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Die Bürgermeister von Zittau, Ebersbach-Neugersdorf, Oderwitz, Mittelherwigsdorf und Großschönau werfen der DLB mit ihrer Tochterfirma Trilex Vertragsbruch bei den seit Anfang September eingeführten Leistungskürzungen zwischen Zittau, Görlitz und Dresden vor. Betroffen sind vor allem und ausgerechnet Verbindungen in der HVZ in Richtung Dresden. ZVON und VVO haben die Pläne der Länderbahn allerdings genehmigt.
Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker äußert sich wie folgt: "Die Vorgehensweise des ZVON konterkariert alle Bemühungen und Verlautbarungen der Sächsischen Staatsregierung. Kein Wunder, wenn sich die Leute abgehängt fühlen!"

Die Sächsische Zeitung widmet dem Thema einen Artikel hinter der Bezahlschranke: [www.saechsische.de]
der Lausitzer schrieb:
Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker äußert sich wie folgt: "Die Vorgehensweise des ZVON konterkariert alle Bemühungen und Verlautbarungen der Sächsischen Staatsregierung. Kein Wunder, wenn sich die Leute abgehängt fühlen!"
Da sieht man mal, dass DSO-Diskussionen sich zwar meist Detailfragen verlieren, aber am Ende politischer sind als man denkt. Möglicherweise das erste Mal, dass Verkehrspolitik mit Bahnthemen die Analyse einer Wahl beeinflusst, nur der Weg dahin ist mehr als fraglich...
bollisee schrieb:
der Lausitzer schrieb:
Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker äußert sich wie folgt: "Die Vorgehensweise des ZVON konterkariert alle Bemühungen und Verlautbarungen der Sächsischen Staatsregierung. Kein Wunder, wenn sich die Leute abgehängt fühlen!"
Da sieht man mal, dass DSO-Diskussionen sich zwar meist Detailfragen verlieren, aber am Ende politischer sind als man denkt. Möglicherweise das erste Mal, dass Verkehrspolitik mit Bahnthemen die Analyse einer Wahl beeinflusst, nur der Weg dahin ist mehr als fraglich...
Richtig, aber: Andersrum wird ein Schuh draus: Nur weil hier einige Leistungen gekürzt würden, hole ich mir doch die Braunen nicht ins Haus.

"Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"...

I grab the pussy, I wash the brain, I make America great again! (frei nach D.T.)
Richtig, aber: Andersrum wird ein Schuh draus: Nur weil hier einige Leistungen gekürzt würden, hole ich mir doch die Braunen nicht ins Haus.

Auch richtig. Nur ist bei vielen die Regentonne schon lange so gestrichen voll, daß es nur noch eines passenden Anlasses bedarf. Man kann viele Dinge einzeln betrachten und sagen, daß das jeweils nicht viel ausmacht. Nur besteht das Leben nicht allein aus Einzelbetrachtungen. Wie eine Geröll-Lawine auch nur aus vielen Einzelteilen besteht und jedes Teilchen für sich nicht schlimm ist. Das stimmt natürlich. So ein kleines Einzelteil einer Geröll-Lawine kann sogar richtig nett aussehen...

[www.photocase.de]

Gruß, Olaf

(,“)
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 14:19.
Das ist doch einfach
Der Landkreis ist jetzt mehr auf Stimmen der Kreistagsabgeordneten aus dieser Gegend angewiesen. Vor 4 jahren als es das gleiche Spiel schon mal gab war das noch anders.
Somit könnten die Landräte schneller auf Granit beißen als es ihnen recht ist. Es gibt Parteien die auf solche "Faulen Eier" warten. Sollten wirklich die Grünen in die Landesregierung einsteigen siehts noch mal anders aus.

Nicht umsonst beendete der LR Görlitz vor 4 jahren den Resterampenbetrieb.

René
der Lausitzer schrieb:
Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker äußert sich wie folgt: "Die Vorgehensweise des ZVON konterkariert alle Bemühungen und Verlautbarungen der Sächsischen Staatsregierung. Kein Wunder, wenn sich die Leute abgehängt fühlen!"

Ich kann da dem Bürgermeister nur zustimmen, denn als Pendler, der jeden Tag auf der Relation nach Dresden unterwegs ist, habe ich mich ebenfalls mit einer Beschwerde an den ZVON und VVO gewandt, weil man seitens des Trilex geschafft hat, in den sächsischen Sommerferien fast durchweg 3-teilig zu fahren, obwohl da das Aufkommen auch locker für 2 Triebwagen gereicht hätte, und pünktlich zum Ende der Sommerferien, wenn die Pendler wieder starten, nur noch mit 2 x 642 in der HVZ ums Eck kommt. Hier ein Auszug aus der Beschwerde:

Zitat:....ich bin als täglicher Pendler schon etwas erstaunt über die Mitteilung, dass die Länderbahn nun auf den Strecken des Trilex Triebwagen der BR 642 abzieht und durch Triebwagen der BR 650 ersetzt, um irgendwo im Saarland damit einen gewonnen Verkehr zu fahren.

