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Hallo zusammen,

zumindest hat man es mal wieder vor, diese bisher nicht vorhandene, aber immer wieder politisch gewünschte Direktverbindung in 19 Minuten ohne Umsteigen zu etablieren. Der VRR hat es nun daher auch mal wieder untersuchen lassen. Dieses Vorhaben hat neben einigen anderen im VRR inzwischen klar den „Zombie-Status“ erreicht: Nie wirklich tot. Ein Datum zur Realisierung wird aber natürlich nicht genannt, die Rede ist nur von „langfristig“. Was das im Bahninfrastrukturbereich in NRW bedeutet, dürfte hier allen klar sein: 10 Jahre + x.

Die Lokalpresse berichtet: [www.waz.de]

[Illustriert wird das ganze vollkommen sinnfrei mit einem Foto von 648 102 aus Hagen Hbf, ohne das als „Symbolbild“ zu kennzeichnen.]

Zitat
Nach jetzigem Stand gibt es drei Möglichkeiten für eine solche Verbindung, die unterschiedliche Maßnahmen bei der Infrastruktur nach sich ziehen. Dazu gehören eine neue Weiche in Gelsenkirchen und ein neuer Bahnsteig am Hauptbahnhof Recklinghausen. [...] Alternativ dazu könnte ein Schnellbus die Verbindung zwischen beiden Städten deutlich beschleunigen.

Also wird es ziemlich sicher ein Schnellbus...

So ganz klar ist mir der eine Infrastrukturvorschlag mit der neuen Weiche in Gelsenkirchen in diesem Zusammenhang nicht wirklich (Jemand anders?), aber egal.

Die Riemker Bahn könnte auch noch einen dritten Zug pro Stunde vertragen, wenn diese neue Linie im 60-min-Takt gefahren werde sollte (Wende in Bochum Hbf in Gleis 2, wenn Gleis 1 im 30-min-Takt durchänging von der RB46 belegt werden sollte). Zur Not auch ohne Zwischenhalte auf direktem Weg ( [...] Riemke Abzweig Rottbruch Abzweig Crange Abzweig Baukau Recklinghausen Süd [...] ), sonst nach Möglichkeit alle SPNV-Zwischenhalte auch bedienen.

Bliebe noch das Problem in Recklinghausen Hbf, da Gleis 3 dann durch die wendenden S2- (von Dortmund) und S9-Äste (von Bottrop) ab dem kommenden Planwechsel durchgängig belegt sein soll. Auf den durchgehenden Strecken-Hauptgleisen 1 und 2 kann man nicht als Zugfahrt wenden, da fehlen jeweils die Ausfahrsignale der Gegenrichtung und der wendende Zug stünde gewaltig im Weg.

Wie man da aber noch einen zusätzlichen Bahnsteig hinbekommen soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, nach den jüngsten Rückbauten und Veräußerung der ehemaligen Gütergleise für eine neue städtische Straße. Also Schnellbus, siehe oben...

Es grüßt der Ruhrrevierbahner

---

Der verlinkte Artikel ist noch ohne Durchbrechen der Bezahlmauser lesbar, das kann sich aber spontan von einer Sekunde auf die andere ändern, sobald eine gewisse Zahl an Zugriffen überschritten wird (was durch das Verlinken hier passieren kann). Das wurde schon öfter beobachtet.

Re: Direktverbindung Bochum – Recklinghausen

geschrieben von: Michael Kühnert

Datum: 09.09.19 07:21

Moin!

Link zum vermutlich gleichen Artikel hinter einer andere Fassade des Hauses Funke:
„Von Bochum nach Recklinghausen in 19 Minuten“

Ein älterer Artikel, Juni 2018, aus dem Hause Bauer: „Direktverbindung nach Bochum, VRR stellt zwei Varianten vor“

