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Bürgermeister von Stadtallendorf wünscht ICE-Halt für lau

geschrieben von: SHZ

Datum: 07.09.19 19:39

In Stadtallendorf halten bis zum Fahrplanwechsel noch Fernverkehrszüge (ICE-Linie 26, früher: IC, noch früher: IR). Die Deutsche Bahn hatte dort seit dem Fahrplanwechsel Ende 2016 75% der Fernverkehrszüge der Main-Weser-Bahn halten lassen, wobei der Halt bei den meisten Zügen nur von wenigen Reisenden angenommen wurde. Vertreter von Stadt, Wirtschaft und Bundeswehr hatten vorher mit ziemlich substanzlosen Argumenten dafür geworben, dass Stadtallendorf einen IC-Halt bekommt.

Ein kleiner Anschnitt aus der Oberhessischen Presse vom 4. September 2019 zeigt, dass der Bürgermeister von Stadtallendorf entweder einen besonders ausgeprägten Humor hat oder nichts von Wirtschaft versteht:
"Ergänzend zu der Resolution der Stadtverordneten zum Erhalt des ICE-Halts hat Bürgermeister Christian Somogyi brieflich die Bahn darauf hingewiesen, dass Bundeswehrsoldaten an Januar 2020 kostenlos mit der Bahn fahren können. Die 1 200 Soldaten am Standort würden dieses Angebot verstärkt nutzen und bat darum, den ICE-Halt erneut einzurichten."

Da die Gratis-Fahrten für Bundeswehrsoldaten über eioen Pauschalbeitrag abgegolten werden, hat die Deutsche Bahn sicherlich kein Interesse daran, die Nutzung dieses Angebots durch einen Zusatzhalt zu fördern. Davon abgesehen ist schwerlich abzusehen, wieweit die Bundeswehrsoldaten die Gratis-Fahrten nutzen werden. Ganz kostenlos ist die ICE-Nutzung nämlich nicht: Zeit kostet sie noch immer.

Links:
Stadtallendorf wird IC-Bahnhof: [www.drehscheibe-online.de]
Größenwahn in Stadtallendorf: [www.drehscheibe-online.de]
Ein ICE muss nicht in jedem Dorf oder Kloschüssel halten. Habe mich heute schon gewundert, dass Gotha ICE-Halt ist.
Nun denn, halten dann und dort, wo viele Fahrgäste aussteigen oder einsteigen ist nicht verkehrt. Für die vielen Bundeswehrsoldaten hieße es ein Halt am Freitag mittag für die Heimfahrt ins Wochenende und Sonntag nacht für die Rückkehr vom Wochenende. Das könnte doch ein Verstärkungs-IC(E) machen und würde die Reisenden in den übrigen Züge im Fern- und Nahverkehr vor den Massen an Bundeswehrangehörigen und deren Gepäck verschonen.
Stadtallendorf hat zwei Bundeswehrstandorte, die Herrenwaldkaserne und die Hessenkaserne.
Nur die Herrenwaldkaserne ist noch aktiv, wo letzte Woche der Tag der offenen Tür stattfand, die Hessenkaserne ist geschlossen und diente vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft.
Statt eines Verkaufs und Nutzung als Gewerbeflächen ist nun aber beschlossen worden, die Hessenkaserne wieder mit Soldaten zu füllen, sodass man unter neuen Voraussetzungen wieder mit der Bahn verhandelt.
Zu Deiner Weiß-Keramik gehört eben die Frage, wo sie denn alle hin sind, die D-Zug-Nachfolger IR und IC. Das isses doch. Gotha ist ein klassischer D-Zughalt, heute eben IC.