Trilex bekommt es seit dem 19.08.2019 nicht auf die Reihe, den Zug 26900 mit 3 Triebwagen zu fahren, darf aber jetzt kleine Fahrzeuge auf diesen Strecken einsetzen?

Hier mal eine kleine Aufstellung:
19.08.2019 2 x 642
20.08.2019 2 x 642
21.08.2019 - anderen Zug genutzt
22.08.2019 2 x 642
23.08.2019 3 x 642

26.08.2019 - anderen Zug genutzt
27.08.2019 2 x 642
28.08.2019 2 x 642
29.08.2019 2 x 642
30.08.2019 2 x 642

02.09.2019 2 x 642
03.09.2019 2 x 642

Bei Zug 26919, in Kombination mit Zug 5259 habe ich in den letzten 2,5 Wochen ebenfalls erlebt, dass dort nur 2 statt 3 642 in Einsatz waren.

Was steht bei VVO und ZVON eigentlich im Vordergrund, was ist eigentlich die ureigenste Aufgabe der Besteller? Den Wünschen der Verkehrsunternehmen nachzugeben und Schlechtleistungen nicht zu sanktionieren? Wie soll da eine Änderung des Modal-Split erfolgen?

Was machen Sie in den Zweckverbänden eigentlich mit den Steuergeldern, die auch ich zahlen, um ÖPNV so zu gestalten, dass die Menschen in der Region etwas davon haben, wie Sonntag keine Überlandbusse, nicht mal als Rufbus im Angebot, aber immer erzählen, da sind ja keine Fahrgäste.

Der Fahrgast und der Verkehr der Region, die Einhaltung der Vertragsleistungen scheinen es jedenfalls nicht zu sein, die im Vordergrund stehen... Zitat Ende

Vom Zweckverband bekam ich dann folgende Antwort:

Zitat: ......Ich verstehe Ihren Ärger besonders in dem Fall, wenn durch die fehlenden Triebwagen den Fahrgästen zu wenig Sitzplätze zur Verfügung gestanden haben. Im Namen der DLB entschuldige ich mich dafür bei Ihnen.
Richtig ist, dass die DLB seit einiger Zeit nicht alle Züge in der bestellten Triebwagenanzahl verkehren lässt. Für diese Minderleistung bekommt die DLB im Übrigen auch keine Vergütung. Unabhängig davon hinterfragen wir besonders die Dreifachtraktionen hinsichtlich ihrer verkehrlichen Notwendigkeit. Hier scheint es unserer Einschätzung nach in vielen Fällen keine zwingende Notwendigkeit (mehr) zu geben. Das nur mal so als eine Einschätzung, ohne dass wir damit die Mindertraktionen rechtfertigen wollen.
Gerade im Hinblick auf den neuen Fahrplan und die dort vorgesehene Leistungsausweitung teile ich Ihre Meinung, wonach die Fahrgäste und die Region nicht im Vordergrund unseres Handelns stehen nicht.....
Zitat Ende

Interessant finde ich, der ZVON "schätzt ein", dass es bei verschiedenen Zügen keine Notwendigkeit gibt, mit der bestellten Anzahl von Fahrzeugen lt. Verkehrsvertrag zu fahren. Ich habe es in den vergangenen 10 Monaten nicht einmal erlebt, dass seitens des ZVON in irgendeiner Weise eine Fahrgastzählung, -erhebung und/oder -befragung gemacht wurde, wogegen ich in DB-Zügen (ÖPNV und FV) gefühlt mind. 2 mal pro Monat angesprochen werden. Wie kommt man dann zu so einer Einschätzung.

Und die "nicht gezahlte Vergütung der Minderleistung" scheint ja nicht so hoch zu sein, dass die DLB damit gezwungen wird, sich andere Lösungen zu überlegen und ihren Verkehrsvertrag zu erfüllen.

Im GV ist es heute so, dass man als mittelständisches EVU, wenn man innerhalb eines Monats 3 bis 4 Zügen aus eigenem Verschulden nicht für den Auftraggeber erbringen kann, in arge finanzielle Bedrängnis kommen kann, da die Maluszahlungen teilweise das 3 bis 4-fache des Angebotspreises für die Zugleistung ausmachen, den der Auftraggeber entsprechende der Vertragsgestaltung zahlt und somit das EVU in die Pflicht nimmt. Und über die Gewinnmargen im GV brauchen wir an dieser Stelle nicht diskutieren.

Wäre ja mal ein Modell für den ÖPNV, vielleicht ändert sich ja dann was....., aber dazu müsste auch ein entsprechender Wille da sein, sowohl in der Politik, als auch bei den Zweckverbänden.

