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Antwort des Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bauen und Verkehr vom 16.8.2019
auf die Anfrage von Dr. Markus Büchler (Grüne)
- bereitgestellt auf dessen Homepage


Wie stellt sich aus Sicht der Staatsregierung die Reaktivierungswürdigkeit der von VDV und Allianz pro Schiene oben genannten Strecken dar?

Die Strecken
•Gesserthausen –Langenneufnach
•Gunzenhausen –Wassertrüdingen
•Wolfratshausen –Geretsried
haben den oben genannten Reaktivierungsprozess positiv durchlaufen und sollen Ende 2022 (Gessertshausen –Langenneufnach) bzw.Ende 2024 (Gunzenhausen –Wassertrüdingen) reaktiviert werden. Die Strecke Wolfratshausen –Geretsried wird der Freistaat im Rahmen seines Programms „Bahnausbau Region München“ als Neubaustrecke für die S-Bahn durch die DB AG realisieren lassen. Die DB AG stellt in Abhängigkeit der Baurechtserlangung eine Inbetriebnahme für Ende 2028 in Aussicht.

Die Strecke
•Gotteszell –Viechtach
läuft derzeit im Probebetrieb. Hierbei soll festgestellt werden, ob die vom Freistaat geforderten 1.000 Pkm/km-Streckenlänge erreicht werden.

Für die Strecken
•Volkach –Seligenstadt
•Dombühl –Wilburgstetten
•Türkheim –Ettringen
liegen dem Freistaat die oben genannten Gremienbeschlüsse vor. Der Reaktivierungsprozess wurde hier gestartet.

Für die Strecken
•Schongau –Landsberg
•Wiesau –Waldsassen–Bundesgrenze
•Wassertrüdingen –Nördlingen
•Passau –Freyung
•Pilsting –Absz. Elsenbach
•Endorf –Obing
•Wasserburg Stadt –Wasserburg Bf
•Saal –Kelheim
•Blankenstein –Marxgrün
•Eisfeld –Coburg
•Wilburgstetten –Nördlingen
liegen dem Freistaat keine bzw. nur unvollständige Gremienbeschlüsse vor. Der Reaktivierungsprozess konnte daher noch nicht gestartet werden.

Dies bedeutet, dass aus Sicht der Staatsregierung die Strecken Gesserthausen –Langenneufnach, Gunzenhausen –Wassertrüdingen und Wolfratshausen –Geretsried (in Form einer S-Bahn-Neubaustrecke) reaktivierungswürdig sind. Darüber hinaus haben die Strecken Volkach –Seligenstadt, sowie Dombühl –Wilburgstetten die Hürde der 1.000 Pkm/km-Streckenlänge genommen und sind damit ebenfalls reaktivierungswürdig.

...

>>> Gesamtes Dokument (PDF)


Gruß,
Marko



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.19 18:42.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
"Giftgüter aus Osterspai"
Die Lückenschlüsse sind noch längst nicht vom Tisch. Im Deutschlandtakt wurden im zweiten Entwurf bereits Fahrzeiten für beide Strecken eingepflegt. Thüringen will sie und kämpft darum, Bayern steht dem Ansinnen im Zonenrandgebiet weiter ablehnend gegenüber. Nur durch regelmäßigen, politischen Druck von mehreren Seiten könnte sich auf bayerischer Seite doch noch etwas bewegen. Hoffen wir es, denn beide Lückenschlüsse sind mehr als sinnvoll.