Gruß, Olaf

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_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
SHZ schrieb:
In Stadtallendorf halten bis zum Fahrplanwechsel noch Fernverkehrszüge (ICE-Linie 26, früher: IC, noch früher: IR).
Stadtallendorf ???
In meiner langen Lebenszeit in Marburg (Lahn) von 1994 - 2008 war Stadtallendorf weder IR- noch IC-Halt. Der nächste Halt war erst in Treysa.
ifra schrieb:
Nun denn, halten dann und dort, wo viele Fahrgäste aussteigen oder einsteigen ist nicht verkehrt.
Mit der Begründung kannst Du an jedem S-Bahnhalt auch ICEs halten lassen.
Super Baureihe 103 schrieb:
Stadtallendorf ???
In meiner langen Lebenszeit in Marburg (Lahn) von 1994 - 2008 war Stadtallendorf weder IR- noch IC-Halt. Der nächste Halt war erst in Treysa.
Heute fahren auf dieser Strecke allerdings keine gehobenen Produkte wie IC oder IR mehr, sondern nur noch InterCommunale Eilzüge.
ifra schrieb:
Nun denn, halten dann und dort, wo viele Fahrgäste aussteigen oder einsteigen ist nicht verkehrt. Für die vielen Bundeswehrsoldaten hieße es ein Halt am Freitag mittag für die Heimfahrt ins Wochenende und Sonntag nacht für die Rückkehr vom Wochenende. Das könnte doch ein Verstärkungs-IC(E) machen und würde die Reisenden in den übrigen Züge im Fern- und Nahverkehr vor den Massen an Bundeswehrangehörigen und deren Gepäck verschonen.
Wo bitteschön willst du denn noch einen Verstärkungs-ICE an diesen Tagen hernehmen? Da ist der Fernverkehr doch froh, wenn zumindest die geplanten Züge einschließlich der schon eingerichteten Verstärker halbwegs alle fahren.
Super Baureihe 103 schrieb:
SHZ schrieb:
In Stadtallendorf halten bis zum Fahrplanwechsel noch Fernverkehrszüge (ICE-Linie 26, früher: IC, noch früher: IR).
Stadtallendorf ???
In meiner langen Lebenszeit in Marburg (Lahn) von 1994 - 2008 war Stadtallendorf weder IR- noch IC-Halt. Der nächste Halt war erst in Treysa.
Die Stadtallendorfer sind sich ihrer Größe (21000 EW) und Bedeutung als Garnisons- und Industriestandort (dort wird u.a. der "Bahnsinn" produziert) bewusst. Deshalb haben Sie ja auch das fast halb so große Borken mit 12600 Einwohnern erfolgreich als IC(E)-Halt verdrängt. Die Stadtallendorfer Industrie (v.a. die Gießerei Fritz Winter) hat den fehlenden Fernverkehrshalt beklagt, siehe auch den Artikel von SHZ auf [www.myheimat.de].


Der von SHZ darin angesprochene 'Größenwahn' hält wohl an bzw. wird noch schlimmer. Die Reaktivierung der Hessenkaserne (lt. Wikipedia sollte sie eigentlich bis Ende 2018 geschlossen werden) wird sicherlich nicht viele neue Fahrgäste für den Fernverkehr bringen, denn die Zeit der Wehrpflicht ist vorbei und die Zahl derer, die den Freiwilligen Wehrdienst leisten ist deutlich kleiner als die Zahl der ehemaligen Wehrdienstleistenden.
Und mit 1200€ netto kann man sich auch ein Auto leisten (Unterkunft und Verpflegung dürften mit dem Netto schon abgegolten sein). Und je nach Heimatort ist das Auto bequemer und billiger als die Bahn-/ÖPNV-Fahrt,
auch wenn die Bahnfahrt für Soldaten jetzt kostenlos werden soll...
Auch ein Einzugsgebiet bis Alsfeld und Frankenberg ist Spinnerei. Die Frankenberger fahren mit der RB42 und haben in Marburg perfekten Anschluss Richtung Süden (Richtung Norden fahren
sie dann mit der RB42 durch das Waldecksche 'Feindesland' oder mit dem PKW). Und die Alsfelder fahren wohl eher nach Treysa als nach Stadtallendorf...

Und wenn sich weder Borken noch Stadtallendorf als Bahnhalt lohnen, dann bitte auch noch Wabern streichen. Treysa darf von mir aus als Zugeständnis an den Schwalm-Eder-Kreis bleiben. Die gewonnene Fahrtzeitreserve wird zur "energieoptimierten Fahrweise" genutzt, also nur noch 140 km/h statt 160 Km/h. Spart jede Menge Strom und Geld und ist gut fürs Klima (nicht bei den Bahnreisenden, ist aber perfektes Yieldmanagement).
Alternativ könnte man die Fahrtzeit ja auch zwischen Frankfurt und Friedberg bzw. Gießen abbummeln, da gibt's genug Staus und Baustellen auf der Schiene...

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
Zitat
Heute fahren auf dieser Strecke allerdings keine gehobenen Produkte wie IC oder IR mehr, sondern nur noch InterCommunale Eilzüge.
Die werden ja wohl auch für die Soldaten reichen.