Grüße vom Oberindianer


"Jeder Mensch ist ein Clown, nur wenige haben den Mut es zu zeigen!
(Charlie Rivel)"
Tsisis, jammern auf hohem Niveau. Go Ahead schafft es hier, in der Hvz einen Zug mit nur einem 5-Teiligen Flirt zu fahren, mit knapp 300 Sitzplätzen. Die DB musste bei dem gleichen Zug vorher einen Zug mit mindestens 600 Plätzen anbieten. Gestern wurde der 5-Teiler zumindest mal durch einen 3-Teiler unterstützt. Es fehlten aber noch immer rund 200 Sitzplätze. Entsprechend voll war der Zug bereits bei der Abfahrt in Stuttgart und in Bad Cannstatt steigen noch einmal ungefähr gleich viele Fahrgäste, wie im Hbf zu.
Es geht nicht ums "jammern", sondern um die Vertragseinhaltung eines EVU's, welches schon seit ca. 7 Jahren diesen Verkehr erbringt, gerade für weitere 12 Jahre den Verkehr von den angesprochenen Zweckverbänden bekommen hat und nun Vertragsleistungen nicht erfüllt, und die öffentliche Hand?????

Ich habe keine Bock, und deshalb habe ich diese Frage an die Verbände so auch nicht gestellt, die "Klimakeule" raus zu holen, aber im Prinzip muss man schon hinterfragen, wie mit so einer Einstellung der Zweckverbände es eine Änderung des Konsumentenverhaltens erreicht werden soll, also weg vom Auto, hin zum ÖPNV, wenn man mit solchen Aktionen die Fahrgäste schneller verprellt, als sie zu gewinnen.

Grüße vom Oberindianer


"Jeder Mensch ist ein Clown, nur wenige haben den Mut es zu zeigen!
(Charlie Rivel)"




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 12:23.
Leistungen die bestellt und bezahlt werden sollte man schon erbringen. Da ist eher die Finanzkeule angebracht. Ich habe das Glück in einer durch Öffis gut erschlossenen Gegegend (1 Straßenbahn- und 2 Buslinien im 10min Takt) zu wohnen. Davon können manche Regionen in Sachsen nur träumen. Meine Mutter wohnt auf dem Dorf und da fahren Montag bis Freitag 2 Buspaare. Wer am Wochenende aus dem Kaff raus will oder muss braucht ein Auto mit stabilem Fahrwerwerk.

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine werksneue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.
Hallo Ihr,
ich finde das auch schade das weniger Plätze zur Verfügung stehen aber in einem Unternehmen was möglichst viel Gewinn machen möchte steht das nicht im Vordergrund, dies gilt auch für die Besteller.
Bis dahin
S. Born
Für diese Minderleistung bekommt die DLB im Übrigen auch keine Vergütung. Unabhängig davon hinterfragen wir besonders die Dreifachtraktionen hinsichtlich ihrer verkehrlichen Notwendigkeit.

Liest sich für mich, als wäre der Verkehrsverbund gar nicht unglücklich über die sich bietende Gelegenheit, durch Minderleistungen Geldbeträge einzusparen. Die scheinen das sogar richtig angemessen und toll zu finden. Steht es dort in der Region schon wieder so schlecht um die öffentlichen Mittel?

Bei mir verfestigt sich der Eindruck bei jeder weiteren Meldung mehr: Bahnland Sachsen? Das war mal.

Gruß, Olaf

(,“)
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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Nun ja, der ZVON ...

geschrieben von: Pallaswiese

Datum: 09.09.19 01:00

"Unabhängig davon hinterfragen wir besonders die Dreifachtraktionen hinsichtlich ihrer verkehrlichen Notwendigkeit."

Im SUV sitzt es sich ja auch gut, den muß man mit dem Pöbel nicht teilen. Typisch ZVON-Denke. Und Harig fällt ohnehin als Lösung nur Autobahn, Autobahn und Umgehungsstraße ein.

Dreiteiler sind auf jeden Fall im VVO-Gebiet notwendig, erst nach Radeberg wird es leerer.
Daß der ZVON kein vernünftiges Konzept hinbekommt, sieht man dann, wenn er völlig überfordert ist von betrunkenen Fußballfans, Ausflüglern oder am Komm-Rum-Tag bei schönem Wetter.

Ein Konzept, das die Massen von der Autobahn weg zieht, ist nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Das braucht keine Elektrifizierung, sondern einfach nur den Willen. Daß es dann wiederum nicht genügend Tfzf und Zubs gäbe, ist ein anderes Problem.

Gruß, Walter

Die Riedbahn von Darmstadt nach Goddelau-Erfelden, und mehr, auf http://www.walter-kuhl.de/riedbahn/.
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