In letzterem wird das mit der neuen Weiche in Gelsenkirchen angedeutet.Zitat:
Die erste Variante einer Direktverbindung sieht eine Verlängerung der Regionalbahn (RB) 35 von Duisburg nach Gelsenkirchen vor. Von dort könnte die RB 35 eine sogenannte Fahrlage der RB 46 (GE - Bochum) übernehmen. Von Bochum könnte die RB 35 dann mit Halt in Süd zum Recklinghäuser Hbf und wieder zurück fahren.
Zur Erinnerung: [de.wikipedia.org] Die RB35 ersetzt ab 12/2019 zusammen mit der RB32 den S2-Ast zwischen Gelsenkirchen und Duisburg auf der Köln-Mindener Eisenbahn. Also Gelsenkirchen – Oberhausen – Krefeld – Möchengladbach. Da ließe sich ein Stück über Wanne-Eickel nach Recklinghausen anfügen, eine Durchbindung nach Bochum ebenfalls. Aber was hat das mit einer Direktverbindung Bochum – Recklinghausen zu tun? Wäre da ein großes Dreieck angedacht, so dass die RB35 immer ab Wanne-Eickel sowohl Bochum als auch Recklinghausen bedienen würde? Kreativ. Indes wegen der Trassenbelegung der Köln-Mindener knifflig. Und als quasi-Ringlinie schwierig für die Fahrplanstabilität, mit zweimal Kopfmachen, diversen eingleisigen Abschnitten, fehlenden Bahnsteigkanten in Recklinghausen und ohne echtem Linienende.

Ruhrrevierbahner schrieb:
Dieses Vorhaben hat neben einigen anderen im VRR inzwischen klar den „Zombie-Status“ erreicht: Nie wirklich tot. Ein Datum zur Realisierung wird aber natürlich nicht genannt, die Rede ist nur von „langfristig“. Was das im Bahninfrastrukturbereich in NRW bedeutet, dürfte hier allen klar sein: 10 Jahre + x.
Man hat sich über die Jahrzehnte halt resigniert daran gewöhnt, dass das Wünschenswerte nicht machbar, das Machbare nicht sinnvoll und das Sinnvolle nicht wünschenswert ist (oder so). Winkende Paralleluniversums-Grüße aus der S4 zwischen Lütgendortmund und Bövinghausen!

Zitat:
Also wird es ziemlich sicher ein Schnellbus...
Sieht so aus. In Sachen Attraktivität für die Wahlfreien schlecht, in Sachen „wer bezahlt die Infrastruktur?“ naheliegend. Wobei es ohne das im Artikel avisierte Landes-Förderprogramm die üblichen Konflikte geben würde, da bekanntlich die Städte und Kreise als Aufgabenträger aufgrund der Altschulden und der strukturell nicht auskömmlichen Kommunalfinanzierung immer am Abgrund hängen.

Die A43 wird gerade verbreitert und im Kreuz Herne beschleunigt. Da geht also in Zukunft noch was. So erreicht ein Bus die Ruhr-Uni auch schön kreuzungsfrei von der Ostseite her, mit vielen Routingpfaden: Durchs TQ, vor die FH, zum ZOB an Unibib oder Unicenter, am Gesundheitscampus endend, gar auf den SB33 (neu ab 12/2019) nach Wattenscheid durchgebunden…

Ein messbares Ziel wäre traditionell, die Zahl der Kfz mit RE-Kennzeichen auf den Parkplätzen der RUB zu reduzieren. Da hilft einem ein neuer Zug im Stundentakt immer noch nicht weiter. Vor allem, wenn man zunächst zum Knoten Recklinghausen Hbf oder Recklinghausen Süd gelangen muss. Und wenn nach dem notwendigen Umstieg in Herne Bf oder Bochum Hbf Sardinendose in der U35 angesagt ist, ob da nun 6-Minuten-, 3/3/6-Takt, oder nach Zulauf der sechs neuen Tangos und Runderneuerung der B-Wagen sogar 3-Minuten-Takt stattfindet.

Zitat:
Zur Not auch ohne Zwischenhalte auf direktem Weg ( [...] – Riemke – Abzweig Rottbruch – Abzweig Crange – Abzweig Baukau – Recklinghausen Süd – [...] ), sonst nach Möglichkeit alle SPNV-Zwischenhalte auch bedienen.
Crange streichen, vielmehr Rottbruch Bbf und Abzweig Rottbruch Hgn nach Baukau, nicht?

Wenn es allein um einen nützlichen Shuttle mit möglichst kurzer Fahrtzeit ginge, müsste man knallhart in Recklinghausen Hbf in Gleis 3 binnen drei Minuten wenden. Und zwar mehrmals pro Stunde mit etwas wie einem ET426.0. Sofort nach Bochum Hbf zurückfahren, wo man in Gleis 1 pausieren kann, ohne im Weg zu stehen. Notfalls gemeinsam mit der RB46, falls in Gleis 2 was in den Güterbahnhof oder nach Prinz von Preußen durchfahren soll. Die Fahrgäste vertun schon genug Zeit damit, mittels Umsteigen zu ihren eigentlichen Zielen zu gelangen.