Oder sind das bessere Menschen?
jsbach schrieb:
Zitat
Heute fahren auf dieser Strecke allerdings keine gehobenen Produkte wie IC oder IR mehr, sondern nur noch InterCommunale Eilzüge.
Die werden ja wohl auch für die Soldaten reichen.
Sofern sie halten...
Hallo,

wieso und wozu noch weitere Fahrplanreserven?
1987 benötigte der IC Herkules ab Kassel Hbf. mit 2 Zwischenhalten in Marburg und Gießen bis Frankfurt Hbf. 1 St. 55 Minuten. Zug wurde mit 12 Wagen gefahren und war teilwiese auch mit 110 bespannt. Mit Einsatz der 103 verlängerten sich sogar die Fahrzeiten. Später eingesetzte IR und IC (mit 7 - 8 Wagen) benötigen ab Kassel Hbf. 2 Stunden 5 - 7 Minuten bei Zwischenhalten in Wabern, Treysa, Marburg, Gießen und Friedberg. Bei gleichen Zwischenhalten (Wabern im Wechsel mit Stadt Allendorf) benötigen heute IC und ICE in Schnitt 2 Stunden 5 Minuten ab Kassel-Wilhelnshöhe (kürzere Strecke als ab Kassel Hbf.). IC-Züge mit 7 - 8 Wagen und Hochleistungsloks BR 101 oder 120 oder 7-teiliger ICE-T !

Gruß

Günter
guejewe schrieb:
Hallo,

wieso und wozu noch weitere Fahrplanreserven?
1987 benötigte der IC Herkules ab Kassel Hbf. mit 2 Zwischenhalten in Marburg und Gießen bis Frankfurt Hbf. 1 St. 55 Minuten. Zug wurde mit 12 Wagen gefahren und war teilwiese auch mit 110 bespannt. Mit Einsatz der 103 verlängerten sich sogar die Fahrzeiten. Später eingesetzte IR und IC (mit 7 - 8 Wagen) benötigen ab Kassel Hbf. 2 Stunden 5 - 7 Minuten bei Zwischenhalten in Wabern, Treysa, Marburg, Gießen und Friedberg. Bei gleichen Zwischenhalten (Wabern im Wechsel mit Stadt Allendorf) benötigen heute IC und ICE in Schnitt 2 Stunden 5 Minuten ab Kassel-Wilhelnshöhe (kürzere Strecke als ab Kassel Hbf.). IC-Züge mit 7 - 8 Wagen und Hochleistungsloks BR 101 oder 120 oder 7-teiliger ICE-T !

Gruß

Günter
Hallo Günter,

hast Du die Ironie im Beitrag nicht gefunden? Dann bitte nochmal suchen ;-)
Zwischen Marburg und Guntershausen brauchst Du die Fahrzeitreserven nur um energiesparender zu fahren, also 140 km/h statt 160 km/h. Schont den Geldbeutel von DB Fernverkehr (und die Umwelt).
Und die vergraulten Fahrgäste erfreuen das Yieldmanagement; dann gibt's mehr Supersparpreise für 19,99€

Zwischen Gießen und Frankfurt kannst Du die Fahrzeitreserven gut gebrauchen. Die Strecke ist dicht, da passt nichts mehr drauf. Daher ja der viergleisige Ausbau ab Friedberg mit eigenen Gleisen für die S6.
Und wo gebaut wird kommt es im Netz zu Kapazitätseinschränkungen. Daher fahren schon jetzt einige Züge des RE30 nicht nach Frankfurt HBF, sondern über Hanau nach Süd.

Und nur die Anzahl der Wagen und die Leistung der Loks als Maßstab für die Reisezeit zu nehmen scheitert daran, dass heute mehr Züge unterwegs sind als 1987 und bei Bahnens immer noch im Blockabstand gefahren wird. Überholungen sind im 'optimierten' Netz kaum noch möglich. Und ab und zu werden wohl noch Anschlüsse abgewartet, wie mir ein Vöglein zwitscherte...

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
Super Baureihe 103 schrieb:
SHZ schrieb:
In Stadtallendorf halten bis zum Fahrplanwechsel noch Fernverkehrszüge (ICE-Linie 26, früher: IC, noch früher: IR).
Stadtallendorf ???
In meiner langen Lebenszeit in Marburg (Lahn) von 1994 - 2008 war Stadtallendorf weder IR- noch IC-Halt. Der nächste Halt war erst in Treysa.
Es gab ab dem Jahr 2000 einen Fernverkehrshalt pro Woche in Stadtallendorf. Anfangs handelte es sich um den IR Sperber und den IR Bussard, danach wurde aus dem Zug ein IC. Details siehe [www.myheimat.de]
Zitat:
Zwischen Gießen und Frankfurt kannst Du die Fahrzeitreserven gut gebrauchen. Die Strecke ist dicht, da passt nichts mehr drauf. Daher ja der viergleisige Ausbau ab Friedberg mit eigenen Gleisen für die S6.
Und wo gebaut wird kommt es im Netz zu Kapazitätseinschränkungen. Daher fahren schon jetzt einige Züge des RE30 nicht nach Frankfurt HBF, sondern über Hanau nach Süd.

