so gering wie möglich zu halten.

Re: Bahn prüft wohl Kahlschlag im Güterverkehr

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 11.09.19 11:31

ingo st. schrieb:
Zitat
Die Beratungsgesellschaften Oliver Wyman und SCI-Verkehr hatten im Kern zwei Szenarien für den Einzelwagenverkehr (EV) vorgeschlagen. Zum einen eben die Fokussierung, also Schrumpfung. "Größere Flächen, insbesondere in Nord- und Ostdeutschland, werden vom EV-Netz abgehängt und werden als potenzielle Industriestandorte benachteiligt." Dieses Szenario dürfte in der Politik angesichts der Klimadebatte und der geplanten größeren Rolle der Schiene auf massiven Widerstand treffen.
Sind 25 Jahre gemeinsame Deutsche Bahn und Industriepollitik und Logistikerfahrungen nicht genug Erfahrungsjahre um festzustellen, das kaum oder wenig auf und von der Schiene verladen wird? Es zählt der 0,1 ct/kg geringere Transportkosten per LKW statt Schiene.

Wenn das nicht ähnlich wie in der DDR von oben verordnet würde (nicht weiter als 25km Transport per LKW, dann Schiene: eine absurde Entfernungsregelung) und auch die Mehrkosten getragen würde durch kostenlose Bereitstellung der Infrastruktur (Stichwort Weiche) wird sich da unter den gegebenen kapitalistischen Bedingungen nix zu Gunsten der Schiene ändern.
Das sehe ich anders. Ein Verbot wie in der DDR wäre der falsche Weg, so wie Verbote allgemein falsch sind.

Besser wäre es den Straßengüterverkehr zu verteuern. Das ist dann kein Verbot, aber er würde weniger attraktiv.
Dazu müsste eben Einzelwagenverkehr subventioniert werden und die Anschlussgleiskosten müssten vom Bund getragen werden (das ist ja auch ein großes Hindernis für Anschließer). Es müssten aber auch die Kapazitäten dafür wieder ausgebaut werden.
Im Grunde ist das alles Folge einer langen Anti-Eisenbahn-Politik, aber das ist kein deutsches Problem. Wo gibt es denn noch groß Einzelwagenverkehr?
Sogar in der Schweiz hat die SBB die Anschlüsse reduziert und da ist man auch nicht eingeschritten.

Wenn sich da nichts ändert, wird der Einzelwagenverkehr bald Geschichte sein. Alleine ist er nicht überlebensfähig, aber das sind auch andere Dinge die ökologisch und volkswirtschaftlich sinnvoll sind nicht. Für solche Dinge gibt es eben Steuern und Abgaben und das zahlt man dann gerne.
Die Lkw-Maut sollte eh zu 50% in die Schiene wandern usw.

Re: Grünes Wahlprogramm

geschrieben von: Staatsbahn

Datum: 11.09.19 11:44

Was soll immer der Verweis auf die damalige Regierung? Jeder der sich mit Politik beschäftigt, weiß, dass sich in Koalitionen nur Bruchteile des eigenen Programms durchsetzen lassen. Wir haben kein Zweiparteiensystem wie z. B. GB, wo das vielleicht möglich wäre. Das heißt es ist immer ein Finden von Kompromissen und das verstehen einige hier scheinbar nicht oder sogar sehr viele und gerade wenn man Juniorpartner ist, kann man recht wenig durchsetzen vom eigenen Programm.

Für Verkehrspolitik war die SPD zuständig und das mit den Seeheimer Autofanatikern wie Schröder. Auch war der Zeitgeist ein anderer, durch und durch marktradikal und antisozial.
Dem Irrweg des Börsengangs sind damals mehr oder weniger alle hinterhergerannt.

Auch bei den Grünen, gibt es wie überall, keine Einheitsmeinung, sondern es ist pluralistisch.
Da kann es dann wie in BaWü sein, dass in Stuttgart einer hockt, dem die Eisenbahn total egal ist, der nur sein Bauland haben will und ihm auch die Panoramobahn egal ist und die Stabilität des Zugverkehrs und das gegen den eigenen Verkehrsminister und die eigene Parteilinie.
Das ist doch eben Demokratie, dass es keine Einheitsmeinung gibt. Daher ist es vielleicht mangelnde Bildung hier und anderswo, dass man Einzelmeinungen aus den Parteien immer auf alle ummünzt.

Es kann ja jeder selber entscheiden, aber diese Stammtischäußerungen und vor allem das darin ausgedrückte Niveau (z. B. hinsichtlich politischer Bildung und im Ton) sind schon mehr als bedenklich.

Re: Grünes Wahlprogramm

geschrieben von: Lalu

Datum: 11.09.19 11:59

Hallo,

es gibt gewisse Konstanten zur Bahnpolitik in den bisherigen Handlungen und Äußerungen. Wie richtig bemerkt, ist die SPD maßgeblich an der jahrzehntelangen Ausgestaltung beteiligt. Auch bei den Planungen zum Börsengang war sie im Bilde und hat es unterstützt. Und auch der „offizielle“ Stopp des Börsengang im Oktober 2008 erfolgte durch Herrn Scholz (SPD).

Die Grünen vertreten auch zentrale Grundsätze. Zu denen gehört auch immer noch die Forderung nach einer „Zerschlagung“ der Bahn. [de.reuters.com] Im Sinne eines diskriminierungsfreien Zugangs ist das nicht die schlechteste Lösung. Für die Durchführung von Schienenverkehren auf schwach ausgelasteten Strecken dürfte es allerdings noch problematischer sein. Hier würde das Effizienzstreben der EVU für sofortigen Rückzug sorgen.