Zitat:
Bliebe noch das Problem in Recklinghausen Hbf, da Gleis 3 dann durch die wendenden S2- (von Dortmund) und S9-Äste (von Bottrop) ab dem kommenden Planwechsel durchgängig belegt sein soll. Auf den durchgehenden Strecken-Hauptgleisen 1 und 2 kann man nicht als Zugfahrt wenden, da fehlen jeweils die Ausfahrsignale der Gegenrichtung und der wendende Zug stünde gewaltig im Weg.
In einer idealen Welt hätte man Platz für einen eigenen Mittelbahnsteig an beiden Gleisen von der Hamm–Osterfelder (Strecken 2223 und 2224) belassen und sich damit alle Optionen offen gehalten. So, wie es ist, könnte Doppelbelegung an einem langen Bahnsteig, nach niederländischem Vorbild mit Weiche in der Mitte, mehr Flexibilität schaffen. Auch ein-zwei Kehrgleise nördlich wären hilfreich. – Gewiss, man konnte Grundstücke verkaufen und den neuen Zugangstunnel zur Ostseite kürzer errichten, was aus Kostensicht gut ist, aber um welchem Preis?

Zitat:
So ganz klar ist mir der eine Infrastrukturvorschlag mit der neuen Weiche in Gelsenkirchen in diesem Zusammenhang nicht wirklich (Jemand anders?)
Vermutungen: Wenn die Verknüpfung mit der RB35 angedacht ist, siehe oben, würde man die zwischen Gelsenkirchen und Wanne-Eickel über das südliche Gleis (Strecke 2231) schicken wollen, um Trassen auf der Fernbahn der CME freizuhalten. Bei diesem Vorschlag kann man sich denken, dass es mit der Infrastruktur eng wird, wenn die RB35 sowohl von und nach Bochum als auch von und nach Recklinghausen fahren soll. Man müsste sich aber die Simulation oder das Gutachten für den VRR anschauen, um Exaktes zu erfahren.

Laien-Ferndiagnose: Nach Blick auf die Karte existieren jedenfalls alle nötigen Weichenverbindungen. Aber immer nur eingleisig, also nicht parallel nutzbar. Das könnte Probleme bereiten. Vielleicht sind sie zum Teil auch nur mit 40km/h befahrbar, oder es fehlen Zugfahrstraßen?

In Gelsenkirchen liegen die Bahnsteigkanten der Köln-Mindener (Strecke 2650) in der Mitte, die der Strecke von und nach Essen Hbf (Strecke 2168 sowie 2237) außen. Das Gleis der RB46 (Strecke 2231) liegt unabhängig davon ganz im Süden. Im Ostkopf gibt es auf Höhe Europastraße (OSM) Verbindungen zwischen 2650 und 2231.

Im Westkopf in Wanne-Eickel Hbf kommt man von überall nach überall. Dort wechselt stündlich die RB43 von und nach Unser Fritz (Strecke 2204), die Korrespondenz mit der RB46 hat, an die Bahnsteiggleise. Im Ostkopf kann man zudem, wenn man nicht früh auf die Rollbahn (Strecke 2200) wechseln soll, via Wanne-Eickel Wof fahren und sich am Abzweig Baukau hinten anstellen. ([nrwbahnarchiv.bplaced.net]) Stört natürlich den Güterverkehr und geht, siehe RB46 heute, relativ rumpelig und langsam vonstatten. Von Recklinghausen nach Wanne-Eickel muss man in jedem Fall ein Gegengleis höhengleich queren, um auf die Südseite zu kommen.

--
Michael



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.19 07:55.
mit dem Bus von RE nach BO? Wer soll damit fahren? Der Bus wäre doch Ewigkeiten unterwegs. Min. 1 Stunde. Mit Halt in Wanne-Wickel natürlich ;). ich sehe das schon kommen, Ein Schnellbusnetz durchs Ruhrgebiet zur Entlastung der Schiene.....