Mir ist kein RE30 bekannt, der regelmäßig über Hanau fährt. Der RE30 fuhr nur bei größeren Bauarbeiten zeitlich begrenzt die Umleitungsstrecke. Nachts gibt es einige RB41, die über Hanau fahren - aber das muss nicht baustellenbedingt sein.
Hingegen fährt der ICE 26 seit August an Wochenenden über Frankfurt Süd, wobei ich nicht weiß, was der Grund dafür ist.

Wer zufällig mal einen RE 30 im Fahrplan mit Halt in Frankfurt Süd findet, sollte einen Blick auf Beginn / Ende werfen, ob es nicht Frankfurt Stadion ist. Der Eintracht-Sonderzug ist in letzter Zeit immer über Hanau gefahren. Ich gehe davon aus, dass es nicht wegen der Bauarbeiten war, da ich momentan keine wirklichen Einschränkungen im Verkehr zwischen Friedberg und Frankfurt entdecken kann.
SHZ schrieb:Zitat:
Hingegen fährt der ICE 26 seit August an Wochenenden über Frankfurt Süd, wobei ich nicht weiß, was der Grund dafür ist.
Bauarbeiten?!

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Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
HPNuller schrieb:
Zwischen Marburg und Guntershausen brauchst Du die Fahrzeitreserven nur um energiesparender zu fahren, also 140 km/h statt 160 km/h. Schont den Geldbeutel von DB Fernverkehr (und die Umwelt).

Zwischen Gießen und Frankfurt kannst Du die Fahrzeitreserven gut gebrauchen. Die Strecke ist dicht, da passt nichts mehr drauf. Daher ja der viergleisige Ausbau ab Friedberg mit eigenen Gleisen für die S6.
Und wo gebaut wird kommt es im Netz zu Kapazitätseinschränkungen.
DB FV hätte gerne schon länger bei (gleicher Fahrzeitlänge für Kassel Wilhelmshöhe - Ffm Hbf) eine schnellere Trasse zwischen Kassel und Gießen, dafür im Gegenzug eine langsamere Fahrplantrasse mit deutlich mehr "Luft" zwischen Gießen und Frankfurt, wegen der besagten Streckenüberlastung und den baubedingten Verspätungen zwischen Bad Vilbel und Ffm Hbf. Dies wurde von DB Netz wegen Trassenkonflikten bisher immer abgelehnt. Mit dieser schnelleren Fahrplantasse zwischen Kassel und Gießen würde sich die Frage nach einem Halt in Stadtallendorf/Wabern garnicht mehr stellen, da ein solcher Halt dann nicht mehr möglich wäre.

Betrachten wir es nüchtern. Stadtallendorf hatte nun ein paar Jahre seinen ICE Prestigehalt (4 pro Tag und Fahrtrichtung). Und die Leute dort haben diesen schlicht nicht angenommen. Wenn nur dem Bürgermeister von Stadtallendorf der Halt des ICE am Herzen liegt, ist das halt zuwenig. Dass es auch anders geht, beweist Coburg. Auch wenn man in Coburg übertriebene Forderungen aus der ordentlichen Nachfrage schlußfolgert, so hat sich Coburg halt im Gegensatz zu Stadtallendorf als FV Halt bewährt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.19 20:51.
Türen schließen selbsttätig schrieb:ifra schrieb:
ifra schrieb:
Nun denn, halten dann und dort, wo viele Fahrgäste aussteigen oder einsteigen ist nicht verkehrt.
Mit der Begründung kannst Du an jedem S-Bahnhalt auch ICEs halten lassen.
Super schwarz/weiß-Sicht - echt klasse für eine sachliche Diskussion.

Nein: Ein Fernverkehrshalt muss sich wirtschaftlich für DB Fernverkehr lohnen, da es hier zumeist um eigenwirtschaftlichen Verkehr handelt. Gleichzeitig soll ein Fernverkehrszug natürlich sich auch vom Regionalverkehr in der Fahr- bzw. Reisezeit unterscheiden (soweit dies möglich ist, früher waren ja IR und RE auf der Main-Weser-Bahn zu einem Stundentakt vertaktet!).