Beste Grüße
Marko
Zitat
Thüringen will sie und kämpft darum, Bayern steht dem Ansinnen im Zonenrandgebiet weiter ablehnend gegenüber.
Für Thüringen stellen beide Projekte auch kaum eine finanzielle Belastung dar, da nach ein paar hundert Metern jeweils bayerisches Landesgebiet erreicht ist und dann die Bayern zusehen können, wie sie zig Kilometer Bahnstrecke praktisch neu bauen.
Die Reaktivierung der Gesamtstrecke Nördlingen - Wassertrüdingen - Gunzenhausen halte ich durchaus für erstrebenswert, da hiermit eine schnellere Verbindung aus dem Raum Bopfingen/Nördlingen nach Nürnberg ermöglicht werden kann. Auch der Schüler- und Berufsverkehr profitiert davon. Im Vergleich dazu ist der Effekt für Durchgangsreisende auf der "Romantischen Schiene" zwischen Dombühl und Nördlingen doch relativ gering.
Da ist gar nichts vom Tisch, das wird solange weiterbrodeln bis es gemacht wird.

Von Bedeutung sind wohl weniger die Baukosten, welche durch Fördermittel abgedeckt sind. Zu bestreiten sind die Kosten für laufenden Betrieb über viele Jahre. Und da hat der Gesetzgeber zurecht hohe Hürden gelegt. Warmlufttransporte mag niemand zahlen wollen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.19 12:16.
3-Löwen-Takt schrieb:
Die Reaktivierung der Gesamtstrecke Nördlingen - Wassertrüdingen - Gunzenhausen halte ich durchaus für erstrebenswert, da hiermit eine schnellere Verbindung aus dem Raum Bopfingen/Nördlingen nach Nürnberg ermöglicht werden kann. Auch der Schüler- und Berufsverkehr profitiert davon. Im Vergleich dazu ist der Effekt für Durchgangsreisende auf der "Romantischen Schiene" zwischen Dombühl und Nördlingen doch relativ gering.
Es gab früher sogar einen Eilzug Nördlingen-Gunzenhausen-Nürnberg, was sicher auch heute wieder sinnvoll wäre.
614 005
earlywood schrieb:
Von Bedeutung sind wohl weniger die Baukosten, welche durch Fördermittel abgedeckt sind. Zu bestreiten sind die Kosten für laufenden Betrieb über viele Jahre. Und da hat der Gesetzgeber zurecht hohe Hürden gelegt. Warmlufttransporte mag niemand zahlen wollen.
Genau das tut der Gesetzgeber aber, indem er enorme Geldbeträge für ein Straßennetz ausgibt, das von Fahrzeugen genutzt wird, die oftmals zu vier Fünfteln warme Luft durch die Gegend fahren - und das zu dem Preis einer globalen Umweltkatastrophe mit unabsehbaren Kosten.
Wiesau-Waldsassen-Cheb wäre ein kleines Wunder

und Pilsting-Neumarkt St.Veit von vornherein auf verlorenem Posten.
Hallo,

was muss ich da lesen? Ich dachte der komplette Zugverkehr zwischen Dombühl und Nördlingen wird durchgehend wieder aufgenommen?
Speelwark schrieb:
Hallo,

was muss ich da lesen? Ich dachte der komplette Zugverkehr zwischen Dombühl und Nördlingen wird durchgehend wieder aufgenommen?
Nein, nur zwischen Dombühl und Dinkelsbühl, evtl. bis Wilburgstetten

Selbst wenn dies irgendwann mal kommen sollte, bleibt es doch Stückwerk, da es nach Süden keine Durchbindung gibt, nach Westen nur über den Umweg via Dombühl, nach Osten ebenfalls nur mit diesem Umweg und nach Norden ebenfalls nichts. Stattdessen bräuchte man eine Romantische Schiene mit dem Lückenschluß Rothenburg-Dombühl entlang der Autobahn ohne Spitzkehre in Schillingsfürst und durchgehende Züge von Würzburg bis Füssen über diese Strecke. Und zwar mit zeitgemäßen Geschwindigkeiten, immerhin ist die Strecke als Hauptbahn trassiert. Mit dem lokalen Verkehrsaufkommen wird man in dieser autoaffinen Gegend die Züge nicht voll bekommen. Daher ist das Interesse der Anliegergemeinden auch verhältnismäßig gering, wenn nicht gar eine Ablehnung des Vorhabens durchschimmert.