Re: Direktverbindung Bochum – Recklinghausen

geschrieben von: Allberto

Datum: 09.09.19 10:07

Michael Kühnert schrieb:
Zitat:
Zitat:
Die erste Variante einer Direktverbindung sieht eine Verlängerung der Regionalbahn (RB) 35 von Duisburg nach Gelsenkirchen vor. Von dort könnte die RB 35 eine sogenannte Fahrlage der RB 46 (GE - Bochum) übernehmen. Von Bochum könnte die RB 35 dann mit Halt in Süd zum Recklinghäuser Hbf und wieder zurück fahren.
Zur Erinnerung: [de.wikipedia.org] Die RB35 ersetzt ab 12/2019 zusammen mit der RB32 den S2-Ast zwischen Gelsenkirchen und Duisburg auf der Köln-Mindener Eisenbahn. Also Gelsenkirchen – Oberhausen – Krefeld – Möchengladbach. Da ließe sich ein Stück über Wanne-Eickel nach Recklinghausen anfügen, eine Durchbindung nach Bochum ebenfalls. Aber was hat das mit einer Direktverbindung Bochum – Recklinghausen zu tun? Wäre da ein großes Dreieck angedacht, so dass die RB35 immer ab Wanne-Eickel sowohl Bochum als auch Recklinghausen bedienen würde? Kreativ.
Ich interpretiere den ungenauen Artikel so, dass die Glückaufbahn (ex Nokia-Bahn) in ihrer heutigen Form aufgegeben wird und durch zwei neue Linien ersetzt werden soll:
RB35 Mönchengladbach – Oberhausen – Gelsenkirchen – Wanne-Eickel – Riemke – Bochum
RB x Bochum – Riemke – Wanne-Eickel – Recklinghausen
Damit würde eine der zwei stündlichen Direktverbindungen zwischen Bochum und Gelsenkirchen aufgegeben und zahlreiche neue Direktverbindungen geschaffen.

Kennt jemand die vorgesehenen Fahrlagen der RB35? Könnte es sein, dass bei einer Durchbindung bis Bochum die Fahrzeiten zwischen Wanne und Bochum um ca. 15 Minuten verschoben würden? Dann wäre nachvollziehbar, dass der aus Duisburg kommende Zug in Bochum auf den Zug nach Recklinghausen wendet.

Re: Bahnsteig in Recklinghausen

geschrieben von: Allberto

Datum: 09.09.19 10:17

Ruhrrevierbahner schrieb:
Bliebe noch das Problem in Recklinghausen Hbf, da Gleis 3 dann durch die wendenden S2- (von Dortmund) und S9-Äste (von Bottrop) ab dem kommenden Planwechsel durchgängig belegt sein soll. Auf den durchgehenden Strecken-Hauptgleisen 1 und 2 kann man nicht als Zugfahrt wenden, da fehlen jeweils die Ausfahrsignale der Gegenrichtung und der wendende Zug stünde gewaltig im Weg.

Wie man da aber noch einen zusätzlichen Bahnsteig hinbekommen soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, nach den jüngsten Rückbauten und Veräußerung der ehemaligen Gütergleise für eine neue städtische Straße.
Wäre es möglich, nördlich der Brücke über die Dortmunder Straße ein neues Gleis zu bauen, das westlich des heutigen Gleises 1 verläuft und am heutigen südlichen Bahnsteigende (zu Gleis 1) stumpf endet? Westlich neben diesem Gleis müsste dann ein schmaler Bahnsteig gebaut werden, wofür wahrscheinlich der Damm deutlich steiler würde, wahrscheinlich durch eine Stützmauer verbreitert werden müsste und vielleicht sogar der Grünanlage Platz wegnähme. Dann könnte der Bochumer Zug dort wenden. Eine Weichenverbindung wäre natürlich erforderlich, um beide aus Wanne-Eickel ankommenden Streckengleise an dieses Stumpfgleis anzubinden.
DerArtikel ist wirklich sehr ungenau. Es wurden 3 Variationen untersucht, auch mit der Verlängerung nach Haltern, um die Probleme in Recklinghausen zu umgehen. Umfangreiche Infos gibt es im Ratsinformationssystem der Stadt Bochum, wenn ich heute Abend Zeit habe, stelle ich mal einen Link ein.
Hallo,
in Recklinghausen ist nördlich des Mittelbahnsteigs reichlich Platz für eine Wendeanlage zwischen Gleis 2 und 3.
Bei einer leichten Verschwenkung des Gleis 2 in östliche Richtung könnte man diese auch zwischen Gleis 1 und 2 einrichten.
Also alles möglich, kostet nur Geld, Gleis 3 müsste dann auch nicht komplett durch Wenden blockiert sein.
Wolfgang
Hier die Präsentation des VRR, die man im Ratsinfo-System der Stadt Bochum findet.

[session.bochum.de];