Fernverkehrshalte müssen somit größere Fahrgastpotentiale erschließen, allerdings besteht das Potential nicht nur aus den Einwohnern der Stadt in dem der Bahnhof liegt, sondern eben auch aus Einrichtungen, wie Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Ministerien-, Ämter- und Behörden und auch Flughäfen usw.. Und das Ganze muss man zudem auch über die Scheuklappe der Stadtgrenze sehen. Etwas was leider gefühlt 99% der Politiker und der DSO-Schreiber nicht selbst in der Lage sind. Ein Fernverkehrshalte ist normalerweise immer ein Knotenbahnhof, an dem verschiedene Bahn- und Buslinien in das Umland führen und somit Zubringerfunktionen erfüllen. Auch der Straßenverkehr spielt hier eine maßgebliche Rolle. Das sieht man auch den Halten in Treysa und Wabern, die führ die Städte Homberg/Efze und Bad Wildungen entsprechende Funktionen mitübernehmen.
Hängt man nun wesentliche Knoten ab, reduziert sich die Gesamtmenge der Fahrgäste im Fernverkehr, weil sich plötzlich der Bahnverkehr als unattraktiv langsam (Umsteigezeiten, Regionalverkehrsfahrzeiten) oder aufwändig (erhöhte Umsteigebedarf) darstellt. Insofern kann ein Systemhalt einer FV-Linie für diese Linie unwirtschaftlich sein (also Haltekosten höher als Einnahmen dieser Linie), aber im gesamten Fernverkehrsnetz sich positiv rechnen.

Zudem muss man dies immer Richtungsabhängig sehen, so gehört beispielsweise Aschaffenburg zum Einzugsbereich des Knotens Darmstadt, aber auch Darmstadt zum Einzugsbereich des Knotens Aschaffenburg - es unterscheidet sich dabei lediglich in der Reiserichtung.

Nächster kapitaler Fehler vieler DSO-Schreiber: Der Glaube daran, dass eine Zuggattung ein unveränderlich eindeutiges Einsatzgebiet hat. Nein, das ist nicht so. Derzeit wird die Zuggattung IC in die Zuggattung ICE integriert. Ähnliches fand mit der Abschaffung des IR statt. Nur, dass gleichzeitig eine weitestgehend neue Zuggattung IC geschaffen wird, in der u.a. IC2-Züge und touristische Züge integriert sein sollen. Dieser Prozess läuft nicht über eine Fahrplanplanwechselnacht ab sondern über mehrere Jahre und Jahrzehnte. Das hat zur Folge, dass sich die Bedeutungen der Zuggattungen IC und ICE maßgeblich wandeln, sind sie ja eh nur Marketingprodukte und damit sind ihre Namen austauschbar. Entsprechend finden sich ICE-Züge, die alles sind zwischen Sprintern und klassichen D- bzw. IR-Leistungen. Das spielt in der Wahrnehmung der Fahrgäste aber keine Rolle.

Namen (von Zuggattungen) sind insofern Schall und Rauch und haben keinen Zwang auf ein zu unterstellendes Betriebskonzept..

Und aus diesem Grund kann man sich gut erklären, warum der FV-Halt in Gotha weiterhin Bestand hat.

Da braucht es eben ein wenig mehr einen Realitätssinn und kein schwarz/weiß-Denken - die Welt ist deutlich ausdifferenzierter und bunter, man muss es nur wahrnehmen und verstehen wollen.

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Bronnbach Bhf schrieb:Zitat:
Betrachten wir es nüchtern. Stadtallendorf hatte nun ein paar Jahre seinen ICE Prestigehalt (4 pro Tag und Fahrtrichtung). Und die Leute dort haben diesen schlicht nicht angenommen. Wenn nur dem Bürgermeister von Stadtallendorf der Halt des ICE am Herzen liegt, ist das halt zuwenig. Dass es auch anders geht, beweist Coburg. Auch wenn man in Coburg übertriebene Forderungen aus der ordentlichen Nachfrage schlußfolgert, so hat sich Coburg halt im Gegensatz zu Stadtallendorf als FV Halt bewährt.
So ist es. Da DB Fernverkehr klassisch eine angebotsorientierte Politik fährt, zeigt sich das Zurückziehen bei Nichtannahme des Angebots. Vergleichbar war der IC auf der Sachsen-Franken-Magistrale.
Natürlich muss man aber auch Strukturveränderungen mit einkalkulieren. Sollte sich das Verkehrsaufkommen deutlich erhöhen, könnte ein Halt in Stadtallendorf oder zumindest eine bessere Reisekette durchaus von Interesse sein.

Deutlich wird dies auch bei der Anbindung von Wiesbaden und Montabaur durch die KRM - auch hier haben sich unterschiedliche Entwicklungen ergeben - zusammen mit der Gesamtflottenentwicklung natürlich.

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