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Die Deutsche Bahn hat auf Ihren Bauprojekt-Websiten eine neue Unterseite für das geplante Projekt "Elektrifizierung Weimar – Gera – Gößnitz" (Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung, MDV) eingerichtet:
[bauprojekte.deutschebahn.com]

Leider steht dort inhaltlich noch nichts wirklich Neues bzw. Relevantes - kein gutes Zeichen, was die baldige Realisierung des Projekts angeht!

Auf der Website steht u.a.:
Zitat
Der rund 115 Kilometer lange Abschnitt zwischen Weimar, Gera und Gößnitz ist Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV). Um künftig einen modernen und umweltfreundlichen Schienenverkehr zu ermöglichen ist geplant, den Streckenabschnitt zu elektrifizieren. Das Projekt befindet sich derzeit in der Vorplanungsphase.

Projekt

Die Strecke zwischen Weimar und Gößnitz erstreckt sich über rund 115 Kilometer und ist ein Teilabschnitt der 517 Kilometer langen Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV). Diese verbindet unter anderem die Wirtschaftszentren Ostthüringen und Westsachsen.

Es ist geplant, den Abschnitt durchgängig zu elektrifizieren. Dadurch kann die Region Chemnitz besser an den Fernverkehrsknoten Erfurt angebunden werden. Durch den Entfall des sonst notwendigen Traktionswechsels in Erfurt bietet sich die Möglichkeit, eine durchgängig elektrisch betriebene Fernverkehrslinie zwischen dem Ruhrgebiet und Thüringen/Westsachsen einzurichten. Derzeit kann die Strecke zwischen Weimar und Gößnitz nur mit Dieselfahrzeugen befahren werden. Elektrisch betriebene Lokwechsel an den Systemgrenzen haben längere Fahrzeiten zur Folge. Durch die Elektrifizierung entfällt dieser Lokwechsel.

Für den Nahverkehr ergeben sich eine bessere Energieeffizienz und die Möglichkeit für Angebotsausweitungen. Im Güterverkehr ist eine verbesserte Anbindung des westsächsischen Wirtschaftsraums an die Regionen Mittelthüringen, Rhein/Main und Ruhrgebiet möglich.

Die Arbeiten werden voraussichtlich in drei Projektabschnitten durchgeführt: Weimar – Jena, Jena – Gera und Gera – Gößnitz/Lehndorf.

Umwelt und Natur

Die Bauarbeiten erfordern einen gewissen Eingriff in die Natur und Umwelt. Im Rahmen der Planungen wird ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um Beeinträchtigungen für Pflanzen und Tiere zu vermeiden bzw. zu minimieren und Ausgleichsarbeiten zu definieren.

Zeitplan

Seit November 2018 ist die Elektrifizierung des Abschnitts Weimar – Gera – Gößnitz im Bundesverkehrswegeplan mit „vordringlichen Bedarf“ eingestuft. Derzeit befindet sich das Vorhaben in der Vorplanungsphase. Unter anderem wurden die Planungsleistungen ausgeschrieben.
Man kann sich mit einer mail-Adresse für den Newsletter zum Projekt anmelden, was ich Nutzern und Anwohnern der Strecke empfehlen kann.
Spannend fände ich auch, dass man wirklich in drei Bauabschnitten vom West nach Ost plant. So könnten einige NV/FV Linien vll auch früher als 2028 mit eTraktion fahren.
Jena - Gera ist der wohl aufwändigste Teil der Strecke für den Fahrdraht und auch noch nicht abschließend geklärt, ob und wie zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen für das künftige Betriebskonzept umgesetzt werden müssen / können. Neben (teilweisem) zweigleisigem Ausbau auch Blockverdichtung. Verbaut werden für spätere Maßnahmen darf auch nichts. Ich rechne ganz stark damit, dass zwar parallel an den Abschnitten gearbeitet werden kann, aber Jena - Gera zuletzt fertig werden dürfte. Eine frühere Inbetriebnahme Weimar - Jena bringt aller Wahrscheinlichkeit nach keine Änderungen im Nahverkehr. Möglich wäre dies nur bei den Takverdichtern der Erfurter Bahn, die in Göschwitz enden und beim RE3, der im Zweistundentakt Erfurt - Göschwitz pendelt. In wie weit das etwas für den Güterverkehr bringt vermag ich allerdings nicht abzuschätzen. Immerhin hätte man dann eine relativ kurze elektrifizierte Verbindung Erfurt - Weimar - Saalbahn gen Süden.
Im Nahverkehr schätze ich eine frühzeitige Traktion bis Göschwitz auch als unwahrscheinlich ein. Ist halt die Frage ob der dann aktuelle Betreiber E-Fahrzeuge hat die er ggf. früher einsetzen kann. Für die RE3 Leistung dürfte an sich ein Fahrzeug reichen.

Für den FV kam mir eine Verlängerung der E-Traktion von Gotha bis Göschwitz in den Sinn. So müsste man nur in Göschwitz umspannen. Immerhin gibt es auf der MDV Seite ja drei Gleise. Ist die Frage ob die Weichen/Signale das zulassen würden. Immerhin könnte man dann einige km dieseln unter Fahrdraht schon einmal sparen.
Technisch sicher möglich und an Weichen / Signalen scheitert das auch nicht. Problem dürfte eher die Fahrplanlage sein. Die Umspannzeit von Gotha nach Jena zu verschieben lässt die RE3-Fahrzeit platzen. Denkbar wäre da eher ein Einkürz en des FV bis Jena und Umsteigen in einen Pendel nach Gera. Da die 612er sowieso flotter sind, würde das von der Fahrzeit her sogar problemlos passen, die fahren die Umsteigezeit wieder raus. Vielleicht kommt sowas interimsweise, da ich sowieso mit größeren Sperrungen und SEV zwischen Gera und Jena rechne.