Grüße,
Lalu



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.19 12:00.

Re: Grünes Wahlprogramm

geschrieben von: Traumflug

Datum: 11.09.19 12:18

Lalu schrieb:
Die Grünen vertreten auch zentrale Grundsätze. Zu denen gehört auch immer noch die Forderung nach einer „Zerschlagung“ der Bahn.
Sie fordern nicht eine Zerschlagung der Eisenbahn, sondern eine Zerschlagung des Konzerns "Deutsche Bahn". Damit die Eisenbahn besser funktioniert. Jenseits der Klickbaiting-Überschrift liest sich das dann so:

Zitat
Es gehe zuerst darum, das zersplitterte Zuständigkeits-Chaos zu vieler kleiner Gesellschaften aufzulösen. Die verschiedenen Töchter, die alle für das Netz verantwortlich seien, müssten zu einer Infrastruktur-Gesellschaft fusionieren. „Ohne klare Zuständigkeiten laufen auch Milliardeninvestitionen ins Leere“, warnte Hofreiter.
Zitat
Netz- und Transportgeschäft müssten getrennt werden, sagte Hofreiter.
Zitat
„Der Verkauf von Tochterunternehmen wie Arriva und Schenker könnte frisches Geld in die Kasse bringen, um Zukunftsprojekte anzupacken“, sagte Hofreiter.
Hier ein funktionierender Link: [www.businessinsider.de]

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
...nicht nur bei der Eisenbahn, was wir hier schon oft bewundern konnten, sondern offenbar auch beim Straßengüterverkehr. Deswegen verwundert es etwas, daß sie bei ihrem Bericht verschweigen, daß außer in Deutschland nur in den Niederlanden, in GB und in Schweden die Emissions-Klasse von Nutzfahrzeuge eine Rolle spielt, aber auch nur fiskalisch, nicht bei der Zulassung, in allen anderen EU-Ländern ist sie belanglos. In vielen - vor allem osteuropäischen - Ländern gibt es noch nicht mal AdBlue, weswegen es nur folgerichtig ist, daß es dort völlig legal Überbrückungsgeräte gibt, die den Weiterbetrieb des Motors ohne AdBlue ermöglichen. In Deutschland würde der Betrieb von Euro-6-Motoren ohne Abgasreinigung den Tatbestand der Steuerhinterziehung und ggf. der Mautprellerei erfüllen, aber eben nur beim Betrieb von in Deutschland zugelassenen Nutzfahrzeuge, bei ausländischen Nutzfahrzeugen wäre es "nur" Mautprellerei, da sie dann in eine andere Schadstoffklasse gehören und mehr Maut zahlen müssten. Ein Euro-6-Motor mit abgeschalteter Abgasreinigung entspricht einem Euro-4-Motor, die Differenz bei der Maut beträgt hier aber lediglich 2,1 Cent / Kilometer, d. h. bei einer zurückgelegten Strecke in Deutschland von 700 Km (entsprechend der Entfernung Frankfurt/O. - Aachen-Süd) würde das einer Maut-Mindereinnahme von ca 15 Euro entsprechen, aber dafür machen sich weder Polizei noch Zoll noch BAG verrückt. Soviel zu den "kriminellen Betrügereien" (gibt es eigentlich auch nicht-kriminelle Betrügereien?). Der Umwelt ist es übrigens egal, ob das jetzt Euro-4- oder Euro-6-Dreck ist, der da aus dem Auspuffrohr der Laster kommt, die paar hundert LKW, die so durch Deutschland fahren, sind da absolut belanglos, dagegen leidet die Umwelt unter den 60 Mio. Pkw und deren Abgasen wesentlich mehr.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Grünes Wahlprogramm

geschrieben von: VT605

Datum: 11.09.19 12:42

Traumflug schrieb:
Lalu schrieb:
Die Grünen vertreten auch zentrale Grundsätze. Zu denen gehört auch immer noch die Forderung nach einer „Zerschlagung“ der Bahn.
Sie fordern nicht eine Zerschlagung der Eisenbahn, sondern eine Zerschlagung des Konzerns "Deutsche Bahn". Damit die Eisenbahn besser funktioniert. Jenseits der Klickbaiting-Überschrift liest sich das dann so:

Zitat
Es gehe zuerst darum, das zersplitterte Zuständigkeits-Chaos zu vieler kleiner Gesellschaften aufzulösen. Die verschiedenen Töchter, die alle für das Netz verantwortlich seien, müssten zu einer Infrastruktur-Gesellschaft fusionieren. „Ohne klare Zuständigkeiten laufen auch Milliardeninvestitionen ins Leere“, warnte Hofreiter.
Zitat
Netz- und Transportgeschäft müssten getrennt werden, sagte Hofreiter.
Zitat
„Der Verkauf von Tochterunternehmen wie Arriva und Schenker könnte frisches Geld in die Kasse bringen, um Zukunftsprojekte anzupacken“, sagte Hofreiter.
Hier ein funktionierender Link: [www.businessinsider.de]

Dann kann doch der grüne Verkehrsminister in BW Vorbild sein. Betreiben dort nicht auch AVG und SWEG das Netz und den Betrieb, natürlich mit unterschiedlichen Töchtern, genauso wie es auch bei der DB ist. Also bitte vormachen dort mit der Zerschlagung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.19 12:43.

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